HANNOVER. Mehr als 2.000 Mädchen und Jungen in Niedersachsen müssen einem Zeitungsbericht zufolge im neuen Schuljahr die erste Klasse wiederholen. Das geht nach einem Bericht der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» aus Erhebungen des niedersächsischen Kultusministeriums hervor. Schulleiter bemängelten demnach, Kinder hätten zunehmend weder die sprachlichen noch die motorischen Fähigkeiten für einen normalen Unterricht, sie könnten sich in vielen Fällen nicht lange konzentrieren.

«Das ist der furchtbarste Anfang einer Schullaufbahn, den man sich vorstellen kann», sagte der Vorsitzende des Schulleitungsverbandes Niedersachsen, Matthias Aschern, der Zeitung. Dem Bericht zufolge geht die Zahl der Wiederholer je nach Schule weit auseinander: In rund 660 der landesweit über 1.600 Grundschulen habe es keinen einzigen Wiederholer gegeben, in anderen Schulen dagegen eine zweistellige Zahl.
«Die Lehrkräfte scheitern an ihrem Anspruch, allen Kindern gerecht zu werden», sagte der Vorsitzende des Verbands Leitungen Niedersächsische Grundschulen, Jörg Bratz. «Das System Schule ist am Anschlag. Der Lehrkräftemangel verschärft das Problem noch.» Im neuen Schuljahr nach den Sommerferien, das heute in Niedersachsen beginnt, werden Prognosen zufolge rund 80.000 Erstklässlerinnen und Erstklässler erwartet. Diese werden traditionell erst am Samstag eingeschult. News4teachers / mit Material der dpa
Mehr als fünfzig Erstklässler bleiben sitzen: Duisburger Grundschule meldet neuen Negativrekord










Endlich wieder Schulkita einführen
Was sagt die Bildungswissenschaft dazu?
Sind Klassenwiederholungen aus pädagogischer und wirtschaftlicher Sicht sinnvoll und erfolgreich?
Die wichtigere Frage wäre ja wohl, warum das hier stimmt, besonders das „zunehmend“, und was man dagegen tun könnte:
„Schulleiter bemängelten demnach, Kinder hätten zunehmend weder die sprachlichen noch die motorischen Fähigkeiten für einen normalen Unterricht, sie könnten sich in vielen Fällen nicht lange konzentrieren.“