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Klassenfahrten des DJH Rheinland stärken die Gemeinschaft – und damit die „gesunde Schule“

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Ein gutes soziales Klima entsteht nicht von allein. Schulen stehen heute vor der Herausforderung, Gemeinschaft zu stärken, Konflikte früh aufzufangen und Kindern und Jugendlichen Räume zu bieten, in denen Vertrauen wachsen kann. Gerade nach Jahren zunehmender sozialer Belastungen, digitaler Dauerpräsenz und wachsender Konflikterfahrungen in Klassen gewinnt das Thema „gesunde Schule“ deshalb an Bedeutung. Dabei geht es längst nicht nur um Bewegung oder Ernährung – sondern auch um Beziehung, Zugehörigkeit und soziale Sicherheit. Klassenfahrten des DJH Rheinland bieten dafür einen perfekten Rahmen.

Klassenfahrten stärken den Teamgeist – wie hier bei einem Programm in der Jugendherberge Simmerath-Rurberg. Foto: DJH Rheinland / Ludolf Dahmen

Der Augsburger Bildungsforscher Prof. Dr. Klaus Zierer sieht Klassenfahrten dabei als ein zentrales pädagogisches Instrument. „Wir leben heute in einer Zeit, in der viele Kinder Vereinsamung und soziale Isolation erleben“, sagt er im Interview mit News4teachers. Zwar seien junge Menschen digital vernetzt, „aber das führt nicht automatisch dazu, dass Kinder ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln“. Klassenfahrten hätten deshalb „vor allem einen großen Wert, weil sie gemeinschaftsstiftend wirken“.

Aus Sicht der Bildungsforschung ist das keine bloße Momentaufnahme. Zierer verweist auf Studien, die nachhaltige Effekte von Klassenfahrten zeigen. „Die Effekte, die Klassenfahrten auf die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern haben – ob kognitiv oder sozial –, weisen einen sogenannten Follow-Up-Effekt auf“, erklärt er. Das bedeute: Der positive Einfluss sei nicht nur unmittelbar danach messbar, sondern „zeigt sich auch ein Jahr später noch in den Daten“. Sein Fazit formuliert der Wissenschaftler deutlich: „Klassenfahrten sind das Beste, was Schule leisten kann.“

„Auf der Klassenfahrt habe ich den Freiraum, pädagogisch wirksam zu handeln und gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern Lösungen zu erarbeiten“

Gerade soziale Kompetenzen geraten dabei in den Mittelpunkt. Außerhalb des eng getakteten Unterrichts entstehen Situationen, die im Schulalltag oft kaum möglich sind: gemeinsames Entscheiden, Konflikte aushandeln, Verantwortung übernehmen, Rücksicht nehmen. „Es kommt zu Interaktionen, die die Klassengemeinschaft stärken und die Gruppe zusammenschweißen“, sagt Zierer. Konflikte würden dabei nicht ausgeblendet, sondern könnten produktiv bearbeitet werden. „Auf der Klassenfahrt habe ich den Freiraum, pädagogisch wirksam zu handeln und gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern Lösungen zu erarbeiten.“

Programme für soziales Lernen, Medienkompetenz und Teamarbeit greifen genau diese Erfahrungen auf. Die 32 Jugendherbergen des DJH Rheinland setzen deshalb bei ihren Angeboten für Klassenfahrten gezielt auf gemeinschaftsbildende und gesundheitsfördernde Konzepte. Die Häuser verstehen sich als außerschulische Lernorte, an denen Schülerinnen und Schüler soziale Kompetenzen entwickeln und Lehrkräfte pädagogisch unterstützt werden.

  • Ein Beispiel ist das neue Programm „Das Offline-Experiment“ in der Jugendherberge Radevormwald. Drei Tage lang setzen sich Schülerinnen und Schüler bewusst mit ihrem eigenen Medienverhalten auseinander. Geländespiele, gemeinsame analoge Spielideen und Reflexionsrunden sollen helfen, Abstand von permanenter Bildschirmpräsenz zu gewinnen – und zugleich neue Erfahrungen als Gruppe zu ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen Kreativität, Selbstreflexion und gemeinsames Handeln.
  • Dass soziale Beziehungen auch durch gemeinsame Herausforderungen wachsen, zeigt die als „Soziales Lernen intensiv” ausgewiesene „Adventure Academy“ in der Jugendherberge Simmerath-Rurberg. Kooperationsübungen, Floßbau, Hochseilgarten oder Survival-Elemente verbinden Bewegung mit Teamarbeit und gegenseitigem Vertrauen. Ergänzend werden Themen wie Cybermobbing-Prävention und Zivilcourage aufgegriffen. Die erlebnispädagogischen Angebote sollen gezielt Gemeinschaftsgefühl und Selbstbewusstsein stärken.
  • Wie soziale Vielfalt zum Lerngegenstand werden kann, zeigt wiederum das Programm „Gemeinsam in Vielfalt“ in der Jugendherberge Mönchengladbach-Hardter Wald. In einem sogenannten Zwei-Länder-Spiel entwickeln Schülerinnen und Schüler eigene Kulturen, handeln miteinander und setzen sich mit Unterschiedlichkeit auseinander. Methoden der Abenteuer-, Theater- und Erlebnispädagogik sollen Wertschätzung und Anerkennung fördern.
  • Auch digitale Kommunikation und der Umgang miteinander im Netz gehören inzwischen zum sozialen Lernen dazu. In der Jugendherberge Bad Honnef verbindet das Programm „Klasse fairnetzt“ Medienkompetenz mit Prävention gegen Cybermobbing. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihr Verhalten in sozialen Netzwerken, sprechen über Ausgrenzung und erarbeiten Formen wertschätzender Kommunikation – online wie offline.

Für Zierer liegt genau darin die besondere Qualität von Klassenfahrten: „Wenn ich das Ganze dann auch noch pädagogisch begleite und die Fahrt gemeinsam mit der Klasse gestalte, vielleicht auch mit erlebnispädagogischen Elementen, für die im normalen Unterrichtsalltag oft keine Zeit bleibt, dann bin ich mitten in einem sehr sozialen und wirksamen Prozess.“

Dass Klassenfahrten dabei weit mehr sind als ein „Extra“ des Schullebens, ist für ihn eindeutig. Gerade mit Blick auf Bildungsgerechtigkeit hätten sie eine besondere Bedeutung. Viele Kinder machten intensive Gemeinschafts- und Reiseerfahrungen nicht selbstverständlich im familiären Umfeld. Klassenfahrten könnten solche Erfahrungen für alle zugänglich machen. Oder, wie Zierer es formuliert: „Das gemeinsame Aufbrechen und das Erleben von Grenzen ist der Kern von Bildung.“

Weitere Informationen zu den verschiedenen Klassenfahrten bietet das DJH Rheinland telefonisch unter 0211- 3026 3026 oder per Mail an service@djh-rheinland.de.

Noch viele andere Programme finden sich unter jh-klassenfahrt.de.

Dies ist eine Pressemeldung / ein Advertorial des DJH Rheinland e. V. 

Hier geht es zu allen Beiträgen des News4teachers-Themenmonats „Gesunde Schule“. 

Interview: Warum Wohlbefinden so wichtig fürs Lernen ist – wissenschaftlich belegt

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