Bayern beschließt Schwellenwerte für den Schulbetrieb: Notbremse gilt – meistens

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MÜNCHEN. Das bayerische Kabinett hat neue Regeln für den Schulbetrieb nach den Osterferien verabschiedet. So sollen bei einem Inzidenzwert unter 50 dann sämtliche Schulklassen in den Präsenzunterricht zurückkehren, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag in München sagte. Zwischen 50 und 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche erfolgt für alle Jahrgänge Wechselunterricht. Bei einem Wert von über 100 gilt grundsätzlich Distanzunterricht – allerdings mit Ausnahmen.

Definiert Schwellenwerte: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Foto: Bayerische Staatskanzlei

So findet in den Abschlussklassen sowie in der vierten Klasse der Grundschule und den Jahrgangsstufen 11 an Gymnasien, Fachoberschulen und Berufsoberschulen Präsenzunterricht mit Mindestabstand oder Wechselunterricht statt. In die Klassenzimmer dürfen dabei aber nur Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte, die über einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test verfügen oder in der Schule einen entsprechenden Selbsttest mit negativem Ergebnis gemacht haben. Alle anderen müssen per Distanzunterricht lernen.

Auch das an den Schulen tätige Personal soll sich mindestens zweimal wöchentlich selbst testen, auch im Fall der Notbetreuung. dpa

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4 KOMMENTARE

  1. Die bisher vernünftigste Regelung aller Bundesländer.
    Ein negativer Test vor Schulbesuch ist gut. Die Tests werden hoffentlich allen Schülern und Lehrern zur Verfügung gestellt und es wird zuhause getestet?
    Aber die Fos-en sind mit bis zu 800? Schülern gefüllt, Wechselunterricht bedeutet dort bis zu 400 Schüler an der Schule. Wer hat das entschieden? Das ist infektiologisches Harakiri!
    Dann sollte man diese Lehrer auch impfen.

  2. Wie soll das eigentlich praktisch funktionieren? Wechselunterricht unter Einbindung beider Gruppen funktioniert schlechter als reine Distanz und noch schlechter als reine Präsenz. Und was passiert, wenn nicht genügend Lehrer verfügbar sind?

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