Astrazeneca-Krise – rücken Erzieher und Lehrer jetzt wieder nach hinten?

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BERLIN. Schon wieder Wirbel bei den Corona-Impfungen: Der Impfstoff von Astrazeneca soll in der Regel nur noch für Menschen ab 60 Jahren eingesetzt werden. Dies beschlossen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Abend. In Deutschland werden unter anderem Erzieher und (Grundschul-)Lehrer, die in der Impfpriorität nach oben gezogen worden waren, mit dem Impfstoff geimpft. Heinz-Peter Meidinger (66), Präsident des Deutschen Lehrerverbands, warnt bereits: „Wenn Astrazeneca generell nicht mehr verimpft werden kann, droht die Impfpriorisierung von Lehrkräften komplett zu scheitern!“

Impfungen mit Astrazeneca sind erst einmal eingeschränkt – was bundesweit Zehntausende von Erziehern und Lehrern betrifft. Foto: Shutterstock

Eigentlich sollten die Corona-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca endlich Fahrt aufnehmen – aber nun kommt erstmal eine vorsorgliche Bremse. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beschlossen am Dienstag, dass das Präparat in der Regel nur noch Menschen ab 60 gespritzt werden soll – außer, jüngere wollen es nach Klärung mit dem Arzt auf eigenes Risiko. Dabei gab es mit dem Mittel des britisch-schwedischen Herstellers schon einiges Hin und Her: zugelassen, dann eingeschränkt, wieder erweitert, ausgesetzt, wiederaufgenommen. Die «Impfkampagne» wird nun nicht einfacher.

Der Deutsche Lehrerverband hat die Änderung der Altersgrenzen bei der Impfung mit Astrazeneca als «katastrophalen Rückschlag für die gerade Fahrt aufnehmende Impfung von Lehrkräften» bezeichnet. Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger forderte vor diesem Hintergrund eine schnelle Möglichkeit für unter 60-jährige Lehrkräfte, sich mit Biontech/Pfizer und demnächst mit Johnson & Johnson impfen lassen zu können. «Wenn dieser Austausch nicht sofort stattfindet, wird es mit der Durchimpfung von Lehrkräften im April nichts mehr werden», sagte Meidinger. Das gefährde dann auch massiv zusätzlich zu den steigenden Inzidenzen die Chancen, Schulen weiter offen zu halten.

Was ist das Problem?

Wieder geht es um Auffälligkeiten mit Fällen von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang zu Impfungen, die vor allem bei jüngeren Frauen gemeldet wurden. Erst Mitte März hatte die Bundesregierung alle Astrazeneca-Impfungen nach einer Empfehlung des zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) ausgesetzt – wie mehrere andere Länder auch. Nach erneuten Prüfungen der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) gaben Bund und Länder nach vier Tagen Pause dann wieder grünes Licht – aber verbunden mit neuen Warnhinweisen für Ärzte und Patienten auf das Thrombose-Risiko.

Worum geht es genau?

Es gibt Verdachtsfälle für eine spezielle Form von sehr seltenen Hirnvenenthrombosen (Sinusvenenthrombosen) in Verbindung mit einem Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie). Das Paul-Ehrlich-Institut, das solche Meldungen sammelt, konstatiert in seinem Sicherheitsbericht «eine auffällige Häufung» in zeitlicher Nähe zu Impfungen mit Astrazeneca.

Wie viele Verdachtsfälle gibt es bislang?

Dem Institut wurden bis Montagmittag 31 Verdachtsfälle einer Sinusvenenthrombose nach Impfung mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca gemeldet. In 19 Fällen wurde zusätzlich eine Thrombozytopenie gemeldet. In neun Fällen war der Ausgang tödlich.

Was weiß man über diese Verdachtsfälle?

Mit Ausnahme zweier Fälle betrafen alle Meldungen Frauen im Alter von 20 bis 63 Jahren. Die beiden Männer waren 36 und 57 Jahre alt. Laut Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) wurden bis einschließlich Montag 2,7 Millionen Erstdosen und 767 Zweitdosen von Astrazeneca verimpft.

Wie häufig ist diese Komplikation?

Gemeldet wurde dem Paul-Ehrlich-Institut etwa ein Fall pro 100 000 Astrazeneca-Impfungen (Stand 19. März). Das ist wenig, aber dennoch häufiger als zu erwarten wäre, denn in der Normalbevölkerung ist es noch seltener: «Diese sehr seltene Gerinnungsstörung trat unter den Geimpften häufiger auf, als es zahlenmäßig aufgrund der Seltenheit dieser Gerinnungsstörung ohne Impfung zu erwarten wäre.»

Wie entstehen solche Thrombosen?

Andreas Greinacher von der Universitätsmedizin Greifswald zufolge könnten in seltenen Einzelfällen über die Immunantwort des Körpers die Blutplättchen aktiviert werden. Auch andere Forscher vermuten, dass die Bildung der Gerinnsel über eine starke Immunantwort und dabei entstehende Antikörper, die an die Blutplättchen andocken und diese aktivieren, laufen könnte.

Ist die Impfung die Ursache?

«Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist nicht klar, ob es einen kausalen Zusammenhang zwischen der Impfung und den Berichten über Immunthrombozytopenie gibt», heißt es beim PEI. Bisher gebe es keinen Nachweis, dass das Auftreten dieser Gerinnungsstörungen durch den Impfstoff verursacht wurde. Es würden aber weitere Untersuchungen durchgeführt, um das aufzuklären.

Wie haben die Behörden die Sache bislang beurteilt?

Für die Europäische Behörde EMA sind die Vorteile des Vakzins deutlich größer als die Risiken. Es wurde aber beschlossen, zu diesen sehr seltenen Ereignissen einen Warnhinweis in die Fach- und Gebrauchsinformationen aufzunehmen.

Wieso gibt es keine Klagen aus anderen Ländern?

Dem Paul-Ehrlich-Institut zufolge werden mehr Verdachtsfälle nach Astrazeneca gemeldet als für die anderen Impfstoff-Produkte. Daraus könne man aber «nicht zwangsläufig auf eine höhere Reaktogenität des Impfstoffes geschlossen werden», berichtet das Institut. Die erhöhte Melderate könne «auch mit der erhöhten medialen Aufmerksamkeit» zusammenhängen.

Wie es in Großbritannien, wo viel Astrazeneca eingesetzt wird?

In Großbritannien sind laut Aufsichtsbehörde für Arzneimittel (MHRA) bis Mitte März vier Fälle von Hirnvenenthrombosen aufgetreten, keine davon soll tödlich verlaufen sein. Insgesamt sind bereits Millionen Menschen mit dem Impfstoff geimpft worden. Mehr als 30 Millionen Menschen in Großbritannien haben mittlerweile eine erste Dosis erhalten – entweder Biontech oder Astrazeneca. Da die Impfkampagne schon weit vorangeschritten ist, werden zurzeit 50- bis 59-Jährige geimpft. Großbritannien hatte zu keinem Zeitpunkt die Impfungen mit Astrazeneca pausiert. Angesichts der großen Zahl verabreichter Dosen und der Häufigkeit, mit der Blutgerinnsel auf natürliche Weise aufträten, gebe es keinen Anlass für einen Stopp, so die MHRA.

Welche Rolle spielt die Altersgruppe?

Bei den Altersempfehlungen für Astrazeneca gab es schon Änderungen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte das Mittel zuerst nur für Menschen unter 65 empfohlen – wegen mangelnder Studiendaten für Ältere. Etwas später wurde dies aber aufgehoben und die Impfung für alle ab 18 empfohlen. Im Licht der jüngsten Fälle entschied das Gremium nun, das Mittel erst ab 60 Jahren zu empfehlen – und die Gesundheitsminister folgten dem. Wegen der Stiko-Empfehlung bekamen Ältere bisher eher Biontech/Pfizer, Jüngere eher Astrazeneca – darunter Pflegekräfte, Lehrkräfte an Grundschulen und Erzieherinnen. Baden-Württemberg impft als bislang einziges Bundesland auch Lehrerinnen und Lehrer weiterführender Schulen – ebenfalls mit Astrazeneca.

