Neue Runde im Luftfilter-Skandal: Das Bundesprogramm für Kitas und Schulen floppt – Länder rufen die Mittel nicht ab

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BERLIN. Und der nächste Flop: Die Mittel aus einem 200-Millionen-Euro-Bundesförderprogramm zur Anschaffung mobiler Luftfilter in Schulen bleiben liegen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage von Linksfraktionschefin Amira Mohamed Ali hervor. «Das Geld bleibt in den Mühlen der Bürokratie stecken – zum Leidwesen der Kinder», kritisierte Mohamed Ali in einer Mitteilung. Die Bundesregierung müsse, in Abstimmung mit den Ländern, eine schnellere Lösung zur Verteilung der Fördergelder finden. Allerdings ist nicht nur der Mittelabfluss das Problem: Nach wie vor ist in den meisten Bundesländern der Unwillen groß, Geld für den Corona-Schutz von Schülern und Lehrern auszugeben.

Einzelne Kommunen – hier eine Schule in der bayerischen Gemeinde Neubiberg – haben ihre Schulen mit Luftfiltern ausgestattet. Foto: Shutterstock / Alexandra Goertz

Die Fraktionschefin hatte bei der Regierung nachgefragt, wie viel Geld aus dem im Sommer eingerichteten 200-Millionen-Fördertopf bisher abgerufen wurde. Das Bundeswirtschaftsministerium schreibt in seiner Antwort vom 21. Oktober: «Bisher wurden von NRW erste Mittel gebunden. Abgeflossen sind vom Bund allerdings noch keine Mittel.» Nordrhein-Westfalen ist also das einzige Land, das bisher Gelder beantragt hat.

Praktisch bedeutet das aber nicht, dass bisher keine Geräte angeschafft werden und wurden: Die Länder müssen bei der Anschaffung die Hälfte der Kosten selbst tragen und bekommen die andere Hälfte vom Bund. Es ist daher möglich, dass sie in Vorleistung treten und sich den Bundesanteil erst später holen. Außerdem hatten die Länder auch bereits eigene Förderprogramme zur Anschaffung der Geräte aufgelegt: So hatte etwa die Schulbehörde in Hamburg im August bereits mehr als 21.000 mobile Luftfilter bestellt – dort sollen alle Klassenräume mit den Geräten ausgestattet werden. Bayern stellt seinen Kommunen rund 190 Millionen Euro zur Verfügung, um Klassenzimmer und Kita-Räume damit auszustatten. Allerdings ist auch dieses Programm wenig erfolgreich: Den meisten Kommunen ist der geforderte Eigenanteil zu hoch.

Förderfähig sind mobile Luftfilter nur für Räume, in denen nicht gut gelüftet werden kann – die es aber gar nicht geben darf

In anderen Ländern sieht es noch dürftiger aus: Aus ganz Sachsen-Anhalt wurden bis vergangene Woche gerade mal Fördermittel für erst zwei mobile Luftfilter in Schulen und Kitas gestellt, aus Sachsen bis gestern für fünf. Es sei zwar davon auszugehen, dass die Zahl der Anträge in den nächsten Tagen steigt, hieß es beim Kultusministerium in Dresden. Anträge können noch bis zum 25. November gestellt werden. Aber: Förderfähig seien die mobilen Luftfilter nur für Räume, in denen nicht uneingeschränkt gelüftet werden kann. Und solche Räume – die es eigentlich nach dem KMK-„Lüftungskonzept“ in der Pandemie gar nicht mehr geben dürfte – existieren nur in weniger als zehn Prozent der sächsischen Schulen und Kitas, wie das Kultusministerium auf Nachfrage mitteilte.

