Trotz Inzidenz 80: Hamburger Kitas gehen Mitte März in den Regelbetrieb

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HAMBURG. Für viele Hamburger Kinder und Eltern wird sich das tägliche Leben bald wieder etwas normalisieren. Mit dem Ende der Frühjahrsferien machen auch die Kitas ihre Türen etwas weiter auf – trotz eines Inzidenzwerts von aktuell 80. Vor einer Woche lag der noch bei 72.

Die Kitas sind ebenfalls von der Pandemie betroffen. Foto: Shutterstock

Die Hamburger Kindertagesstätten gehen am 15. März aus dem Notbetrieb. Parallel mit dem Wiederanfahren des Schulbetriebs werde nach Ende der Frühjahrsferien auch in den Kitas wieder ein eingeschränkter Regelbetrieb angeboten, sagte der Sprecher der Sozialbehörde am Mittwoch. Für einen besseren Infektionsschutz seien für Kita-Mitarbeiter zwei Corona-Schnelltests pro Woche vorgesehen. In einer vierwöchigen Anlaufphase würden die Tests kostenlos von der Stadt gestellt, im Anschluss seien die Kita-Träger dafür verantwortlich.

Zudem sind Erzieherinnen und Erzieher laut Helferich ab sofort zur Corona-Schutzimpung aufgerufen. Auch andere Kita-Beschäftigte, die direkten Kontakt zu den Kindern haben, könnten im Zentralen Impfzentrum einen Termin vereinbaren und sich impfen lassen. Betroffen seien gut 20.000 Personen.

Die Hamburger Kitas waren am 25. Januar in den sogenannten erweiterten Notbetrieb gegangen. Die Betreuung war auf dringende Fälle – etwa Berufstätigkeit der Eltern in wichtigen Bereichen oder individuelle Notfälle – begrenzt. Zuletzt seien noch etwa 37 Prozent der Kinder in den Kitas betreut worden, sagte Helfrich. Nach den Ferien gelte dann wieder der eingeschränkte Regelbetrieb. Dabei wird lediglich an die Eltern appelliert, ihre Kinder nach Möglichkeit zu Hause zu betreuen. dpa

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2 KOMMENTARE

  1. „Für viele Hamburger Kinder und Eltern wird sich das tägliche Leben bald wieder etwas normalisieren.“

    Wirklich? Werden nicht gerade diejenigen, die mit der Kitaöffnung dank Berufstätigkeit nun keine andere Wahl mehr haben, als die Kinder in die Kita zu schicken, nicht eher in eine bedrohliche Situation bezwungen, die mit „Normalität“ nun gar nichts zu tun hat?

    Ich würde die Aussicht, sich in den nächsten Wochen mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit etwas einzufangen, was auf die ITS oder zu LongCovid (oder gar den Friedhof) führen kann, nicht unbedingt als entspannend empfinden.

    Das ist ungefähr so beruhigend, als wenn die Stewardess durch das Flugzeug läuft und den Fluggästen angesichts zweier brennender Triebwerke erklärt, wie toll doch das Unterhaltungssystem funktioniert und dass man die Fensterblenden auch runterschieben kann, wenn man den Film ungestört genießen will…

  2. Die Kinder können und werden sich weiterhin gegenseitig anstecken, auch wenn die Erzieher geimpft sind. Vielleicht hört dann endlich das Märchen auf, dass immer die bösen Erwachsenen die Kinder anstecken.

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