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Polizeibeamter schießt Schüler nieder, der mit Softair-Pistole hantiert haben soll

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MÜNCHEN. Ein Jugendlicher wird bei einem Polizeieinsatz in München schwer verletzt. Er hatte mit einer täuschend echten Softair-Waffe hantiert. Die Ermittlungen laufen.

Täuschend echt: eine Softair-Pistole. (Symbolfoto.) Foto: Shutterstock

Ein 14-Jähriger ist bei einem Polizeieinsatz in München-Schwabing durch einen Schuss in den Oberkörper schwer verletzt worden. Der Schüler aus dem Landkreis Miesbach hatte am Dienstagabend auf offener Straße mit einer Pistole hantiert. Als Zivilbeamte ihn aufforderten, die Waffe fallen zu lassen, habe er sich mit der mutmaßlichen Waffe in der Hand zu den Polizisten umgedreht, berichtete Polizeisprecher Thomas Schelshorn. Daraufhin habe ein Beamter geschossen.

Wie sich später herausstellte, handelte es sich um eine Softair-Waffe, die einer echten Beretta Pistole 92, Kaliber 9 Millimeter täuschend ähnlich sah.

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Die Beamten hätten nach dem Schuss sofort Erste Hilfe geleistet und den Rettungsdienst angefordert. Der Jugendliche sei ins Krankenhaus gebracht und operiert worden. Der Jugendliche sei stabil.

LKA prüft Schusswaffeneinsatz

Das Bayerische Landeskriminalamt prüfe wie stets bei Waffeneinsatz durch Polizeibeamte die Rechtmäßigkeit des Waffeneinsatzes durch die Polizei. Zudem habe die Staatsanwaltschaft Vorermittlungen eingeleitet, auch das ein übliches Vorgehen in solchen Fällen. Es werde nicht gegen den Kollegen ermittelt, der geschossen hatte – dieser habe Zeugenstatus, betonte Schelshorn.

Der Kollege, der geschossen hatte wie auch direkt an dem Einsatz beteiligte Kollegen würden betreut – ein Schusswaffeneinsatz sei eine belastende Situation. Gegen den Jugendlichen, der bereits polizeilich bekannt war, werde wegen Bedrohung der Beamten ermittelt.

Der Jugendliche mit türkischer Staatsangehörigkeit, der zunächst von Beamten und Zeugen deutlich älter geschätzt wurde, war laut Schelshorn mit seinen Eltern 2023 nach Deutschland gekommen und hatte Asylantrag gestellt. Der Antrag sei aber abgelehnt und die Abschiebung angedroht worden. Am Vortag war die Rede von einem etwa 20 Jahre alten Mann gewesen.

Notruf wegen Mann mit pistolenähnlichem Gegenstand

Zeugen hatten am Dienstagnachmittag in Schwabing eine Person mit einem pistolenähnlichen Gegenstand beobachtet. Ein entsprechender Notruf ging gegen 17.15 Uhr bei der Polizei ein, wie Schelshorn berichtete. Die Polizei startete mit mehreren Streifen zum Ort des Geschehens. „Wir haben das sehr ernst genommen und sind mit starken Kräften in die Fahndung eingestiegen.“

Zivilbeamte machten den 14-Jährigen schließlich in der Belgradstraße ausfindig. Sie hätten von hinten beobachtet, wie er eine Bewegung machte, als würde er die Waffe durchladen. Sie hätten ihn angesprochen und aufgefordert, die Waffe fallenzulassen. Doch der Jugendliche habe sich mit erhobener Waffe in der Hand umgedreht. Daraufhin habe einer der Beamten einen Schuss abgegeben.

Die Softair-Waffe sei von einer scharfen Schusswaffe nicht zu unterscheiden gewesen, sagte Schelshorn. Lediglich eine schmale rote, kaum sichtbare Umrandung an der Mündung hätte unter Umständen ein Hinweis – wenngleich kein sicherer Beweis – sein können, dass es sich um eine Softair-Waffe handelte.

