Politiker stellen Kita-Belegschaft an den Internet-Pranger – und stehen jetzt selbst in der Kritik: „Hass geschürt!“

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FULDA. Eine Kita-Belegschaft kündigt an, zum Muttertag und zum Vatertag keine gemeinsame „stereotype“ Bastelaktion mehr anbieten zu wollen, weil das vielen Familien nicht  mehr gerecht werde – und sehen sich dadurch einer beispiellosen Hass-Welle ausgesetzt. Angetrieben wurde die zunächst von der „Bild“-Zeitung“. Und dann von zwei prominenten Politikern, die die Einrichtung öffentlich identifizierbar machten. Ist solche Hetze eigentlich strafbar?

Eine Wutwelle zieht über die Kita. (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

Ex-CDU-Generalsekretär Ruprecht Polenz hat seinen Parteifreund Tilman Kuban scharf dafür kritisiert, die Belegschaft einer hessischen Kita an den Pranger gestellt zu haben. „In kulturkämpferischem Eifer hatte @TilmanKuban auf Twitter die Kita kritisiert und ihre Anschrift mitgeteilt. Absolutes No Go“, twitterte Polenz. Hintergrund: Die Kita war von der „Bild“-Zeitung (ohne Namensnennung) für einen Elternbrief als „knallhart woke“ gebrandmarkt worden, in dem die Fachkräfte angekündigt hatten, keine gemeinsame Bastelaktion mehr für den Mutter- und den Vatertag anbieten zu wollen (News4teachers berichtete).

Der Hannoveraner Bundestagsabgeordnete Kuban, ehemaliger Bundesvorsitzender der Jungen Union, hatte daraufhin das Kita-Schreiben zunächst mit Kontaktdaten veröffentlicht, später diese Angaben aber geschwärzt, „zum Schutz der Kinder und der Einrichtung“, wie er schrieb. Allerdings hatten laut „Frankfurter Rundschau“ zu diesem Zeitpunkt schon „einige große digitale Medien des ultrarechten Spektrums“ den Post von Kuban mit der Adresse der Kita weitergereicht. Auch Bayerns Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) verbreitete das Schreiben auf Sozialen Medien. Zwar waren in seinem Post die Kontaktdaten der Kita nicht vollständig zu erkennen, zu sehen waren aber Ort und Stadtteil – in dem sich nur ein einziger Kindergarten befindet.

„Tilman Kuban, legen Sie unverzüglich Ihr Mandat nieder und bitten Sie bei der Kindertagesstätte und den Kindern um Verzeihung“

Die Folgen: Die Mitarbeiterinnen sind einer Flut von Drohungen ausgesetzt. Ein Sprecher des Bistums Fulda sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur, es habe „zahlreiche emotionsgeladene Telefonate“ gegeben. In Kommentarspalten und sozialen Medien sammeln sich Hassbekundungen gegen die Kindertagesstätte. Auf dem Kita-Gelände wurden zwei Gartenhütten von Unbekannten beschädigt.

Der ehemalige Berliner SPD-Politiker Christopher Lauer hat unterdessen eine Online-Petition gestartet, die Kuban zum Rücktritt auffordert (und bereits von mehr als 3.000 Menschen unterzeichnet wurde). „Tilman Kuban hetzte über den Kurznachrichtendienst Twitter den rechten Mob auf einen Kindergarten (!). Dieser sieht sich nun durch Rechtsextreme bedroht“, so heißt es darin. „Dieses Verhalten ist eines Bundestagsabgeordneten absolut unwürdig. Das muss auch nicht wortreich begründet oder erklärt werden. Wer kleinste Kinder zur Zielscheibe von Hass und Hetze macht, hat einfach einige ganz wesentliche Dinge nicht verstanden und definitiv den Schuss nicht gehört. Daher: Tilman Kuban, legen Sie unverzüglich Ihr Mandat nieder und bitten Sie bei der Kindertagesstätte und den Kindern um Verzeihung.“