Ohnehin steht das Kultusministerium in Dresden nach eigenem Bekunden dem flächendeckenden Einsatz der Filter gegen das Coronavirus nach wie vor skeptisch gegenüber – und  beruft sich dabei auf mehrere Stellungnahmen des Umweltbundesamtes (UBA): Die Behörde erachte den umfassenden Einsatz der Geräte nicht für sinnvoll. Zudem seien die Filter kein Ersatz für das regelmäßige Lüften und deshalb nur für Räume sinnvoll, in denen das nicht möglich ist.

Eine absurde Argumentation: Luftfilter sollen das Lüften gar nicht ersetzen, sondern möglicherweise Viren-belastete Aerosole aus der Atemluft filtern. Sie verfügen über keinen Außenanschluss. Mit ihrer Filterwirkung reduzieren sie die Notwenigkeit zu Lüften aber auf ein normales Maß (im Winter keine Kleinigkeit). Räume, die nicht gelüftet werden können, sind überhaupt nicht in Schulen zu gebrauchen – schon wegen des steigenden CO2-Gehaltes in der Atemluft nicht.

Tatsächlich hat das UBA seit Pandemiebeginn mit seiner Informationspolitik stark dazu beigetragen, dass bislang kaum Kitas und Schulen mit mobilen Luftfiltern ausgestattet wurde. Fast ein Jahr lang redete die Behörde die Technik – deren Wirkung in mehreren Studien nachgewiesen wurde – schlecht und lieferte Kultusministern und Bürgermeistern ein Alibi zum Nichtstun. Als immer deutlicher wurde, wie falsch diese Einschätzung ist, schwenkte das UBA im Sommer Wochen um – und empfahl plötzlich den Einsatz mobiler Luftfilter in Kita-Gruppenräumen und Schulen, wie News4teachers berichtete. Die Folge: Die Bundesregierung legte kurzfristig ein Förderprogramm auf, aus dem sich die Schulträger bedienen können.

Damit aber gab es Probleme. Zum einen wird daraus nur die Hälfte der Kosten übernommen, sodass viele Kommunen nach wie vor zögern. Zum anderen aber ist das Programm mit 200 Millionen Euro viel zu klein dimensioniert, um alle Kitas und Schulen in Deutschland damit ausstatten zu können. Experten kalkulieren mit einem Finanzbedarf von mindestens einer Milliarde Euro allein für die Schulen.

„Bei der Gesundheit der Kinder darf nicht länger gespart werden. Die 200 Millionen Euro reichen nicht aus“

Um die Begrenzung zu rechtfertigen, musste allerdings eine sachlich klingende Argumentation her („mehr sind uns die Schülerinnen und Schüler nicht wert“ macht sich eben nicht gut). Und diese Argumente lieferte das Umweltbundesamt: Infrage kämen die Virenfilter nur für jene etwa 15 bis 25 Prozent der Klassen- und Kita-Räume, die nicht gut zu belüften seien, befand es. Außerdem wurde die Förderung auf die jüngeren Jahrgänge beschränkt, die sich nicht impfen lassen können. Und siehe da: Plötzlich passten Finanzen und vermeintlicher Bedarf in etwa zusammen.

Mohamed Ali fordert deshalb, den Fördertopf aufzustocken und die Bedingungen zu lockern: „Bei der Gesundheit der Kinder darf nicht länger gespart werden. Die 200 Millionen Euro, die der Bund insgesamt zur Verfügung stellt, reichen nicht aus.“ Allein für die Anschaffung von mobilen Luftfiltern für alle Schulklassen in Niedersachsen wären rund 110 Millionen Euro nötig, so rechnet sie vor.

