VBE-Vorsitzender Beckmann wirft Kultusministern „Flickenteppich an Maßnahmen“ vor

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BERLIN. Der Vorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, hat die KMK für ihr Vorgehen in der Corona-Krise kritisiert. „Wer von der heutigen Sitzung angesicht der aktuellen Entwicklungen mehr Einheitlichkeit und Verbindlichkeit im Vorgehen erwartet hatte, wurde enttäuscht“, sagte er. „Die vorgestellten Beratungsergebnisse haben allerdings erneut belegt, dass die Reaktion auf die steigenden Infektionszahlen in den Ländern sehr unterschiedlich ist und der bisherige Flickenteppich an Maßnahmen bleibt.“

Sieht den Einsatz von zu vielen Seiteneinsteigern kritisch: VBE-Chef Udo Beckmann. Foto: VBE / Jean-Michel Lannier
„Flickenteppich“: VBE-Chef Udo Beckmann. Foto: VBE / Jean-Michel Lannier

Die vorgestellte Handreichung zum Thema Lüften sei sicherlich eine gute Hilfestellung für Lehrkräfte, wie ein bestmöglicher Luftaustausch in Räumen zu erreichen ist, so Beckmann, „allerdings unter der Voraussetzung, dass genügend zu öffnende Fenster vorhanden sind und das Wetter es zulässt, dass diese geöffnet werden können. Es wird allerdings schwierig sein, Schülerinnen und Schüler davon zu überzeugen, dass die Fenster bei stürmischem und nasskaltem Regenwetter geöffnet werden müssen.“ Zudem sei es trügerisch, wenn in der Diskussion um das richtige Lüften außer Acht gelassen werde, dass durch das Lüften laut Experten lediglich das Risiko einer indirekten Übertragung gesenkt wird.

„Lüften kann die A-H-A-Regel in den Klassenräumen nicht ersetzen“

Beckmann: „Die KMK stellt zu wenig in den Fokus, dass das Lüften nur eine Ergänzung zur sogenannten A-H-A-Regel sei und diese nicht ersetzen kann. Gerade angesichts der steigenden Infektionszahlen muss der Gesundheitsschutz von Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften höchste Priorität haben.“ Der VBE begrüßt ausdrücklich, dass der „unausgegorene Vorschlag einiger Politiker, die Winterferien zu verlängern“, durch die KMK nicht verfolgt wird. News4teachers

KMK beharrt darauf: „Schulen sind nicht Treiber der Pandemie“ – und stellt sich gegen Empfehlung des Robert-Koch-Instituts

 

 

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1 KOMMENTAR

  1. Es ist wirklich nicht zu fassen dass die KMK sich gegen die Empfehlungen des RKI stellt. Dagegen muss doch was getan werden. Es muss doch die Möglichkeit geben in Schulen die so wichtigen AHA Regeln einzuhalten. Überall soll es sein. Nur da nicht?Die KMK sollte sich mal in die Lage der Eltern versetzen. Liebe KMK wer Fehler eingestehen kann, der kann reagieren und regieren

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