Philologen: Lehrkräftemangel macht sich jetzt auch am Gymnasium drastisch bemerkbar

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Der Philologenverband Rheinland-Pfalz hat vorgeschlagen, allen Studienreferendaren und -referendarinnen an Gymnasien nach Abschluss des 18 Monate dauernden Vorbereitungsdienstes und der zweiten Staatsprüfung direkt einen Arbeitsvertrag anzubieten – zumindest auf Vertretungsbasis. «Der Fachkräftemangel macht sich nun auch und gerade im Bereich des gymnasialen Lehramtes drastisch bemerkbar», erklärte die Landesvorsitzende Cornelia Schwartz.

Ohne Lehrkraft fällt der Unterricht aus. Foto: Shutterstock

An den Studienseminaren in Rheinland-Pfalz werden zurzeit 2052 angehende Lehrerinnen und Lehrer auf den Schuldienst vorbereitet. Von ihnen wollen 715 an einer Grundschule unterrichten, wie das Bildungsministerium in Mainz auf Anfrage mitteilte. 642 streben das Lehramt an Gymnasien an. Danach folgen die berufsbildenden Schulen (273), Realschulen plus (240) und Förderschulen (182).

Nach den zuletzt verfügbaren Daten haben 2020 insgesamt 758 Studierende die Abschlussprüfung für das Lehramt an Gymnasien bestanden. Das waren gut ein Viertel (27,6 Prozent) weniger als 2017. Die Zahl der Absolventen für das Lehramt an Grundschulen stieg hingegen im selben Zeitraum um 28,9 Prozent auf 508.

Wer den Weg zum Lehramt wählt, hat sehr gute Chancen, auch einen Arbeitsplatz zu bekommen. Nach einem absolvierten Lehramtsstudium fürs Gymnasium haben im Januar nur 26 Pädagogen keinen Platz für den schulischen Vorbereitungsdienst erhalten. Von diesen hatten nach Angaben des Ministeriums zum vergangenen Einstellungstermin Mitte Januar 22 das Fach Philosophie studiert – dieses gehört nicht zu den ausgewiesenen Bedarfsfächern. News4teachers / mit Material der dpa

Lehrkräftemangel: KMK zeigt sich ratlos – und will jetzt erst einmal Bildungsforscher befragen

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Marc
2 Monate zuvor

Wir haben viel zu viele Sek2 Lehrkräfte, sie studieren nur leieder die falschen Fächer. Wir haben ein Überangebot in bestimmten Fächern und einen Mangel in anderen Fächern. Von allen Sek2 Kräften, die ich persönlich kenne, studieren alle Frauen Deutsch. Viele Englisch oder Philosophie dazu. Eine Religion.

Derdiedas
2 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Kann ich, leider, so bestätigen. In meinem Jahrgang hatten fast alle Frauen mindestens eines aus Deutsch oder Englisch und dann typische Kombinationen mit Geschichte, Sowi, … In unserem Seminar haben wir damals festgestellt, dass man mit MINT meist alleine unter 8 anderen Referendaren an der eigenen Schule ist. Wenn MINT dann Biologie. Mathe, Physik, Chemie gab es kaum. Völlig falsche Verteilung.

Nichtsdestotrotz hat man selbst mit Mangelfächer Probleme eine Festanstellung zu finden. Ich selbst unterrichte Mathematik und Informatik. Kenne einige mit dieser Kombi bzw. alternativ mit Physik. In NRW ist es seit Jahren extrem schwer eine Festanstellung zu erhalten, auch mit diesen Kombinationen. Mir wurden damals Angebote an der Grundschule und Förderschule angeboten. Am Gymnasium und Gesamtschule konnte ich die Festanstellungen an einer Hand abzählen: es waren exakt 2 Jobangebote. Unfassbar bei dem Lehrermangel in diesen Fächern.

dickebank
2 Monate zuvor
Antwortet  Derdiedas

Ja klar, der Hemmschuh ist Informatik. Die zahl der in der Pflichtstundenzahl festverankerten Wochenstunden im Fach Informatik ist vernachlässigbar. Ebenso ist Informatik kein angebot im Bereich der Wahlpflichtfächer und wird in der GOSt außer an BK nicht als LK angeboten. Dadurch steigt der Bedarf an sprachlichen und gesellschaftswissenschaftlich ausgebildeten Lehrkräften.
Um überhaupt den Stellenbedarf abdecken zu können, wird dann auch eher nicht Mathe/Physik oder Mathe/Informatik ausgeschrieben. Auch wenn die Zahl der Bewerbungen im Auswahlverfahren ausreichend sein dürfte, die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Bewerber (m/w/d) am Ende für eine andere Schule entscheidet ist wesentlich größer.