Wie geht es weiter?

Die Auswirkungen für den Fortschritt der Corona-Impfungen und das Vertrauen sind noch unklar. Astrazeneca spielt eine wichtige Rolle, auch für die nach Ostern angestrebte stärkere Einbeziehung der Arztpraxen. Die Länder sollen nun aber auch schon 60- bis 69-Jährige zu Astrazeneca-Impfungen einladen können. Generell sind derzeit – bezogen auf das Alter – erst noch die über 70-Jährigen an der Reihe. Im ganzen Jahr werden mehr als 56 Millionen Dosen erwartet. Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, forderte: «Damit die Impfkampagne endlich Fahrt aufnehmen kann, müssen Impfwillige die Wahlfreiheit bei den Seren erhalten.» Doch damit dürfe nicht die ethische Reihenfolge beim Impfangebot aufgegeben werden. «Sonst kommen immobile, schwerst kranke und pflegebedürftige Menschen unter die Räder.» Von Sandra Trauner und Sascha Meyer, dpa

Deutschland setzt Impfungen mit Astrazeneca aus! Zehntausende Lehrer und Erzieher betroffen

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80 KOMMENTARE

  1. Bei uns im Kollegium waren alle bereit, sich mit AZ impfen zu lassen, ausser uns beiden Ü60. Der Impftermin für die anderen steht schon und vermutlich bekommen sie jetzt Biontech (was ich ihnen sehr wünsche). Fazit: Wir LuL über 60, die kein AZ wollen, bleiben als einzige ungeimpft (ich hatte vor auf Prio3 zu warten, ist ja nun auch AZ). Wo ist da mal wieder die Logik, Thrombosen gab es bis 63 (wie viele Krankenpfleger/innen Ü60 wurden wohl mit AZ geimpft?), AZ aber nun ab 60. Das wird als Bonus für Ü60 verkauft. Ich sehe das eher als Nachteil und kenne auch Menschen Ü70, die es derzeit nicht wagen einen Impftermin zu machen. Demnächst wird es vermutlich mehr Thrombosen bei Ü60 geben. Dazu bekommen die Hausärzte die Arschkarte und sollen nun über das Impfen Jüngerer entscheiden. Zum Thema andere Länder: Letzte Woche starb in Palermo eine Lehrerin nach einer Impfung mit AZ. Konnte man im Netz nur auf italienisch lesen. Da wurde in Deutschland gar nicht drüber berichtet. Aber wie schon in der ganzen Corona-Misere wird nur mantrahaft wiederholt, Astrazeneca sei ein guter Impfstoff. AZ will Europa sowieso nicht beliefern, und Europa sollte mehr mit Biontec machen (teurer!). Astrazeneca sollte für alle freigegeben werden, die sich diesen Impfstoff antun wollen, oder gar nicht mehr verimpft werden.

    • Tatsache bleibt, dass Todesfälle durch Corona wegen Nichtimpfung die Zahl der Todesfälle bei Impfung um mindestens Faktor 1000 übertreffen.
      Aber diese Entscheidung muss jeder selbst treffen, deshalb ist ja die Impfung zurecht freiwillig.

      • Tatsache ist aber auch, dass AstraZeneca für U60 nicht mehr zugelassen ist. Das wird seine Gründe haben. Die Impfung ist freiwillig, wenigstens das. Hoffen wir, dass es so bleibt.

        • @Lanayah
          Das Risiko muss leider jeder für sich selbst entscheiden.

          Beim Autofahren ist das Risiko zu sterben jedes Jahr 20 mal höher als durch eine Impfung mit Astrazeneca.

          Dennoch kann jeder entscheiden, ob er das Risiko eingehen möchte.

          Zum Glück gibt es das Risiko bei Astrazeneca und nicht bei Biontec. Biontec liefert deutlich mehr.
          Gäbe es das Problem bei Biontec, wäre dies eine Vollkatastrophe.

          • Darum will ich auch Biontech. Die EMA sieht keinen Grund im Alter. Also eine Alterdiskriminierung aller Menschen, die den Impfstoff eigentlich am nötigsten hätten.

    • Sorry!!
      Aber diese Einstellung kann ich gar nicht teilen. Ü60 gibt es ein beträchtliches Risiko, an Corona zu versterben. Für zahlreiche junge Mütter mit verdammt niedrigem Risiko für einen schweren Coronaverlauf, die nun als Lehrerin oder Erzieherin zum Wohle der Älteren, auch der älteren KollegInnen mit AZ geimpft wurden und nun Angst haben, weil sie erst vor kurzem geimpft wurden, was nach heutigem Stand verboten ist, können das ja nur als Schlag ins Gesicht betrachten.
      Außerdem fehlt die Wahrnehmung für die, die jetzt vor Angst mit schlaflosen Nächten konfrontiert werden, völlig in der öffentlichen Wahrnehmung. Wen interessiert bitte (ohne Vorerkrankungen) im Alter zwischen 20-40 Jahren jetzt, was mit seiner Zweitimpfung ist? Die will von dieser Gruppe eh keiner mehr. Es interessiert einen wohl eher, ob man nächste Woche noch am Leben ist. Warum wird nicht zur ärztlichen Kontrolle derer aufgerufen, die vor kurzem AZ bekommen haben und dadurch einem Risiko als Versuchskaninchen ausgesetzt wurden? Ein Armutszeugnis.

      • Ich kann Ihre Angst verstehen und wollte mich nicht mit AZ impfen lassen. Diese Bedenken wurden bis vorgestern als unangemessen amgesehen und haben sich ja nun bestätigt. Hirnvenenthrombosen gab es bis 63. AZ gibt es ab 60. Wo ist da die Logik? Deswegen wundert mich, dass Sie selbst Angst haben (völlig verständlich), meine Angst aber nicht verstehen können, nur weil ich über 60 bin.

        • Das allgemeine Sterberisiko wird ab 60 Jahren allerdings durch eine Coronainfektion mindestens verdoppelt… Bei jüngeren Frauen ist das Risiko bei weitem geringer und daher sollte das Risiko durch die Impfung noch im Verhältnis stehen. Hoffentlich stellt sich nicht!!! irgendwann heraus, dass ältere Menschen der „gleichen Gefahr“ von AZ ausgesetzt werden, das wünscht man natürlich niemandem. Allerdings ist der Nutzen einer Impfung für Ältere wohl beträchtlich höher.
          Deshalb muss ich mich wundern, wenn gerade die mit höherem Risiko sich von vornherein zB gegen AZ wehren und für sich Biontech fordern. Soweit ich es verstanden habe, sinkt die Gefahr von Hirnvenenthrombosen generell mit dem Alter…

          So meine ich das: Meine persönliche Angst vor Corona ist verschwindend gering (auf mich bezogen, natürlich mache ich mir Sorgen um meine Mitmenschen, habe mich impfen lassen, trage seit Monaten durchweg FFP2 in der Schule, mache keine Coronaparty oder Treffen mit Freunden oder Familie, höchstens draußen mit Abstand…), ich schätze, dass Sie altersbedingt jedoch schon persönlich Angst vor Corona haben und daher rational betrachtet die Impfung einen sehr hohen Nutzen für Sie persönlich hätte.

          Alles Gute weiterhin

    • In NRW bekommen sie das wohl nicht unbedingt. Laut RP Online sollen die Lehrer und Polizisten nun zum Hausarzt gehen um sich dort, nach Beratung und natürlich Übernahme aller Verantwortung (damit das Land fein raus ist), mit Astrazeneca impfen zu lassen.
      Es gibt einem schon ein gutes Gefühl, wenn der Arbeitgeber sich so sorgsam kümmert. Da weiß man, was man wert ist.

