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Muslimische Schüler: Religiöse Konflikte beschäftigen viele Lehrkräfte – und werden zugleich schnell überdeutet

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BERLIN. Debatten über Ramadan, Kopftücher, Gebete oder religiösen Druck unter Jugendlichen flammen an deutschen Schulen immer wieder auf. Lehrkräfte berichten tatsächlich von Konflikten im Zusammenhang mit Religion – zugleich warnen Forschende davor, vorschnell von Islamismus zu sprechen oder muslimische Schülerinnen und Schüler unter Generalverdacht zu stellen. Die Herausforderung hat also zwei Seiten: Schulen müssen lernen, religiös begründeten Druck konsequent zu begrenzen – ohne dabei selbst zur Stigmatisierung beizutragen.

“Kleine Gruppe”. (Symbolbild.) Foto: Shutterstock

Wenn Schülerinnen und Schüler andere unter Druck setzen, weil sie nicht fasten, kein Kopftuch tragen oder religiöse Vorschriften anders auslegen, dann geraten Schulen schnell in ein Spannungsfeld aus Pädagogik, Religionsfreiheit und gesellschaftlicher Polarisierung. Solche Debatten kochen seit Jahren immer wieder hoch – aktuell durch eine große Spiegel-Berichterstattung zum Thema, die die Probleme zwar sachlich einordnet, aber eben auch alarmistisch einleitet. Überschrift: „Gebete, Gebote, Gruppenzwang – Wenn Religion den Schulalltag dominiert“.

Die darin zitierte Erziehungswissenschaftlerin Prof. Margit Stein von der Universität Vechta beschäftigt sich seit Jahren mit religiös motivierten Konflikten im Schulalltag. Gemeinsam mit Forschenden der IU Internationalen Hochschule hat sie Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter zu ihren Wahrnehmungen befragt. Die 2025 veröffentlichte Studie ist nicht repräsentativ, wird inzwischen aber häufig zitiert. Knapp ein Drittel der Befragten berichtete darin von religiös motivierten Konflikten an Schulen. Genannt wurden Spannungen über Ramadan-Regeln, Gebetszeiten, Speisevorschriften oder religiöse Kleidung. Ein Viertel der Befragten nahm zudem islamistische Tendenzen wahr – etwa Antisemitismus, Frauen- und Queerfeindlichkeit oder demokratieablehnende Aussagen mit religiöser Begründung.

„Es ist eine kleine Gruppe, die mit ihrem Verhalten das Ansehen von vielen muslimischen Jugendlichen beschädigt“

Stein betont allerdings selbst, dass die Ergebnisse häufig verkürzt dargestellt würden. Erfasst worden sei nicht die tatsächliche Verbreitung islamistischer Einstellungen unter Schülerinnen und Schülern, sondern die Wahrnehmung pädagogischer Fachkräfte. Die meisten muslimischen Schülerinnen und Schüler seien davon nicht betroffen, sagt sie gegenüber dem Spiegel. „Es ist eine kleine Gruppe, die mit ihrem Verhalten das Ansehen von vielen muslimischen Jugendlichen beschädigt.“

Die Debatten entzünden sich häufig an recht banalen Einzelfällen. Im März dieses Jahres sorgte etwa ein Vorfall an einer Gesamtschule in Kleve für Diskussionen. Dort soll es während des Ramadan Streit zwischen fastenden und nicht fastenden Schülerinnen und Schülern gegeben haben. Fastende Kinder sollen andere aufgefordert haben, ebenfalls zu fasten, während umgekehrt provozierendes Verhalten gegenüber Fastenden geschildert wurde. Eine Lehrkraft habe beide Gruppen aufgefordert, sich voneinander wegzudrehen. Obwohl das Schulamt beteuerte, dass der Konflikt an der Schule längst beigelegt worden sei, drehte die „Bild“-Zeitung auf. „Ramadan-Streit! Schüler sollen Pausenbrot heimlich essen“, titelte sie (News4teachers berichtete).

Gerade solche Vorfälle entwickeln häufig eine Dynamik, die weit über den eigentlichen Schulkonflikt hinausgeht. Aus einem Streit unter Kindern und Jugendlichen wird schnell eine medial aufgeheizte Debatte über Islamismus, Parallelgesellschaften oder den Kontrollverlust der Schule. Margit Stein warnt vor einer solchen Zuspitzung. Die mediale Berichterstattung über religiöse Konflikte sei „sehr stark, auch affektiv aufgeladen“, sagt sie dem Spiegel. Ihre Studien belegten zwar reale Spannungen im Schulalltag – zugleich machten sie aber auch deutlich, dass Verhalten muslimischer Schülerinnen und Schüler häufig schneller als ideologisch oder radikal interpretiert werde als vergleichbare Provokationen anderer Jugendlicher.

Bereits 2024 hatte Stein in einem auf News4teachers veröffentlichten Interview erklärt, ihre Forschung zeige „die Tendenz, verschiedenartige Verhaltensweisen und Aktivitäten der Schülerinnen – oftmals mit religiösem Hintergrund – schnell als Anzeichen islamistischer Radikalisierung zu interpretieren“. Dies könne darauf hindeuten, „dass provokantes Verhalten von muslimischen Schülerinnen stärker problematisiert wird als gleiches Verhalten von nicht-muslimischen Schüler*innen“.

Auch der ebenfalls an der Studie beteiligte Sozialwissenschaftler Prof. Mehmet Kart warnte damals vor vorschnellen Zuschreibungen. Die „mutmaßliche Tendenz zur einseitigen Wahrnehmung“ könne „zu einer ungerechten Stigmatisierung muslimischer Schüler*innen führen“. Das beeinträchtige nicht nur deren Selbstverständnis, sondern auch das schulische Zusammenleben.