Das Gelände um den Schauplatz des Geschehens an der Ecke Clemensstraße/Belgradstraße war am Abend stundenlang weiträumig abgesperrt, auch die Tram konnte nicht fahren. Es gab erhebliche Verkehrsbehinderungen. Bei dem Vorfall waren zeitweise rund 80 Polizeibeamte im Einsatz. News4teachers / mit Material der dpa

Schüler hantiert mit Schreckschuss-Pistole auf dem Schulhof – Mitschüler verletzt

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31 Kommentare
Rainer Zufall
1 Tag zuvor

Einfach wow!
„Sie hätten ihn angesprochen und aufgefordert, die Waffe fallenzulassen. Doch der Jugendliche habe sich mit erhobener Waffe in der Hand umgedreht.“
Was haben die von dem spielenden Jungen erwartet? Wenn er mit dem Rücken zu Ihnen stand, hätten Sie ihn von hinten überwältigen oder sich vorher Deckung suchen können, um sich nicht „bedroht“ zu fühlen. Idioten!

Aber der Junge sah ja älter aus, die völlig legale Softair hatte die gesetzlich vorgeschriebene rote Mündung und er sah bedrohlich (nicht Weiß) aus – selber schuld (augenroll)

HarneEinrichson
23 Stunden zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ob die Waffe legal ist oder nicht wird nebensächlich wenn man damit in der Öffentlichkeit rumfuchtelt, sodass sich andere bedroht fühlen.

Was hätte die Polizei denn tun sollen, wenn sie mit einer täuschend-echt aussehenden Waffe bedroht werden?

Rainer Zufall
22 Stunden zuvor
Antwortet  HarneEinrichson

„Ob die Waffe legal ist oder nicht wird nebensächlich wenn man damit in der Öffentlichkeit rumfuchtelt, sodass sich andere bedroht fühlen.“
Drücke Ihnen die Daumen, dass Ihr Kind nicht wegen eines Spielzeuges abgeschossen wird.

„Was hätte die Polizei denn tun sollen, wenn sie mit einer täuschend-echt aussehenden Waffe bedroht werden?“
Eh, ne. Der rote Aufsatz war dran, wenn die Polizei sich da überfordert sieht, hätte sie seit Jahren auf Änderung drängen können.
Sie verwechseln „bedroht werden“ damit, sich von einem unbewaffneten Kind bedroht fühlen.
Was die hätten besser machen können? Bin kein Polizeiausbilder, hoffe aber doch, dass anbrüllen und schießen nicht Plan A ist (oder dass sie darauf vorbereitet sind, dass Personen sich bei Ansprache umdrehen)

Steißtrommler
1 Stunde zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Eh, ne. Der rote Aufsatz war dran
Haben Sie ein Bild dieser Waffe gesehen? Wenn der „rote Aufsatz“ so aussah wie hier, erkennen Sie das unter Stress, aus der Distanz und bei ungünstigen Lichtverhältnissen nicht wirklich:
https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/spielzeugwaffen-ein-trend-der-den-behoerden-sorgen-macht-art-484327

Heinz
20 Stunden zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Die Polizisten hier als Idioten zu bezeichnen finde ich falsch. Sie haben hier ihren Job gemacht, sich selbst verteidigt und die Gesellschaft geschützt. Niemand kann von einem Polizisten erwarten, dass er sich erst anschießen lässt um zu prüfen, ob die Waffe echt ist.
Im Übrigen werden viele Straftaten mit Waffen nicht mit solch einer scharfen Waffe verübt, die man sich darunter vorstellt, sondern eben meist mit vollkommen legal zu beschaffenden Waffen, wie z.B. Messern, Gaswaffen usw.

Wir haben uns als Jugendliche selbst im Wald mit Softairwaffen und Schutzbrillen beschossen und viel Spaß gehabt. Jedem von uns war damals klar, dass eine fremde Person, solch eine Waffe als echt ansehen könnte und jedem von uns war auch klar, dass man bei einem Kontakt mit der Polizei aufpassen müsste, um nicht erschossen zu werden! Wir reden hier nicht von einem 4 jährigen Kind mit einer Spielzeugpistole.

Von daher halte ich ihren Kommentar eher als idiotisch!

Rainer Zufall
1 Stunde zuvor
Antwortet  Heinz

„Sie haben hier ihren Job gemacht, sich selbst verteidigt und die Gesellschaft geschützt.“
Nachdem sie auf einen unbewaffneten Jungen geschossen haben, der mit dem Rücken zu ihnen stand? Wovor da manche wohl „Angst“ hatten bzw. vor wem sich da manche jetzt noch „geschützt“ fühlen…

„Wir haben uns als Jugendliche selbst im Wald mit Softairwaffen und Schutzbrillen beschossen und viel Spaß gehabt.“
Stimmt schon, der Junge hätte Weiß sein sollen – sein Fehler.