      • Besser direkt im Impfzentrum anmelden! Als Dienstag nachmittag ersichtlich wurde war, dass AZ nicht mehr für U60 geimpft wird, habe ich für heute noch einen Termin bekommen. Man muss öfter in die Terminergabe schauen, immer wieder mal wird einer stoniert. Dann heute im Impfzentrum wurde ausschließlich Biontech verimpft, kein Aprilscherz! So schnell kann sich das Blatt wenden. Ich hatte erwartet, bis zum Sommer auf Biontech warten zu müssen.

      • Die Kasserztliche Veteinigung empfiehlt den Hausärzten, AZ in den Praxen nicht an U60 zu verimpfen (ist also auch mal für was gut). Damit wird diese Idee nicht funktionieren.

  2. Und nu? Langsam bin ich einfach nur noch verzweifelt. In Nds. sind ja bisher nur Grund- und Förderschullehrkräfte in der Priorisierungsstufe 2. Für mich als BBSlerin war gerade ein Silberstreif am Horizont aufgetaucht, da unsere SL für Lehrkräfte, die angehende Erzieherinnen in der Praxis (Kita, Krippe, Hort, Grundschule und Jugendeinrichtungen) betreuen und prüfen müssen, gerade mit Landkreis und Impfzentrum „verhandelt“ hat. Vorgesehen war eine Impfung in bzw. nach den Osterferien. Nach den Osterferien muss ich meine Praxisbesuche (ca. 20 mit durchschnittlicher Aufenthaltsdauer von 2h) in Kita und Krippe aufnehmen. Zusätzlich unterrichte ich die SuS weiterhin im dualen System (SuS sind in der Schule und in der Einrichtung). Die Einrichtungen können den Praxisbesuch übrigens nicht ablehnen, da wir laut KM zu INTERNEM Personal zählen. Hier ist dann auch der Ansatzpunkt für unsere „bevorzugte“ Impfung zu sehen. Auch für unsere SuS über die Einrichtungen. Das war es denn wohl….??? Was bedeutet dann Impfung auf eigene Verantwortung? Wenn ich eigentlich im Rahmen der Ausübung meines Dienstes geimpft werden „muss“?! Es ist einfach nur noch furchtbar…..

  3. Was mich sehr verwundert ist, dass es in GB angeblich nur vier Fälle gab. Ich hätte mich mit AZ impfen lassen (Risikopatientin), bin aber U40 und würde ins Schema der Thrombose passen. Tja, nun ist guter Rat teuer, man hat gefühlt die Wahl zwischen Pest und Cholera.

    • Hallo,
      es ist keine typische Thrombose, sondern ein HIT2 ähnliches Ereignis: das Imunsystem überreagiert und lässt die Blutplättchen verkleben, anders wie bei einer typischen Thrombose. Alle die, welche mit Heparin probleme haben, sollte das ein Warnsignal sein. Ebenso muss ein HIT2 mit Imunglobuli(oder Imuncocktail) und Steroiden behandelt werden. Leider wird bis heute in vielen Fällen erst einmal Heparin gespritzt, was contraproduktiv ist.

  4. Undankbar, so beschreibe ich die Hochstufung von Kitapersonal und Grundschullehrern. Es gibt leider immer noch medi. Personal in Arztpraxen und Feuerwehrleute/Polizisten in Berufsgruppen der kritische Infrastruktur die noch nicht geimpft sind und auch noch kein Impfangebot haben. Diese haben täglichen Patientenkontakt, teils bei bestätigten Cov.-Patienten. Durch die Hochstufung diverser Gruppen im Bildungsbereich werden diese immer weiter zurückgestuft. Die Empfehlungen der STIKO waren gut, sobald die Politik sich einmischt kommt nur scheiße dabei raus. Es war eine rein politische Entscheidung diese Berufsgruppen vorzuziehen. Anstatt diese Einrichtungen einfach im Notbetrieb zu belassen. Wir sind die, die täglich für die Gesundheit anderer da sind, kann sich ja jeder mal ausmalen was passiert, wenn ganze Feuerwachen aufgrund von Qurantäneanordnungen ausfallen oder wie es ist 1 Jahr keine Ausbildungen absolviert zu haben. Klar ist es wichtig, Berufsgruppen im Bildungsbereich zu impfen, deswegen sind sie von der STIKO in Prio 3 eingeordnet.

    • Nun, wenn Sie sich die Inzidenzen in den betreffenden Altersgruppen ansehen, werden Sie feststellen, dass die Wahrscheinlichkeit, in einer Kita oder Schule auf ein infiziertes Kind zu treffen, deutlich höher ist als in der Gesamtbevölkerung. Das medizinische Personal, welches an coronaverdächtigen Patienten arbeitet, sollte inzwischen durchgeimpft sein, und ansonsten haben Polizisten und medizinisches Personal mittlerweile aufgrund der Inzidenzen ein niedrigeres Infektionsrisiko als Lehrer und Erzieher. Davon abgesehen sind in den meisten Bundesländern die Lehrer der weiterführenden Schulen weiterhin in Prio 3.
      Ich persönlich hätte null Probleme damit, in den weiterführenden Schulen Distanzunterricht bis zur Impfung zu erteilen. Falls Sie es interessiert: in meinem Bundesland waren die Lehrer der weiterführenden Schulen mit Ausnahme der Ferien durchgehend im Präsenzunterricht, und zwar in den Jahrgängen 10, 12 und 13. und im Gegensatz zu Polizei und medizinischem Personal haben wir (in meinem Bundesland) bis auf insgesamt 14 FFP2MASKEN keinerlei Schutzausrüstung erhalten.

    • Ich gehöre zu den „undankbaren“ Förderschullehrerinnen, die jetzt ein Impfangebot erhalten sollen und warte darauf seit Wochen und befürchte jetzt, dass auch in absehbarer Zeit kein Angebot kommt. Bis dahin muss ich an einer Förderschule für Körperbehinderte Kinder wickeln und füttern, ohne Schutzkleidung (!) und mit fünf FFP2-Masken für das gesamte Schuljahr bisher. Das ist für alle gefährlich. Nicht nur für mich, sondern auch für die Schüler. Aber ich kann beim wickeln, Speichel abwischen und füttern einfach keinen Abstand einhalten. Masken können die meisten Schüler bei uns auch nicht tragen. Ich finde nicht, dass ich undankbar bin, wenn ich nicht von meinem Arbeitgeber geschützt werde und mich deshalb freue, wenn ich bald geimpft werden.

      • Du könntest dich mit einer Arbeitgeberbescheinigung im Impfzentrum anmelden. Neben denen mit Vorerkrankungen werden z.Zt. in unserer Stadt auch die Zugehörigen der Berufe im Impfzentrum geimpft, die dies nicht gemeinschaftlich mit AZ schon gemacht haben.

  5. Hatte gerade den 60. Geburtstag, aber damit lasse ich mich nicht impfen. Schade, dass es nicht der 65. war, dann würde ich sofort kündigen. Nun überlege ich noch. Immerhin kann ich ja noch die Fenster zum Schutz aufreißen….

    • Bei mir geht es leider auch nur um wenige Tage, wirklich ärgerlich. Den vulnerablen Gruppen (insbesondere auch Ü70, die jetzt sowieso dran sind) wurde hier mal eben die Arschkarte zugeschoben und das ganze dann auch noch als Bonbon verkauft. Andere (s.o.) ärgern sich, dass sie nun AZ nicht bekommen. Jetzt werden wiederGruppen gegeneinander ausgespielt (bewährtes Prinzip derzeit).

