HEIDENAU. Stolpersteine sind vielerorts Schülerprojekte: Jugendliche recherchieren die Biografien von Menschen, die von den Nationalsozialisten verfolgt, deportiert oder vertrieben wurden, suchen nach Angehörigen und bereiten gemeinsam mit Lehrkräften und lokalen Initiativen die Verlegung der Gedenksteine vor. So war es auch im sächsischen Heidenau. Doch dort hat der Stadtrat nun beschlossen, künftig keine weiteren Stolpersteine im öffentlichen Straßen- und Gehwegbereich zuzulassen. Der Antrag wurde gemeinsam von Vertretern der CDU und der AfD eingebracht – er beendet abrupt eine Form der Erinnerungsarbeit, für die sich Schülerinnen aus der Region über Jahre engagiert haben.

Maximilian Reiner und seine Frau Elsa führten ein Kaufhaus in der Bahnhofstraße 10 in Heidenau, das größte und einzige der Region. Dann wurde die jüdische Familie zum Ziel der nationalsozialistischen Verfolgung. Nach den Novemberpogromen wurde Maximilian Reiner am 11. November 1938 verhaftet. Nach wenigen Tagen kam er zwar wieder frei, sein Kaufhaus musste er jedoch zwangsweise verkaufen. Die Familie zog nach Berlin. Dort musste Reiner Zwangsarbeit leisten und war weiteren Drangsalierungen ausgesetzt. Schließlich kam er in ein sogenanntes Judenhaus. Am 7. Januar 1944 wurde er in das Ghetto Theresienstadt deportiert.
Mehr als sieben Jahrzehnte später begannen Schülerinnen des Herder-Gymnasiums im benachbarten Pirna, die Geschichte der Reiners zu rekonstruieren. Im September 2020 startete die Aktion Zivilcourage am Herder-Gymnasium ein Ganztagsangebot zum Thema Nationalsozialismus. Die Jugendlichen entschieden sich, den Geschichten von NS-Verfolgten aus ihrer eigenen Region nachzugehen.
Mehr als zwei Jahre beschäftigten sie sich mit der Familie Reiner. Sie recherchierten die Biografien der Familienmitglieder und suchten nach Angehörigen. Die Schülerinnen wollten die Geschichte der Familie nicht nur aufarbeiten, sondern auch dauerhaft an sie erinnern. Sie entschieden sich für Stolpersteine am früheren Wohn- und Geschäftsort der Reiners, bereiteten die Verlegung vor und stellten ihren Antrag im Juli 2022 selbst im Heidenauer Stadtrat vor.
Im Februar 2023 war es schließlich so weit: Gunter Demnig, der Initiator des Stolperstein-Projekts, verlegte vier Steine vor dem ehemaligen Kaufhaus in der Bahnhofstraße. Sie erinnern an Maximilian und Elsa Emmÿ Reiner sowie ihre Kinder Horst Wilhelm und Käthe. Die Schülerinnen stellten bei der Verlegung vor, was sie über das Leben und die Verfolgung der Familie herausgefunden hatten.
„Für Überlebende der Nazi Konzentrations- und Vernichtungslager ist dies ein weiterer Versuch, die Erinnerungskultur in Deutschland zu bedrängen“
„Erst durch das Projekt haben wir uns intensiver mit der Geschichte unserer Region auseinandergesetzt“, berichtete eine der Schülerinnen anschließend der Aktion Zivilcourage. In der Schule lerne man zwar auch viel über den Nationalsozialismus, „aber erst in der AG haben wir konkret auf unsere Umgebung geschaut und uns mit den Familien beschäftigt, die damals hier gelebt haben. Das hat mich schon sehr bewegt.“
Bei diesen vier Steinen sollte es nicht bleiben. Das Alternative Kultur- und Bildungszentrum Sächsische Schweiz beantragte die Verlegung von sieben weiteren Stolpersteinen in Heidenau. Die Steine und die Arbeiten für ihre Verlegung sollten aus Spenden finanziert werden.
