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Abgehängt, frustriert, radikalisierbar? Warum Bildungsministerin Prien vor einer verlorenen Generation junger Männer warnt

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BERLIN. Jungen scheitern häufiger in der Schule, brechen öfter ab und tauchen seltener unter den Abiturienten auf. Bundesbildungsministerin Karin Prien sieht darin nicht nur ein pädagogisches Problem, sondern eine gesellschaftspolitische Gefahr: Wer sich früh als Verlierer erlebt, wird anfälliger für Extremismus. Zugleich verweist sie auf neue finanzielle Spielräume in Milliardenhöhe und sinkende Schülerzahlen als „demografische Rendite“ – eine Chance, gezielt in bessere Bildung, Sprachförderung und Unterstützungssysteme zu investieren.

“Eine Riesenchance”: Karin Prien. Foto: Bildnachweis: Dominik Butzmann / photothek /
Bundesministerium für Bildung, Frauen, Senioren, Familie und Jugend.

Bundesbildungsministerin Karin Prien sieht die Gefahr einer Generation junger Männer, die sich abgehängt fühlt. «Was uns nicht passieren darf, ist, dass wir zunehmend eine Männergeneration bekommen, die sich als Verlierer empfindet und dadurch anfällig für autoritäre Weltbilder und extremistische Inhalte ist», sagte die CDU-Politikerin in einem Interview mit der «Rheinischen Post». «Als Politik müssen wir jungen Männern zeigen, dass auch ihre Bedürfnisse wahrgenommen werden.»

Auf die Frage, ob Deutschland eine Generation abgehängter junger Männer drohe, sagte Prien: «Ich fürchte ja, wenn wir nicht gegensteuern.» In den USA, in Großbritannien oder in Schweden zeichne sich diese Entwicklung bereits ab. «In Großbritannien gibt es quasi keine Lohnlücke mehr zwischen Männern und Frauen. Nicht, weil die Gleichstellungspolitik wirkt, sondern weil die Jungen die Schule häufiger nicht schaffen und in der Folge seltener gut bezahlte Berufe finden.» Es gebe dazu «eine interessante Studie mit dem Titel ,Lost Boys‘ (Verlorene Jungen)».

Diese Einschätzung deckt sich mit zahlreichen empirischen Befunden. Der Bildungsforscher Prof. Klaus Hurrelmann hatte bereits 2012 darauf hingewiesen, dass Jungen auch in Deutschland seit Jahrzehnten an Boden verlieren. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stellen sie heute nur noch rund 45 Prozent der Abiturienten, aber etwa 60 Prozent der Schulabbrecher. Rund 15 Prozent der 25- bis 34-jährigen Männer verfügen weder über Abitur noch über eine abgeschlossene Ausbildung. Die Schweizer Erziehungswissenschaftlerin Prof. Margrit Stamm spricht von „Underachievern“ – Jungen, deren tatsächliche Leistung hinter ihrem Potenzial zurückbleibt.

Hinzu kommen Erwartungseffekte. Eine internationale Längsschnittstudie der Universität Halle-Wittenberg zeigt, dass Lehrkräfte Leistungen von Mädchen in sprachlichen Fächern tendenziell überschätzen und die von Jungen unterschätzen, in Mathematik hingegen umgekehrt. Solche Verzerrungen können Selbstbilder über Jahre prägen. Der Zeit-Autor Martin Spiewak beschreibt die Krise der Jungen als strukturell: Schon bei der Einschulung seien zwei Drittel der zurückgestellten Kinder Jungen. Moderne Unterrichtsformen setzten stark auf Selbstorganisation, während Jungen im Durchschnitt länger klare Strukturen und direkte Ansprache benötigten (News4teachers berichtete).

«Im Netz sind Extremisten unterwegs, die genau wissen, mit welchen emotionalen und zunächst harmlos wirkenden Botschaften sie Jungs ansprechen können»

Jungen hätten zudem «eine höhere Selbstmordrate, sie werden häufiger krank, eher kriminell und neigen mehr zur Gewalttätigkeit», sagte Prien. Eine moderne Gleichstellungspolitik dürfe deshalb «nicht nur Frauen, sondern muss auch Männer in den Blick nehmen», stellte die Ministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend heraus. Eine wichtige Rolle spielten soziale Medien. «Im Netz sind Extremisten unterwegs, die genau wissen, mit welchen emotionalen und zunächst harmlos wirkenden Botschaften sie Jungs ansprechen können: mit Körperlichkeit etwa, mit Sport und Proteinen», sagte Prien. Das seien «weltweite Bewegungen».

Mit Blick auf strukturelle Probleme im Bildungssystem verwies Prien zudem auf Defizite bei Sprachkenntnissen vieler Kinder. Der Bund verhandele seit Monaten mit den Ländern über ein Kita-Qualitätsentwicklungsgesetz, das am 1. Januar 2027 in Kraft treten solle. «Der Bund gibt den Ländern Geld für Sprachdiagnostik, Sprachförderung und einen verbesserten Übergang zwischen Kita und Schule», sagte sie. Im Gegenzug erwarte der Bund verbindliche Qualitätsstandards.

Unterschiedliche Ausgangslagen in den Ländern müssten dabei berücksichtigt werden. «In Nordrhein-Westfalen gibt es immer noch wachsende Schülerzahlen und einen hohen Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund. Das ist in Sachsen-Anhalt beides nicht der Fall. Dort gibt es aber einen dramatischen Lehrkräftemangel», sagte Prien. Vorgaben könne der Bund nicht machen: «Ich kann den Ländern nichts vorschreiben. Ich kann aber die besten Lösungen ins Schaufenster stellen – sodass es einen Wettbewerb gibt.»

«Wir müssen die finanziellen Spielräume nutzen, die wir durch die Lockerung der Schuldenbremse und durch das Sondervermögen gewonnen haben»

Mit Blick auf die insgesamt angespannte Lage an vielen Schulen zeigte Prien Verständnis für Kritik. «Ich kann den Unmut von Eltern verstehen. Gerechte Bildungschancen sind für die meisten Deutschen das wichtigste Thema.» Verbesserungen seien möglich. «Wir müssen die finanziellen Spielräume nutzen, die wir durch die Lockerung der Schuldenbremse und durch das Sondervermögen gewonnen haben, um in den Ländern massiv in Bildung zu investieren.» Es gehe um «zweistellige Milliardenbeträge im Jahr».

Zugleich verwies die Ministerin auf sinkende Schülerzahlen. «Gleichzeitig gehen die Kinder- und Schülerzahlen momentan zurück – erstmals seit anderthalb Jahrzehnten. Da gibt es eine demografische Rendite und das ist eine Riesenchance: Da werden Mittel frei, die wir in die Bildung investieren können.» News4teachers 

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Mondmatt
1 Monat zuvor

Sollte doch jedem klar sein.

Gleichbehandlung bedeutet Personen oder Dinge GLEICH zu behandeln.

Eine, wie im Fall der Frauen besondere Förderung oder Bevorzugung (bei gleicher Qualifikation werden Frauen bevorzugt..) ist so ungerecht wie die vorherige Benachteiligung der Frauen.

Das Argument, dass zuvor eine jahrelange Benachteiligung der Frauen statt gefunden hat und nur ausgeglichen werden soll mag stimmen, mach ihre jetzige Bevorzugung gegenüber den Männern aber um kein bisschen gerechter.

Nur gerecht ist gerecht.
Ungerecht bleibt ungerecht, auch wenn damit eine vorherige Benachteiligung ausgeglichen werden soll.

Wenn die Benachteiligung wie hier schon jahrelang zurück liegt gilt dies doppelt und dreifach.

Die bevorzugte Förderung und Beförderung der heutigen Frauen hilft den Frauen die damals benachteiligt wurden kein bisschen. Es schadet nur den Männern und männlichen Jugendlichen.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Mondmatt

Dazu fällt mir folgendes Zitat aus den 1980ern ein:

Wenn wir wirklich wollen, dass es unsere Töchter einmal leichter haben, müssen wir es unseren Söhnen schwerer machen

Scheint auch geklappt zu haben, wenn man z.B. liest, dass Jungs bei gleichem Leistungsvermögen schlechtere Noten erhalten, höhere Kompetenzwerte für eine Gymnasialempfehlung brauchen, dafür aber über zwei Drittel der Förderschüler*innen stellen usw, usw.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

“Wenn wir wirklich wollen, dass es unsere Töchter einmal leichter haben, müssen wir es unseren Söhnen schwerer machen“
Warum? Mondmatts Beispiel beschreibt Frauen mit GLEICHER Qualifikation.

“[…] z.B. liest, dass Jungs bei gleichem Leistungsvermögen schlechtere Noten erhalten, […]”
Wo lesen Sie das? Immerhin ist GENAU DAS der Grund für die Frauenquote 😀

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

dass Jungs bei gleichem Leistungsvermögen schlechtere Noten erhalten,”

Das soll der Grund für Frauenquoten sein?

Wo lesen Sie das?

In zahlreichen Quellen z.B. aus den Jahren 2009 bis 2025, die auch überhaupt nicht schwer zu finden wären.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Na, wenn chatgpt Ihnen das so sagt 😉

Aber Mondmatt beschrieb Frauen mit GLEICHER Qualifikation, genau dafür haben wir die Frauenquote?
Steht das nicht in Ihren zahlreichen Artikeln von 2009 bis 2025?

