Wieder Corona-Testpflicht im Herbst? Kultusministerium will nicht „über Details spekulieren“

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HANNOVER. Derzeit scheint die Corona-Lage unter Kontrolle – doch was passiert im Herbst? Der niedersächsische Schülerrat hat konkrete Vorstellungen, wie der Infektionsschutz an den Schulen nach den Ferien aussehen sollte. Das Kultusministerium sieht keine Notwendigkeit, jetzt schon über konkrete Maßnahmen zu sprechen.

Gut ein Jahr lang wurde in Schulen regelmäßig getestet (Symbolfoto). Foto:

Der Schülerrat in Niedersachsen (LSR) spricht sich für eine Wiedereinführung der Corona-Testpflicht an Schulen nach den Sommerferien aus. Diese müsse nicht gleich mit Ferienende beginnen, allerdings frühzeitig genug, um eine mögliche neue Infektionswelle im Herbst rechtzeitig zu erkennen, sagte der LSR-Vorsitzende Malte Kern der Deutschen Presse-Agentur. Er regte einen verpflichtenden Test pro Woche an. Zuletzt hatte es an den Schulen nach den Osterferien eine tägliche Testpflicht gegeben, Anfang Mai wurde auf freiwillige Tests umgestellt.

In der aktuellen Situation seien freiwillige Tests auch ausreichend, erklärte Kern. Allerdings hätten die vergangenen beiden Jahre gezeigt, dass die Infektionszahlen in der kälteren Jahreszeit wieder stiegen. Auch Schulen könnten dann wegen des engen Kontakts vieler Menschen wieder Infektionsherde sein, warnte Kern.

«Sollten Maßnahmen erwogen werden, ist das Wohl der Kinder und Jugendlichen an erste Stelle zu setzen»

Der Schülervertreter rief die Politik zudem dazu auf, so lange wie möglich auf das Distanzlernen zu verzichten. Ein Lockdown treffe Kinder und Jugendliche hart, sagte Kern. Auch nach zwei Jahren Pandemie gebe es außerdem noch Probleme, die sich nicht bis zum Herbst lösen ließen. So gebe es landesweit große Unterschiede, wie gut die Schulen auf digitalen Unterricht eingestellt sind, und nicht jede Familie habe zu Hause genügend Geräte für den Distanzunterricht.

Das Kultusministerium erklärte, man wisse, welche Corona-Maßnahmen wirken, und werde diese gegebenenfalls einsetzen. Allerdings sei derzeit völlig offen, ob und wenn ja in welchem Umfang dies notwendig werde. «Aus unserer Sicht macht es aktuell keinen Sinn, über Details zu spekulieren», erklärte ein Ministeriumssprecher. Der Bund müsse die Länder zunächst einmal in die Lage versetzen, die Instrumente auch einsetzen zu können, sollte die Situation sich ändern. Das von der Ampel-Koalition in Berlin im März beschlossene Infektionsschutzgesetz verbietet aktuell praktisch alle flächendeckenden Schutzmaßnahmen in Schulen.

Klar sei hingegen schon jetzt, dass Schulen und Kitas grundsätzlich offen bleiben sollen, hieß es – der jüngste Bund-Länder-Gipfel hatte einen entsprechenden Beschluss gefasst.  «Sollten Maßnahmen erwogen werden, ist das Wohl der Kinder und Jugendlichen an erste Stelle zu setzen. Keinesfalls dürfen die Kinder und Jugendlichen erneut die Hauptlast tragen», betonte der Ministeriumssprecher.

Für den Kita-Bereich erklärte die Landeselternvertretung (Kita-LEV), man bevorzuge anlassbezogene Tests, wenn Symptome auftreten, gegenüber einer Testpflicht. Viele Eltern hätten berichtet, dass die Testpflicht nicht die größte Sicherheit gegeben habe, auch weil die vom Land bereitgestellten Kits oft nicht die zuverlässigsten gewesen seien. Für freiwillige Tests solle das Land den Familien trotzdem weiterhin Testkits anbieten – und das anders als bisher auch für den Krippenbereich mit Kindern unter drei Jahren, forderten die Eltern. News4teachers / mit Material der dpa

Hintertreibt Buschmann den Corona-Schutz der Schulen, bis es (mal wieder) zu spät ist? Meidinger warnt

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Riesenzwerg
24 Tage zuvor

Corona ist weg. Corona gibt es nicht. Kein Test nötig!

Oder fehlt einigen Testherstellern doch noch Kohle?

Wenn das die Freunde der Föllig Desaströsen Pflichtverleugner wissen, wird es natürlich Tests geben.

Wir sollten der FDP mitteilen, dass die Kassen der Wattestäbchenhersteller nahezu unter zig Millionen gefallen sind und schwups – wird wieder getestet!