Kretschmann fordert Impfpflicht für Lehrkräfte – ein Ablenkungsmanöver?

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STUTTGART. Angesichts der riskanten Lage in den Krankenhäusern und der schleppenden Corona-Impfrate fordert Baden-Württemberg eine Impfpflicht (auch) für Lehrer. «Wir haben immer gesagt, je nach Entwicklung der Pandemie muss man bei bestimmten Berufsgruppen darüber nachdenken», sagte eine Sprecherin des Staatsministeriums von Ministerpräsident Wilfried Kretschmann (Grüne). Lehrerverbände halten das angesichts einer Impfquote von 95 Prozent in ihrer Berufsgruppe für aberwitzig. Steckt ein politisches Ablenkungsmanöver hinter der Forderung?

Bringt eine seltsame Forderung in die Debatte: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg

Zum Auftakt des heutigen Treffens der Gesundheitsminister in Lindau am Bodensee hatte auch schon der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) eine  Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen gefordert – darunter auch Lehrkräfte. «Nachdem wir lange auf Appelle und die Einsicht der Menschen gesetzt haben, ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, eine Impfpflicht für Beschäftigte in sensiblen Bereichen wie dem Gesundheits- oder dem Erziehungs- und Bildungswesen zu fordern», hatte der Grünen-Minister erklärt. Es dürfe nicht dieselben Szenarien wie im vergangenen Jahr geben, forderte Lucha. Damals seien viele alte Menschen an einer Corona-Infektion gestorben, weil das Virus von außen in Einrichtungen getragen worden sei.

Ein Ablenkungsmanöver für eine gescheiterte Corona-Schutzpolitik an Schulen? Erst vor drei Wochen war von der grün-schwarzen Landesregierung die Maskenpflicht im Unterricht gestrichen worden – seitdem explodieren die Inzidenzen unter Schülerinnen und Schülern.

«Wer eine Impfpflicht für Lehrkräfte fordert, trägt Eulen nach Athen – und setzt die falschen Prioritäten»

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hält eine Impfpflicht für Lehrkräfte deshalb auch für abwegig. «Jetzt ist es am wichtigsten, dass die Politik nicht wochenlang über das Thema Impfpflicht diskutiert, sondern ihre Hausaufgaben erledigt», sagte die GEW-Landesvorsitzende Monika Stein. Landesregierung und Schulträger könnten für mehr Luftreinigungsgeräte sorgen und mit mehr Engagement für das Impfen werben. «Ich weiß aus Klassen an Berufsschulen, in denen erst die Hälfte der Schülerinnen und Schüler geimpft ist», sagte sie. «Warum steht nicht vor jeder Beruflichen Schule ein Impfmobil? Die Landesregierung und die Schulträger können hier noch mehr tun.»

Vom Verband Bildung und Erziehung (VBE) kommt ebenfalls Widerspruch. Der Verband habe den Lehrerinnen und Lehrern stets empfohlen, sich impfen zu lassen, eine Pflicht dazu aber abgelehnt, sagte der VBE-Landesvorsitzende Gerhard Brand auf Anfrage. Eine Impfpflicht sei mit Blick auf die außerordentlich hohe Impfbereitschaft der Lehrkräfte auch völlig unnötig. Brand verwies auf das aktuelle Schulbarometer, eine aktuelle repräsentative Umfrage, nach der bereits im September 95 Prozent der Lehrkräfte geimpft waren. «Wer weiterhin eine Impfpflicht für Lehrkräfte fordert, trägt Eulen nach Athen – und setzt die falschen Prioritäten», sagte Brand.

„Die Impfquote von 95 Prozent bei Lehrkräften zeigt, dass Pädagoginnen und Pädagogen Verantwortung übernehmen“

Ähnlich hatten sich bereits die Bundesspitzen von GEW und VBE im Zusammenhang mit der Studie geäußert. „Die Impfquote von 95 Prozent bei Lehrkräften zeigt, dass Pädagoginnen und Pädagogen Verantwortung übernehmen – und alle Diskussionen über eine Impfpflicht von Lehrkräften an den Problemen vorbeigehen“, unterstrich GEW-Bundesvorsitzende Maike Finnern. Und VBE-Chef Udo Beckmann erklärte: „Die vielfältigen Unkenrufe nach einer Impfpflicht von Lehrkräften bekommen durch die Umfrage eine weitere Bremse. 95 Prozent der Befragten gaben bereits im September an, geimpft zu sein. Dies deckt sich mit unseren Eindrücken und weiteren Erhebungen, die teilweise nur länderspezifisch veröffentlicht sind. Wer weiter eine Impfpflicht für Lehrkräfte fordert, macht sich lächerlich.“