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Mag sein dass Sie ohne die Hilfe von Chatgpt nichts finden würden, ich brauche das nicht und kenne die Primärquellen schon lange bevor es dieses Hilfsmittel gab und weiß auch was dort steht und was nicht.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Freut mich für Sie. “Wenn Ihre Quellen stimmen” – damit leiten Sie ja nicht selten Ihre unbelegten Aussagen ein, können Sie gerne beizeiten ein paar anbringen, die Mondmatts Behauptung stützen 😉

GraueMaus
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Es steht wirklich in zahlreichen Publikationen, dass Mädchen bei gleicher Leistung i.a. bessere Noten erhalten. Das scheint erwiesen zu sein. Warum genau, das scheint nicht so klar zu sein. Aber sie sind eben gewissenhafter, schreiben sauberer und benehmen sich besser.
Allerdings geht die Leistung in späteren Schuljahren dann oft zurück, und das könnte dann am Ende die sinkenden Frauenanteile in der weiteren Karriere erklären, jedenfalls zum Teil.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  GraueMaus

“Allerdings geht die Leistung in späteren Schuljahren dann oft zurück, und das könnte dann am Ende die sinkenden Frauenanteile in der weiteren Karriere erklären, jedenfalls zum Teil.”

Jaja, DAS steht garantiert in Ihren vielen Pubkikationen. Kein anderer Grund auszumachen, warum Frauenanteile in Chefetagen geringer ausfallen (ach, gebe es bloß Publikationen zu diesem unbekannten Phänomen..)

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Strohmann … Scheinargument.

Das eine schließt das andere nicht aus.

GraueMaus hat recht. Das ist Konsens aktuell. Ist einfach so. Da können Sie noch so oft sagen “Ihre Quellen”. Das ist gängiger wissenschaftlicher Konsens.

Sie haben auch recht. Es gibt durchaus weitere Gründe, als “späteres Ausgleichen/Überholen”. Das ist tatsächlich ebenfalls Quatsch als Hauptgrund anzuführen.

Muss man immer “Sache für Sache” bedenken und einordnen … Dabei das Gesamte im Kopf haben.
Also doch: (Ihr) Beide haben(/habt) Recht mit Teilaussagen. Das funktioniert … Oft so.

Rainer Zufall
27 Tage zuvor
Antwortet  Bla

“Allerdings geht die Leistung in späteren Schuljahren dann oft zurück, und das könnte dann am Ende die sinkenden Frauenanteile in der weiteren Karriere erklären, jedenfalls zum Teil.”
“Das ist Konsens aktuell. Ist einfach so.”
Mir reicht auch nur eine Quelle von Ihnen beiden dazu, dass dies den Einfluss auf die Karrieren von Frauen erklärt ;(

Bla
27 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sie vermischen wieder ohne Zusammenhang. Ich weiß schon … Ist “Ihr Ding”. Macht es aber nicht richtiger.
Sie können doch nicht [also können Sie schon … Machen Sie ja auch] ständig Sachzusammenhänge einfach ignorieren und ohne Kontext rauspicken.

Dass Junge – im Schnitt – schulisch benachteiligt weden ist Konsens. Das hat viel mit Sozialisierung und gesellschaftlichen Erwartungsansichten und -werten zu tun. Dazu das Schulsystem [als systemische Aufbau] als solches.

-> “Das ist Konsens aktuell. Ist einfach so.”
Ist halt so. Lesen Sie sich ein. Das können Sie sehr schnell googlen und/oder nachlesen.

Das hier steht nicht (direkt) im Zusammenhang:
-> “Allerdings geht die Leistung in späteren Schuljahren dann oft zurück, und das könnte dann am Ende die sinkenden Frauenanteile in der weiteren Karriere erklären, jedenfalls zum Teil.”

Dazu hätte ich auch keine Quelle oder sonst was. War nicht meine Behauptung. Ich sagte tatsächlich – und das können Sie nachlesen – das ich hier keinen Kausalzusammenhang und Hauptgrund sehe. Das sehe ich persönlich auch als “Quatsch”. Es gibt andere Faktoren, welche hier beeinflussen. Beispielsweise “Machtpositionen”, “dominanteres Auftreten”, “Karriereabwägungen”, auch hier “Sozialisation” und “gesellschaftliche Erwartungshaltung” -> “Rollenbilder” und “geschlechtsspezische Stereotypen”.
Dazu auch “Jobbereichsauswahl der Geschlechter”. Alles natürlich als “Tendenzen”. Man wird immer Fallbeispiele finden, wo das nicht so ist. Ich spreche hier von “Standards”, “Durchschnitt”, “Tendenzen” und “Typisierung”. Also von der “Regel” – statt der “Ausnahme”.

Aber gerne können wir hier drüber diskutieren. Ist ein sehr interessantes Gebilde und lädt tatsächlich zum perspektivischen Diskurs regelrecht ein.

Rainer Zufall
27 Tage zuvor
Antwortet  Bla

“Sie vermischen wieder ohne Zusammenhang. Ich weiß schon … Ist “Ihr Ding”. Macht es aber nicht richtiger.”

Dann sollten Sie das Graue Maus schreiben nicht mir XD
“Allerdings geht die Leistung in späteren Schuljahren dann oft zurück, und das könnte dann am Ende die sinkenden Frauenanteile in der weiteren Karriere erklären, jedenfalls zum Teil.”
Keine Ahnung, warum jemand sich bei so einem Thema gegen Frauen positionieren und gar die Ungleichbehandling im Job zu rechtfertigen…

Was könnte da wohl der Grund sein?
“Erstaunlich finde ich, dass hier einige die Gleichberechtigung – ach was natürlich die Bevorzugung – des weiblichen Geschlechtes verantwortlich machen.” (DerechteNorden)

Bla
27 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

“Dann sollten Sie das Graue Maus schreiben nicht mir XD”

Warum? Sie haben meinen Kommentar ja vermischt ohne Zusammenhang. Hatte es klar genug geschrieben.
GraueMaus hat damit nichts zu tun, außer er/sie würde das halt auch machen. Geht hier um die Diskursart.

“Keine Ahnung, warum jemand sich bei so einem Thema gegen Frauen positionieren und gar die Ungleichbehandling im Job zu rechtfertigen…”

Das war doch “erstmal” “nur” eine Vermutung? Natürlich stellen sich Menschen fragen und stellen Vermutungen auf. Die kann man dann mit Fakten belegen oder nicht. Ansonsten bleibt es erstmal eine Vermutung.
Sehe ich jetzt nicht als “Schlimm gemeint” an.
Keine Ahnung, warum Sie sich “triggern” davon. Ist doch in Ordnung hier das als Frage aufzustellen … Kann man doch entgegenen:
“Warum glauben/vermuten Sie das?”
“Wie kommt man darauf?”
“Haben Sie Quellen unn Belege zu Ihrer Vermutung?”
Ist doch kein Stress erstmal.

“Was könnte da wohl der Grund sein?
“Erstaunlich finde ich, dass hier einige die Gleichberechtigung […]” ”

Weil der Begriff “Gleichberechtigung” bei Quoten durchaus kritisch zu sehen ist.
Sind Quoten tatsächlich “Gleichberichtigung”? Warum?
Hoffen/Wirken Quoten irgendwann mal auf “Gleichberechtigung” hin?
Was ist überhaupt “Gleichberechtigung”? Und in welchem Kontext?
Was ist “Chancengleichheit”, “Chancengerechtigkeit”, “Ergebnisgerechtigkeit”, “Gleichberechtigung” und “Gleichstellung” überhaupt?

Quoten (als Tendenzen):
Chancengleichheit? Nein
Chancengerechtigkeit? Nein
Ergebnisgerechtigkeit? Ja
Gleichberechtigung? Ja [je nach Definitionsvertändnis]
Gleichstellung? Nein

Daher haben Quoten eben in den “Nein” Bereichen ihre “Ungerechtigkeit”. In den “Ja” Bereichen ihre “Gerechtigkeit”.

Und wenn man das versteht – erst dann kann man meiner Meinung nach wirklich sinnvolle Diskurse zu dem Thema angehen.

Ansonsten prassen zwei gewaltige Fronten [die beide Recht haben] aufeinander. Und beide sprechen oft aneinander vorbei – beide haben logische und valide Gründe. Aber jeder geht raus und denkt sich “so ein Arsch/eine Ärschin”.
Erst wenn man beide Seiten versteht und “die Kompromisse” … Sowie das Paradox und Dilemma… Erst dann kann man sinnvollen Diskurs auf einer Ebene führen. Dazu muss man beide Seiten wahrnehmen und als Faktoren sehen. Die gibt es halt.

Rainer Zufall
25 Tage zuvor
Antwortet  Bla

“GraueMaus hat damit nichts zu tun, außer er/sie würde das halt auch machen. Geht hier um die Diskursart.”

Ich hätte schwören können, dass Graue Maus hier den nachschulischen Bereich anführt: “Allerdings geht die Leistung in späteren Schuljahren dann oft zurück, und das könnte dann am Ende die sinkenden Frauenanteile in der weiteren Karriere erklären, jedenfalls zum Teil.” 😉

Aber wenn Sie dies nicht zu sehen meinen, um was geht es dann?
Bitte, machen Sie sich nicht die Mühe, ich interssiert mich ehrlichgesagt wenig, wie Sie ein anonyme Person rechtfertigen, da reicht mit deren Antwort selbst

Bla
25 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Hatte ich mehrfach geschrieben: Mir ging es um den Konsens bei “(System) Schule – Jungs – Leistungsbewertung”.

Bildungsnah
27 Tage zuvor
Antwortet  GraueMaus

Der Hauptgrund dürfte in meinen Augen sein, dass Schule und Karriere zwei komplett verschiedene “Spiele” sind. Eigenschaften und Methoden die Bestleistungen in der Schule bedeuten, bringen einen in der Wirtschaft oft keinen Schritt weiter. Da muss man z.B. auch mal Risiken eingehen, vielleicht ein bisschen Ahnungslosigkeit überspielen und dann aber auch die Nerven behalten und tatsächlich eine Lösung liefern. Und man muss auch wirklich führen wollen und können. Nach meiner Erfahrung ist das eher ungleich verteilt.

