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Debatte: Warum strengere Regeln bei Krankmeldungen die Zahl der Fehltage von Lehrkräften und Erzieher*innen nicht verringern wird

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BERLIN. Die Bundesregierung will mit strengeren Regeln bei Krankmeldungen die Zahl der Fehltage senken. Fachleute bezweifeln jedoch, dass die geplante Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag die eigentlichen Ursachen hoher Krankenstände trifft. Gerade im Bildungsbereich sprechen aktuelle Daten und Erfahrungen aus der Praxis für ein anderes Bild: Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte fehlen vor allem wegen Atemwegsinfekten und psychischer Belastungen – es sind also die Bedingungen, die den Beschäftigten zusetzen.

Der hohe Krankenstand beschäftigt die Politik (Symbolfoto). Foto: Shutterstock

Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Lufthygiene (DAGL) hält den Ansatz, den Druck auf die Beschäftigten zu erhöhen, um die Krankenstände zu senken, für verfehlt. „Statt Arbeitnehmer*innen und Praxen unter Generalverdacht zu stellen und zusätzliche Bürokratie aufzubauen, sollten wir die wahren Ursachen der hohen Krankenstände anerkennen und darauf richtig reagieren“, erklärt Vorstand Dr. Jörg Danzer. Die geplanten Änderungen adressierten weder die tatsächlichen Ursachen der Fehlzeiten noch würden sie die Zahl der Erkrankungen nachhaltig verringern. Stattdessen drohten vollere Wartezimmer mit infektiösen Patientinnen und Patienten sowie zusätzlicher Präsentismus, wenn Beschäftigte trotz Krankheit zur Arbeit gingen.

Nach Auffassung der DAGL liegt ein wesentlicher Grund für die anhaltend hohen Krankenstände in der veränderten Infektionslage seit der Corona-Pandemie. Mehr als ein Drittel aller registrierten Arbeitsunfähigkeiten gehe laut AOK-Fehlzeiten-Report 2025 auf Atemwegserkrankungen zurück. Seit Ende 2019 zirkuliere mit SARS-CoV-2 dauerhaft ein weiterer Erreger neben Influenza-, Rhino-, Adeno- und anderen überwiegend luftübertragenen Viren. Dadurch habe sich die Gesamtlast viraler Infektionen erhöht. Hinzu komme, dass Covid-19 das Immunsystem beeinträchtigen und dadurch Folgeinfektionen mit anderen Viren und Bakterien begünstigen könne. Darüber hinaus bestehe nach einer Covid-Infektion weiterhin ein relevantes Risiko für Long Covid. Sechs Jahre nach Beginn der Pandemie blendeten die Reformpläne diese zusätzlichen Faktoren weitgehend aus, kritisiert die DAGL.

PhoneLocker, verschließbare Smartphone-Tasche

„Wir sollten den Fokus von Krankmeldungen auf Krankheitsprävention verschieben und in gesunde Raumluft investieren“

Auch die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung hält der Verein für kein geeignetes Instrument zur Senkung der Krankenstände. Ihr Anteil habe zwischen 2020 und 2023 lediglich 0,8 bis 1,5 Prozent aller ausgestellten Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen betragen. Der statistische Anstieg der Krankmeldungen sei zudem teilweise auf die Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zurückzuführen. Dadurch würden inzwischen auch Kurzzeiterkrankungen erfasst, die früher häufig gar nicht in den Statistiken der Krankenkassen erschienen seien. Die höheren Krankenstände seien deshalb zumindest teilweise auch Folge einer vollständigeren Erfassung.

Gerade für Schulen und Kindertageseinrichtungen hat diese Argumentation Gewicht. Der Fehlzeiten-Report 2025 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), über den News4teachers bereits berichtet hat, zeigt tatsächlich, dass Beschäftigte im Bereich „Erziehung und Unterricht“ verhältnismäßig oft durch Atemwegsinfekte belastet sind – und durch psychische Erkrankungen. Jeder fünfte Fehltag des Personals in den Bildungseinrichtungen entfällt demnach auf Atemwegserkrankungen, 17 Prozent aller Fehltage auf psychische Diagnosen.

Woher diese hohe psychische Belastung kommt, beschreibt die private Krankenversicherung Die Bayerische, die zahlreiche verbeamtete Lehrkräfte versichert. Sie bezeichnet den Lehrerberuf als einen „Knochenjob“. Von Lehrkräften werde heute weit mehr verlangt als die Vermittlung von Fachwissen. Sie müssten Kinder und Jugendliche „nicht nur fachlich unterrichten, sondern sie auch bei der persönlichen Entwicklung leiten und begleiten“. Das Anforderungsprofil habe sich über die Jahre erheblich verändert – durch größere Erwartungen der Gesellschaft, veränderte Rollenbilder sowie zunehmende Konflikte mit Schülerinnen und Schülern und Eltern.

Die Leistungen der Lehrkräfte würden dagegen häufig nur unzureichend anerkannt. „Vor allem fehlt es dabei oft an motivierender Anerkennung und Bestätigung von außen“, heißt es. Gleichzeitig würden Lehrerinnen und Lehrer „immer häufiger für negative Entwicklungen und Handlungen der Kinder und Jugendlichen verantwortlich gemacht, kritisiert und angefeindet“. Besonders konfliktträchtig sei inzwischen auch das Verhältnis zwischen Schule und Elternhaus. „Für Lehrkräfte beginnt dann oft ein nervenaufreibender Spagat zwischen objektiver Leistungsbeurteilung und Konfliktlösung mit Schülern und Eltern. Nicht selten müssen sie bei Konflikten ihre Beurteilungen dann auch noch vor der Schulleitung verteidigen. Dies birgt alles eine dauerhaft hohe psychische Belastung, die oftmals an ihre Grenzen stößt“, heißt es.

Als weitere Stressfaktoren nennt Die Bayerische unter anderem große Klassen, überdurchschnittlich hohe Arbeitszeiten, Konflikte mit verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schülern, fehlende Rückzugsräume an vielen Schulen, zu kurze Pausen zwischen den Unterrichtsstunden sowie zusätzliche Anforderungen durch Inklusion und individuelle Förderung. Hinzu komme, dass ein erheblicher Teil der Arbeitszeit zu Hause geleistet werde und deshalb häufig weder vollständig erfasst noch ausgeglichen werde. Auch Teilzeitkräfte arbeiteten vielfach deutlich mehr, als ihre Unterrichtsverpflichtung vermuten lasse. Neben diesen strukturellen Belastungen spielten auch individuelle Faktoren wie fehlende Möglichkeiten zum Stressausgleich oder mangelnder kollegialer Austausch eine Rolle.

„Die hohen Anforderungen und komplexen Aufgabengebiete im Lehralltag sind zweifellos äußerst anstrengend und belastend und können nachweislich die Gesundheit gefährden“

Nach Darstellung des Versicherers spiegeln sich diese Belastungen zunehmend in den Krankheitsbildern wider. „Über die letzten Jahre stiegen die Krankschreibungen aufgrund eines Burnout-Syndroms oder anderen psychischen Überbelastungen bei Lehrerinnen und Lehrern weiter an“, heißt es. Viele Studien deuteten darauf hin, dass Angehörige dieser Berufsgruppe „überdurchschnittlich oft an emotionaler Erschöpfung leiden“. Auffällig seien außerdem „die hohe Quote von Prüfungen der Dienstfähigkeit und Frühpensionierungen“.

Die Bayerische folgert: „Die hohen Anforderungen und komplexen Aufgabengebiete im Lehralltag sind zweifellos äußerst anstrengend und belastend und können nachweislich die Gesundheit gefährden.“ Im schlimmsten Fall könne dies zu einer krankheitsbedingten Frühpensionierung führen. Nach Angaben des Versicherers treten „über 50 Prozent“ der Lehrkräfte vorzeitig aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand.