Oder, das könnte gemutmaßt werden: Er will vom eigenen politischen Versagen ablenken. News4teachers / mit Material der dpa

Schopper schließt Rückkehr zur Maskenpflicht im Unterricht ausdrücklich (!) nicht aus

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44 KOMMENTARE

  1. Solange es mir als Lehrer offiziell verboten wird, Schnelltests meiner Schule zu nutzen, da ich geimpft bin, soll Kretschmann die Schnauze halten.
    Schoppers Absicht Masken einzuführen kommt zu spät, da erstmal weiter ohne Masken und ohne Abstand Unterricht stattfindet. Schlimmer kann es eigentlich nicht kommen.

    Sehenden Auges ins Verderben. In Deutschland werden solche Traditionen gerne bewahrt…

    • Hallo,
      ich bin geimpft, bin Lehrer in BW und darf mich 3 mal die Woche mit einem Schultest testen. Woher kommt da Verbot? Vom Träger, von der Schulleitung?

      Gruß

      • Anweisung durch die Schulleitung, die -meines Wissens- die Anweisung vom Schulamt hat. Kann es evtl. Unterschiede bzgl. GS und weiterführenden Schulen geben? Bin an einer GS.

        Habe von befreundeten Lehrerinnen vernommen, dass es an anderen Grundschulen nicht befolgt wird. Evtl. haben Sie eine verständnisvollere Schulleitung?

        • Hallo,
          Ich mach aus verständnisvoll einfach realitätsnahe Schulleitung. Jeder der will kann sich testen lassen, alles andere wäre ja pervers.
          Und ja bin an einer beruflichen Schule.

          Gruß

          • Hallo Ale,
            ich habe nochmals genau nachgeschaut. Seit Anfang Oktober habe ich diese Anweisung über die Schulleitung erhalten. Ausdrücklich verboten ist dabei die Nutzung schuleigener Tests und der Hinweis, dass die Lehrer dies ab jetzt auf eigene Kosten machen müssen.

            Viele Grüße

  2. Es wird immer schmutziger die Wäsche und Herr Kretschamann und Frau Schopper waschen die Wäsche immer schmutziger. Es geht in dem Ausnahmezustand nur um Machtpositionen und nicht um Gesundheitsschutz. Erschreckend wie Herr Kretschmann und Frau Schopper von Ihren Unfähigkeiten ablenken und nicht Handlungsfähig reagieren um Gesundheitschutz zu leisten. Die Durchseuchung wird vertreten und eisern verfolgt und eine Schülerschaft und deren Familien werden zur SDurchseuchung freigeben.

  3. Ich bin für Impfpflicht der LuL, EuE, aber nur , wenn es auch eine Impfpflicht für Eltern gibt, Ansonsten macht es keinen Sinn. Die meisten KuK sind ja sowieso schon geimpft. Ich übrigens auch!

    • Verständnisfrage @potschemutschka
      wahlweise @Redaktion oder wer mir sonst weiterhelfen kann / mag:

      Als genderischer generisch maskuliner Analphabet stehe ich jetzt echt auf dem Schlauch, was die verwendeten Abkürzungen anbelangt.
      Bisher dachte ich:
      LuL= Lehrerinnen und Lehrer, KuK= Kolleginnen und Kollegen, korrekt?
      Ich selbst dürfte KuK nicht verwenden, da ich hier als Mutter lese / schreibe und nicht zur genannten Berufsgruppe gehöre, korrekt?
      Aufgrund der Formulierung des Posts, bezüglich dessen ich hier nachfrage(n muss), gehe ich davon aus, dass potschemutschka hingegen zu dieser Berufsgruppe gehört, korrekt?
      Im Prinzip bezeichnen – in diesem Kontext, mehr dazu s.u. – LuL und KuK also ganz genau dieselben Personen, korrekt?
      Warum dann zwei unterschiedliche Abkürzungen? Mich verwirrt das. Nur mich?
      EuE ist mir, mea culpa, bislang noch nirgendwo untergekommen.
      Spontan schoß mir „Eltern und Eltern“ ein, aber Eltern sind ja praktischerweise rein vom Begriff her schon gegendert, vom nicht so recht passenden Satzzusammenhang ganz zu schweigen.
      EuE= Erziehungsberechtigte und Erziehungsberechtigtinnen?
      Kreativ, klingt jedoch schräg, und irgendwie der Kontext… Nicht korrekt, korrekt?
      Bitte kläre mich, wer auch immer so nett sein mag, über die hier verwendeten Abkürzungen auf und liefere gerne der Vollständigkeit halber weitere nach, die ggf. fehlen.
      Doch, eine fällt mir gerade selbst noch ein:
      SuS= Schülerinnen und Schüler, korrekt?
      Sonst noch was vergessen? Damit ich beim nächsten Post dieser Art von vornherein sinnentnehmend mitlesen kann und nicht wie die Öchsin vorm Berg stehen muss.
      Und nein, ich möchte hier KEINESFALLS (schon wieder (versehentlich)) eine dieser höchst unerquicklichen, zu nichts führenden Genderdebatten lostreten, und ums Trollefüttern geht es mir auch nicht, wie gerne mal unterstellt wird.
      Ich möchte lediglich dazulernen, um die Abkürzungen so, wie sie von den SuS (hier: Schreiberinnen und Schreibern, AuA (Autorinnen und Autoren) scheinen mir bei einem Post zu hoch gegriffen), gemeint sind, übersetzen zu können, auch wenn mir das mit 55 Jahren zunehmend schwerer fällt.
      (Bei Bedarf darf man den Satz gern mehrfach lesen. Passt schon.)
      Danke!
      P.S.: Verspätete Eingebung, nicht als Stilmittel verwendet, sondern tatsächlich erst jetzt gekommen:
      EuE= Erzieherinnen und Erzieher, korrekt?
      Transferleistungsangebot, denn meine damaligen LuL, die wir Lehrer nannten, sie uns Schüler, welche allerdings nie meine KuK waren, wussten einen Blick über den eigentlich vermittelten Stoff stets sehr zu schätzen:
      In meiner Jugend hätte KuK logischerweise für Kindergärtnerinnen und Kindergärtner stehen müssen, die ihre Kolleginnen und Kollegen identisch abzukürzen gehabt hätten.
      Zumindest in der Mathematik ist, welch sympathischer Zug dieses nicht unumstrittenen Faches, eine solche Doppelbelegung ein absolutes nogo. In der „guten alten Zeit“ gab es jedoch zum Glück weder diese Art der Abkürzungen noch (männliche) Kindergärtner. Gerade nochmal gut gegangen.
      Seit wiederum die sich zunehmender Beliebtheit erfreuenden XuX-Abkürzungen, ohne hier jemandem ein X für ein U vormachen zu wollen, Einzug hielten, gab es praktischerweise bereits keine Kindergärtner – egal welcherlei Geschlechts – mehr, denn diese Bezeichnung ist politisch nicht mehr korrekt. Gerade nochmal gut gegangen.
      Bemerkung am Rande: Ich durfte wie eine Blume im Garten in meinem persönlichen Tempo wachsen und gedeihen, bis auf Gedeih und Verderb der Schuleintritt kam. Kinder von heute hingegen werden von klein auf erzogen, an ihnen wird gezogen. Dabei weiß jeder gute (Kinder-)Gärtner, dass Gras nicht schneller wächst, wenn man daran zieht.
      Zurück in die Gegenwart: Wenn jemand aus der Gruppe der EuE, so ich die in meiner verspäteten Eingebung passend gedeutet haben sollte, von KuK spricht, sind diese KuK keinesfalls gleichzusetzen mit dem Personenkreis, den jemand aus der Riege der LuL als KuK bezeichnen würde, KuK wird also kontextabhängig verwendet, während LuL, EuE und SuS absolute Personenkreise bezeichnen, korrekt?
      Können SuS von KuK sprechen? Sind das dann Kumpelinnen und Kumpels bzw. Kolleginnen und Kollegen aus ihren eigenen Reihen, oder könnten sie das mal versehentlich auf Ihre LuL beziehen, wo doch an Schulen oft allgemein vom Kollegium die Rede ist? Nicht, dass da versehentlich etwas durcheinanderkäme.
      FuF (Fleischerinnen und Fleischer, Friseurinnen und Friseure, Froschmänner und Froschfrauen …, nur so als Beispiele), haben wiederum ihre ganz eigenen berufsspezifischen KuK, jedoch keinesfalls im Sinne von LuL, korrekt?
      LoL, sorry, lol!
      Ich sehe schon, ich werde noch viel auf diesem Gebiet lernen müssen. Dazu bin ich gern bereit.
      Nett, wenn mir hier jemand dabei hilft, daher dieses SoS, sorry, SOS, langsam bin ich wirklich völlig durch den Wind. Daher im Windeseile duckundweg.