Aber das wirkliche Leben ist auch zu komplex, daher werden die üblichen, oft auch voreingenommenen Studien uns hier nicht weiterhelfen.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

““[…] z.B. liest, dass Jungs bei gleichem Leistungsvermögen schlechtere Noten erhalten, […]”
Wo lesen Sie das? Immerhin ist GENAU DAS der Grund für die Frauenquote ”

Das ist eigentlich … Recht aktueller (und damaliger) Konsens.

Bei Ihnen stimmt das aber wohl tatsächlich nicht.

Sie verstehen ganz einfache und kurze Texte nicht.
Haben aber (das glaube ich Ihnen einfach mal) ein Studium [+ Abitur zuvor] geschafft.

Das ist sehr faszinierend und interessant. Dazu passt das “hier” tatsächlich gar nicht rein. Sie wurden wohl nicht sonderlich benachteiligt. Das mag stimmen. Da sieht man wieder … Ausnahmen und die Regel. Manche Ausnahmen haben sogar die Regeln. [Ja … Ohaaaa. Er hat ein Joke gemacht … Steinigt mich.]

Rainer Zufall
27 Tage zuvor
Antwortet  Bla

““Wenn wir wirklich wollen, dass es unsere Töchter einmal leichter haben, müssen wir es unseren Söhnen schwerer machen“ (ed840)

Scheint auch geklappt zu haben, wenn man z.B. liest, dass Jungs bei gleichem Leistungsvermögen schlechtere Noten erhalten”

Wenn Sie und ed meinen, dass Zitat hätte sich bewahrheiten, halte ich WEITERHIN entgegen, dass die Frauenquote den Sinn hat, das Leistungsniveau zu erhalten und nur bei GLEICHER Leistung angewendet zu werden.

Wenn Sie diesbezüglich wissenschaftlichen Konsenz haben, dass die Frauenquote die Leistung untergrabe, freue ich mich aber selbstredend auf Ihr Gewäsch 😀

Bla
27 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

“““Wenn wir wirklich wollen, dass es unsere Töchter einmal leichter haben, müssen wir es unseren Söhnen schwerer machen“ (ed840)

Scheint auch geklappt zu haben, wenn man z.B. liest, dass Jungs bei gleichem Leistungsvermögen schlechtere Noten erhalten””

Das kommt von Ed840 und nicht von mir. Ich sehe das persönlich tatsächlich anders. Würde es als Überspitzung einordnen und “Randthema” im Diskurs.

Das erste Zitat nahm Ed840 als Anker – ist also anscheinend “nur” ein Bezug durch Zitat. Hier würde ich es ganz anders sehen:
“Wenn wir wirklich wollen, dass es unsere Töchter leichter haben, müssen wir eine gesellschaftliche Ehrlichkeit und menschliche Anerkennung erreichen.”
Das wäre eher meine Aussage bzw. Entgegnung.

Zum 2. Zitat:
Dass das “noch” “nicht erreicht” ist, zeigt sich an den Positionen. Nur ist die Frage … Wollen wir wirklich durch den ‘Kompromiss’ “Es Jungs/Männern so schwer wie möglich zu machen und den Mädels/Frauen es so leicht wie möglich zu machen” versuchen (!) anzugleichen?
Ist das “das Ziel”? Sollte und “kann” es das gesellschaftlich sein?

“Wenn Sie und ed meinen, dass Zitat hätte sich bewahrheiten”

Im Bereich von Ed830: Ja. Das ist tatsächlich (aktueller) Konsens.
Im allgemeinen Bereich: Nein. Das zeigt die Realität im späteren Berufsleben und die “Spitzenpositionen”.
Muss und kann man trennen. Beides ist Konsens. Beides ist richtig.

“halte ich WEITERHIN entgegen, dass die Frauenquote den Sinn hat, das Leistungsniveau zu erhalten und nur bei GLEICHER Leistung angewendet zu werden.”

Die Frauenquote soll hauptsächlich den gesellschaftlichen Wandel diesbezüglich beschleunigen. Es ist eine Methode der Lenkung. Keines der tatsächlichen Qualität unbedingt. Kann – muss nicht.
Natürlich definiert man sie durch “GLEICHE Leistung”. Geht ja auch gar nicht anders … Aber was ist Leistung ? Bilden Noten dies bspw. tatsächlich ab? Oder ist es auch “Verhandlungsgeschick” usw.?
Und hier wird es sehr schnell, sehr kompliziert, wenn man nicht nur auf Noten geht.
Wenn Sie das “ändern” in: Bei gleicher (vergangenen) Notenleistung und Ausbildungprofil … Dann ja. So funktioniert aber nur ein Teil von “(Vor)Leistung”.

“Wenn Sie diesbezüglich wissenschaftlichen Konsenz haben, dass die Frauenquote die Leistung untergrabe, freue ich mich aber selbstredend auf Ihr Gewäsch ”

Den gibt es nicht. Weder in die eine Richtung, noch in die andere Richtung. Es gibt zu beiden Seiten “Pro” und “Kontra”. DAS hatte ich jedoch nie als Konsens behauptet. Der Konsens liegt im Bereich schulischer Leistungsaufnahme, Methoden und Leistungsbewertung. Hier sind Jungs systemisch und gesellschaftlich-sozial schlechter gestellt (in der Bewertung und als systemische Methodik).
Die Quoten haben durchaus positive und negative Effekte:
Positiv bspw.:
– “Leistungsunfähigere Männer [Mittelwert] werden verdrängt
-> Das ist leistungsmäßig sinnvoll und “fair”.
– Das gesellschaftliche Standing wird durch “gute Frauenpositionen” verbessert im Bereich “Führungspositionen”
– Das Pooling breitet sich aus und Frauen werden in diesen Positionen mehr Erfahrung bekommen (was früher kaum der Fall war)

Negativ:
– “Klassenkampf der Geschlechter”
– Stigmatisierung von fähigen Frauen in Führungspositionen [diese müssen dann sogar “mehr leisten” um sich zu beweisen -> Standing gegen die Quote]

Also es ist absolut kein Konsens bei “Frauenquoten”. Den gibt es nicht. Auch die wissenschaftlichen Studien/Auswertungen haben eine zu hohe Streuung und zu hohe Bias. In beiden Richtungen natürlich.

Man kann durchaus eine Frauenquote machen. Jedoch muss man sich eben auch mit der systemischen Kritik damit als (sozial-gesellschaftliche) Realität abfinden. Die gibt es – teilweise zurecht – teilweise nicht zurecht.

Aber ja … Ich könnte Quellen für “gegen Frauenquote” anbringen. Das bringt “uns” aber nicht weiter. Dann würde ich die Gegenquellen bewusst weglassen. Wozu? Ist und war nie meine Aussage, was Sie hier andeuten.

Rainer Zufall
27 Tage zuvor
Antwortet  Bla

“Das kommt von Ed840 und nicht von mir. Ich sehe das persönlich tatsächlich anders.”
Dann schreiben Sie doch Ed und nicht mir 🙂

Bla
27 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich habe Ihren Beitrag kommentiert. Ich habe Sie darauf hingewiesen, dass es bei “Jungen – Schule – Leistung” durchaus einen Kosens gibt.

Das war mein Hauptpunkt.
Dazu muss ich in anderen Punkten nicht “mit Ed840” gleicher Meinung sein. Es ist kein “wir gegen dich/euch”.
Keine Ahnung, wann Sie das mal aus dem Kopf bekommen. Oder ob überhaupt.

Wir beide sind in der sozialen-ideologischen Grundeinstellung tatsächlich oft sehr “eng beieinander”. Aber nicht in der logischen Konsequenz. Also “das Wunschziel” haben wir oft sehr gleich. Nur “die Bedingungen”/”Kompromisse”/”Wege” usw. nicht.
Das kann ich hier auch klar “zugestehen”. Warum? Weil Sie nicht “mein Feind” sind. Ihre Punkte sind durchaus sozial-löblich. Ich sehe sie nur eben häufig als naiv. Aber wenn man nur mit “ja/nein” antworten darf. Der Rahmen und die Ressourcen unabhängig der Realität sind als hypothetischen Bezug. Also man “komplett idealogisch/utopisch” hier agieren würde … Dann wären wir beide “sehr nah” bei sehr vielen Antworten.
Nimmt man die Realität rein – statt den hypothetischen Bezug … Dann kippt sich das (deutlich). Sie würden die gleichen Antworten meiner Einschätzung nach geben … Identisch.
Ich würde deutlich andere geben.

Deshalb “ecken wir beide” auch im “Diskurs” hier oft an. Nicht von Ideologie-Ziel – sondern vom Umsetzungsbezug.

Rainer Zufall
25 Tage zuvor
Antwortet  Bla

“Ich habe Ihren Beitrag kommentiert.”
Warum nicht Eds? Sehen Sie seine Ansichten nicht ganz anders? 🙂

Bla
25 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ja, aber muss ich jeden kommentieren?

Ist doch meine Freiheit wen und wann ich was kommentiere.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Männliche Jugendliche, die Frau Prien (offiziell anerkannte Politikerin in hohem Amt) tatsächlich (=daraus Handlungen ableiten) zuhören: Wohl nahe 0.
Ok, vielleicht welche aus den Parteijugendorganisationen ihrer Partei, bei Reden oder Kongressen?

Männliche Jugendliche, die irgendeinem beklopptem Schwebekonstrukt im Internet namens 447 tatsächlich (=daraus Handlungen ableiten) zuhören: Paar tausend mit scharf steigender Tendenz pro (seltener) “Sendung” (nennen wir es mal so, damit die Tagesschaugucker es auch verstehen).

