Kitas und Schulen nach dem 10. Januar weiter schließen? Länder sind sich uneinig – (ausgerechnet!) Hamburg stellt sich quer

134

BERLIN. Die Chefs der Staatskanzleien haben sich in der Vorbereitung der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am kommenden Dienstag gestern zwar im Grundsatz darauf geeinigt, den Lockdown über den 10. Januar hinaus zu verlängern. Dissens gibt es allerdings in der Frage, ob der auch weiterhin die Kitas und Schulen betreffen soll. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (FAS). Widerstand gegen weitere Schließungen kommt – ausgerechnet – aus Hamburg, wo eine Affäre um eine vertuschte Studie zu einem Corona-Ausbruch in einer Schule für Wirbel sorgt.

Welche Rolle spielt er in der Hamburger Affäre um eine vertuschte Studie? Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher. Ronald Sawatzki / Senatskanzlei Hamburg / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0).

Wie die F.A.S. von Teilnehmern erfuhr, wollen stark von Corona-Infektionen betroffene Länder Kitas und Schulen weiter geschlossen halten. „Es darf keine überstürzte Öffnung von Schulen und Kitas geben. Es wäre angesichts der hohen Infektionszahlen verantwortungslos, Lehrer und Schüler einfach wieder komplett in die Schulen zu schicken. Es hat sich gezeigt, dass auch in der Schule Ansteckung und Verbreitung stattfinden. Gerade nach den Ferien ist die Gefahr am höchsten“, erklärte etwa Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in der „Bild am Sonntag“.

Kretschmann stellt sich gegen Eisenmann: Kitas und Schulen weiter geschlossen halten!

Neben Bayern werden auch Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg als Befürworter weiterer Schulschließungen genannt. Damit stellt sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) offensichtlich gegen Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU), die eine weitgehende Öffnung von Kitas und Schulen unabhängig vom Infektionsgeschehen befürwortet (News4teachers berichtet ausführlich über Eisenmanns Vorstoß – hier nachzulesen).

Auf der anderen Seite überlegen weniger stark betroffene Bundesländer, Kitas und Schulen bis zur siebten Klasse wieder vollständig zu öffnen – und lediglich in einigen höheren Klassen in den Wechsel- oder Diszanzunterricht überzugehen. Der Bund unterstützte die vorsichtige Seite, heißt es. Am Samstag sei es für möglich gehalten worden, dass es in dieser Frage bei den unterschiedlichen Meinungen bleiben könnte – und die einzelnen Länder ab dem 11. Januar unterschiedlich vorgehen.

Tschentscher fordert „eine wissenschaftliche Grundlage“ für Schließungen von Kitas und Schulen – die liegt ihm vor

Pikant: Zu den Bundesländern, die die Schulen wieder weitgehend öffnen wollen, gehört dem Bericht zufolge neben Hessen und Bremen ausdrücklich auch Hamburg. Er erwarte, „dass der Bund darlegt, auf welcher wissenschaftlichen Grundlage beziehungsweise Datengrundlage er eine weitere pauschale Schließung von Kitas und Schulen fordert“, so wird Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) zitiert.

In Hamburg steht Bildungssenator Ties Rabe (SPD) in Verdacht, eine Studie, die als erste in Deutschland einen Ausbruch an einer Hamburger Schule zweifelsfrei dokumentiert, vertuscht zu haben. Mehr noch: Rabe präsentierte im Vorfeld des Bund-Länder-Gipfels am 25. November (bei dem beschlossen wurde, den Wunsch der Bundeskanzlerin nach einer Einschränkung des Kita- und Schulbetriebs abzulehnen) eigene, von seiner Schulbehörde angeblich ermittelte Daten, die belegen sollen, dass der Schulbetrieb sicher sei. Bis heute gibt es keine unabhängige wissenschaftliche Begutachtung dieser Daten. Rabe gilt als Architekt des Gipfelbeschlusses, die Kitas und Schulen im Regelbetrieb laufen zu lassen.

Rabe räumte ein, frühzeitig über die Ergebnisse der Studie zu einem Ausbruch in einer Hamburger Schule informiert gewesen zu sein

Damit gerät zunehmend auch Tschentscher selbst in den Dunstkreis der Affäre. Die Studie war von der Hamburger Gesundheitsbehörde in Auftrag gegeben worden. Rabe räumte in einem Fernseh-Interview ein, frühzeitig von der Untersuchung gewusst zu haben. Deren Ergebnisse wurden erst am 22. Dezember öffentlich – weil die Gesundheitsbehörde von einer Bürgeranfrage, die sich auf das Informationsfreiheitsgesetz, dazu gezwungen wurde. Vollständig veröffentlicht ist die Studie des Heinrich-Pette-Instituts und des  Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) bis heute nicht. Dabei weist sie als erste Studie in Deutschland überhaupt ein sogenanntes Superspreader-Event in einer Schule nach. Bereits seit Ende Oktober soll sie abgeschlossen sein.

Die Frage lautet nun: Seit wann weiß denn Tschentscher von der Untersuchung, die genau das liefert, was er jetzt vom Bund fordert? Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte im Vorfeld des Gipfels am 25. November Wechselunterricht nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts gefordert, was von den Bundesländern aber zurückgewiesen wurde. Das RKI empfiehlt, ab einem Inzidenzwert von 50 Wechselunterricht mit kleineren Lerngruppen in allen Jahrgängen vorzusehen, um die Abstandsregel in den Klassenräumen einführen zu können. Kein Bundesland liegt derzeit unterhalb dieses Grenzwertes.

Tschentscher, selbst Mediziner von Beruf, irritierte noch unlängst mit der Aussage: „Es gibt überhaupt keinen Streit mehr über die Frage, dass gerade die jüngeren, jüngsten Kinder eben nicht infektionsgefährdet sind und nicht zum Infektionsgeschehen beitragen.“ News4teachers

Affäre um mutmaßlich vertuschte Studie: Rabe räumt ein, frühzeitig informiert gewesen zu sein – und er verstrickt sich in Unwahrheiten

Anzeige


134 KOMMENTARE

  1. Punktlandung: „In einigen Bundesländern will man immer noch nicht verstehen, dass es auch an den Schulen ein Infektionsgeschehen gibt und sich Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte dort anstecken“.
    „Diese Tatsache wird mit einer Ignoranz und Arroganz unterschätzt, dass einem fast die Worte fehlen.“
    Vorsitzende des Deutschen und des Bayerischen Realschullehrerverbands, Jürgen Böhm
    FAZ 03.01.2021 05:10h
    https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/lockdown-bis-31-januar-bundeslaender-uneins-ueber-oeffnung-von-schulen-und-kitas-17128252.html

    • Absolut! Allerdings sind ab 4. Januar in RLP (wahrscheinlich auch überall sonst) die Förderschulen wieder geöffnet. Und wir sind mal wieder DIE EINZIGEN, die ihr Kind nicht in die Schule schicken wollen. Laut Busfahrer unseres Kindes gehen ansonsten ALLE wieder in die Schule laut seinem Abhol-Fahrplan, und das, obwohl die Eltern wohl kaum alle in systemrelevanten Berufen arbeiten können. Sowas ist kein Lockdown.

  2. Nach dem INFORMATIONSFREIHEITSGESETZ müsste es doch der Bundesregierung – müsste es doch Fr Merkel möglich sein, die Studienergebnisse anzufordern, um sie dann zur weiteren Beratung auf den Tisch zu legen bzw sie den widerständigen MPs um die Ohren zu hauen. Dieses dumme Rumgezicke v.a. seitens der KMK muss endlich beendet werden. Weisung muss erfolgen!! Der Föderalismus erweist sich z.Z. als größte Gefahr für die Bewältigung der Pandemie…weil jeder Landesfürst versucht, neben der Schärfung des persönlichen Profils noch das Maximum für sein „Ländle“ herauszuholen. Hier kann aber nur einheitliches Handeln zum Erfolg führen, was so Leute, wie der Aushilfshobbit Laschet bereits im April nicht verstanden haben und er mit seinem Ausscheren aus der damaligen ersten gemeinsamen Vereinbarung zwischen Bund und Ländern maßgeblich zur fatalen Aushöhlung der Maßnahmen und der politischen Glaubwürdigkeit derselben beim Volk beigetragen hat.

    • „Weisung muss erfolgen!!“

      Wer soll wem was anweisen?!? MPen sind keine Befehlsempfänger. Wenn sie nicht wollen, wollen sie nicht. Die Bundesregierung ist auf die Unterstützung der Länder angewiesen, eine scheidende Kanzlerin hat jetzt auch nicht großen Einfluss (gut, sie könnte damit drohen, sich nochmal aufstellen zu lassen) aber ein Kampf zwischen Bund und Ländern bringt am Ende auch nichts.

      Man muss einfach ein Einsehen haben, dass wir es mit 16 Ländern zu tun haben, die für sich regiert werden. Der Druck müsste von unten kommen. Der kommt zwar, aber aus der falschen bzw. in die falsche Richtung.

      • Das ist nach meiner Einschätzung genau das Problem!! Wenn in einer sich zuspitzenden Pandemiesituation die Länderchefs keine sinnvolle Entscheidung treffen (wollen) , dann muss es eine Instanz geben, dieses Defizit auszugleichen und korrigieren einzugreifen. Es kann nicht sein, dass beschädigte Charaktere, wie Eisenmann, Gebauer, Hubig und Co mit der Gesundheit ihrer zur Fürsorge anvertrauten Bevölkerungsgruppen entgegen aller wissenschaftlicher Expertise Schindluder treiben, ohne dass die Betroffenen die Chance haben, sich ausreichend zu schützen. Das ist einfach nur noch zynisch….und in meinen Augen auch gegen unser Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit. Wer dieses Grundrecht fahrlässig außer Kraft setzt (…es wird halt Tote geben….nach Gebauer) gehört 1. in die Schranken gewiesen, 2. aus dem Amt entfernt und 3. strafrechtlich verfolgt.

        • Gibt es doch, die jeweiligen Instanzenzüge der Länder bis zum VGH.

          Die Bundesregierung und das BVerfG haben keinerlei Zuständigkeit. Nach einem VGH-Urteil bleibt nur noch Straßburg.

        • Unglaublich dieses Unverständnis für Subsidiarität und Eigenverantwortung. Was Sie da fordern, geht Richtung Gleichschaltung und Diktatur, während Eisenmann klar auf der Seite des gesunden Menschenverstands steht. Hoffentlich kann sie sich gegen all die Panikmacher und autoritären Charaktere durchsetzen. Schulschließungen sind für Kinder schlimmer als Corona an sich!

  3. Vielleicht sollten Restaurantbesitzer, Friseure, Einzelhandel etc. auch mal wissenschaftliche Untersuchungen für die Schliessung ihrer Geschäfte verlangen. Das dürfte vermutlich schwieriger sein, als bei den Schulen und KiTas. Die gute Nachricht ist immerhin, dass offensichtlich auf Länderebene nicht mehr durchgängig diese kollektive Verdrängung stattfindet.

  4. In BaWü drängen auch die Elternvertretungen der Kitas auf eine Öffnung siehe https://bnn.de/nachrichten/baden-wuerttemberg/elternvertretung-fordert-wiedereroeffnung-der-kitas.

    Die gleiche Stimmung erfahre ich aus dem Bereich der Grundschuleltern.

    Viele die hier auf news4teachers aus der Elternsicht antworten, zeigen ja eine andere Stimmung. Jedoch überwiegt in der Breite bei mir der Eindruck, wenn ich Kommentare zu Zeitungsartikeln lese, dass viele Eltern eine Öffnung der Schule wollen. der Druck wird also nicht geringer.

    Diskutiert man mit diesen Mitmenschen, versteht die andere oft nicht, dass wir uns nicht vor der Arbeit oder Verantwortung drucken wollen – sondern wir in der Schule oder den Kitas eine Parallelwelt zu allen Coronaregeln erleben und unser Schutz zu oft in den Hintergrund gerät.

    Letzte Anmerkung: Bedauerlicherweise höre ich immer wieder Stimmen die sagen, dass sie als Eltern langsam nicht mehr wissen was sie den ganzen Tag mit ihren Kindern anfangen sollen.

    Es bleibt spannend. Ich vermute aufgrund des hohen Drucks werden zeitnah Kitas, Grundschulen und Abschlussklassen wieder geöffnet. Wir leben ja in einem Wahljahr.