„Jede Form von Mobbing, ob religiös motiviert oder aus welchen Gründen auch immer, muss natürlich von Seiten der Lehrkräfte pädagogisch unterbunden werden“

Stein macht zugleich deutlich, dass es sich bei solchen Fällen pädagogisch zunächst um eine Form von Mobbing und sozialem Druck handele – unabhängig von der religiösen Begründung. „Jede Form von Mobbing, ob religiös motiviert oder aus welchen Gründen auch immer, muss natürlich von Seiten der Lehrkräfte pädagogisch unterbunden werden“, sagte sie in einem Interview mit dem ZDF. Entscheidend sei nicht die religiöse Überzeugung einzelner Schülerinnen oder Schüler, sondern die Freiheit anderer.

Gerade dabei fühlen sich viele Lehrkräfte offenbar unsicher. In den Befragungen berichteten viele Pädagoginnen und Pädagogen, sie seien auf religiös aufgeladene Konflikte kaum vorbereitet worden. Ältere Lehrkräfte hätten entsprechende Themen weder im Studium noch in Fortbildungen behandelt. „Wir sind da schon ziemlich alleingelassen“, zitiert Stein Aussagen aus ihrer Forschung.

Hinzu kommt ein weiterer Befund: Muslimische Lehrkräfte nehmen solche Konflikte laut Studie häufiger wahr als nichtmuslimische Kolleginnen und Kollegen. Die Forschenden führen das unter anderem darauf zurück, dass diese Lehrkräfte oft als Ansprechpartner hinzugezogen würden oder für die Problematik stärker sensibilisiert seien.

Zugleich verweisen die Forschenden darauf, dass viele der beschriebenen Auseinandersetzungen innerhalb muslimischer Gruppen stattfinden. In den Studien ist von Konflikten zwischen stärker und weniger religiös lebenden Jugendlichen die Rede, von Streit über Kopftücher, Fastengebote oder unterschiedliche Glaubensauslegungen. Stein spricht ausdrücklich auch von intrareligiösen Konflikten. In der öffentlichen Debatte erscheinen solche Konflikte dagegen häufig als grundsätzlicher Gegensatz zwischen muslimischen und nichtmuslimischen Schülerinnen und Schülern.

Die gesellschaftliche Polarisierung verstärkt solche Spannungen offenbar zusätzlich. Internationale Krisen und Kriege wirkten bis in Schulen hinein, sagt Stein. Gleichzeitig nehme die religiöse Vielfalt an Schulen zu. Damit steigen auch die Anforderungen an Lehrkräfte und Schulleitungen.

Die Forschungslage spricht deshalb weder für Entwarnung noch für Alarmismus. Dass Lehrkräfte religiös motivierte Konflikte häufiger wahrnehmen, ist ein relevanter Befund. Ebenso relevant ist aber die Frage, wie solche Konflikte interpretiert werden – und wie schnell aus problematischem Verhalten einzelner Schülerinnen und Schüler pauschale Verdachtsmomente gegenüber muslimischen Jugendlichen entstehen.

Stein und Kart fordern deshalb seit Jahren mehr Fortbildungen, bessere Informationen über Beratungsstellen und eine stärkere Verankerung von Themen wie religiöse Vielfalt, Antidiskriminierung und Radikalisierungsprävention in der Lehrkräftebildung. Schulen müssten lernen, religiös begründeten Druck konsequent zu begrenzen, ohne dabei selbst zur gesellschaftlichen Zuspitzung beizutragen. Genau daran entscheidet sich inzwischen nicht nur der Umgang mit Religion an Schulen – sondern auch die Frage, ob Schule als gemeinsamer sozialer Raum funktioniert. News4teachers / mit Material der dpa

Hier geht es zu allen Beiträgen des News4teachers-Themenmonats „Gesunde Schule“. 

Interview: Warum Wohlbefinden so wichtig fürs Lernen ist – wissenschaftlich belegt

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91 Kommentare
unfassbar
22 Tage zuvor

Wie passt der Inhalt des Artikels zu einer Umfrage aus Niedersachsen:

Scharia wichtiger als Grundgesetz | hpd

Zitat: 67,8 Prozent der befragten muslimischen Schüler bestätigen die Aussage, dass “die Regeln des Koran wichtiger sind als die Gesetze in Deutschland.” 

Die Stichprobe ist zugegebenermaßen nur sehr klein (308 muslimische Schüler von 8539 befragten Schülern), jedoch halte ich den Anteil, der die Scharia befürwortet, für so hoch, dass sich eine gesonderte Untersuchung anbieten würde.

Rüdiger Vehrenkamp
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Mein muslimisches Klientel sieht es leider oft anders als das seriöse Kinderlexikon. Für viele steht die Scharia für eine klare, an den Koran angelehnte Gesetzgebung, die von Friedensrichtern innerhalb der Communitys gewahrt wird. Von einigen strafrelevanten Konflikten bekommt unsere Justiz überhaupt nichts mit.

Ihr Vergleich mit streng gläubigen Katholiken wirkt arg bemüht, denn mir ist deutschlandweit kein Stadtteil bekannt, in dem Katholiken versuchen, eine Gesetzgebung außerhalb unseres Rechtssystems durchzudrücken.

dickebank
22 Tage zuvor

Ich sach nur Schwangerschaftsabbruch.

Susanne M.
20 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich würde die Islamisten eher mit den radikalen Evangelikalen in USA vergleichen.