Warten wir die Auswertung der Videoaufnahmen ab, wie „bedrohlich“ sich der Junge und seine Begleiterin umgedreht haben, nachdem jemand ihnen zurief…
Ich bleibe dabei: Was war der Plan der Polizist*innen, dass sie das Undrehen der beiden überraschte?

„Im Übrigen werden viele Straftaten mit Waffen nicht mit solch einer scharfen Waffe verübt, die man sich darunter vorstellt, sondern eben meist mit vollkommen legal zu beschaffenden Waffen, wie z.B. Messern, Gaswaffen usw.“
Und nicht mit völlig legalen Spielzeugwaffen, die als solche gekennzeichnet sind.
Wenn Sie fordern, dass Spielzeug nicht mehr realistisch aussehen soll, weil es die Polizei bei PoC überfordert, können wir gerne darüber reden.

Teacher Andi
19 Stunden zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Zu gerne würde ich mal sehen, wie Sie in so einer Situation reagiert hätten als Polizist. „Spielender Junge“, ich glaube, jetzt geht es los! Und bei Ihnen sind ja sowieso alles Idioten, die nicht so denken und handeln wie Sie selbst.
Ich hoffe, Sie wollen nur provozieren, denn so kann man beim besten Willen nicht argumentieren.

Rainer Zufall
1 Stunde zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Kann ich Ihnen sagen. Wenn mich jemand anruft, drehe ich mich als angesprochener um. Hoffentlich habe ich nichts in der Hand, was als Waffe verstanden werden kann, sonst knallt man mich ab :/

Kleiner Scherz, ich bin Weiß – mir passiert nichts

Meiomei
19 Stunden zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Auch in 14 Jähriger Junge sollte wissen, dass man mit so einem „Spielzeug“ nicht auf der Straße spielt. Wenn der Junge polizeilich bekannt war, kann man auch davon ausgehen, das er sich der „Bedeutung der Waffe“ im klaren ist und nicht so unbescholten ist, wie sie es als spielenden Kind gerne sehen würden.

Wenn dann der Aufruf der Polizei kommt, hätte er einfach das Ding fallen lassen können.

Wie würden sie den reagieren, wenn ein Kind mit so einer Waffe spielerisch vor ihnen rumturnt. Sie wäre dann sicherlich ganz „cool“, würden aufgrund des roten Rings an der Waffe ihrer pädagogischen Fähigkeiten einsetzen und alles wäre gut. (Nur zu blöd, dass das der rote Rand lt. Text unter Umständen ein Indiz sein kann, und der Jugendliche das Durchladen simuliert hat).

Rainer Zufall
1 Stunde zuvor
Antwortet  Meiomei

„Auch in 14 Jähriger Junge sollte wissen, dass man mit so einem „Spielzeug“ nicht auf der Straße spielt.“
…, sonst wird er von der Polizei erschossen und muss sterben!
Danke für den Erziehungstipp: Gebe ich zu Karneval/ Halloween an meine Neffen und Schüler*innen weiter, dass ihnen bei den falschen – frei erhältlichen – Assesouirs der Tod durch die Polizei droht (augenroll)

Sepp
18 Stunden zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Aber der Junge sah ja älter aus, die völlig legale Softair hatte die gesetzlich vorgeschriebene rote Mündung und er sah bedrohlich (nicht Weiß) aus – selber schuld (augenroll)

Ein Jugendlicher, der polizeibekannt ist, also offenbar schon durch andere Straftaten aufgefallen ist, hantiert auf offener Straße mit einer Waffe, die selbst Polizisten nicht sicher als ungefährlich erkennen können.

Ist er selbst nicht auf die Idee gekommen, dass das in der Öffentlichkeit keine gute Idee ist und sich andere Menschen bedroht fühlen könnten? Oder wollte er einen auf gefährlicher „Gangster“ machen, damit alle vor ihm „Respekt“ haben? Und gab es keine Eltern, die ihm beigebracht hätten, wie dumm sowas ist?

Dann wird er von bewaffneten Polizisten angesprochen und soll die Waffe fallen lassen. Das hat der Jugendliche aber nicht nötig, sondern dreht sich mit erhobener „Waffe“ um. Mal ganz ehrlich, wie dumm kann man sich anstellen?

Im Nachhinein ist man immer schlauer. Aber was hätten Sie hier geschrieben, wenn es eine echte Waffe gewesen wäre, die Polizei nicht gehandelt hätte und andere Menschen getötet worden wären?