    • Kurze Anmerkung dazu: Man darf nicht den Fehler machen, die Kommentare hier auf dieser Plattform als allgemeine Stimmungsbild von Lehrerinnen und Lehrern beziehungsweise Eltern in Deutschland anzusehen. Viele Teilnehmer hier nutzen diese Plattform, um Dampf abzulassen (sicherlich auch berechtigt, wenn man sieht, was so an Schulen vorfällt).
      Von meiner Schule kann ich nur berichten, dass sehr viele Kollegen hoffen, dass die Schule wieder schnellstens aufgemacht wird – ich gehöre mit dazu.
      Wenn man in das Forum der Telekom sieht, könnte man auch fälschlicherweise zum Eindruck kommen, dass in ganz Deutschland alle Internetanschlüsse gestört wären – und dem ist eben nicht so. Wenn Menschen mit ihrer Situation zufrieden sind, werden sie in wenigen Fällen (online) darüber berichten. Sobald sie aber etwas stört, muss dies auch kundgetan werden…

      • „Von meiner Schule kann ich nur berichten, dass sehr viele Kollegen hoffen, dass die Schule wieder schnellstens aufgemacht wird – ich gehöre mit dazu.“

        Hoffen Sie, dass die Schulen ohne ausreichenden Gesundheitsschutz wieder geöffnet werden oder hoffen Sie, dass man das MIT ausreichendem Gesundheitsschutz tut? Das ist ein enormer Unterschied!

        Ich vermute, dass nahezu JEDER in Deutschland möchte, dass die Schulen wieder geöffnet werden. Der Unterschied ist meiner Meinung nach, dass es welche gibt, die das nur dann wollen, wenn auch der Gesundheits- und Arbeitsschutz gewährleistet ist und dass es welche gibt, denen das vollkommen egal ist und die das Viruswichteln aus dem Herbst fortsetzen wollen.

        Es kommt halt drauf an, wie man die Frage stellt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass eine überwältigende Mehrheit bei der Auswahl „Schule auf mit Schutz“ vs. „Schule auf ohne Schutz“ für ersteres stimmen würde.

        Dummerweise wird das aber immer wieder verdreht gefragt und dargestellt und die Auswahl auf „Schule auf“ vs. „Schule zu“ reduziert. Aus „wir wollen Schule aufmachen“ wird dann gefolgert, dass die Menschen die Schule OHNE Schutz aufmachen wollen, was aber gar nicht die Frage war.

        • Chapeau!!! Vielen Dank, Jan aus H … mir fehlen mittlerweile oftmals die Worte bei der Ignoranz gegenüber des Rechts auf körperliche Unversehrtheit….der Widerspruch zwischen den Regeln außerhalb und innerhalb von Schulen und Kitas ist kaum noch zu ertragen!!!!

          • Sehr gut auf den Punkt gebracht Jan. Offene Schulen ja, aber ohne Gesundheitsschutz kann es nicht gehen! Und vor einer Öffnung muss für Gesundheitsschutz gesorgt werden. Es kann nicht sein, dass man wieder mit der Augen zu und durch Taktik wie vor den Ferien weitermacht.

        • Warum immer Stimmung machen durch Schwarz-Weiß-Malerei?
          Bei keiner Schule oder sonstigen Einrichtung wie etwa Krankenhaus oder Pflegeheim kann von „fehlendem Arbeitsschutz“ geredet werden. Es gibt aber keinen vollkommenen Schutz!
          Diese Tatsache zu benutzen, um Angst und Empörung anzuheizen und die eigene politische Meinung durch rege Gefolgschaft gegen Andersdenkende durchzusetzen, halte ich für fragwürdig.

          • Doch, man kann von „fehlendem Arbeitsschutz“ sprechen, z.B.
            dort, wo weder Abstand gehalten werden kann noch FFP2 Masken zur Verfügung gestellt werden,
            oder dort, wo trotz längerer Kontakte zwischen Einzelnen oder gar Gruppen keine den vorgegebenen Normen entsprechende Lüftung erfolgt,
            im übrigen auch dort, wo Arbeitszeit nicht erfasst wird und Vertrauensarbeitszeit durch überbordende Aufträge konterkariert wird.

            Es mag keinen umfassenden Schutz geben, aber dort, wo gesetzliche Grundlagen nicht oder nur in Teilen umgesetzt werden, fehlt Arbeitsschutz.

          • An meiner Schule in Brandenburg gibt es GAR KEINEN ARBEITSSCHUTZ! Abstandsregel Schüler – Schüler und Lehrer – Schüler per Gesetz aufgehoben, Schutzmasken egal welcher Art werden NICHT vom AG gestellt, sondern müssen selbst organisiert und bezahlt werden. Okay, alle 20 Minuten lüften, das geht (allerdings aufgrund der Baulichkeiten keine Querlüftung). Und deshalb tummeln sich ab Montag die Abschlussklassen 10 und 12 wieder in voller Besetzung in der Schule. Soviel zum Thema Arbeitsschutz!

          • Schon mal in Schule oder Kita unter den gesetzten Bedingungen gearbeitet??? Wer da zur Zeit das Gefühl von auch nur minimalem Schutz hat ist mit einer robusten Gemütsverfassung ausgestattet oder einfach nur stumpf.

          • Gegen die Arbeitsschutzbestimmungen verstoßen alleine die niedrigen Temperaturen durch das ständige Lüften.
            Dass überall Bußgelder wegen des Verstoßes gegen die AHA-Regeln verhängt werden, dies einzig an Schulen und in KITAS per Beschluss verordnet wird, sagt doch schon Alles aus, oder?
            Gegen Massentierhaltung wird berechtigterweise vorgegangen. Gegen Massenschüler- und Lehrerhaltung während einer Pandemie nicht.

          • Tatsache ist: die RKI-Präventionsempfehlungen für Schulen werden seit Monaten ignoriert, der vom Bundesarbeitsministerium vorgesehene Pandemie-Arbeitsschutz ist in Schulen ausgesetzt.
            Tatsache ist: die KuMis haben Ansteckungen in Schulen verschleiert, dadurch, dass sie diese Ansteckungen als „Zufallsfunde“ klassifiziert haben (wenn weitere Infizierte in einer Klasse festgestellt wurden, die aber nicht nebeneinander gesessen hatten) oder als „Ansteckung im privaten Umfeld“ (wenn die Personen sich auch vor oder nach der Schule gesehen haben).
            Fakt ist: Dr. Hubig hat Prof. Dr. Christian Kähler und Prof. Dr. Alexander Kekulé falsche Worte in ihren Presseerklärungen in den Mund gelegt. Beide haben dagegen protestiert.
            Fakt ist: Prof. Dr. Markus Scholz hat Hubigs Gebaren, das Infektionsgeschehen an Schulen schönzureden, mit Propaganda verglichen.
            Fakt ist: Dr. med Jana Schroeder hat sich gewundert, ob sie auf der gleichen Sitzung war wie Hubig, als sie deren Presseerklärung zum gemeinsamen Expertengespräch gelesen hatte.
            Fakt ist: Hubig hat sich auf eine „Studie“ von zwei Wirtschaftswissenschaftlern und einem Studenten des Institute of Labor Economics bezogen, um die Sicherheit des Schulbetriebs zu legitimieren.
            Auf virologische Studien konnte sie sich nicht beziehen, weil diese andere Ergebnisse zu tage gebracht haben: nämlich, dass alle Menschen unabhängig von ihrem Alter SARS-CoV-2 bekommen können.
            Fakt ist: Klassen wurden seit ca. Mitte Oktober nicht mehr vollständig getestet und, wenn die Personen Behelfsmasken trugen, noch nicht einmal in Quarantäne geschickt, obgleich das RKI für Schulklassen ausdrücklich anderes vorsieht.
            Fakt ist: die Untersuchungen des Infektionsgeschehens an der Hamburger Herz-Schule wurden erst durch Nachfrage eines Elternteils bei „Frag den Staat“ publik. Die Schulbehörde hat dies selbst nicht publik gemacht.

          • @Pit 2018

            Palim 3. Januar 2021 um 10:45
            WiMoKa 3. Januar 2021 um 10:49
            Andre Hog 3. Januar 2021 um 11:04
            C K 3. Januar 2021 um 11:05

            Das sind wohl „nur“ LuL, die das berichten.
            Es gibt mittlerweile unzählige Berichte hier bei n4t, die aus Elternsicht ebensolche Ereignisse darstellen.
            Es gibt mittlerweile auch Schüler, die ihre Beobachtungen hier kundtun.

            Solche Berichte sind hier seit Monaten (!!!) zu lesen und sie sind sich inhaltlich sehr ähnlich, obwohl sie (teilweise erkennbar) aus verschiedenen Bundesländern stammen.
            Das entkräftet Ihre Aussage:
            „Bei keiner Schule oder sonstigen Einrichtung wie etwa Krankenhaus oder Pflegeheim kann von „fehlendem Arbeitsschutz“ geredet werden.“

      • Peter Heinsberger,
        wenn Sie Lehrer sind und offene Schulen wollen, gefährden Sie nicht nur sich selbst, sondern auch die Eltern/Angehörigen Ihrer Schüler. Können Sie das mit Ihrem Berufsethos vereinbaren?

        • @xy, das können Sie erweitern: Wenn Sie Lehrer sind und vor Ort unterrichten, gefährden Sie nicht nur sich selbst, sondern auch Ihre Angehörigen sowie die Angehörigen Ihrer Schüler. Können Sie das mit Ihrem Berufsethos vereinbaren?

      • @Peter Heinsberger, das haben Sie gut gesagt hinsichtlich des allgemeinen Meinungsbildes und des Meinungsbildes auf bestimmten Seiten oder in bestimmten Foren im Internet. Danke! Generell sind ja immer die Zufriedenen die Leisen und die Unzufriedenen die Lauten.

      • @Peter Heinsberger

        „Von meiner Schule kann ich nur berichten, dass sehr viele Kollegen hoffen, dass die Schule wieder schnellstens aufgemacht wird – ich gehöre mit dazu.“

        Ben, bist du es?

      • Danke, danke, danke!
        Die Kinder brauchen die Präsenz der Lehrer! Unbedingt. Wie man es anstellt muss gut organisiert sein und da ist ganz sicher der Sommer verschlafen worden.
        Aber die Kinder können nicht neue Sachen lernen ohne ihre Lehrer, schafft euch doch nicht selbst ab.
        Vertiefung ist sicher möglich, aber für ein neues Thema Präsenz!
        Ich habe meinem Sohn auf die schnelle vor dem Übergang in die 5. noch schriftliche Division beigebracht, es war einfach unter den Tisch gefallen.
        Was machen Eltern, die das nicht leisten können?
        Mein Unwort des Jahres ist übrigens Notbetreuung. Mein Zweitklässler hat nichts dort gelernt. Und ich als schon damals systemrelevante alleinerziehende Mutter habe 150%statt 75%gearbeitet. Wir können nicht zwei Jobs machen!
        Lasst die Grundschüler in die Schule, wenigstens zur Hälfte.

        • „Notbertreuung“ ist genau das, was das Wort sagt: Betreuung von Schülerinnen in einer Notsituation, die eine Pandemie ist und in der einige Eltern selbst ihre Kinder nicht betreuen können und auch niemanden sonst finden oder haben, der es übernehmen könnte, keine anderen Familienmitglieder, keine befreundeten Familien, keine Eltern von MitschülerInnen…
          In dieser Notbetreuung erfolgt Betreuung, ausdrücklich KEIN Unterricht.
          In der Regel wird Zeit sein, die für das Distanzlernen gestellten Aufgaben selbstständig zu bearbeiten. Dabei geben Lehrkräfte Hinweise, sie erarbeiten und üben aber nicht die Inhalte mit den Kindern … weil das Unterricht gleich käme.

        • Ja, Präsenzunterricht ist wichtig. Darf man ihn deshalb über das Recht auf Arbeitsschutz stellen (und zwar Schutz für Lehrer und Schüler und deren Angehörige)? Hier scheint es immer nur die Variante „komplett auf“ zu geben. Aber das Wechselmodell hat vor den Sommerferien doch auch funktioniert – Neues in Präsenz der halben Klasse (!) besprechen, dann üben daheim. Zum Thema „Notbetreuung“ nur so viel: warum heißt das wohl Betreuung und nicht Unterricht??

        • @Katharina
          „Mein Unwort des Jahres ist übrigens Notbetreuung. Mein Zweitklässler hat nichts dort gelernt.“

          Ihren Unmut kann ich wohl nachvollziehen.

          Aber Notbetreuung ist … Betreuung – kein Unterricht.

          Im Unterricht ist Lernen das Ziel.

          In einer Betreuung ist es in der Realität die Aufsicht und irgendeine Art von Beschäftigung, da soll Zeit überbrückt werden.
          Ganz anschaulich: In großen Möbelhäusern (o.ä.) gibt es die „Kinderecke“ mit Betreuung (= Bällchen-Bad) für die Kinder, die dort während der Einkaufszeit der Eltern „betreut“ (= im Wesentlichen beaufsichtigt) werden.
          Hat von diesen einkaufenden Eltern schon mal jemand erwartet, dass die Kinder dort irgendetwas lernen?
          Hat da schon einmal jemand nach der Qualifikation des „Bertreuungspersonals“ gefragt, bevor das Kind dort gelassen wurde?
          (Gäbe es dort pädagogisch ausgebildetes Fachpersonal, wäre es dann ja die absolute „Nice-Price“-Variante zur „doofen“ Schule … – Bloß nicht weitersagen! 😉 )

          • So ist es;)
            Wer will schon billig;)
            ALLES hat zurecht, seinen Wert:o und Preis:o
            Schnapper, sind schwer zu kriegen!

