Start Leben Anstelle eines Kommentars zur Schulpolitik: Ein persönlicher Brief an die Ministerpräsidenten

Anstelle eines Kommentars zur Schulpolitik: Ein persönlicher Brief an die Ministerpräsidenten

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BERLIN. Der Bund-Länder-Gipfel hat beschlossen, für den Betrieb der Kitas und Schulen in Deutschland faktisch nichts zu beschließen – jedenfalls nichts, was den Corona-Schutz für Kinder, Schüler, Erzieher und Lehrer verbessern würde. News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek nimmt das zum Anlass, den Regierungschefs einen persönlichen Brief zu schreiben. Statt eines Kommentars: Warum sich die Ministerpräsidenten über Populisten wie Donald Trump nicht mehr mokieren brauchen.

News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek. Foto: Tina Umlauf
News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek. Foto: Tina Umlauf

Sehr geehrte Ministerpräsidentinnen, sehr geehrte Ministerpräsidenten (auf die Anrede „liebe“ verzichte ich),

Ihre Krokodilstränen können Sie sich ab sofort sparen. Wenn etwa Herr Söder vor die Kameras tritt und mit betroffenem Gesichtsausdruck erklärt, dass täglich in Deutschland praktisch ein Flugzeug abstürzt – so viele Menschen würden nämlich an Corona sterben –, dann stellt sich die Frage, warum Sie sich um die Flugsicherung (um im Bild zu bleiben) nicht kümmern. Im Gegenteil: Sie tun alles, um den Flugverkehr als Massenbetrieb uneingeschränkt aufrecht zu erhalten. Schlimmer noch: Sie treiben die Menschen sogar in die Flugzeuge hinein.

Kein Mensch mit Reflektionsvermögen glaubt ernsthaft noch, dass Kitas und Schulen mit dem Infektionsgeschehen nichts zu tun haben. Das Robert-Koch-Institut zählt mittlerweile Hunderte von Ausbrüchen in Bildungseinrichtungen. Nachbarländer wie Österreich und Polen, auch Regionen in Italien oder den USA haben den Präsenzunterricht schon wieder eingestellt.

Es wird sich im Betrieb der Kitas und Schulen nach Eurem Beschluss gar nichts ändern

Sie dagegen vereinbaren, dass Schulen in den Wechselunterricht gehen könnten, wenn der Inzidenzwert vor Ort bei über 200 liegt – aber auch dann nur vereinzelt und wenn’s der jeweiligen Landesregierung gerade in den Kram passt. Wir haben in Deutschland aktuell im Schnitt einen Inzidenzwert von 139,6 (Stand: 25.11.2020). Es wird sich im Schulbetrieb also gar nichts ändern. Maskenpflicht im Unterricht? Nicht mal dazu konnten Sie sich bindend durchringen. Schließlich wollen auch die Querdenker unter den Eltern bedient werden. Die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts für den Schulbetrieb? Haben Sie gestern Abend einfach in die Tonne getreten.

Heißt also: Die Flugzeuge dürfen auch weiterhin Tag für Tag vom Himmel fallen, während in Kitagruppen und Schulklassen tagtäglich rund 13 Millionen Kinder, Jugendliche und ihre Erzieher und Lehrer praktisch ungeschützt zusammengebracht werden, im Fall der Schulen aufgrund der Schulpflicht sogar verpflichtend.

Wie viele „Passagiere“ für die Absturzflüge so zusammenkommen, lässt sich nur raten: Sie, sehr geehrte Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten, achten ja peinlichst genau darauf, dass keine Daten, die einen validen Überblick geben könnten, in die Öffentlichkeit gelangen. Wenn überhaupt Zahlen zu Kitas oder Schulen veröffentlich werden, dann natürlich nur in Prozent- oder Promillewerten. Oder handverlesen, ohne dass ein Virologe mal einbezogen worden wäre. Die Botschaft ist klar: Ist alles praktisch kein Problem – ein vollbesetztes Flugzeug stellt, bezogen auf die Gesamtbevölkerung, ja nur eine verschwindend kleine Menge Menschen dar. Ein Problem ist Corona nur am Nachmittag. Dann greift für Kinder die “Ein-Freund-Politik”.

Sie behaupten, Ihnen ginge es um die Bildungschancen von Kindern aus armen Familien. Blöd, dass Sie erst jetzt Ihr Herz für diese Klientel entdecken. Seit Jahrzehnten – genauer: seit der ersten PISA-Studie von 2000 – wissen wir, dass gut und gerne 20 Prozent der Schüler (eben die aus armen Familien) abgehängt sind. Mit jeder PISA-Studie seitdem wird dieser Befund aufs Neue bestätigt. Und was haben Sie in den vergangenen 20 Jahren für diese Kinder getan? Nichts. Deshalb wirkt Ihr angebliches soziales Engagement in der Corona-Krise, ehrlich gesagt, nicht gerade überzeugend.

Manche von Ihnen haben durchblicken lassen, dass es ja auch um Wirtschaftsinteressen geht. Eltern sollen arbeiten gehen können – die Kinder müssen betreut werden. Viele Menschen halten dieses Argument für zynisch. Ich glaube Ihnen nicht mal das mehr.

Es geht Euch um die Wirtschaft? Nicht mal das glaube ich Euch mehr

Die Wirtschaft wäre massiv betroffen, wenn das Land in die Katastrophe schlittert, die Sie in Kauf nehmen. Unternehmen ist schon längst nicht mehr zu erklären, warum sie selbst peinlichst auf den Corona-Arbeitsschutz achten sollen, wenn gleichzeitig ihre Auszubildenden das Virus aus den ungeschützten Berufsschulen in den Betrieb tragen. Die Kultur- und Veranstaltungsbranche, die für weit offene Kitas und Schulen bluten muss, gehört auch zur Wirtschaft. Ich übrigens auch: Als selbstständiger Journalist habe ich kein Einkommen, wenn ich mit einer Krankheit womöglich lange ausfalle, die meine Kinder aus der Schule nach Hause tragen – um von Umsatzeinbußen gar nicht zu sprechen, die Ihre Politik der Unsicherheit erzeugt.

Ihnen geht es nicht um die Menschen, Ihnen geht es auch nicht um die Wirtschaft. Es geht Ihnen um Sie selbst. Würden Sie Wechselunterricht zulassen, den das Robert-Koch-Institut ja dringend in der aktuellen Lage empfiehlt, dann würde schlagartig klar, was Sie seit Beginn der Pandemie für die Schulen getan haben: nichts.

Denn der Wechselunterricht, so gut er vor Ort von Lehrerinnen und Lehrern auch umgesetzt werden könnte, stieße schnell an Grenzen. Es gibt keine schulübergreifenden Konzepte dafür, wie und was aus der Ferne unterrichtet werden muss. Die Lehrpläne wurden von den Kultusministerien nicht angepasst. Es gibt keine Pläne für Leistungstests und Abschlussprüfungen. Es gibt keine digitale Ausstattung, die den Distanzunterricht leicht möglich machen würde. Einfach den Druck rauslassen und – wie es der Deutsche Lehrerverband vorschlägt – Schüler auf Wunsch das verkorkste Schuljahr wiederholen lassen? Geht nicht: Sie haben die Personalausstattung der Schulen so auf Kante genäht, dass es keine Lehrer für solche Angebote gibt.

Was ist Euch seit dem Frühjahr eingefallen, um Kitas und Schulen sicherer zu machen?

