Ex-Bildungsministerin Schavan zu Marx: Strafrechtliche Aufarbeitung reicht nicht

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ULM. Für die ehemalige Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) ist das Rücktrittsgesuch des Münchner Kardinals Reinhard Marx ein «starkes Zeichen, das hoffentlich zu einem Beben in der katholischen Kirche» führen werde. Marx habe deutlich gemacht, dass es moralische und politische Verantwortung gebe, die nicht durch strafrechtliche Aufklärung ersetzt werden könne, sagte die frühere Botschafterin beim Vatikan.

Schavan zeigte sich zuversichtlich, dass der Reformprozess Synodaler Weg in der katholischen Kirche in Deutschland gestärkt werde. «Der Einfluss derer, die keine Erneuerung der Kirche wollen, wird immer weniger relevant werden.» Im übrigen sei sie überzeugt, dass Marx in der Weltkirche auch weiter eine wichtige Rolle spielen werde.

Anette Schavan. Die engagierte Katholikin hofft sich „ein Beben“ in der Kirche Foto: Andreas Schepers / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Schavan engagiert sich seit Jahrzehnten in der katholischen Kirche und war fünf Jahre Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK).

Marx hat Papst Franziskus seinen Rücktritt vom Amt des Erzbischofs von München und Freising angeboten. Er zieht damit Konsequenzen aus dem jahrelangen Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche. (dpa)

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1 KOMMENTAR

  1. Ex-Bildungsministerin – und Ex-Doktor.
    Und ohne Studienabschluss! Lediglich Abitur.
    Mit anderen Worten: Diese Frau hat als Kulusministerin einen Haufen verbockt und jeder ihrer „Untergebenen“ vom Grundschullehrer bis zum Ministerialdirektor hatte mehr auf dem Kasten.

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