    • Es ist schon so, dass es viele Eltern gibt ,die darauf angewiesen sind, dass ihre Kinder tagsüber betreut sind.

      Dafür gibt es dann Notbetreuung.

      Aber ansonsten darf der eigene Komfort doch nicht über Menschenleben stehen. Hinzu kommt, dass bei frühzeitiger Öffnung der wirklich teure Lockdown verpufft. Deutschland kann es sich nicht leisten nochmal einen Lockdown zu verhängen. Lieber diesen jetzt richtig durchziehen. Das ist die letzte Patrone im Lauf. Danach sind wir wehrlos und die Alten sterben uns wie die Fliegen weg, wenn das mutierte Virus durch die Altenheime zieht.

      • Scheinbar erkennen die verantwortlichen Politiker immer noch nicht die Schrift an der Wand! Das Virus ist nicht annähernd erforscht, man weiß nichts über Langzeitfolgen und es mutiert. Wenn die Spätfolgen von SARS-CoV2-Infektionen in die Richtung gehen, die derzeit zu beobachten und zu befürchten ist, werden wir keine „verlorene Generation“ bekommen, weil wir die Schulen schließen, sondern weil wir sie öffnen.
        Die Schüler bis Klasse 7 sollen ja wieder in die Schule, allerdings zeichnet sich in England eine besorgniserregende Entwicklung ab.

        Neueste Daten zu Krankenhauseinweisungen in England:
        Flagge von England – Kinder unter 5 Jahren sind auf dem Vormarsch. Kinder 6-17 ebenfalls erhöht. Und die pädiatrischen Krankenhausaufenthaltskurven nehmen schneller zu als bei Erwachsenen!!!
        https://twitter.com/DrEricDing/status/1345446369675374593

        Kann dieser Ärztin nur zustimmen und es gilt analog auch für Deutschland, wenn man die Pandemie halbwegs in den Griff bekommen will:

        Ich hoffe, dass meine Position zu Kindern und COVID-19 allen klar ist, die mir folgen, aber ich möchte es denjenigen in Großbritannien jetzt kristallklar machen. Es ist nicht sicher, Schulen unter den gegenwärtigen Bedingungen in Großbritannien wieder zu eröffnen. Die Übertragung durch die Gemeinschaft muss zuerst unter Kontrolle gebracht werden.
        https://twitter.com/DrZoeHyde/status/1345308799662321664

        Kinder erleiden schwere Entzündungen nach Corona
        In der zweiten Wellen nehmen die Fälle vom sogenannten PIMS deutlich zu. Kinder erleiden schwere Entzündungen und müssen auch auf die Intensivstation.
        https://www.20min.ch/story/kinder-erleiden-schwere-entzuendungen-nach-corona-419505110322

        Mit Coronavirus infizierte Kinder füllen jetzt Krankenstationen.
        Children infected with Coronavirus now filling hospital wards.

        This is a very very serious and very worrying escalation. The government must close schools now.
        https://twitter.com/jon_trickett/status/1345081266547400704

        Diese mutierte Version des Virus wird zunehmend den Kontinent heimsuchen. Jetzt wäre der angemessene Zeitpunkt die Weichen zu stellen, nachdem man im Sommer schon derart versagt hat.

        Aber wir haben ja weitsichtige, verantwortungsvolle Politiker, die das Wohl ihrer Bevölkerung im Auge haben, auch wenn sie dabei durch Plexiglas in den Plenarsälen schauen……

        • Ich habe das recherchiert, und diese Meldung über Krankenhauseinweisungen von Kindern in GB ist bislang völlig unbestätigt. Typisches Latrinengerücht, wie man es sonst nur in Kriegen kennt. Außerdem ist die Situation in UK wesentlich kritischer als bei uns, und Labour streitet mit den Tories über Schulschließungen auf Bezirksebene. Schicki-Micki-Schulen haben zu, andere nicht. Weswegen die Sozis (im Gegensatz zu den wahren Interessen ihrer Klientel) jetzt auf Gleichbehandlung für alle drängen. Sie übersehen dabei halt, dass die Besserverdiener im Home Office sind oder Nachhilfelehrer und Kindermädchen engagieren können. Aber das kennt man ja auch von Lauterbach: Am besten ein unbefristeter Lockdown bis hin zur Inzidenz null – ohne Rücksicht auf Kinderschicksale und Familien. Wobei es sich übrigens nicht nur um Blödsinn handelt, sondern auch um eine absolut rechts- und verfassungswidrige Forderung. Selbst laut dem unsäglichen „Infektionsschutzgesetz“ sind alle Maßnahmen erstmal auf vier Wochen zu beschränken. Die wären jetzt dann vorbei…

      • Virologen weisen immer wieder darauf hin:
        Je laxer die Eindämmung, desto größer auch die Gefahr durch mutierte (ansteckendere oder auch gefährlichere) Virenstämme.
        Diejenigen, die von Anfang an rigorose Eindämmung als oberste Priorität gefordert haben, hatten recht, haben recht und werden recht behalten.

      • Ich finde es immer sehr unfair, wenn gesagt wird, sollen sich die Eltern doch mal selber um ihre Kinder kümmern, schließlich sind sie verantwortlich usw. – es geht hierbei nicht um „Komfort“, sondern dass die meisten Eltern arbeiten müssen und sie die Situation trotz Sorge um die Gesundheit einfach total in die Bredouille bringt. Was sollen sie denn machen!? Nicht in jedem Job kann man problemlos im Home Office arbeiten (z.B. im Lehrerjob in der Regel nicht), nicht jeder Job ist systemrelevant, sodass ein Anspruch auf Notbetreuung besteht – so einfach ist es nicht. Daher kann ich schon verstehen, dass Eltern sich Schulöffnungen wünschen. Ich kenne übrigens fast nur solche Eltern, einfach, weil sie nicht wissen, wie sie sich organisieren sollen. Natürlich wollen sie lieber gesund bleiben, aber sie wollen (müssen!) auch ihren Job behalten. Das ist ein sehr zweischneidiges Schwert und wer behauptet, die Eltern wollen es sich nur einfach machen, macht es sich selbst einfach!
        Im Falle von längeren Schulschließungen oder Wechselunterricht muss eben ein für Familien machbareres Konzept her, was wiederum wegen Personal- und Lehrermangel nicht geht usw. – dafür können aber weder Eltern, noch Schüler*innen noch Lehrer*innen etwas.

        • Da gebe ich Ihnen Recht. Eltern, die arbeiten gehen, sollten ihr Kind in die Notbetreuung geben dürfen, auch wenn sie nicht in einem systemrelevanten Beruf arbeiten. Lehrer können diese Betreuung nicht übernehmen, weil sie unterrichten. Aber bei uns musste das Ganztagspersonal im ersten Lockdown in Kurzarbeit gehen. Dieses Personal kann zur Notbetreuung eingesetzt werden. Auch Studenten, die ja zur Zeit gar keine Jobs kriegen und darauf angewiesen sind, könnten eingesetzt werden. Kostet halt Geld…

        • Schade, dass diese Eltern ihre eigene Erwerbstätigkeit über die Gesundheit ihrer Kinder stellen.
          Für „Betreuung“ ist übrigend das Familienministerium zuständig, Schule hingegen für „Bildung“.

          • Sie meinen also, man soll sich kündigen lassen, damit man sein Kind betreuen kann? Wahnsinnig konstruktiver Vorschlag! Wenn das alles ist, was unser Land bzgl. Pandemiebekämpfung kann, dann gute Nacht…

            Au0erdem (hätten Sie meinen Post richtig gelesen) habe ich das nicht gesagt, sondern gesagt, dass für Familien machbare Lösungen her müssen. Wenn man Kinder hat, muss man sie ja nunmal auch ernähren können und sie brauchen ein Dach überm Kopf. Ist auch wichtig für ihre Gesundheit!

        • Nehmen wir mal an, Corona würde bei Kindern genauso wirken wie bei Senioren. D. h. sie verbreiten das Virus ganz hervorragend und etwa 20 % überleben eine Infektion nicht. Würden Sie dann auch noch fragen, was die Eltern machen sollen?

          • Falls Sie mich meinen, Michael: Was soll der Unsinn, über Szenarien diskutieren, die nicht annähernd Realität sind?

            Wenn Sie Ihren Job verlieren, dadurch vielleicht Ihre Wohnung, wie möchten Sie dann für Ihr Kind sorgen?

            Man kann dennoch nicht einfach von den Eltern erwarten, sie sollen ihren Beruf an den Nagel hängen, das ist doch Irrsinn!

            Wie ich ja schon mehrfach schrieb: Es muss eine für Familien machbare Lösung her.

            Auch in geteilten Klassen werden sich Kinder anstecken, auf Null wird man das Risiko nicht bekommen (Stichwort: Aerosole. Denen ist es nämlich herzlich egal, ob 1,5 m Abstand gehalten wird!).

          • @ Michael Erfreulich, dass Sie solche Vorschläge immerhin auch Eltern machen, nicht nur LuL. Sind Sie selbst alleinerziehender Vater, der wegen Kinderbetreuung jetzt Sozialleistungen beantragen wird, oder alleinverdienender Lehrer, der nicht mehr arbeitet und mit seiner Familie von Sozialleistungen lebt? Ansonsten: Wer im Plexiglashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

    • Es ist traurig, dass Eltern mit ihren Kindern so langsam nichts mehr „anfangen“ können.
      Vielleicht hätte man mal die Erziehung überdenken sollen, als Kinder von einem Entertainmentereignis zum anderen zu schleppen. So lernen die Kinder kaum Selbstbeschäftigung und damit auch auch keine Kreativität im Umgang mit freier Zeit.
      Das ist schade, vor allem für die Kinder selbst, dass für dauerhafte von aussen zugeführte Beschäftigung gesorgt werden MUSS, damit das Leben der Eltern nicht Kopf steht.
      Selbstständigkeit wird nicht mit Dauerbespassung erreicht. Und jetzt rennen die Eltern panisch im Kreis.

      • Das ist echt eine Unverschämtheit! Lehrer haben vor dem ersten lockdown Aufgaben auf die schnelle verteilt und dann war über Wochen nichts von ihnen zu hören. Selbständiges Arbeiten müssen Kinder erstmal lernen! LuL waren zuhause und haben schön ihre Kinder bespaßt. Zuhause arbeiten mit ihren Kindern , das mussten alle anderen. Und wer systemrelevant war, kam abends fix und fertig nach Hause und hat dann sehen müssen, wie noch die Schulsachen zu erledigen waren. Ich bin gerne Mutter und verbringe gerne Zeit sinnvoll mit meinen Kindern, aber ich habe auch einen Job und der ist tatsächlich die Nachverfolgung der Coronafälle, weshalb ich auch einen anderen Blick auf corona habe.
        1 Fall in einer Kita, 140 Kinder haben wir abgestrichen, null Kinder hatten sich angesteckt. Und das ist nur ein Beispiel.

        • Zum einen haben Lehrkräfte auch Kinder und damit auch die Doppelbelastung, die Sie beschreiben,
          zum anderen haben Lehrkräfte nicht frei, wenn Schulen schließen, nicht im Lockdown und tatsächlich nicht einmal in den Ferien. Die Arbeitsbelastung ist so hoch, dass viele Lehrkräfte immer auch am Wochenende arbeiten.
          Das war bei den Schulschließungen im Frühjahr nicht anders, es gab in den Schulen genug zu tun für den Distanzunterricht, die Digitalisierung, die Umsetzung der Hygienevorschriften und auch die Kommunikation mit Eltern und SchülerInnen, die sich mangels digitaler Möglichkeiten vielerorts sehr mühsam gestaltete.

        • Liebe Katharina,
          die Annahme, dass Lehrer im Distanzunterricht Däumchen drehen und Zeit haben, mit ihren Kindern ausgiebig Hausaufgaben zu machen oder Mensch ärgere Dich nicht zu spielen, ist zu schön, um wahr zu sein. Viele meiner Kollegen und ich haben im ersten Lockdown mehr gearbeitet als im Regelunterricht. Im Übrigen kann ich Palim nur beipflichten!

    • Es gibt einen lautstarken Wirtschafts-Lobby-Verein, der sich „Familien in der Krise“ nennt und meint, für alle Eltern sprechen zu können, wenn er Präsenzunterricht ohne Einschränkungen fordert.
      Die weitaus meisten Eltern sorgen sich jedoch um das Wohl ihrer Kinder und um die Gesundheit ihrer Familien und sind nicht für uneingeschränkte Öffnungen, sondern für guten Gesundheitsschutz!
      Dieser wird nicht erreicht, wenn nach den Schließungen schon im Januar wieder uneingeschränkter Präsenzunterricht beginnt. Der bedeutet nämlich z.B. in den Grundschulen, dass sich wieder ganze Klassen ohne Masken in runtergekühlten Klassenräumen treffen. Gesundheitsschutz gibt es hier nämlich weder für Kinder noch für Lehrerinnen!