Das ist natürlich im Netz nichts besonderes und auch keine sonderlich hohe Zahl. Ist auch besser so, nicht dass ich nachher noch den Bademantel bügeln muss.
Die Fragen und Themen sind immer die gleichen, logischerweise.
Nach “autoritären Erzählungen” gibt es übrigens eine Nachfrage von so ziemlich null komma null.

Ich würde mal sagen: Nur so weitermachen, Frau Prien & Co. Wird schon alles seine Richtigkeit haben.
Das Problem wird von Frau Prien & Co. (das da lautet: “Wieso wollen diese tumben Jungen/jungen Männer nicht einsehen, dass sie defekte Frauen sind, AUSSER wenn es ans Schleppen, Schaufeln, Bezahlen und kriegstüchtig in den Fleischwolf springen geht, denn DA UND NUR DA hätten wir doch gerne die richtigen Eisenhanse wieder, sonst aber Maul halten und ducken, gelle?”) ganz sicher zu 100% richtig erkannt worden sein.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

“Nach “autoritären Erzählungen” gibt es übrigens eine Nachfrage von so ziemlich null komma null.”
Freut mich für Sie, wenn das auf Ihre kleine Bubble zutrifft, die Welt, Deutschland und Schulen in Deutschland erleben da etwas anderes.

Kann nicht jeder so eine klare Wahrnehmung haben wie Sie: “Wieso wollen diese tumben Jungen/jungen Männer nicht einsehen, dass sie defekte Frauen sind”?
Lieben Sie sich erstmal selber, dann können Sie auch (das) andere (Geschlecht) lieben (lernen). Vielleicht sogar konstruktive Kritik ertragen, anstatt “Defekt” herauszuhören.
Daumendrück!

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Mondmatt

Gilt für Quotenregelungen aller Art.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mondmatt

“Eine, wie im Fall der Frauen besondere Förderung oder Bevorzugung (bei gleicher Qualifikation werden Frauen bevorzugt..) ist so ungerecht wie die vorherige Benachteiligung der Frauen.”
Warum? Sie hat die gleiche Qualifikation.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Das sahen die Gerichte in NRW aber ganz anders und hielten eine Bevorzugung von Frauen bei im Wesentlichen gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung für verfassungswidrig.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Auf welche Quelle beziehen Sie sich?

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Auf die weithin bekannten Quellen aus NRW.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Sie stützen sich auf die Quellen von Sporack?

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Die Quellen gehören keinen Privatpersonen.

Ich halte es auch für ziemlich unwahrscheinlich, dass andere Foristen sie nicht kennen sollten.

Wie gesagt, es wäre eigentlich überhaupt kein Problem sie zu finden, da sie weithin bekannt und für jedermann zugänglich sind.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Da haben Sie natürlich völlig recht.

Rainer Zufall
27 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Sorry, dass ich Sie glauben ließ, Sporack hätte die von ihm verlinkten Quellen selber geschrieben.

Beziehen Sie sich auf die Quellen, die Sporack verlinkte?

ed840
27 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Natürlich nicht, da Sporack ja nicht auf Quellen zu meinen unbelegten Behauptungen zur Verfassungswidrigkeit von Regelungen zur Bevorzugung von Frauen in NRW verlinkt.

Rainer Zufall
27 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Wie gut, dass ich nachgefragt habe 🙂

Also nochmal die gleiche Frage wie vor zwei Tagen: Auf welche Quellen beziehen Sie sich?

ed840
27 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wie weiter oben schon beschrieben auf die Justiz in NRW.

Sporack
25 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Warum geben Sie denn keinen Link an? Urteile sind in der Regel öffentlich.

Ich versuche es mal für Sie mit einem Zitat und passenden Links.

“Die seit dem 1. Juli 2016 im nordrhein-westfälischen Landesbeamtengesetz enthal­tene Vorschrift zur Frauenförderung ist nicht mit dem Grundgesetz vereinbar. Dies hat das Oberverwaltungsgericht heute in sechs Musterverfahren entschieden. Beförderungsentscheidungen können nicht auf die Neufassung des § 19 Abs. 6 LBG NRW gestützt werden, weil diese den verfassungsrechtlichen Grundsatz der Bestenauslese verletzt.”

Quelle: https://www.ovg.nrw.de/behoerde/presse/pressemitteilungen/01_archiv/2017/11_170221/index.php

Und nun das Urteil zu dieser Pressemeldung:

https://nrwe.justiz.nrw.de/ovgs/ovg_nrw/j2017/6_B_1109_16_Beschluss_20170221.html

Ist es das Urteil, welches Sie mit dem Hinweis auf Justiz NRW meinen?

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Mondmatt

Frauen erreichen auch heute noch seltener Spitzenpositionen als Männer. Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit als Männer, weil sie die unbezahlte Care -Arbeit übernehmen.

Ihr Kommentar klingt so, als käme aus den frühen 80er Jahren.

Schotti
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Unbezahlt ist die Care Arbeit ja nicht. In der Regel lebt die Frau dann auf den Kosten ihres Partners, wird also indirekt von ihm dafür bezahlt, sei es in Geld- oder Sachwerten.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Schotti

Schon der Halbsatz „lebt auf Kosten ihres Partners…“ sagt Bände über Ihre Denke…..

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Vielleicht wäre es dann an der Zeit, dass Frauen das magische Wort “Nö.” entdecken und diese “care-Arbeit” halt schlicht nicht (mehr) machen, wenn sie das nicht wirklich wollen.

Wer sollte Frauen daran hindern?
Natürlich niemand, da niemand sie hindern KANN.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Sie könnten – irgendetwas – zu dem Thema lesen, es könnte Sie überraschen 😀

447
27 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Warum auch nicht.
Klingt jedenfalls sinnvoller, als sich zu beschweren, aber alles einfach weiter zu machen wie zuvor.

potschemutschka
27 Tage zuvor
Antwortet  447

Einen Versuch wäre es wert. Aber isländische Frauen sind etwas anders “gestrickt” als die deutschen.
Islandische Frauen – Mythen und Stereotypen aufbrechen

Charmante Isländische Frauen: Alles, Was Sie Wissen Müssen
🙂

potschemutschka
27 Tage zuvor
Antwortet  447

Isländische Frauen haben schon zweimal einen Frauenstreik durchgezogen!

Rainer Zufall
25 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Kein Argument für Frauen in Deutschland zur Hand? (augenroll)

https://www.humanresourcesmanager.de/arbeitsrecht/diese-rechte-haben-frauen-in-den-letzten-100-jahren-errungen/
Errungen (!) gegen (!) Positionen wie siclhe von 447

Aki
27 Tage zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ich dachte,in einer Partnerschaft auf Augenhöhe redet man vorher über Arbeitsteilung, etc. Es steht jedem Paar frei ,sich dafür zu entscheiden,die Carearbeit 50/50 oder in irgendeinem anderen Verhältnis zu teilen,sich zu überlegen ob einer von beiden Teilzeit arbeiten soll, und wenn ja,wer von beiden.

Sporack
25 Tage zuvor
Antwortet  Aki

Manchmal ist die Wirklichkeit anders als die Planung. Und wenn das eingetreten ist, dann muss Frau und Mann sich damit arrangieren, selbst wenn es bedeutet, gerade die inverse Rolle auszufüllen – oder im schlimmsten Fall gar keine Rolle mehr zuspielen.

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Mondmatt

Ich mochte die Idee der Quotenregelung als Frau selbst auch nicht. Ich fand es auch für Frauen erniedrigend, aufgrund von Quoten Stellen zu bekommen.
Aus ganz praktischen Gründen musste ich aber dafür sein. Ich habe zu oft miterlebt, wie Frauen deshalb eine Stelle nicht bekamen, weil sie womöglich schwanger werden könnten. Ich sehe deutlich die Nachteile für Teams, Chefetagen und vor allem für kleinere Betriebe, die der Ausfall durch Mutterschutz, Geburt und Elternzeit bedeutet. Durch die Quotenregelung haben Frauen überhaupt erst die Chance auf Arbeitsplätze bei großem Andrang männlicher Mitbewerber bekommen. Da wären sie sonst weiterhin aufgrund ihrer grundsätzlichen Gebärfähigkeit chancenlos geblieben.

Schotti
1 Monat zuvor
Antwortet  TaMu

In die Chefetage eines größeren Betriebes kommt man in den meisten Fällen doch erst mit einem Alter von um die 50 Jahre. Da ist die Gebärfähigheit doch kein Grund mehr für eine Quotenregel.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Schotti

Es geht eher um den Weg dorthin. Heißt ja nicht umsonst “die Karriereleiter”, ist also ein Weg mit Stufen. Frau kommt oben nicht an, weil sie in der Mitte leider nicht “klettern” kann, da sie gebärfähig ist.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Wie bekommen das bloß alle anderen Länder hin, die sich einen Funken um Frauen scheren…
https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/wef-bericht-gleichberechtigung-geschlechter-deutschland-100.html

Naja, im Mittelalter dachten ja auch viele, die Welt müsse so sein.
Vielleicht ein tröstender Gedanke, mit welchem interessierten Unverständnis die Menschen in 500 Jahren auf uns schauen werden und sich wundern, wie diese Menschen damals es nicht auf die Kette bekommen wollten, einander gleichwertig zu behandeln..