Rainer Zufall
1 Stunde zuvor
Antwortet  Sepp

„Ein Jugendlicher, der polizeibekannt ist, also offenbar schon durch andere Straftaten aufgefallen ist, hantiert auf offener Straße mit einer Waffe, die selbst Polizisten nicht sicher als ungefährlich erkennen können.“
Ernsthaft?
…. WENN die Polizei den Jungen erkannte, was nirgends behauptet wird, HÄTTE sie gewusst, dass es eine Softair ist, bevor sie die vorgeschriebene rote Mündung sehen konnten.

„Ist er selbst nicht auf die Idee gekommen, dass das in der Öffentlichkeit keine gute Idee ist und sich andere Menschen bedroht fühlen könnten?“
Er dachte offensichtlich nicht, in Deutschland dafür von der Polizei niedergeschossen zu werden…
Kauft einfach ein Spielzeug und „hantiert“ damit rum. „Hantiert“! Dieses Monster!

Ich_bin_neu_hier
18 Stunden zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

„Wenn er mit dem Rücken zu Ihnen stand, hätten Sie ihn von hinten überwältigen oder sich vorher Deckung suchen können, um sich nicht „bedroht“ zu fühlen. Idioten!“

Ehrlich gesagt frage ich gerade, ob man in der Polizeischule lernt, sich von hinten an bewaffnete Personen heranzuschleichen: Aus Sicht der Polizisten war dieser Mensch a) bewaffnet – die Anscheinswaffe war in der dynamischen Einsatzsituation offenbar nicht als solche zu erkennen – und b) kein „Junge“ mehr – er sah deutlich älter aus. Das ist die Grundlage, auf der in dieser Situation Entscheidungen getroffen werden mussten, und zwar sehr schnell und deshalb genau so, wie es die Ausbildung – zu Recht – nun mal vorsah. Das ist praktisch ein Automatismus, der nicht aufzuhalten war.

Außerdem würde ich gerne einen Ausbilder an der Polizeischule fragen, wie er Rekruten nennen würde, die versuchen, sich von hinten an eine bewaffnete Person anzuschleichen, um sie ohne Schusswaffengebrauch überwältigen zu können – vielleicht „Idioten“?

„Was haben die von dem spielenden Jungen erwartet?“

Das ist völlig irrelevant, sobald der „spielende Junge“ nicht von einer bewaffneten Person zu unterscheiden ist, die auf offener Straße mit einer Schusswaffe hantiert. Es mag Sie zwar überraschen, aber Polizeibeamte sorgen zwar gegebenenfalls unter Einsatz ihres Lebens für unsere Sicherheit – aber sie sind keinesfalls verpflichtet, es ohne zwingenden Grund aufs Spiel zu setzen.
Aus meiner Perspektive hatte die Eigensicherung hier klar Vorrang – ob irgendein Gericht das anders sieht, bleibt abzuwarten: Für mich wäre das schwer vorstellbar, aber ich kenne zugegebenbermaßen nicht sämtliche Details und ich bin auch kein Richter mit der entsprechenden juristischen Ausbildung.

Rainer Zufall
1 Stunde zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

„Ehrlich gesagt frage ich gerade, ob man in der Polizeischule lernt, sich von hinten an bewaffnete Personen heranzuschleichen“
Das frage ich mich auch.
Ist es wirklich das gelernte Vorgehen, eine Person mit einer mutmaßlichen Waffe anzurufen, und wenn sie sich im Reflex umdreht, niederzuschießen?

Schon heftig, da kommt eine Person nicht mehr heil aus dem Polizeikontakt heraus, ist ja schon fast eine Todesfalle für Kinder, wenn Spielzeugwaffen legal verkauft werden 🙁

Aki
17 Stunden zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Laut Münchner

TheTeacher
16 Stunden zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Hier wird mit dem Wissen im Nachhinein argumentiert, dass es eine Softair war. Nach bisheriger Darstellung sahen die Beamten eine täuschend echte Pistole, eine Bewegung wie beim Durchladen und anschließend eine Person, die sich trotz Aufforderung mit erhobener Waffe zu ihnen umdrehte. Einen möglicherweise Bewaffneten „einfach von hinten zu überwältigen“ ist keine realistische sichere Alternative; auch Deckung löst die Situation nicht automatisch, wenn eine mögliche Gefahr für Beamte oder Umstehende besteht.