  6. Kleine Korrektur: Auch in Berlin sollten jetzt die Impfungen für die Lehrkräfte an weiterführenden Schulen beginnen. Dafür wurden am Donnerstag vor den Ferien noch Einladungen verschickt. Vgl. https://www.berlin.de/sen/bjf/corona/briefe-an-schulen/impfangebot-fur-an-weiterfuhrenden-schulen-und-beruflichen-schulen-tatige-personen.pdf Im Gegensatz zu dem öffentlichen Schreiben (in dem von Wahlfreiheit beim Impfstoff geschrieben wurde) stand in der Einladung, dass ein Impfangebot unterbreitet werden könnte, wenn sich die Lehrkraft mit Impfstoff von AstraZeneca impfen lassen möchte und sich sehr zeitnah während der Osterferien bis zum 11. April anmeldet. Die ersten Impfungen hätten auch in dieser Woche bereits stattfinden sollen. Einer bekannten Lehrkraft wurde gestern in der Kabine die Nachricht verkündet, dass die Impfungen mit AstraZeneca ausgesetzt werden. Wie es nun weitergeht ist unklar. Berlins Gesundheitssenatorin Kalayci sprach in der gestrigen PK davon, dass alle ausstehenden Termine abgesagt würden.

    • Bei mir funktionierte der Terminbuchungscode auch für die anderen Impfstoffe (Biontech in Tegel am 15. April, direkt am 26.03. gebucht.)

      Die Hausärzte fangen am 07. April mit Biontech an zu impfen. Meiner hat angeboten mich da mit aufzunehmen. Alternativen sind also durchaus vorhanden.

      Mittlerweile sind 4 Personen in meinem Verwandtenkreis mit Astra geimpft: Alle hatten sehr starke Nebenwirkungen (Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen über ein erträgliches Maß hinaus, eine hat Blutergussflecken über den ganzen Rücken bekommen). Ich denke, dass die Entscheidung nachvollziehbar ist und lieber sicher und länger warten, bis Biontech funktioniert. In den Lockdown werden wir, wie es aussieht wohl so oder so müssen.

      • Wenn ich mich richtig erinnere, musste bei der Auswahl des Impftermins über Doctolib zur Kenntnis genommen/bestätigt werden, dass für die Lehrkräfte der weiterführenden Schulen ausschließlich die Impfzentren in Tegel und Tempelhof mit dem Impfstoff AstraZeneca vorgesehen waren 😉 Ich kenne aber auch viele Lehrkräfte, denen über die Hotline Termine für Biontech gegeben wurden.

        Ob es dabei bleibt, dass die Hausärzte am 7. April mit Biontech impfen, wage ich zu bezweifeln. Ich vermute eher, dass die Impfstoffe neu verteilt werden und die Hausärzte – nicht zuletzt wegen der neuen Altersgrenze – jetzt alle AstraZeneca erhalten werden. Ausgang ungewiss. Ich hoffe einfach, dass alle Menschen möglichst bald geimpft werden können.

        • „musste bei der Auswahl des Impftermins über Doctolib zur Kenntnis genommen/bestätigt werden, dass für die Lehrkräfte der weiterführenden Schulen ausschließlich die Impfzentren in Tegel und Tempelhof mit dem Impfstoff AstraZeneca vorgesehen waren“

          Genau: „vorgesehen“. Und man „bittet“ darum, dass wir uns AstraZeneca spritzen lassen. Na ja, mich darf man um vieles bitten. Aber nach Abwägung aller mir bisher bekannten Fakten habe ich mich entschieden, der Bitte nicht nachzukommen und werde mich in Tegel mit Biontech impfen zu lassen.

          Ach so, wer in Berlin als Lehrer/in die Einladung über den Senat erhalten hat, aber mit Biontech geimpft wird, sollte darauf achten, die richtigen Unterlagen für diese Impfung mitzunehmen. Wir haben nur die Bögen für AstraZeneca als Anlage bekommen. Beim RKI kann man sich die auszufüllenden Zettel für die mRNA Impfstoffe herunterladen.

          • Unglücklicherweise gehöre ich zur Kategorie 2. Leider habe ich bis heute keine Einladung (entgegen der Behauptung der Senatsverwaltung) erhalten. Da chronologisch nach Alter rückwärts eingeladen wird, werde ich vermutlich dahingehend meinen Impfcode Ende April bekommen. Lächerlich, dass der Senat es schaffte für alle Lehrkräfte in unter 24 Stunden die Codes zu vergeben, die KV aber bei (gesetzlich) Versicherten ewig braucht. Mein ärztliches Attest habe ich seit Mitte Februar. Es dauert 6 Wochen, bis der Senat darauf mal reagierte, mit dem Hinweis, dass die KV erinlade und man geduld haben solle. Wäre ich privat versichert und würde nicht die netten 923 Euro Kranken und Pflegeversicherung zahlen, hätte ich schon längst meinen Impftermin.

            Das mit den Umgehungsversuchen versteh ich nicht. Die werden ja im Impfzentrum die Leute nicht nach Hause schicken oder? Da wird es ja vor allem um Neubuchungen gehen oder wie soll man das verstehen? (@K aus B)

      • @teachinginberlin

        Ich will bestimmt keine Werbung für AZ machen.

        Habe mich wegen zwei gleichzeitig auftretender Fälle (GS und weiterführende Schule – bin in beiden tätig, Klasse 1 bis 4 – selbstverständlich jahrgangsübergreifend und 5 bis 10/8) mit AZ impfen lassen. Mir kamen die Einschläge dann doch zu dicht.

        Ich (54, fast 55) hatte Bedenken, aber keinerlei Nebenwirkungen – obwohl ich sehr darauf gewartet habe, das muss ich zugeben.

        Was mich inzwischen viel mehr umtreibt, ist das Einstellen der Verimpfung für eine knappe Woche und dann – alles paletti, da der Beipackzettel eine Risikowarnung enthielt. Die war neu. EMA und StIKo waren sich einig – das reicht.

        Nun ganz raus aus dem Programm, aber doch nicht so ganz. Umbenennung (s. weiter oben) und fertig ist die Laube.

        Kann jetzt bitte ganz öffentlich von Betrug gesprochen werden oder wird auch das weichgespült?

        Angeblich waren 200 Politiker für AstraZeneka. Müssen die nun ihre Aktien gegen den neuen Namen eintauschen?

        Bin froh, dass ich nicht auch da aufpassen muss – kaufen, umtauschen…. Wer kann soviel Lügerei, Heuchelei, Betrug und Verrat ohne Hilfskräfte noch verwalten?

  7. Auch Bayern impft aktuell die Lehrkräfte. In unserem Landkreis kommen in den Osterferien alle Grundschulen dran, auch die Erzieherinnen der Kitas in meiner Gemeinde. Ich wurde gestern geimpft. Da gab es für alle weiblichen Lehrkräfte Biontech, obwohl wir zuerst Astra bekommen sollten.

    • @Chris

      Menno! Wenn die GS-LuLs in den Osterferien geimpft werden, können die ja gar nicht nach Malle zum Virustanken.

      Das wurde sehr schlecht durch“dacht“. Kein LuL kann so ein hübsches Covidxydr7 nach Deutschland bringen und seinen Hereintrageteil zur Durchseuchung – was für ein grässlich es Wort – beitragen.

      Pflichtversäumnis, oder?

      Ironie aaaauuuussss – nur für den Fall

  8. Bei uns sieht es jetzt für die zweite Impfung wohl so aus:
    „Entweder nehmt ihr noch einmal auf eigenes Risiko AZ oder ihr werdet halt kein zweites Mal geimpft!“
    Na danke für nichts!

    • Im Moment wird noch geprüft, ob und unter welchen Bedingungen Sie mit einem anderen Impfstoff geimpft werden können.

      Zudem sollten Sie sich m.E. darüber freuen, dass Sie auch schon mit der Erstimpfung eine sehr hohe Schutzfunktion haben und diese scheinbar gut überstanden haben.

