DÜSSELDORF. Nordrhein-Westfalens Schulministerin Dorothee Feller (CDU) rechnet erst zum Ende des Jahrzehnts mit einer Entspannung des Lehrkräftemangels an Grundschulen. Wie sie dem WDR sagte, werde sich die Lücke zwischen Bedarf und Angebot an Grundschullehrkräften voraussichtlich erst 2030 schließen.

Nach Angaben der Ministerin ist die Personalsituation regional sehr unterschiedlich. Während einige Regionen bereits vergleichsweise gut versorgt seien, hätten andere weiterhin große Probleme. „Und wir haben Regionen, da gehört das Ruhrgebiet oder Teil des Ruhrgebiets dazu, aber auch andere Regionen, Sauerland, Eifel, Bergisches Land, wo uns junge Menschen schlichtweg sagen, da wollen wir nicht hin“, sagte Feller.
Um den Mangel abzufedern, setzt das Land weiterhin auf die Abordnung von Lehrkräften. Dabei werden Lehrkräfte angewiesen, vorübergehend an Schulen mit besonderem Personalbedarf zu unterrichten. Feller verteidigte diese Praxis: „Ich schicke ja keinen von Detmold nach Aachen“, sagte sie. Eine Versetzung etwa von Münster nach Gelsenkirchen sei dagegen zumutbar. Nach Angaben des Schulministeriums sind an den Grundschulen in Nordrhein-Westfalen derzeit mehr als 3.000 Lehrerstellen unbesetzt. News4teachers / mit Material der dpa
Abordnungen treffen fast 10.000 Lehrkräfte – Schulministerin Feller kündigt weitere an