Indra Rupp
12 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Islamisten sind rechtsextrem, genau wie unsere Rechtsextremen und haben viel gemeinsam :
Familienbild
Wunsch nach Autorität
Wunsch nach einem Führer
Angst vor Starken

Aber das Gute am Bösen ist ja, dass es sich selbst frißt, symbolisch gemeint. So werden die beiden kein Liebespaar, gut für uns, weil sie sich gegenseitig nicht die Butter auf dem Brot gönnen. Sie bleiben Erzfeinde, denn sie können Leute nicht ausstehen, die wie sie selber sind.
Aber sie mögen Tiere und Fußgänger, weil die ihnen nicht den Rang streitig machen können.
Im Gegensatz zu Rad-und Rollerfahrer, die auch noch auf die Straße dürfen und dort Rechte haben und dann als Schwächere noch in Schutz genommen werden. Das sind alles “linksgrüne Klimapropheten”.
Mit Menschen mit Behinderung hätten die auch kein Problem, wenn die weggesperrt und nichts kosten würden. Dann wären das auch einfach Leute, die einen nichts nehmen und nicht den Rang streitig machen könnten. Und man wäre sicher, dass man nicht selbst auf der untersten Stufe steht. Aber nein, die brauchen ja Räume, Stühle, Lehrer,… und bekommen womöglich noch einen Nachteilsausgleich..

Ich lese schon gerne mal im Weltforum für Gesellschaftspsychologische Erkenntnisse. Es ist eigentlich alles ganz simpel.

Rainer Zufall
19 Tage zuvor
Antwortet  ed840

“Wenn Sie schon auf den Spiegel verweisen, warum dann nicht auch auf den Artikel vom 14.05.2026? Der würde ja zum Thema passen.” (https://www.news4teachers.de/2026/05/muslimische-schueler-religioese-konflikte-beschaeftigen-viele-lehrkraefte-und-werden-zugleich-schnell-ueberdeutet/#comment-806284)
Oder zumindest erst den obigen Artikel lesen, DER sich auf denselben Spiegel-Artikel bezieht? 😛

Was haben Sie denn aus dem Spiegel-Artikel für sich herausgenommen, was Sie im n4t-Artikel vermissen?
Oder wollten Sie nur darauf hinweisen, dass es den Artikel, den n4t aufgreift, tatsächlich gibt?

ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Was haben Sie denn aus dem Spiegel-Artikel für sich herausgenommen, was Sie im n4t-Artikel vermissen?

Zum Beispiel was Lehrkräfte droht, die es wagen solchen SuS entgegenzutreten oder warum sich Lehrkräfte scheuen in der Öffentlichkeit über solche Vorfälle zu sprechen.

Rainer Zufall
18 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Oha! Was war das laut Spiegel-Artikel?

ed840
17 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Warum frage Sie? Haben Sie ihn etwa gar nicht gelesen?

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Doch, wie Sie selber gelesen haben
(https://www.news4teachers.de/2026/05/muslimische-schueler-religioese-konflikte-beschaeftigen-viele-lehrkraefte-und-werden-zugleich-schnell-ueberdeutet/#comment-806263).

Ich schrieb meine Gedanken dazu und sehe da nichts. Also? Was droht es den Lehrkräften, “die es wagen solchen SuS entgegenzutreten oder warum sich Lehrkräfte scheuen in der Öffentlichkeit über solche Vorfälle zu sprechen.” laut Spiegel-Artikel?
Oder hauen Sie faustdicke Lügen um sich, in der Hoffung, diese hinter einer Bezahlschranke verstecken zu können?

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Achja, zur Erinnerung; Sie übersahen, der Redaktion zu antworten, auf welche Quellen Sie sich beziehen 😉

Walter Hasenbrot
22 Tage zuvor

Die katholische (und evangelische) Kirche muss nicht versuchen, ihre Vorstellungen in der Gesetzgebung durchzudrücken, weil sie seit Bestehen der Bundesrepublik maßgeblich an der Gesetzgebung beteiligt ist.

Wir haben zwei Parteien mit einem C in Deutschland, die seit Gründug der Bundesrepublik fast durchgängig an der Regierung waren.

In Fragen der Sterbehilfe, Schwagerschftsabbruch, Forschung an Embryonnen, Fortpflanzungmedizin hat sich die kirchliche Sicht in vilen Fällen durchgesetzt.

Die Ehe für alle musste gegen die katholische Kirche und große Teile der CDU /CSU durchgesetzt werden.

Bis heute haben die Krichen ihr eigenes Arbeitsrecht. Jahrzehntelang hat die Selbstverwaltung der Kirchen dazu geführt, dass Straftaten wie Kindesmissbrauch systematisch vertuscht wurden.

Rainer Zufall
21 Tage zuvor

“Mein muslimisches Klientel sieht es leider oft anders als das seriöse Kinderlexikon.”
Ich schätze, darum arbeiten Sie ja mit denen…

“Ihr Vergleich mit streng gläubigen Katholiken wirkt arg bemüht […]”
Dann nehmen Sie stattdessen Freikirchen und andere kleine Gruppen, welche die Bibel z.T. wortwörtlich nehmen – aber die Gesamtheit nicht repräsentieren 😉

ed840
21 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wie hoch ist bei denen der Prozentsatz, die sich statt freiheitlich demokratischer Grundordnung ein Kalifat wünschen?

Rainer Zufall
21 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Bei Christ*innen, welche die Bibel wortwörtlich auslegen?
Ich würde annehmen, nicht zufriedenstellend besser…
https://www.spiegel.de/ausland/amerika-250-donald-trump-laedt-zum-massengebet-nach-washington-a-ff691622-4dbd-45de-90e8-27b18ee4844d
Bei den Rechtsexremen dürfte es prozentual nicht besser aussehen :/

Naja, vielleicht wollen wir dieabezüglich den Artikel aufgreifen, dass solches Verhalten Angelegenheit der Schule ist und – egal aus welcher Richtung – nicht stehengelassen werden kann

ed840
21 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Nein, bei Stichproberhebung unter SuS in DE, so wie bei der Befragung des Kriminologische Forschungsinstituts Niedersachsen.

Rainer Zufall
20 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Da habe ich nicht nachgefragt. Sie meinen, die fallen besser aus?

Rainer Zufall
18 Tage zuvor
Antwortet  ed840
ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Bringen Sie einfach mal konkrete Zahlen aus empirischen Umfragen.