    • Hallo,
      Mitte April kommen die Ergebnisse aus einer Studie aus GB bzgl. einer Impfstoffkombi. Warum wird die Stiko wohl erst Ende April einen Ratschlag geben? Genau, weil dann bekannt ist, wie das ganze wissenschaftlich aussieht.
      Und wenn du mit Astra bereits so weit geimpft bist, ist doch toll. Kein HIT2 und einen bereits imens hohen Impfschutz. Wenn du dann noch die Chance auf Johnson/Johnson oder (jetzt träume ich) Curevac als Zweitimpfung bekommen solltest, beide wirken relativ gut gegen die brasilianische und südafrikanische Variante, dann hast du faktisch ein 6er im Lotto.

    • Mich würden ja zwei Dinge zu AZ stark interessieren:

      a) Gibt es Ansätze, die doch erheblichen Unterschiede der Anzahl festgestellter Thrombosen zwischen D und GB zu erklären?

      und

      b) Treten die Thrombosen nur nach der Erstimpfung auf? Oder sind auch Fälle nach der Zweitimpfung bekannt?

      Hat dazu jemand Informationen?

      • Hallo,
        ja (Interview mit Frau Dr. Reinhardt aus der Ortenau, kein O-Ton):
        Die Thrombose (sie spricht nur von HIT, ist aber eigentlich ein HiT2) entsteht durch eine Immunüberreaktion, d.h. die Blutplättchen werden durch Antikörper „zusammangeheftet“. Das ist Imunsystem bei Kindern ist sehr aktiv und nimmt über die Lebenszeit immer stärker ab. D.h. im Alter an einem HIT2 zu erkranken ist unwahrscheinlicher als in der Mitte des Lebens. In GB sind bis dato hauptsächlich Ältere Menschen mit Astra geimpft worden. Dazu könnte noch das britische Gesundheitssystem kommen, welches staatlich organisiert ist.

        b) Keine Ahnung, sollte a) stimmen und Lauterbach recht behalten, würde eine 2. Impfung mit AZ keine so starke Immunreaktion mehr auslösen und somit das Risiko massiv sinken. Ob das wirklich so ist, weiß im Moment noch niemand. Ganz einfach: es gibt kaum 2. Impfungen mit Astra.

        c) Eine weitere Alternative: wieso nicht präventiv 2 Tage nach der Impfung den DDimer bestimmen, als eine Art Frühindikator. Wenn dieser zu hoch ausfällt direkt gegensteuern. So viel mehr dürfte das in Summe auch nicht kosten, verglichen mit einer verlängerten Pandemie.

        d) Eine weitere Alternative: Curevac und eventuell Novavax (wobei die Kommen nicht an die Zutaten) mit einer Notfallzulassung versehen und einen freiwilligen Off-Labe-Use ermöglichen, d.h. jeder der will kann sich mit VErzicht auf Klage (nicht auf Absicherung im Fall möglicher Komplikationen) bereits jetzt das erste Mal impfen lassen, das gleiche für Astra und eventuell Sputnik V, und nur die Erstimpfungen durchziehen. Jeder Geimpfte ist aktuell ein Problem weniger. Schau mal nach Schwäbisch Hall und deren CoronaWerte, da werden sicherlich die meisten sagen, alles besser als Corona, also her damit.

  9. In Großbritannien haben seit dem 6. Januar fast 12 Millionen Menschen den Impfstoff von Astra Zeneca erhalten und es gab nur 5 Fälle der seltenen Thrombose (einschließlich einer Person, die starb). Die WHO, die EMA und die MHRA haben alle erklärt, dass der Impfstoff sicher ist. Die britische Presse berichtet von einer kalkulierten Kampagne gegen die Firme AZ, die darauf ausgelegt ist, Misstrauen zu verbreiten. Zynisch gesagt: Biontech ist jetzt in einer guten Position, seinen Impfstoff mit Mega-Gewinn zu verkaufen. „Money makes the world go around“
    https://www.google.com/amp/s/www.forbes.com/sites/leahrosenbaum/2021/03/15/politics-not-science-may-be-behind-suspensions-of-astrazenecas-covid-vaccine/amp/
    https://www.google.com/amp/s/amp.theguardian.com/society/2021/mar/22/astrazeneca-covid-vaccine-79-effective-with-no-increased-blood-clot-risk-us-trial
    https://www.ema.europa.eu/en/news/covid-19-vaccine-astrazeneca-update-ongoing-evaluation-blood-clot-cases
    https://www.google.com/amp/s/www.bbc.com/news/amp/health-56447367https://www.dailymail.co.uk/news/article-9420785/Angela-Merkel-Emmanuel-Macron-call-Vladimir-Putin-discuss-getting-Sputnik-jab-EU.html

  10. Bei der Entstehung dieser Sonderform einer HIT besteht möglicherweise ein direkter Bezug zur Einnahme von oralen Konzeptionsmitteln. Allerdings ist das Auftreten sehr selten, weil dieses Krankheitbild in den vorangegangenen Studien sonst aufgefallen wäre.
    Man könnte demnach bei der Abhängigkeit von der Einnahme von Östrogene Männer mit Astra-Zeneca impfen.

  11. Entgegen des gestrigen Beschlusses, gibt es in Niedersachsen auch Astrazeneca nur für Prio 1 und Prio 2.

    Dies wäre eine Chance für Prio 3 Lehrkräfte ab 61 gewesen.

    • Niedersachsen schert mal wieder aus.
      Beschlossen war Astrazeneca ab 60, Niedersachsen macht daraus ab 61.

      Das 60.Lebensjahr ist vollendet wenn man 60 wird.
      Ab dem 60. Geburtstag ist man im 61. Lebensjahr.

      Vielleicht sollte man das mal in den Lehrplan mit aufnehmen.
      Und den Leuten im Gesundheitsministerium erklären.

      Oder will man dort das Impfen ausbremsen so gut es geht?

      In Bayern sollen wie beschlossen jetzt alle ab 60 geimpft werden. Nicht nur Prio 2.

      Niedersachsen ist auf Laschet Kurs.

      • Ich vermute eher, weil der Ministerpräsident Ü60 ist. Der müsste sich dann ja beispielhaft mit AZ impfen lassen, statt nur zu sagen, dass er es täte, wenn er dran wäre.

          • Nein, da in Niedersachsen Ü60 ohne weitere Indikation noch kein AZ bekommt, kann man sich mit 62 derzeit noch nicht nur aus Altersgründen impfen lassen.

          • Da habe ich beide Posts zusammengemixt, sorry. Allerdings ist es ja wohl vernünftig, dass erst ältere Leute abwärts geimpft werden. Stellt man fest, dass die Warteliste schrumpft, wird man sicherlich U70 sofort einbeziehen. Ich unterstelle da nicht, dass Herr Weil dies aus persönlichen Gründen so machen lässt. Anders herum hätte man ihn das ja auch wieder zum Vorwurf machen können…

            Gerade Männer Ü60 hoffen mit Sicherheit gerade sehr!! darauf, dass sie bald geimpft werden.

      • Hallo Koogle,
        was meinst du, wie oft ich diese Lösung von Schülern in den BWL Arbeiten lese. Und jetzt wird es noch besser: ich habe Prüfungsmusterlösungen, in denen auch so gerechnet wird. Aber wie heißt es so schön, BWL braucht ja niemand.