      • Sehr richtig, wir durften stundenlang vor uns hinfrieren, die Kinder haben mit Fingerhandschuhen geschrieben und saßen mit Mütze, Winterjacke und Decke am Tisch. Raumtemperatur VOR Lüftung betrug 16 Grad. Eine Schülerin meinte, sie würde die Maske auflassen, weil es dann wenigstens im Gesicht wärmer sei!

  5. Arbeits und Gesundheitsschutz sollte an erster Stelle stehen,dann lässt die Halbjahresferien weg.Denkt bitte auch mal an das übrige Personal in Schulen und Kitas.Hausmeister,Reinigung,Küche,diese sind auch nicht geschützt,ich finde es unverantwortlich wieder zu öffnen.Bus und Bahn wieder voll.Lüften alle 20 min.,ha schaut euch die Wetterprognosen an,dann kommt die 3.Welle, für was war dann der LOCKDOUN. Umsonst,dann jammert auch wieder jeder.Übt Euch in Geduld und dann werden wir das auch Meistern.

  6. Schule auf mit sehr viel Schutz und halben Klassen, kann ich mir vorstellen!
    So wie im Moment, in meinen Augen untragbar! Vierenschleudern, die von den KM nicht gesehen werden wollen und hochgradig gefährlich sind für die restliche Bevölkerung!

    • Es muss aber inzidenzabhängig sein! Wir steuern auf die 500 zu. Da kann man nicht mal Wechselunterricht verantworten!

      • Oh bitte nicht inzidemzabhängig!
        Sonst testen die wieder einfach nicht um vermeintlich bessere Zahlen zu haben als die Nachbarkommune. Diesen „Wettbewerb“ verdanken wir dem föderalistischen System. Wenn regional, dann nur in Kombination von Daten: Gesamttestungenanzahl, Positivenrate, (auch Asymptomatische müssen wieder getestet werden), Opfer, Intensivauslastung. Sonst landen wir wieder da, wo angefangen wurde. Das müssen wir unbedingt vermeiden!

  7. Ja, Schule auf —- aber mit ausreichendem wissenschaftlich belegtem und gelebtem Gesundheitsschutz und Unterricht bitte vorerst als Distanzlernen.
    Mein Sohn gehört zur Risikogruppe (wo er absolut nichts selber für kann). Er wäre dankbar dann mal endlich nicht benachteiligt zu werden. Dazu auch etwas mehr vom Unterricht – Lehrstoff und Mitschülergesprächen mitzubekommen. Noch lieber würde er sofort zum Präsenzunterricht gehen, auch um soziale Kontakte live statt virtuell zu pflegen. Aber dazu bedarf es in Deutschland eher gerichtlicher Verfügungen um halbwegs geschützt (gewahrter allgemein geltender Mindestabstand) dem ausgesetzten Infektionsrisko im sicheren Ort Schule begegnen zu können.
    Schulpflicht als höchstes Gut, gerne auch in einer Pandemie, aber doch bitte für die Gesundheit sicher und ohne wenn und aber für ALLE gleich.

    Die Kinderverwahranstaltsmentalität oder unzureichender Arbeitsschutz sehe ich auch als berechtigte Probleme an.

    • Woher ist denn die „Kinderverwahranstaltsmentalität“ gekommen? In den vergangenenen Jahren, also schon lange vor Corona, wurden doch die Ganztagsbetreuung der Kinder von allen Seiten gefordert und beklatscht und Eltern als bildungsfeindlich belächelt oder verunglimpft, die ihre Kinder (aus gutem Grund!) noch weitgehend zu Hause betreuen wollten.
      Wozu haben wir denn Kinder, fragten sich diese Eltern. Damit andere sie großziehen und wir vor allem Geld verdienen und der Wirtschaft als Arbeitskräfte zur Verfügung stehen?

      Plötzlich brauchen wir wieder mehr Eltern, die genügend Zeit haben und obendrein noch die Fähigkeit besitzen, ihre Kinder selbst zu erziehen und betreuen.
      Und wieder grassiert Elternschelte. Die seit Jahren geförderte „Kinderverwahranstaltsmentalität“ wird nun beklagt und beschimpft.

      Glaubt man wirklich, die forcierte institutionelle Rundumbetreuung der Kinder hätte nicht auch ihre nachhaltigen Schattenseiten, die nicht erst durch Corona offengelegt werden?
      Eltern fühlen sich inzwischen überfordert mit der eigenen Kindererziehung, sie sind sie nicht mehr gewöhnt und wissen nicht mehr so recht, wie’s geht.

      Ich wage es kaum zu sagen, aber ich begrüße es, dass durch Corona so mancher gezwungen ist, den Tatsachen in der Frage der Kinderbetreuung und -erziehung mal gründlicher und differenzierter ins Auge zu blicken. Alles hat seinen Preis, auch die rigorose Verlagerung der Elternaufgaben auf Schulen und Kitas.

      • Genau meine Gedanken. In die Sackgasse haben wir uns als Gesellschaft selber manövriert. Und so schnell kommen wir da auch nicht raus….

        Eines meiner ersten Elterngespräch vor vielen Jahren hatte folgenden Inhalt:

        Mutter:“ Ich erwarte dass Beste was sie als Schule bieten können für mein Kind. Ich möchte für mein Kind nur das Beste“.
        Gegenfrage von mir:“Was sind sie bereit dafür zu tun?“ Antwort:“ Ich 7bd mein Mann gehen Vollzeit arbeiten damit wir unserem Kind alles bieten können…“

        Anlass für das Elterngespräch war, dass das Kind mir erzählt hatte, dass es nach Schulschluss um 16.30 Uhr oft bis 18.00 Uhr in der Garage auf seine Eltern wartet. Die Frage warum das Kind keinen Schlüssel bekommt wurde mit dafür ist sie zu klein beantwortet. Beide Elternteile hochgebildete Akademiker.

        So Geschichten hätte ich noch einige. Und oft ist das Betreuungsproblem eher bei den wohlhabenderen angesiedelt, als bei manch anderem.

        Für Alleinerziehende, medizinisches und Pflegepersonal, für alles was die öffentliche Sicherheit aufrecht erhält und für Familien die finanziell gerade so durchkommen stelle ich mich zur Not tagelang in die Notbetreuung.

      • Applaus!
        Was musste ich mir damals alles anhören, weil mein Kind erst mit vier Jahren und dann auch nur bis 12 Uhr in den Liga ging.
        ‚Was ist mit deiner Karriere?‘, ‚Denk an deine Rente!‘, ‚Das Kind verpasst die frühkindlichen Fördermöglichkeiten in der Betreuung!’…

        Ja, meine Karriere an der Schule habe ich aufgegeben und bin nicht traurig darüber.
        Ich werde auch weniger Rente bekommen und mein Kind hatte Englisch erst ab der ersten Klasse.
        Aber: ich habe ein zufriedenes Kind und ich war bei allen Etappen des Heranwachsens dabei. Ich konnte Werte vermitteln, Sinn und Unsinn weitergeben, fordern und fördern.

        Und gerade jetzt in dieser Pandemie ist das Ergebnis sichtbar: mein Kind weiß sich auch ohne zig Sportvereine zu beschäftigen, hält Kontakt zu Freunden, ohne sich heimlich zu treffen.

        Das Distanzlernen funktioniert gut und wenn es doch mal Fragen gibt, dann versuchen wir gemeinsam eine Lösung zu finden.
        Ich lerne nebenbei mit, frische meine vor zig Jahren gelernten und dann wieder verlernen Fremdsprachen auf.

        Das Problem waren damals die Rufe nach der Frauenquote, die Impfung der Gesellschaft, dass Hausfrauen und/oder Mütter wertlos seien.
        Da sind viele ins Straucheln geraten und haben die Möglichkeit des Wohlstands vor das Familienglück gestellt.

        Was ist denn Familienglück heute? Viele in meinem Umfeld sehen darin mindestens zwei Autos, drei Urlaube (bitte mit Kids Club) im Jahr und den regelmäßigen Restaurantbesuch.
        Und das geht nicht mit einem Gehalt.

        Ja, die Pandemie zeigt inzwischen sehr eindrucksvoll, wie viele Baustellen unsere Gesellschaft hat.

        • Sehr gute Einstellung!
          „Was ist denn Familienglück heute?“ ist eine wirklich wichtige Frage. Für Kinder würde ich sie so beantworten:
          Kinder brauchen schon seit Langem mehr Elternzuwendung statt immer mehr Kita- und Schulbetreuung.
          Dazu müsste sich allerdings einiges an der Wertschätzung der häuslichen Erziehung ändern, die u.a. von der Familien- und Rentenpolitik ruiniert wurde.

      • Birgit – als Großvater mit 4 Enkeln im GS- und Sek-I-Alter. Ich kenne ALLE Varianten – nur die eine nicht, an der sich entscheidet, was Gesellschaft wirklich WILL: Familienarbeit mit eigenem Berufsbild beschreiben, und ihren Wert sauber beziffern. Die Beträge werden anteilig von denen aufgebracht, die davon profitieren.
        Damit das funktioniert: Kurzausbildung und Zwischenauffrischung in FAMILIENARBEIT – für Frauen UND Männer.
        Wie wärs damit, Birgit – Sind Sie dabei?

      • Sie dürfen nicht vergessen, dass diese „Kinderverwahranstaltsmentalität“ nicht nur von etlichen Eltern ausgeht, sondern von der progressiven Schulpolitik sowie einer angeschlossenen (und durch Auftragsstudien sehr gut gefütterten) Bildungswissenschaft ausdrücklich gelobt und postuliert wird. Wird doch die Ganztagsschule in unzähligen Publikationen (auch von der Bertelsmann-Stiftung) als das pädagogische Nonplusultra gepriesen, wodurch dann endlich die erstrebte „Bildungsgerechtigkeit“ hergestellt werden kann. Das kann man nachlesen auf den Web-Seiten von GEW, Friedrich-Ebert-Stiftung, DIPF, etlichen Ministerien und anderen. Ob das überhaupt stimmt, soll wohl nicht kritisch hinterfragt werden.
        Nachteile der Ganztagsschule gab es schon vor Corona, aber es sollte ja nicht darüber gesprochen werden. Beispielsweise kann es dort im Hochsommer kein hitzefrei mehr geben, weil ja die „verlässliche Betreuung“ garantiert werden muss, im Winter dagegen gehen die Schüler bei Dunkelheit aus dem Haus und kommen erst bei Dunkelheit wieder nach Hause. Es könnte ja auch sein, dass manche Kinder sich von ihren lieben Mitschülern einfach genervt fühlen, und das dann eben ganztägig. Wir leben doch in Zeiten von Meinungsumfragen. Was meinen die Schulkinder eigentlich selber, wollen sie lieber halbtags oder ganztags zur Schule gehen? Hat jemand was gehört?

        • So ist es: Die „Kinderverwahranstaltsmentalität“ kam erst durch die gezielte Propaganda für Ganztagsschulen und -Kitas. Für Babys wurden Kinderkrippen angepriesen. Ein „Rechtsanspruch“ auf einen Krippenplatz galt als Fortschritt und Meilenstein in der Bildung des Nachwuchses und der Befreiung der Frauen von angeblich nur öder, geisttötender Hausarbeit und Kindererziehung.
          Der euphemistische Begriff „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ machte die Runde.

          Namhafte Kinderärzte und -psychologen warnten vor der Entwicklung, fanden jedoch kaum Gehör. Besonders bei den Kleinsten, den Krippenkindern, stellten sie sprunghaft ansteigende Stresssymptome fest und eine deutlich erhöhte Dauerausschüttung des Stresshormonens Cortisol.

          Ich erinnere mich an die Jahre, an die vielen Werbetrommeln für Kinderkrippen und Ganztagsbetreuungen. Allen voran tönten die der Bertelsmann Stiftung und der GEW.
          Deren Expertise und Schattenpolitik misstraue ich bis heute.
          Aus der GEW bin ich damals ausgetreten und habe es nie bereut, weil ich mich danach noch oftmals über diese „Gewerkschaft“ geärgert habe.

          @Birgit
          Besonderen Dank für Ihren famosen Kommentar, mit dem sie ein sträflich vernachlässigtes Problem aus der Versenkung geholt haben.

        • Erkenne was du vor Augen hast, und was dir verborgen ist, wird dir enthüllt.
          Denn es gibt nichts Verborgenes, das sich nicht manifestieren wird.

        • @Carsten60
          „Was meinen die Schulkinder eigentlich selber, wollen sie lieber halbtags oder ganztags zur Schule gehen? Hat jemand was gehört?“

          Unser Schulkind wollte NIE an eine Ganztagesschule und wir schafften es, dies hinzubekommen – trotz einiger Widerstände, was den Einzugsbereich der Schule anging und mit Ausnahmegenehmigung bei der Schulbehörde einherging -.
          Es bedingte allerdings auch, dass die Frau trotz akadem. Laufbahn den Beruf an den Nagel hängte und sich um den Nachwuchs kümmerte.
          Man muss sich in der Familie daherim einig sein, welche Prioritäten gesetzt werden und in welchem Maß ‚Konsum und Modetrends/mehrere Urlaube pro Jahr‘ wichtig erscheinen.