Kuban erklärte gegenüber der „Frankfurter Rundschau“ lediglich: „Es geht nicht darum jemanden persönlich anzugreifen, denn auch Erzieherinnen und Erzieher machen einen tollen Job““ Dass Kinder nicht mehr für ihre Eltern basteln sollen, halte er aber für „eine unglaubliche Entwicklung“. Die Behauptung ist falsch: Die Kita hatte lediglich mitgeteilt, keine gemeinsame „stereotype“ Bastelaktion für den Vater- und Muttertag mehr anbieten zu wollen, weil viele Kinder der Einrichtung nicht im klassischen Familienmodell lebten – dass Kinder nicht mehr für ihre Eltern basteln sollen, davon war nie die Rede.

Parteifreund Polenz versah derweil den Post eines anderen Twitter-Nutzers mit drei Ausrufezeichen, in dem von einem „üblen Auswuchs des Populismus“ die Rede war – und die Frage gestellt wurde, warum CDU-Chef Friedrich Merz so etwas zulasse oder sogar befördere.

„In dem Moment, wo ich den Text, den Screenshot des Bildes teile, muss mir bewusst sein, dass der Hass der Anhänger sich genau gegen diesen Kindergarten richtet“

Der Würzburger IT-Anwalt Chan-jo Jun, der sich mit seinem Kampf gegen Hasskriminalität im Internet einen Namen gemacht hat, zeigt sich gegenüber dem Bayerischen Rundfunk entsetzt darüber, dass etablierte Politiker hier Menschen an den Pranger stellen – und einem Netzpöbel ausliefern. „Das Besondere an diesem Fall ist, dass das Opfer hier ein Kindergarten ist, und zwar das Team des Kindergartens und die Kinder und die Eltern dieser Kinder.“ Diese Konstellation sei besonders sensibel – zumal es stets „die zweite Reihe der Empörten“ gibt, die mit Hassnachrichten reagierten.

Jun kritisierte Kuban und Aiwanger. „In dem Moment, wo ich den Text, den Screenshot des Bildes teile, muss mir bewusst sein, dass der Hass der Anhänger sich genau gegen diesen Kindergarten richtet.“ Der Anwalt betont: „Das hätten sie vorher erkennen müssen.“ Aus juristischer Sicht sei das Vorgehen vermutlich nicht strafbar, sei also nicht nach Paragraph 126a als Verbreitung von personenbezogenen Daten zu werten. „Gleichwohl haben sie natürlich starke Emotionen, man könnte auch sagen Hass, ausgelöst oder angefeuert. Aber das ist – im Augenblick jedenfalls – noch nicht verboten.“

Die Aktion der Politiker hat allerdings auch eine Gegengewegung in den sozialen Medien ausgelöst. Tausende Mensch solidarisieren sich öffentlich mit den Beschäftigten. Eine Erzieherin schrieb auf Twitter an Kuban: „Wir basteln übrigens auch nicht, aus diesen und noch anderen Gründen. Brauchen Sie die Adresse meiner Kita?“ News4teachers

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Walter Hasenbrot
1 Jahr zuvor

Leider fanden ja auch hier die bekannten „konservativen“ User die Kindeswohlgefährdung durch Kuban und seinen Shitstorm gar nicht so schlimm.

Richtig aufregen konnte sich dieses Klientel nur darüber, dass die ErzieherInnen nicht basteln wollten.

In welcher Ideologie rechtfertigt das die Gefährdung von Kindern und die Beschimpfung und Bedrohung von ErzieherInnen?

Pit2020
1 Jahr zuvor

Ob, was genau, von wem und auch in welchem Gemütszustand in die Welt gesetzt wurde und eventuell juristisch von Belang ist bzw. strafrechtlich verfolgt werden kann, vermag ich gar nicht zu beurteilen … und ich möchte das auch nicht suggerieren, ich möchte mich nicht an „Hexenjagd-Spielchen-für-Anfänger“ beteiligen.