Neun Monate hatten Sie Zeit, die Kitas und Schulen sicherer zu machen. Was ist Ihnen eingefallen? Offene Fenster. Und so müssen Millionen von Kindern und Hundertausende von Lehrern Tag für Tag bei Temperaturen im einstelligen Bereich unter Bedingungen in Schulen sitzen, die Sie sich und Ihren Mitarbeitern in den Staatskanzleien und Ministerien niemals zumuten würden. Der Bund spendiert seinen Spitzenbeamten für Dienstreisen ein zweites Ticket für Flugzeug und Bahn, damit die niemanden während des Flugs oder der Fahrt neben sich sitzen haben. Landesverwaltungen haben Landtage und Ministerien mit mobilen Luftfiltern ausgestattet. Sie selbst konferieren per Videoschalte und sitzen in den Landtagen hinter Plexiglas-Wänden. Aber die Kitas und Schulen müssen weitermachen, als gäbe es keine Pandemie. Ach, Kinder sind nicht ansteckend? Dieses Märchen glaubt Ihnen niemand mehr.

Sie mokieren sich über Populisten wie Donald Trump, zu deren Tagesgeschäft das Verbreiten von Halbwahrheiten und Lügen auch über Corona gehört? Um’s mal deutlich zu sagen: Sie, sehr geehrte Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten, sind mit Ihrer Unehrlichkeit gegenüber den Familien, den Erziehern und Lehrern – mit der Sie Ihr Versagen in der Kita- und Schulpolitik verschleiern wollen – keinen Deut besser.

Mit freundlichem Gruß
Andrej Priboschek
Herausgeber News4teachers

Der Autor

Der Journalist und Sozialwissenschaftler Andrej Priboschek beschäftigt sich seit 25 Jahren professionell mit dem Thema Bildung. Er ist Gründer und Leiter der Agentur für Bildungsjournalismus – eine auf den Bildungsbereich spezialisierte Kommunikationsagentur, die für renommierte Verlage sowie in eigener Verantwortung Medien im Bereich Bildung produziert und für ausgewählte Kunden Content Marketing, PR und Öffentlichkeitsarbeit betreibt. Andrej Priboschek leitete sieben Jahre lang die Öffentlichkeitsarbeit des Schulministeriums von Nordrhein-Westfalen.

In eigener verlegerischer Verantwortung bringt die Agentur für Bildungsjournalismus tagesaktuell News4teachers heraus, die reichweitenstärkste Nachrichtenseite zur Bildung im deutschsprachigen Raum mit (nach Google Analytics) im Schnitt mehr als einer Million Lesern monatlich und einer starken Präsenz in den Sozialen Medien und auf Google. Die Redaktion von News4teachers besteht aus Lehrern und qualifizierten Journalisten. Neben News4teachers produziert die Agentur für Bildungsjournalismus die Zeitschriften „Schulmanager“ und „Kitaleitung“ (Wolters Kluwer) sowie „Die Grundschule“ (Westermann Verlag). Die Agentur für Bildungsjournalismus ist Mitglied im didacta-Verband der Bildungswirtschaft.

Hier geht es zur Seite der Agentur für Bildungsjournalismus.

Jetzt ist klar: Der Staat kann (und will) den Gesundheitsschutz in Schulen nicht gewährleisten – hebt die Schulpflicht auf!

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Besorgte Mutter
5 Jahre zuvor

Lieber Herr Priboschek, Sie sind DER HELD!!! der Stunde und ich danke Ihnen fuer genau die dargestellte Sachlage!!!!

Koennten wir Sie als Kultusminister waehlen, der ueber diesen ganzen einzelnen Ministerien steht????
Der auch diesen Laenderministern mal “den Kopf” waescht….

Durch die Entscheidungen dieser “Persoenlichkeiten” werden taeglich hunderte Menschen vorsaetzlich in Gefahr gebracht, sterben gar daran.

SO KANN UND DARF ES NICHT WEITER GEHEN!!!!

Ihr Anschreiben, Herr Priboschek, spricht sicher den meisten Lesern aus der Seele und genau das fordern wir:
UNSER RECHT AUF UNVERSEHRTHEIT!!!

DANKE FUER DIESES ANSCHREIBEN, ich hoffe sehr, das sich, am besten schon gestern, zeitnah etwas aendert.

DIESE POLITIK IST EIN ABSOLUTES NO GO!!!

Elly
5 Jahre zuvor

Nur wie? Im Gegensatz zu den Covidioten hat die Mehrheit hier Angst vor Demos wegen der Ansteckungsgefahr… Kinder krankschreiben lassen und Bildungsministerium negative bewerten… was soll man sonst tun? E-Mails beantworten die nicht

Claudia Hausmann
5 Jahre zuvor
Antwortet  Elly

Zumindest diese beiden Dinge habe ich tatsächlich getan: meinen Sohn habe ich mit Attest vom Präsenzunterricht genommenen (Attest für den Vater, da dieser Risikopatient ist).
Und unser Senatorin für Bildung habe ich eine Negativewertung hinterlassen.

Und auch ich bedanke mich für den offenen Brief, Herr Priboschek.

Katharina Wezel
5 Jahre zuvor

Danke, Danke, Danke

Lehrerin aus Mecklenburg
5 Jahre zuvor

Sie sprechen mir aus dem Herzen!!!

Das friedliche Mammut
5 Jahre zuvor

VIELEN DANK!
Sie sprechen uns aus den Herzen.

Fassungslos
5 Jahre zuvor

Danke für den tollen Brief. Warum ist er nicht längst in den breiten Medien zu finden? Warum halten alle weiterhin die Füße still? Warum machen das alle mit? Nirgends Demos, Proteste, Schulverweigerungen… Laut zu hören sind immer nur die Querdenker. Dies ist die einzige Seite im Netz, die meine Meinung vertritt, aber man muss gezielt danach suchen. Es ist ein Irrsinn, der hier fabriziert wird, und immer, wenn man denkt, schlimmer kann es nicht werden, setzen die Minister noch einen drauf. Und alle lassen mit sich machen… In den Beiträgen ist eigentlich schon alles gesagt, man kann nur noch resignieren.

Andre Hog
5 Jahre zuvor

Sehr geehrter Herr Priboschek…
ich kann Ihnen gar nicht vermitteln, wie sehr ich gedanklich bei Ihnen bin und Ihnen von ganzem Herzen für diese mutige und umfassende Stellungnahme danke!!! Selbst in meinem eigenen Kollegium gibt es Fraktionen, die “news4teachers” in die Kategorie “Verschwörungstheoretiker” schieben – alle Bemühungen meinerseits, dem entgegenzustehen und über wichtige Informationen aufzuklären, laufen ins Leere…meine Verzweiflung wächst nicht nur proportional mit der Dummheit und Ignoranz der anderen…unsere Angst vor den Folgen nimmt einfach nur noch rasant zu. Meine Frau arbeitet an derselben Schule wie ich…sie muss jeden Tag dort ihren Dienst tun und leidet massiv unter der alltäglichen Bedrohungssituation…ich bin als Risikopatient lediglich über LaD (“Lernen auf Distanz” Unterricht über Videokonferenzen usw.) tätig…die dabei gemachten Erfahrungen zeigen, dass hybride Unterrichtsmodelle funktionieren.
Nochmals: Vielen Dank für die Arbeit der vergangenen Monate im Sinne aller an Schulen ehrlich Beteiligten – und v.a. für Ihre treffende Stellungnahme! Merci!!