Hier greift das bewehrte Motto „lieber der Spatz in der Hand als die Taube auf dem dach“.

Derdiedas
2 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Falsch, falsch, falsch. Wenn schon einmischen dann bitte keine Unwahrheiten aussprechen.
1. In NRW wird Informatik bereits ab Klasse 5 angeboten. Es ist neuerdings Pflichtfach. Die Stunden sind zwar gering, viel mehr erhalten andere Nebenfächer ebenso nicht, insbesondere wenn folgendes angeboten wird …
2. Informatik kann als Wahlpflichtfach in der Sek I sehr wohl unterrichtet werden. Dabei gibt es Schulen, die das aufgrund von Lehrermangel entweder nur fachfremd oder eben gar nicht anbieten. Schüler können damit durchgehend in der Sek I Informatik belegen. Vernachlässigbar also?
3. Informatik wird sehr wohl als LK angeboten. Ich habe es selbst unterrichtet … Hier gibt es einen kleinen Hacken: es deckt, anders als Mathe, Physik, Chemie nicht den Bereich Naturwissenschaften in den 4. Abiturfächern ab. Das ist nicht zeitgemäß, für interessierte Schüler aber kein Problem, da meist dann die Kombination mit Mathe gewählt wird.

Der Klemmschuh war definitiv nicht Informatik. Im Gegenteil! Mir sind damals die Interessen von Schulen förmlich zugeflogen. Fast jede Schule wollte unbedingt jemanden mit Mathe/Informatik haben. Das eigentliche Problem, was ich ansprach, ist ein ganz anderes: die Schulen erhalten kaum bis gar keine Stellen. Am Gymnasium quasi gar nicht. Wenn sind es mittlerweile die Vorgriffsstellen. Der Bedarf ist da, die wenigen Bewerber gibt es, die Stellen aber nicht. Das ist ein reelles Problem. Nun ist Mathe wohl neben Deutsch und Englisch das Fach mit dem größten Bedarf und zeitgleich Mangelfach. Die beiden angesprochenen Ausschreibungen hatten Mathematik ausgeschrieben ohne explizite Nennung eines Zweitfachs. Informatik war gar kein Thema in der Ausschreibung. Daneben gab es noch 2 weitere Ausschreibungen, eine mit Musik als Bevorzugung und eine weitere. Wie gesagt, ein reelles Problem momentan.

Mika
2 Monate zuvor
Antwortet  Derdiedas

Schick die Leute nach Brandenburg! Wir suchen dringend!!! alles, was Mathe und Informatik studiert hat.

Verärgert
2 Monate zuvor
Antwortet  Derdiedas

Mich wundert nicht, das kaum einer Physik oder Chemie für eine Lehrerausbildung wählt. Ich habe auf den verschiedenen Bildungswegen die ich genommen habe selten Lehrer kennengelernt, die einem diese Fächer richtig näher bringen konnten/wollten.
Bei meiner Tochter war dann NWT zum Einstieg toll, sie konnte sich dafür begeistern. Die nachfolgenden Lehrer haben wieder den altbekannten Schuh gefahren und die Mädchen abgehängt. Die Schnitte in den Klassenarbeiten zeigten klar, dass sogut wie keiner etwas im Unterricht verstanden hatte. Ist es nicht langsam wichtig darüber zu sprechen was für Menschen es braucht um dür diese Fächer zu begeistern?

Herbert Kreisch
2 Monate zuvor
Antwortet  Verärgert

Als Physik- und Mathelehrer mit Erfahrungen zu der Thematik kann ich eher darauf erwidern: ist es nicht eher an der Zeit, als Eltern und Gesellschaft, den Kindern beizubringen, dass es nicht witzig ist auf Partys zu erzählen, dass man schlecht in Mathe ist? Mit so etwas „prahlen“ Eltern sogar im Elterngespräch…

Und noch etwas, nach meiner Erfahrungen kommen diese „Schnitte in den Klassenarbeiten“ meist nach dem Wechsel von der Grundschule zur weiterführenden Sek I. Nur mal so als Frage: könnte das vielleicht daran liegen, dass die Schüler es dann mit echten Naturwissenschaften zu tun bekommen? Es hat schon seinen Grund, warum Spielfächer wie NWT durch echte Naturwissenschaften wie Physik, Chemie, Informatik usw. abgelöst werden.