Doch dazu wird es nun nicht kommen. Der Stadtrat beschloss am Donnerstagabend, künftig keine weiteren Stolpersteine im öffentlichen Straßen- und Gehwegbereich zuzulassen. In geheimer Abstimmung votierten 13 Stadträte dafür, sechs dagegen, einer enthielt sich. Den Antrag hatten Vertreter von CDU und AfD gemeinsam mit dem Bündnis Oberelbe für mehr Demokratie eingebracht.
Die parteilose Bürgermeisterin Conny Oertel betont, dass damit nicht das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus infrage gestellt werde. „Wir in Heidenau wollen gedenken. Gestern ging es nur um die Art und Weise des Wie?“, sagte sie dem MDR. Einige Stadträte hätten sich gegen Stolpersteine ausgesprochen, weil auf ihnen herumgelaufen werde oder weil sie beschädigt werden könnten. Stattdessen soll das Gedenken künftig vor allem auf dem Nordfriedhof stattfinden.
Die Stadtverwaltung selbst hatte dem Stadtrat allerdings empfohlen, den Antrag abzulehnen. Das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und anderer Gewaltherrschaften solle weiterhin sichtbar und wahrnehmbar im öffentlichen Raum stattfinden. Eine zentrale Gedenkstätte auf dem Nordfriedhof könne bestehende Formen des Erinnerns ergänzen, aber nicht ersetzen.
Die Zusammenarbeit von Christdemokraten und Stadtratsmitgliedern der AfD, deren sächsischer Landesverband vom Landesamt für Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft wird, sorgt bundesweit für Schlagzeilen. Besonders scharf reagiert das Internationale Auschwitz Komitee, ein Zusammenschluss von Auschwitz-Überlebenden und ihren Organisationen. Dessen Exekutiv-Vizepräsident Christoph Heubner bezeichnet den Beschluss als einen „durchsichtigen und schäbigen Versuch, Heidenauer Opfer der Nazis erneut aus der Stadt hinauszuwerfen“. Dass CDU-Abgeordnete der AfD „zu solchen Schäbigkeiten die Hand reichen“, sei ein Skandal.
„Stolpersteine sind eine tägliche Nachricht, sie provozieren und erinnern an das, was in Deutschland nie mehr geschehen darf. Dass die AfD sie verschwinden lassen will, ist nicht verwunderlich“
Weiter erklärt er: „Für Überlebende der Nazi Konzentrations- und Vernichtungslager ist dies ein weiterer Versuch, die Erinnerungskultur in Deutschland zu bedrängen: Stolpersteine sind eine tägliche Nachricht, sie provozieren und erinnern an das, was in Deutschland nie mehr geschehen darf. Dass die AfD sie verschwinden lassen will, ist nicht verwunderlich. Dass die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in allen Städten Deutschlands dies verhindert – das ist die Bitte und die Hoffnung der Überlebenden und ihrer Nachkommen.“
Die Entscheidung in Heidenau betrifft eine Form des Gedenkens, die sich inzwischen in weiten Teilen Europas verbreitet hat. Nach Angaben der Stiftung liegen 116.000 Stolpersteine in mehr als 1.860 Kommunen in 31 europäischen Ländern, die meisten davon in Deutschland. Das von Gunter Demnig initiierte Kunstdenkmal ist damit das größte dezentrale Mahnmal der Welt.
An vielen Orten sind Schulen an den Projekten beteiligt. Die Stiftung unterstützt Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler bei der Recherche nach NS-Verfolgten und ihren Angehörigen und bei der Vorbereitung der Verlegungen. Ein einheitliches Unterrichtskonzept dazu gibt es bewusst nicht: Die Projekte unterscheiden sich je nach Schulform, Jahrgangsstufe, Fach, Lerngruppe und der Geschichte der Menschen, an die erinnert werden soll.