Stefan
5 Jahre zuvor

Hallo Herr Priboschek,

dies ist der ehrlichste, zutreffendste und auf den Punkt gebrachteste Brief, den ich seit langem gelesen habe. Chapeau!

bayswater
5 Jahre zuvor

Gut gebrüllt, Löwe! Den Brief hätte ich liebend gerne mitunterschrieben. Gegen die Ignoranz und Inkompetenz der MinisterpräsidentInnen hilft jetzt nur noch der Gang vor’s Bundesverfassungsgericht: GG Art. 2 “Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit” versus “Recht auf Bildung” (nicht explizit im GG formuliert), um die Präsenzunterrichts”pflicht” auszuhebeln. Zwar gehört laut BVG durch die Pandemie ein “gewisses Infektionsrisiko für die Gesamtbevölkerung derzeit zum allgemeinen Lebensrisiko”. Aber die Corona-Maßnahmen in allen anderen Gesellschaftsbereichen inklusive Strafandrohungen sowie die Empfehlungen des RKI konterkarieren die Situation an Schulen und Kitas. Ich würde mir zumindest eine Festschreibung des Modells aus Baden-Württemberg wünschen (Eltern können dort formlos ihr Kind bei der Schulleitung für den Fernunterricht anmelden), um die Situation erstmal zu entspannen und die Länderregierungen in den Hybridunterricht zu zwingen. Beste Grüße und Danke für die guten Artikel!

Manfred Arnhold
5 Jahre zuvor
Antwortet  bayswater

Präsenzunterricht könnte durch das BVG nach GG Artikel 3 Gleichheitsprinzip gestoppt werden.Abstand für alle also auch für Schüler oder für keinen.Brandenburg stellt es Eltern frei ihre Kinder zur Schule zu schicken ,andere Trump KM.bestehen auf Schulpflicht auch das ist ein Verstoß gegen das GG Art.3..

Alter Pauker
5 Jahre zuvor
Antwortet  Manfred Arnhold

Stimmt nicht ganz, auch bei uns in Baden-Württemberg liegt die Entscheidung bei den Eltern. Dies ist, Gott sei Dank eine ausgesprochen gute und vernünftige Entscheidung des Kultusministeriums! Über die weiteren Entscheidungen darf man aber durchaus kontrovers diskutieren!

Hei Ke
5 Jahre zuvor

Vielen Dank, Herr Priboschek!
Ich danke Ihnen für Ihren Mut, Ihre Integrität und Ihr Engagement. Sie kämpfen für unsere Gesundheit, unsere Sicherheit, obwohl sich die Politik einen Dreck (entschuldigung, aber anders kann man es leider nicht mehr formulieren) darum schert. Sie und ihre redaktionellen Mitarbeiter werden nicht müde, Missstände anzuprangern. Sie bleiben stark und laut. Dafür gebührt Ihnen mein tiefster Respekt.
In großer Dankbarkeit, eine Erzieherin, die sich gerade von einer Covid-19 Erkrankung erholt, obwohl sie ihre Freunde und Verwandten seit Monaten nicht getroffen hat und auch den Kollegen und Eltern nur mit ffp2 Maske begegnet ist…….

Claudia Vogt-Kernich
5 Jahre zuvor

Lieber Herr Priboschek,
Ein ganz herzliches Dankeschön für diesen Brief!
Bissig und emotional geschrieben.
Man merkt Ihnen Ihre eigene Betroffenheit an.
Gleichzeitig sprechen Sie für alle von uns, die wir angesichts der offenkundlichen Verdrehung von Fakten, Ignoranz der Realität und ungenügender Handlungskompetenz unserer Landesregierungen immer mehr verzweifeln, wütend und krank werden.
Der Vergleich mit dem Flugzeug trifft die absurde Weise, in der die Verantwortlichen argumentieren, direkt im Kern.
Und dass Trumpismus in Deutschland nicht nur auf dem Vormarsch ist, sondern skrupellos praktiziert wird, leben uns ebendiese tagtäglich vor.
Dass Emails oder Briefe, die viele von uns schon geschrieben haben, nicht gelesen werden, vermute ich bei der Haltung der MP und KM ganz stark! Und die Staatssekretäre sind überaus beschäftigt mit der Aufgabe, inhaltsleere Schulmails zu verfassen, die sich um Lüftungsanweisungen, Verhaltensvorgaben und anderen Nichtigkeiten drehen.
Ich hoffe, dass Ihr Brief von den Empfängern zumindest gelesen wird.
Mehr erhoffe ich mir leider nicht mehr.
Bitte bleiben Sie am Ball und streuen Ihre Kritik so weit wie möglich!
Herzliche Grüße von einer Lehrerin mit Lehrermann und Schülerinnentochter aus NRW

Cuxi
5 Jahre zuvor

Damit tut Herr Priboschek mehr für die Lehrer als die sog. Lehrergewerkschaften. Riesen Lob an Herrn Priboschek

GUTE ??? Kontakte?
5 Jahre zuvor
Antwortet  Cuxi

@Cuxi

So ist es, liebe Cuxi.
Auch bei den Lehrergewerkschaften sollte man nicht alles über einen Kamm scheren, allerdings scheren manche eigenartig aus, wie ein Beispiel aus NRW zeigt …

GUTE Kontakte ?

Viel Spaß beim Lesen und Staunen :

„Ein starker Verband für starke Lehrkräfte“
Das ist der Slogan seit der letzten Personalratswahl eines Lehrerverbandes (= Lehrergewerkschaft)!
https://www.lehrernrw.de/aktuell/artikel/sven-christoffer-folgt-auf-brigitte-balbach.html

Nur aus Altersgründen (!) mussten jetzt diejenigen das Feld räumen, die in den letzten Jahren das Feld bestellt haben – angeblich haben die das ganz toll gemacht.
(Wo sind welche KONKRETEN Ergebnisse?)

Ein neuer Vorstand musste also her:
Delegiertenversammlung, Wahl usw. – soweit das übliche Prozedere …
Aber jetzt kommt der KNALLER:
Auf jeder guten „Party“ braucht man einen STAR !!!

Y V O N N E G E B A U E R als GASTREDNERIN – na klar!

(Und bevor wieder einmal ein schöner Artikel von der Homepage von lehrernrw „verschwindet“, so wie es schon Anfang September im Zuge der Maskendiskussion passiert ist … hier ein paar Glanzlichter aus dem oben verlinkten Artikel:
„Neben Brigitte Balbach zieht sich mit Ulrich Brambach ein weiteres „Urgestein“ von lehrer nrw aus der aktiven Vorstandsarbeit zurück. Brambach war von 1991 bis 2008 Verbandsvorsitzender und seither als Schatzmeister weiterhin im Vorstand tätig. Beide haben den Verband über Jahrzehnte geprägt und als gewichtige Stimme in der nordrheinwestfälischen Bildungslandschaft etabliert, wie auch Schulministerin Yvonne Gebauer und Innenminister Herbert Reul als Gastredner hervorhoben.“)

Noch Fragen, warum die Schulministerin in NRW so durchregiert, wie sie es tut? –
Na, weil sie es kann.
Unterstützung?
Siehe oben: „Ein starker Verband für starke Lehrkräfte“

Über den neuen Vorsitzenden Christoffer heißt es im oben verlinkten Artikel:
„Nach den für lehrer nrw erfolgreichen Personalratswahlen 2020 wurde er erst im Oktober für weitere vier Jahre in diesem Amt bestätigt.“
Wie definiert man „ERFOLG“? – Na ganz einfach so wie es gerade passt, nämlich „flexibel“:
„Im Realschulbereich musste lehrer nrw Stimmenverluste hinnehmen, bleibt aber stärkste Kraft. Schulformübergreifend war die Wahlbeteiligung jedoch erschreckend schwach.“
Nachzulesen hier:
https://www.lehrernrw.de/personalraete/personalratswahl-2020.html

Und ihr fragt euch noch „Warum“?

knowthepowerthatispeace
5 Jahre zuvor

Well done, Sir !!!

