Lorz: Kinder nicht mit möglichen Corona-Symptomen in Schule schicken

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WIESBADEN. Zum Schulstart nach den Herbstferien am Montag appelliert Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) an die Eltern, ihre Kinder nicht mit Symptomen einer möglichen Coronavirus-Infektion in die Schule zu schicken. Hier gehe es ausdrücklich nicht um die normale Schnupfennase, die kein Problem sei. Aber bei den typischen Symptomen wie Fieber, trockenem Husten oder einem Verlust des Geschmackssinns sei Vorsicht geboten, sagte der Minister in Wiesbaden.

Appelliert an Eltern: Hessens Kultusminister Alexander Lorz. Foto: HKM/ Patrick Liste

Seit Beginn des neuen Schuljahres hätten sich die Schulen nicht als Treiber der Pandemie gezeigt, betonte Lorz. «Unsere Schulen haben sich nicht zu Hotspots entwickelt. An jedem Tag konnten über 99 Prozent der Schüler zur Schule gehen.» Trotzdem sei die Corona-Pandemie natürlich eine Belastung für alle in der Schulgemeinde. «Ich glaube, alle sehnen sich danach, die Pandemie irgendwann ad acta legen und einfach mal wieder ganz normal zur Schule gehen zu können.»

Aber das Land werde voraussichtlich noch einen langen Atem brauchen. «Trotzdem glaube ich, mit jeder Woche, die erfolgreich ins Land geht, stellt sich eine gewisse Routine im Handling dieser Pandemie ein», sagte Lorz. «Das stimmt mich optimistisch für die bevorstehende kalte Jahreszeit.» dpa

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14 KOMMENTARE

  1. Da das RKI evidente Befunde zu den Gefahren durch Covid-19 öffentlich vorgelegt hat, darf der Kultusminister nicht so tun, als sei alles im Griff. Routine im Umgang mit dem neuartigen Virus kann es nur geben, wenn es ausreichend erforscht ist und wenn Maßnahmen ergriffen werden können, die das Virus definitiv bekämpfen (z.B. durch einen Impfstoff). Dies ist aber noch nicht der Fall. Dieser Aktionismus ist unseriös und eines Professorentitels nicht würdig.

  2. Herr Lorz hat immer noch nicht verstanden, wie sich dieses virus verbreitet. Wenn jemand Symptome hat (und die meisten Kinder haben keine), ist es bereits zu spät, weil sie wahrscheinlich bereits seit mehreren Tagen schon andere angesteckt haben.

  3. Vielleicht sollte ihm einfach mal jemand diese indische Studie mit ca. einer halben Mio Teilnehmern unter die Nase legen, die eindeutig zeigt, dass Schulen ein treibender Faktor sind. Oder glaubt er, dass sich das Virus bei uns anders als in Indien verhält?

  4. „Trotzdem glaube ich, mit jeder Woche, die erfolgreich ins Land geht, stellt sich eine gewisse Routine im Handling dieser Pandemie ein», sagte Lorz. «Das stimmt mich optimistisch für die bevorstehende kalte Jahreszeit.» dpa

    Der“ Erfolg“ der Routine zeigt sich besonders bei den Zahlen der Neuinfektionen der gerade zu Ende gegangenen Woche…
    Wie dummdreist muss ein Politiker sein, um sich in dieser Form öffentlich zu äußern!?
    Es sei denn, er hält die übrige Bevölkerung für noch dümmer, als dass sie diesen Schwindel erkennen…

  5. Herr lorz versteht immer noch nicht wie die lage ist. Er muss endlich verstehen den Schul Betrieb langsam mal einzuschränken bevor es noch schlimmer wird!!

  6. Erfolgreich, optimistisch…. Ist der gerade aus dem Koma erwacht oder wo lebt er denn? Sorry, aber der Typ labert wirres Zeug.

  7. Einfach unfassbar. Herr Lorz feiert sich fürs Nichtstun! Die Schüler, Lehrer und ihre Familien müssen es ausbaden.
    Im Frühjahr haben wir gesehen wie viele Risikopatienten es gibt. Wer schützt die eigentlich?

  8. Niemand und zur Zeit sieht man auch, das selbst Schulleitungen Risikogruppen (obwohl schon seit Monaten bekannt) einfach nicht erwähnt werden. Obwohl man sie auf die verdrehten und falsch dargestellten Entscheidungen der KM hinweist, gehen die einfach drüber weg.
    An die Redaktion:

    Warum übergehen die das einfach?

    • Jede einzelne Risikogruppe kann nicht erwähnt werden. Außerdem liegt es im Auge des Betrachters, ob Entscheidungen der KM „verdreht und falsch“ dargestellt werden. Manche sehen es so, andere nicht.
      Wir sollten allmählich wissen, dass im Moment noch viel subjektive Einschätzung und Beurteilung von Corona im Spiel ist. Menschen wegen anderer Sichtweise zu verurteilen, ist deswegen unangebracht und unfair.

  9. Herr Lorz hat den Schuss noch nicht gehört ! Hybridunterricht wäre eine Lösung gewesen direkt nach den Ferien. Dann kann Abstand in den Klassen gehalten werden. Und Kinder sind Überträger und jeden Kind kann es in sein persönliches Umfeld verbreiten. Eltern können zur Zeit eh nicht planen….wenn in Klassen Quarantäne fälle auftreten müssen sie auch ihre Jobs umplanen. Arbeitgeber sollten hier Eltern auch Lösungen bieten damit Eltern gewissenhaft handeln und Kinder mit Symptomen melden und nicht in die Schule schicken um ihren Job zu erledigen! Das ganze System krankt! Es sollte vom Gesundheitsministerium geregelt werden und nicht einem Kultusministerium überlassen! Es geht um Hygienepläne , Pandemieeindämmung !!

  10. Unser hessischer Kultusminister verdrängt, dass in den Schulen seit den Sommerferien eines der beiden „A“ nicht eingehalten werden kann. Gerade jetzt wäre es wichtig, dass der Abstand von mind. 1,5m eingehalten wird. Also sorgen Sie für kleine Unterrichtsgruppen in den Schulen Herr Lotz, damit nicht ein zweiter Lockdown in Schulen folgen muss.

  11. Und wie soll das bitte funktionieren?!
    Es werden Kinder mit diversen Symptomen regelmäßig wieder zur Schule/Kita geschickt. Warum sollte der (Un)Verstand zu diesem Zeitpunkt einsetzten, wenn sonst bei Grippe, Margen-Darm, oder Bindehautentzündungen es schick ist die Kinder abzugeben?!

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