Auch die Unterstellung, er sei wegen seines „nicht weißen“ Aussehens als gefährlich eingestuft worden, ist durch nichts belegt. Die konkrete Gefahreneinschätzung ergab sich aus der vermeintlichen Schusswaffe und dem geschilderten Verhalten. Eine rote Mündung ist bei Softairs in Deutschland nicht generell vorgeschrieben, und täuschend echte Softairs dürfen als Anscheinswaffen grundsätzlich nicht offen in der Öffentlichkeit geführt werden.

Familie und Kurdisches Zentrum widersprechen der Polizeidarstellung und behaupten, die Waffe habe bereits am Boden gelegen. Ob der Schuss verhältnismäßig und rechtmäßig war, muss und wird selbstverständlich unabhängig geklärt werden. Eine gewisse Zurückhaltung wäre angebracht.

Die beteiligten Beamten pauschal als „Idioten“ zu bezeichnen, ist übrigens nicht nur völlig unsachlich, sondern schlicht beleidigend.

Rainer Zufall
1 Stunde zuvor
Antwortet  TheTeacher

„Hier wird mit dem Wissen im Nachhinein argumentiert, dass es eine Softair war.“
Ja, weil sie als solche zu erkennen war. Wenn die rote Mündung entfernt wäre, würde ich ein anderes Lied singen, aber der Junge hat nichts falsch gemacht, außer sich auf Ansprache umzudrehen und „falsch“ ausgesehen zu haben.

„Auch die Unterstellung, er sei wegen seines „nicht weißen“ Aussehens als gefährlich eingestuft worden, ist durch nichts belegt.“
Ne, der sah aber schon irgendwie alt und bedrohlich durch sein „Hantieren“ aus (also kein Zielen). Garantiert lesen wir noch von solchen Fällen bei Weißen Jugendlichen, die einen auf Gangster machen (augenroll)

„Die beteiligten Beamten pauschal als „Idioten“ zu bezeichnen, ist übrigens nicht nur völlig unsachlich, sondern schlicht beleidigend.“
Nope! Ich sehe keinen Sinn des Vorgehens und bezweifel ernsthaft, dass an der Polizeischule beigebracht wird, Leute anzurufen und dann niederzuschießen, wenn sie sich umdrehen

447
7 Stunden zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Finde ich immer interessant, wenn Blinde (besonders im Kontext „Schusswaffen“) nicht nur von Farbe sprechen, sondern auch gleich ein künstlerisches Gesamturteil abgeben.

„Person mit Schusswaffe von hinten überwältigen“ ist DERART 1980er-Steven-Seagull-Actionfilmklischee, dass man ernsthaft am Realitätsbezug zweifeln muss.

Was kommt als nächstesan absurden Vorschlägen, „ins Bein/Arm schiessen“?

Ich empfehle den Besuch eines Schiessstandes (wo erlaubt auf Bewegziel), dann wissen Sie mehr. Selbst Profis schaffen das nicht zuverlässig.

Richtig ist:
Seit „Solingen“ wirkt es zumindest in den überregionalen Berichten so (ob es wirklich so ist, ist nochmal eine andere Frage), dass die Polizei bei Bedrohung mit lebensgefährlichen Waffen (i.d.R. Messer, Klingenwaffen, selten Schusswaffen) öfter zu schiessen SCHEINT.

Kann ich nur sagen: Richtig so, wenn es so ist. Auch Polizisten müssen nicht sinnlos ihr Leben wegwerfen, weil jemand „FAFO“ spielen will.

Hans Malz
4 Stunden zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Schön Ihre Bewertung eines solchen Einsatzes zu lesen. Wie oft waren Sie schon in einer dereartigen Situation und mussten in Sekundenbruchteilen bewerten, ob Sie zu ihrer Familie nach Hause kommen oder nicht?
Dummes Geschwätz von der Couch, dass können Sie!

unverzagte
2 Stunden zuvor
Antwortet  Hans Malz

Dürfen Ihrer Ansicht nach lediglich persönlich selbst erfahrene Situationen bewertet werden ?

Steißtrommler
1 Stunde zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Was haben die von dem spielenden Jungen erwartet?
Dass er sie, der Aufforderung folgend, FALLEN lässt.
Und wenn jemand mit einer vermutlich scharfen, echten Waffe hantiert, überwältigt man ihn nicht mal so eben von hinten. Deckung gegen eine Schusswaffe zu finden ist auch nicht so einfach, wie es bei James Bond aussieht.
Im Nachhinein ist man immer schlauer.
Dass die Softair-Waffe völlig legal war, ist im Übrigen Ihre Interpretation, oder? Davon lese ich in diesem und anderen Berichten nichts!
Es gibt da durchaus auch andere Möglichkeiten:
Softairwaffen gelten als Spielzeuge, wenn sie unter 0,5 J Geschossenergie zur Verfügung stellen. Aber wenn sie echten Waffen täuschend ähnlich sehen, handelt es sich um Anscheinswaffen, deren Führung in der Öffentlichkeit verboten ist.
Eben um solche wie den berichteten Fall zu verhindern.