Hoffentlich erreichen Ihre Zeilen eine breite Leserschaft!!!

Eichhorn
5 Jahre zuvor

Auf die Idee, dass sich die Ministerpräsidenten und Bildungsminister wie Trump verhalten, lügen und betrügen, sind auch meine Hauptschüler schnell gekommen. Mir macht große Sorge, dass der Glaube an die Rechtstaatlichkeit bei dieser Schülergeneration verloren geht. Zitat eines Schülers heute: Wenn kranke Schüler, wie bei uns, nicht getestet werden, können doch auch keine kranken Schüler in der Statistik auftauchen? Dann tun die also alles, damit die Kranken nicht mitzählen, obwohl so viele krank sind? Dann kann man denen ja gar nichts glauben!

Elly
5 Jahre zuvor
Antwortet  Eichhorn

Wie unglaublich schlimm, wie wenig Wert der Politik Schüler und Arbeiter/Angestellte sind. Die “besseren Schichten” wie Politiker oder Wirtschaftsbosse schicken ihre Kinder eh auf Privatschulen. Die Elite sitzt geschützt und abgeschottet im Warmen. Dieser abwertende Umgang mit den an Schule Beteiligten wird einmal in die Geschichte eingehen, die heutigen Schülergenerationen gründen im Erwachsenenallter vielleicht völlig andere Parteien, damit sich sowas nie mehr wiederholen kann

Yvonne Becker
5 Jahre zuvor

Lieber Herr Andrej Priboschek,
ein klares Wort, klare Positionierung!
Ihr Engagement für bestimmte Gruppen verbal enorm.
Auch wenn ich keine Coronaleugnerin bin, werde ich bei soviel Intransparenz, Planlosigkeit, paradoxen Vorgehensweisen und EINSEITIG wirtschaftlicher Orientierung der Maßnahmen, selbst immer hellhöriger, skeptischer und hinterfragender:WAS HIER WIRKLICH AUSAGIERT, SABOTIERT BZW. AKTIVIERT WIRD!?
Verwunderlich, dass bei so Manchem und manchen die Vertrauenswürdigkeit sinkt…;-)
Bleiben Sie gesund!

S.
5 Jahre zuvor

Lieber Herr Priboschek,

Sie sind der einzige Jornalist in ganz Deutschalnd, der täglich umfassend über die Krise der Schulpolitik informiert. Die meisten Medien gehen nicht an dieses heiße Eisen heran, lassen sich von Lobbyisten und Meinungsmachern im Netz beeinflussen oder schauen weg, weil sie vermutlich von Angst gelähmt sind und nur durch Ausbeldnungshaltung der Pandemie und dem Schrecklichen, was in Schulen passiert, begegnen können.

Danke für Ihren Mut und Ihre Beharrlichkeit und Ihr offenbar sehr gutes Nervenkostüm!

Danke!!!

Minna
5 Jahre zuvor

Vielen Dank!! Selbst mag ich gerade gar nicht mehr argumentieren – ich bin einfach nur angewidert.

teacher
5 Jahre zuvor

Herr Priboschek, genau das ist die pure Wahrheit! Perfekt formuliert!

Everdiena
5 Jahre zuvor

Another bick in the wall – Pink Floyd
War noch nie so aktuell wie heute!

Osman
5 Jahre zuvor
Antwortet  Everdiena

Brick bitte. Danke!

Fliewatüüt
5 Jahre zuvor
Antwortet  Osman

@Osman

Oh Osman,
gut, dass Sie Guter auf uns aufpassen.

klexel
5 Jahre zuvor

Wirklich auf den Punkt gebracht. Respekt.
Meine Frage: Ist das ein offener Brief hier auf der Seite? Oder geht dieser Brief tatsächlich an jede(n) MinisterpräsidentIn jedes Bundeslandes?

simmiansen
5 Jahre zuvor
Antwortet  Redaktion

Das wird nichts, solange nicht die breite Öffentlichkeit mitlesen kann!
In den Ministerien gibt es bekanntlich besonders große Papierkörbe für Berichte aus der Lebenswirklichkeit!
Dennoch kann ich nur den Hut ziehen vor diesem Brief voller deutlicher Worte ohne den üblichen Versuch, die angebrachte Kritik aufzuhübschen.
Das nenne ich mal Rückgrat! Da brauchen wir mehr davon!!

Osman
5 Jahre zuvor
Antwortet  Redaktion

Gut so – weiter so!

Sascha
5 Jahre zuvor

Vielen herzlichen Dank für diesen Brief. Er spricht mir aus der Seele. Ich lebe in Ostsachsen mit absoluten Corona-Spitzenwerten. Krankenhäuser und Intensivstationen sind voll, die Schulen auch. Ohne Schutz. Ich bin Lehrerin (Risikopatientin) , mein Mann (insulinpflichtiger Diabetiker) und meine hochbetagten Eltern (beide weit über 80) leben somit mit der ständigen Gefahr, dass ich eine potentiell tödliche Krankheit mit aus der Schule bringe. Ich habe den seelischen Druck nicht mehr ausgehalten, bin jetzt in psychologischer Behandlung und arbeitsunfähig. Ich kann verstehen, dass Schulen und Kindereinrichtungen offen sein müssen, aber doch mit entsprechendem Schutz für ALLE DARAN BETEILIGTEN. Nicht mal das sind wir der Politik wert. Ich hoffe, dass diese unhaltbaren Zuststände endlich beendet werden!! Bleiben Sie gesund!!

xy
5 Jahre zuvor
Antwortet  Sascha

Sascha,
ich habe volles Verständnis dafür, dass die Psyche in so einer Belastungssituation leidet.
Machen Sie sich keine Vorwürfe. Der Betriebsrat hat bei meinem AG dafür gesorgt, dass Risikopersonen und Personen mit Risikoangehörigen ein Recht auf HO haben. Das ist für alle Seiten die beste Lösung und fördert langfristig die Loyalität. Lehrer in dieser Konstellation sind prädestiniert für Fernunterricht mit Risikokindern. Die Motivation wäre sicher enorm, wenn diese Lehrer im Gegenzug die eigene Familie schützen könnten. Auch gefährdete Familien würden davon profitieren. Es ärgert mich, wenn Potentiale nicht genutzt werden.
Alles Gute!

T.outside
5 Jahre zuvor

Danke, Herr Priboschek, für diesen Brief, der mir aus dem Herzen spricht.
Die momentane Situation erinnert mich sehr stark an die Bilder aus Tschernobyl 1986, als die Soldaten ohne wesentliche Schutzkleidung die Überreste des explodierten Reaktors beseitigen mussten.
Auch heute wird keine Rücksicht auf die unmittelbar Beteiligten, Schüler, deren Eltern, Lehrer und Schulpersonal genommen

Ramona Minuth
5 Jahre zuvor

Sehr geehrter Herr Andrej Priboschek,

ihr Brief an unsere oberste Führungsriege
spricht mir aus dem Herzen.
Ich hoffe, dass Sie in unser aller Interesse damit einen großen Stein ins Rollen bringen können.

