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Lehrermangel an Grundschulen: Schulministerin erwartet Entspannung erst ab 2030

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DÜSSELDORF. Nordrhein-Westfalens Schulministerin Dorothee Feller (CDU) rechnet erst zum Ende des Jahrzehnts mit einer Entspannung des Lehrkräftemangels an Grundschulen. Wie sie dem WDR sagte, werde sich die Lücke zwischen Bedarf und Angebot an Grundschullehrkräften voraussichtlich erst 2030 schließen.

Setzt auf Abordnungen: Dorothee Feller, Schulministerin von Nordrhein-Westfalen. Foto: Land NRW / Martin Gotz

Nach Angaben der Ministerin ist die Personalsituation regional sehr unterschiedlich. Während einige Regionen bereits vergleichsweise gut versorgt seien, hätten andere weiterhin große Probleme. „Und wir haben Regionen, da gehört das Ruhrgebiet oder Teil des Ruhrgebiets dazu, aber auch andere Regionen, Sauerland, Eifel, Bergisches Land, wo uns junge Menschen schlichtweg sagen, da wollen wir nicht hin“, sagte Feller.

Um den Mangel abzufedern, setzt das Land weiterhin auf die Abordnung von Lehrkräften. Dabei werden Lehrkräfte angewiesen, vorübergehend an Schulen mit besonderem Personalbedarf zu unterrichten. Feller verteidigte diese Praxis: „Ich schicke ja keinen von Detmold nach Aachen“, sagte sie. Eine Versetzung etwa von Münster nach Gelsenkirchen sei dagegen zumutbar. Nach Angaben des Schulministeriums sind an den Grundschulen in Nordrhein-Westfalen derzeit mehr als 3.000 Lehrerstellen unbesetzt. News4teachers / mit Material der dpa

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Abordnungen treffen fast 10.000 Lehrkräfte – Schulministerin Feller kündigt weitere an

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6 Kommentare
unfassbar
14 Tage zuvor

Aus genau dem Grund braucht man heutzutage nicht mehr mit dem Studium des Grundschullehramts anzufangen und man muss sich ernsthaft überlegen, überhaupt noch Lehrer zu werden. Es riecht nach Einstellungsstopp an allen Schulformen und in (fast) allen Fächern. In den wenigen Fächern ohne Einstellungsstopp, also MINT, gibt es in der freien Wirtschaft oder gleich im Ausland bessere Alternativen.

Ich_bin_neu_hier
14 Tage zuvor

„Eine Versetzung etwa von Münster nach Gelsenkirchen sei dagegen zumutbar.“

Grundsätzlich natürlich richtig – wenn man sich in NRW hat verbeamten lassen. Münster ist eine Universitätsstadt mit Flair und Gelsenkirchen… war Mitte 2025 mit 23,6 Prozent die Stadt mit der deutschlandweit höchsten Quote an Bürgergeldempfängern, noch vor Bremerhaven. Sicher ein ganz anderer Schnack, und ich persönlich nähme es keiner Nachwuchslehrkraft übel, wenn sie sich nicht ausgerechnet in einem Bundesland verbeamten lassen möchte, in dem solche Versetzungen absehbar notwendig bleiben werden.

(Quelle zum Bürgergeldbezug hier: https://www.suedkurier.de/geld-leben/finanzen/fast-jede-vierte-person-bezieht-buergergeld-in-dieser-stadt-leben-die-meisten-empfaenger-der-grundsicherung-15-4-26-110722933)

lehrer002
13 Tage zuvor

Spannend war, dass sie von ausschließlich 2 Jahren Abordnung für neu eingestellte Lehrkräfte sprach. Hier in der BR Münster werden junge Lehrer aber genötigt, 4 Jahre nach Gelsenkirchen zu gehen.

Bla
13 Tage zuvor

„voraussichtlich erst 2030“

2030 … Kommt mir ja bekannt vor als Jahr. Kann man mal überlegen was 2030 so ist. Aber gut. Wies ich ja bereits schon paar mal drauf hin.

„Während einige Regionen bereits vergleichsweise gut versorgt seien, hätten andere weiterhin große Probleme.“

Das ist ja mal eine … Witzige Formulierung. Wie „ungewohnt“ haha.

Mal als Logikabgleich:
Wenn man eine Wertung von 15/100 Punkten hat … Dann ist man „vergleichweise“ gut zu jemandem mit 1/100 Punkten.
So kann man es natürlich dann auch formulieren. Haha.
Zumindest Humor haben se‘ ja … Oder?

„Vergleichsweise“ ist da toll als „Wort“ … Klingt vergleichweise auch ziemlich gut zu „Viele Regionen haben einen Mangel – andere haben einen massiv beängstigenden Mangel“.
Vergleichweise finde ich das auch mal witzig zu anderen KuMi Aussagen. Aber auch nur vergleichweise ….

Ulla
12 Tage zuvor

Eine Abordnung von Münster nach Gelsenkirchen ist zumutbar? Das sind 80 km, für die man unter idealen Bedingungen eine Stunde braucht. Im Berufsverkehr habe ich aber keine idealen Bedingungen. Wahrscheinlich muss ich für eine Strecke 90 Minuten einplanen, also morgens um 6 Uhr losfahren. Ich könnte danach nicht fit vor der Klasse stehen.
Berechnungen wie „Der Lehrermangel wird nachlassen“ gab es schon oft, und genauso oft sind sie schief gegangen. Es wird z.B. immer nur mit den Geburtenraten gerechnet, aber nicht mit Zuwanderung. Außerdem: Wenn ich gerade Abi gemacht hätte und das lesen würde, würde ich mich mit Sicherheit nicht für ein Lehramtsstudium entscheiden.

dickebank
12 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

Tja, ist schon doof, dass der Regierungsbezirk Münster extrem groß ist und neben dem ländlichen Raum auch einen Teil des nördlichen Ruhrgebietes umfasst.