Wie an die der Reimers. Die nationalsozialistische Verfolgung hatte der Familie ihre Existenz genommen und sie schließlich auseinandergerissen. Maximilian Reiner verlor sein Kaufhaus, musste Zwangsarbeit leisten und wurde 1944 nach Theresienstadt deportiert. Seine Frau Elsa hatte sich zuvor unter wachsendem Druck von ihm scheiden lassen. Sohn Horst war bereits 1938 nach Shanghai geflohen. Tochter Käthe blieb in Deutschland, erhielt Berufsverbot und wurde zur Arbeit in einer Spinnerei verpflichtet. Ihre Deportation war für Anfang März 1945 vorgesehen; dazu kam es nicht mehr.
Alle vier überlebten die NS-Zeit. Zusammen fand die Familie nicht mehr. Maximilian Reiner starb kurz nach seiner Ankunft in den USA, wohin er auswandern wollte. News4teachers
Hier gibt es für Lehrkräfte Informationen und Unterrichtsmaterialien zu Stolperstein-Initiativen.










Die CDU ist doch lieb und verteilt lecker BeamtInnen Stellen!
Es gibt Sachen, die verstehe ich einfach nicht.
So eine Forderung aus der AfD heraus überrascht hier vermutlich niemanden. Da ist der rechte Rand eben weit mehr als eine Randerscheinung und derartige Forderungen erwartbar.
Aber was die CDU aktuell reitet, das verstehe ich einfach nicht. Da scheint jeder Kompass verloren gegangen zu sein.
FALSCH!
1983 (ja, lange her) das Rückkehrförderungsgesetz mit dem von Helmut kohl erklärten Ziel, die Zahl der Türken in Deutschland um 50 Prozent reduzieren.
Die inhaltliche Kernidee – dass Einwanderung zeitlich begrenzt sein sollte und der Staat die Rückkehr aktiv steuern oder forcieren darf – war über Jahrzehnte hinweg konsensfähiges Programm von CDU und CSU.
Für weite Teile der CDU/CSU (insbesondere die CSU, die ostdeutschen Landesverbände und die wirtschaftsliberalen Flügel) sowie für die gesamte AfD ist der „kulturelle Gegner“ das links-progressive Milieu.
Bei der Erinnerungskultur speisen sich die Gemeinsamkeiten vor allem aus dem klassischen, bürgerlich-konservativen Geschichtsverständnis, das die Union in der Vergangenheit pflegte und das die AfD heute in einer radikalisierten Form für sich beansprucht.
Von der „Gnade der späten Geburt“ bis zu den Debatten um das Holocaust-Denkmal – das war alles VOR der AfD…
Die CDU hat eine Menge Themen liegengelassen und der AfD zum „bewirtschaften“ gegeben.
Aber wenn die CDU sich jetzt genau das Thema „Gedenken wollen wir eigentlich nicht“ zurückholen will, dann hat diese Partei keinerlei Kompass mehr und holt sich genau das zurück, bei dem man froh sein sollte es überwunden zu haben.
„Bei der Erinnerungskultur speisen sich die Gemeinsamkeiten vor allem aus dem klassischen, bürgerlich-konservativen Geschichtsverständnis,“
Haben die etwa kein objektives, wissenschaftliches Geschichtsverständnis? 🙂
„Aber was die CDU aktuell reitet, das verstehe ich einfach nicht. Da scheint jeder Kompass verloren gegangen zu sein.“
Das durch Wissenschaft und Wahlergennksse widerlegte fischen am rechten Rand?
Am rechten Rand zu fischen ist Blödsinn, den Rand soll man am Rand liegen lassen.
Nur hat die CDU den Fehler gemacht, nicht den „rechten Rand“ recht liegen zu lassen, sondern eine völlig irre linksbizarre Vorstellung von „rechten Rand“ zu übernehmen und dabei jede Menge Themen der politischen Rechten auch hinter die Brandmauer zu schieben.