Die Linken-Politikerin betont: „Die Förderbedingungen schließen viele Schulen aus. Geld gibt es derzeit nur für Geräte, die in Räumen ohne ausreichende Lüftungsmöglichkeit aufgestellt werden. Einige Schulen verriegeln deshalb bereits ihre Fenster. Außerdem gilt die Förderung nur für Schulen, an denen Kinder bis maximal 12 Jahre unterrichtet werden und der Bund übernimmt nur 50 Prozent der Anschaffungskosten. Damit muss Schluss sein. Die Bundesregierung muss mehr Geld in die Hand nehmen, damit alle Klassen und Kitas mit Luftfiltern ausgestattet werden können.“

Ein erstes Förderprogramm der Bundesregierung für Luftfilter war gefloppt, weil damit nur fest installierte Anlagen gefördert werden sollten, die sich in kurzer Zeit gar nicht einbauen lassen. News4teachers / mit Material der dpa

Weil mobile Luftfilter fehlen, wird es in den meisten Klassenräumen ab jetzt wieder kalt – Kultusminister: „Frische Luft ist gesund“

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44 KOMMENTARE

    • So kompliziert ist das nicht – es sei denn, man hat ein Interesse daran, das Thema zu verkomplizieren.

      In Schweden wurden alle Klassenräume bereits vor der Pandemie mit Luftfiltern ausgestattet, weil im Massenbetrieb Schule ja nicht nur Coronaviren hin und her fliegen. Auch in den USA und Kanada gehören die Geräte mittlerweile zum Standard. Es gibt auch internationale Studien dazu – hier etwa:

      https://www.nature.com/articles/d41586-021-02669-2
      https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/70/wr/mm7027e1.htm

      Es braucht aber unbedingt erst einmal jahrelange neue deutsche Studien dazu, weil deutsche Schüler natürlich völlig anders gebaut sind als die in Schweden oder den USA, weiß man doch. Und was passiert, wenn ein solches Gerät mal ein Kind einsaugt? Wenn ein solcher Kasten mal aus dem Klassenzimmer-Fenster fällt? Will alles bedacht werden – aber möglichst langsam, damit nur ja kein Geld mehr zu Lebzeiten für Kitas und Schulen ausgegeben werden muss. Und dann, post mortem, sehen wir mal weiter.

      • Kabelbrände sind auch eine beliebte Ausrede! Aber gleichzeitig im Lehrerzimmer eine fette Kaffeemaschine stehen haben, die mächtig Strom zieht…. :-)!

        • Und wie diese Luftfilter schon aussehen, schlimm, so kasten-praktisch funktional und dezent in der Farbe … ganz ohne Firlefanz, also ne. Mit dem Geld kann man doch was Bunteres anstellen. Alaaf!

          • @Dil Uhlenspiegel

            Einfach mit Stickern aufpeppen?
            Prilblumen, Pumuckel, Einhörner mit und ohne Glitzer …
            Auf schwarzem Untergrund fetzt das erst so richtig!
            🙂

      • @Bernd

        Wenn dann aber Luftfilteranlagen Viren aus der Luft entfernen, dann töten sie doch das Immunsystem der Kinder! Böse, böse!
        Unsere Kinderärzte würden das nie zulassen!
        Sterben die Kinder dort nicht reihenweise aus? Gibt’s da nicht ne Studie zu?
        Oder sind dauernd krank? Ach nee, sind ja keine Viren da, ich vergaß!

        Ironie off

        • Man könnte, um dieses Problem zu umgehen, vielleicht Milch oder Quetschies mit Viren und Bakterien anreichern. So könnten alle trotz Luftfilter ihr Immunsystem trainieren. Hey, gabs da nicht schon mal Corona-Bier?

  1. Ich verstehe die Aufregung ehrlich gesagt nicht. Natürlich wird nichts abgerufen, wenn es einen Haken gibt. Das war schon immer so. Und hier gibt es gleich mehrere Haken, weil man nicht gut genug nachgedacht hat. Wie immer eigentlich im Bereich Schule.