Allerdings fällt mir das Erstaunen zunehmend schwerer.
Außerdem neige ich selbst mittlerweile immer mehr zur freiwilligen Zurückhaltung im (ich mag es nicht mehr Diskussionen nennen) „Austausch“ über dies und das = eigentlich oft kleine oder sogar kleinste Ereignisse (häufig mit regionalem Bezug und auch nur so in Gänze nachvollziehbar), die an die „worldwide“ Öffentlichkeit gebracht werden und dann häufig zu einem Tsunami des splitterfasernackten Wahnsinns auswachsen – das Ausgangsthema ist dabei immer stärker austauschbar – ja letztlich gar egal.
Man findet das mittlerweile an jedem (ja, leider) digitalen Ort, und darum meide ich diese digitalen Orte zunehmend. … Die Wirkung ist famos und spart sogar die von Fachleuten 😉 empfohlenen Yoga-Einheiten.

Irgendwie erinnert mich dieses ganze Gebaren (in den asozialen Medien) unter Volljährigen (!) – am Erwachsensein darf man zweifeln – immer mehr ans Rumgezicke kleiner Kinder, das betrifft den/die „Erst-Schubser“ ebenso wie diejenigen, die dann „nur“ zurückschubsen oder – keineswegs weniger schlimm – vom Rand aus andere Kinder in das Keilerei-Knubbel hineinschubsen und so wird es in Windeseile eine zünftige Massen-Hauerei.
Ein anderer „Klassiker“ bei den Jüngsten ist wenn eine(r) gepupst hat und dann alle aufeinander zeigen und währenddessen das „schöne“ Liedchen losgeht „Wer es hat zuerst gerochen, dem ist es aus dem A…. gekrochen.“
Und schon fängt sich einer ’nen saftigen Klatsch ein und es geht zwanglos-nahtlos in ein neues „Buuuuuääääh, der hat mich …! – Nein, der Dings hat mich aber zuerst … Buuuuuäääääh, schniiiiiieef“-Spielchen über.
So wird es auch den tendenziell schlichten Gemütern nie langweilig, für jeden ist früher oder später etwas Passendes dabei um Erfahrungen mit dem Phänomen der Selbstwirksamkeit zu sammeln – leider halt auf Kosten anderer. 🙁

Ich fühle mich immer mehr abgestoßen.
Ich fühle mich auch darum abgestoßen, weil sich auf diese Weise Leute in die Öffentlichkeit bringen, die im analogen Leben niemals in eine solche Position gekommen wären um dieses immense Maß an Beachtung zu finden und sofort zu missbrauchen, indem man bei möglichst wenig Kenntnis einer Situation möglichst viel Meinung entwickelt und dann: „Großer Zauber, entfalte dich“ … tipp-tipp,click-click …“
… sich selbst auf Kosten anderer ins Gespräch bringen bzw. in den Vordergrund drängeln und im Licht der Öffentlichkeit halten – wenn es schief geht, dann s.o.: „Buuuuuäääääh, schniiiiiieef …“

Und wer sich jetzt fragt:
„Was hat das mit dem Ausgangsartikel zu tun?“ darf noch einmal genau lesen, denn ich erwähnte ja bereits weiter oben „das Ausgangsthema ist dabei immer stärker austauschbar – ja letztlich gar egal.“
Aber auch Einzelpersonen können meiner Ansicht nach etwas an dieser Situation ändern: Ruhe bzw. Stille kann sehr hilfreich sein … man stelle sich einmal vor, die „Echo-Kammern“ und „Blasen“ dieser Welt blieben einfach leer …
„Hört doch mal! … Ihr hört nix? … Ja, ist das nicht erholsam? …“
Und den Schreihälsen würde es doch auch bald langweilig … Darf man noch träumen?

In letzter Konsequenz und auf Grund ausgiebiger Beobachtungen (auch hier im Forum) meide ich zunehmend sog. „Diskussionen“ (vgl. oben) mit allen „Meinungsbesitzern“, die ich nicht einschätzen kann bzw. die mir nicht erkennbar bevorzugt gegenüber stehen oder sitzen.
Da fehlt mir nix.
Tut gut.