Die DAGL plädiert für einen anderen Ansatz, um die Krankenstände in den Bildungseinrichtungen zu senken. Statt strengerer Nachweispflichten müsse die Prävention stärker in den Mittelpunkt rücken. Schlechte Luft in Innenräumen fördere nicht nur die Verbreitung luftübertragener Krankheitserreger, sondern beeinträchtige auch Konzentration, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden. Der Verein fordert verbindliche Standards für die Luftqualität in Schulen, Kitas, Büros und anderen Innenräumen – unter anderem durch kontinuierliche CO₂-Messungen, bedarfsgerechten Luftaustausch und den Einsatz von HEPA-Filtern. „Wir sollten den Fokus von Krankmeldungen auf Krankheitsprävention verschieben und in gesunde Raumluft investieren“, sagt DAGL-Vorstand Florian Weber. Das könne Fehlzeiten nachhaltiger verringern und zugleich die Leistungsfähigkeit verbessern.

Zu ergänzen wäre: Das gilt für die übrigen Belastungsfaktoren natürlich ebenso. News4teachers

Neue Regeln bei Krankmeldungen: Warum Lehrkräfte und Erzieher*innen besonders von der Attestpflicht ab dem ersten Tag betroffen sind

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130 Kommentare
Katze
12 Tage zuvor

Strengere Regeln bei Krankmeldungen! Endlich bekämpft man die Ursache und nicht bloß die Symptome. Oder… Moment.
Im Artikel ist von einem „nervenaufreibenden Spagat zwischen objektiver Leistungsbeurteilung und Konfliktlösung mit Schülern und Eltern“ und von Rechtfertigungsdruck sogar gegenüber der Schulleitung die Rede. Tja, dieser Spagat kommt nicht von ungefähr. Wenn man die Autorität und Expertise von Lehrkräften und Erziehern über Jahrzehnte systematisch demontiert, sie für jede gesellschaftliche Fehlentwicklung verantwortlich macht, sie zwischen Eltern, Schulleitung, Politik und pädagogischen Wunschvorstellungen aufspannt und sie für alles verantwortlich macht, was in der Gesellschaft schiefläuft, dann wird aus dem Spagat irgendwann zwangsläufig die emotionale Grätsche.
Wellbeing möglichst für alle – nur nicht für die Dienstleister, die den Laden täglich am Laufen halten. Eltern und Schüler sind Kunden mit Reklamationsrecht, jede Konsequenz muss mediationsfest sein, jede Note verhandlungsoffen und jede Entscheidung begründungspflichtig.
Die Lehrkraft? Die soll Animateur, Sozialarbeiter, Therapeut, Verwaltungsangestellter und Sündenbock in Personalunion sein. Das viel beschworene multiprofessionelle Team wurde also längst umgesetzt – allerdings in einer einzigen Person. Nur die lästige Profession als Fachlehrkraft stört noch im modernen Kompetenzzirkus.
Und wenn sie irgendwann innerlich kündigt oder der Körper die Reißleine zieht? Dann verschärfen wir eben die Regeln für Krankmeldungen. Das ist ungefähr so sinnvoll, wie einem Marathonläufer mit gebrochenem Bein vorzuwerfen, dass er zu langsam läuft.
Der Spagat ist längst kein Spagat mehr. So breit, wie Lehrkräfte und auch Erzieher heute die Beine spreizen müssen, um all die bestellten Widersprüche und Forderungen unter einen Hut zu bekommen, macht man am Ende eben die Grätsche.
Spagat war gestern. Die Grätsche ist das neue Dienstmodell.

Katze
12 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Was bin ich doch für eine böse, druckmachende Frau Mahlzahn! Da kaue ich doch tatsächlich immer wieder auf dieser ketzerischen Idee herum, dass Schule vielleicht auch etwas mit Ansprüchen und Leistungsforderungen zu tun haben könnte.„Nein!“ – „Doch!“ – „Ohhh!“ Welch skandalöser Gedanke/Maßstab im neuen Bildungsnormal!
Dabei fordere ich nicht nur von meinen Schülerinnen und Schülern, ich fördere sie selbstverständlich auch – schulartadäquat und fachspezifisch, wie die meisten Lehrkräfte jeden Tag. Nur scheint es inzwischen fast schon verdächtig, wenn „Förderung“ nicht automatisch mit einer gleichzeitigen Absenkung von Erwartungen, Bewertungsmaßstäben und Anforderungen einhergeht.
Die moderne Bildungslogik hat dabei etwas Geniales: Anforderungen runter, Förderprogramme hoch. Weniger Leistungsanspruch, mehr Förderbedarf – ein pädagogisches Perpetuum mobile. Je kleiner die Zielmarke, desto größer offenbar das Team, das sie absichert.
Dabei wären viele Lehrkräfte schon glücklich, wenn Schülerinnen und Schüler die Schule wieder mit sicheren Grundlagen im Lesen, Schreiben und Rechnen verlassen würden und Deutschland im MINT-Bereich nicht weiter den Anschluss verliert.
Aber vielleicht ist genau das die neue Meisterleistung: Die Latte so tief zu hängen, dass wirklich niemand mehr darüber stolpert – und anschließend ein hochkomplexes Fördergerüst zu errichten, damit sie eine Zeit lang wenigstens dort hängenbleibt.

DerechteNorden
12 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„Wie wäre es, statt populistisch immer wieder verbal auf die Schwächsten einzudreschen (Schüler), einfach mal die tatsächlichen Ursachen und Herausforderungen zu benennen?“

Tut @Katze doch gar nicht.
Die S*S können selbst nichts dafür, sondern die Tatsache, dass die Politik lieber die Ansprüche senkt, anstatt die Umstände zu verbessern.
Dazu gehört auch, den Kids immer nichts abzuverlangen. Wem man von Geburt an weismacht, dass Anstrengung und Aktivität ohne Spaß schlecht sind, denen kann man auch nicht abverlangen.

ed840
12 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Deshalb sind die PISA-Werte der sozialen Disparität im Schnitt der DE-16 auch so schlecht. Würden die privilegierten SuS in den DE-16 ähnlich abschneiden wie z.B. in SWE, FIN, NOR , dann wären die Kennzahlen der sozialen Disparitäten in DE deutlich besser.

StefanH
11 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Bitte Korrelation und Kausalität nicht verwechseln! Wenn Kinder aus Bildungsnahen Häusern besser abschneiden muss das NICHT an den Umweltbedingungen (hier zB viele Bücher etc. im Umfeld liegen)! Beides kann kausal eine dritte vorausgehende Ursache haben.

Ich verweise auf Recht eindeutige und signifikante Studien mit hohen wissenschaftlichen Standards (Störvariablen beachtet, hohe Teilnehmerzahlen, Langzeitbeobachtung etc) zu genetisch identischen Zwillingen. Wächst einer mit bildungsaffinen Eltern in einem bildungsfernen Elternhaus auf (zB aus Adoption) hat er den gleichen Bildungserfolg wie ein Zwilling in einem Bildungsnahen Elternhaus. Die Genetik erklärt nicht alles, aber vieles. Natürlich kommt auch Umwelt und eigener Wille hinzu.

Und Genetik komplett auszugleichen bildungspolitisch, wäre Wahnsinn! Natürlich hat Jemand mit anderen Voraussetzungen (beim Sport Mänher wegen Testosteron etc) naturgegebene Vorteile. Hier kann es a priori keine Ergebnisgleichheit geben!

Sehr wohl muss man Menschen mit schlechteren Ausgangsbedingungen fördern UND fordern (keine Ahnung, warum Sie mit letzterem ein so großes weltansxhauliches Problem haben; Ihre Argumente zum Fördern sind zutreffend – verhalten sich aber keineswegs kontradiktisch zu Parallelen Fördern–> beides gehört zusammen).