    • In einem Meisterwerk klassischer Poesie wurde vor langer Zeit bereits szenisch eine ähnliche Problematik aufbereitet:

      – Achtung ohne Filter –

      Jake: „Tja, ich schätze, dann haben Sie reichlich Scheiße am Hacken!“
      (Pinguintante schlägt Jake mit dem Lineal) Pinguin: „Wie war das? Was hast du gesagt?“
      Jake: „Ich hab Ihnen meine Hilfe angeboten.“
      Pinguin: (nickt) „Mhmmmh!“
      Jake: „Sie wollen also kein Geld von uns annehmen?“
      Pinguin: (schüttelt den Kopf) „M-mm!“
      Jake: „Dann hab ich gesagt: „Tja, ich schätze, dann haben Sie reichlich Scheiße am Hacken!““
      (Pinguintante schlägt Jake wieder)
      Elwood: „Kacke Mann, sag nicht dauernd Scheiße!“
      (Pinguintante schlägt Elwood)
      Elwood: „Scheiße!“

      „Blues Brothers“
      http://www.filmzitate.info/index-link1.php?link=http://www.filmzitate.info/suche/film-zitate.php?film_id=151

  2. Klar ruft das niemand ab, die Pandemie ist ja dann wirklich, wirklich, wirklich und ganz ehrlich und tausendprozentig im Frühjahr vorbei. Dann lohnt sich das ja nun wirklich nicht mehr……..

    Hast du gehört, Pandemie?!? Du bist am ENDE im Frühjahr, sonst müssen die Politiker wieder lügen.

  3. Die derzeit sehr hohen Infektionsraten wurden massgeblich gemindert, wenn es eine Impflpflcht für Lehrer gäbe.

    Bei 10 Prozent nicht geimpften Lehrern und 6 Klassen besuchen die Prozent Lehrer immer noch 60 Prozent aller Klassen.

    • Angenommen, alle bisher ungeimpften LuL erhalten sofort morgen (hypothetisch wohlgemerkt) mittels Ihrer Impfpflicht den Termin und die Erstimpfung.
      In 42 Tagen die Zweitimpfung und dann besteht nach weiteren 14 Tagen der höchste Impfschutz von etwa 80 % für Deltavariante.
      20 % Restrisikogruppe beibt.

      Und was ist die paar Tage dazwischen?
      Bei 50.169 Neuinfektionen heute (inkl. LuL) etwas zu kurz gedacht.

    • …zudem dürften die meisten LuL vor 5-6 Monaten geimpft worden sein. Der Impfschutz ist damit auf ca. die Hälfte zurückgegangen. Das ist ein weiteres Problem, das in den nächsten Wochen noch heftigst einschlagen wird.

      In Israel ist all das schon geschehen… draus gelernt haben unsere Verantwortlichen nicht. Statt wie dort eine massive Drittimpfungskampagne durchzuziehen, wurden etwa zu dem Zeitpunkt, wo das in Isreal klar wurde, bei uns die Impfzentren ABGEBAUT. Genau jetzt bräuchte man sie aber ganz dringend wieder, um den massiven Ansturm zu schaffen, denn alle, die demnächst rausfallen, wurden zu der Zeit geimpft, als die Kampagne in DE richtig gut lief.

    • So ein Schwachsinn….
      In unserer Schule ist das Kollegium plus alle in Schule arbeitenden Kräfte fast vollständig geimpft. Ausser 2 Genesenen, die noch warten müssen.
      Zudem bemühen sich die meisten bereits um die Drittimpfung.
      Es liegt doch nicht am Berufsstand. Es liegt allgemein an der Höhe der Anzahl der Ungeimpften. Darunter eben fast alle U12, und einige sicher mindestens 50% Ü12, und eine große Anzahl Erwachsener. Hierbei ist anzumerken, daß die Impfquote so nicht mehr genannt werden kann. Bei vielen ist der Schutz bereits am Sinken.
      Wir haben die Drittimpfung viel zu spät in Angriff genommen. Die Fakten der nachlassenden Impfwirkung waren lange bekannt.

      Last euch impfen, nehmt die Drittimpfung in Anspruch!

    • Bei uns sind alle KuK geimpft! Aber nicht so die Eltern. Viele entschuldigen sich für den Elternsprechtag: Das Geld für den Test (es gilt 3G) wollen sie nicht ausgeben. Da kriegt man mal mit, wie viele nicht geimpft sind. Gruselig! Ich bin für eine Impfpflicht der Eltern!