          Kinder/Jugendliche benötigen auch Freiraum jenseits von Ganztageseinrichtungen, um ihren eigenen Interessen nachzugehen und nicht nur den ‚Vorgaben‘ von Schule zu entsprechen.

      • @Birgit

        SB 3. Januar 2021 um 11:36
        Mutti 3. Januar 2021 um 12:07
        Sophia St. 3. Januar 2021 um 20:12
        Wunder SAM 3. Januar 2021 um 21:43

        @Birgit,
        Ihre Gedanken und Schilderungen und auch die der o.g. Kommentatoren decken sich weitgehend mit meinen Gedanken und Beobachtungen.

        Der gesamte Themenkomplex Schule-Erziehung-Betreuung wurde seit Jahrzehnten immer mehr zu einem „Brei“ verrührt, in erster Linie politisch motiviert und – wenn überrascht es ??? – natürlich aus Kostengründen.
        „Verkauft“ wurde vieles davon als Vorteil (nirgendwo hinterfragt, nirgendwo belegt) und gesellschaftliche Errungenschaft.

        Selbstverständlich sollen w/m/d die Freiheit haben, ihr Leben zu gestalten, aber wie in den o.g. Kommentaren kann man NIE ALLES haben, so ist das Leben/die Realität.
        Also 4 Kinder oder noch besser eine Fußballmannschaft + Haus mit Garten am Stadtrand + 2 Autos (am liebsten möglichst fette SUVs, man will nicht „weniger“ sein als die Nachbarn) + mindestens zweimal im Jahr 2 Wochen Urlaub (na klar, nicht Jugendherberge, sondern sehr gutes Hotel, Flugreise und allem Zipp und Zapp) – das geht nun einmal nicht.

        Gestern habe ich diese beiden Dokus (35 bzw 33 Minuten) entdeckt.
        Da wird Folgendes deutlich:
        Viele Probleme werden aktuell durch Corona noch stärker sichtbar, obwohl sie schon lange vor Corona entstanden sind.
        Die Probleme wurden auch schon lange vor Corona in die Schule hineingetragen – quasi ein „Outsourcing“ aus der Gesamtgesellschaft.
        („Outsourcing bzw. Auslagerung bezeichnet in der Ökonomie die Abgabe von Unternehmensaufgaben und -strukturen an externe Dienstleister. Es ist eine spezielle Form des Fremdbezugs einer bisher intern erbrachten Leistung, wobei Verträge die Dauer und den Gegenstand der Leistung fixieren.“, nach Wikipedia.)

        Die beiden Dokus zeigen sehr schön und mit ehrlichen, vielschichtigen Beiträgen aus verschiedenen Generationen und Lebensituationen, worum es im Kern geht. (Es sind auch „Umwege“ und – nach Mainstream-Meinung „gescheiterte“ Lebenswege thematisiert.)
        Vieles könnte man auch als Chance begreifen, wenn es zu Ende gedacht wird und nicht nur als Wahlkampf-Werbeversprechen im 4- oder 5-Jahresturnus interessant ist …
        Vieles könnte man auch als Chance begreifen, um in dem ganzen Konsum- und Lifestyle-Hamsterrad nur noch in Maßen mitzutraben (ganz Aussteigen ist in den meisten Lebensentwürfen unrealistisch, aber ein Richtungswechsel ist mit gewissen Abstrichen vielleicht machbar).

        Auf jeden Fall regen diese Dokus zum Nachdenken an:

        https://www.zdf.de/verbraucher/wiso/frau-sein-traditionelle-rollenbilder-im-wandel-100.html

        https://www.zdf.de/verbraucher/wiso/mann-sein-traditionelle-rollenbilder-im-wandel-der-zeit-100.html

    • Meine Kinder werden nicht zur Schule gehen, solange es keine Handhabe gibt gegen Schüler, die nur Häkelmasken tragen oder uralte Masken immer wieder tragen, weil die Eltern beweisen wollen, dass Masken schädlich sind und Bill Gates uns alle chippen will. Wahljahr hin oder her: Es muss an solche Idioten eine klare Ansage geben. Dumme Menschen und Querdenker mit falschen Attesten, durchlöcherten, dreckigen oder gehäkelten Masken haben in Schule nichts verloren. Sie glauben nicht an die BRD und halten nichts von Regeln und Gesetzen? Gut, Anarchisten-Parallelwelt-Schule suchen und den Nachwuchs dahin schicken und uns in der realen Welt damit verschonen. Es kann nicht sein, dass diese Kinder im Bus und vor der Schule zunächst andere in Gefahr bringen dürfen, bevor sie nach Hause geschickt werden können.

      Für alle nicht-Querdenker gibt es aber eine Zwischenstufe zwischen Schulen bleiben zu und Schulen sofort ohne weitere Nachfragen öffnen: Man kann fragen, was möglich ist, um den Schutz zu erhöhen.

      Bei uns nötig wäre: eine brauchbare, funktionierende Lernplattform, Leihgeräte für Schüler (nicht nur das Versprechen Geld ausgeben zu wollen. Wir brauchen die Geräte), ein ausreichender Vorrat an Masken – auch für die Kinder, sich echt dazu bekennen, dass Unterricht ausfällt. Lehrpläne entsprechend anpassen, Vorgaben für Leistungskontrollen und Notengebung anpassen. Freiwerdende Kapazitäten, z.B. durch ausfallenden Sportunterricht gezielt umleiten statt täglich neu zu überlegen, ob vielleicht doch Sportunterricht stattfinden kann und wie viel Musiktheorie in Klasse 2 möglich ist. Planungssicherheit! Dafür muss man halt frühzeitig entscheiden, dass das Schuljahr von Corona geprägt bleiben wird bis zuletzt und kann nicht weiterhin darauf hoffen, dass nächste Woche alles anders aussehen wird, sofern man im Januar 2021 noch von frühzeitig sprechen kann.

      Da, wo Distanzunterricht/Wechselunterricht möglich ist, diesen auch durchführen. Wo es sich als unpraktikabel erwiesen hat: Präsenzunterricht. Das wissen aber die jeweiligen Schulen am besten. Die Konzepte liegen schon bereit.
      Abfrage der Eltern ist kein Hexenwerk: Wie geht es den Kindern? Ist Distanzunterricht noch leistbar? Was würde helfen? Je nach Kapazität und Klientel in der Schule muss individuell entschieden werden.
      Ich habe vor Weihnachten diese Abfrage in meiner Klasse gemacht und ich habe mit ein paar Eltern gemeinsam die Pro-/Kontra-Liste ausgefüllt bzw. Lösungsansätze besprochen, bei Familien mit Jugendamtsbeteiligung habe ich Präsenz eingefordert. Das war möglich, weil es keine Präsenzpflicht gab. Präsenzpflicht streichen, aber mit verbindlichen Vorgaben. Was müssen Schüler leisten? Was darf wie bewertet werden? Wie oft darf/muss ich eine Rückmeldung einfordern?
      Die Klassenlehrer kennen ihre Kinder. Individuelle Lösungen sollten zugelassen werden: Nur mittwochs Präsenz, weil Chemie versetzungsgefährdend ist. Das führt zwar nur in seltenen Fällen zu einer Verringerung der Kontakte, aber es verringert zumindest die Personenanzahl in vielen Stunden und Bussen.

      Ich glaube nicht, dass es eine Kinderverwahrmentalität gibt. Der Ausbau der Ganztagsschulen ist rein von der Wirtschaft/Politik gewollt. Da könnte man aber ansetzen und Stunden reduzieren, um Kapazitäten zu erhalten, die dann anderweitig genutzt werden können, z.B. diese unsäglichen Sportstunden, die sowieso nur alibimäßig stattfinden einfach ausfallen lassen, Kinder eine Stunde früher nach Hause schicken, Lehrerstunden nutzen, um Klassen zu teilen und gezielter zu fördern. Man muss genau hinsehen, damit es verlässliche Zeiten bleiben und damit die wichtige Beziehungs- und Beobachtungsarbeit nicht untergeht. Aber auch das wissen die KollegInnen selbst.
      Mir geht die ganze Diskussion zu sehr um Schulgebäude. Als ob irgendeiner ernsthaft darüber nachdenkt tausende Gebäude abzureißen und neu zu bauen.
      Viele Kinder gehen gerne zur Schule und viele Lehrer unterrichten gerne. Ich persönlich unterrichte gerade sehr gerne hybrid. Manche Kinder brauchen Präsenzunterricht, aber nicht alle. Ich wünsche mir individuellere Lösungen und eine sinnvollere Verteilung der knappen Kapazitäten. Ja es müssen alle Kinder Bildung erhalten können, aber Präsenzunterricht ist keine Zauberformel mit der plötzlich alle gebildet werden und man muss jetzt weiter denken als „Präsenzunterricht oder Schule zu?“

  8. Ich stimme zu, dass die Schulen (vor allem meine ich die Grundschulen) und Kindergärten baldmöglichst geöffnet werden sollten. Ich unterstütze das voll und ganz und stimme auch folgendem Zitat in diesem Sinne zu, sprich dem Deutschen Lehrerverband und der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin:

    „Verbände wollen baldige Präsenz
    Die Kultusminister beraten sich schon am Montag. Berlins Schulsenatorin Sandra Scheeres (SPD) hatte Heimunterricht bis 17. Januar ins Gespräch gebracht. Andere wollen eine frühe Rückkehr zum Präsenzunterricht. Unterstützung dafür kommt von Verbandsseite. Der Deutsche Lehrerverband und die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin forderten, über „zusätzliche Gesundheitsschutzmaßnahmen“ zu erreichen, dass „unsere Schulen so bald wie möglich für eine Rückkehr zum Unterrichtsbetrieb bestmöglich vorbereitet sind“. Eine Verlängerung der Ferien bis Ende Januar lehnen sie ab. Unter Bildungsaspekten wie „psychosozialen Gesichtspunkten“ sei die Rückkehr zum Präsenzunterricht „das Beste für Kinder und Jugendliche“.
    https://www.tagesspiegel.de/politik/heimunterricht-wechselunterricht-digitalunterricht-die-ideen-fuer-die-schulen-bei-der-lockdown-verlaengerung/26763936.html

    • Der Deutsche Lehrerverband scheint keine Lehrer zu vertreten. Die sozial psychologische Entwicklung von Kindern wird von toten oder erkrankten Familienangehörigen sicher langfristig mehr gestört als von ein paar Wochen Distanzunterricht.
      Kinderärzte mögen die Great Barrington Erklärung unterstützen, die Mediziner auf den ITS sind mehrheitlich für das Jon Snow Memorandum.
      Wäre ich Politiker, würde ich auf die Ärzte vor Ort hören.

      • „Die sozial psychologische Entwicklung von Kindern wird von toten oder erkrankten Familienangehörigen sicher langfristig mehr gestört als von ein paar Wochen Distanzunterricht.“

        Diese Aussage bringt es auf den Punkt.

        Unsere Patchwork-Familie hat es erlebt. Die Kinder/Stiefkinder sind 1994, 1997, 2002, 2004 und 2004 geboren und mussten 2011 den Tod der Großmutter, 2013 den Tod des Vaters/Stiefvaters und 2018 den Tod des Vaters miterleben.

        Solche Schicksalsschläge hinterlassen Spuren über Jahre.
        Ein paar Wochen im Distanzunterrichts ist unschön, aber wenn das Elternhaus halbwegs intakt ist werden dadurch bestimmt keine längerfristigen Spuren zurückbleiben.

        • Das ist ja echt furchtbar, aber wie wahrscheinlich ist ein Todesfall durch Corona? In Deutschland sind seit Pandemiebeginn gerade mal 300 Menschen unter 40 gestorben. Es trifft vorwiegend über 80- und 90-Jährige, die vielleicht sowieso innerhalb von wenigen Monaten eines natürlichen Todes entschlafen würden.

          • @Michael

            „Es trifft vorwiegend über 80- und 90-Jährige, die vielleicht sowieso innerhalb von wenigen Monaten eines natürlichen Todes entschlafen würden.“

            Wenn Sie mit „natürlichem Tod“ quasi Altersschwäche meinen … klar, möglich – irgendwann läuft die Lebensuhr ab.
            In diesem Fall müsste sich dann aber auch kein einziger Schüler fragen, ob er Oma oder Opa mit aus Schule oder Kita eingeschleppter Altersschwäche angesteckt hat.
            In diesem Fall müsste dann also kein Kind u.U. den Rest des eigenen Lebens hadern.
            Aber es sind ja Ihrer Meinung nach nur Einzelfälle.
            Auch klar: „Jeder stirbt für sich allein.“ Besonders auf der ITS unter Corona-Bedingungen.
            Und „Jeder stirbt für sich allein“ wird auch so bleiben, auch wenn die Zahlen der Todesfälle in die Höhe schießen, auch wenn es nicht mehr „nur“ Oma und Opa trifft, sondern sich schön gleichmäßig durch alle Altersgruppen zieht.
            Heißt es dann auch noch „Keep cool and carry on.“?

