
Die Zahl der neu eingestellten Lehrer ohne Lehramtsstudium steigt in Thüringen. Im vergangenen Schuljahr seien 293 Seiteneinsteiger eingestellt worden, berichtete MDR Thüringen unter Berufung auf das Bildungsministerium in Erfurt. Ihr Anteil an allen Neueinstellungen habe bei etwa 29 Prozent gelegen und sei damit so hoch wie noch nie in Thüringen gewesen.
Seiteneinsteiger müssten einen dreimonatigen Pflichtkurs absolvieren, der sie auf die Anforderungen im Schulalltag vorbereiten soll. Nach Angaben des Bildungsministeriums hätten bisher insgesamt 346 Teilnehmer diese Qualifizierung absolviert, so der MDR. 18 von ihnen hätten den Schuldienst bereits während des Vorkurses verlassen.
«Seiteneinsteiger sind nach wie vor eine tragende Säule des Thüringer Bildungssystems», zitiert der MDR das Ministerium. Vor allem an Regel- und Berufsschulen sowie in mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern würden sie gebraucht. Hier machten Seiteneinsteiger nach Ministeriumsangaben einen großen Anteil der neu eingestellten Lehrkräfte aus.
Nach dem Pflichtkurs dürften sie allein unterrichten, müssten sich aber über bis zu zwei Jahre weiterqualifizieren. Nach dem Bericht hatte es im Schuljahr 2017/18 erst 28 Seiteneinsteiger unter den neu eingestellten Lehrer gegeben. News4teachers / mit Material der dpa
Ein Drittel der Seiteneinsteiger steigt schon im ersten Jahr wieder aus










Fachkräftemangel – heißt, die verbleibenden Fachkräfte müssen stärker ausgequetscht werden, um platt zu sein
Darum werden ja Seiteneinsteiger*innen angeworben, UM die verbleibenden Fachkräfte zu unterstützen.
Werden die auch mit A/E13 bezahlt? Falls ja, wäre das eine Alternative zum Referendariat. Natürlich unter der Annahme, dass sich ein Naturwissenschaftler mit mehreren 10000€ Brutto weniger schon beim Einstieg abspeisen lässt und auf jegliche Aufstiegsmöglichkeiten verzichtet.
Ich kann natürlich im New Yorker statt im P&C einkaufen. Erzähle ich mir, dass das die gleiche Qualität hat, belüge ich mich selbst. Erzähle ich das den Wählern, belüge ich die.
„Seiteneinsteiger sind nach wie vor eine tragende Säule des Thüringer Bildungssystems“
Aufrichtiges Daumendrück, dass die Seiteneinsteiger*innen vielleicht sogar Erfahrung und eine angemessene finanzielle Entlohnung erhalten, und nicht auf lange Zeit wie die Quereinsteiger*innen wegschmelzen :/
https://www.news4teachers.de/2026/05/mit-idealismus-an-die-schule-und-frustriert-wieder-hinaus-woran-der-seiteneinstieg-in-den-lehrerberuf-haeufig-scheitert/