  4. BaWü:
    „Kultusministerin verteidigt Abschaffung der Maskenpflicht in Klassen

    13:16 Uhr

    Nach den scharfen Vorwürfen von Verbänden, Eltern und der politischen Opposition hat Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) die Abschaffung der Maskenpflicht in den Schulklassen verteidigt und ungeimpfte Erwachsene scharf kritisiert. „Wir haben ein riesiges Sicherheitskonzept innerhalb der Schulen aufgebaut. Nirgends wird so viel getestet, nirgends wird so viel gescreent wie an den Schulen“, sagte die Grünen-Politikerin im Landtag in Stuttgart. Außerdem gebe es ein „ausgeklügeltes Quarantänesystem“. Es sei zudem ein „wirkliches Märchen“, dass die Schulen Treiber der Infektionen seien. “

    https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/coronavirus-live-blog-in-bw-282.html#kultusministerin-fuer-abschaffung-der-maskenpflicht-in-klassen

    • Frau Schopper glaubt das anscheinend wirklich. Ist ja noch schlimmer als befürchtet. Ich dachte bisher, sie täuscht diese Haltung nur vor.

      • Noch irrer als Hubig (SPD) und Hoch (SPD) in RLP – bei den beiden merkt man, dass sie ihren eigenen Verlautbarungen nicht glauben. Beide vom Koalitionspartner FDP infiltriert. Immer noch legendär das Interview von Slomka mit Hubig im vergangenen Winter über Luftfilter, als Hubig fast weinte, oder aktuell: von Becker (SWR) mit Hoch, der wie eine Salzsäule in die Kamera starrt. Da merkt man, dass sie selbst Schwierigkeiten haben, zu glauben, was sie sagen. Ist natürlich auch eine ganze doofe Sache.

        • @S.
          Ob man mit Charakterschwäche oder totalem Fehlen von Charakter wie Hubig oder Hoch ODER aus einer Mischung davon mit dem üblen Plus an Dummheit wie Schopper oder Gebauer in NRW den Leuten viel Leid bringt, ist im Ergebnis egal.
          Bedauerlich und schlimm, schlimm, schlimm, dass es diese Kreaturen überhaupt in diesen Positionen geben kann!

  5. Warum skandalisiert news4teachers mal wieder etwas, was kein Skandal ist?
    Ich habe schon mehrfach gehört und gelesen, dass Luftfilter weniger wirksam sind als behauptet und noch andere Schattenseiten haben wie z.B. Lärmbelästigung.
    Es ist doch Unsinn oder böse Absicht so zu tun, als sei man in der Politik nur zu geizig, teure Luftfilter anzuschaffen.
    Das ständige Schießen gegen alle und alles, was nur irgendwie skandalisiert werden kann, ist schlechter Stil und hilft selten in der Sache. Im Gegenteil, sie verhärtet die Fronten und liefert nur neuen Zündstoff für alle, die Empörung und schrille Töne lieben.

  6. Wir stecken fett in der vierten Welle und werden schon seit Schulbeginn im September mit der Anschaffung hingehalten, die effektiven Luftreinigungsgeräte wären nicht leise genug.
    Die Probeexemplare wurden in den wenigen Klassenzimmer dankbar angenommen und stören niemanden.
    Scheinbar ist die Ausschreibung in größeren Städten auch ein Problem… Ich glaub’s einfach nicht!

    • Genau! Der Rat der Stadt Bielefeld hat sich ausdrücklich gegen mobile Luftfilter entschieden. Danke für NIX! Für 18 von 47 Grundschulen wird es stationäre Luftfilter geben. Zuerst sagte der OB, mit dem Einbau könne in den ersten Schulen vor den Herbstferien begonnen werden. Jetzt läuft aber noch die Ausschreibung. Diesen Winter wird das nichts mehr. Shame on you, Stadt Bielefeld!