Jonas
1 Tag zuvor

Wenn die bewaffnete Polizei mich auffordert eine Waffe niederzulegen, dann lege ich die nieder. Eigentlich ganz einfach. Unverständlich wieso man dem nicht Folge leisten möchte

Rainer Zufall
22 Stunden zuvor
Antwortet  Jonas

„Wenn die bewaffnete Polizei mich auffordert eine Waffe niederzulegen“
Woher wissen Sie, dass es die Polizei ist, sie mit Ihnen redet und dass sie bewaffnet sind?
Bloß nicht umdrehen und schauen, sonst werden sie erschossen

Ich_bin_neu_hier
18 Stunden zuvor
Antwortet  Jonas

„Wenn die bewaffnete Polizei mich auffordert eine Waffe niederzulegen, dann lege ich die nieder.“

Volle Zustimmung. Das Problem war hier vermutlich, dass der Junge die Situation so schnell gar nicht einschätzen konnte – in diesem Szenario hatte er dazu keine Zeit – und dass die Waffe aus seiner Sicht nicht gefährlich war. Möglicherweise ist er sich nicht bewusst gewesen, wie sein Verhalten wirken würde, als er die denkbar schlechteste mögliche Reaktion gezeigt hat:

„Doch der Jugendliche habe sich mit erhobener Waffe in der Hand umgedreht.“

GAME OVER.

S.B.
1 Tag zuvor

Die Überschrift klingt wie wenn die Polizei die größere Schuld hat. Besser so: Schüler hantiert mit Softair-Pistole und wird von der Polizei niedergeschossen.

Heinz
20 Stunden zuvor
Antwortet  S.B.

Ich verstehe überhaupt nicht, warum hier überhaupt das Wort „Schüler“ benutzt wird. Hier hätte es auch das Wort Jugendlicher stattdessen getan. Wenn ich das richtig lese, hatte die ganze Sache mit Bildung, Schule und Schülern eigentlich garnichts zu tun, außer, dass man in dem Alter in der Regel Schüler ist.

Susanne M.
1 Tag zuvor

Nun ja, es tut mir Leid, dass der Junge verletzt wurde, doch das ist eher ein Fall von “ selber schuld“ Wenn die Polizei einen auffordert, etwas zu tun, sollte man das tun. Ich hoffe, dass der Jugendliche etwas daraus gelernt hat und nicht etwa nur “ Fame“ draus macht: Ich bin so cool und habe mir ein Feuergefecht mit den B* geliefert..?

Rainer Zufall
22 Stunden zuvor
Antwortet  Susanne M.

„Nun ja, es tut mir Leid, dass der Junge verletzt wurde, doch das ist eher ein Fall von “ selber schuld“
Nice! Kinder müssen schon lernen, sich nicht umzudrehen, wenn jemand ruft, sonst dürfen sie sich nicht wundern, wegen eines stinknormalen Spielzeuges niedergeschossen zu werden

Steißtrommler
1 Stunde zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Interessant, welche Spielzeuge bei Ihnen so als stinknormal durchgehen.
Sind Sie in der Bronx aufgewachsen? Oder in Chicago?

447
2 Stunden zuvor
Antwortet  Susanne M.

Tatsächlich könnte man auf einen ganz einfachen Gedanken kommen:
Wenn jemand (egal was für eine Person und egal woher) im gesamten bewussten Erleben NIE gelernt hat, dass Verhaltensweisen möglicherweise Konsequenzen haben – dann steigt natürlich auch das Risiko, sich in einer tatsächlich gefährlichen Situation entgegen „offizieller“ Anweisungen so zu verhalten, wie man das gerade subjektiv in dem Moment für richtig hält.

Und das kann in (seltenen) Extremsituationen (Unfallgefahr z.B.) eben zu massiven Gefahrenlagen führen. In dem Fall für die Person selbst.

Michael Thomas
2 Stunden zuvor

Tragischer Fall. Unter anderem wegen solcher Situationen ist das Führen einer Anscheinswaffe in der Öffentlichkeit verboten. Warum läuft man damit herumfuchtelnd über die Straße? Das ist einfach nur dumm.