        Gruß

  12. Liebe Elfe, habe bislang noch gezögert von einem generellen Politikversagen zu sprechen…habe die Entscheidungen einzelner Ministerialfürst*innen massiv kritisiert und Verantwortung dort verortet….aber gerade auch Überlegungen, wie du sie hier ansprichst….alles wird bürokratisiert…justiziabel gemacht….aber kaum einer scheint sich um praxistelevante Lösungen zu bemühen, die den EINZIGEN Trumpf, den wir gegen die Pandemie in der Hand haben – das schnelle und flächendeckende Impfen – voranzutreiben & auszuspielen. Statt dessen werden Erwartungen zuhauf geweckt, die dann nach kürzester Zeit wieder zerschlagen werden – natürlich unter Beibehaltung der Gefahrenpotentiale, die nicht gesehen werden wollen bzw. einfach achselzuckend hingenommen werden….natürlich nicht für die Entscheidungsträger – die sind maximal geschützt mit allen Maßnahmen, die sie denen verweigern, für sie sie Fürsorge zu tragen haben. Hier wird gerade eine Stimmung geschaffen, die dazu geneigt ist, sich explosionsartig zu entladen…ich darf an der frischen Luft nicht auf ner Flusspromenade verweilen, das Irdnungsamt verhängt entsprechende Bußgelder, darf nur jeweils einen anderen Haushalt treffen, i der Schule und Kita hocken wir zu Dutzenden auf dem Haufen – Ellbogen an Ellbogen – kein Problen – verlassen wir das Schulgelände, dann lauert dort Polizei oder Ordnungsamt, um uns mit wahnwitzigen Bußgeldern zu überziehen, wenn wir das vorher 6 bis 7 Stunden lang vollziehen mussten!!!!
    Diese Schizophrenie ist nicht mehr zu überbieten.
    Ladenbesitzer müssten unter dieser Ungleuchbehandlung zu 100ten vor die Gerichte ziehen, um genau gegen diesen Unsinn der Ungleichbehandlung zu klagen. In einem kleinen Einzelhandel treffen sich keine solchen Menschenmassen unter so zurückgesetzten Hygiene- und Präventionsregeln mit Unterschreitung der vorgeschriebenen Abstände, die Verweildauer ist geringer und v.a. wird niemand gezwungen, dorthin zu gehen, wenn er / sie das nicht möchte. Alles nur noch absurd.
    Laschet u.co regen sich auf, dass in NRW der Oppositionsführerin Vertreter von Elternverbänden vor dem La dtag trifft, um eine Petition bzgl der desaströsen Schulpolitik entgegen zu nehmen….werfen ihm allen Ernstes vor, dass dieser die sog. Bannmeile verletzt habe…ey Leute, jetzt mal ehrlich: Wenn ich so beschissene Politik mache, dann sollte ich froh sein, dass nicht tausende von wütenden / mütenden BürgerInnen hier aufkreuzen, auf die sog. BANNMEILE pfeifen, um die entsprechenden Herrschaften herauszuzerren, um sie erst zu teern & federn und diese dann im Rhein zu entsorgen (dafür würden die begeisterten Zuschauer auf der Uferpromenade wahrscheinlich sogar in Bewegung bleiben oder sie unter Stockhieben aus der Stadt zu jagen.
    Wir sind in Deutschland, da braucht Empörung immer länger als in Frankreich oder Italien…auf diesem Kissen der historischen Erfahrung ruhen sich Laschet, Gebauer, Stamp usw in NRW und andere in anderen BL aus.

    „Man geht nicht mehr Spazieren, wenn ein Rudel wütender Wölfe hinter einer ist!“ (ZITAT: Hog 😉 )

    Dieses Gefühl würde ich der Politikermischpoke mittlerweile einfach mal gönnen…einfach auch deshalb, damit sie bei den nächsten Entscheidungen mal aus der Perspektive der „Getriebenen“ denken.

    • Lieber Andre Hog- hatte schon an anderer Stelle mein „mittelalterlichen Visionen“ von Tonne-Pranger-Gammelgemüse- et all geteilt. Ich denke echt mittlerweile, dass wir seit einem Jahr ne Schmierenkomödie feinsten Genres vorgeführt bekommen. Das Szenario im Ablauf einer Pandemie, hier waren es auch Corona-Viren, ist ja schon vor einiger Zeit vom Bundesamt für Katastrophenschutz erarbeitet worden. Und ich meine mich zu erinnern….. Auch in den Bundestag?? gelangt. Oder wurde vorgestellt…

    • @Georg

      Aus Ihrem Link:

      „Weitgehend unter dem öffentlichen Radar hat der britisch-schwedische Impfstoffhersteller Astrazeneca sein Covid-19-Vakzin umbenannt. Auf der Website der Europäischen Arzneimittelbehörde wird der Impfstoff inzwischen nicht mehr unter dem Namen „Covid-19-Vaccine Astrazeneca“ – oder kurz: Astrazeneca – geführt, sondern unter „Vaxzevria“. Den Angaben zufolge erfolgte die Umbenennung bereits am 25. März.“

      Ach was …

      Warum die Mühe?
      Wir sind doch alle dermaßen blöde, das hätte es doch gar nicht gebraucht …

      Was wird die nächste Namensänderung?
      Armin Lusche?

      #Verkaufslackierung ?
      😉

  13. Mein Mann und ich würden vor zwei Wochen mit AZ geimpft (U60). Wir hatten Beide sehr starke Nebenwirkungen.
    Im Impfzentrum habe ich den Arzt beim Aufklärungsgespräch gesagt, dass ich eine chronische Veneninsuffizienz habe. Genau an dem Tag hat Dänemark das Impfen mit AZ ausgesetzt. Natürlich habe ich mir Sorgen gemacht. Lapidare Antwort des Arztes: Sie sind aber gut informiert! Kein Wort zu den Risiken!
    Die letzten Wochen waren dann etwas unentspannt (Kopfschmerzen, Schmerzen in den Beinen, …). Langsam ist es zum Verzweifeln. Und wie geht es weiter mit unseren Impfungen? Jetzt noch die Testungen in den Schulen, die wir beaufsichtigen müssen. Kopfkino: Sonst dürfen wir kein Pflaster verabreichen, jetzt plötzlich sind wir medizinisches Hilfspersonal. Erstklässler, die sich die Stäbchen zu weit in die Nase stecken oder mit ihren Nachbarn fechten üben. Aber noch sind ja keine Selbsttests da. Die sollen nächste Woche geliefert werden. Wie das Ganze ablaufen soll, hat unsere Fr. Hubig mal wieder nicht mitgeteilt. Das wird dann wohl wieder den einzelnen Schulen überlassen, wie beim Lüftungskonzept .
    Danke, ich glaub ich geh ’ne Runde schaukeln!

    • Hallo,
      die starken Nebenwirkungen sind bei Astra bekannt und sogar wissenschaftlich zu erklären. 1. bekommst du eigentlich 2 Viren gespritzt: das Trägervirus (= Vektor) und dessen veränderte Gensequenz mit dem Corona-Spike-Protein: d.h. dein Immunsystem fährt extrem hoch. Ebenso ist die Dosierung bei der Erstimpfung auch relativ hoch (eine halbe Erstdosis kann deswegen bei jungen Personen besser wirken als eine volle). Das hat aber auch zwei wichtige Vorteile: der Schutz nach der ersten Impfung mit Astra ist bedeutend höher als bei der Konkurrenz. Und die zweite Impfung (diese schlägt bei den MRNA richtig rein) ist viel unproblematischer, da dein Körper beides schon kennt. Ebenso ist der Zeitraum zwischen 1. und 2. Impfung viel weiter auszudehnen (9-12 Wochen im Rahmen der Zulassung, 16 Wochen laut Studien ohne Probleme).

      Zum Schülertest: ich verstehe dich grundsätzlich. Ich habe 3 Kindergartenkinder und teste die regelmäßig mittels Nasenvorraumtest. Wir haben hier die Lepus, und hier bin ich der Meinung, dass diese in der GS relativ einfach anzuwenden sind. Alternativ: Spucktest drauße am Eingang in beschrifteten Röhrchen, da gibts aber das Problem Zähneputzen und Mundspülung. Aber in dieser Situation sehe ich kaum Alternativen dazu, der Loli aus Österreeich ist verdammt teuer und bei uns noch nicht zugelassen.
      Und noch etwas: meine Tochter, noch keine 4, trägt im jeden Geschäft eine „Mimi-Maske“ mit geschütztem Ventil, d.h. es kann nicht zu einem CO2 Überhang kommen und trotzdem wird die ausgeatmete Luft von Aerosolen „gereinigt“. Sie macht das freiwillig und hatte damit noch nie Probleme.