Fräulein Rottenmeier
11 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich würde es anders ausdrücken: Kinder aus bildungsfernen Familien (das müssen nicht zwingend arme Familien sein, sind es aber wohl oft) sind – auch wenn ihre geistigen Vorraussetzungen (IQ) gut sind, benachteiligt.
Diesen Kindern fehlt oft genau das, was wir Vorläuferfähigkeiten nennen und sie können diese Lücke nur schließen, wenn ihre geistigen Voraussetzungen bestens ausgeprägt sind. Daher sind sie eklatant benachteiligt.
Wir beobachten seit Jahren, dass immer vermehrter Kinder bei uns in der Schule angemeldet werden, die aus bildungsfernen Haushalten kommen und deren Potenzial nicht ausreicht, um ihre Lücken zu schließen. Nicht nur wir (sondern auch Schulärzte) reden dann oft von einer erworbenen geistigen Behinderung, denn genau da endet es dann leider erschreckender Weise, beim AOSF zum Förderschwerpunkt GE oder in abgeschwächter Form LE……
Den allerwenigsten Kindern mit diesen Voraussetzungen gelingt es, die Lücken mit der Zeit zu schließen und Anschluss zu finden. Diese Kinder eint nach meinen Beobachtungen, der übermäßige Wille und extrem viel Fleiß und ein gerütteltes Maß an Intelligenz.
Kindern aus bildungsnahen Familien passiert so etwas nicht, weil auch bei mäßigen geistigen Voraussetzungen dies echt solide kompensiert werden kann….
Insofern spielt die genetische Voraussetzung schon auch eine gewisse Rolle….., wenn auch keine überragende mMn.

Ulla
12 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das Bündel an Ursachen haben wir Lehrerinnen und Lehrer aber nicht zu verantworten, und genauso wenig können wir was dagegen unternehmen. Und was sagt die Politik, z.B. Ministerin Feller? „Ab 2030 wird alles besser.“
Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ulla
12 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Dass die Verantwortung bei den Schülerinnen und Schülern liegt, sagt hier aber auch keiner. Sie müssen alles, was schief läuft, ausbaden.

dickebank
12 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Tja, wenn SuS wüssten, dass Prüfer und Herr Turtur gleiche Eigenschaften haben. Das nimmt auch Frau Mahlzahn den Schrecken.

Tigrib
11 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das kann ich aber in Katzes Beitrag von oben aber tatsächlich nicht finden.

Kinderflüsterer
11 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

Natürlich liegt Verantwortung bei den Schülerinnen und Schülern. Wenn die sich nicht anstrengen, lernen sie eben nichts- ganz unabhängig von System und Politik. Glück und Schmied eben.

Canishine
12 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„das sagt ja auch keine hier“
Es liegt also nicht am Unterricht der Lehrer, der ja bekanntlich aus der Kaiserzeit stammt, nur sture Fakten pauken lässt, durch Angst und Schrecken Kinder traumatisiert als intrinsisch motiviert, Eigenverantwortung abwürgt und durch autoritäres Auftreten die Demokratie gefährdet? Und das obwohl doch Preisträgerschulen es reihenweise vormachen, wenn nur das Mindset stimmt? Wie komme ich nur auf die Idee, dass dies jemand gesagt haben könnte.

Canishine
11 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ihre Antwort auf meine Frage lautet also „Ja“?

Ulla
11 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

Sie sind kein Lehrer, oder? Einen Unterricht, wie Sie ihn beschreiben, habe ich bisher an keiner Schule erlebt. Und von der Kaiserzeit sind wir weit entfernt.

Canishine
11 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

Eben.

Canishine
11 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

Ich auch nicht, deshalb frage ich ja, ob ich die Aussagen in verschiedenen Beiträgen wohl missverstanden habe.

Canishine
11 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

So ist das halt: Die Einen bekommen Zustimmung für Sätze wie „Unterricht ist der Anfang allen Übels“ oder für „Die Kinder dürfen ja noch nicht einmal selbst bestimmen, wann sie etwas essen.“, andere dafür, dass sie sich fragen, ob ein Zurückrudern ohne Richtungswechsel möglich ist,

dickebank
11 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

Weil nächstes Jahr Landtagswahlen sind …
Und danach wird ohnehin alles viel wüster:)

Se Länd
12 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Bei Lehrkräften wird völlig zu Recht systemisch argumentiert: Arbeitsverdichtung, Personalmangel, Infekte, psychische Belastung, schlechte Rahmenbedingungen. Eine Attestpflicht ab Tag 1 löst davon nichts. Sie ist vor allem Misstrauensbürokratie.
Aber dieselbe Logik muss dann auch für Schülerinnen und Schüler gelten. Lernlücken, Sprachprobleme, fehlende Routinen, Medienkonsum oder soziale Lage entstehen ebenfalls nicht einfach durch individuelle Faulheit. Auch hier haben wir strukturelle Probleme.
Umgekehrt darf der systemische Blick aber nicht zur Ausrede werden, Anforderungen immer weiter abzusenken. Wer bei Schülerleistungen nur noch Bedingungen sieht, aber keine Standards mehr einfordert, betreibt keine Gerechtigkeit, sondern pädagogische Kapitulation mit freundlichem Ton.
Ich sehe das in Mathematik ständig: viel Inselwissen, wenig Strukturverständnis. Da fehlen oft über Jahre gewachsene Grundlagen. Das löst man nicht durch Druck allein, aber auch nicht dadurch, dass man die Maßstäbe so lange verschiebt, bis die Statistik wieder stimmt.
Genau da fehlt mir oft die Ehrlichkeit. Probleme müssten ehrlich benannt werden. Schülerinnen und Schüler müssten ehrlich beraten werden, statt sie mit wohlklingenden Formulierungen weiterzureichen. Und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müsste man nicht durch Misstrauen bestrafen, sondern fragen, warum Krankenstände so hoch sind – und dann die Ursachen angehen.
Wir leben zu sehr in Kennzahlen: Krankheitstage, Fehlzeiten, Abschlussquoten, Notendurchschnitte. Hauptsache, die Statistik sieht irgendwie steuerbar aus. Aber darunter erodieren Belastbarkeit, Wissen, Routinen und gemeinsame Maßstäbe.
Druck ohne Ressourcen ist zynisch.
Rücksicht ohne Anspruch ist Selbstbetrug.
Schule funktioniert nur, wenn Unterstützung und Konsequenz gleichzeitig gelten. Alles andere ist Verwaltung des Mangels.

DerechteNorden
12 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Hier schließt sich der Kreis. Diesen Kids wird nämlich suggeriert, dass es irgendwie schon gehen wird.

DerechteNorden
11 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das sind zwei verschiedene Dinge, nicht wahr?
Wer nur berichtet, selbst aber nicht Teil eines Systems ist, kann das wohl leider nicht verstehen.

Ulla
11 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich glaube weiterhin nicht, dass irgend jemand einen genauso guten Überblick hat wie die Lehrer und Lehrerinnen, die mitten im Geschehen sind. Schon gar nicht Wissenschaftler und Bildungsexperten.

Ulla
11 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das stimmt nur zum Teil. Erstens sind Lehrer sehr gut vernetzt und haben Kontakte zu zahlreichen anderen Lehrern, Schulen usw. Zweitens sehen sie dort überall die gleichen Probleme (zu große Klassen, zu wenig Personal). Drittens können sie diese Probleme aber nicht lösen. Das könnte die Politik, es passiert aber nichts.

Ulla
11 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich spreche niemandem Sachkenntnis ab. Aber es nützt nichts, wenn Wissenschaftler und Experten jahrelang forschen und in den Schulen nichts ankommt. Oder wenn bei den Forschungen rauskommt, dass individuelle Förderung total wichtig ist. Das wissen wir! Aber wie, wenn ich alleine vor der inklusiven Klasse mit 30 Kindern stehe?