Palim
2 Monate zuvor
Antwortet  Marc

NRW und SH wollen 2024 zu G9 zurück, da wird es Zeit, überschüssige Gymnasiallehrkräfte einzustellen und zu parken, damit sie dann auf einen Schlag ans Gym gehen können.
NDS hat das gemacht, über Jahre haben stundenweise Abordnungen die Lücken an den GS und SekI-Schulen gefüllt, unterhälftig, damit die Bezüge nicht auf A12 geschrumpft wurden. Solche Angebote gibt es in NRW auch.

Dass man dann danach einen noch größeren Mangel an den Gs+SekI-Schulen haben wird, konnte ja vorher keiner ahnen.

Derdiedas
2 Monate zuvor
Antwortet  Palim

Absolut. Es ist eine Lose-Lose-Situation für alle Beteiligten. Ich habe bewusst eine solche Stelle abgelehnt. Das Programm existiert seit ca. 2018 mit einigen Anpassungen in NRW. Das Interesse ist mau. Die Zufriedenheit bei Grundschulen und abgeordneten Lehrern extrem gering, was ich so mitbekomme. Das Problem was Lehrkräfte haben, ist die fehlende Alternative. Es gibt quasi keine Stellen ohne Abordnung. Entweder nimmt man diese an oder wechselt den Beruf. Die Politik verschiebt das Problem in die Zukunft, ganz klar.

MeinSenf
2 Monate zuvor

Tja, auch wenn Marc immer sagt, dass es zu viele SekII-Lehrkräfte gibt, auch wir am Gymnasium bekommen seit Jahren immer weniger Nachwuchs und ja, wir merken , dass die Luft dünner wird. Vertretungen müssen nicht selten im Doppelpack übernommen werden, also zwei Klassen zugleich. Damit will ich nicht in Abrede stellen, dass Grund- und SekI-Schulen noch schlechter dran sind, nur konstatieren, dass inzwischen überall Mangel herrscht.

@Marc
Bei Ihrem Lieblingsthema, der unterschiedlichen Besoldung, stimme ich Ihnen übrigens zu, sie ist eine Farce und eine bodenlose Ungerechtigkeit. Die Anforderungen an Lehrkräfte der unterschiedlichen Schulformen sind zwar jeweils andere, aber nichtsdestotrotz genauso hoch und anstrengend. Allerdings würde ich mir wünschen, dass Sie sich nicht so oft so negativ über Gymnasalkräfte äußern würden. Wir können nichts für diese Misere und viele von uns wünschen unseren Kolleginnen und Kollegen an den anderen Schulformen nichts Schlechtes und endlich Gerechtigkeit. Allerdings sorgen ständiges Gemecker und Kritik nicht gerade für Solidarität und genau die brauchen wir in diesen Zeiten doch eigentlich.

Marc
2 Monate zuvor
Antwortet  MeinSenf

Wo äußere ich mich negativ über Sek2 Kräfte? Da hätte ich gerne einen Beleg. Fakt ist, dass wir zu viele Sek2 Kräfte in NRW haben. Das ist ja keine Wertung, sondern schlicht die Realität. Leider sind die Fächer ungleich verteilt. Wir haben in einem Fach zu viele, in einem anderen Fach zu wenige Absolventen.
Ich schätze Kollegen am Gymnasium sehr, das sind gut ausgebildete und fähige Lehrkräfte. Ich finde es auch richtig, dass Leute am Gymnasium gut und ausreichend bezahlt werden. Nur weil ich mich über die Behandlung von Lehrkräften an GS und SEK1 beschwere, heißt das nicht, dass ich Lehrkräfte an Sek2 nicht schätze.

MeinSenf
2 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Ein Beispiel:
„Dem Gymnasiallehrer wird es nicht helfen Integrale rechnen zu können wenn der Tim stärkere Matheaufgaben braucht. Der Grundschullehrer, der gelernt hat zu differenzieren, wird schon eher wissen wie man eine Aufgabengruppe für Tim herausfordernder gestaltet….“

Wieso unterstellen Sie Gymnasialkräften, dass sie nicht differenzieren könnten, das müssen und können wir auch. Auch wir haben gelernt zu differenzieren.