Am extremsten in der Migrationspolitik, wo auch die CDU sich phasenweise geweigert hat auch nur zu versuchen zwischen Flucht (unbedingte Aufnahme) und Migration (Aufnahme nach klaren Kriterien) zu unterscheiden. Mindestens hat sie diesen Eindruck erweckt und Merkel hat sich dafür von Leuten feiern lassen, die eigentlich Dauerfeinde der CDU waren.
Mit der Folge, dass die CDU ihr Profil verloren hat und keine Volkspartei mehr ist. Wie kommt man zurück? Ich vermute garnicht, die CDU halte ich (leider) für erledigt. Aber wenn, dann muss die CDU rechte Themen wieder für sich gewinnen. Und der erste Schritt dabei wäre wieder lernen zu unterscheiden zwischen „rechts“ und „rechtsextrem“.
Und das geht nur, wenn wenigstens die CDU kapiert, das der „Kampf gegen Rechts“ keinen Kampf gegen Extremismus beschreibt. Aber man sieht halt immer wieder, dass auch führende CDU-Politiker die Unterscheidung „Rechts“ und „Rechtsextrem“ nicht mehr hinbekommen.
Statt dessen kommen solche problematischen Initiativen.
„den Rand soll man am Rand liegen lassen“
Meiner Meinung nach ein entschiedenes Nein, aber durch Kopieren kann man die Menschen dort nicht für sich gewinnen.
„[…] sondern eine völlig irre linksbizarre Vorstellung von „rechten Rand“ zu übernehmen“
Achja: Keine Partei rechts der CSU, oder welche linksextreme Vorstellung meinen Sie? 😉
„Am extremsten in der Migrationspolitik“
Ist es nicht seltsam, dass Sie die härtesten Verschärfungen seit über 30 Jahren von der Union durchgesetzt wurden und es am Ende nur die AfD stärkt? DAS meine ich ja mit dem stumpfen Kopieren der Rechtsextremen.
War aber auch echt un-CDU von Frau Merkel, geltendes Recht nicht zu brechen, wenn andere Länder es tun 😉
„Mit der Folge, dass die CDU ihr Profil verloren hat und keine Volkspartei mehr ist.“
Fast so, als wäre Migration kein zentrales Thema einer Volkspartei, sonder ein Bereich mit Problemen – wie jeder andere auch – der von Rechtsextremen zum Kernthema der letzten Jahre ernannt wurde. Und jetzt „wundern“ wir uns alle, dass es nicht mehr Wohnungen, stärkere Wirtschaft, Klimaschutz für unsere Schwächsten und die Zukunft unserer Kinder oder bezahlbare (Energie-)Preise gibt…
„Statt dessen kommen solche problematischen Initiativen.“
Zustimmung, wobei besonders die Zusammenarbeit mit der AfD hier genau die Normalisierung einer gesichert rechtsextremen Partei betreibt – der Anlass der Zusammenarbeit ist foreshadowing, dass mit der AfD nichts Gutes zu erwarten ist -__-
Ich pick mir nur eine Sache raus auf die ich eingehe:
„die härtesten Verschärfungen seit über 30 Jahren von der Union durchgesetzt wurden und es am Ende nur die AfD stärkt“
Genau das ist die Dummheit die auch die CDU übernommen hat.
Die CDU verliert, weil das Vertrauen in diese Partei wegbricht. Warum ist das weg? Weil die CDU sich seit Jahrzehnten weigert ein tragfähiges Konzept zur Migration zu entwickeln. Erst hat die CDU lange behauptet, Deutschland sei kein Einwanderungsland (entgegen der klar erkennbaren Wirklichkeit), dann hat sie das exakte Gegenteil davon praktiziert. Und von den Wählern erwartet, diesen plötzlichen Schwenk mitzugehen.
Dazu kommt, dass die CDU nicht einen Gedanken daran verschwendet hat, wie man das Ganze eigentlich gestalten könnte. Dazu nur ein Beispiel: Bis heute hat unsere Schule z.B. kein Konzept wie wir mit Kindern ohne Sprachfähigkeiten umgehen sollen. Wir müssen darauf vertrauen, dass es so wenige sind, so dass die Zeit in Unterricht ausreicht.
