Althusmann: Masken im Unterricht bei verschärfter Corona-Lage möglich

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HANNOVER. Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann hält eine Ausweitung der Maskenpflicht an Schulen auf den Unterricht für denkbar. «Sollte das Infektionsgeschehen nach den Sommerferien in einzelnen Regionen des Landes erkennbar ansteigen, ist eine solche zeitlich begrenzte Maßnahme an den betroffenen Schulen keinesfalls ausgeschlossen», sagte der CDU-Politiker der «Neuen Osnabrücker Zeitung“. Widerspruch kommt allerdings aus der eigenen Partei.

In der Kritik: Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann. Foto: Kultusministerium Niedersachsen
War selbst mal Kultusminister: Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann. Foto: Kultusministerium Niedersachsen

In Niedersachsen beginnt der Unterricht wieder am 27. August. Eine Maskenpflicht soll es bislang nur außerhalb der Klassenräume geben, wenn der Abstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann. Das kann etwa in engen Fluren der Fall sein.

Niedersachsens CDU-Landtagsfraktionschef Dirk Toepffer hat sich gegen eine Maskenpflicht im Schulunterricht ausgesprochen. Aus pädagogischen Gründen sei der Unterricht mit Maske aus seiner Sicht schwer möglich, sagte der Politiker der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung». «Es gibt gute Gründe für noch mehr Vorsicht und also die Maskenpflicht, aber auch gute Gründe dagegen. Ich persönlich bin gegen eine Maskenpflicht, weil sie in dem geplanten Präsenzunterricht schwer zu realisieren wäre.» Die Frage der Maskenpflicht in der Schule sei «selbst in der CDU umstritten ist und heiß diskutiert», räumte er ein.

Mischung aus Online- und Präsenzunterricht?

Toepffer erklärte kurz vor Beginn des neuen Schuljahres, viele Fragen seien offen und vermutlich werde erst vierzehn Tage nach Schulbeginn klar sein, ob wirklich alles richtig gemacht worden sei. Er regte an, über weitere Modelle nachzudenken – etwa eine Mischung aus Online-Unterricht und Unterricht in der Schule. Verstöße gegen die Maskenpflicht würden geahndet, betonte er. «Ich bin fest davon überzeugt, dass die Bußgeldkataloge weniger wichtig sind als die wirkliche Durchsetzung von Abstands- und Hygieneregeln.» dpa

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1 KOMMENTAR

  1. Jetzt pfuscht der Wirtschaftsminiater dem Kultusminister rein..

    Braucht es noch etwas, um zu zeigen, dass es nur um die Wirtschaft geht und die Gesundheit von SuS und LuL nachrangig wenn nicht $@#€/$egal ist??

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