      • Sie haben recht, die Abkürzungen können für Verwirrung sorgen. Habe ich vorher nicht so gesehen. Ich meinte mit LuL – Lehrerer, mit EuE – Erzieher. und mit KuK – Kollegen (jeweils m/w/d). Unter Kollegen verstehe ich Lehrer und Erzieher. Danke für Ihren Hinweis, ich werde versuchen in meinen nächsten Posts etwas genauer zu formulieren.

        • @ potschemutschka

          Danke für die Klarstellung der Abkürzungen und Verständnis, dass sie durchaus für Verwirrung sorgen können. Wie ich annehme, nicht nur bei mir.
          Statt in Abhängigkeit vom jeweiligen, ggf. unbedarftem Leser, wie ich einer auf diesem Gebiet bin, umständlich erläutern zu müssen, dass mit LuL Lehrer aller denkbaren Geschlechter gemeint sind, analog EuE sowie KuK o.ä. Verwendung finden, bietet es sich an, direkt oben über einen Text oder im ersten Satz zu definieren, dass im Folgenden das generische Maskulinum für alle Geschlechter zu verstehen ist, jeder sich darin wiederfinden kann / darf / soll, ja geradezu muss, und schon können alle die weiteren Zeilen ohne zusätzliche Erläuterungen oder die Gefahr von Missverständlichkeit begreifen.
          Das ist mein rein persönliches subjektives Textverständnis und sicherlich Geschmackssache. Für ebenso praktisch wie praktikabel halte ich es dennoch, ganz im Gegensatz zu den diversen Genderversuchen, die gerade konkurrierend im Umlauf sind. Sprachlich überzeugen konnte mich davon bislang noch kein Ansatz.
          Vielleicht kommt der große Wurf noch, perspektivisch idealerweise, aber bis dahin gilt für mich: Wozu kompliziert, wenn die Berücksichtigung der verschiedenen Geschlechter doch ganz einfach geht?

          • Silke Vogt, wenn es Ihnen primär um die Vereinfachung geht, dann empfiehlt sich unbedingt die konsequente Verwendung des generischen Feminins.

            „Mitgemeint“, was für ein armer Ausdruck für selbstzufriedenstellende Bequemlichkeit.

          • @unverzagt
            Warum generisches femininum? Das ist doch auch irgendwie diskriminierend für alle männlich und divers und andere. Dann schon eher generisches neutrum, ach nee, das diskriminiert ja wieder die weiblichen und männlichen. Meine Meinung: Mit künstlichen Sprachkonstrukten schafft man keine Gleichberechtigung und Antidiskriminierung, da gibt es wichtigere Baustellen (gleiche Löhne …)

    • Genau so sehe ich das auch. Bin auch geimpft. Impfquote in unserem LK liegt bei 53%, die der LuL dürfte weit höher liegen. Dann sollte man erst mal über Impfpflicht für Eltern reden, denn gebetsmühlenartig wird ja seit Monaten gepredigt, dass die meisten Infektionen nicht in der Schule, sondern im privaten Umfeld passieren.

  4. Dieser Mann hat 21 Mio Euro für die Kampagne „The Länd“ ausgegeben. Ich wiederhole: The Länd!
    21 000 000 Euro!

    Wieviel Luftfilter wären das eigentlich gewesen?

    • Luftfilter stehen im Kultusministerium in jedem Büro. In unserer Schule sind 98% geimpft. Für die Kinder wurde lediglich eine CO2 Ampel (die kaum sichtbar blinkt und nicht hörbar piepst) durch die Gemeinde angeschafft. Die von Lehrern*innen und Eltern geforderten Luftfilter gibt es nicht (außer die L. haben private ein Gerät angeschafft). Die Devise heißt Lüften und Abstand halten (unmöglich in den viel zu engen Zimmern mit 28 Schüler*innen). Die Masken der Grundschüler sind häufig nicht einmal medizinische, die kleinen Kindermasken sind häufig keine. Vom KM wurde kurz vor den Herbstferien (m.E. als Testlauf) die Maskenpflicht in GS aufgehoben. Nur im Treppenhaus und Toilette werden sie noch getragen.
      Ich bin der Meinung, es hätte keinem geschadet die Masken bis zum Frühling zu tragen.
      Ich werde auf jeden Fall nach den Herbstferien trotz Impfung mit FfP2 Maske zu Schule gehen, um die Kinder zu schützen.
      Zu Schulschließungen darf es auf keinen Fall mehr kommen, wir Kollegen*innen merken deutlich die großen Defizite der Kinder in allen Bereichen.