MeinSenf
2 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Marc 13. Februar 2022 um 08:25
„Oh. Stimmt. Hier muss natürlich klar sauber getrennt werden. Damit der Pöbel nicht mit dem Adel verwechselt wird. Die Zwei-Klassen Gesellschaft unter den Lehrern muss unbedingt nicht nur in Berichten ihre Beachtung finden. Denn selbstverständlich ist das Referendariat in allen Punkten schöner, besser, toller und ehrenvoller als eine Anwärterzeit für die Grundschule….“

MeinSenf
2 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Marc 9. Januar 2022 um 16:53
„Ich selber streike aktiv nicht mit. Ist schließlich nicht erlaubt. Bin aber im Rahmen der Gewerkschaft vor Ort. Aber dass sie das Thema als Gymnasiallehrer triggert, wundert mich nicht. Sehr schade“

MeinSenf
2 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Marc 9. Januar 2022 um 16:58
„Oh sorry. Die blöden Grundschullehrer wollen A13 und nehmen Ihnen die Chance auf A15 oder A16? Frechheit!!!
Schließlich ist es doch das Anrecht des Gymnasiallehrers neben der höheren Startbesoldung auch seine 40 bis 45% Beförderungsstellen zu erhalten, um am Ende auch mit A16 in Pension zu gehen. Der nötige Abstand von 3 oder 4 Besoldungsstufen über Grundschullehrern muss nach 30 Dienstjahren doch gewahrt sein. Sitmmts? Wo kämen wir hin wenn Gymnasiallehrer „nur“ A13 erhielten…“

Ja, ich erkenne den Sarkasmus, aber so und ähnlich kommentieren Sie unter nicht wenigen Artikeln, Sie können nicht behaupten, dass das nicht negativ in Bezug auf Gymnasialkräfte wäre.

Mehr Beispiele suche ich jetzt nicht raus. Um es noch einmal ganz klar zu sagen, ich habe Verständnis dafür, dass Sie dieses Thema umtreibt ( siehe oben ).

Marc
2 Monate zuvor
Antwortet  MeinSenf

Sie picken Antworten an Kollegen raus, die sich klar abfällig, egoistisch und überheblich gegenüber mir und anderen Grundschullehrkräften äußern. Daraus leiten sie ab, dass ich mich allgemein über Sek2 Kräfte schlecht äußer? Das sind alles antworten an das Fehlverhalten einer jeweils bestimmten Person und kein Rundumschlag an alle SEK2 Kräfte. Zumal wie sie selbst erkennen Sarkasmus eben auch dazu gehört. Sollten Sie weiterhin verunsichert sein stelle ich gerne nochmal klar, dass ich Sek2 Kräfte und allgemein alle Lehrkräfte sehr schätze, solange sie an einem Strang ziehen möchten.

E.K.
2 Monate zuvor

Natürlich kommt der Philologenverband jetzt damit um die Ecke! Damit ist in deren Augen der Lehrermangel im Grundschul- und SEK I-Bereich als eines der Argumente für A13 für alle hinfällig.

Marc
2 Monate zuvor
Antwortet  E.K.

Wenn eine Gewerkschaft, statt für die Interessen der eigenen Mitglieder einzutreten, die berechtigten Interessen der anderen Kollegen aus dem Berufsfeld torpedieren möchte, dann ist diese Gewerkschaft in meinen Augen einfach ein „Sauhaufen“.
Die Philologen haben jedes Recht Forderungen für die SEK2 Kräfte zu stellen, manche sind sogar sehr berechtigt. Aber dafür sorgen zu wollen, dass Lehrkräfte an SEK1 und GS nicht den Sold erhalten, der ihnen in NRW seit 2009 rechtlich zustehen würde, ist schlicht eine Sauerei. Das zeugt von einer Menge Missgunst und elitärem Denken, was mir große Sorgen für den Zusammenhalt unter Lehrern macht. Gerne können die für A14 für SEK2 Kräfte eintreten, aber zu versuchen bei anderen Lehrkräften verfassungsgemäßen Sold zu verhindern, ist eigentlich armselig.

