Schwesig schließt die Schulen – und lässt Lehrer weiterführender Schulen impfen

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SCHWERIN. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) zieht die Corona-Notbremse: Seit Montagfrüh ist Mecklenburg-Vorpommern wieder im Shutdown. Die Schulschließungen werden zur Impfung der Lehrer höherer Klassen genutzt.

Reagiert auf das Infektionsgeschehen: Manuela Schwesig, Regierungschefin von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: SPD / Susie Knoll

Schulen und Kitas sind seit Montag in Mecklenburg-Vorpommern zu, ebenso die meisten Geschäfte – mit dem nunmehr dritten harten Lockdown in der Corona-Krise hofft die Landesregierung, die Infektionszahlen und den Druck auf die Krankenhäuser rasch zu verringern. Die scharfen Maßnahmen sind zunächst bis zum 11. Mai befristet, wie ein Regierungssprecher am Montag auf Anfrage sagte.

Vielerorts waren die Schließungen sichtbar: Auf den Bummelmeilen in Waren an der Müritz und Neubrandenburg etwa waren nur vereinzelt Gäste unterwegs. In Waren wurden vor allem die Cafés aufgesucht, um sich einen Becher Kaffe-to-go und Kuchen zu holen; in Neubrandenburg waren mittags vor allem Berufstätige auf der Suche nach einem Imbiss an der frischen Luft unterwegs.

Die Zeit des Lockdowns soll genutzt werden, um das Impfen entscheidend voranzubringen. Zwar ist der zentrale Impfmanager des Landes noch nicht benannt und im Amt, doch die Landkreise wirbeln – etwa um die Lehrer und Mitarbeiter der weiterführenden Schulen rasch gegen Covid-19 zu immunisieren. Sie sollen im Landkreis Vorpommern-Rügen schon an diesem Donnerstag und Freitag ihre erste Spritze bekommen, wie ein Kreissprecher sagte. Dazu sollen mobile Impfteams eingesetzt werden. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim soll dies am 23. und 24. April erfolgen. Das Impfmanagement des Landkreises Rostock schätzte ein, dass die Lehrer-Impfungen innerhalb von zwei Wochen abgeschlossen sein können.

„Die Pandemie ist noch nicht vorbei, es wird noch einmal schwieriger“

Zunächst waren nur die Kita- und Hort-Erzieher sowie die Lehrer und Mitarbeiter an Grundschulen geimpft worden. Mit den jetzt möglichen Impfungen der Beschäftigten an weiterführenden Schulen sollen die Schulöffnungen sicherer werden, die bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 beginnen sollen. Zuletzt bewegte sich die Zahl der Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen im Nordosten um den Wert von 150. Schulöffnungen sollen die ersten Schritte aus dem Lockdown sein, hatte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) vergangene Woche angekündigt.

„Es ist noch nicht vorbei, es wird noch einmal schwieriger“, sagte die Ministerpräsidentin. Eines aber dürfe nicht passieren: dass jetzt „auf den letzten Metern – bis zur umfassenden Impfung – wir diesen Kampf gegen diesen Staatsfeind Nummer 1 Coronavirus verlieren.“

Im aktuellen Shutdown in Mecklenburg-Vorpommern sind neben Schulen, Kitas und vielen Geschäften auch Museen und Bibliotheken wieder geschlossen. Friseure, Baumärkte, Blumen- und Buchläden dürfen geöffnet bleiben, ebenso der Lebensmittelhandel, Banken, Drogerien und Apotheken. In vielen Regionen des Landes gilt eine nächtliche Ausgangssperre, etwa in Schwerin und in den Landkreisen Ludwigslust-Parchim, Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald. Auch Teile des Landkreises Rostock sind betroffen. Neun Kitas in Mecklenburg-Vorpommern sind derzeit wegen Corona-Infektionen komplett geschlossen und können nicht einmal eine Notbetreuung anbieten.