  5. Ich bin für eine Impfpflicht für Eltern von Kindern, die in Betreuungseinrichtungen gehen. Damit lassen sich Traumata bei den Kindern vermeiden, die durch schwere Corona-Erkrankung, Long Covid oder dem Tod eines Elternteils durch Covid entstehen, ebenso durch die Schuldgefühle, die ein Kind für immer hätte, wenn es das Elternteil angesteckt hätte. Hier geht es also um das Kindswohl. Kinder sind existenziell auf ihre gesunden Eltern und deren Fürsorge angewiesen. Außerdem sind vermutlich mehr Eltern ungeimpft als Lehrkräfte, so dass eine Impfpflicht hier mehr Sinn machen würde.

    • Und ich finde, dass viel mehr Traumata durch einen übergriffigen Staat entstehen, der sukzessiv immer mehr Grundrechte abschafft und Meldung von an Impfungen verstorbenen Impftoten, an Covid verstorbenen vollständig geimpften Flugreisenden und #plötzlichundunerwartet verstorbenen (Leistungs-)Sportlern (darunter Co-Trainer der Bundesliga) wirken eben auch nicht gerade traumavermeidend (und nein, damit ist nicht gemeint, dass die Meinungsfreiheit (noch mehr) abgeschafft und Zensur (weiter) aufgebaut werden soll).

      PS: Bei einer Überlebenschance von 99,998% unter gesunden Kindern, findet das Traumata ohnehin nur in ihrem Kopf statt.

      • Der Singular ist „das Trauma“. Der Gedanke an solch‘ einen Formulierungskünstler im Schuldienst verursacht ein solches….

        • „Grammatik
          das Trauma; Genitiv: des Traumas, Plural: die Traumen und Traumata“
          https://www.duden.de/rechtschreibung/Trauma

          Ich denke, schlimmer als ein MINT-Lehrer, der weiß, dass mehrere Traumata bei einer Person (z.B. mehrere Verletzungen an einem Körper) oder mehrere Personen je ein Trauma haben können, ist ein Deutschlera, der nicht einmal seine Arbeit beherrscht. Das entspricht aber nur dem klassischen Klischee, dass wir MINTler von den Sprach- und Gesellschaftswissenschaftlern haben.

          • ‚“…findet das Traumata…“
            In der Tat beherrscht so mancher Deutschlehrer diese grammatikalischen Kniffe nicht und freut sich ob der freundlichen Hinweise.
            Danke- auch für das Amüsement dadurch.
            Sicher erlernten Sie viel in Praktikas und nehmen bei Bedarf auch mal ein Antibiotika. 😉

      • Es sind bisher 3400 Personen bis 59 Jahre an Corona gestorben und es werden noch ein paar mehr werden. Viele davon haben Kinder. Von der unfassbar großen Zahl gestorbener Großeltern rede ich da noch gar nicht. Es liegen gerade vermehrt Eltern auf den Intensivstationen. Nie höre ich von der Trauer, der Angst und der Belastung dieser Kinder. Kinder scheinen ausschließlich wegen Regeln und Masken zu leiden. Die Toten durch Impfung finde ich schlimm. Schlimmer finde ich aber die Zahlen der Toten durch Corona und auch die mit Long Covid. Auch da sehe ich die Kinder nicht mehr gut versorgt zu Hause, wenn ein Elternteil kaum noch auf die Füße kommt. Auch Trauer um den an Corona gestorbenen Partner oder andere Familienangehörige halte ich für kindswohlgefährdend. Deshalb empfinde ich es als Notwendigkeit, dass Eltern geimpft sind. Sie sollten ihre Kinder nicht dieser Anspannung und der Verlustangst aussetzen, ob ihre Eltern sich mit Corona infizieren. Ich möchte nicht in der Haut eines coronainfizierten Kindes stecken, das ungeimpfte Eltern hat und hoffen muss, dass „alles gut geht“.