Canishine
11 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Zweitens, es geht ums System. Kritik daran wird von manchen Lehrkräften (hier und andernorts) aber als persönliche Kritik aufgefasst“
So ist es dann auch bei meiner „Kritik“ an einer Schüleraussagen, die leider falsch ist. Eigentlich nicht persönlich.
Dennoch zieht z.B. eine Frau Rasfeld daraus den Schluss, in Schulen würde Druck und Angst verbreitet, welche den Lernprozess behindert. Sie verweist dann auf eine Professorin, die „vermutlich“ ein Viertel der Lehrer-Schüler-Interaktionen als „verletzend“ darstellt, und rät zur Auseinandersetzung mit der eigenen Scham, natürlich als Folge des Systems. Ich hoffe, sie wundert (und Sie wundern) sich nicht, wenn dies teils sehr persönlich als Kritik aufgefasst wird.
Lehrer stehen jeden Tag in der Verantwortung, sie sind Teil des „Systems“, sie setzen „das System“ um. Deshalb sollte man seine Kritik am „System“ schon sehr sorgfältig formulieren, wenn man beabsichtigt, nicht die Lehrer selbst zu kritisieren. Und dann soll es sogar Lehrer geben, die gewisse Aspekte des „Systems“ richtig finden oder sich sogar ein konsequenteres „System“ wünschen.

Ulla
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Zum Thema Schulpreis: Es ist großartig, dass solche Schulen von den wissenschaftlichen Erkenntnissen profitieren können. Und vielleicht wirken sie ja auch als Pilotprojekte. Noch kommt das aber bei der Durchschnittsschule im Ruhrgebiet nicht an.
Hauen und Stechen habe ich noch in keinem Kollegium erlebt. Und hier im Forum sind das immer dieselben.

Maybe
11 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Das ist echt naiv oder wie Sie es nennen wollen, das bestimmt nicht zutreffend.

Kompliment @Redaktion, jahrelang mit verbundenen Augen über der Schulwelt gesegelt, blind und ohne Beteiligung Interviews geführt ……..- das muss man erst mal schaffen, ganz großes Kompliment.
Herzliche Grüße

Maybe
11 Tage zuvor
Antwortet  Maybe

Ich möchte nachlegen @DerechteNorden: das ist eigentlich unverschämt.
N4t, Die Bühne, die Sie hier nutzen hat also keine Ahnung von der Materie ?
Na ja, wir sind am Schuljahresschluss, da können die Synapsen schon mal überfordert sein.

DerechteNorden
11 Tage zuvor
Antwortet  Maybe

Nach dem, was ich hier oft lesen muss, gehe inzwischen davon aus.
Nennen Sie mich gern unverschämt.

DerechteNorden
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Frage: Sind diejenigen, die bei Ihnen die Artikel und Interviews erstellen und verantworten, dieselben, die im Forum aktiv sind?
Ich glaube kaum.

Ulla
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Und um dagegen zu halten, wären sachliche Formulierungen von Seiten der Redaktion sinnvoller als „… sind alle doof“.

Maybe
9 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Mit Fussaustampf! ? Wird gemacht.

Ich_bin_neu_hier
12 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„Probleme in diesen Dimensionen sind systemischer Natur.“

Ich würde mir ja so sehr wünschen, dass Sie Unrecht hätten und ich Ihnen das auch nachweisen oder es zumindest wahrscheinlich machen könnte.
Nichts Persönliches – nur wäre die Situation dann eben weniger dramatisch.

Aber leider…

Realist
12 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Anspruch ohne Aufwand: Offenbar nimmt sich die Bundesregierung Ihr Rezept zu Herzen.“

Von den Besten lernen, heißt Siegen lernen.

Unverzagte
12 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Siegen heißt erfolgreicher scheitern lernen.

GBS-Mensch
12 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Genau wie in der Politik ist es eben schlecht, mindestens verdächtig, wenn man Ansprüche ausschließlich an andere hat.

Rainer Zufall
12 Tage zuvor
Antwortet  Katze

„Strengere Regeln bei Krankmeldungen! Endlich bekämpft man die Ursache und nicht bloß die Symptome. Oder… Moment.“
Bei Schüler*innen soll dies angeblich ein Lösungsansatz sein, wenn die Strafen hoch genug sind 😛

SchadeMarmelade
11 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich denke der Dame geht es, wie sie sagte, ganz klar nicht um Strafen sondern um Konsequenzen.
Und wissen sie was die braucht es. In SH z.B. kannst du ab der 5. Klasse alles im Ü8 Bereich haben, permanent Lehrer und andere Schüler quälen, von wegen die SuS sind die schwächsten…das sind inzwischen vielfach die Lehrer, und du wirst trotzdem bis zur 9. Klasse durchgereicht. Du hast dann vielleicht 24 bis 30 Klassenkonferenzen, jedesmal 30 bis 60 Minuten vertane Lebenszeit für alle Anwesenden, und schaffst dann deinen Abschluss nicht.
Glückwunsch. Wem war nun geholfen mit Lari Fari Feel good Einstellung? Den 28 bis 500 anderen Schülern die leiden mussten? Den Lehrern die leiden mussten? Dem Schüler der fünf Jahre gelernt hat es gibt keine wirkliche Konsequenz oder dem Land das Geld gespart hat an der Bildung?

447
11 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Die Übertreibung ist wohl Ihr Lieblingsstilmittel – selbst Katze oder ich (oder sonstige örtliche Böslinge) schreiben nie, dass die desaströsen Ergebnisse AUSSCHLIESSLICH (111!1!) die (am besten noch moralisch aufgeladene) „Schuld“ individueller Kinder/Schüler sind.

Ich kann mich da prima reinversetzen, warum SuS nicht zur Schule gehen bzw. lernen wollen.
Da sind zahlreiche, ganz banale, handfeste gute Gründe aus Schülersicht, warum man das NICHT tun sollte.
Und zwingen können die Lehrer die SuS schon (sehr) lange nicht mehr.
Also geht es aus wie es ausgeht.

Ich würde sogar eher sagen:
Man (wir Lehrer) müssen uns eigentlich wundern, wie viele SuS nicht wegen, sondern TROTZ eines Präsenzzeit-Fühli-Modells von unterfinanzierter, dreckiger und unterausgestatteter Schule überhaupt noch regelmässig kommen und lernen.
Die könnten sich ja genau so hängen lassen, es hätte ja keine (echten) Folgen ausserhalb von Jahrgang 10 und 13.

Umgekehrt ist es in Ihrer Welt scheinbar absolut unvorstellbar, dass einige wenige (ausdrücklich noch mal: WENIGE, eine sehr kleine Menge) SuS so sehr schlicht NICHT WOLLEN dass sie selbst in z.B. NRW den HA/“ersten Schulabschluss“ vergeigen, den man dich schlicht „ersitzen“ kann. Egal was man an Hilfe anbietet.

Dürfte, wenn man die 65K anteilig schätzt in Relation zur Gesamtmenge ganz gut hinkommen – mich wundert es jedenfalls nicht.

447
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Zum tausendsten mal: Dass pauschal früher ALLES besser war behauptet niemand.

Denn natürlich war es das nicht. Paradebeispiel: Fremdsprachliche Schulbücher z.B.

SchadeMarmelade
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

In der Hauptsache sind die Eltern Schuld. Die „Kinder“ nur bedingt. Die lernen am Vorbild.
Fakt ist, warum auch immer die Totalausfälle häufen sich. Immer mehr SchülerInnen schaffen Abschlüsse nicht. Das Niveau sinkt und das obwohl wir so viel mehr auf alle Bedürfnisse eingehen. Wie kommt es? Was kann man tun?
Fakt ist leider auch: Die Kinder die vollkommen „verkorkst“ in der fünften Klasse zu uns kommen schaffen es in der Regel nicht „das Ruder rum zu reißen“. Da kann man mit 95% iger Wahrscheinlichkeit sagen wer nach Klasse 9 ohne Abschluss geht. Es wäre so schön wenn es die Lösung gäbe. Aber die wird esaufgrund von Individualität nie geben.
Ich brauche schon immer massiven Druck um irgendwas zu tun als Schüler und später als Student. Mein Bruder geht unter Druck ein. Ist Druck nun etwas schlechtes oder etwas Gutes?