Und ähnliches gibt es in vielen anderen Themen auch, die Liste ist lang geworden.
So eine Arbeitsverweigerung hat Folgen für das Vertrauen. Und verlorenes Vertrauen kann man nicht ersetzen, indem die CDU hirnlos irgendwas von der AfD übernimmt.
Wer glaubt, auf diese Weise Wähler „steuern“ zu können, der projiziert einfach den eigenen Mangel an Urteilskraft auf andere.
Sie sehen das alles natürlich nicht, weil sie ein totaler Negativ-Fan der AfD sind und politisch über nichts anderes als die AfD nachdenken.
„Ich pick mir nur eine Sache raus auf die ich eingehe“
Stimmt wohl…
„sondern eine völlig irre linksbizarre Vorstellung von „rechten Rand“ zu übernehmen und dabei jede Menge Themen der politischen Rechten auch hinter die Brandmauer zu schieben.
Am extremsten in der Migrationspolitik, wo auch die CDU sich phasenweise geweigert hat auch nur zu versuchen zwischen Flucht (unbedingte Aufnahme) und Migration (Aufnahme nach klaren Kriterien) zu unterscheiden. Mindestens hat sie diesen Eindruck erweckt und Merkel hat sich dafür von Leuten feiern lassen, die eigentlich Dauerfeinde der CDU waren.“
„Warum ist das weg? Weil die CDU sich seit Jahrzehnten weigert ein tragfähiges Konzept zur Migration zu entwickeln.“
Schon krass, ich dachte, die Bevölkerung würde sich über Benzinpreise aufregen, Wohn- und Energiekosten, Klimawandel und dessen immenesn Kosten für alle, eine konkurrenzfähige Wirtschaft, Digitalisierung, Bildungs-, Gesundheitssystems- und Pflegekrise, aber nope!
Meine Fresse, werden die Menschen mit der AfD zufrieden sein, wenn die nichts besser zu machen versuchen, während alles schlimmer wird, wärend sie brutal auf die Schwächsten schlagen – Trump lässt grüßen.
Wer wird eigentlich als Nächstes schon immer an allem Schuld gewesen sein? Geht es zuerst gegen Arme, Menschen mit Behinderung und Frauen oder sind die Deutschen wieder bereit, gegen… „Globalisten“ und „Finanzeliten“ (natürlich nur jene einer bestimmten Religion) vorzugehen?
Klingt überzogen, klar, aber erwarten jemand allen erstens gute Finanz- und Wirtschaftspolitik von Rechtsexremen, die als erstes die günstigsten Energielieferanten „der Schande“ abreißen wollen?
Ich erwarte von der AfD keine Lösungen, sondern nur, das viele Fehler umgekehrte Vorzeichen bekommen. Und das die Anhänger der AfD das sehr positiv aufnehmen werden.
Aber der Punkt ist: Sie sind dermaßen fixiert auf „AfD ist doof“, dass Sie daneben keinerlei Analysefähigkeit mehr haben und einfach nicht verstehen können was gerade passiert.
„Aber der Punkt ist: Sie sind dermaßen fixiert auf „AfD ist doof“, dass Sie daneben keinerlei Analysefähigkeit mehr haben und einfach nicht verstehen können was gerade passiert.“
Und nur, weil die keine Antwort auf irgendwas haben, außer alles schlechter zu machen… Bin aber auch nicht deren Wahlklientel: ich fordere günstigere und mehr Wohnungen, eine nachhaltige, starke Wirtschaft, Sicherheit auch für Frauen, Jüdinnen und Juden, PoC und andere Minderheiten, mehr Ressourcen für Bildung und Kommunen – also absolut nichts, was die AfD interessiert
„ich fordere günstigere und mehr Wohnungen, eine nachhaltige, starke Wirtschaft, Sicherheit auch für Frauen, Jüdinnen und Juden, PoC und andere Minderheiten, mehr Ressourcen für Bildung und Kommunen“
Glauben Sie wirklich, es gäbe (von wenigen Spinnern mal abgesehen) Leute im Politikbetrieb, die folgendes wollen:
„teurere und weniger Wohnungen, eine selbstzerstörende, schwache Wirtschaft, Gefährung für Frauen, Jüdinnen und Juden, PoC und andere Minderheiten, und weniger Ressourcen für Bildung und Kommunen“
Ich weiß, dass Sie argumentativ nicht sehr sattelfest sind, aber glauben Sie das wirklich?