        • @TaMu
          „Das PEI verzeichnete nach eigenen Angaben bis Ende September insgesamt fünf solcher Verdachtsfälle, die sich auf Todesfälle von Kindern und Jugendlichen im Abstand von zwei bis 24 Tagen nach einer Impfung mit dem Produkt von Biontech/Pfizer beziehen.“
          https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Nach-Todesfall-Kreis-Cuxhaven-impft-nur-noch-gesunde-Schueler,impfung854.html

          Seit erst wie vielen (übertrieben) Tagen werden Kinder geimpft?
          Und wie dicht ist das Kontrollnetz zu den Nebenwirkungen dieses ungetesteten Impfstoffes, deren „Wirksamkeit“ nur auf unseriösen Herstellerangaben fungieren?
          https://www.bmj.com/content/375/bmj.n2635

          Wieviele Verdachtsfälle (egal ob jung oder alt) fallen durch das Raster, weil politisch oder medial überhaupt kein Interesse besteht, dass solche Fälle aufgeklärt werden?

          Vielleicht sollten Sie einmal anfangen Ihre Ersatzreligion kritisch zu hinterfragen!

          • „ungetesteten Impfstoffes“

            Also der Impfstoff wird grade seit einem Jahr an Millionen von Leuten „getestet“. Ab wann wäre ein Test für Sie abgeschlossen?

            Ach was versuche ich da überhaupt. Es wird irgendein schwurbeliges neues Argument gesucht, warum auch bei der Millionenfachen Impfung es einfach nicht so genau untersucht wurde, ob es wirklich gar keine bösen Auswirkungen gegeben hat.
            Und wenn man das widerlegt hat (bspw. mit israelischen Studien) kommt bestimmt, dass alles nur Fake ist und man einfach nicht sicher sein kann.

            Wie sagte Thunberg… blablabla.

            Wer nicht will bekommts halt. Also also Cvid19, da sind sich viele Virulogen und Epidemiologen einig.
            Und vielleicht gehts gut, vielleicht auch nicht. Ich habe mein vielleicht auch nicht mit dem Boostershot verringert. Ich bin froh um den dritten Shot im Angesicht dämlicher Lämmer, die der Leer-/Schwer-/Querdenkerszene hörig sind.

            Im Dezember gibts wieder eine „angemessene“ Betroffenheit.

          • Bei Telegram wird dieses düstere Geraune mit Andeutungen und Hinweisen bestimmt netter kommentiert.
            Zu den bisherigen Fällen bei Kindern:
            https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/zwoelfjaehriger-junge-cuxhaven-corona-impfung-infektion-100.html
            1.9 Millionen zwischen 12 und 17 geimpft, davon 5 Todesfälle mit exakt Null Fällen, bei denen sich das bisher ursächlich allein auf die Impfung zurückführen lässt. Macht nach der beliebten Rechenmethode unserer Kultusminister 0.00025%, aber das ist ja sicherlich völlig falsch, weil tausende von Fällen unterdrückt werden.
            Natürlich war ihre Frage nach den Kontrollen nur Gerede, trotzdem gerne eine kleine Info https://www.aerzteblatt.de/archiv/61244/Impfsicherheit-heute
            Ist aber wahrscheinlich nur Lügenpresse…
            Allerdings selbst dann bei weitem nicht so schädlich wie ihr Gemisch aus Lügen (‚ungetesteter Impfstoff‘), Unterstellungen (unterdrückte Fälle) und Diffamierungen (Ersatzreligion).
            Lese ich leider jede Woche ähnlich in den Erklärungen, warum Kind X und seine Geschwister erst wieder zur Schule kommen, wenn der staatliche Meinungsterror beendet ist.

          • Hmpf

            Korrektur von
            Ich habe mein vielleicht auch nicht mit dem Boostershot verringert.

            Ich habe mit meinem Boostershot hoffentlich (vielleicht) mein Risiko verringert. Israelische Studien berichten jedenfalls davon.

  6. Kretschmann sollte eher fordern, dass sich die Eltern der Schul- und Kitakinder impfen lassen. Das würde diese deutlich besser schützen, da Eltern im Normalfall den engeren Kontakt zu ihren Kindern haben als Lehrer, und die Impfquote unter Lehrkräften eh überdurchschnittlich hoch ist. Aber Impfpflicht für die zu fordern, die die größte Verantwortung für die Gesundheit ihrer Kinder haben – das ist ja unpopulär.