Bla
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Sehr gute Frage.

Da gibt es dann v. A. drei „Abzweigungen“:

1.) Weiter so [wird schief gehen … Noch mehr als jetzt]
2.) Massiv Ressourcen und Rahmenbedingungen verbessern [kostet viel, wäre sinnvoll]
3.) Bildungspflicht, statt Schulpflicht [kostengünstig, Kompromiss, „ehrlich machen“]

Was wird es sein?
Ich tippe weiterhin auf 1. (Vorerst).
Und dann kann man sich tatsächlich die Frage stellen, warum man Steuergeld und Lebenszeit verplempert. Stimmt.
Dann landet man wiederum im Zirkelschluss bei 2. oder 3. als „Ausgangsweg“.

Zur Antwort wofür es Schule gibt:
– „Betreuung“ [Damit Eltern arbeiten können]
– Für „die anderen“? [Sind ja nicht nur „‚verkorkste‘ [o.O …] Kinder“ dabei.]
– Zur „Aufbewahrung“ halt von allen Kindern… Auch den (extremen) „Störern“ usw.

Jetzt wieder zu den 1.-3. … Je nachdem legt man eben den Fokus dann künftig auch.
1.) Wird gesamtgesehen einbrechen
2.) Könnte auch „die Störer“ besser entgegnen und mitnehmen
3.) Wäre der Kompromiss: Manche Kinder würden „untergehen“ [was sie bei 1. auch machen …] – andere würden massivst davon profitieren.

Also … Wo wird es hingehen?
[Über „wo soll es hingehen?“ Brauchen wir nicht zu schreiben … Da sind wir wahrscheinlich alle bei 2.]

Sollte man sich mal Gedanken machen.
Auch wenn aktuell noch viele sich „gegen Bildungspflicht“ gedanklich wehren … Das wird – denke ich – von Jahr zu Jahr weniger werden, wenn wir nicht Option 2 als „Gesellschaft/Politik“ fahren, sondern Option 1.
Ist im Prinzip die plausibelste Folgewirkung daraus für mich.

Ulla
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wie wäre es mal mit handfesten Vorschlägen, wie man verhindern kann, dass Schüler ohne Schulabschluss abgehen? Das würde uns helfen.

Bla
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Also bräuchte man den Sozialindex 9 in NRW?
Dazu die Bewilligung des Start-Chancen-Programmes?
Dazu eine Kooperation mit brotZeit o. Ä.
Dazu (unbezahlte Mehr)Arbeit des Brote-Schmierens? [Ehrenamt]

Ich finde es ja echt toll, dass es solche Wege und Möglichkeiten gibt.
Nur sind diese eben oft begrenzt und eingegrenzt.

Wie hoch ist dort die Personalabdeckung?
Wie groß sind die Klassen?
-> Also ich gehe davon aus, dass die Klassen im Rahmen der Teiler sind [bis 25] -> Aber wieviel Individualförderung/Gruppenförderung gibt es dort?
Wie sieht es mit den Sanierungen aus?

Ist auch recht „neu“? Daher wird sich das auch zeigen, wie die Förderungen weiter laufen und ob das langfristig so gegeben ist? Man will hoffen, aber … Wie sicher ist das?
Wird doch schon wieder über Einsparungen im Bereich Sozialindex diskutiert …

Bla
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Hm, eigentlich sollte das schon alleine die Logik klären … Deutschland. Landessprache Deutsch. Schulsystem/Bildungssystem (primär) Deutsch …

Spricht ein Kind kein Deutsch? Braucht es eben diesbezüglich Zugang und Förderung.

Wann? So früh, wie möglich.
Und schon sollte man darauf kommen, dass bei Kita hier Wert darauf gelegt werden muss.
Und bei „älteren Kindern“ halt eben an der Schule …

Dass in DAZ-Kursen (früher – wahrscheinlich heute noch …) rein Deutsch gesprochen werden muss … Ist auch nicht besonders sinnvoll immer, wenngleich die Logik dahinter ja vertretbar ist. Bringt nur ggf. weniger als wenn man diese Hürde auflockern würde. [Falls noch nicht geschehen]

Irgendwie schon traurig, was man alles macht um „Sachen zu umspielen“.
Beispielsweise der Notengebungen und dem Stress dadurch und dahinter. Welche gleichzeitig häufig gar keine so hohe Aussagekraft (mehr) hat.

dickebank
10 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

Rechtzeitige AOSF-Verfahren einleiten mit dem Ziel, den Förderbedarf LE feststellen zu lassen, der zu zieldifferentem Unterricht führt und somit keinen Abschluss gem. APO-SI ermöglicht.

Ulla
12 Tage zuvor

Ich habe mich neulich mit einem Freund unterhalten. Der hat sich darüber aufgeregt, dass die Lehrer seiner Kinder so häufig krank sind. Er selbst arbeitet im klimatisierten Büro bzw ein bis zwei Tage die Woche im Home Office. Ich habe ihn gefragt:“Wie viele Personen triffst du an einem Arbeitstag?“ Er: „2-3“
Da müsste einem doch was auffallen, oder? Ich habe Kinder in der Klasse sitzen, die sich nachts mehrfach übergeben haben, aber trotzdem zur Schule geschickt wurden.

dickebank
12 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

Sie sollten Ihren Freundeskreis überdenken

Sausewind
12 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Jeder kennt einen, der einen kennt, der einen kennt….

Realist
12 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

Nicht nur das. Ein Schultag ist wie den ganzen Tag mit der Bahn fahren, man begegnet in den Klassen, im Lehrerzimmer und auf dem Weg durch das Schulgebäude sprichwörtlich hunderten von Menschen. Einmal in die falsche Richtung gedreht und schon wird man aus nächster Nähe mit dem nächsten Stamm unbekannten Krankheitserreger angehustet.

Dazu kommt noch Folgendes: Wenn der „Leistungsträger“ aus dem Homeoffice krank wird, dann merkt das keiner außer seinem unmittelbaren Team und seinem unmittelbaren Vorgesetzten, also vielleicht ein halbes Dutzend Leute. Genauso unsere „Leistungsträger“ mit IG Metall-Vertrag bei den Autobauern: 15% Krankenstand (bei Tesla sogar 20%), merkt das irgendjemand wenn da irgendwo einer fehlt? In der Öffentlichkeit scheinbar keiner, man ist ja bereit weiterhin großzügigste Subventionen in Form von E-Auto-Prämien, Dienstwagenprivileg und auf 2 Jahre verlängerter Kurzarbeitergeld zu zahlen.

Wenn Lehrerlein aber krank wird, dann merken das seine 100-200 Schülerlein und damit 200-400 Erziehungsberechtigte: Herr / Frau XY ist schon wieder krank! „Fauler Sack!“ Und unisono wird über Beamtenprivilegien geschimpft: „Wie kann der es nur wagen krank zu sein! So eine Steuergeldverschwendung! Macht bestimmt jetzt irgendwo eine Kochkurs!“

dickebank
12 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Aber die Bahn hat doch nur 2 Klassen, wo selbst die kleinste, einzügige GS schon doppelt so viele Klassen hat.

Realist
12 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Ein weiterer Beweis für die Rückständigkeit des Schulsystems.

Zumindest im Nahverkehr ist die Bahn mit der „klassenlosen“ Gesellschaft auf dem richtigen Weg, oder?

dickebank
12 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Es gibt „Klassen“, die da auf den eigenen Fuhrpark mit Chauffeur setzen und den Bereich public transport strikt meiden.

Susanne M.
12 Tage zuvor

Es wird eher zu mehr Ausfällen kommen. Gerade Burn out- Gefährdete schleppen sich oft zur Arbeit und bleiben nur einen Tag oder zwei zu Hause, oft wegen diffuser Leiden, Magen, Darm, Schmerzen, wobei sie ihren psychischen Zustand verkennen. Selbst bei einer Freundin erlebt: Die ging wegen einer anderen Sache zu ihrer Ärztin. Dort im Gespräch fing sie an zu weinen und konnte nicht mehr aufhören. Die Ärztin hat sie sofort aus der Situation herausgenommen und erst einmal einen Monat krankgeschrieben, Erschöpfungsdepression.