GriasDi
1 Jahr zuvor

Typisch CDU/CSU überall lauert der Untergang des Abendlandes. 16 Jahre Stillstand – das macht ein Land kaputt. Der soll sich um Wichtiges kümmern, aber dafür fehlt das Hirn.

Biene
1 Jahr zuvor

Herr Aiwanger hat sich damit für die Wahl im Herbst disqualifiziert. So etwas geht nicht!
Es schleicht gerade ein sehr unhübscher Vergleich durch meinen Kopf.

GriasDi
1 Jahr zuvor
Antwortet  Biene

Der findet genug Anhänger, das ist ja das Problem.

Küstenfuchs
1 Jahr zuvor

Wir – und damit meine ich Erzieher, Lehrer und alle, die der Erziehung unserer Kinder beruflich beteiligt sind – möchten Kindern einen bestmöglichen Start ins Berufsleben mitgeben, ihnen die bestmögliche Erziehung angedeihen.

Dabei können Fehler passieren und es gibt sicher Kolleginnen und Kollegen, die in gutem Glauben, das Richtige zu tun, etwas aus der Spur geraten. Ob das hier der Fall war, spielt im Grunde keine Rolle.

Es ist die Aufgabe der Politik, uns einen vernünftigen Rahmen bereitzustellen und uns in unserer Arbeit zu unterstützen. Dagegen hat Kuban wissentlich und vorsätzlich verstoßen, nur um am rechten Rand nach Stimmen zu fischen.

Selbstverständlich ist es das gute Recht von Politiker, Dingen im Erziehungsbereich nachzugehen, die sie für falsch halten. Aber nicht über die Bild oder Twitter oder was es sonst noch an pseudo-journalistischen Kanälen gibt, sondern über die konkreten politisch Verantwortlichen. Das weiß auch Herr Kuban.

Er sollte dingend als MdB zurücktreten, denn er bringt für dieses Amt offenbar nicht die moralische Eignung mit.

Benny
1 Jahr zuvor

„.. In der heutigen Zeit, in der die Diversität einen immer höheren Stellenwert erhält, möchten wir diese Vorleben und keinen Menschen ausschließen. .. “

Aus dem Brief.Auf Twitter zu finden.

@Redaktion: Warum wird der Brief nicht verlinkt?

Ausgewogene Berichterstattung? Sonst könnte man in Verdacht geraten, selbst in kulturkämpferischer Absicht unterwegs zu sein.

Annika
1 Jahr zuvor

Das traurigste an der ganzen Sache ist ja, dass in einem Großteil der anderen Kitas ebenso keine Mutter- und Vatertagsgeschenke mehr gebastelt werden. Nicht aus ideologischen Gründen, sondern ganz einfach, weil dafür das Personal fehlt. Da ist es den besagten Hetzern dann aber wieder komplett egal bzw. verantwortet die Partei von Herrn Kuban die miesen Rahmenbedingungen in den Kitas doch in zahlreichen Komunen selbst mit!

Biene
1 Jahr zuvor
Antwortet  Annika

Was ist mit Kindern, die keinen Vater oder keine Mutter mehr haben? Sollen die jedes Jahr wieder einen psychischen Zusammenbruch erleiden, wegen diesen Tagen.

Den Eltern lieber im Jahr mal sagen, wie gerne man sie hat und im Haushalt helfen. Das ist besser als einen speziellen Tag im Jahr auf solche Besonderheiten aufmerksam zu machen.
Auch wenn ich sagen muss, dass sich das jeweilige Elternteil über die selbstgemachten Geschenke freut.
Trotzdem auch die Halbwaisen beachten.