Also entweder aus allgemeinen Befragungen von SuS, so wie beim Kriminologische Forschungsinstituts Niedersachsen oder wie hoch die jeweiligen Anteile bei Umfragen in der Gesamtbevölkerung sind usw. usw. .

Rainer Zufall
18 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Also doch nicht den Spiegel-Artikel, den SIE selbst anführten?

Indra Rupp
12 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Muslimische Mitschüler meines Sohnes aus seiner ehemaligen Oberschulklasse hatten sich in einem Klassengesprächskreis beklagt, dass sie immer Vorurteile aushalten müssten, sie seien lgbti*feindlich. Zugleich meinten manche, sie dürften an lgbti*Infotagen nicht teilnehmen. Würde sagen, die sind etwas hin und her gerissen. “Extrem” bei uns im Dorf eher nicht. Da braucht es, denke ich, Großstadt-Brandherde.

Sepp
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Fragen Sie mal gläubige Katholiken, was für sie wichtiger ist: die Bibel oder das Grundgesetz – Sie würden keine andere Antwort bekommen.

Selbst wenn die Bibel für jemanden “wichtiger ist”, also einen höheren “persönlichen und spirituellen Wert” hat, bedeutet es ja nicht, dass man sich daher nicht an das Grundgesetz halten würde.

Wann haben sich das letzte Mal “gläubige Katholiken” bspw. an Exodus 21 gehalten und ein Kind, welches Mutter oder Vater schlägt oder verflucht, getötet?

Ich kenne auch keinen “gläubigen Katholiken”, der forderte, dass man die “Ehrlich Brothers” töten müsse, da man ja Zauberer nicht im Leben lassen dürfe (5. Mose, 18).

Im Gegensatz dazu hatte ich bspw. schon einen muslimischen Schüler, der kein Problem darin gesehen hat, einen Mitschüler zu verprügeln, weil dieser “die Religion” beleidigt hätte.
Ebenso hatten wir eine (tatsächlich islamistisch indoktrinierte) Schülerin, die ihre muslimischen Mitschülerinnen fertig gemacht hat, weil diese ihr nicht streng genug im Glauben waren, die Lehrerinnen als “Schlampen” beleidigt hat usw.

Wie im Artikel richtig benannt, sind die überwiegend unauffälligen Muslime auch gar kein Problem. Problematisch sind die wenigen, sehr radikal und islamistisch auftretenden Schüler, die dann ein schlechtes Licht auf alle anderen werfen.

Teacher Andi
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wenn der Grund der Prügelei die ” Beleidigung der Religion” ist, dann wohl schon.
Das Problem ist doch, dass etliche eingewanderten Muslime an einer verkrusteten Auslegung der Religion festhalten, die nun so gar nicht in neuzeitliche Verhältnisse passen. Und es sind die Eltern, die das so an ihre Kinder weitergeben, man sollte mal eher mit denen ein Gespräch führen. Religionsfreiheit wird da manchmal falsch verstanden, denn dies sollte auch voraussetzen, das man das religiöse oder nichtreligiöse Verhalten anderer akzeptiert und toleriert, aber allein schon der Ausdruck “Ungläubige” sagt uns was anderes. Muslime, die hier geboren sind, werden diese starre Haltung nicht ablegen, wenn es die Eltern nicht versuchen.
Hier wird wieder ein Arbeitsfeld aufgemacht, um dieses Problem pädagogisch zu lösen, d.h. die Schulen sind wieder gefordert. Seltsam nur, dass wir mit den ganzen anderen Religionen, abgesehen vom Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern, diese Probleme nicht haben, und das ist es, was alarmieren muss. Schule und Lehrer spielen schon in allen Bereichen die Feuerwehr, weil es keine konsequenten Richtlinien und Maßnahmen von Seiten der Regierung gibt, und wenn, werden sie nicht durchgesetzt. Religion gehört eigentlich nicht an die Schulen, da Privatsache. Aber ich befürchte, wir müssen gewisse Religionsströmungen beobachten und in Schach halten, da unkontrolliert eine ungute Entwicklung auf uns zukommen könnte (Dasselbe gilt natürlich auch für gewisse politische Richtungen, bevor hier jetzt wieder die Unkenrufe erklingen). In Religionen steckte früher sehr viel Aggressivität, und manche können das bis heute noch nicht ablegen, selbst in einem Land, das sie sich ausgesucht haben, in dem eine andere Religion vorherrscht, aber mehr im Hintergrund, wo sie hingehört.

Hans Malz
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Und was macht das jetzt besser? Whataboutism?

Hans Malz
21 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wir haben mehrere Probleme, die sich nicht auf eine Bevölkerungsgruppe abschieben lassen. Genau da liegt ja das Problem. Das eine machen ohne das andere zu lassen.

Rainer Zufall
21 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

“In der Praxis, sagt Brennecke, könnten Lehrkräfte vieles mit der gewohnten pädagogischen Brille betrachten. Mobbing bleibe Mobbing, egal ob es religiös begründet werde oder anders.”
https://www.spiegel.de/panorama/bildung/religioese-konflikte-im-klassenzimmer-gebete-gebote-gruppenzwang-a-57bfc562-69a6-436b-abf1-b895ea93d209

BrandenburgerLehrer
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ohne Hufeisen nichts los. Meine Erfahrungen aus Berlin nach 12 Jahren, ein Großteil ist durch einen Erziehung geprägt, die Religion hoch ansetzt. Eine kritische Reflexion gibt es nicht. Alles Andersartigkeit wirkt komisch und unnatürlich. Es wird dogmatisch und fanatisch. Und dann gibt es die wenigen mit Ahnung, die nutzen den Glauben der Anderen für ihre Zwecke und radikalisieren diese. Es ist wie mit der AfD. Weniger manipulieren Viele und ziehen eine Profit daraus. Der Islam ist nicht das Problem. Es sind die Menschen, die ohne Sinn und Verstand Glauben und benutzt werden. Die Kinder in den Schulen sind nur die für uns sichtbaren.