Durch diese verfehlte Politik ist nicht nur das Leben und die Gesundheit vieler Mitmenschen in Gefahr: es wird den Querdenkern von Seiten so mancher Politiker durch deren Verharmlosung und ihres Desinteresses, sich für alle Menschen einzusetzen, auch immer mehr Raum gegeben.
Aber was auch jetzt nicht mehr abgestritten werden kann ist , dass eine Durchseuchung im großen Stil offensichtlich ist.

Thomas Schultz
5 Jahre zuvor

Sehr geehrter Herr Priboschek, vielen Dank für Ihre treffenden Ausführungen und den unermüdlichen Einsatz.

Aber es wird so kommen, wie die meisten (kompetenten) Virologen nun feststellen: Um die Zahlen wirklich auf eine Inzidenz unter 50 zu drücken, bräuchten wir einen harten Lockdown inkl. sogar Schulschließungen. Es wird sich so nicht erreichen lassen. Wir werden in den nächsten Wochen marginale Reduzierungen von Neuinfektionen sehen und somit werden wir, wie Helge Braun auch sagt, bis weit ins neue Jahr im „Teillockdown“ verbringen.

Ich finde es tatsächlich, mal abgesehen von der Situation an den Schulen, absolut unmöglich, dass wir alle nun jeden Monat zig Milliarden an Lohnersatzleistungen zahlen werden, nur weil man einfach nicht an die Schulen ran will. 3 Wochen harter Lockdown sind billiger und ethisch vertretbarer als monatelange Hängepartie mit Intensivstationen an der Kotzgrenze. Aber dann müssten halt die Kultusminister mal arbeiten und den Schülern den Leistungsdruck ein Stück rausnehmen. Das wird wohl nicht passieren und wir dürfen es bezahlen.

(Bitte keine Gegenargumente ala „aber die Kinder“, „abgehängte Generation“ oder „die verlieren dann 10 Jahre Lebenserwartung durch weniger späteres Einkommen“ oder auch „Bildungsgerechtigkeit“ – völliger Unsinn wegen 2-3 Wochen reduziertem Pensum).

xy
5 Jahre zuvor
Antwortet  Thomas Schultz

@Thomas Schultz,
dieser Light Lockdown ist auch wirtschaftlich eine Katastrophe. Der gesamte Kulturbereich wird vernichtet werden. Es ist ungerecht und das alles, weil in der Bildungspolitik geschlafen wurde. Sie haben völlig Recht. Nur ein harter Lockdown kann die Zahlen senken. Schulen und Handel geschlossen. In der Konsequenz vermutlich weniger schädlich für die Gesamtwirtschaft.
Die Politiker bei uns haben sich für das Gegenteil entschieden. Für volle Intensivstationen, für die stille Durchseuchung über Schulen und Weihnachten/Jahreswechsel als Virusbooster.

Thomas Schultz
5 Jahre zuvor
Antwortet  xy

Der Grund, warum das so gemacht wurde, sind halt auch wieder die paar wenigen, aber wahnsinnig lauten, Nörgler, denen jede Maßnahme zu scharf ist.

Fragt sich nur, was die sagen, wenn dann die „softeren“ Maßnahmen dafür über Monate gehen… Besser wäre: „Pflaster schnell abreißen“, Weinachten feiern und alle an die üblichen AHA etc. halten – AUCH oder gerade ganz besonders in den Schulen…

bernd
5 Jahre zuvor

Leider wird Ihr Brief, Herr Priboschek, nichts ändern. Ihre Worte werden abperlen wie Wasser. Juristisch sind die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten nicht greifbar.

Schülerinnen und Schüler gehören selten der Risikogruppe an, so das Eltern und Erziehungsberechtigte nur in geringer Zahl auftreten um Ihren Unmut zur Sprache bringen. Bei den in häuslicher Gemeinschaft lebenden Familienmitgliedern von Schülern ist die Zahl der Risiko behafteten Personen schon größer, aber nicht groß genug um politisch wahrgenommen zu werden. Erst gemeinsam mit Verbänden, Lehrervertretungen etc., könnte man genug Druck aufbauen, dass die berechtigten Sorgen ernst genommen werden, um eine Änderung des jetzigen Schulbetriebes durch zu setzen.

Aber die Kräfte zu bündeln ist unmöglich. Die Gründe sind vielfältig und sicherlich für jeden denkbar. Vielleicht muss erst etwas mit den lieben Kleinen, unserem Nachwuchs, passieren – was sich keiner wünscht – um dass die Damen und Herren endlich handeln. Das wäre dann der schlechteste Weg, wenn Langzeitschäden in Häufigkeit und Form uns alle auf die Füße fallen. Dann ist es zu Spät. Was wir brauchen ist eine Lösung für sofort, eine menschliche Lösung für alle Beteiligten.

Galina Unterländer
5 Jahre zuvor

Mutter aus Saarland, 51.Es war schön zu lesen und zu wissen, dass viele Menschen so denken, wie ich. Habe schlimme Vorerkrankungen und habe Angst, dann hätte meine Tochter keine mehr. Hoffentlich passiert da bald was positives.

Nicole
5 Jahre zuvor

Jede Kassiererin im Discounter ist besser geschützt als wir LehrerInnen im Klassenraum! Ich unterrichte in den Jahrgängen 7-10 in Brandenburg und bin gespannt wie ab nächster Woche Unterrichtsgespräche mit 25 SUS und mehr in einem kaltem (weil regelmäßig gelüftetem) Raum stattfinden sollen, wenn nun hinter der Maske weiterhin unsere Zähne klappern und keiner den anderen versteht. In Kleingruppen könnte mal viel intensiver und persönlicher auf die Kinder und Jugendlichen eingehen. Im Frühjahr hat das doch auch klappen müssen. Und man kann den Abstand einhalten und so auf die Masken verzichten. Enttäuschung pur! Auf die Idee mit dem Lüften kommt man nach spätestens 2 min. Was haben die Herrschaften denn in ihren vielen Sitzungen gemacht? Kaffeekränzchen?

ThankYouForWearingYourMask
5 Jahre zuvor
Antwortet  Nicole

Das Dramatische und Unverständliche ist zudem noch, dass man im Frühling/Sommeranfang Wechselunterricht bei weitaus niedrigeren Infektionszahlen hatte. Warum ist das Alles nun nicht notwendig?

Nicole
5 Jahre zuvor

Und vielen Dank für die klaren Wort. Es wurde sicherlich ein einfacherer Wortschatz verwendet damit der Inhalt unmissverständlich ist!

Roswitha Sack
5 Jahre zuvor

Danke für Ihren Brief. Es wird auf die Kinder und die dazugehörigen Lehrer und Betreuer keine Rücksicht genommen. Es geht hier auch nicht nur um “die armen Kinder” in Deutschland, sondern auch um die Kinder, die – in welcher Form auch immer – behindert sind und zur Schule gehen. Die hat man total vergessen bzw. die existieren in den Köpfen der jeweiligen Minister überhaupt nicht. Wenn Betreuer, aus einer Einrichtung mit Internat in SH, bei einem positiv getesteten Kind weiterarbeiten müssen, hört für mich jegliches Verständnis auf. Zumal wenn diese Betreuer dann auch noch Risikopatienten sind. Diese Politiker sind nur sehr Ich-bezogen: Erst einmal “Ich” und was danach kommt, interessiert mich doch nicht.

