Omikron: Quoten positiver Corona-Tests bei Schülern und Lehrern steigen drastisch

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WIESBADEN. Omikron bahnt sich offensichtlich seinen Weg durch die Schulen: Die Corona-Infektionszahlen unter Schülern und Lehrern in Hessen sind derzeit höher als noch vor Weihnachten – deutlich höher.

Die fünfte Coronawelle rast nahezu ungebremst durch die Schulen. Illustration: Shutterstock

In der ersten Unterrichtswoche nach dem Ende der hessischen Weihnachtsferien sind die Quoten positiver Corona-Tests von Schülern und Lehrern im Vergleich zu der Zeit vor Weihnachten gestiegen. Die Positivquote habe nach PCR-Tests Ende der vergangenen Woche bei Schülerinnen und Schülern bei 0,13 Prozent und bei Lehrkräften bei 0,14 Prozent gelegen, wie das Kultusministerium in Wiesbaden am Montag mitteilte. In der letzten Woche vor den Weihnachtsferien habe diese Positivquote unter den Schülerinnen und Schülern 0,04 Prozent betragen (Lehrer: 0,03 Prozent), also lediglich ein Drittel bzw. ein Viertel der jetzigen Werte.

Derzeit befänden sich rund 4500 Schülerinnen und Schüler (0,6 Prozent) sowie 425 Lehrkräfte (0,7 Prozent) in Quarantäne. «Die aktuellen Infektionszahlen liegen über denen vom Herbst und sie werden vermutlich auch noch einige Zeit steigen», erläuterte Kultusminister Alexander Lorz (CDU). Auch wenn die Virusvariante Omikron nach Aussagen von Fachleuten zu weniger starken Krankheitsverläufen führe als etwa die Delta-Variante, müssten Schulen und Familien wachsam bleiben.

«Unser Ziel ist auch weiterhin, bis zum Ende des Winters und darüber hinaus so viel Präsenzunterricht wie möglich anzubieten», bekräftigte Lorz. Dies sei insbesondere für die psychosoziale Entwicklung der Kinder und Jugendlichen von zentraler Bedeutung. Bis auf weiteres gilt im Unterricht an Hessens Schulen Maskenpflicht. Zusätzlich müssen sich alle nicht geimpften Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte dreimal pro Woche testen lassen. Geimpfte oder genesene Kinder und Jugendliche können dies ebenfalls tun. dpa

Omikron immer stärker im Schulbetrieb zu spüren – Kultusminister bleiben untätig

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Dil Uhlenspiegel
4 Monate zuvor

«Unser Ziel ist auch weiterhin, bis zum Ende des Winters und darüber hinaus so viel Präsenzunterricht wie möglich anzubieten» – Joo, is‘ bekannt, weiß jeder, mit Ansage, kann man nicht abstreiten.

rosa
4 Monate zuvor
Thomas Schultz
4 Monate zuvor

«Unser Ziel ist auch weiterhin, bis zum Ende des Winters und darüber hinaus so viel Präsenzunterricht wie möglich anzubieten»

IHR bietet GAR NIX an!!! Ihr verordnet nur und sitzt sicher im stillen Kämmerlein mit allem Schnicki-Schnacki…

WIR Lehrkräfte bieten den Präsenzunterricht an! Das könntet IHR zum Wohle des öffentlichen Bildes des Lehrerberufs auch mal häufiger betonen…

Tina+2
4 Monate zuvor

Aber. Aber… das hätte doch keiner ahnen können, dass sich so viele Kinder anstecken… Das haben die extra dafür bezahlten Studienersteller doch gar nicht vorhergesagt.

Aigospotamoi
4 Monate zuvor

Es ist eine Schande. Die Regierung setzt auf die Durchsuchung der Schulen mit ‚Augenmaß‘, allerdings bleibt jegliches Bekenntnis dazu aus.
Ich möchte einfach, dass die Kultusminister so viel Schneid haben und klar sagen, was nun abläuft. Kein Wunder, dass immer weniger einer verlogenen und doppelbödigen Hinhaltetaktik folgen. Längst existieren Pläne, z.B. in Brandenburg, dass im Krankheitsfall nur noch die Kernfächer von den Lehrer:innen unterrichtet werden sollen, egal ob Lehrbefähigung besteht oder nicht. Damit darf der letzte noch aufrecht stehenden Idiot noch den Schulbetrieb ‚retten‘. Und so sieht ein ministerielles Konzept aus… Ein Trauerspiel

EKO
4 Monate zuvor

Mit Blindheit durch die Pandemie. Die Taktik hat sich während der Pandemiezeit immer wieder bewährt. Das ist der Weg der war, ist und bleibt.
Die Zahlen haben sich in 1 Woche verdoppelt. Kein Thema! Der Schulstart war reibungslos.
Labore überfordert. Teils keine positivergebnisse weitergeleitet. Alles Top und reibungslos.
Es wäre effektiver die Fakten auf den Tisch zu knallen. Es läuft beschissen aber Augen zu und durch. Das ist der Weg.
Nein, besser man geht davon aus das alle zu blöd sind selber mitzudenken.
Schulen waren schon immer hinten dran. Egal um welche Problematik es geht. Warum sollte eine Pandemie das ändern. Das es Eltern gibt die nicht mit Tafeln durch Innenstädte galoppieren und irgendwelche Coronamaßnahmen brüllend ablehnen ist egal.
Es gibt so viele Eltern die gerade auch mit vorbelasteten Kindern da stehen und sich große Sorgen machen gerade weil es so beschissen läuft interessiert KEIN Arsch. Lehrer freuen sich garantiert auch darüber das alles ach so reibungslos läuft.
Ohren auch Durchzug stellen dann passt es für alle

Lorzyfanboy
4 Monate zuvor

Alexander Mantra Lorz steht wie ein Fels in der Brandung für die Rechte der benachteiligten Kinder.
(Solange er sie für seine Zwecke nutzen kann.)
Sobald Corona vorbei ist, widmet er sich dann wieder anderen Schülergruppen.