potschemutschka
21 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Vielleicht sollte der Geschichtsunterricht in den Schulen, zur Stärkung der Demokratie und zur Prävention von religiösem Extremismus/ Rassismus/ Antisemitismus … doch mehr auch die früheren Glaubenskriege thematisieren?
Religions- und Glaubenskriege – DemokratieWEBstatt.at
Wenn man sich nur auf die Zeit des Nationalsozialismus konzentriert, greift das MMn. zu kurz.

potschemutschka
21 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

“Unsere These – je mehr Sie ausholen, desto weniger kommt an.”
Tscha, das liegt dann wohl an der begrenzten Aufmerksamkeitsspanne der heutigen Schüler. 🙂
In meiner Lehrerausbildung lernte ich noch, je besser Wissen verknüpft wird (fächerübergreifende Zusammenhänge und Co.), desto besser der Lernerfolg und das Verständnis für Sachverhalte.
Und auch wenn manches (Schul)Wissen im Laufe des Lebens verschüttet geht, kann man das bei Bedarf wieder reaktivieren. Mit nicht vorhandenem Wissen geht das schlecht.

Susanne M.
20 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich bin mir da gar nicht so sicher, ob immer alles einen lebensnahen Bezug haben muss. Wir verwechseln Anwendbarkeit mit Lebenswelt. Warum tauchen Schüler denn oft in akribisch ausgemalte Phantasiewelten ab, die nichts mit ihrer Realität zu tun haben: Serien, Spiele etc.?

Rainer Zufall
21 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

“Tscha, das liegt dann wohl an der begrenzten Aufmerksamkeitsspanne der heutigen Schüler. ”
Ach die Schüler*innen sind schuld – so einfach kann es sein…

Aber hey, wenn Sie zumindest künftig nicht mehr die Abschaffung von Religionsunterricht fordern, sondern diesen an dessen Auftrag hochhalten, die Religion mit dem Demokratischen Miteinander in Einklang zu bringen, freue ich mich darüber

Mika BB
21 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„Unsere These – je mehr Sie ausholen, desto weniger kommt an.“

Wann wird aus verkürzter Darstellung falsche Darstellung? Wann wird durch Weglassen des Kontextes (und damit fehlender Einordnung) falsche Darstellung?

Ich kenne derzeit nur EINE offen agierende Partei, welche Geschichte gern auf „relevante Inhalte“ reduzieren möchte. Und Sie ordnen sich ebenfalls im Bereich: Reduzierung auf „relevante Inhalte“ ein? Echt jetzt? Relevant in wessen Sinne?

Rainer Zufall
21 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

“Wenn man sich nur auf die Zeit des Nationalsozialismus konzentriert, greift das MMn. zu kurz.”
Zustimmung, vor allem greift dies zu spät.

Empathie, Mitgefühl, Toleranz und Respekt müssen früher in der Schule thematisiert und vorgelebt werden, bei auffälligen Schüler*innen auch und gerade durch das Setzen von Grenzen – aber für manche ist das leider nur “Blabla”, welches nicht an den Bildungsort Schule gehör 🙁

DerechteNorden
21 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wann geht es bei Religion eigentlich überhaupt um Religion, könnte man auch fragen. Nicht wenigen geht es nur darum:
Sich über andere versuchen zu erheben und Macht auszuüben.
Diesen Machtmissbrauch kann man in unserem Land aber leider ganz prima mit Religion ausüben, wenn man es will. Der Unterschied zum Rechtsextremismus ist lediglich, dass sie das Label “Menschenrecht” trägt und es somit viel schwieriger ist, ihren Auswüchsen beizukommen, denn man diskutiert dann über “freie Religionsausübung” anstatt – völlig zurecht – über “Menschenrechtsverletzung” wie bei der “Ausübung” von Rechtsextremismus.

Mich stört die Verharmlosung beider Extremismen durch die ständige Gleichsetzung. Sobald in gewissen Kreisen der eine kritisiert wird, wartet die andere Seite mit “aber -mus ist doch genauso schlimm” auf.
So kommt man Problemen nicht bei.

In dieser Angelegenheit finde ich es besonders schwierig, weil die große Mehrheit der muslimischen Schüler*innen ungeschützt ist, wenn das Problem versucht wird kleinzureden.

Rainer Zufall
21 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

“Nicht wenigen geht es nur darum:
Sich über andere versuchen zu erheben und Macht auszuüben.”
Dann sollten wir vielleicht weniger den Blick auf Religion richten, sondern auf die individuellen, wenigen Täte*innen…

“In der Praxis, sagt Brennecke, könnten Lehrkräfte vieles mit der gewohnten pädagogischen Brille betrachten. Mobbing bleibe Mobbing, egal ob es religiös begründet werde oder anders.”
https://www.spiegel.de/panorama/bildung/religioese-konflikte-im-klassenzimmer-gebete-gebote-gruppenzwang-a-57bfc562-69a6-436b-abf1-b895ea93d209

Rainer Zufall
21 Tage zuvor
Antwortet  Sepp

“Im Gegensatz dazu hatte ich bspw. schon einen muslimischen Schüler, der kein Problem darin gesehen hat, einen Mitschüler zu verprügeln, weil dieser “die Religion” beleidigt hätte.”
Wie? Nicht, weil der anders aussah? (augenroll)

Naja abwarten, vielleicht schwurbelt der Schüler sich ja noch Unsinn zusammen, dass er Angst vor einem great replacemenr habe und alle seitens (Glauben des Opfers einfügen) Verbrecher wären.
Die Täter-Opfer-Umkehr würde ja ganz gut an deutsche Schulen passen -___-

Opossum
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ist es nicht so, dass das Deustche GG sich stark auf christliche Werte stützt und nicht so viele Konflikte mit Christentum hat, wie Scharia? Besonders in Gleichberechtigung, Ehe, Religionsfreihei usw.