Susanne
1 Jahr zuvor

Die Kitas stehen seit langem vor grundlegenden Problemen und können ihrem Bildungs- und Erziehungsaufzrag kaum noch gerecht werden! Und da geht ernsthaft ein Aufschrei durch Politik und Medien wegen Muttertagsgeschenken? Ich bin fassungslos. Die Verantwortlichen für diese Hetzkampagne sollten für ein Jahr in einer Kita eingestzt werden, allen voran die Politiker. Und dies nicht in einem Kindergarten für die Bundesregierung ( Planung für Berlin), sondern in einem sozialen Brennpunkt oder einem chronisch unterbesetzten Kiga!
Unsere Kita bastelt übrigens auch nicht mehr zielgerichtet für den Muttertag, da wir der Meinung sind, dass dies ein Aspekt ist, der in die Familie gehört. Wir kommunizieren mit den Kindern regelmässig, wie wichtig Familie und ein gemeinsames, achtungsvolles Miteinander ist. Wer basteln und verschenken möchte, kann dies das ganze Jahr über tun!
( vorausgesetzt, es ist ausreichend Personal anwesend)

Konfutse
1 Jahr zuvor
Antwortet  Susanne

Danke!! Genau so sehe ich das auch!

Bine 67
1 Jahr zuvor

Ich bin erschüttert.
Ob in einer Kita für Muttertag/Vatertag gebastelt wird oder nicht, ist eine interne Entscheidung des Personals.
So eine Entscheidung wird niemals leichtfertig getroffen, es werden alle Betroffenen, also Eltern und Kinder, dabei berücksichtigt. So nebenbei werden den Erzieher und Erzieherinnen auch Kompetenzen abgesprochen, die für ihre Einrichtung richtigen Maßnahmen zu treffen.
So ein ungeheuerlicher Vorgang läßt mich sehr pessimistisch in die Zukunft schauen. Denn es gibt wichtigere Probleme als Basteleien in der Kita.
Auch wir haben schon seit Jahren dieses Muttertags/Vatertags basteln eingestellt. Dafür sind die Familien zuständig. Wenn ein Kind aber den Wunsch äußert, dann wird dem Wunsch auch entsprochen, sofern genügend Personal da ist.

Jürgen Hauser
1 Jahr zuvor
Antwortet  Bine 67

Ich übersetze mal, wie ich IhrenBeitrag verstanden habe: Ob in einer Kita für Muttertag gebastelt wird, entscheiden die Erzieher ganz alleine. Erzieher entscheiden niemals leichtfertig. Wer das kritisiert, spricht den Erziehern die Kompetenz ab, die richtigen Maßnahmen für ihre Einrichtung zu treffen. Das ist ungeheuerlich.
Ich bin sicher, dass meinen Sie nicht so. Sie wollen nicht sagen, dass Erzieher nicht kritisiert werden dürfen, oder?

Angelika Mauel
1 Jahr zuvor
Antwortet  Jürgen Hauser

Danke. In keiner Berufsgruppe wird immer alles richtig gemacht (oder auch nur nach bestem Gewissen) Und gerade bei den Erziehern geht mancher Murks auf Übereifer oder den Wunsch, als pädagogisch kompetent dazustehen oder es allen recht zu machen, zurück.

Die ErzieherInnen hätten wie andere auch auf das spezifische Basteln zu Mutter- und Vatertag einfach so verzichten können. Das meinem Empfinden nach in mehrere Richtungen hin devote Schreiben hätte es wirklich nicht geben müssen.

War es nicht auch eine Spitze gegen die Kirche, die in punkto Doppelmoral schon seit Jahrzehnten souverän über vieles hinwegsieht? Dass ein sehr hoher Anteil ihrer Fachkräfte im Sozial- und Erziehungsdienst, insbesondere der Berufsanfänger, nicht nach den Grundsätzen der Kirche lebt, sondern meist erst nach einen längeren Zusammenleben heiratet, ist allgemein bekannt. Lediglich ein pfarramtliches Zeugnis wird noch gefordert.

Und jetzt eben von der Amtskirche auch noch das Bekenntnis zur Familie, wie die Kirche es erwartet und wofür Tilman Kuban sich vorgeblich einsetzt.