            Nebenbei: Oma und Opa sind ja auch Menschen …
            Und wenn man auch nur in die Richtung tendiert „Sind ja nur die Alten …“, dann schielt man vielleicht doch auf die Entlastung der Rentenkassen?
            Welch hässlicher Gedanke!
            Hier haben ja schon unter anderen Artikeln mehrere Kommentatoren darauf hingewiesen, das habe ich selbst auch schon getan:
            Es waren eben genau diese „Alten“ – oder wie Sie formulieren „vorwiegend über 80- und 90-Jährige“ – die dieses Land wieder aufgebaut haben …
            Und zum Dank dafür soll man sie jetzt „bequem loswerden“?

    • @Mirjam08: das mit den zusätzlichen Gesundheitsschutzmaßnahmen haben Sie dabei wohl geflissentlich überlesen. Man mag es kaum glauben, aber tatsächlich wollen auch Lehrer offene Schulen – aber eben nicht so, wie es derzeit gehandhabt wird. Arbeitsschutz findet derzeit quasi nicht statt, Kontaktbeschränkungen schon mal gleich gar nicht und die magische Grenze Wechselunterricht ab Klasse 7 liegt nur daran, dass Eltern für Kinder ab 12 Jahre keinen Anspruch mehr auf Krankentage haben.

    • Mirjiam08,
      in England deutet sich an, dass die neue Virenmutation schwerere Verläufe bei Kindern und Jugendlichen vermutlich begünstigt. Stefan2020 hat Beiträge auf dieser Seite dazu verlinkt und auch der WDR berichtete kurz darüber. Das Statement der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin habe ich auch gelesen und mich gefragt für wie gefühlsdumpf und instinktbefreit die Ärzte uns Mütter eigentlich halten. Ich beobachtete seit Monaten die Kinder- und Jugenarztverbändler mit teils unsäglichen Aussagen, z.B. zur, aus ihrer Sicht, Überflüssigkeit eines Mund-Nasen-Schutzes, eine doch noch unerforschte Infektionskrankheit verharmlosen. Ich unterstütze deshalb die Forderungen der Bundeselternverbände für die Umsetzung der RKI-Empfehlungen an Schulen und während des Schülertransports und für eine Ausweitung des digitalen Unterrichts.

      Hier eine Petition dazu.
      https://www.openpetition.de/petition/online/bildungsgerechtigkeit-und-gesundheitsschutz-in-der-pandemie

      Birgit, Ihren Kommentar kann ich vollumfänglich zustimmen. Vielleicht könnten wir die Krise nutzen um die Beziehung zu unseren Kindern und unsere Erziehungskompetenz wieder zu stärken.

  9. Seit wann ist eigentlich Hessen „weniger stark betroffen“?
    Wie man bei der ALM feststellen kann, testet Hessen unterdurchschnittlich (vor allem in bevölkerungsreichen Kreisen) um niedrigere Werte zu generieren. Die Intensivbelegungs- und Todesraten sind ununterbrochen am Steigen. Bundesweit gab es mit 13,5% noch nie so eine hohe Positivenrate.
    Die hessische Regierung verfolgt offensichtlich die extrem rechte wirtschaftsliberale Politik, die das American Institute of Economics oder das INSM vorgeben, gibt haltlose „Untersuchungen“ zum freien Lüften in Auftrag usw. und sieht offensichtlich, wie einige im Uiversitaetsklinikum in Hamburg, Durchseuchung der Jüngsten mit allem Schaden (Übertragung der Infektionen auf ältere Generationen, bzw. Opfer unter Kindern und Folgekrankheiten) als echte Handlungsperspewktive.
    Dabei ist sie leiser als andere Regierungen aber überdurchschnittlich menschenverachtender:(

    • @Trumpsraus…. sorry, der Rest Ihres Nicknames ist mir zu lang … (schmunzel!)…aber „gut“ ist er! 🙂
      So ist es! Sie haben völlig Recht!
      Ich schrieb schon zu Beginn der W- Ferien an verschiedenen Stellen:
      Sie (= die KMs /MPs, besonders die Hessen) werden uns am 11.01.2021 ungebremst wieder in den Präsenzunterricht (GS) schicken! Niemand hielt/hält das für möglich. Leider wird es so sein, dass am Ende wieder jedes BL und dazu noch jeder Landkreis sein „eigenes Süppchen“ kochen darf! … (heul!) Es ist eine Schande für das ganze Land! Ich schäme mich fremd für solche Politiker!

  10. Murjam08: Klingt wie im Sozialismus. 5Jahresplan in 3 Jahre erreichen. Kenne ich. Wie kann man jetzt, in einer Woche, das erreichen, was man ab März bis heute nicht gepackt hat. Ausser viel reden aus der sicheren Entfernung? Utopisch.

  11. Gerade Hamburg sollte aufgrund der Vorgaenge dort den Ball ganz flach halten.

    Sorry, und wenn dieser Herr Tschentscher selbst(wie beschrieben) Mediziner sein soll und erst JETZT!!! zu seiner Einsicht Studien braucht fuer die Entscheidungsfindung, finde ich das mehr als verschlafen!!!!
    Tut mir leid, aber er als Mediziner sollte doch den Ausfuehrungen des RKI, Leopoldina usw. folgen koennen und nicht durch die KM in Auftrag gegebene Studien brauchen, die dann bei nicht gewuenschtem Ausgang zurück gehalten werden…..

    Kinder/Jugendliche/junge Erwachsene sind genauso ansteckenend/infektioes, wie andere Personengruppen auch und werden GEZWUNGEN!!!! auf engstem Raum mit mehr als unzureichenden Gesundheitsschutz Stunden zu verbringen.

    @Herr Tschentscher, ist dieser Gesundheitsschutz aus Sicht eines verantwortungsvollen Mediziners ausreichend /optimal?
    Koennen Sie dafuer garantieren, das unsere Kinder sich in Verbindung mit dem Muss des Schulbesuches nicht infizieren/dauerhafte Schaeden davon tragen/es in die Familien weiter tragen????
    Falls nein oder eine ausweichende Antwort, DANN MINIMUM HALBIERTE KLASSEN MIT!!!! KOMPLETTEN SCHUTZ!
    Falls ja, dann sollte man Politiker im Falle der Infektion/Schaeden/Tod auch PERSOENLICH!! strafrechtlich belangen koennen, auch wenn es die Gesundheit und/oder das Leben nicht zurück bringt.

    Nun noch ein Kommentar zu den Eltern, die die Oeffnung der Schulen forden, „weil sie nicht mehr wissen, was sie mit ihren eigenen Kindern den ganzen Tag machen sollen“, sorry, warum habt ihr Euch Kinder angeschafft???? Mit Struktur und Spass ist der Tag so schnell rum, kann ich absolut nicht verstehen. Ist Euch die Gesundheit und das Leben Eurer Kinder nicht wichtig???
    Bei solchen Aussagen fehlen mir echt die Worte!!!

    Fazit:geteilte Klassen mit kompletten Gesundheitsschutz inkl. FFP2 Masken kostenlos fuer Kinder und Lehrer(und bitte nicht nur 2-3 Masken/Monat, sondern Austausch nach Hygieneregeln mit Anwendervorschriften) , falls das den Damen und Herren der Politik zu teuer wird, dann Fernunterricht zum Gesundheitsschutz.

    Ich vermute mal, das seit Beginn diesen Lockdown ’s auch bis jetzt nichts erarbeitet wurde fuer den Wechsel/Distanzunterricht und nichts zum Gesundheitsschutz getan wurde…
    Deshalb weiterhin dieses starre ZWANGHAFTE!!! Festhalten an dem Praesenzunterricht.

  12. Sogar der Berliner Landeselternrat spricht sich für eine „Teilöffnung“ aus und ich finde diesen Kompromiss in Ordnung. Die älteren sollen Wechselunterricht haben tageweise; die jüngeren sollen Wechselunterricht am Tage haben, damit Unterricht in halben Klassen möglich ist. Das ist doch gut so.

    „Uns ist an einer Teilöffnung gelegen“, sagte der Berliner Landeselternsprecher Norman Heise dem Tagesspiegel. Spätestens zum 11. Januar solle es Wechselunterricht für die Oberschüler geben, bei dem immer die Hälfte der Schüler im Präsenzunterricht sei. Alle Grundschüler sollten täglich drei Stunden Unterricht und mindestens 2,5 Stunden Betreuung geboten bekommen. Dieser Beschluss des Landeselternausschusses gelte trotz der neuen Mutante fort.“ https://www.tagesspiegel.de/politik/heimunterricht-wechselunterricht-digitalunterricht-die-ideen-fuer-die-schulen-bei-der-lockdown-verlaengerung/26763936.html

  13. Guten Morgen,
    die Schulen müssen unbedingt geöffnet werden. In Hamburg haben es leider viele weiterführende Schulen nicht geschafft sich auf digitalen Unterricht vorzubereiten. Man hatte ja genug Zeit, aber leider hat nicht jede Schule die Hausaufgaben gemacht- schade. Die Lehrer geben den Kindern meistens Aufgaben und kontrollieren diese noch nicht einmal. Also, müssen es schon wieder die Eltern machen. Was machen die Lehrer eigentlich in der Zeit, wenn sie nicht unterrichten? Es gibt Schulen in Hamburg die machen digitalen Unterricht nach Stundenplan. So muss es laufen und nicht anders. Die Kinder haben dann ihren strukturierten Tag und die Lehrer ebenso. Der Herr Rabe sollte sich überlegen, ob er nicht wieder G9 einführen sollte. Dann hätte er bestimmt wieder sehr viele positiv gestimmte Eltern auf seiner Seite.

    • Es gibt während eines laufenden Schuljahres keine Zeit, in der LoL nicht mit Schule, SuS, mit Unterricht befasst sind. Unterricht findet statt, auch wenn das auf digitalem Weg stattfindet. Hier spricht doch bei ihnen Otto die alte Vorstellung, dass LuL nur arbeiten, wenn sie in der Schule vor vollen Klassen stehen. Diese Haltung ist seitnunmehr mehreren Jahrzehnten überholt. Und damit sind sie nicht auf der Höhe der Zeit. Frage auf derselben intellektuellen Ebene: „Warum dürfen Verwaltungsbeamte in den Schulministerien vormittags nicht aus dem Fenster schauen?“ Ganz klar: „Damit sie nachmittags noch was zu tun haben!“ Auf diesem Niveau brauchen wir keine Debatte zu führen.

    • Lehrkräfte müssen ihren Tag gut strukturieren, damit sie die unzähligen Aufgaben überhaupt im Ansatz bewältigen können.
      Tatsächlich ist Wechsel- und Distanzlernen erheblich aufwändiger als Präsenzunterricht, da man Erklärungen aus dem Unterricht verschriftlichen, dabei auch visualisieren oder auf digitalem Weg erstellen und verbreiten muss.
      Neben den sonst auch anstehenden Aufgaben kommen nun noch die hinzu, die im Zusammenhang mit der Pandemie stehen.
      Für die Digitalisierung war viele Jahre Zeit, in ein paar Monaten kann der Mangel nicht aufgehoben werden, zumal die Beschaffung und Umsetzung vorwiegend Aufgabe der Schulträger ist, nicht der Schulen.
      Und wenn wir beim Mangel sind: Den Lehrkräftemangel sollte man in den kommenden Jahren endlich ehrlich zugeben und ebenfalls auffangen, solange keine Lehrkräfte zur Verfügung stehen, sollte man zusätzliches Personal in die Schulen bringen, die Aufsichten, Hausaufgabenhilfen, sozialpädagogische Arbeit, Betreuung der Technik und anderes übernehmen.

  14. Das beobachte ich auch so. Sonst wäre Herr Gottschalk in Frankfurt schon längst nicht mehr Chef des Gesundheitsamtes. Und in Wiesbaden kämpft Frau Schröder mit den Eltern in der Krise gegen jegliche Schließung von Kitas und Schulen, unterstützt vom INSM. Von Herrn Lorz hört man so gut wie nix, er schiebt alle Entscheidungen weiter nach unten und lässt Schulleitungen allein. Schafft Luftfilter für die Staatskanzlei an und bestreitet gleichzeitig deren Nutzen in Schulen. Und sein Chef hält große Reden von Bildungsgerechtigkeit und armen benachteiligten Schülern. Um die hat sich die CDU noch nie gekümmert, jetzt kommen sie ihnen aber gerade Recht, um ihre Durchseuchungsnummer still und heimlich durchzuziehen.
    Hessen bleibt besonnen hängt in allen Schulen. Im Schilder drucken sind sie ganz groß. Es ist so widerlich.

  15. Es ist einfach nur noch UNFASSBAR!!!!, das bei den Politikern anscheinend AUSSCHLIESSLICH!!! nur noch der persoenliche Wahlkampf und ihre Gier nach Aemtern/Positionen derzeit eine Rolle spielt und somit mit der Gesundheit der Kinder/Lehrer /Familien gespielt wird, ja sogar Tote in Kauf genommen werden.
    So sollten, die vom Volk gewaehlten Politiker nicht agieren duerfen!!!!
    Jedes Leben, egal, wie vorerkrankt dieser Mensch ist, sollte auch bei diesen Personen (Politikern) oberste Prioritaet zum Schutz des Lebens haben!!!!
    Wenn Postionen und Geld jedoch wichtiger sind, sind diese Politiker nicht richtig in deren Position!!!