E.K.
2 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Ja, so sehe ich das auch! Ich kenne mich mit den konkreten Zahlen nicht aus, aber wie du schon sagtest herrscht auch im SEKII-Bereich in manchen Fächern ein Mangel. Mein erster Gedanke war nur, dass der Philologenverband die o.g. Zahlen bestimmt nicht rein zufällig kurz vor den Landtagswahlen in einigen Bundesländern veröffentlich hat und die Forderungen nach A13 für alle aktuell immer lauter werden. Da kann man ja mal raushauen, dass A13Z auch nicht DIE einzig wahre Lösung für die Besetzung von Lehrerstellen ist. 😉

Palim
2 Monate zuvor
Antwortet  E.K.

Sehe ich auch so, dass die Philologen sich ins Gespräch bringen wollen.
Im Artikel steht dann gar nichts zum Lehrkräftemangel, oder übersehe ich den Bezug zu Bedarf und Besetzung von Stellen?
Genannt sind nicht ausreichend vorhandenen Seminarplätzen, z.B. für Philosophie. Alle diese Lehrkräfte müssen aber noch ein 2. Fach haben, mit dem sie in den Unterricht gehen können, von fachfremdem Unterricht abgesehen.

Hausgemachter Lehrkräftemangel durch Engstellen im Ref … wäre der Tipp an die KMK, auf der Suche nach Gründen und Möglichkeiten, Abhilfe zu schaffen.

Regine Wagner
2 Monate zuvor

Lehrermangel… Ich kann es nicht mehr hören/lesen. Ich habe von 2003 bis 2010 an der Uni Potsdam Lehramt für Gymnasium für die Fächer Chemie und Arbeitslehre/Technik studiert. Bin selbst nicht mehr die Jüngste. Mir sagte man, beim Bewerbergespräch, dass 2011/2012 Lehrer dringend gebraucht werden und ich ganz sicher in die Schule komme. Nun schreiben wir 2022. Reden seit Jahren über Lehrermangel. Ich habe mich damals in Brandenburg und später in Rheinland-Pfalz, wo ich jetzt wohne, beworben, um mein Referendariat zu machen. In Potsdam fehlten damals Seminarplätze und in Rheinland-Pfalz wird Arbeitslehre/Technik nicht am Gymnasium unterrichtet. Wer die Inhalte von Arbeitslehre kennt, weiß wie breit aufgestellt dieses Fach ist…und vor allem in seiner Wichtigkeit gebraucht wird. Ohne Job und Anerkennung könnte ich natürlich nicht arbeiten und machte eine Erzieherausbildung. Und dann lese ich wieder, es werden Lehrer gesucht. Ich empfinde es nur noch als Hohn. Die ADD hat sich in meinem Fall hier in Rheinland-Pfalz gar nicht die Mühe gemacht. Schade.

Rosa
2 Monate zuvor

Herr Ralf Scholl vom PhV-BW unterstütz die Märchenrunde von Frau Schopper als KM in BW nicht. https://www.phv-bw.de/phv-bw-zur-pressemitteilung-des-kultusministeriums-ferienband-2022-foerderung-ueber-lernen-mit-rueckenwind-auch-in-den-ferien-moeglich-vom-11-03-2022/ Alle an der Schule sind am Limit und haben sich jegliche Erholung und Verschnaufen verdient. Es sind keine tragende Lösungen die Frau Schopper verteilt.

Rosa
2 Monate zuvor

Frau Thersa Schopper und Ihre falschen Versprechungen.https://www.zak.de/Nachrichten/Lehrermangel-und-Corona-Kultusministerin-Theresa-Schopper-zu-Gast-beim-Online-Buergerdialog-148953.html Redekunst beherscht Frau Schopper und Taten sind leider nicht vom Erfolg gekrönt. Die Hausaugabenliste ist lang und abgearbeitet ist die Liste nicht, sondern zur Seite geschoben und er Haufen bleibt weiterhin unbearbeitet.

Klunkerhase
2 Monate zuvor

Ich weiß schon die Lösung: mehr Gehalt und da die Gymmis ja schon A13 haben, muss es also A14 sein! Oder?

Marc
2 Monate zuvor
Antwortet  Klunkerhase

In NRW haben 40 bis 45 Prozent schon A14 oder mehr. Damit gehört man zu den bestbezahltesten Berufsgruppen überhaupt. Ich finde ehrlich gesagt dass Gymnasiallehrer ausreichend verdienen. Wir haben ja sowieso zu viele Lehrkräfte für Deutsch, Englisch, usw.