  14. Wenn mehr oder weniger alle involvierten Akteure „es ist sicher“ schreien, dann muss mindestens einer lügen!

    Und äußerst laut und unaufhörlich schreien vor allem Politiker und Pharmazieunternehmer (…).

    Danke für Nichts!

    • Genau, erst hiess es AZ kann bedenkenlos geimpft werden, dann hiess es, der Grund für die Thrombosen isr gefunden, AZ kann bedenkenlos geimpft werden. Dann gab es weitere Todesopfer bis 63 ! Jahre. Trotzdem heisst es, der Impfstoff kann bei Ü 60 bedenkenlos geimpft werden. Man kann sich ausmalen, was als nächstes passieren wird, denn die EMA sieht kein altersspezifisches Problem. Warum auch? Es handelt sich um eine Autoimmunreaktion und die gibt es in jedem Alter und besonders bei Frauen.

      • @Mthdnmnn
        @Lanayah

        8.10 Uhr, ARD-Morgenmagazin, im Interview mit Till Nassif:
        Der Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) eiert auch schon wieder rum als ob … fast hätte ich geschrieben „als ob es kein morgen mehr gäbe“, aber das ist ja schon fast makaber.

        Nassif muss 3x (!) nachfragen, ob Holetschek den LuL denn jetzt empfehlen würde, sich freiwillig mit Astra impfen zu lassen.
        Diese dauernden Ausweichmanöver:
        – nicht auf Fragen antworten
        – stattdessen den immer gleichen Schwurbel-Schmu runterplappern wie ein Abzählreim
        – Verantwortung weiterreichen an andere Behörden, Kommissionen … demnächst bestimmt noch an den großen Bruder oder die kleine Schwester …?

        Interview Einsteiger-Kurs:
        https://www.youtube.com/watch?v=fGTDGRfzpU8
        😉

  15. ICH werde diese Testerei weder beaufsichtigen, noch „begleiten“, noch anleiten!!!
    DAS steht nicht in meiner Arbeitsplatzbeschreibung! Irgendwann ist es genug!
    Wehrt euch, sie können uns nicht alle feuern !

    • Und dann? Dann kommen die Kinder weiterhin krank in die Schule? Damit ist Niemandem geholfen, in der Apotheke kostet ein Test um die 30€, d.h. pro Kind und Woche 60€. Wie sollen sich das die Familien leisten können. Und die Pandemie muss enden und ich will auch wieder meine Schüler sehen, die haben aktuell den Onlinekollar!

      • Die Pandemie endet aber nicht, indem man sich das möglichst stark wünscht.

        Die Pandemie endet, wenn ausreichend viele Menschen geimpft sind (oder infiziert waren, wobei das anscheinend nicht den gleichen Schutz bietet wie eine Impfung).

        Bis dahin kann muss das Ziel sein, die Sache zu VERKÜRZEN und die Anzahl der Opfer GERING zu halten. Was aktuell getan wird mit den halbherzigen Maßnahmen, ist genau das Gegenteil: Die Pandemie wird VERLÄNGERT und die Zahl der Opfer deutlich ERHÖHT.

      • Was erwarten Sie alles von Lehrern und Lehrerinnen?

        Wie die KuMis – alles was kostet, machen wir (Eltern) nicht.

        Ja. Auch bei uns gibt es extrem viele Eltern, die sich das nicht leisten können.

        Interessant ist die Kombi – für mich (Elternl) kostenlos, unaufwändig und für dich (LuL) persönlich gefährlich und verklagbar.

        Eltern und KuMis sind sich einig
        – je billiger, desto besser,
        – je mehr die Anderen machen müssen, desto besser,
        – je mehr wir den LuLs aufbürden können, desto besser,
        Und – Verantwortung samma auch los.

        Und nein – das gilt (zum Glück) nicht für alle Eltern und (zum doppelten Glück) auch nicht für viele. Nur für die, die am lautesten schreien und nicht gerade denken.

        Und ja – das gilt für alle KuMis.

  16. Gerade in den Radionachrichten: in NRW erhalten alle Erzieher, die einen Astra-Termin hatten, statt dessen Biontech oder Moderna. Wie es allerdings mit der Impfung der Lehrer weiterginge, könne man erst nach den Osterferien entscheiden.

  17. Besser kann man es doch als Lehrer nicht erwischen unter 60. Kriegen jetzt alle biontech und die alten werden mit Astra abgespeist. Und noch blöder für viele Lehrer die schon Astra bekommen haben und Vorbild sein wollten…

    • Wie oben geschrieben, gibt es in NRW erst mal gar keine Impfungen für Lehrer, darüber entscheidet man in 2 Wochen. Als „besser erwischen“ würde ich das jetzt nicht gerade bezeichnen.

      • Es ist genügend Impfstoff in den Lagern vorhanden, um die Willigen zu impfen.
        Allerdings haben die politisch Verantwortlichen die hoheitliche Aufgabe der Impfungen gegen Covid-19 in die Hände der Kassenärztlichen Vereinigung übergeben, die für horende Stundenlöhne von 150 Euro/Std. für Aufklärungsgespräche die Organisation von Impfungen übernommen hat.
        Hinzu kommt die überbordete Bürokratie zur strikten Einhaltung der Impfungen nach Altersgruppe, wodurch der ganze Ablauf noch verlangsamt wird.
        In Gütersloh werden z.B.von 8 Uhr bis 20 Uhr täglich nur 350 Personen bei 364.000 Einwohnern geimpft.
        Die Betriebsärzte, nur privatärztlich tätige Ärzte, aber auch freiwillige Ärzte, die unentgeltlich sich dieser Aufgabe annehmen würden, wurden ausgeschlossen. Während dessen steigen unaufhaltsam die Zahlen der Neuinfektionen. Stures Festhalten an den selbst gestellten Vorgaben behindern einen Anstieg der Impfquote.
        Anscheinend hält man es von politischer Seite für wichtiger, sich über eine sehr seltene, aber schwere Nebenwirkung zu machen, anstatt den gesamten Vorgang zu beschleunigen.
        Nebenbei tauchten dann noch 29.000.000 verschollene Impfdosen in Italien in der Nähe von Rom in einem Abfüllwerk auf. Euro macht sich lächerlich,und wir alle dürfen dieses Missmanagement als Patienten oder als Behandelnde dann ausbaden.

    • In Großbritanien trat lediglich bei 3 Patientinnen von 13.000.000 im zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung mit dem Astra/Zeneca-Impfstoff eine centrale Sinusvenenzthrombose/CSVT auf.
      In Deutschland wurde bei 14 Personen, 1 Mann, drei Frauen bei 1.600.000 im zeitlichen Zusammenhang mit dem Astra-/Zeneca-Impfstoff eine CSVT gemeldet. Entsprechend wurde dieses Ereignis 10:100.000 mal in Deutschland erfasst, was die geschätzt zu erwartende Inzidenz in der Bevölkerung von 1,57/100.000 übertrifft.
      Allerdings erhöht sich die zu erwartende Inzidenz in der Bevölkerung um den Faktor 8, so man niederländische Daten hinzuzieht.
      Und dann liegen wir bei 15,7/100.000 Ereignissen einer CSVT centralen Sinusvenenthrombose.
      https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/COVID-19?s=&p=1&n=1&aid=218523
      Ich werde mich morgen entsprechend meiner altersberechtigten Erlaubnis beim zuständigen Impfzentrum anmelden, um meine erste Impfdosis nach erfolgter schwerer Covid-19 Erkrankung im Dezember 2021 zu erhalten.
      Es wird der Astra-Zeneca-Impfstoff sein. Die obige Datenlage spricht für diesen Impfstoff.