Verärgerte Lehrerin
5 Jahre zuvor

Vielen Dank für diesen mutigen Brief, er spricht mir so aus dem Herzen. Warum mache ich diesen Scheiß bei diesem verlogenen Dienstherrn überhaupt noch mit? Hoffentlich hat die GEW mit ihrer Klage gegen das Land Bayern Erfolg.
Eine Lehrerin, die sich vor drei Wochen in der Schule mit COVID-19 infizierte und noch mit den Nachwirkungen kämpft.

z
5 Jahre zuvor

Tatsächlich sind Sie der EINZIGE Journalist, der diesen rücksichtlosen, vorsätzlich gesundheitsgefährdenden und den Arbeitsschutz komplett missachtenden Kurs der Ministerpräsidenten unermüdlich und mit einem riesigen Engagement auf wissenschaftlich höchstem Niveau fortwährend thematisiert.
Meine größte Hochachtung, meinen tiefsten Respekt und Dank dafür!!
Schlimm genug, dass Schüler ab der Jahrgangsstufe 8 erst ab einem Inzidenzwert von 200! das Recht auf einen Mindestabstand durch halbe Klassen zugebilligt bekommen. Nur noch zum Weinen ist es allerdings, dass alle jüngeren Schüler und die Grundschüler nicht mal diese Art des Gesundheitsschutzes erhalten, weil sie noch zu klein sind, um sich selbst zu betreuen. Die Eltern müssen ja dringend arbeiten u auch wenn diese im HomeOffice arbeiten können, ist es Ihnen nicht zumutbar, ihr Kind mit zu betreuen. Und so werden diese kleinen Kinder weiterhin per Präsenzpflicht in die vollbesetzten Klassenzimmer gepfercht ohne jeglichen Schutz vor Corona egal bei welcher Inzidenz die Stadt/ der Landkreis liegt. Gleichzeitig sind sie noch zu jung, um zu begreifen, in welche Gefahr sie sich begeben. Aber egal, um für Ihre Interessen einzutreten, wären sie ja sowieso noch zu klein. Es ist einfach nur noch zum Heulen u als Eltern steht man machtlos daneben. Außer sein Kind ein paar Tage krankschreiben zu lassen, kann man sich dem Ganzen nicht entziehen u ich fühle mich jeden Tag schäbiger, mein Wichtigstes in diese Art der Schule bringen zu müssen – entgegen jeden gesunden Menschenverstand.

Nie wieder CSU
5 Jahre zuvor

Danke für diesen Brief, trifft voll den Punkt.
Meine Tochter darf bald wählen und freut sich schon sehr auf diesen wichtigen Schritt. Sie ist jetzt voll in der Meinungsbildung und Ich freue mich darüber, dass sie erkannt hat, dass die derzeitige Regierung versagt und die junge Generation verheizt.
Herzlichen Glückwünsch zu diesem Stimmverlust, Herr Söder und Anhänger

xy
5 Jahre zuvor
Antwortet  Nie wieder CSU

@NiewiederCSU,
ich verstehe Söder auch nicht mehr. Er könnte sich mit konsequenter Schulpolitik profilieren, er lässt sich aber von den Freien Wählern und den Grünen vor sich hertreiben.
Will er wirklich zu einem Laschet werden?
Selbst hartgesottene CSU Wähler sind inzwischen verstimmt. Bayern hat mit die höchsten Zahlen und der Mittelstand würde sich freuen, wenn die Azubis im Fernunterricht wären. Schickt wenigstens die über 12jährigen in den Distanzunterricht! Es gibt bei diesen Todeszahlen kein Argument mehr dagegen.

Alexa
5 Jahre zuvor

Danke! Wir Erzieherinnen aus Berlin Mitte warten nur noch, bis es soweit ist.
Soviel Angst hatte ich lange nicht, bei diesen politischen Widersprüchen. An der Uni peinlichste Hygiene, im Kindergarten…..

Aber wehe, man postet unsere Angst und Kritik… ich weiß nicht, wie viele (Eltern) da draußen für unsere Situation und Ängste Verständnis haben.

Gestern ging mich eine Bekannte an, ob ich an die berufstätigen Eltern denken würde…

Dabei geht es um Schule und Kita Corona bedingt “anders”!
Im Sommer ging es ja auch…

S.
5 Jahre zuvor
Antwortet  Alexa

Ich bin vollkommen bei Ihnen und bin ein Elternteil – Ihre Sorgen sind 100% berechtigt. Wir sehen ein brutales Versagen bei den politischen Entscheidungsträger*innen. Nur Frau Dr. Merkel war offenbar bereit, dem Irrsinn ein Ende zu setzen, konnte sich aber nicht bei den “Corona-in-Kitas-und-Schulen-Leugner*innen” durchsetzen.

Chris
5 Jahre zuvor

Der Ruhrpott lacht über diese Inzidenzwerte von 35 oder 50 oder 200. in unserer Stadt ist der Wert schon seit Wochen über 200.

Und nun?

Noch mehr „Lüften“ ?

Oder vielleicht doch die Konzepte aus der Schublade holen, die fast alle Schulen vor den Sommerferien erarbeiten haben? Ein Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht, geteilte Lerngruppen, all’ das haben wir vor den Sommerferien schon gehabt. Bei deutlich geringerem Infektionsgeschehen….

Meine Frau ist Lehrerin an der Grundschule und ich an einer weiterführenden Schule. Wir werden ganz bestimmt keine entspannten Familienfeiern haben.

Und ich fühle mich ganz bestimmt nicht ausreichend geschützt, wenn ich jeden Tag vor 3-4 Klassen und Kursen stehe mit 15-28 Schülern und das in Räumlichkeiten, die nur etwas größer sind als unser Wohn- Esszimmer….

dickebank
5 Jahre zuvor
Antwortet  Chris

Na wenigstens ist in Folge der Deindustrialisierung die Luft im Pott besser geworden. Früher – als noch alles besser war – wäre es sonst schwierig mit dem Lüften geworden.

Aber vermutlich wären damals die Schulen geschlossen geblieben; die Gefahr, dass einem beim Lüften ein Brikett an den Kopf geflogen wäre, war anno dunnemals einfach zu groß.

Glückauf das Virus kommt:((( Staublunge und SARS-COV2 – der Begriff Deponiebergbau hätte eine ganz andere Bedeutung …

Frau M.
5 Jahre zuvor

Bravo!!!!!!!

Pit 2020
5 Jahre zuvor

Lieber Herr Priboschek,

die vielversprechende Überschrift habe ich gestern am späten Abend gesehen und dann entschieden, den Artikel erst am frühen morgen zu lesen – damit ich den Tag positiv beginnen kann.
Das hat geklappt – Ihr offener und ehrlicher Brief war erfrischender als ein guter Kaffee. So gut kann ein Tag beginnen …

Ihnen vielen Dank für diesen Brief, der den Irrsinn der letzten Monate auf den Punkt bringt.
Ihnen und Ihrem Redaktionsteam wieder einmal vielen, vielen herzlichen Dank für Ihrer aller Arbeit der letzten Monate.