Private Treffen dürfen nur noch mit einer Person außer dem eigenen Hausstand stattfinden; Kinder zählen dabei nicht mit. Zweitwohnungsbesitzer und Dauercamper von außerhalb des Bundeslandes dürfen nicht nach Mecklenburg-Vorpommern kommen. Tagesausflüge in den Nordosten waren zuvor schon verboten. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach lobte Schwesig dafür, dass Mecklenburg-Vorpommern den vorsichtigen Weg wähle – auch bei den Schulen. News4teachers / mit Material der dpa

Hunderttausende Schüler kehren in die Schulen zurück – in die 3. Welle hinein. Bund will Schulen jetzt doch schon bei Inzidenz 165 schließen

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29 KOMMENTARE

  1. Vielleicht sollte man gegenüber Gebauer , Laschet , Laumann und Stamp einmal den Begriff “ Mecklenburg-Vorpommern “ fallen lassen …

    • Bitte auch in den anderen Bundesländern.

      Die Inzidenzen schießen langsam aber sicher nach oben. Geld soll offensichtlich nicht in die Schulen gesteckt werden (Luftfilter, Trennwände), also bitte das einzig verantwortungsvolle machen: Schulen zu, Lehrer:innen impfen und dann mit einer immunisierten Lehrerschaft, die sich dennoch weiterhin an die Hygienekonzepte hält, verantwortungsvoll die Schulen bei vertretbaren Zahlen öffnen.

      In NRW sind doch eh gefühlt die Hälfte aller Kreise über 165 und demnach ab nächster Woche geschlossen (sofern das Gesetz in seiner jetzigen Fassung beschlossen wird). Selbst bei uns im super ländlichen Westmünsterland liegen wir bei ~140, Tendenz steigend.

      Ich habe nicht gedacht dieses Jahr noch einmal etwas positives von einer KuMi zu hören, aber vielleicht ist das auch bereits taktischer Wahlkampf der SPD, sich von den CDU regierten Ländern in der Schulpolitik abzugrenzen, um insbesondere Wählerstimmen der EuE zu erhaschen.

  2. Schwesig ist lernfähig und somit eine bessere Politikerin als all die anderen, die Corona wie Kleinkinder wegblenden. Weiter so!

  3. Oh das könnte der nette Herr Lorz und Herr Bouffier(Ironie) ,sich mal als Vorbild nehmen. Macht zu die Tür.

  4. Dieses Vorgehen sollte in jedem Bundesland im wahrsten Sinn des Wortes „Schule machen“, sonst bekommen wir die Situation für die Schulen nie in den Griff. Danke MV!

  5. Wow- Ich bin erstaunt….. Da geht was! War die Manuela nicht auch immer von der Fraktion Bildungsgerechtigkeit u.ä.?! Endlich Vernunft!

  6. Das klingt doch endlich mal danach, dass eine Landesfürstin verstanden hat, was gegen Corona hilft. Ich stolpere allerdings immer wieder darüber, wenn von geimpften Lehrern gesprochen wird. Auch wenn alle Lehrer absehbar eine erste Impfung erhalten, haben sie doch erst einen vollständigen Impfschutz zwei Wochen nach der zweiten Impfung! Aktuell ist der Abstand zwischen den beiden Impfungen bei Biontech etwa sechs Wochen, d.h. erst acht Wochen nach der ersten Impfung besteht dann ein vollständiger Impfschutz. Konsequenterweise müssten dann die Schulen auch so lange zu sein!

  7. Es wird immer deutlicher, dass Frau Gebauers Aussage, Lehrer weiterführender Schulen könnten noch nicht geimft werden, weil es ja eine festgelegte Impfreihenfolge gibt, eine Täuschung ist. Es ist sehr offensichtlich, dass es jeder Landesregierung möglich ist, zu entscheiden, dass nun alle Lehrer geimpft werden. BaWü schon lange, Sachsen, Niedersachen, Mecklenburg-Vorpommern…
    Es ist ein Skandal, dass das in NRW (und manchen anderen Bundesländern) nicht gemacht wird!

  8. Auf der A20 kommt kurz hinter Lübeck ein Schild „ehemalige innerdeutsche Grenze 1945 – 1990. Das „ehemalige und „-1990“ kann man getrost wieder srtreichen.
    An „Schwesigs“ Stelle würde ich mir einmal darüber Gedanken machen, von wessen Geld sie lebt.
    Hauptsächlich von dem Geld, dass Touristen und Tagestouristen nach MVP bringen.
    Sprich von dem Steuergeld, dass gerade in MVP hauptsächlich das Hotelgewerbe und die Gastronomie erwirtschaftet.
    Deshalb Frau Schwesig, bitte etwas weniger Arroganz gegenüber den Touristen und etwas weniger Ignoranz gegenüber den Angestellten des Hotel- und Gaststronomiegewerbes, die gerade in MVP auch unter normalen Umständen -sprich Vollbeschäftigung- gehaltstechnisch am Existenzminimum leben.
    Ich würde mir wünschen, -da bin ich ganz ehrlich- dass sie, Frau Schwesig bei den nächsten LTW aus dem Schweriner Landtag hinausgefegt werden!!!