Rainer Zufall
21 Tage zuvor
Antwortet  Opossum

Schauen Sie mal in Berlin beim Jüdischen Museum oder den dortigen Gedenkstätten vorbei, dann sehen Sie “Deutschen” bzw. die “christlichen Werte”.
Mag ne entspannte Ausweichdiskussion sein, aber mehr als das ist es auch nicht

Mika BB
21 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie meinen, die Mehrheit deutscher gläubiger Katholiken würden die Gesetze der Bibel über die Gesetze Deutschlands stellen? Das ist ne steile These, haben Sie dafür irgendwelche Belege?

Mika BB
20 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das Grundgesetz, welches Sie erwähnten, enthält nur Regeln, keine Gesetze? Ist mir jetzt neu…

Indra Rupp
12 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

Ich denke, dass ist nicht nötig, weil viele Gesetzte auf Interpretation der Bibel zurück führen? Oder?

Englischlehrerin
21 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Entschuldigung, was für ein Blödsinn!! Unser Grundgesetz basiert auf dem christlichen Glauben: Du sollst nicht morden, nicht falsche Behauptungen aufstellen, nicht stehlen usw. Wie können Sie ernsthaft den Vergleich zur Scharia ziehen?!? Ich kann mir nicht vorstellen dass Christen sagen, die Bibel sei wichtiger als das Grundgesetz, weil da gar kein Widerspruch besteht. Bei der Scharia aber schon! Laut Scharia gibt es Gründe einen Menschen umzubringen. In der Bibel nicht. Ich verwehre mich gegen solche Falschaussagen und wundere mich, dass Ihre Redaktion nicht besser informiert ist.

Steißtrommler
21 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Im Christentum wurde das Alte Testament als Orientierungsrahmen allerdings durch das Neue Testament abgelöst.
Auch im Judentum gilt es nicht wörtlich, sonst müssten regelmäßig viele Nutztiere die Altäre beheizen!

Schotti
20 Tage zuvor
Antwortet  Steißtrommler

Die Bibel ist generell von Menschen geschrieben worden und dementsprechend wird sie nicht wörtlich ausgelegt, weil Menschen natürlich Fehler machen. Einzige Ausnahme bildet der Dekalog. Das ist gängiger Konsens in allen großen christlichen Strömungen auf der Welt. Der Koran gilt dagegen als exaktes Wort Gottes, diktiert und niedergeschrieben. Das ist ein gravierender Unterschied. Was jeder Muslim jedoch daraus macht, ist natürlich individuell verschieden.

Rainer Zufall
21 Tage zuvor
Antwortet  Englischlehrerin

“Unser Grundgesetz basiert auf dem christlichen Glauben: Du sollst nicht morden, nicht falsche Behauptungen aufstellen, nicht stehlen usw.”
Gut das Sie “christlich” schrieben, sonst hätte man diese Regeln mit denen aller anderen Religionen verwechseln können 😉

“Ich kann mir nicht vorstellen dass Christen sagen, die Bibel sei wichtiger als das Grundgesetz, weil da gar kein Widerspruch besteht.”
https://www.zdfheute.de/politik/ausland/papst-leo-homosexualitaet-segnung-absage-100.html

https://www.spiegel.de/ausland/abtreibung-papst-leo-xiv-nennt-schwangerschaftsabbrueche-zerstoerer-des-friedens-a-5670378f-6175-460f-8411-34b056f2d913

https://www.welt.de/politik/deutschland/article249950366/Kindes-Missbrauch-Evangelische-Kirche-kann-nicht-laenger-Selbstbild-der-besseren-Kirche-aufrechterhalten.html

https://www.spiegel.de/ausland/amerika-250-donald-trump-laedt-zum-massengebet-nach-washington-a-ff691622-4dbd-45de-90e8-27b18ee4844d

KÖNNTE es sein, dass der Islam da eine angenehme Ausweichdiskussion zum Ignorieren und Besserfühlen anbietet? 🙂

(um das Forum nicht zu springen, lasse ich die Scheußlichkeiten mancher nicht-religiösen Bewegungen und Parteien aus – fast so, als wären alle am Ende nur sehr ähnliche Menschen….)

Indra Rupp
12 Tage zuvor
Antwortet  Englischlehrerin

Was ich ja in Klasse 5 so richtig doof fand :
Diese Geschichte von dem Vater, der seine Gottesgläubigkeit beweist, indem er seinen Sohn opfern will und dann im letzten Moment von Gott gestoppt und gelobt wird, dass er so gläubig war.
Ich dachte da, hätte Gott ihm nicht einen Tritt in den Allerwertesten geben müssen, dafür, dass er so blöd war, seinen Sohn opfern zu wollen, nur um Gott was zu beweisen?
Naja, ich war eine stille Schülerin, hatte mir meinen Teil gedacht und gut wars.

Hano Nym
20 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich gebe ihnen da teilweise recht, jedoch gehört auch zur Warheit, dass es wohl keine Katholiken gibt, die möchten, dass die Bibel das Grundgesetz ablöst. Bei der Scharia sieht es da schon anders aus, siehe Demos in Köln, Berlin etc.

Rainer Zufall
20 Tage zuvor
Antwortet  Hano Nym

Volle Zustimmung. Moderate Muslims forden wohl kein Kalifat/ Scharia und vergleichen sich möglicherweise eher mit (gemäßigten) Katholiken?
Aber ja, wie bei Rechtsextremen oder Queerdenker*innen ergibt sich auch hier eine Aufgabe für die Schulen, solchen Einstellungen zu begegnen, Opfer zu schützen, Angebote zu machen und ein besseres Miteinander vorzuleben

Indra Rupp
12 Tage zuvor
Antwortet  Hano Nym

Unsere Reichsbürger dagegen meinen, es gäbe gar kein gültiges Gesetz…
Nicht falsch verstehen, die Islamisten sind genauso doof wie alle anderen Rechtsextremen auch.