Bitte einfach weiter so.
Und bleiben Sie alle gesund!

Herzliche Grüße!

hp20
5 Jahre zuvor

DANKE für diesen sehr guten Brief, der mir als Mutter eines 10.Klässlers aus dem Herzen spricht. FRAGE IST: WIE VERSCHAFFEN WIR UNS ALLE ENDLICH MEHR GEHÖR MIT DIESER ANSICHT? An alle Berliner Eltern daher die Bittem hier zu unterzeichnen: https://weact.campact.de/petitions/halbierung-der-berliner-klassen-jetzt-damit-die-schulen-offen-bleiben-konnen-1?share=b3783c38-0272-4559-a754-19cafe0423b2&source=copy_email&utm_source=copy_email
Auch wir Familienangehörigen der Schüler/innen fühlen uns wie in einem großen Glücksspiel, dessen Regeln willkürlich sind. Der Gipfel der Unklarheit ist die “Hotspot”-Strategie für Inzidenzen ab 200: Umgesetzt vom Berliner Senat heißt das, die Schulen können in Klasse 8, 9 und 11 auf Wechselunterricht umstellen… das hat mit seriösem Infektionsschutz nichts zu tun. Nicht einmal die Konzentration auf die Kernklassen in der Mittelstufe wird umgesetzt: Mein Sohn trifft wöchentlich auf ca. 45 verschiedene Schüler/innen aus 4 verschiedenen Klassen, weil Wahlkurse ja SO unverzichtbar sind. Aber Weihnachten bitte nur zu fünft!

Steff
5 Jahre zuvor

Heinrich Mann: “Der Untertan” – Weltliteratur, Zeit des Kaiserreichs. Die Hauptfigur Diederich Heßling war inzwischen einflussreich in der Stadt Wetzig “aufgestiegen”. Es stand nunmehr zur Wahl, ein Kaiser-Wilhelm-Denkmal einzuweihen oder Stadtgelder in ein Säuglingsgeim zu investieren. Am Ende entschied man sich für das Denkmal…
Wie sich doch die Bilder gleichen…Kaiserreich-Kapitalismus 2020….Erwarten wir mehr???

Steff
5 Jahre zuvor

Korrektur: Säuglingsheim

Teacher
5 Jahre zuvor

Sind Sie damit einverstanden, wenn ich / wir Auszüge Ihres Artikels auf Instagram oder Facebook (z.B. unter Soeder Posts) zitieren mit Link zum ganzen Artikel? Der Brief muss öffentlichkeitswirksam verbreitet werden und nicht nur hier publiziert werden!!!

Peterle
5 Jahre zuvor

Dann heult doch hier nicht rum sondern lasst euch krankschreiben. Geht demonstrieren. Dieses Gejammer im Internet bringt doch rein gar nichts.

alter Pauker
5 Jahre zuvor
Antwortet  Peterle

Leider sind wir (die Lehrer) durch das Dienstrecht in Abhängigkeit zum Dienstherrn. Wobei die Dienstherren und -herrinnen es mit der Fürsorgepflicht partout nicht ernst nehmen…
nur: “Krankschreiben lassen” ist nicht unser Stil und keine Lösung für unsere Kinder und Jugendlichen in der Schule, die wir damit völlig sitzen lassen würden – und erst recht nicht für die KollegInnen, die dann noch mehr Arbeit und damit Infektionsrisiken am Hals haben. Es gibt eben zwei Seiten einer Madaille! Wer nicht unterrichtet wird das nicht nachempfinden können.
Allerdings könnte sich das Problem, leider und ziemlich brutal, von selbst lösen, wenn es so weitergeht, wie bisher: Viele von uns leben (Familie, Kinder, Eltern..) und arbeiten schon sehr am Limit und kommen nur noch erschöpft und ohne Elan nach Hause. Dort meiden wir möglichst enge Kontakte, denn jeder könnte ja infiziert aus der Schule heim kommen. So geht die Problematik bis in das private Umfeld und deformiert auch dort das Zusammenleben. Ob schn einer unserer “Oberen” daran gedacht hat-dass das nie aufhört, 24 Stunden, rund um die Uhr? Auch so kann man ein Land kaputt und krank machen-nicht durch den Virus, sondern durch permanent falsche Maßnahmen, welche sich auch psychisch und psychosomatisch (bereits jetzt) auswirken.
Ich denke man darf nicht vergessen, dass die bei ErzieherInnen, MedizeinerInnen und Pflegepersonal jeder Disziplin ebenso ist!
Ich denke es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Ausfälle in der Lehrerschaft und aller anderen, die durch das Desaster der Mangel- und Fehlentscheidungen betroffen sind, durch Burnout beginnen. Leider gab es das an meiner Schule schon, sogar bei zwei sher engagierten Kolleginnen und ich fürchte, das das auf breiter Front kommen könnte-und jeder fehlende Lehrer, Erzieher, Arzt, Pfleger u.v.a. beschleunigt diesen Prozess immer mehr.

TS
5 Jahre zuvor

Herzlichen Dank für diesen Brief!!!!!! Wir sehen das Punkt für Punkt genauso !!!!!!! Danke danke danke! Wir verstehen nicht wie man soooo lange damit durchkommt! Unfassbar – wie soll das weitergehen. Wir mogeln uns durch eine Pandemie!!!!!

hp20
5 Jahre zuvor

DANKE für diesen großartigen Brief.
Niedersachsen hat immerhin umgesetzt, was Mittwoch beschlossen wurde: Wechselunterricht ab Inzidenz von 200. In Berliner Hotspots hingegen sollen die Schulen selbst entscheiden, ob sie bei 200-Inzidenz Schulen auf Wechselunterricht umstellen möchten, und auch das gilt nur für die Klassen 8, 9 und 11: Alle anderen Schüler/innen sitzen weiter dicht nebeneinander, Abstands- und Kontaktbeschränkungsregeln gelten für sie nicht. Dazu kommt die weiterhin geltende Durchmischung der Klassen durch Wahlpflichtkurse & co: wenigstens eine Reduktion auf die Kernklasse wäre sinnvoll. Das ist kein seriöser Infektionsschutz! Wer das auch so sieht, bitte hier unterzeichnen: https://weact.campact.de/petitions/halbierung-der-berliner-klassen-jetzt-damit-die-schulen-offen-bleiben-konnen-1?share=b3783c38-0272-4559-a754-19cafe0423b2&source=copy_email&utm_source=copy_email

Chris D.
5 Jahre zuvor

Ich wünsche mir sehr eine Möglichkeit, sich hier “anzuhängen”, zB eine Unterschriftenliste. Der Artikel bringt es absolut klar auf den Punkt!

Nadja Herzog
5 Jahre zuvor

Hallo, ein super Brief, genauso ist es. Ich bin Erzieherin und Mutter von zwei Kindern und kann das nur unterstreichen. Wir hatten Coronafälle in der Kita, daher musste ich 2 Wochen in Quarantäne und es ist nur eine Frage der Zeit bis zum nächsten Fall. Meine Kinder stehen täglich eingequetscht im überfüllten Schulbus und sitzen in eiskalten Klassenzimmern. Das ist die Realität und da wird nichts getan. Lieber Gruß aus der Nähe von Freiburg i.Br.