  16. Man kann den Eindruck gewinnen, daß kaum noch einer Durchblick hat.
    – Winterferien verlängern wäre Schule komplett zu
    – Entfall beweglicher Ferientage durch vorzeitiges schulfrei (vor/nach Ferien)
    – Schulpflicht aussetzen
    – Präsenzpflicht aussetzen
    – Schule zu (heißt auch ohne Präsenz kein Unterricht ?)
    – Schule auf
    – Präsenzunterricht
    – Distanzunterricht
    – Lernen auf Distanz
    – Distanzlernen
    – Fernunterricht
    – Wechselunterricht
    – Hybridunterricht
    – Heimarbeiten
    – Haus- oder Wochenaufgaben
    – unterrichtsfreie Zeit
    – Unterrichtsbetrieb
    – kein Unterricht
    – Blockunterricht
    – Wahlunterricht
    – Gruppenunterricht
    – Jahrgangsbeschulung
    – Pflichtunterricht
    – Homeschooling
    – Pandemiefrei
    – Notbetreuung
    – Systemrelevanz

    oder Präsenzpflicht für:
    – alle SuS
    – nur GS
    – jüngere Kinder
    – jüngste Kinder
    – bis 12 Jahren
    – nur Unter- und Mittelstufe
    – nur Kinder
    – ohne Förderschulen
    – nur weiterführende Schulen
    – nur für Klausuren oder Prüfungen, Klassenarbeiten
    – nur 1. und 2. Klassen
    – nur Klassen vor Schulwechsel
    – ab / bis Klasse 7
    – ab / bis Klasse 8
    – aufgehobene Präsenzpflicht
    – nur Abschlussklassen oder vor Berechtigungen
    – nur Berufsschule
    – nur Oberstufen
    – nur Unterstufen
    – nur Ganztagsschüler/ OGS / OgaTa
    – nur Abijahrgang
    – Umkehrmodell, Eltern müssen Antrag auf Distanzlernen stellen

    sicher noch das eine oder andere ausgelassen. Keine Regel ohne Ausnahme aber ohne eine Struktur oder zumindest einheitlichen Terminus wird das Ganze „schulscharf“ betrachtet bei alleine 16 Fürsten/Fürstinnen auch 2021 eher nix mehr.

    • Ja, das hätte er sicher gerne,
      aber warum sind die Zahlen in BY dann so hoch, wo doch Söder seit Monaten immer wieder klare Kante fordert?
      Liegt es daran, dass die von ihm im Frühjahr aufgestellten Richtlinien nach Inzidenzwerten dann doch nicht umgesetzt wurden?

      Piazolo spricht schon vor dem Gipfel des Bundes und der Kultusminister von einem bayrischen Sonderweg.

      Vielleicht findet ja mal ein Kultusministerium den Mut, den Gesundheitsschutz auch in Schulen umzusetzen.

      • Inzwischen freue ich mich bereits darüber, wenn ein MP wissenschaftliche Erkenntnisse zu verstehen scheint. Das ist bei Söder der Fall. Ob er es mit Piazolo (Freie Wähler) umsetzen kann, ist aber fraglich.

  17. Unsere Bildungsforscher haben ein neues geniales Rezept entwickelt: Die Schulen sollen gestaffelt nach sozialer Herkunft der Schüler geöffnet werden! Das ist kein schlechter Witz, man findet es ganz oben, wenn man bei Google „DIPF es geht um mehr Bildungsgerechtigkeit“ eingibt. Die Schule wird so mehr und mehr daran gemessen, wie sie diese „Bildungsgerechtigkeit“ herzustellen imstande ist oder auch nicht. In dieselbe Kerbe haut die Friedrich-Ebert-Stiftung unter ihrem neuen Chef Martin Schulz. Auch die Ganztagsschule gilt ja als der Inbegriff der Bildungsgerechtigkeit. Wieviel die Kinder tatsächlich nachweislich lernen, scheint in den Hintergrund zu treten. Eine geringe Streuung bei der gemessenen Leistung (in Tests wie PISA & Co) gilt ja mittlerweile als Tugend.
    Nur beim Fußball ist das anders, merkwürdig: Da geht es nie um die soziale Herkunft der gut verdienenden Fußballer oder um Gerechtigkeit oder um eine geringe Streuung der Leistungen. Da herrscht das gnadenlose Leistungsprinzip: Wer keine Leistung bringt, wird auch nichts.

    • Mit Ihrem Leistungsprinzip kommen Sie in der Pandemie nicht weiter.
      Es hilft auch nicht, gegen Ganztagsschulen und Familien, die diese in Anspruch nehmen, zu hetzen.

      Die Schulen müssen seit Jahren unentgeltlich die Aufgabe der Betreuung mindestens am Vormittag übernehmen.
      Die Ganztagesschulen wurden auf Sparflamme ohne ausreichendes Personal eingerichtet, Horte mit qualifiziertem Personal wären erheblich teurer.

      Das, wie auch die schlechte Ausstattung in anderen sozialen Bereichen, fällt uns jetzt auf die Füße,
      dennoch muss man möglichst zügig eine Regelung finden, wie ab morgen oder in einer Woche in den Schulen verfahren werden soll.

    • Wann die Schulen und unter welchen Bedingungen diese wieder eröfffnet werden können, dies hängt von den poltischen Entscheidungsträgern ab, die sich an den wissenschaftlich begründeten Vorschlägen des RKI und der Leopoldina orientieren werden.
      Man wird sich von politischer Seite diesen Vorschlägen nicht ohne eine Kritik verschließen können.
      Ich gehe davon aus, dass die Kultusminister einen tragfähigen Konsenz finden werden, der den Leitlinien der derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht.
      Man wird vermeiden, dass ein weiterer Lock-Down als Mittel eingesetzt werden muss.
      Ihre leidenschaftlich geführten Ausführungen über die Position der Friedrich Ebert Stiftung laufen ins Leere, tragen diese doch nicht zur Entscheidungsfindung der Schulöffnungen bei.
      Offene und gebundene Ganztagsschulen erfüllen in ihrer schulischen Organisationsstruktur den Zweck bei einer Berufstätigkeit beider Elternteile, ob diese finanziell erzwungen ist, dem persönlichen Selbstverwirklichungswunsch geschuldet ist oder auf Grund anderer persönlicher Gründe getroffen wurde, der gezielten Förderung der betroffenen Kinder. Die Kinder verbleiben selbstverständlich im Einflussbereich der elterlichen Erziehung.
      Nebenbei bemerkt verbringen finanziell deutlich besser gestellte Familien ihre Kinder in Internate, in denen die Eltern nur noch einen sehr eingeschränkten Einfluss auf die eigenen Kinder nehmen können.

    • Also wäre es nun gut, die Schulen partiell zu öffnen für die Kinder aus bildungsfernen Schichten und die anderen in dieser Zeit nach Hause zu schicken? Genau das ist doch der Vorschlag der sog. „Bildungsforscher“. Aber warum erlässt man denn keine Kindergartenpflicht (oder Ganztagsschulpflicht) für eben diese Kinder? Hieß es nicht immer, das sei diskriminierend? Und jetzt ist diese Einteilung plötzlich nicht mehr diskriminierend?
      Man könnte so vieles tun, um das Problem mit den Kindern aus bildungsfernem Milieu anzugehen. Aber dann müsste man die (und ihre Eltern) anders behandeln als die anderen. Da müsste es Pflichten geben, man kann nicht erwarten, dass das alles freiwillig und von alleine geht.

  18. Kann doch nicht wahr sein, dass es jetzt wieder ein Regelchaos gibt und jedes KM sein eigenes Süppchen kocht. Einigt euch verdammt noch mal auf verbindliche Grenzwerte mit verbindlichen Maßnahmen bundesweit! Und zwar auf Basis der RKI Empfehlungen. Kann doch nicht so schwer sein.
    Ein solches durchdachtes Vorgehen wäre für alle Bereiche wünschenswert. Ein Armutszeugnis, dass es das immernoch nicht gibt nach 9 Monten Pandemie!

  19. Ich halte es vernünftig, alle Schulen und Kitas geschlossen zu lassen und stattdessen Distanzunterricht und Notbetreuung anzubieten, bis die Zahlen wieder in einem vernünftigen Maß sind und man die Auswirkungen der Feiertage kennt. Als Ziel könnte ich mir Ende Januar vorstellen. Das wären für Bayern im Januar 3 Wochen Distanzunterricht, der Zeitraum wäre zu überblicken. Bis dahin sind dann doch viele der Risikogruppen geimpft und man könnte, wenn es wirklich so wäre, unter Hygieneauflagen wieder zurück in den Präsenzunterricht gehen. Alternativ könnte man da die Schulen öffnen, wo der Wert unter 50 liegt. Ein paar wenige Landkreise sind auf dem Weg dorthin bzw. haben das schon erreicht.

    Für die Grundschulen müsste man überlegen, was man mit den Zwischenzeugnissen macht, die meisten machen Lernentwicklungsgespräche. Das ist dieses Jahr so oder so schwierig, zumal wir nicht alle Kompetenzen trainieren und einfordern konnten. Wir würden dieses Schuljahr so oder so die LEGs nur mit Schülern aus Hygieneschutzgründen (keine Eltern im Schulhaus) machen.
    Vielleicht aber sollte es in diesem Schuljahr nur eine kurze Information über den Notenstand sein? Alles hat man so oder so nicht machen können, viele von uns haben noch gar keine Sportnote gemacht, denn Sport wurde ziemlich bald gecancelt, auch Musik konnte bisher nur sehr unbefriedigend unterrichtet werden.

    Zusätzlich könnte man sich überlegen, ob man nicht noch die Baumärkte öffnet, damit die Leute zu Hause die Zeit nutzen können und eine Beschäftigung haben. Gerade beim 1. Lockdown haben viele die Schließung der Baumärkte bedauert.

    • Ich schließe mich der Empfehlung an.

      Die Lernentwicklungsgespräche oder Beratungsgespräche zum Schulwechsel liegen bei uns im Herbst. Wir haben sie zu einem Großteil telefonisch abgehalten, nur sehr wenige Eltern waren nachmittags zu festen Terminen im Schulgebäude, wo man im Klassenraum mit 2-3 Personen genügend Abstand halten kann.

      Zeugnisse gibt es in Nds. Ende Januar, bis zur Notenfindung hat man ohnehin nur noch eine Schulwoche (nach dem 10.1.) und die Zeugnisse sind bei etlichen schon fertig geschrieben – gerade wenn es Berichtszeugnisse sind – auch, weil das Ministerium ein Festsetzen der Bewertung im November eingefordert hat.

      Den Gedanken zu den Baumärkten bzw. Gartenmärkten (im Frühjahr) hatte ich heute auch schon.

  20. ERFAHRUNGSBERICHT VON KINDERN: Wenn man einmal ein 12jähriges Kind (coronaerkrankt, aber symptomfrei: damals wurden noch ganze Klassen getestet, in der Klasse gab es mehrere Infektionen), das nicht ins Krankenhaus musste, erzählen hört, dass es die Quarantäne im Kinderzimmer verbringen musste, weil beide Elternteile zur Hochrisikogruppe gehören, das Essen vor die Tür gestellt, Toilettengänge per Telefon geplant werden mussten, Zuwendungen seitens der Eltern nur per Telefon erlaubt war, wenn dieses Kind aus sich herausbricht und mir als fremder Vertretungslehrerin auf die Frage „Wie geht es euch?“ damit wie ein Vulkan herausbricht, da hatte ich Mühe, den Mund nicht sperrangelweit offen stehen zu lassen. Und als ich dem Kind Zuspruch ob seiner Tapferkeit zusprechen wollte, kam als Antwort:“Ich will doch meine Eltern behalten!“ Das sind tapfere Kinder! Und mir stellt sich bezüglich der Psychologen und der Politiker, die sich Gedanken darum machen, dass Kinder, die auf Distanz lernen müssen, psychologische Schäden bekommen, nicht an die Kinder denken, die in Angst, dass sie ihre Eltern verlieren könnten, in ihrem Zimmer sitzen und und erstarren. Wo ist da der Staat, der sagt, Risikogruppen müssten geschützt werden? Wo ist da die Vorsorge, Kinder körperlich und psychisch zu schützen? Was ist mit Kindern (in deren Klasse heute Coronafälle auftreten, die heute nicht mehr getestet werden), die in Sorge leben, dass sie sich das Virus auch eingefangen und Sorge um ihre Eltern haben? Auch das habe ich erlebt. Diese Ängste wünsche ich niemandem, und die schon oft genannten geeigneten Maßnahmen könnten dies deutlich mindern! Als Lehrerin blutet mir das Herz- und was kann ich tun?

    • Mein Mutterherz blutet mit.