Rainer Zufall
21 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Oweh! Da ergibt sich ja nahezu ein Auftrag an die Schulen, Demokratie- und Wertebildung zu betreiben!
Würde sich ja mit den rechtsextremen Schülee*innen ergänzen, welche ebenfalls gegen ein demokratisches System sprechen…

Wir will da nich ernsthaft behaupten, die Schulen ginge sowas nichts an, geschweige dass Religion als Privatangelegenheit aus dem schulischen Raum in die Freizeit verlegt werden sollte?

Indra Rupp
12 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Mein Ex-Nachbar sagt, seine Regierung sei “da oben” und zeigt gen Himmel. Ist dasselbe.

Schotti
22 Tage zuvor

Es ist nicht Aufgabe der Schulen oder der Lehrkräfte, zu erlernen, wie man mit muslimischen Druck umgehen sollte. Das ist eindeutig die Aufgabe der Länder. Die Länder müssen klare Gesetze dazu erlassen, in denen genau aufgeführt ist, was in der Schule erlaubt ist und was nicht erlaubt ist. Dazu natürlich die passende Liste mit den Sanktionen für Verstöße. Dabei sollten Eltern bei den Sanktionen immer mit belangt werden, denn sie haben die Pflicht, ihre Kinder zur Einhaltung der Regeln zu erziehen.

GBS-Mensch
22 Tage zuvor

Wir haben einmal eine Exkursion in eine Moschee durchgeführt und der Imam erklärte dann, was so alles Haram ist und sich für einen aufrechten Moslem nicht geziemt unter anderem andere Menschen zu beleidigen.

Da schlackerten insbesondere bei den muslimischen Jungens doch so ein paar Ohren.

Vielleicht sollte man si etwas häufiger machen.

Rainer Zufall
20 Tage zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

Volle Zustimmung. Religionsausübung in einer freien, toleranten Gesellschaft muss geübt und u.a. durch Schulen sichergestellt werden

Indra Rupp
12 Tage zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

In Osnabrück gibt es so eine Tradition bei den Muslimen. Sie räumen am Neujahrsmorgen den ganzen Silvesterböllerdreck auf. Das ist freiwillig und geht von einem Iman und seiner Gemeinde aus. Sie wollen damit ihre Nächstenliebe zu den restlichen Osnabrücker Bürgern ausdrücken.
Also, dass sie uns unser Feiern gönnen und unsere Tradition ehren und sich auf diese Art beteiligen. Es ist nicht so gemeint, dass sie das ablehnen und deshalb aufräumen, dass wäre fehlinterpretiert! Da berichtet die Noz jährlich drüber,mitkriegen täte das sonst kaum einer, weil die um 6 Uhr morgens unterwegs sind, auch viele Schüler.

TheTeacher
22 Tage zuvor

Der Grundgedanke des Artikels ist richtig: Pauschalisierungen gegenüber muslimischen Schülerinnen und Schülern sind falsch und pädagogisch gefährlich. Die meisten muslimischen Jugendlichen sind nicht das Problem, und nicht jedes religiös geprägte Verhalten ist ein Zeichen von Islamismus. Nicht „die Muslime“ sind das Problem, sondern konkrete Formen von religiösem Druck, Abwertung und Einschüchterung.

Gerade deshalb müssen reale Probleme aber klar benannt werden. Wenn Schülerinnen und Schüler andere unter Druck setzen, weil sie nicht fasten, kein Kopftuch tragen, weniger streng religiös leben oder angeblich „die Religion beleidigen“, geht es um Mobbing, Einschüchterung und die Freiheit anderer. Auch unterschwellige Abwertungen gehören dazu, etwa Schwulenfeindlichkeit oder allgemein Queerfeindlichkeit. Problematisch wird es dort, wo Menschen religiös begründet abgewertet, ausgegrenzt oder unter Druck gesetzt werden.

Die richtige Linie ist aus meiner Sicht weder Alarmismus noch Verharmlosung: kein Generalverdacht gegenüber muslimischen Schülerinnen und Schülern, aber auch kein Kleinreden von religiösem Druck, demokratiefeindlichen Aussagen, Queerfeindlichkeit oder Gewaltlegitimation.

Schulen können reagieren und haben die Aufgabe, Betroffene zu schützen und diejenigen, die Druck ausüben oder abwerten, konsequent in die Verantwortung zu nehmen. Klare Leitlinien, Fortbildungen, Personal, Beratungsstrukturen und Rechtssicherheit müssen aber von der Politik kommen. Schulen und Lehrkräfte dürfen damit nicht allein gelassen werden.

Demokratische Parteien müssen solche Themen aufnehmen und offen ansprechen. Sonst überlassen sie das Feld denen, die pauschalisieren und spalten wollen, insbesondere der AfD.

Rainer Zufall
21 Tage zuvor

Im Spiegelartikel kommen auch Schüler*innen und Schulleitungen zu Wort sowie Lehrkräfte mit ihren Erfahrungen, wo streng religiöse Schüler die Klassengemeinschaft herausfordern – sehr lesenswert!
Ein Zitat welches ich daraus mitgeben wäre: “In der Praxis, sagt Brennecke, könnten Lehrkräfte vieles mit der gewohnten pädagogischen Brille betrachten. Mobbing bleibe Mobbing, egal ob es religiös begründet werde oder anders.”

Aber wer würde das schon ernsthaft auf Religion verkürzen…
https://www.news4teachers.de/2026/02/ramadan-theologe-khorchide-warnt-vor-wachsendem-fastendruck-an-schulen/

ed840
21 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wenn Sie schon auf den Spiegel verweisen, warum dann nicht auch auf den Artikel vom 14.05.2026? Der würde ja zum Thema passen.