    Bemerkung:
    Ich habe ein anderes Hintergrundwissen als diejenigen, die täglich nur das erfahren, was in den Main Stream Medien bzw. der Main Stream Presse berichtet wird und weiss deshalb ganz genau, warum was und wie schreibe!!!

    Joerg Benzing

    • Kann aber nur klappen, wenn trotz bestehender Compliance-regelungen P. Amthor reingewaschen werden kann bzw, die CDU es schafft unfallfrei einen Spitzenkandidaten zu küren.

    • Und was genau kann jetzt Frau Schwesig dafür, dass die Hoteliers ihren Angestellten nur so kleine Gehälter zahlen? Lassen Sie uns doch an Ihrem Hintergrundwissen teilhaben.

  9. Da wird doch schon wieder das Narrativ verwendet, die Lehrer tragen das Virus in die Schulen.

    Oder wie soll man die Aussage wieder verstehen, dass die (erste) Impfung der Lehrkräfte die Schulöffnungen sicherer macht?

    • Wäre mir inzwischen ehrlich gesagt auch egal.
      Mein Vertrauen in Politik und Medien ist nachhaltig zerstört, ich habe über Monate gelernt, dass es Wertschätzung für die Arbeit von Lehrkräften höchstens im unmittelbaren Umfeld gibt.
      Jetzt wäre ich einfach nur froh, wenn das Infektionsrisiko für mich ganz persönlich durch eine Impfung sinken würde. Warum die Politik mir letztendlich eine Impfung zukommen lässt, dass ist mir längst egal.
      Auf Luftreiniger oder anderen angemessenen Arbeitsschutz werden wir wohl auch in der nächsten Pandemie vergeblich warten.

      • @ NRW-Lehrerin („werden wir wohl auch in der nächsten Pandemie“) – stets gut, auch an die Zukunft zu denken. Seit Jahrtausenden lebt die Menschheit mit Viren, und grundsätzlich wird das so bleiben.

        in der nächsten Pandemie …
        … in der übernächsten Pandemie …
        … usw.

        • Schon wieder so ein Spezialist … Als Biologin kann ich schon einordnen, was der Unterschied zwischen endemischen und pandemischen Viren und ihrem jeweiligen Gefahrenpotenzial ist.

          Vielleicht informieren Sie sich mal fachlich, bevor Sie die Phrasen eines Möchtegernvirologen unreflektiert wiederholen.

        • Herr von Roy, nach dieser Pandemie wird es viel weniger Menschen geben, die Ihren relativierenden Ausführungen Vertrauen schenken – schlicht aus persönlicher Erfahrung heraus – und damit wird in der nächsten Pandemie u.U. ein klein wenig sinnvoller und entschlossener gehandelt werden.

  10. Ein priorisiertes Impfen der LuL ist sicher längst überfällig, aber, wenn ich sehe, dass die Immunisierung der Erzieher(innen) in NRW, die dort wohl bis Ende April komplett abgeschlossen sein wird, von Stamp dazu benutzt wird, Kitas nicht mehr zu schließen, wird mir als Mutter bange. Angeblich soll die Priorisierung der EuE nur bewilligt worden sein aus dem Grund, dass dann kein weiteres Runterfahren der Kitas auf Notbetrieb mehr nötig sei. Deswegen bleiben die Kitas in NRW ja nun auch erstmal auf Biegen und Brechen (sogar bei Inzidenz größer 200) auf.

    Die Infektionsgefahr der Familien muss ebenso im Blick behalten werden. LuL und EuE zu impfen ist ein Anfang, reicht aber nicht. Der Impffortschritt muss in der Breite fortgeschritten sein, bevor man Schulen und Kitas grundsätzlich offen halten kann. Das werden die Entscheider(innen) vermutlich wieder anders sehen.