Namina
12 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Wer ausbrennt, Sie haben Recht, das sind die Engagierten, die brennen aus, weil sie oft für die Blaumacher dann auch noch einspringen müssen. Vielleicht würden wir alle weniger ausbrennen, wenn es weniger Blaumacher gäbe, weil wir dann ja weniger vertreten müssten. Nach meiner Wahrnehmung sind die Vertretungen immer der Stress, der uns am meisten belastet: Es ist nicht meine Klasse, es ist nicht mein Thema, ich kenne die gar nicht, ich weiß nicht, was ich mit denen machen soll … ich hätte jetzt eigentlich frei. Da habe ich schon so viele wütend, genervt oder heulend gesehen.

Blaumachen zu bekämpfen, kann den Engagierten also auch sehr nutzen! Weniger Burnout!

Unverzagte
11 Tage zuvor
Antwortet  Namina

Bin auch mit sog.burnout in der Klinik gelandet. Das hatte aber unter Garantie so gar nichts mit fehlenden Kolleg*innen zu tun, die vertreten werden mussten. Bis dato war ich nie krank, habe dementsprechend viel vertreten, aber das waren eher entspannende Stunden im Vergleich zu den eigenen meist schwierigen Klassen.

Bla
10 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Hätte man eine anständige Abdeckung mit „Mehrabdeckung“, dann bräuchte es auch keine „massenhafte Vertretung“.

Über zu wenig Einsatzmöglichkeiten braucht man da auch nicht sonderlich lange „skeptische ein“ … Da fallen mir mehr als genug Einsatzbereiche ein, dass man je Schule mind. 1 oder mehrere Menschen als Personal „beschäftigt“ und somit flexible Einsätze (auch als Vertretung) abdecken könnte.

Sehe ich ja bei uns an der Schule … Alleine der EMA (Elternmitarbeit) Bereich zeigt doch, was machbar ist.

Ansonsten gehe ich persönlich hier auch mit:
– Mein Burnout [halbes Jahr, ärztlich und therapeutisch] war sicherlich NICHT wegen Vertretungen
-> Das kann ich eindeutig sagen und sogar ausschließen bei/für mir/mich
– Danach [jetzige Schule] hatte ich deutlich mehr Vertretungsstunden und das war für mich „stressfrei“ meistens

An meiner alten Regelschule war die Grundabdeckung ja schon eine „Vertretungsabdeckung“. Und das ist generell mal als Rahmen absolut traurig und schwierig.
Sowas muss man lösen. Mit oder ohne „Zusatzerkrankungen“.

Ulla
11 Tage zuvor
Antwortet  Namina

Ich gebe auch viel Vertretungsunterricht. Aber ich vertrete Kollegen, die sich krank gemeldet haben und vermutlich auch krank sind. Ich gehe nicht davon aus, dass das alles „Blaumacher“ sind.

dickebank
11 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

Es sind aber eben nicht nur die Adhoc-Vertretungen für kurzfristig ausfallende Lehrkräfte sondern zusätzlich noch die Dauervertretungen für Langzeiterkrankte, Kolleginnen im Mutterschutz und Kolleg*innen in Elternzeit oder Pflegezeit.
Wie viele der in Teilzeit arbeitenden Lehrkräfte haben denn ihr Deputat wegen Kindererziehung oder Pflege von nahen Angehörigen reduziert?

Selbst in der freien Wirtschaft wird von einer Abwesenheitsquote von um die 14% auf das Jahr gerechnet ausgegangen. D.h. rund jede 7. Arbeitsstunde kann wegen Krankheit nicht erbracht werden. Im Grunde ist das eingepreist. Um die Ausfälle zu kompensieren, müssen andere die dringlichsten Arbeiten dann mit erledigen und ggf. länger arbeiten, Überstunden schieben.
Im Bereich Schule ist das aber nicht oder nur in begrenztem Umfang machbar, da die SuS ja nicht verpflichtet werden können, die am Vormittag ausgefallenen Stunden am Nachmittag nach regulärem Unterrichtsschluss oder am Samstag oder nach dem festgelegten Start der Ferien nachzuholen. Die Zusammenlegung von Lerngruppen ist auch nicht immer machbar, die gleichzeitige Betreuung von zwei Lerngruppen kommt zwar vor, ist aber rechtlich nicht einwandfrei.

Götz
11 Tage zuvor
Antwortet  Namina

Ich überschaue nun mehr als 30 Jahre in der Schule und konnte Kollegen und Kolleginnen kennenlernen, die mit hohem Pflichtbewusstsein und Verantwortungsgefühl die Aufgaben wahrnehmen. Es sind diejenigen, auf die bei Prüfungen, Klassenleitungen, Vertretungen, Zusatzaufgaben gesetzt wird und die man auf höchst zynische Weise verheizt. Eine weitere, gottlob kleinere Gruppe von Lehrpersonen sieht das anders und arbeitet so unzuverlässig, dass sie mit bestimmten Aufgaben gar nicht betraut wird, weil den Vorgesezten das Risiko zu hoch ist. Letzteren Lehrkräften kommt es zugute, dass sie sich, z. B. wenn es eine lästige Schulaufgabe zu korrigieren oder Weihnachtsplätzchen zu backen gilt, so unproblematisch krankmelden können. Daher bin ich ganz Ihrer Meinung. Auch die unbegrenzte Gehaltsfortzahlung für Beamte im Krankheitsfall sollte unbedingt abgeschafft werden.

447
10 Tage zuvor
Antwortet  Götz

Sie beschreiben es perfekt:
Wer das Richtige (mit großem R) tut – wird verheizt.
Wer das Falsche tut wird belohnt.

Bla
10 Tage zuvor
Antwortet  Namina

Wie wäre es einfach mal anständige Rahmenbedingungen zu stellen, wo
1. Generell weniger krank werden
2. Man eine Reserve aufbaut zum Einspringen [Abdeckung]
3. Man auch „krank“ werden „darf/kann“, ohne massive Gewissensbisse zu bekommen/zu haben?
4. Somit man nicht in versteckten Depressionen und „Burn-Out“ landen wird?

Wäre das nicht der eigentliche Anspruch und das, worüber man sprechen und nachdenken sollte.
[Gerne auch das Andere … Aber lösungsorienterter und sinnvoller sehe ich eben die obigen Punkte.]

dickebank
10 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Jetzt werd hier aber nicht komisch, du Scherzbold.
Das ham wa ja noch nie so gemacht. Da kann ja jeder kommen.

Bla
10 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Stimmt. Nehmt die Fackeln! Lasset uns die Blauen … Äh … Blaumacher finden.

Elternblick
11 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Da ist doch gut, dass die Bundesregierung noch so einige weitere Überraschungen im Gepäck hat. U.a.solche die dazu führen werden, dass es noch weniger Psychotherapieplätze geben wird. Da kommt dann die Lehrkraft mit Burnout auch nicht mehr so schnell zurück. Im übrigen warten psychisch kranke Schüler/innen im ländlichen Raum zum Teil jetzt schon weit über ein Jahr auf einen Therapieplatz mit dem Ergebnis, dass nicht nur Chronifizierung entsteht, sondern auch soziale Teilhabe und Bildungsabschlüsse gefährdet sind. Aus meinem Blick sollte die strengere Krankmeldung gerade nicht unser größtes Problem mit der Reform sein.

https://www.psychotherapieverbund.de/todesstoss

Sausewind
12 Tage zuvor

Leider sind es die wenigen, die die großzügigen Regeln zur Krankmeldung schamlos ausnutzen, die es allen anderen jetzt schwer machen. Aber so ist es ja immer. Bis wir eine neue Leitung bekamen, gingen Lehrer bei uns ungeniert während der Arbeitszeit zum Arzt und kamen dann auch nicht wieder, obwohl sie es geschafft hätten. Es war dann eben ein freier Tag für sie. Und mehrere sind bekannt dafür, dass sie zu langen Wochenenden noch mal zwei, drei Tage zuschlagen. Sonst lohnt es sich ja nicht. Das kann man nicht einfach so wegreden. Eine stand neulich am Vertretungsplan und sah, wo sie morgen eingesetzt ist. Da sagte die glatt: „Morgen komme ich nicht.“ Die fehlte dann 3 Tage. Damit es nicht so auffällt.