Rainer Zufall
21 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Auch wenn Sie das anders sehen, der Link zum Spiegel-Artikel, auf den IN DIESEM ARTIKEL hingewiesen wird, passt durchaus 😉

Wenn Ihre Quellen noch einen Link ausspucken, schaue ich mir den gerne an.
Was möchten Sie zum Thema ergänzen?

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Hio, was wollten Sie ergänzen?
Was versäumte ich zu erwähnen?
Obacht! Ich kann den Artikel lesen, daher wäre ich um konkrete Zitate dankbar 😉

Hans Malz
21 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

“…Mobbing bleibe Mobbing, egal ob es religiös begründet werde oder anders.”

Hmm, also rechtsextrem zum Beispiel?

Rainer Zufall
21 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

In der praktischen Umsetung vor Ort: Grenzen ziehen, Opfer schützen, Konsequenzen und nachhaltige Arbeit mit Täter*innen, vor allem Prävention, um Opfer zu vermeiden.

Sei können nicht bei jedem Kind den selben Text abspielen, falls Sie das hofften, aber meinen Sie sonst? Sind alle Schulen rechtsextrem und nicht mehr zu retten, weil es da leidenschaftliche Taucher gibt, die aus Gedenkstätten grüßen wollen?
Es ist NICHT DIE MEHRHEIT. 🙂
“Es gehe darum, ob und welche Konflikte Lehrkräfte wahrnähmen, nicht, wie viele Schülerinnen und Schüler in Konflikte verwickelt seien. Die meisten muslimischen Schülerinnen und Schüler seien davon nicht betroffen. »Es ist eine kleine Gruppe, die mit ihrem Verhalten das Ansehen von vielen muslimischen Jugendlichen beschädigt.«”

Hans Malz
21 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Es ist bei beidem (zum Glück) nicht die Mehrheit. Aber eine Minderheit, der wir entgegenwirken müssen.

unfassbar
21 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Richtig. Und diese Minderheit muss offen kritisiert werden dürfen, ohne dass eine andere Gruppe daraus gleich den ismus-Topf aufmacht.

Rainer Zufall
20 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Ja, verurteilen Sie gerne Rechts- und Linksextremismus, Islamismus, Antifeminismus, Rassismus oder Antisemitismus.

Menschen als “Islamisten” zu brandmarken, weil sie religiös sind oder bspw. in Deutschland Geborene als “Nazis” zu betiteln, ist von Grund auf überzogen und falsch.
Es ist die Tat zu beurteilen.

Aber wenn Sie suggerieren wollen, die AfD-Wählerschaft gehört als Rechtsextremist*innen behandelt…. 😉

Unfassbar
16 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Deutschland sähe ganz anders aus, wenn die aktuell 29% AfD-Wähler echte stramme gewaltbereite Rechtsextremisten wären.

Indra Rupp
12 Tage zuvor
Antwortet  Unfassbar

Das waren sie unter Hitler auch nicht. War auch nicht nötig.

Indra Rupp
12 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Tut auch keiner hier. Würden hier Alle Islamisten verharmlosen, würde ich hier anders schreiben. Es geht eher darum, die Waage in ein realistisches Gleichgewicht zu bringen. Wenn suggeriert wird, bestimmte Menschen wären aufgrund von Religion, Alter, Herkunft, Geschlecht, IQ ect allgemein besser oder schlechter als andere Menschen, braucht es eben Gegenbeispiele.

Rainer Zufall
20 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Ja, wie im Artikel beschrieben…
Auf was wollten Sie hinaus?

Mia
20 Tage zuvor

Ab 2011 sind mehr als 1.000 Islamisten von Deutschland nach Syrien/ Irak ausgereist, um für den Islamischen Staat/ Kalifat zu kämpfen (Quelle: Innenministerkonferenz). Hier gibt es absolut nichts zu relativieren!

DerechteNorden
19 Tage zuvor
Antwortet  Mia

Die sind nun ja aber weg und nicht in den Schulen.

Rainer Zufall
19 Tage zuvor
Antwortet  Mia

Waren wohl alles Schüler*innen? Nope!
https://www.verfassungsschutz.de/DE/themen/islamismus-und-islamistischer-terrorismus/zahlen-und-fakten/zahlen-und-fakten_node.html
Im Schnitt also 66 Islamisten pro Jahr?

Sie kommen wahrscheinlich aus dem Schaudern nicht mehr heraus, dass 50 000 Rechtsextreme derzeit in Deutschland sind, nicht woanders?
(https://www.verfassungsschutz.de/DE/verfassungsschutz/der-bericht/vsb-rechtsextremismus/vsb-rechtsextremismus_node.html)
2024 hatten wir demzufolge knapp 37 000 rechtsextreme Straftaten! Wenn Sie einem Rechtsextremen begegnen, wird dieser in diesem Jahr eine rechtsextreme Straftat begehen – hoffentlich nicht an Ihnen. Daumendrück!

Mia
16 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Hie ist die Zahl “28.280”, wei Sie doch so gern mit Zahlen arbeiten.
https://share.google/gWbPLllopfLHRES54

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Mia

Jeder Fall von Extremismus ist ernstzunehmen.

Wie gesagt, wie stehen Sie der erheblich größeren Bedrohung von Rechts gegenüber? Ohne Islamismus zu vernachlässigen, sollten wir die vergleichsweise deutlich größere Bedrohung von Rechtsaußen seitens der Zivilgesellschaft als auch innerhalb der Bundespolitik ernst nehmen – wie es der Verfassungsschutz bereits tut?

Keine Verharmlosung, im Gegenteil! Die Bedeohung genau so ernst nehmen und bekämpfen wie Islamismus!