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wie bekommen das bloß alle anderen Länder hin, die sich einen Funken um Frauen scheren…”

Fragen Sie halt mal in Island, Finnland, Norwegen und Schweden nach, wie man es hinbekommt, dass Jungs in der Schule und bei PISA noch weiter hinter den Mädchen zurückliegen als in DE, bis zu doppelt so häufig zu den “low performer” zählen, die Lücke zugunsten junger Frauen bei Abschlüssen im SEK II oder Tertiärbereich noch noch höher ist als in DE usw.

Rainer Zufall
27 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Spannend!
Ist das etwa das Geheimnis, Frauen später nicht schlechter zu behandeln?
Wir legen Ihren Vorschlag mal auf den Vielleicht-Haufen 😀

ed840
27 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

So steht es ja in obigem Artikel.
Je mehr Männer zu den Verlieren im Bildungswesen und später auf dem Arbeitsmarkt zählen, desto geringer z.B. das gender-pay-gap.

Ist wie bei der Bildungsgerechtigkeit.
Wenn Kinder auf dem Gymnasium höhere Lernzuwächse erzielen, sollte man die Aufteilung nach Meinung von Experten möglichst spät vollziehen, damit die Bildungsgerechtigkeit gewahrt bleibt.

447
27 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Gut möglich.

In 500 Jahren werden allerdings nur die zurückschauen können, deren Eltern auf “sie” nicht von vorneherein verzichtet oder sie abgetrieben haben.

Rainer Zufall
27 Tage zuvor
Antwortet  447

In einer Gesellschaft lebten, in der Selbstbestimmung, Demokratie und Rechstaat hochgehalten wurden?
Daumendrück, dass Dogmatiker wie Sie bis dahin nicht alle zugrunde bevormundeten 😉

Sonst noch etwas, was Sie abschaffen wollen?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Ich weiß ja nicht.

Sollten wir nicht die erhöhte Selbstmordrate durch “Eigenverantwortung” lösen, Maßnahmen als Fühli-Fühli bezeichnen und wissenschaftliche Erkenntnisse zur Verbesserung als Botschaften aus “dem Elfenbeinturm” ignorieren?

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Das hängt von der Lokalität ab:

1) In der Schule: “Oh ja, mit einer Evaluation der verbliebenen, toxischen Männlichkeitsvorstellungen und einer Medienscout-AG könnte der backlash vielleicht gestoppt und gefährdete ‘männlich’ gelesene Jugendliche für Geschlechterfragen sensibilisiert werden!” + enthusiastisches Nicken bei leichter pädagogischer Kopfschräglage

2) Ausserhalb der Schule: “Lol.” + machen was funktioniert, sich um reale Dinge kümmern (oder Heissgetränke trinken & Mittagsschlaf machen)

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

“verbliebenen, toxischen Männlichkeitsvorstellungen”
Verbliebenen?
Aber machen Sie sich keine Sorgen, unzählige Feministinnen setzen sich tagtäglich dafür ein, dass Frauen wie auch Männer nicht mehr die Altlasten längst überfälliger, menschenfeindlicher Rollenklischees leiden sollen 🙂

“Ausserhalb der Schule: “Lol.” + machen was funktioniert, sich um reale Dinge kümmern (oder Heissgetränke trinken & Mittagsschlaf machen)”
Ja, aber was ist mit den Schüler*innen? Denen lässt vielleicht doch noch mehr mitgeben.
Oder meinten Sie in Ihrem “Kommentar” die Schüler*innen müssten Sexismus, Frauen- und Queerfeindlichkeit FÜR die Gesellschaft lösen? UMGEKEHRT wird ein Schuh draus

DerechteNorden
1 Monat zuvor

Wenn Jungen so erzogen werden, dass sie erwarten, dass man sie einfach so, nur weil sie männlichen Geschlechts sind, für die Tollsten hält, dann geraten sie natürlich ins Hintertreffen, wenn gleichzeitig Mädchen ihre Chancen nutzen können.
Es sind ja nicht Jungs aus dem sog. Bildungsbürgertum, die solche Probleme haben.
Für mich ist der wichtigste Ansatz Erziehung.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Scheint aber wohl nicht nur die “kleinen Paschas” zu betreffen, die unser Bundeskanzler ja schon als Problem ausgemacht hatte…
https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/frauenbild-der-afd-jugend-junge-rechte-wuenschen-sich-unterwuerfige-hausfrauen-19711052.html (Obacht, Paywall)

Zudem: das Gefühl, sich als “Verlierer” zu fühlen resultiert ja auch unter dem “Homogenität”sanspruch der Schulen, der Persönlichkeitsentwicklung und Erfahrungen von Selbstwirksamkeit und Erfolg hemmt.
Da kann Erziehung ansetzen, den Grund des Problems aber nicht auflösen – hier ist Schule(ntwicklung) gefragt

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Welchen Homogenitätsanspruch meinen Sie? Dass sich alle an bestimmte Regeln halten?

Und wieso denken Sie, dass ich Merz’ “Paschas” meine? Ich meine auch bio-deutsche “Paschas”. (Ach ja, ich gehöre für Sie ja zur ausländerfeindlichen Fraktion.)
An meiner Schule ist es uns sehr wichtig, dass Kinder in ihrer Individualität gesehen werden. Tatsächlich gelingt es uns in einigen Fällen etwas aufzubrechen, das durch die Sozialisation unserer Schüler*innen stark verfestigt wurde und wird (Mit der Einschulung hört der Einfluss ja nicht auf!). Jedoch ist es in Schule nicht möglich, was Sie und einige wenige andere so erwarten.
Dazu müsste man die meisten Kinder ihrem sozialen Umfeld außerhalb von Schule komplett entziehen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

“Welchen Homogenitätsanspruch meinen Sie? Dass sich alle an bestimmte Regeln halten?”
Nein, im Gegensatz zu anderen vertrete ich sogar den radikalen Ansatz, dass das (Grund-)Gesetz für alle gilt 😀

“Und wieso denken Sie, dass ich Merz’ “Paschas” meine?”
“Wenn Jungen so erzogen werden, dass sie erwarten, dass man sie einfach so, nur weil sie männlichen Geschlechts sind, für die Tollsten hält […]”
Welche Jungen meinten Sie? 😉

Sporack
1 Monat zuvor

«Was uns nicht passieren darf, ist, dass wir zunehmend eine Männergeneration bekommen, die sich als Verlierer empfindet und dadurch anfällig für autoritäre Weltbilder und extremistische Inhalte ist»

Man muss den männlichen Jugendlichen eben auch erklären, dass eine gesetzliche Benachteiligung tatsächlich keine ist, da wohl noch weniger von den zu bevorzugende Personen auf dem Arbeitsmarkt sind.

Aber in jedemfall erscheint folgende Sortierung bei der Auswahl von Bewerber/innen valide:

Vertragsverlängerungen, Arbeitszeiterhöhungen vor Neueinstellungen.
Fachlichkeit vor Schwerbehinderung. Schwerbehinderung vor Weiblichkeit.

=================

TzbfG
§7 dort (2) bzgl Informationspflicht
https://www.gesetze-im-internet.de/tzbfg/__7.html

§9 : https://www.gesetze-im-internet.de/tzbfg/__9.html
“Der Arbeitgeber hat einen teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer,
der ihm in Textform den Wunsch nach einer Verlängerung seiner vertraglich vereinbarten Arbeitszeit angezeigt hat,
bei der Besetzung eines Arbeitsplatzes bevorzugt zu berücksichtigen, es sei denn […]”

=================

SGB IX
https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_9_2018/__154.html

“(1) Private und öffentliche Arbeitgeber (Arbeitgeber) mit jahresdurchschnittlich monatlich mindestens 20 Arbeitsplätzen im Sinne des § 156 haben auf wenigstens 5 Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Dabei sind schwerbehinderte Frauen besonders zu berücksichtigen. […]”

SGB IX
https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_9_2018/__165.html

“Haben schwerbehinderte Menschen sich um einen solchen Arbeitsplatz beworben oder sind sie von der Bundesagentur für Arbeit oder einem von dieser beauftragten Integrationsfachdienst vorgeschlagen worden, werden sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.
Eine Einladung ist entbehrlich, wenn die fachliche Eignung offensichtlich fehlt.”

=================

Landesgleichstellungsgesetz NRW
https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_detail?bes_id=4847&aufgehoben=N&det_id=553303&anw_nr=2&menu=0&sg=0

“§7 (2) Bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung sind Frauen bei Begründung eines Arbeitsverhältnisses bevorzugt einzustellen, soweit in dem Zuständigkeitsbereich der für die Personalauswahl zuständigen Dienststelle in der jeweiligen Gruppe der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weniger Frauen als Männer sind, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.”

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Sporack

Das Phänomen ist ja spätestens seit 2009 allgemein bekannt. Aber da damals noch nicht so viele abgehängte junge Männer den Blauen zugelaufen sind, hat man sich scheinbar bisher nicht weiter daran gestört.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Wenn Frauen bis 2009 die Leidtragenden waren, sind wir da ehrlichgesagt recht schnell sensibilisiert.
Unvorstellbar, Männer müssten jetzt genau so lange warten müssen, bis eine langfristige Verbesserung greift 😛

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Welche Schlüsse Sie aus

spätestens seit 2009 allgemein bekannt. “

ziehen wollen bleibt natürlich Ihrer Fantasie vorbehaltenen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Fantasie?

Wenn Sie dss Phänomen ab 2009 reinwerfen, ist es ja nicht überraschend, dass ich frage, was SIE meinen, wie der Zustand zuvor aussah 😀

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

was SIE meinen, wie der Zustand zuvor aussah

Vermutlich so wie es die Studien ab Mitte der 1990er beschreiben, auf die sich die Autoren stützten, die dann 2009 die bekannte Quelle veröffentlicht haben, über die auch n4t schon berichtet hat.