      • Und wer es nicht glaubt, wie wichtig eine Impfung ist, der sollte sich einmal mit betroffenen Intensivmedizinern austauschen.
        Nicht allein der langsam sich hinziehende Tod der an SARS-Covid-19 erkrankten Patienten und Kollegen ist grausam. Auch die erschreckenden Folgeerkrankungen setzen vielen mir bekannten Kollegen und Patienten auch nach einem Vierteljahr noch zu.
        Die gesamte zerfahrene Situation in Diskussion um die möglichen Nebenwirkungen der Impfstoffe ist deprimierend und frustrierend.
        Hinzu kommt das sehr langsame Fortschreiten der Impfungen hier zu Lande und in Europa. Bei gleichzeitig weiter steigenden Infektionszahlen durch die B.1.1.7 Mutante(25.000 Neuerkrankungen heute) ist es auf die Dauer zermübend für alle Mitarbeiter im Gesundheitswesen,die betroffenen Lehrer und Erzieher wie auch für die überwiegend beschäftigten Frauen im Einzelhandel.
        Die Impfungen müssen beschleunigt werden, denn sonst erkranken zunehmend die jüngeren Patienten um 50 Jahre und älter, und die Krankheitverläufe sind deutlich länger als bei der älteren Bevölkerung, die sehr viel schneller versterben. Deshalb werden die Todeszahlen auch sehr viel später ansteigen.
        Sein sie froh, wenn sie einen Impfstoff erhalten, die Impfung ist die einzige Möglichkeit,die Pandemie zu beenden.
        https://www.aezteblatt.de/nachrichten/sw/COVID-19?s=&p=1&n=1&aid=122620

  18. Was es anrichtet, wenn nicht die Hochbetagten und die Risikobehafteten als Erste geimpft werden, kann man hier lesen:

    „Italiens Alte sterben weiter
    Impfvordrängler treiben Totenzahl nach oben

    Das ist seltsam: Die Opfer sind noch immer die 80-Jährigen; die älteren Menschen, die eigentlich durch die Impfungen geschützt sein sollten.

    Die Erklärung hierfür ist so banal wie traurig, wie ein Blick auf die Impfstatistik zeigt. Unter den 80-Jährigen haben nämlich erst knapp 25 Prozent ein Vollimpfung erhalten. In einigen großen Regionen wie der Lombardei sogar noch weniger. Eigentlich ein Unding. In einer Region, in der mehr als 35.000 Menschen an Covid19 gestorben sind, werden gerade die am meisten Gefährdeten nicht zuerst geimpft.

    Voll geimpft wurden aber 1,5 Millionen als „Angehörige des Gesundheitswesen“. Also vom Pförtner über den Buchhalter bis zum Labor-Mediziner, der die Patienten allenfalls als Karteikarte zu sehen bekommt. Gut begründet ist sicherlich, dass 120.000 Polizisten eine Vollimpfung bekamen, genauso wie 500.000 Lehrer. Weniger gut begründet sind in der offiziellen Impfstatistik 500.000 Impfdosen für „sonstiges Personal“ und noch besser: 1,4 Millionen für „Andere“. Also eine Kategorie, die irgendeine, aber sicher nicht die höchste Priorität hat.“

    https://www.n-tv.de/politik/Impfvordraengler-treiben-Totenzahl-nach-oben-article22465463.html?utm_medium=Social&utm_source=Facebook&fbclid=IwAR02t-sESixhGNkgiM6U0Do7oost3SPFeXs9Vlx-pbwopOjBIy_JD-f8Ic4#Echobox=1617278638

  19. Hotspotkreise bekommen ein extra Kontingent. Und das wird z.B. so zugeteilt:

    „Der Wartburgkreis setzt seine Sonder-Impfdosen gezielt für einzelne Berufsgruppen ein. Die 7.000 Impfungen sind für Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren, des THW, der Bergwacht und des Sanitäts- und Betreuungszugs geplant. Auch Busfahrer und Fahrer im Individualschülerverkehr wird ein Impftermin angeboten. Als dritte Gruppe sollen die Wahlhelfer der Kreistagswahl im Juni versorgt werden.
    Die 7.000 Impfdosen erhält der Wartburgkreis vom Land wegen der hohen Inzidenzwerte. Die Berechtigten können seit Donnerstag einen Termin über das Thüringer Impfportal buchen. Dazu müssen sie als Indikation „Sonderimpfung Hotspotregion Wartburgkreis“ auswählen. Bei der Impfung müssen sie ein Schreiben der Kreisverwaltung vorlegen, dass sie berechtigt sind.“

    Der Wartburgkreis ist bei 440 und bundesweit an zweiter Stelle. LuL der weiterführenden Schulen gehen also auch nach Ostern wieder ungeschützt und offenbar ohne Aussicht auf Impfung in den Präsenzunterricht der Abschlussklassen. Die Gesundheitsministerin hatte Hoffnung bei den LuL geweckt und gesagt:

    „Den betreffenden Landkreisen und der Stadt Gera wird es außerdem freigestellt, die Impfpriorisierungsstufe 3 ganz oder teilweise zu öffnen. Das heißt, die Landkreise bzw. die Stadt Gera können den Kreis der Impfberechtigten innerhalb der erweiterten Priorisierung eigenständig festlegen und dabei ihre Schwerpunkte entsprechend der Lage vor Ort setzen.
    „So könnten beispielsweise noch in den Osterferien auch Regelschul- und Gymnasiallehrer geimpft werden. Wesentliches Kriterium ist und bleibt, dass Übertragungsketten unterbrochen und Risikogruppen auch weiter an erster Stelle geschützt werden“, so die Ministerin.
    https://www.tmasgff.de/medienservice/artikel/zusaetzliche-impfstoffe-fuer-corona-hotspots

    Ich gönne jedem der Aufgelisteten die Impfung. Aber Bildung ist dann eben doch nicht so wichtig. Was soll man dazu noch sagen.
    Der Landrat des Wartburgkreises war eben auch einer derjenigen, die massiv darauf gedrängt haben, Schulen bei Inzidenz über 200 nicht automatisch schließen zu müssen, sondern die Entscheidung über Schließungen den Landkreisen und kreisfreien Städten zu überlassen. Das wurde ja dann auch vom Kultusministerium und dem Gesundheitsministerium so bestätigt. Super.

  20. Bundesweit wird die Impfung mit Astra eingestellt.
    Niedersachsen hat entschieden, die Lehrer und Erzieher welche bereits einen Termin haben, erhalten weiterhin Astra, unabhängig vom Alter.

    Scheinbar eine verzichtbare Berufsgruppe…

    • Das stimmt nicht pauschal für NDS, das liegt dann an Ihrer Kommune!
      Hier bekommen direkt alle, die schon einen Termin hatten und U 60 sind, zB Biontech.
      Außerdem ist es ja nun gar nicht mehr erlaubt, dass diese nun weiter alle AZ bekommen. Eher denke ich, dass die Termine dann bei Ihnen abgesagt worden sind.
      Es wird aber sicherlich daran liegen, dass hier fast alle Schulen und Kitas bereits durchgeimpft sind und nur noch ein kleiner Rest übrig ist, der noch eine Impfung benötigt. Außerdem werden sie sicherlich umdisponiert haben und AZ den älteren Leuten verabreichen. Dazu haben nicht alle Impfzentren Lust, da es mit Aufwand verbunden ist, nun alle kurzfristig umzubuchen… Bestimmt liegt es hier wieder am Engagement einzelner, so wie so oft auf der Welt…

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