Söder hält Maskenpflicht im Unterricht für möglich

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NÜRNBERG. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält eine Maskenpflicht im Unterricht für denkbar. Den «Nürnberger Nachrichten» sagte er: «Wir wollen den Regelunterricht bei gleichzeitigem Schutz von Schülern und Lehrern. Wir reden da auch über Masken im Unterricht. Die Entscheidung soll im Konsens getroffen werden.» Die Maske sei ein einfaches und effektives Mittel, um drohende Schulschließungen zu verhindern. Für kommenden Montag sei eine Besprechung mit Schulvertretern geplant.

Zeigt sich vorsichtig: Bayerns Mininsterpräsident Markus Söder (CSU). Foto: Mueller /MSC – Wikimedia Commons (CC BY 3.0 DE)

Bevor jedoch eine Entscheidung über die Maskenpflicht im Unterricht getroffen werde, würden die Erfahrungen anderer Bundesländer hierzu ausgewertet, sagte Söder. Zu berücksichtigen seien auch regionale Unterschiede in Bayern: «Wenn es etwa wie im Kreis Rhön-Grabfeld keine oder wenig neue Infektionen gibt, ist die Lage dort anders zu beurteilen als in München oder Rosenheim, wo die Zahlen im Moment höher sind.»

In Nordrhein-Westfalen müssen Schüler ab Klasse 5 Masken im Unterricht tragen, diese Regelung läuft jedoch an diesem Montag wegen gesunkener Infektionszahlen aus. dpa

Aus für Maskenpflicht im Unterricht – GEW: Letzter Infektionsschutz fällt

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8 KOMMENTARE

  1. Das kippt das Verfassungsgericht wieder. Da weder die Krankheitsrate steigt, die Hospitalisierungen eher sinken, die Todesrate stagniert, ist eine Maskenpflicht nicht verhältnismäßig.

  2. Wie soll das in der Berufsschule prakitiziert werden? Die Schüler sind 8 Std. im Unterricht! Wie soll das während der Erkältungszeit gehen, wenn Schüler in ihre Masken husten und nießen? Jedesmal muß dann nämlich die feuchte Maske abgezogen und verstaut werden, dann müssen die Hände GRÜNDLICH gewaschen, die neue Maske aufgezogen werden. Wann findet dann noch Unterricht statt??

  3. Wunderbar, wir sind dabei!
    BW- bitte mitziehen!
    Wir müssen uns einfach nicht so anstellen: Viele Berufsgruppen tragen acht Stunden am Tag Masken.
    Die Idee, die kürzlich umhergeisterte, dass nur Lehrer Masken tragen sollen, ist meines Erachtens sinnlos. Weder Kinder noch Familienangehörige sind geschützt, wenn einer von 30 eine Maske trägt und alle anderen nicht.
    Ein klares JA! Weder Eltern, Schüler noch Lehrer wollen diesen Mist bekommen! Und da sind dann auch noch die Risikogruppen: kranke und betagte Menschen. Die wollen wir nicht verlieren!

    • Sorry, aber das hat nichts mit „anstellen“ zu tun. Man braucht ja z.B. nur mal Verkäuferinnen und Gastronominnen bzw. Kellnerinnen zu fragen, wie „toll“ das ist, stundenlang immer wieder die eigene verbrauchte Luft mit einzuatmen. Meine Berufsschüler haben 8 Std. Unterricht! Ich befürchte, die Maske ist die scheinbar bequemste Lösung, weil man sonst den Unterricht anders organisieren müßte, was natürlich organisatorisch, finanziell und personell wesentlich aufwendiger wäre. Die Frage der Verhältnismäßigkeit würde somit m.E. hintenangestellt. Aber mir stellt sich darüber hinaus – wie ich oben schon geschrieben habe, auch die Frage der Praktikabilität im Unterricht – wenigstens dann, wenn es richtig gemacht werden soll.

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