  7. Häh? 95% der Lehrer in BaWü sind laut Schopper doch geimpft. Damit hatte sie doch auch geworben, oder?

    Und jetzt Impfpflicht? Was soll denn da noch groß besser werden? Ich wette, dass in den 5% auch noch 2% sein werden, die man aus medizinischen Gründen nicht impfen kann…

  8. Schweden hat keine vierte Welle und man wundert sich, warum. Könnte es vielleicht an den in allen Klassen installierten Raumluftfiltern liegen? In Deutschland werden seit Beginn der Pandemie nur zweckfreie Mantren gebrabbelt. Imfplicht für Lehrkräfte (also die ehemaligen Impfdrängler, man erinnere sich) ist so eins (bei der wohl höchstens Impfrate eines Berufsstandes überhaupt).

  9. Ich plädiere für eine allgemeine Impfpflicht- anders wird es nicht gehen und die Politik muss sich hier einfach mal ehrlich machen.

  10. KUMI BaWü, 5. November 2021, https://km-bw.de/site/pbs-bw-km-root/get/documents_E2103613417/KULTUS.Dachmandant/KULTUS/KM-Homepage/Artikelseiten%20KP-KM/1_FAQ_Corona/2021-11-05%20MD-Schreiben%20-%20Situation%20nach%20Herbstferien.pdf

    „[…] in Baden-Württemberg steigen die Corona-Infektionszahlen wieder stark an. Aufgrund
    der bereits hohen Belastung des Gesundheitssystems hat das Landesgesundheitsamt
    am Mittwoch die Warnstufe ausgerufen. Sollte sich die Entwicklung durch die nun zu-
    sätzlich geltenden Maßnahmen nicht abflachen, ist zu erwarten, dass auch die soge-
    nannte Alarmstufe eintreten kann.

    Auch die Anzahl der an den Schulen positiv getesteten Schülerinnen und Schüler steigt
    mit dem Infektionsgeschehen in der Gesamtbevölkerung an. Das Landesgesundheits-
    amt hat auch in der Altersgruppe der 6 – 19jährigen ein erhöhtes Infektionsgeschehen
    festgestellt. […]

    In der kommenden Woche werden wir das Ausbruchsgeschehen an den Schulen sowie
    bei Kindern und Jugendlichen besonders genau in den Blick nehmen. Dafür greifen wir
    auf das tägliche Monitoring zurück, das uns auf Basis der Tests verlässliche Zahlen lie-
    fert. […] „

  11. Auch die Anzahl der an den Schulen positiv getesteten Schülerinnen und Schüler steigt
    mit dem Infektionsgeschehen in der Gesamtbevölkerung an.

    Oder aber auch

    Auch steigt das Infektionsgeschehen in der Gesamtbevölkerung mit der Anzahl der an den Schulen positiv getesteten Schülerinnen und Schüler an.

    Massenversammlungen = Infektionsherde… immer noch… wie Karnevalsveranstaltungen

    Aber zum Glück finden ja Versammlungen und Beratungen der Politiker mit Maske und wahrscheinlich Luftfilter statt. Wir wären ohne unsere intellektuelle politische unbeirrbare Elite in Sachen Corona echt aufgeschmissen.

  12. Versteh ich nicht. Die Schulen sind doch sicher, so sicher, dass noch nicht einmal Masken am Platz nötig sind, kein Treiber der Pandemie, Corona für Kinder sowieso vollkommen ungefährlich und allenfalls ein Schnüpfchen und die Schulen neuerdings sogar sogar Bremsklötze der Pandemie. Warum dann eine Impfpflicht für Lehrer?

  13. Da verweise ich mal auf das Interview mit Herrn Kekulè im MDR 4/5.11.21, dort äußert er sich zur Wirksamkeit der Wirkstoffe. Ist sicher im Lehrerumfeld ganz interessant, denn am Anfang wurde mit Astra geimpft. Johnson und Astra seien wohl was den Schutz betrifft nach kurzer Zeit bei Null, leider hätte man bei Astra nach der Impfung eine 19mal höhere Wahrscheinlichkeit symptomatisch an Corona zu erkranken. Die Schutzwirkung von Biontech ist nach 6 Monaten noch bei 50%. Anstecken sind Geimpfte, wie Ungeimpfte. Eine Impfpflicht ist rechtlich nicht machbar. Auch nicht in „The Eländ“.

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