Cyrda
5 Jahre zuvor

Diesen Brief kann ich als Lehrerin nur unterschreiben.
Sehr gut und treffend formuliert! Man fühlt sich komplett im Stich gelassen. Fürsorge? Keine Spur..
habe selbst Familienmitglieder, die zur Risikogruppe zählen und bin ständig in Angst das Virus mit in die Familie zu tragen…

S.K.
5 Jahre zuvor

Ich bin Erzieherin, ihr Brief trifft den Nagel auf den Kopf.

Senior Didi
5 Jahre zuvor

Hallo Herr Priboschek – schließe mich den zustimmenden Kommentaren voll an.
Aus den Kommentaren entnehme ich auch diese Bitte:
Wäre es möglich, eine Dauerspalte einzurichten mit Best-Practice-Beispielen + Links aus der Selbsthilfe in Schulen? Die Rubrik Praxis ist zu verborgen und bislang auch wenig fokussiert.
Und selbst hätte ich die Bitte, bei nächster Gelegenheit auch eine Rubrik Gesundheitsamt aufzunehmen – und Leser*innen um Berichte über ihre Erfahrungen zu bitten.

Alter Pauker
5 Jahre zuvor

Danke für dieses Schreiben. Ich hoffe nur es kommt auch an!
Was mir jetzt umso deutlicher auffällt: wo ist der Rest unserer freiheitlichen Preise und der weiteren Medien in Bezug auf Berichterstattung über Schulen. Interessen von Schülern, Eltern, Erziehern und Lehrern sowie Schulbediensteten findet dort nur marginal Erwähnung. Wenn überhaupt, dann mit den, in Prozentwerte umgerechneten verharmlosenden und lächerlichen Zahlen der Kultusverwaltungen. Eigentlich müssten die Vorwürfe auch an die Medien gehen, denn viele Menschen glauben noch an die Sachlichkeit und Vertrauenswürdigkeit ihrer Zeitung, sowie von Radio und Fernsehen.
Einfach nur traurig!

Eisquelle
5 Jahre zuvor

Wenn sich nur 40% der Einwohner Deutschlands impfen lassen wollen, dann reicht es nicht zur Herdenimmunität. Wenn sich die Schülerschaft, also die Kinder dieser Gesellschaft den Winter über durchseuchen, dann könnte es knapp hinhauen. Kann das sein?

S.
5 Jahre zuvor
Antwortet  Eisquelle

Bei uns Familien und Lehrkräften wird die “Durchseuchung” hingenommen. So lapidar ist die Diagnose.

Bitte setzen Sie sich alle vielfältig zur Wehr – bitte zeichnen Sie diese Petition mit:
https://www.openpetition.de/petition/online/bildungsgerechtigkeit-und-gesundheitsschutz-in-der-pandemie

Jaja
5 Jahre zuvor
Antwortet  Eisquelle

Wenn man Mama, Papa und mindestens einmal zur Arbeitsstelle oder sonstwohin getragen mit dazunimmt, bestimmt!

Jaja
5 Jahre zuvor
Antwortet  Jaja

Zitat Risikobewertung RKI zu Covid-19, Stand: 26.10.2020
“Hier können Jugendliche und Personen mit vielen sozialen Kontakten durch Einhaltung der empfohlenen Maßnahmen (AHA + Lüften Regeln) in ganz besonderer Weise dazu beitragen, Übertragungen zu verhindern.”

Überall da also, wo diese Maßnahmen nicht zusammen funktionieren können, weil eine der Maßnahmen z.B. verboten wird oder als bewusst nicht anwendbar akzeptiert wegfällt (wie der Abstand in den Klassenräumen), wird eine ziemlich wahrscheinliche Übertragung provoziert! Das wissen auch die Ministerpräsidenten. Aus dieser Nummer kommen sie auch nicht mehr raus…

Jaja
5 Jahre zuvor
Antwortet  Jaja

Sorry, mir ist in dem Zitat eine weitere Personengruppe verschütt gegangen.
Soll heißen: „Hier können junge Erwachsene und Jugendliche und Personen mit vielen Kontakten…“

bittedieTrumpsrausausdemSystem
5 Jahre zuvor
Antwortet  Eisquelle

Nochmal- Herdenimmunität heisst, die die Impfung oder Infejktion hinter sich haben, können nie wieder infektiös sein und so findet das Virus keine Wirte mehr für die verbreitung. Ungeimpfte sind damit auch geschützt. Das geht mit Masern, aber nicht mit Coronaviren. Antikörpertiter sind spätestens nach 6Monaten nicht mehr nachweisbar… Bei der Impfung war es zudem bisher so, dass das Virus wohl immer noch im Nasenrachenraum repilizieren kann- entsprechend wird es so auch weitergegeben. der Geimpfte schützt also nur sich selber vor einem schweren Verlauf durch sein T- Zellen Gedächtnis (die meisten jedenalls, es gibt auch Ausnahmen von natürlich Infizierten, bei denen die zweite Infektion schjlimmer was, hier könnte eine Mutation eine Rolle gespielt haben)- bis das aber greift, ist er wieder infektiös.
Was durch viele selbst geschützte ebenfalls geschützt ist, ist das Gesundheitssystem.
Aber Herdenimmunität ist bei so kurzer Immunität nicht machbar.
Und auf GAR KEINEN FALL darf man eine T-Zell-mmunantwort über natürliche Infekltion bewerkstelligen bei diesem Virus! Es richtet ungeheure Langszeitschäden an und hat stark autoimmunes Potential- bei asymptomatischen Verläufen genauso wie bei symptomatischen. Herzkomplikationen treten viel häufiger auf als bei der Grippe. Kognitive Einschränkungen/Komnzentrationsstörungen sind insbesondere gehäuft bei Kindern zu beobachten, vieles ist noch nicht weiter erforscht. Aber Langzeitschäden (u.a. Lunge, Endothel, Gehirn, Herz, Nervensystem) sind mittlerweile unstrittig

Jaja
5 Jahre zuvor

Wenn 60 – 70 % der Bevölkerung geimpft oder wieder genesen sind, soll laut WHO ein Schutzwall gegen die Ausbreitung des Coronavirus gegeben sein. Diese Zahl müsste natürlich konstant bleiben.

Die Durchseuchung kann deswegen aber keinesfalls aufgrund der hohen Risiken Legitimation finden. Gerade auch jetzt nicht, wo es doch durch die demnächst erhältlichen Impfungen einen Hoffnungsschimmer gibt!

Mit Geduld und Einhalten der Maßnahmen in den Schulen (gemäß den Empfehlungen der Leopoldina und des RKI) wäre uns gedient, noch Schlimmeres zu verhindern. Ansonsten befindet sich Deutschland ja nun schon seit Wochen im Lockdown – ohne durchschlagenden Erfolg. Das zeigt doch im Grunde, wie wirksam die Schulschließungen im Frühjahr gewesen sein müssen.

Mit Schulschließungen könnte man den Wahnsinn sicher schnell wieder unter Kontrolle bekommen, mit Einhaltung der Maßnahmen gerade bei den älteren Schülern ( AHA-L) bei geöffneten Schulen könnte man den Wahnsinn vermutlich verlangsamen, wenn alles so bleibt… nun, diese Katastrophe werden wir nun erleben.

Die letzte Etappe in den Schulen nun weiterhin so schleifen zu lassen, ist bei DIESEN Zahlen verrückt! Alles schnell, schnell … scheinbar ohne Rücksicht auf Verluste. Unverzeihlich ist das!

Im Frühjahr war ich dankbar, in diesem Land leben zu dürfen …das hat sich nun geändert.