Mam müsste irgendwie mehr Informatiker locken. Leute aus dem Mint-Bereich

Mika
2 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Haben Sie Quellen für den Anteil der Gymnasialkräfte mit A14?

Leisetreter
2 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Marc hat keine Quellen. Marc behauptet lieber und streut Gerüchte. Woanders schrieb er doch, dass „GANZ KLAR“ Berliner Lehrer umziehen, weil sie in Berlin nicht verbeamtet werden. Dabei sind auch verbeamtete Lehrer unter den Umzüglern. Berlin verbeamtete ja bis etwa 2005. Ich glaube, fabianBLN wies schon in früheren Diskussionen wiederholt darauf hin. Oder wer auch immer ………….

Marc
2 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Ja. Anhörung Schulausschuss im september 2021 von Stefan Behlau vorgetragen. Außerdem gibt es noch eine Anfrage aus 2012.

https://fragdenstaat.de/anfrage/anfrage-zur-anzahl-der-lehrer-und-referendare/

Sorry wenn ihnen die Zahlen nicht passen

dickebank
2 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Die Besoldungsgrundlage besteht in „der Mitarbeit bei …“. Das Tätigkeitsfeld kann weitestgehend von der jeweilien SL festgelegt werden. Per Schlüsselzuweisung stehen jeder Schule entsprechend der Größe des Kollegiums A14- und A15 (Koordinatoren-) Stellen zu. Hinzu kommen die Funktionsstellen in A15 und A16.

Folge ist dann, dass die Mitarbeit bei der Erstellung der Vertretungspläne im SekII-Bereich mit A14 und im SekI-Bereich mit A13 vergütetc wird. Besonders lustig an Gesamtschulen, wo z.B. der Vertretungsplan für die gesamte Schule einschließlich der Oberstufe abwechselnd von einer Lehrkraft mit dem Lehramt GHR(HRGe) und einer mit dem Lehramt (GY/BK) erstellt wird. Ein AL in der SekI bei jeweils mehr SuS als in der GOSt zu A14 GeD) und die AL der Oberstufe zu A15 (StD) besoldet wird.

An Gesamtschulen gibt es mehr Beförderungsstellen im SekII-Bereich als in der SekI. Dies nur, um die von @marc genante Datenlage zu untermauern.

Rosa
2 Monate zuvor

PhV-BW bezieht klare Stellung und fordert von der KM keine Augenwischerei! https://www.phv-bw.de/phv-bw-zur-aufnahme-von-fluechtlingen-aus-der-ukraine-an-den-schulen-im-land/

Dr Wolf
2 Monate zuvor

Mit Blick auf die herausfordernde Situation in allen Schulformen, bin ich doch überrascht, wie unkonstruktiv, ja peinlich, der Chat zuweilen ist. Wenn sich hier schon die Augen ausgehackt werden anstatt gemeinsam Änderung zu erzwingen, braucht man sich nicht wundern, dass zu wenig auf den Weg gebracht wird.

MoWi
2 Monate zuvor

Der Fehler liegt doch bereits in dem Wort „Überangebot“; Ich habe von 2009 bis 2015 Gymnasiallehramt auf Gymi (Bayern) studiert, uns wurde sechs Jahre lang erzählt, niemand werde einen Job bekommen und letztlich haben auch nur wenige gleich eine Planstelle bekommen – inzwischen alle, die ich kenne! Gleichzeitig vertreten wir ohne Ende Stunden, können kaum Differenzierung gewährleisten oder Förderunterricht anbieten. Die Schulen sind seit jeher „Spitz auf Knopf“ genäht. Ein „Überangebot“ an Lehrkräften ist die Gelegenheit, einzustellen! Und zwar so, dass jede Schule einen Puffer an Stunden/Lehrkräften hat, den man spätestens im Oktober braucht!

Info/Mathe
2 Monate zuvor

Informatik studieren und sich mit A13/E13 zufrieden geben?
Wissen Lehrer überhaupt wie hoch die Gehälter Informatiker nach dem Studium ist? Ich habe sehr viele Informatiker um mich herum und ich werde ausgelacht wenn ich Ihnen die Idee mitteile an der Schule zu unterrichten. Wenn die angehenden Lehrer wüssten was auf sie zukommt, würden sie auch ihren Studium abbrechen, denn ich habe von so vielen Refs zu hören bekommen, dass sie ihren Studium bereuen.