  11. Hat aber lange..sehr lange gedauert. Ich will nur dran erinnern dass sie Frau Merkel Mal vorgeworfen hat quasi Kinder zu quälen, weil Merkel schon damals Schulschließung favorisiert hat. Hat sich nur leider nie durchgesetzt…

  12. Zunächst waren nur die Kita- und Hort-Erzieher sowie die Lehrer und Mitarbeiter an Grundschulen geimpft worden. Mit den jetzt möglichen Impfungen der Beschäftigten an weiterführenden Schulen sollen die Schulöffnungen sicherer werden, …

    – – – – –

    So sehr ich Frau Schwesig und Herrn Tschentscher auch für ihren, in Relation betrachteten, vernünftigen Kurs beglückwünschen möchte … Halbwegs sicher ist keine KiTa und keine Schule bei hohen Inzidenzen und mangelhaftem Hygieneschutz für die Masse der hieran Beteiligten!

    Mitarbeiter in Kitas und Grundschulen sind geimpft?
    Wo? Glückliche haben bereits die Erstimpfung erhalten. So Einige bestimmt noch nicht mal diese (meine Tochter z. B.). Ein Impfschutz fehlt überall, da noch niemand in dieser Gruppe seine zweite Impfung erhalten hat und Impfschutz aufgebaut hat.

    Weiter mit Mitarbeitern in Förderschulen, an weiterführenden Schulen, in der Erwachsenenbildung usw. …
    Erste dürften sich hier über eine Erstimpfung bereits gefreut haben, die Masse der Mitarbeiter
    dürfte hierauf wohl noch warten. Zweitimpfung steht ebenfalls noch in weiter Ferne und damit ein Impfschutz.

    Tja und nun kommen wir mal zu den eigentlichen Beteiligten an Kita und Schule, den Kindern und Jugendlichen.
    Impfung? PUSTEKUCHEN – für die fast erwachsenen Jugendlichen noch mindestens ein paar Monate ausharren. Die Jüngsten und Jüngeren – na schauen wir mal, ob hier ein Impfstoff zugelassen wird.

    Kombinieren wir das mit den ganzen anhängenden Privathaushalten der Kinder, Jugendlichen und Mitarbeiter an Kitas und Schulen, was man spätestens seit der überwiegend vorherrschenden britischen Variante des Sara-Cov2-Virus muss … ach was für ein weites Feld für den Virus zur munteren Ausbreitung.

    Liebe ErzieherInnen, lieber LehrerInnen und alle anderen Beschäftigten im KiTa- und Schulkontext.
    Ich gönne euch so sehr eure bereits erfolgten oder kommenden Impfungen. Und es war und ist meiner Meinung nach richtig, dass ihr bevorzugt geimpft werdet. Aber bitte – HÖRT NICHT AUF ZU KÄMPFEN wenn ihr geimpft seid. Wir Eltern natürlich an erster Stelle, aber auch ihr habt eine Schutzaufgabe für die euch anvertrauten Kinder und Jugendlichen angenommen.

    Der Besuch von KiTa und Schule kann in den nächsten Monaten nur halbwegs sicher sein, wenn wirklich mal alles unternommen wird! Bedeutet,
    – die Inzidenz muss runter und unten bleiben,
    – auch die nächsten Monate wird ein Betrieb unter Volllast unmöglich sein,
    – es muss endlich deutlich in Gebäude und Technik investiert werden,
    – usw.

    • @ Mutter_aus_HH

      Danke, spannende Frage … vielleicht die Hälfte der heute und hierzulande üblichen bzw. angebotenen Impfungen sind etwas Großartiges und haben sicherlich schon vielen Menschen das Leben gerettet. Jede zweite der folgenden Impfempfehlungen des RKI überzeugt mich sehr und kann ich guten Gewissens weiterempfehlen.

      Empfehlungen der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut 2020/2021

      https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/Ausgaben/34_20.pdf

      https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/Ausgaben/34_20.pdf?__blob=publicationFile

      Die 2021 häufig zu vernehmenden Impfempfehlungen zum Schutz vor dem Coronavirus bzw. der Erkrankung COVID-19 überzeugen mich noch nicht und daher kann ich Corona-Impfstoffe einstweilen nicht weiterempfehlen.