Ja, das alles gibt es. Warum das hier weggeredet wird, ist mir schleierhaft.

Namina
12 Tage zuvor
Antwortet  Sausewind

Psssst !!!!! ………… Das nennt man Nestbeschmutzung!

Maybe
12 Tage zuvor
Antwortet  Sausewind

Wenn an Ihrer Schule ein Prachtexemplar auf 100plusminus weitere Lehrkräfte kommt, so what?
Denken Sie, das ist außerhalb der Schule anders?
Es ist müßig, dies als Ursprung für die
“ Attestpflicht “ zu instrumentalisieren, eine ordentliche Stundenabrechnung ist vom Dienstherrn weiterhin nicht in allen 16 BL gewünscht, aber jede Fehlminute muss sofort begründet werden ( eine Riesenrechnerei jedes Schuljahr ).
Wenn man weiß, dass zB in Bayern über 90% Ustunden gehalten bzw in Präsenz vertreten werden, so ist das bestimmt nicht schlecht.
Die durchschnittliche Fehlzeit pro Lehrer in liegt im Durchschnitt bei 10T bis 2 Wochen. “ Draußen “ regt sich darüber keine gut besetzte Firma auf. Wir sind aber nicht gut besetzt.
Dass Eltern sich über erkrankte Lehrer innen aufregen hat wohl häufig auch zum Grund, dass ihre Arbeits-und Tagesplanung uU leidet, wenn nicht vertreten werden kann und
häufig sehen sie auch nicht, dass nicht nur sie Kindkranktage haben. Es soll Lehrkräfte geben, die auch Kinder haben.
Ich denke, man sollte sich diese regierungsmäßige weitere Verzweiflungstat als Lehrkraft nicht ans Bein schmieren.
Lehrersein erforderte schon vor Schröders „faulen Säcken“ eine schmunzelnde Resilienz. Wer sich schon derartige Merziaden ( eigentlich verständlicherweise, denn Lehrer innen sollen ja auch empathisch mitfühlend sein) zu sehr zu Herzen nimmt, sollte ganz schnell nach Neuem suchen.
Es gibt schon zu viel richtig gute Lehrers, die krank sind/ werden, in meinem Fall jedes Jahr mindestens ein burnout im Kollegium und zunehmend mehr körperliche Erkrankungen von Krebs über MS bis zu Herzinfarkt Schlaganfall, ….. die einen durchaus auch über ein Jahr ausknocken können
( was hier ja auch einer verneinte).

Realist
11 Tage zuvor
Antwortet  Maybe

Die durchschnittliche Fehlzeit pro Lehrer in liegt im Durchschnitt bei 10T bis 2 Wochen. “ Draußen “ regt sich darüber keine gut besetzte Firma auf. Wir sind aber nicht gut besetzt.“

Völlig richtig. Dazu kommt noch, dass die „freie Wirtschaft“ ihre Dauerkranken auf Kosten der Sozialversicherung (ALG) und des Steuerzahlers (Sozialhilfe) „entsorgt“ und damit logischerweise niemandem ein Jahr lang das Gehalt zahlen muss. Bezahlen tut am Ende aber doch die Solidargemeinschaft / der Steuerzahler, wollen die vielen „In der freien Wirtschaft kann sowas nicht passieren“-„Leistungsträger“ aber nicht einsehen. „Freie Wirtschaft“ heißt eben letztendlich Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren, das kann eben dann auch der Dauekranke sein, dessen Kosten man sozialisiert. Selber asozial handeln, sich dann aber über andere aufregen.

Namina
11 Tage zuvor
Antwortet  Maybe

Na, rechnen Sie mal zusammen (wenn ich mich einmischen darf). An jeder Schule 1 Kollege dieser Art. Wie viele sind es dann bundesweit. Moment:

Laut Internet 40.000 Schulen in Deutschland. Also 40.000 Blaumacher, wenn es nur 1 Kollege an jeder Schule ist.

Maybe
11 Tage zuvor
Antwortet  Namina

May be,
Muss wohl die SL diese Kollegen zum ‚hochnotpeinlichen Verhör‘ bitten – gehört dazu, bewirkt nur auch nicht viel.
Nächste Stufe ist dann der Kontakt mit der Regierung und die Vorladung zum AA.
Das war alles bisher schon möglich und ist es weiterhin. Und nun ?

Maybe
11 Tage zuvor
Antwortet  Namina

Mein Bauch sagt, Sie könnten sich da vlt gerade über einen „Kollegen dieser Art“ ärgern.
Es wäre wichtig, gegen derlei Praktiken im Kollegium anzugehen – hat auch schon geholfen, mehr als so manches Mimimi.
Im Privaten sagt man doch auch, was einem nicht passt, also……

447
11 Tage zuvor
Antwortet  Namina

Machen Sie für privatwirtschaftliche AN solche framing-Trickrechnungen (Minimalanteile in absoluten Zahlen angeben und multiplizieren, dsmit es krass klingt) eigentlich auch auf?

Paradebeispiel:
„Wie viele AN machen in der Firma nur das vertragliche Minimum, obwohl die Wirtschaft darbt???22?!2
Und wenn es nur zwei oder einer sind!?!?!
Wie viele Firmen gibt es in der BRD??!?!? Rechnen Sie mal aus, was das an shareholder value äääähhhh Wiiiiiiirtschaftswaaaschstum uns alle kostet!!?! Knechtet sie!““

Unverzagte
12 Tage zuvor
Antwortet  Sausewind

Weil es sehr wahrscheinlich eben nicht überall so ist.

Namina
11 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Oder manche den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen.

Ulla
11 Tage zuvor
Antwortet  Sausewind

„… gingen zum Arzt und kamen auch nicht wieder, obwohl sie es geschafft hätten.“
Woher wissen Sie das?

Namina
11 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

Weil wir miteinander reden?

Frederik März
11 Tage zuvor
Antwortet  Sausewind

So ein Schmarrn! Die ganze Diskussion um vermeintliche Blaumacher ist ebenso wie die um die angeblich so vielen faulen Bürgergeldempfängern nur Getöse, um Stimmung zu machen, Einschränkungen durchzudrücken und dabei die wirklich relevanten Änderungen (Informationsfreiheitsgestz, Befristungen, Mehrarbeit, Polizeibefugnisse, Zugriff von Betriebsärzten auf Patientenake) unbemerkt durchzudrücken. Schließlich kennt ja jeder jemanden… anekdotische Evidenz und Stimmungsmache klappen doch immer.

Namina
11 Tage zuvor
Antwortet  Frederik März

Nein, ich bin ganz bei @Sausewind. Solche Kollegen gibt es überall und man merkt das ja auch irgendwann. Erst fällt etwas auf, dann schaut man genauer hin. Warum leugnen Sie es?

Unverzagte
11 Tage zuvor
Antwortet  Namina

Warum verallgemeinern Sie Ihre Erfahrungen, indem Sie diese anderen absprechen?

Kinderflüsterer
11 Tage zuvor
Antwortet  Namina

Herr März leugnet doch nichts. Er sagt nur, dass man ob der kollektiven Empörung über einige- wenige- mehrere, was auch immer, die wirklichen Aufreger nicht sieht bzw. zu sehen bekommt. Und anekdotische Evidenz (ist nicht gleich statistisch-monetärer Relevanz) und Stimmungsmache klappen stets- das sieht man auch in Ihrem Post.