      Wir Risikofamilien werden dem Virus zum Fraß vorgeworfen und ich könnte jedes Mal schreien wenn irgendein Politiker heuchelt, dass Risikopatienten besser geschützt werden müssten…

    • Sie haben so recht! Welche Sorgen und Ängste Kinder und Jugenliche haben, die täglich befürchten müssen, ihre Familienmitglieder durch eine schutzlose Politik zu verlieren, wird leider von den KuMis, von Merz und Co. mit keinem Wort thematisiert. Auch nicht, was hier für psychische Traumata entstehen können. Immer ist nur von „Bildungsgerechtigkeit“ die Rede – obgleich keiner der genannten Herrschaften sich darum bislang gekümmert hat, tatsächlich Bildungsgerechtigkeit herzustellen. Sonst gäbe es ja digitale Anschlüsse, Laptops, Administrator*innen, kostenlosen Förderunterricht etc.

      Das bundesweite Bündnis von gewählten Elternverbänden, Verbänden und Privatpersonen, das die folgende Petition herausgegeben hat, hat dies alles aber seit langem bedacht – auch, wenn es bislang leider kaum Beachtung gefunden hat durch die KuMis:
      https://www.openpetition.de/petition/online/bildungsgerechtigkeit-und-gesundheitsschutz-in-der-pandemie

  21. Einer der führenden und bekanntesten amerikanischen Forscher, Dr. Eric Feigl-Ding, hat gestern über die massiv erhöhte Gefahr durch die neue GB-Variante für Kinder getwittert:

    „Worrisome new data—new B117 variant is not only more infectious, it’s potentially more infectious in children 0-9 (+24%) and 10-19 (+14%), and less among 60-79, compared to common strains. More sobering—the R estimate is much higher.“

    Bisher habe ich noch nicht gesehen, dass diese immens hohe Infektions-Zusatzgefahr von 24 % der neuen Variante B. 1.1.7 im Vergleich zum bisherigen Virus für Kinder (insbesondere im Kita- und Grundschulalter) medial aufgegriffen wurde.

    Vielleicht könnte N4T das noch in einem kleinen Artikel aufarbeiten damit es noch heute Abend/morgen früh medial gestreut wird bevor die Kultusminister ihre Hände morgen mal wieder in Unwissenheit waschen können.

    https://twitter.com/DrEricDing/status/1345382699071102977

  22. Ich finde es unmöglich,
    dass einfach davon ausgegangen wird das Kinder keine Treiber für die Pandemie sind. Es wurde doch nie richtig getestet. Man hört immer mehr, dass auch Kinder erkranken, aber oft nicht die typischen Symptome aufweisen. Auch wenn ihr junger Körper die Erkrankung besser wegsteckt ist es nicht ausgeschlossen, dass sie andere, z. B. Erwachsene anstecken, die es dann sehr schwer trifft. Aber Lehrer und Erzieher brauchen wohl keinen Schutz. Sie sind scheinbar, laut Politik, unsterblich. Die kommen nicht auf Intensivstationen und belasten das medizinische Personal. Sie sind ja auch mitunter die Letzten die geimpft werden sollen.
    Aber wer fängt das Recht auf Betreuung und Bildung auf, wenn immer mehr Lehrer und Erzieher erkranken.??
    Es wurde doch schon vor Corona überall gespart und es gab zu wenige Lehrer und Erzieher und es wurde händeringend nach Fachpersonal gesucht. Wenn ich dann lese und höre, dass die Schulen und Kitas bestmöglich vorbereitet werden bzw. sind, kann ich nur lachen. Nichts wurde in die Wege geleitet, weder während den Sommerferien noch jetzt. Wir sind genau so weit wie im März letzten Jahres. Alles Lug und Trug. Während dem ersten Lockdown mussten wenigsten die Eltern noch einen Beweis erbringen, dass Sie systemrelvanten sind, aber jetzt wo die Infektionszahlen bis ins unendliche explodiert sind, kann man dies ja nicht mehr von den Eltern verlangen. Man kann dann nur noch an den gesunden Menschenverstand appellieren. Aber im Gegenzug sieht man ja wohin dies führt, es musste ja nicht umsonst alles geschlossen werden, da ja die Menschheit ach so vernünftig ist.

  23. …fürchterlich !!! gleiches Recht für alle Kinder unter 18 dieser Erde !!!! die einen gehen .. die anderen nicht… das virus macht vor keinem alter halt!! Sie sind das wichtigste Gut auf Erden !!! Sie gehören auch gleichermaßen geschützt!!!Jede Mutter ..weiss das in Schulen und kitas das infektionsrisiko am höchsten ist ! ist nichts neues … war nämlich schon immer so!! krätze ..läuse … flöhe .. wo verbreitet es sich denn am schnellsten ..? erkältungen und gripale infekte???
    Bis der Frühling einzieht .. wird es sich nicht bessern… auch logisch ..schon immer so gewesen… was etkältungen betrifft … da brauche ich keine Politiker … mir platzt bald die Schnurr … legt die Verantwortung in die Hände der Eltern und enthebelt endlich die Schulpflicht !!!

  24. Ich kann XY nur zustimmen.
    Ich arbeite seit 20 Jahren als Erzieherin bei einem kirchlichen Träger in Hannover/ Hildesheim. Wir haben zu Beginn der Pandemie 2 selbstgenähte Masken von unserem Arbeitgeber bekommen. Das ist der Schutz, den uns unser Arbeitgeber zukommen lässt. Ansonsten stehen wir komplett ungeschützt mit täglich 20 relevanten Kontakten in der Krippe, im Kindergarten kommt man schon mal auf 30.
    Hinzu kommt die Vertretung in anderen Gruppen. Dann ist man eben mal bei 50 relevanten Kontakten.
    Jeden Tag immer wieder aufs Neue. Unser Kultusminister Herr Tonne und unser Ministerpräsident Herr Weil, appellieren in Niedersachsen an die Vernunft und die Notwendigkeit der Eltern.
    Unsere Gruppen waren bis Weihnachten fast genau so voll wie zuvor und mit Sicherheit nicht bei jeder Familie notwendig. Da mussten noch schnell die Weihnachtsvorbereitungen getroffen werden oder es wurden ein paar Tage Urlaub ohne Kind im Schlepptau genossen.
    Das auch wir Familien haben und somit keine Möglichkeit unsere Kontakte zu beschränken, interessiert nicht.
    Und ab morgen geht es weiter.
    Wo bleibt unser Schutz? Es gibt keine andere Berufsgruppe die so ungeschützt dem allen ausgesetzt ist. Und es macht mich wütend, wie selbstverständlich und nur, weil die Wirtschaft am laufen gehalten werden soll, wir jeden Tag unser Leben aufs Spiel setzen müssen.
    Viele Länder schützen auch uns Erzieher und Pädagogen.
    Warum kann es nicht eine einheitliche Regelung geben?
    Die Lage ist für mich unfassbar!!!

    • Erzieherin,
      das ist unfassbar, ja. Erzieher haben ein vielfach erhöhtes Risiko und da sie berufsrechtlich nicht wie Beamte geschützt sind, müsste Corona als Berufskrankheit anerkannt werden. Im Grunde dürften Kitas und Kindergärten nur für wirklich systemrelevante Beschäftigte öffnen. Eine tatsächliche Notbetreuung eben. Für alle anderen muss mit den AG verhandelt werden. Bei uns (Unternehmen Bayern) wird vermutet, dass die Kitas und Schulen dicht bleiben und Eltern können schon jetzt ins Home Office oder unkompliziert Urlaub beantragen. Das ist uns lieber als Infektionen im Büro. In den Werken im EU Ausland gab es bereits mehrere tote Mitarbeiter. Das ist kein Spaß mehr und jetzt müssen alle (Familien, AG) 4 Wochen die Pobacken zusammenkneifen, um die Infektionszahlen unter 50 zu drücken. Danach kann man über Wechselunterricht reden. Aber so lange nicht klar ist, wie sich die Mutation auswirkt, wäre eine Öffnung katastrophal.
      https://twitter.com/EckerleIsabella/status/1345691355398463494?s=20

    • Ich stimme Ihnen zu 100 Prozent zu – das, was mit Erzieher*innen derzeit geschieht, ist menschenverachtend und hochfahrlässig!!!!!!!

  25. Ich stimme einer Verlängerung der Kita und Schulschließung zu. Und dies nicht erst ab Klasse 8. Ohne Sinn und Verstand!!!

    Die Kitas schließen (wir eingeschlossen) aufgrund Infektionen, in der Klasse meiner Tochter (7. Klasse) und meiner Nichte (Grundschule) sind immerwieder Coronafälle aufgetreten und die Quarantäne und Angst vor einer Infektion zerrt mehr als alle anderen Möglichkeiten.

    Die Kitas sind trotz „Schließung “ mit diesen Merkmalen der Notbetreuung weiterhin voll.

    Wir haben im Haushalt einen starken Risikopatienten und bereits einen geliebten Menschen letzten Monat mit einer Coronainfektion verloren.

    Was ist schlimmer, Schließungen und zwar strikt oder die Psyche mit dem Wissen „Schuld“ zu sein, jemanden anzustecken und zu ggf. zu verlieren?

    Meine Wut findet keine Worte!

    • Erzieherin und Mutter,
      „Meine Wut findet keine Worte.“ Doch bitte reden, schreiben oder treten Sie anders an die Öffentlichkeit. Es geht um die Gesundheit und Selbstachtung unschuldiger Menschen, die durch teils rücksichtslose und unnötige elterliche Ansprüche in kleine Räumlichkeiten zusammengedrängt werden. Wenn ich mit FidK anhöre, glaube ich nicht, dass Sie von allen Eltern Verständnis für Ihre Situation erwarten dürfen. Bitte wehren Sie sich.

  26. Alle Politiker*innen, die Erzieher*innen, Lehrer*innen und Familien jetzt noch nötigen, Präsenz zu zeigen, machen sich schuldig am Infektionsgeschehen und Tod vieler Menschen! Es ist hinreichend erforscht, dass SARS-CoV-2 alle Menschen betrifft, auch, wenn sie unterschiedlich stark auf den Erreger reagieren. Jede/r, der/die dieses negiert, blendet die fachwissenschaftliche Expertise aus.

  27. In England geht gerade die Welt unter! Inziddnz bei 1100, Dank Corona-Mutation!
    Die Kultusminister, Eltern und zuvor genannte Verbände möchten derartige Zustände auch in Deutschland hsben.
    Die Menschen sind einfach zu doof den Zusammenhang zu verstehen…..
    Schade. Ich hätte keinen Schlaf mehr mit diesem Gewissen.

  28. Ich lade gerne jeden User auf meine Intensivstation ein, um zu zusehen wie Menschen Tage oder Wochen unter grenz wertigen Umständen um Ihr Leben kämpfen, mit der tagtäglichen Angst vor dem Ersticken und ob sie es schaffen, immer mit der Ungewissheit, nach der Sedierung jemals wieder Wach zu werden.
    Kein Angehöriger, keine vertraute Person ist da, der Ihnen in den letzten Stunden beisteht, die Menschen sind beim Sterben allein und Isoliert. Und wir müssen zusehen wie das Leben zerrind, können NICHTS machen wenn das Virus den Menschen zerstört.

    Und da kommen die Leute daher, fordern aus unserer berechtigten Sicht unverständliches: Schulen wieder auf. Die Leute wissen nicht was sie mit Corona erwartet. Darum, jeder der es besser weiß, dass nächste Krankenhaus gibt bestimmt gerne einen Einblick, was Corona für ein Mördervirus ist.

    Noch !, noch ist das Virus beherrschbar. Noch, aber der bisherige Lockdown ist in der rammel Weihnachtszeit mit viel Urlaub und sehr viel Familie fast ergebnislos verpufft.

    Wir sehen uns auf Intensiv, wenn es schlimm läuft. Und ganz bestimmt, und mit viel Glück, können Sie auch irgendwann Ihre Familie, ihre vertrauten Mitmenschen wiedersehen.

    • Was ist das? Für Menschen mit Lernresistenz, mit beschrägter Fähigkeit bewusst ihre Umwelt wahrzunehmen, Mental retardiert, alles ignorierend? Bei einigen ist es wohl doch noch nicht angekommen, so das es geistig verarbeitet werden kann, dass das Virus (immer noch) unbesiegbar und tödlich ist.
      Was die neuen und zukünftigen Mutationen auf Lager haben, steht noch aus. Menschen zu Testzwecken oder zur Durchseuchung auf politischen Geheiß an einen Ort zu schicken, eine Rationelle Erklärung für das geschehen an den Schulen finde ich keine andere, ist Menschen verachtend. So etwas hier zu posten ist schon ein starkes Stück.

  29. „Wer gegen Panikmache ist“ müssten Sie ersetzen durch „Wer gegen internationale fachwissenschaftliche Expertise ist, das RKI und die Leopoldina nicht ernst nimmt und die eigene Erkrankung sowie die Erkrankung anderer durch Covid-19 fahrlässig und wissentlich in Kauf nimmt und wer mögliche Todesfolgen ausblendet oder in Kauf nimmt“.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here