Rainer Zufall
27 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Na, dann sind wir ja fast (!) einer Meinung:

“Aber da damals noch nicht so viele abgehängte junge Männer den Blauen zugelaufen sind, hat man sich scheinbar bisher nicht weiter daran gestört.”

Ist klar 😀

ed840
27 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Na, dann sind wir ja fast (!) einer Meinung:

Unwahrscheinlich, da Sie ja die Meinung vertreten,

Wenn Frauen bis 2009 die Leidtragenden waren,”

obwohl im Artikel darauf verwiesen wird, dass bereits im Jahr 2012 darauf hingewiesen wurde, dass Jungen auch in Deutschland seit Jahrzehnten an Boden verlieren würden. 

DerechteNorden
1 Monat zuvor

Erstaunlich finde ich, dass hier einige die Gleichberechtigung – ach was natürlich die Bevorzugung – des weiblichen Geschlechtes verantwortlich machen.
Schaut man sich aber an, um welche Bevölkerungsgruppen es hier geht, sieht man, dass auch die weiblichen Wesen aus dieser Gruppe nicht gerade die Überfliegerkarrieren machen.
Jungen aus dem sog. Bildungsbürgertum sind doch gar nicht betroffen.
Die werden nicht Rechtsextremisten oder Islamisten. Die Rückkehr zur Benachteiligung von Mädchen und Frauen würde ihnen und unserer Gesellschaft auch nicht helfen.

Das heißt nicht, dass man nicht versuchen sollte, diesen Jungen zu helfen. Das muss man an anderer Stelle, als einige es hier mutmaßen.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

“jungen aus dem sog. Bildungsbürgertum sind doch gar nicht betroffen.
Die werden nicht Rechtsextremisten ”

Was glauben Sie, welche Bevölkerungsgruppen sich z.B. im Pony-Club auf Sylt treffen?

Oder welche Bevölkerungsgruppen z.B. das Helmholtz-Gymnasiums in Bielefeld besuchen, die Privatschule Louisenlund  usw.?

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Das sind und werden aber keine Extremisten, so schlimm ihre Aktionen auch waren.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Jungen aus dem sog. Bildungsbürgertum sind doch gar nicht betroffen. Die werden nicht Rechtsextremisten “

Was macht Sie da so sicher?

Kennen Sie denn z.B. die Bildungskarrieren der Mitglieder der Organisation, die am 18.1,2026 in Neumünster gegründet wurde?

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Und Sie?
Aus welchen sozialen Kreisen kommen denn die 80-100 jungen Leute aus SH, die erwartet wurden (Waren die aber überhaupt dort?)? Wenn Sie diese Frage stellen, müssten Sie ja die Antwort kennen.

Ich denke nicht, dass es um diese geht, wenn Frau Prien von “abgehängt” spricht.
Es gibt Anführer, die die abgehängten und frustrierten jungen Männer ausnutzen, ja. Und die wenigen kommen auch aus dem Bildungsbürgertum. Aber von denen braucht man nicht so viele. Außerdem sind die echten Abgehängten und Frustrierten sowieso keine Anführer-Typen. Dazu braucht es wohl eher Narzissmus und Größenwahn.
Das ist wie in Islamisten-Kreisen ähnlich.

Diese jungen Männer konkurrieren nicht mit den jungen Frauen, die soooooo dolle bevorzugt werden, dass sie Supermanagerinnen mit dem tollsten Gehalt aller Zeiten werden, sondern haben Probleme, die aus ihrem Umfeld herrühren, das leider nicht die Kohle und die Beziehungen hat, um dem etwas entgegenzusetzen, wenn die Entwicklung denn als Problem wahrgenommen wird.

Mich stört hier gewaltig, dass hier gerade an einer neuen Legende gebastelt wird. Mädchen und Frauen würden angeblich bevorzugt, so dass jetzt alle jungen Männer zu Rechtsextremisten werden.
Geht’s eigentlich noch?

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Wenn Sie diese Frage stellen, müssten Sie ja die Antwort kennen.”

Nein, da ich ja keine Behauptung zu deren Hintergrund aufgestellt habe.

Die Antwort sollten wohl eher Leute kennen, die behaupten “Die werden nicht Rechtsextremisten“.

Mädchen und Frauen würden angeblich bevorzugt

Wer behauptet das?

Es wurde doch nur darauf verwiesen, dass es Studien gibt, die zu dem Ergebnis kamen, dass Mädchen bei bei gleichen Fachkompetenzen bessere Chancen auf gute Schulnoten und Übertrittsempfehlung aufs Gymnasium haben, deutlich seltener oft an Förderschulen verwiesen werden usw.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Kein Stress, ed hat keine Meinung zum Thema, schreibt lediglich Fragen an jene, die heutige Probleme ernst nehmen und lösen wollen 🙂

Sporack
27 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

“Mädchen und Frauen würden angeblich bevorzugt, so dass jetzt alle jungen Männer zu Rechtsextremisten werden.”

Ich hoffe, dass keiner meine Zitate aus den Gesetzen in dieser Richtung verstanden hat.

Meine persönliche Meinung ist, dass viele aktuelle Kinder und Jugendlichen ihre Urgroßeltern nicht haben erleben dürfen.
Nichts prägt so besonders, wie wenn von Vertreibung und Flucht beim Familientreffen gesprochen wird und der Hoffnung, dass so grausame Dinge nie wieder geschehen mögen. Dass stets der Fremde auch nur ein unerkannter Freund ist, so wie man auch selber Fremd sein kann.

Die deutsche Erinnerungskultur ist richtig und wichtig, aber noch wichtiger ist die Erkenntnis, dass die Würde des Menschen unantastbar ist (oder sein sollte), ganz egal woher der Mensch kommt und wohin er sich wendet.

An dieser Stelle müssten viel mehr Ressourcen eingesetzt werden,
damit ein würdiges Miteinander und nicht ein abschottendes Gegeneinander praktiziert wird.
Wir haben nur eine Erde, jeder hat nur ein Leben, aber mit diesem einen Leben beeinflussen wir viele andere Leben.

Machen wir das Beste draus, was wir jeweils können.
Quidquid agis, prudenter agas et respice finem.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Was macht Sie da so sicher?

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ich bezweifle nicht, dass es Sprösslinge aus dem Bildungsbürgertum gibt, die diesen Weg einschlagen. Aber ich denke, dass das Problem eben nicht dort liegt, sondern in den sozialen Kreisen, die kaum eine Möglichkeit haben, ihren Söhnen etwas mitzugeben, das ihnen hilft, sich von dem Einfluss zu lösen.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

“Ich bezweifle nicht, dass es Sprösslinge aus dem Bildungsbürgertum gibt, die diesen Weg einschlagen. “

Und das drücken Sie dann mit diesen Sätzen aus?

Jungen aus dem sog. Bildungsbürgertum sind doch gar nicht betroffen. Die werden nicht Rechtsextremisten ”

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Abgehängt sind ja auch nicht.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Kennen Sie denn abgehängte junge Männer, die von Ihrer Schule stammen?

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Spielt keine Rolle, würde ja eh nur als anekdotisch gewertet.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Worauf stützt sich dann Ihre Expertise?

DerechteNorden
26 Tage zuvor
Antwortet  ed840

? Komische Frage. Aus meinen Erfahrungen. Ja, ich kenne solche Männer. Nicht nur von meiner Schule (Ich habe übrigens ein Leben außerhalb von Schule. Sie offensichtlich nicht, wenn Sie so fragen.).
Das Problem hier ist doch immer, dass man, wenn man eigene Erfahrungen heranzieht, beschuldigt wird, nicht repräsentative Beispiele zu nennen, denen die Statistiker zum Teil widersprächen …
Darin sind Sie doch besonders gut.
Daher meine Antwort.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Werden Sie jetzt eine Quelle raushauen, die DerechteNorden weiterhilft?
Obacht, das wäre nahezu konstruktiv! 😉

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Werden Sie jetzt eine Quelle raushauen

Warum tun Sie das nicht?

Ich kenne keine Quelle aus der hervorgeht, dass aus jungen Männern aus dem Bildungsbürgertum keine Rechtsextremisten werden. Sonst hätte ich ja nicht danach gefragt .

Rainer Zufall
27 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Wenn Potschemuschka da schneller war bei der Antwort, kann sie gerne liefern UND einen konstruktiven Beitrag leisten.

Habe ich bisher nicht geglaubt – und fühle mich bisher bestätigt – aber nach ihrem zusammenhangslosen Zitat, Nichtantwort oder Ausweichen auf andere Kommentare, gebe ich da gerne meine eigene Antwort.
Das ändert aber nichts an der inhaltsleeren Antwort Potschemuschkas oder finden Sie ein sinngemäßes “echt nicht?” überzeugend? 😀

ed840
27 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wenn Sie unbedingt wollen dürfen Sie meinetwegen gerne glauben , dass aus jungen Männern aus dem Bildungsbürgertum keine Rechtsextremisten werden.

DerechteNorden
26 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Da ist Sie wieder, die Goldwaage.

Rainer Zufall
25 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Macht das meine Beiträge.. zu… ? 😀

Rainer Zufall
25 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Steht nicht zur Diskussion, wir warten noch geduldig auf Potschemuschkas Antwort 🙂

DerechteNorden
26 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Manchmal habe ich bei Ihnen das Gefühl, dass Sie nicht in der Lage sind, rhetorische Mittel zu verstehen, da Sie jedes Wort auf die Goldwaage legen.
Es geht nicht darum, dass aus diesem Milieu gar keine Rechtsextremisten hervorgehen, sondern darum, dass das nicht problematischste Gruppe ist, die Frau Prien meint. Das wollte ich aussagen.
Glauben Sie denn, dass die meisten abgehängten Jungen aus dem Bildungsbürgertum stammen? Meinen Sie, dass prozentual betrachtet genauso viele Jungen aus dieser Schicht später abschluss- und/oder arbeitslos und perspektivlos und frustriert sind wie aus den sozial benachteiligten Schichten?

ed840
26 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

dass Sie nicht in der Lage sind, rhetorische Mittel zu verstehen, “

Das ist gut möglich. Ich habe tatsächlich nicht erkannt, dass

Die werden nicht Rechtsextremisten ” ein rhetorisches Mittel war.