Fräulein Rottenmeier
11 Tage zuvor
Antwortet  Frederik März

Sie kommen hier mit Ihrem (wirklich extrem wichtigen) Thema nicht durch….das ist extrem bedauerlich, weil es – wie sie bereits schrieben – gut versteckt ist (Punkt 33)…..aber es hier einfach nicht gut platziert ist…..ist halt kein Bildungsaspekt oder etwas, was die KuK hier in ihrer Arbeit betrifft. Wenn das allerdings durchkommt, wird es uns alle betreffen….
@ Redaktion….vielleicht doch ein Nebenartikel wert….

Frederik März
11 Tage zuvor
Antwortet  Sausewind

Arztbesuche während der Dienstzeit sind nicht verboten. Und ob die Kollegen dann wieder dienstfähig sind, obliegt nicht Laien zu entscheiden.

Namina
11 Tage zuvor
Antwortet  Frederik März

Es gibt klare Regeln dafür. Im Normalfall soll man es außerhalb der Arbeitszeit tun.

dickebank
11 Tage zuvor
Antwortet  Namina

Ich lach mich schlapp. Versuchen Sie doch einmal als Kassenpatient – nicht alle Lehrkräfte sind verbeamtet – einen Termin bei einem Facharzt zu bekommen. Selbst bei bestem Willen ändert sich der Stundenplan schneller als gedacht und der perfekte Terminierung ist Makulatur. Und im Ganztag ist die Kollisionsgefahr noch größer.

Kinderflüsterer
11 Tage zuvor
Antwortet  Namina

Richtig. Was aber der „Normalfall“ ist, obliegt dem Vorgesetzten und nicht geifernden Kollegen.

Administrator
11 Tage zuvor
Antwortet  Sausewind

Das redet niemand weg, aber glauben Sie ernsthaft, dass die von Ihnen beschriebenen Kollegin nicht auch die Zeit aufbringt, an einem der drei Tage zum Arzt zu gehen und sich ein Attest geben lässt. Und wenn sie schon Mal da ist auch für die ganze Woche.
Gerade die, die man „erwischen“ will, kennen sich mit den Krankheitsmodalitäten sehr gut aus.

Namina
11 Tage zuvor
Antwortet  Administrator

Wie andere schon schrieben, man darf derzeit 3 Tage zuhause bleiben ohne ärztliches Attest.

dickebank
11 Tage zuvor
Antwortet  Namina

… als Beamter …

Katabaster
11 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Stimmt nicht. In Berlin auch Angestellte.

dickebank
11 Tage zuvor
Antwortet  Katabaster

Berlin nicht mehr in der TdL?
Oder doch failed state?

Bla
10 Tage zuvor
Antwortet  Namina

Ändert doch nichts dran, dass genau solche KuK doch beim Arzt dann sitzen und sich sehr sehr krank auf einmal fühlen. Die AU bekommen sie – dann halt ggf. für mehrere Tage.

Das wird nichts an „solches Verhalten lösen“.

Was wäre wünschenswert? So gute Arbeitsbedingungen zu stellen, dass man „nicht blau macht“? Bestenfalls vielleicht ?
Ich gehe ja normalerweise sehr gerne in meine Arbeit. Meistens ist das „Drumherum“ eher das „Lästige“.

Rainer Zufall
12 Tage zuvor

*Hust* *Anwesenheitspflicht für den Bundestag* *Hust“

Was für ein Käse!
Daumendrück den Kolleg*innen, die völlig zu Unrecht erkranken – Da wären ganz andere dran gewesen, wenn es nach mir gehen würde…

Fräulein Rottenmeier
11 Tage zuvor

Heute auf Tagesschau: 43 % der Lehrkräfte arbeiten in Teilzeit…..wissen wir schon, was jetzt kommt…..
Ohne zu berücksichtigen, dass die meisten TZler Kinder zuhause haben…..aber egal….wir regen uns einfach auf…..

dickebank
11 Tage zuvor

Ich muss ja nur um eine Stunde reduzieren, und schon bin ich Teilzeitlehrkraft. Mehr als hälftige Reduzierung geht nicht.
Kurzum, bei dem ganzen TZ-Geschrei würde mich ja mal interessieren, um wieviel die meisten reduziert haben.
Von mir aus auch Clusterbildung, um zu sehen wie die Verteilung ist. Mögliche Cluster 50% bis 66,6%, 66,7 bis 75%, 75,1% bis 95%. Alles andere ist Vollzeit.
(5% von 28 sind 1h24′)

447
11 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Das sind Hassfakten!
Sowas machen wir hier nicht!
Wie, sie wollen etwa am Ende noch, dass „nur diese einen 5 Minuten“ gemessen werden?
„Arbeitszeiterfassung?!?!?
RAUS HIER, SIE, SIE, ÄHHH, SIE HALT!
*Türknall*

dickebank
11 Tage zuvor
Antwortet  447

Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich …
Wissen Sie jetzt, warum ich nicht prince charming“ geworden bin

Joachim Schwarz
11 Tage zuvor

Eine solche Behandlung zeugt von Respektlosigkeit. Denn sie unterstellt, dass wir unsere Krankheiten erfinden. Das sollte man sich nicht gefallen lassen.
Die Schüler fehlen auch häufiger krankheitsbedingt. Wieso gibt es dazu eigentlich keine bundeseinheitliche Statistik? Wäre das im Corona-Nachgang nicht wichtig zu erheben?
Gäbe es diese Studie, wäre doch sofort klar, warum wir häufiger krank sind. Mehr ansteckende Schüler entsprechen nunmal mehr Ansteckungspotenzial.

447
11 Tage zuvor
Antwortet  Joachim Schwarz

Es würde (und das darf niemals sein!) vor allem rauskommen, welche Unmassen an Stunden i.d.R. kerngesunde junge Menschen aus Bocklosigkeit einfach ausfallen lassen.

Würde man dann noch „KI“ die Freitage und Montage, Klassiker wie „7. Stunde Mathe“ auswerten lassen…
…neh neh neh, schnell Augen zu, weitergehen, hier gibt es nix xu sehen.

Fräulein Rottenmeier
11 Tage zuvor
Antwortet  447

Echt jetzt? Sie führen diesen Gedanken ernsthaft weiter?

447
9 Tage zuvor

Eigentlich nicht. Ist doch eh jedem klar was rauskommen würde.

Wenn sich bei mir SuS abmelden wollen erlaube ich das immer.

Auch wenn ich mir zu 99% sicher bin, dass es gelogen ist.

Gründe:
1. Wenn nachher wem der Blinddarm platzt („Bauchschmerzen“) oder jemand doch gestürzt war („Kopfschmerzen“) ist als erstes (natürlich, was sonst) der Lehrer dran.

2. Wir sind ja in der „Angebotsschule“.
Autoritär, stressig und fordernd soll es keinesfalls sein. Sagen alle schlauen Leute.
Wenn jemand also so sehr gerade NICHT da sein will, dass die Person entweder lügt oder sich das selber einredet, nur um nicht da zu sein…was soll ich die Person zwingen?
Löst nix, ändert nix, bringt nix. Zeitverschwendung und sinnloser Stress für alle Beteiligten. Soll der Arzt (bzw. die Eltern) entscheiden – ich bin kein Arzt.

3. Wer in oben genanntem Zustand (völlige innere Verweigerungshaltung) NICHT da ist macht weder Arbeit noch Stress.

Werden das manche SuS bei mir ausnutzen?
Bestimmt.
Die rationale Kette ist aber eindeutig. Es ist deutlich rationaler, jeden einfach (mit offizieller Abmeldung) gehrn zu lassen. Der „Schwund“ ist dann eben mit dabei.

Fräulein Rottenmeier
11 Tage zuvor
Antwortet  Joachim Schwarz

Schüler bekommen kein Krankengeld und stehen in keinem Arbeitsverhältnis……meine Güte….Sie schon, denn Sie bekommen Gehalt oder so für Ihre Tätigkeit…..