      Aber dazu mag sich jeder eine Meinung entwickeln. Als mein Lesetipp dazu:

      Corona-Impfstoffe: Rettung oder Risiko? Wirkungsweisen, Schutz und Nebenwirkungen der Hoffnungsträger

      Buch von Clemens G. Arvay

    • Sehr geehrte Minna,

      das, worauf Sie verlinken, ist kein Bericht (deshalb „berichten“ wir das nicht), sondern ein Kommentar, also ein Meinungsbeitrag. Die Fakten darin (Jugendämter warnen davor, dass es mehr Schulabbrecher geben könnte) haben wir bereits berichtet. Und was die dargelegte Meinung betrifft: Wir halten sie für nicht überzeugend. Der Autor sagt für Kinder aufgrund der Schulschließungen spätere Einkommensverluste voraus, was wir schon für Unsinn halten. Bildung ist sehr viel komplexer als 3 Monate Schule = 125 Euro netto.

      Den von Schulschließungen betroffenen Kindern deshalb sogar eine kürzere Lebenserwartung vorherzusagen, ist u. E. völlig an den Haaren herbeigezogen. Wenn dann noch gleichzeitig die sehr viel näherliegenden negativen Gesundheitsfolgen für Schüler und ihre Familien aufgrund eines ungebremsten Infektionsgeschehens in den Schulen ignoriert werden, dann sind wir raus. Das ist für uns keine seriöse Argumentation mehr, auch wenn sie von Kultusministern und Ministerpräsidenten genau so geführt wird.

      Wir wüssten stattdessen lieber, was diese Politiker denn dafür getan haben, damit Präsenzunterricht stattfinden kann und förderbedürftige Schüler in der Krise gefördert werden. Genau: Nichts (außer ein vierseitiges Faltblatt zum Lüften der Klassenräume herauszugeben). Das ist für uns schlicht Heuchelei.

      Interessant ist für uns folgender Umstand: Die Ministerpräsidentin (Schwesig), die der Bundeskanzlerin wegen deren Drängens auf Schulschließungen noch vor Kurzem unterstellt hat, sie würde gegen die Interessen der Kinder handeln – schließt jetzt selbst die Schulen. Offenbar hat Frau Schwesig mittlerweile erkannt: Krokodilstränen nützen niemandem, auch den Kindern nicht. Infektionsschutz nützt dagegen vielen.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

      • Auch von mir danke für die ausführliche Antwort.

        Minna
        Auch wenn Sie es noch so gerne hätten, aber die Welt dreht sich nicht wie Sie es wollen, genauso wenig der Virus.
        Was wollen Sie tun um Kinder zu schützen?
        Ach ich vergaß, Sie glauben ja nicht, dass das alles sooo schlimm ist.

  13. Hoffentlich ist diese in diesen Tagen mutige und richtige Entscheidung von Frau Schwesig nicht wirklich nur dem Wahlkampf geschuldet, denn auch die SPD sieht so langsam “ ihre Felle wegschwimmen…“
    Ich kann mich auch daran erinnern, dass sie vor nicht allzu langer Zeit den “ Kurs“ der Schulschließungen, obwohl schon damals dringend angemahnt, vehement abgelehnt hatte und dies als Einmischung des Bundes in ihr Bundesland betrachtete…
    Woher also dieser plötzliche Sinneswandel???

    Wenn wirklich ehrlich, dann Respekt, Frau Schwesig!

    Die Krönung liefert heute allerdings KM Piwarz,
    der die drohende Schließung wieder als sinngemäßes Einmischen in die Kompetenzen der einzelnen Länder bezeichnete…
    Lt. MDR…“ Der Bund regiere damit in einen Bereich hinein, wo er inhaltlich keine Kompetenz habe…“
    Bitte welche inhaltliche Kompetenz?…“

    Nur, weil Herr Piwarz drei schulplichtige Kinder hat, prädestiniert es ihn noch lange nicht zum KM mit inhaltlichen Kompetenzen.
    Über Kompetenzen verfügen die im Schulbereich tätigen und an der Basis agierenden Lehrer/innen und Erzieher/innen
    aufgrund von Berufs- und Lebenserfahrung.

    Herr Piwarz hat den Ernst der Lage noch immer nicht “ geschnallt“

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