Glauben Sie denn, dass die meisten abgehängten Jungen aus dem Bildungsbürgertum stammen? “

Nein, aber ich kann die obige Aussage halt nicht so ganz nachvollziehen, wenn ich z.B. lese, welche Bildungskarrieren Abgeordnete von als rechtsextremistisch eingestuften Parteien im Lebenslauf stehen haben oder Bewerber, denen wegen Mitgliedschaft in als rechtsextremistisch gelisteten Organisationen der Zugang zum Referendariat verwehrt wurde, usw.

DerechteNorden
25 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Der Punkt ist doch wohl, dass diese genannten Beispiele es in die Nachrichten schaffen, während die viel größere Menge an betroffenen jungen Männern eher als Gesichtslose bzw. Namenlose wahrgenommen werden.

Rainer Zufall
25 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Nene, er ist nicht Willens (oder schlimmer: nicht erlaubt?) seine Meinung zu Artikeln zu schreiben.

Daher begegnet er Positionen, die ihm nicht gefallen und ignoriert Kommentare seiner Meinung großzügig.
Problematisch wird es halt immer, wenn es um Wissenschaft geht – da bewegt er sich auf dünnem Eis und kann sich nur durch Cherrypicking bzw. Ignorieren von Menschen seiner Meinung äußern – sofern seine Quellen stimmen 😉

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Das mag ja für die Ihnen bekannten SuS stimmig sein…

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Volle Zustimmung, widerspricht aber jener Wehleidigkeit, welche der (nicht selten rechtsextreme) Opfermythos mit sich bringt.

Problem: Wenn bspw. Feminismus oder Pädagogik versuchen, die Rahmenbedingungen zu ändern oder die Jungen in ihrer Menschlichkeit – nicht Männlichkeit – zu stärken, trifft dies oft auf Abwehrreaktionen jener, denen das ihrerzeit schon sehr gut getan hätte 🙁

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

oder die Jungen in ihrer Menschlichkeit – nicht Männlichkeit – zu stärken

Glauben Sie tatsächlich, dass die Dinge, die Frau Prien kritisiert, Jungs in ihrer Menschlichkeit stärken würden?

Rainer Zufall
27 Tage zuvor
Antwortet  ed840

“Was uns nicht passieren darf, ist, dass wir zunehmend eine Männergeneration bekommen, die sich als Verlierer empfindet und dadurch anfällig für autoritäre Weltbilder und extremistische Inhalte ist.”

Ich wünsche meinen Schülern ein positives Selbstbild, die Erfahrung von Selbstwirksamkeit sowie eine Perspektive, die über das stumpfe Abklopfen toxischer Maskulinität hinaus geht.
Dass die sich nicht tagtäglich als Verlierer empfinden und dann auf irgendwelche Rattenfänger hereinfallen, gehört meiner Meinung nach dazu.

Sehen Sie es anders, dass Sie fragen, ob ich das “tatsächlich” glaube?
Misstrauen Frau Prien gegenüber?
Wissenschaftliche Erkenntnisse über die Vorteile der Versagenserfahrung?
Inhaltsleeres Schreiben ohne eigene Haltung?
Was wollten Sie mit Ihrer Antwort bewirken? 🙂

ed840
27 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich bezweifle halt, dass es Jungs in Ihrer Menschlichkeit stärkt, wenn Sie im Schulsystem zunehmend zu Bildungsverlierern werden.

Ich halte es auch nicht für zielführend skandinavische Verhältnisse bei der Bildungslücke Mädchen / Jungs anzustreben.

Gute Wünsche werden da wohl nicht reichen um gegenzusteuern.

dickebank
27 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Trifft Jungen aber nur bis zum Ende der SekI, da stellt der pubertierende Knabe häufig die Bildungslücke zwischen zwei Mädchen dar.
In der SekII sind die Mädels zwar im Durchschnitt besser als die Jungen. Aber ausgehend vom Meridian gehören deutlich mehr Jungen zu den oberen 25%, leider aber auch zu den unteren 25%. D.H. selbst in der Oberstufe ist die Streuung bei den Jungen größer als bei den Mädels.
Das eigentliche Problem ist, dass deutlich mehr Mädels in die GOSt gelangen als Jungen. Der Entwicklungsstand von Jungen und Mädchen gleicht sich erst so ab dem 16. Lebensjahr an, darunter hinken die Jungen größtenteils bis zu einem Jahr hinterher.

ed840
27 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Aber ausgehend vom Meridian “

Sie haben natürlich völlig recht. Es würde auch keinen Sinn machen von einer Latitüde auszugehen.

dickebank
27 Tage zuvor
Antwortet  ed840

… und Sie mich auch mal …

ed840
27 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Warum das jetzt, ich dachte Sie sehen sich als deutsche Eiche?

dickebank
27 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Ich habe doch gar nicht gesagt was.

ed840
27 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Sie haben mal wieder völlig recht.

dickebank
27 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Warum auch nicht?

Bla
27 Tage zuvor
Antwortet  ed840

“Ich bezweifle halt, dass es Jungs in Ihrer Menschlichkeit stärkt, wenn Sie im Schulsystem zunehmend zu Bildungsverlierern werden.”

Dann nennen “wir” es einfach “Bildungsversager”. Dann nehmen wir den Druck vom System. Und schieben die Schuld den Jungs (wieder) zu. Kurzum: Dumm und faul.

Rainer Zufall
27 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Na da spricht die Privatschullehrkraft aus Ihnen, die sich beim Chaos der Regelschulen zurücklehnt und nach Kräften die persönlichen Rahmenbedingungen zu verschweigen versicht (bspw. bei der Inklusion)

Aber ich kann Sie beruhigen, an Schulen die sich um ALLE Schüler*innen kümmern, wird ein Growth-Mindset gepflegt, welches Kinder nicht als faul und dumm abstempelt:
“Was uns nicht passieren darf, ist, dass wir zunehmend eine Männergeneration bekommen, die sich als Verlierer empfindet und dadurch anfällig für autoritäre Weltbilder und extremistische Inhalte ist”
Tröstlicher Ansatz für alle, die nicht aussortieren 😉

Bla
27 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

“Na da spricht die Privatschullehrkraft aus Ihnen, die sich beim Chaos der Regelschulen zurücklehnt und nach Kräften die persönlichen Rahmenbedingungen zu verschweigen versicht (bspw. bei der Inklusion)”

Die habe ich Ihnen mehrfach gegeben. Da halte ich nicht versteckt. Sie müssen meine Kommentare diesbezüglich halt auch dann lesen. Mehr “Rahmenbedingungen” gibt es eben nicht.
Ich kann es Ihnen auch nochmal erklären.
2/3 der Regelkosten/SuS kommt vom Staat [anders berechnet, “Personalgeld”] und 1/3 der Regelkosten kommt vom Schulgeld der Eltern.
Insgesamt haben wir “Pro SuS” ungefähr gleich viel Geld zur Verfügung wie das Budget an Regelschulen ist.
Damit müssen “wir” eben hauswirtschaften. Das heißt immer auch Kompromisse. Beispielsweise verdiene ich deutlich weniger als wenn ich an einer Regelschule angestellt wäre. Und ich verdiene für eine Privatschullehrkraft schon sehr gut. Da kenne ich ganz andere Fälle …
Gut also hat man hier das Gehalt [Angestellte/Beamte] beim Staat vs.das Defizit bei Privatschullehrkräften nochmal zusätzlich zur Verfügung für Rahmenbedingungen.
Das ist “der stille Kompromiss” als Privatschullehrer meistens.
Also … Ist nicht so, dass wir mehr Geld zur Verfügung haben. Wir setzen es anders ein. Müssen wir auch.

Zur Inklusion können Sie gerne jegliche Frage hier stellen. Ich bin da offen. Wenn es mir zu “doxxlastig” ist … Bekommen Sie schlimmstenfalls keine Antwort. Daher: Nur her damit.

Ansonsten haben Sie bei uns aktuell eine integrative Privatschule, welche teilweise am “Randbereich” von Inklusion steht. D. H. hier sind mitunter massivst viele deshalb überlastet. Viele “flüchten” von den Regelschulen. Das Profil ist stark “Förderbedarf” bis “Inklusion” bei uns an der Schule. Ob das langfristig machbar und haltbar ist? Habe ich meine ehrlichen Zweifel.
TROTZ unserer [von Ihnen fantasierten] goldenen Rahmenbedingungen. Und auch trotz unserer tatsächlich oft besseren realistischen Rahmenbedingungen.

Stellen Sie fragen. Ich würde jedoch gerne “keine genausten Angaben” machen wollen. Kann Ihnen aber einige Zahlen genauer geben und andere “von bis”. Das ist kein Problem.

Warum sollte ich denn “etwas verschweigen” wollen?
Ich bin für mehr Aufklärung zu Privatschulen. Mit allen Vor- und Nachteilen. Es gibt beides eben. Es ist eine Abwägung.
Ich habe keine “Konkurrenzangst”. Die brauche ich auch nicht haben.
Ich habe “keine Angst, dass die Regelschulen besser werden” – das fordere ich sogar. Dann wären meine Möglichkeiten ja selbst zugleich auch besser, weil mehr wieder “rumwechseln” ins Regelschulsystem und zugleich ich die Option [gedanklich] hätte.
Ich habe keine Angst, dass man uns “staatlich ersetzt”.

