Start Nachrichten Appell an Prien: Queer-Jugendprojekte nicht auslaufen lassen (jetzt erst recht nicht)

Appell an Prien: Queer-Jugendprojekte nicht auslaufen lassen (jetzt erst recht nicht)

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KIEL. Nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin fordert die schleswig-holsteinische Grünen-Landeschefin Rudow mehr Unterstützung für queere Projekte und kritisiert die Kürzung von Fördermitteln durch die Bundesbildungsministerin.

„Völlig falsches Signal“: Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU). Foto: Shutterstock / penofoto

Die schleswig-holsteinische Grünen-Landesvorsitzende Lydia Rudow hat sich nach dem tödlichen Terroranschlag auf den Christopher Street Day in Berlin erschüttert geäußert und ein Umdenken gefordert. «Ich möchte der queeren Community meine volle Solidarität aussprechen. Hass und Hetze dürfen nicht siegen», sagte sie im Gespräch. «Wir müssen jetzt zusammenhalten und für Toleranz und Vielfalt in unserer Gesellschaft kämpfen – denn diese wird massiv bedroht, von Islamismus genauso wie von Rechtsextremismus.»

Rudow forderte Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) auf, umzudenken und die Förderung des queeren Jugendnetzwerks Lambda fortzuführen. Seit 1990 werde das Netzwerk durch Mittel des Kinder- und Jugendplans des Bundes mitfinanziert. Prien habe die Förderung in diesem Jahr gekündigt. «Das ist das völlig falsche Signal in einer Zeit, in der die queere Community immer stärker bedroht wird.»

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Mit der Neuausrichtung des Förderprogramms «Demokratie leben» habe Prien bei vielen Trägern große Verunsicherung ausgelöst, kritisierte Rudow. Die neuen Förderrichtlinien seien ein Misstrauensvotum gegen die bisher geförderten Projekte. Viele Projekte, die sich für Demokratie und gegen Extremismus einsetzten, seien nun in Gefahr. News4teachers / mit Material der dpa

Prien streicht Bildungsprojekte zusammen – und stellt zur Begründung den Rassismus in Deutschland mal eben infrage

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