  7. Ach und noch was: Die geimpften Lehrkräfte könnten evtl. auch ansteckend sein, müssen aber nicht getestet werden. Schöne Black Box sag ich da nur!

  8. Auch Prof. Johannes Hübner, Leiter der Infektiologie am Haunerschen Kinderspital in München, warnt vor zu viel Druck auf ungeimpfte Minderjährige: „Kinder haben häufig ganz milde Verläufe, einen Atemwegsinfekt, ein bisschen Husten, ein bisschen Fieber. Es gibt schwere Verläufe, die sind aber vergleichsweise selten.“
    https://www.br.de/nachrichten/bayern/corona-sorge-vor-schulschliessungen,SoTXdKX

    Solange solche Behauptungen in der Öffentlichkeit zugelassen werden, werden wir Corona nicht los.

    Corona ist nicht Ebola, aber auch nicht das Grippenvirus.

    • Sie plädieren also dafür, dass unerwünschte Feststellungen von hochkarätigen Fachleuten wie Prof. Johannes Hübner in der Öffentlichkeit nicht mehr zugelassen werden.
      Ich bin fassungslos über diesen Wunsch nach Zensur.

    • @Monika
      Was ich an den Aussagen über einen milden Verlauf bei Kindern so schrecklich finde ist, dass Kinder doch nicht alleine im luftleeren Raum leben.
      Wenn ein Kind krank wird, dann wird es doch von den Eltern gepflegt und steckt diese mit hoher Wahrscheinlichkeit an.
      Kennt man doch alles aus der Kindergartenzeit. Erst liegt das Kind flach, dann Mama oder Papa oder alle zeitgleich.
      Ansteckend bleibt ansteckend, egal welcher Verlauf. Oder geht Prof. Hübner davon aus, dass Eltern ihre kranken Kinder in ihrem Zimmer isolieren und ihnen nur ein bisschen Essen an die Tür stellen und sie nicht drücken und trösten und pflegen und im Elternbett schlafen lassen, damit Nachts immer gleich jemand da ist ?

  9. Münchner Schule setzt auf eine App

    An der Maria-Probst-Realschule in München ist die Lage noch entspannt. Denn dort gibt es ein digitales Klassenbuch: Eltern und Schüler können mit einer App jederzeit sehen, welcher Stoff behandelt wird und was für Aufgaben anstehen.

    https://www.br.de/nachrichten/bayern/quarantaene-lernen-so-organisieren-schulen-den-hybrid-unterricht,SoTj34Q

    Ja, eine einzige Schule.

    Es geht doch, vieles ist machbar, aber es fehlt an der Bereitschaft.

    In fast zwei Jahren könnten wir schon alles vorbereitet haben, aber, nein, die Mehrheit will einfach genauso weiterleben, als ob kein Virus die ganze Erde in die Knie zwingt.

    Und genau deswegen werden wir alle einen hohen Preis zahlen müssen, mit den hohen Strafzinsen, jahrelang.

  10. Tatsächlich war ich Anfangs skeptisch ob die Luftfilter wirklich etwas taugen. Globig, säuselnd stehen sie in Artztpraxen und geben ein Gefühl des verwirbelns von Staub und verbrauchter Luft. So die ersten Eindrücke ohne wirklich eine Ahnung davon zu haben. Doch wenn man sich damit auseinander setzen muss (Kids in der Schule) fängt man an eine andere Perspektive einzunehmen. Tatsächlich gibt es unterschiedliche Systeme, Filter, Funktionen und Anwendungen. Wobei ich bei folgendem Modell hängen geblieben bin. Wie gesagt bin kein Spezi, doch sollten Äpfel mit Äpfel verglichen werden und Qualität statt Quantität die Prämisse der Entscheider sein. Wie seht ihr das?

    https://lindig.group/professionelle-luftreiniger

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