Ich wüsste ehrlicherweise echt nicht, warum ich etwas verschweigen sollte. Außer halt Sachen, welche ich rechtlich nicht anführen darf, zu explizit wären, zu doxxing führen könnte.
Aber alles “allgemeine” … Her damit. Fragen Sie. ABER bitte lesen Sie das dann auch mal.

“Aber ich kann Sie beruhigen, an Schulen die sich um ALLE Schüler*innen kümmern, wird ein Growth-Mindset gepflegt, welches Kinder nicht als faul und dumm abstempelt:”

Wir sind in Bayern. [Gegliedertes System]
Wir haben gemeinesames jahrgangsübergreifende Konzepte. Also bspw. Grundschule 1.-4. Klasse zusammen.
5. + 6. Klasse zusammen.
Usw. usf.
Wir sind als integrative Privatschule … Integrativ. Also haben Förderbedarfe und Inklusionskinder.
Wir haben in jeder Klasse ein Streuung, die du an keiner Regelschule hier finden wirst.
Von Förderschulniveau, über Mittelschule bis hin zum Gymnasium-Niveau. Alles bunt gemischt. Tendenz bei “schwache Mittelschule” als Niveaudurchschnitt an der weiterführenden Schule bei uns.
“Meine” Förderquote und Inklusionsquote wirst du in Bayern an keiner Regelschule abseits von Brennpunkt-Mittelschulen haben/finden.
Das haben weder unsere Partnerschulen (Mehrzahl), noch hatte(n) es meine ehemalige Regelschule(n).

Ausnahme – und auch hier bin ich mit Ihnen ehrlich – wir haben keine SuS, welche nicht Deutsch sprechen kann [Eltern der Kinder jedoch schon]. Migrationshintergrund? Ja. Deutlich weniger als an Regelmittelschulen.
Als an Gymnasien bin ich mir ehrlicherweise nicht sicher. Das wäre tatsächlich interessant und “gefühlt” haben wir da auf jeden Fall mehr. Aber alle (!) sprechen (auch) (mehr oder weniger fließend) Deutsch. Teilweise neben 2-3 anderen Sprachen. Oft maximal “migrantische Akzente”.

Ansonsten … Ich habe das plagativ als Scherz geschrieben. Sollte man tatsächlich hinbekommen, dass das sarkastisch gemeint war.

Haben Sie von mir jemals gelesen, dass ich “gegen SuS” wehement schieße oder diese “diskreditiere”? In all den Jahren, seit welchen ich hier aktiv schreie?
Ne?
Hm … Komisch.
Sie können gerne sämtliche meiner Beiträge genauestens ansehen… Sie werden kein “die dummen SuS” finden behaupte ich. Maximal als Ironie/Sarkasmus. Und das ist normalerweise für alle (außer Ihnen) erkennbar.

Bei “Faul” sieht das anders aus. Das ist tatsächlich häufiger der Fall. Jeder der das “abspricht” war noch nie an einer Mittelschule wahrscheinlich. Zumindest nicht lange. Und am Brennpunkt sowieso nicht. Es gibt eben SuS, welche faul sind … Oh wunder. Also wirklich … Die könnten – aber tatsächlich “keinen Bock” haben. Die brauchen dazu auch keinen Grund. Muss Spaß machen. Ist anstrengend. Alternativen sind mit Tiktok und Streams besser. Ja. Die gibt es.

Sind die dumm? Ne.

Rainer Zufall
25 Tage zuvor
Antwortet  Bla

… Wenn Sie Ihre Textwand auf das Essenzielle reduzieren, werde ich diese lesen. Versprochen

Bla
25 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wie gesagt … Sie müssen meine Beiträge gar nicht lesen. Das obliegt Ihnen genauso wie allen anderen.

Ich schreibe eben “Textwände” häufig. Ansonsten ziehen Sie Beiträge noch weiter aus dem Kontext.

Zudem ist es “eher frech”, wenn Sie hier anmerken, dass ich “Sachen verstecke” – ich diese dann etwas ausführlicher anfüge – und Sie sich dann rauswinden.

Machen Sie sich darüber mal paar Gedanken. Das ist nämlich ziemlich Paradox eigentlich … Sie “fordern” hier Klarheit und Transparenz. Wenn diese kommt, dann “juckt es Sie nicht”.
Super. Gute Eigenschaft.
Ergo: Lesen Sie einfach nicht meine Beiträge, halten Sie aber Ihr M… Dann auch über “aber Sie verschweigen”. Das ist unsittlich.

Rainer Zufall
27 Tage zuvor
Antwortet  ed840

“Ich bezweifle halt, dass es Jungs in Ihrer Menschlichkeit stärkt, wenn Sie im Schulsystem zunehmend zu Bildungsverlierern werden.”
Schön, dass Sie mir da zustimmen 🙂

“Ich halte es auch nicht für zielführend skandinavische Verhältnisse bei der Bildungslücke Mädchen / Jungs anzustreben.”
In der Tat, fordert ja auch niemand 🙂

“Gute Wünsche werden da wohl nicht reichen um gegenzusteuern.”
Abwarten, jeden Moment wird sich Potschsmuschka mit einem konstruktiven Beitrag melden 😀
Dass Frau Prien sich da nur auf gute Wünsche stützen würde ist da wohl eine Fehlinformation Ihrerseits, nicht dass Sie am Ende eine Meinung zum Arzikel äußern 😉

ed840
27 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Dass Frau Prien sich da nur auf gute Wünsche stützen würde” 

ist eine Fehlinterpretation Ihrerseits.

Sie sollten eigentlich wissen, von wem das Zitat stammt:

“Ich wünsche meinen Schülern …… “

Sie war übrigens früher Bildungsministerin in Schleswig Holstein, also dem Bundesland mit der höchsten Quote an SuS ohne ESA im Westen der der Republik.

Darunter dann vermutlich zum größeren Teil junge Männer, da laut den Zahlen Statistik ca. 90% der Betroffenen dort SPF oder Migrationshintergrund aufweisen.

Es wurde ja schon empirisch nachgewiesen, dass Jungs bei SPF-SuS überrepräsentiert sind und sich die Merkmale männlich + Migrationshintergrund im schulischen Kontext noch negativer auswirken als jeweils alleine.

Allerdings hat sich die Geschlechtergerechtigkeit in SH bei IQB-Mathematik von 2012 auf 2024 deutlich verbessert.

Das wurde dadurch erreicht, dass die Punktzahl der Jungs von 2012 bis 2024 um – 31 Pkt absank, die der Mädchen nur um – 19 Pkt.

Die Lücke beim Lesen hat sich allerdings von 2015 mit + 25 Pkt zugunsten der Mädchen auf +23 Pkt im Jahr 2022 kaum verändert.

Rainer Zufall
25 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Wie interpretieren Sie also Frau Priens Aussage? Was ist Ihre Haltung zum Artikel?

ed840
25 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Was uns nicht passieren darf, ist, dass wir zunehmend eine Männergeneration bekommen, die sich als Verlierer empfindet und dadurch anfällig für autoritäre Weltbilder und extremistische Inhalte ist

Warum man man sich jetzt nach nach Jahrzehnten plötzlich Gedanken über die “Verlierer” macht, steht im letzten Halbsatz.

Stine
1 Monat zuvor

“Moderne Unterrichtsformen setzten stark auf Selbstorganisation, während Jungen im Durchschnitt länger klare Strukturen und direkte Ansprache benötigten.” Ich glaube das ist ein guter Punkt. Mädchen kommen damit im Allgemeinen besser klar. Jungen brauchen direktere Führung bzw. Anleitung. Lehrer stellen Störenfriede auch nicht wie früher 5 Minuten in die Ecke. Das ist zweifellos gut so, aber wirkliche Konsequenzen gibt es irgendwie dann auch nicht und so testet das Kind ggf. weiter seine Grenzen. Gleiches passiert bei den Eltern. Die Kinder sind heute eher Projekte, man möchte mit ihnen befreundet sein, man möchte keinen Streit. Fragt man den Dreijährigen beim Bäcker, was er möchte, möchte er den Schokomuffin, was Mama eigentlich gar nicht möchte, Mama fängt dann an zu diskutieren und andere Vorschläge zu machen und das Kind schreit, und weil alle in der Schlange dann ganz genervt sind, kauft Mama den Schokomuffin. Statt dem Kind 2 Dinge zur Auswahl zu geben und eine Entscheidung treffen zu lassen, die es selber treffen kann. Wie soll man so Grenzen lernen und Sicherheit vermittelt es dem Kind auch nicht. Klare Regeln und Strukturen, die bei der späteren Selbstorganisation helfen, werden nicht mehr vermittelt. Wer unsicher durchs Leben geht, ist anfälliger.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Stine

Moderne Unterrichtsformen setzten stark auf Selbstorganisation, während Jungen im Durchschnitt länger klare Strukturen und direkte Ansprache benötigten”

Das könnte in der Tat einer der Gründe sein, warum Jungs in Ländern wie Finnland, Schweden, Norwegen usw. bei PISA selbst in Mathematik noch stärker nachgelassen haben als Mädchen und dort auch mehr “low-perfomer” in Mathe stellen. Dass sie dort im Lesen sogar schon über doppelt so weit hinter den Mädchen liegen wie in DE und der Jungenanteil an low-perfomer im Lesen doppelt so hoch ist wie bei Mädchen, würde dann auch ins Bild passen.

Allerdings werden diese Länder ja regelmäßig als Vorbild für DE genannt, weil das Bildungssystem dort so viel besser sein soll.