Sonst ergibt Ihr Kommentar keinen Sinn.
AfD-Wahlprogramm nicht gelesen? 😉
Wohnungen – Bürokratieabbau (hat die letzten Jahrzehnte schon viel gebracht)
eine nachhaltige, starke Wirtschaft – weg mit diesem doofen, günstigen Strom https://www.deutschlandfunk.de/wir-reissen-alle-windraeder-nieder-afd-wirbt-fuer-ende-der-bisherigen-klimapolitik-100.html
mehr Abhängigkeit von Diktaturen, keine Subventionen mehr https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/ulrike-schielke-ziesing/fragen-antworten/die-afd-fordert-die-abschaffung-der-agrarsubventionen-aber-was-ist-der-konkrete-plan-anstelle-des
Aber bestimmt bringt es die Wirtschaft nach vorn…
https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/721493/wirtschaftsverbaende-sprechen-afd-loesungskompetenz-ab
Sicherheit für Frauen – https://www.sueddeutsche.de/kultur/frauenbild-der-afd-grundsatzprogramm-mutter-wirtschaft-1.6343581?reduced=true
über das Recht über den eigenen Körper muss man da gar nicht erst anfangen
Judentum in Deutschland – https://www.juedische-allgemeine.de/politik/wehe-den-juden/
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-antisemitismus-gehoert-laut-studie-zum-programmatischen-kern-der-partei-a-ee57381b-a3c2-4910-a69e-d68e0bac8f73
Wenn die berechtigte Kritik an der Berliner Linken aufrgund derer Kontakte schon so schallend laut war, kaum auszudenken, was die Leute über die AfD denken…
weniger Ressourcen für Bildung – https://www.deutschlandfunk.de/afd-bildungspolitik-sachsen-anhalt-schulen-wahlprogramm-100.html Aber bestimmt gehen jetzt alle Forist*innen auf die Barrikaden, die „richtige“ Inklusion wünschten und nicht heimlich auf deren Abschaffung hofften.
Aber mit „weniger Hitler, weniger Bismarck“ oder der Leugnung des Klimawandels und der Wissenschaften können sich die Regelschüler*innen auch nicht mehr der Anerkennung ihres biodeutschen Schulabschlusses sein. Aber der Abbau der Schulen passt immerhin praktisch den Daheimlernern, die schon nie etwas auf Wissenschaft, Sozialisation etc. gaben…
und Kommunen – https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/windraeder-solar-strom-ost-afd-kommunen,energiewende-mifri-100.html
darf halt nicht wirtschaftlich sein, sondern muss zur Ideologie passen (wer hätte es gedacht)
Also ja, ich glaube wirklich, dass es solche Menschen gibt, die Sie als „Spinner“ bezeichnen, und es sind nicht wenige
Nein, nicht schäbig. Ich fand es immer ein bisschen unschön, wenn Leute auf diesen Steinen „herumtrampeln“. Ich mache immer einen Schritt drüber weg. Aus Respekt. Aber ist schon vorgekommen, dass ich einen zu spät gesehen habe. Insofern verstehe ich es. Ist halt nur doof, dass das jetzt ausgerechnet CDU und AfD gemeinsam beschlossen haben.
Aber genau darum geht es doch! Sie sollen drüber stolpern.
„Drüber stolpern“ doch nur Menschen mit Gewissen, die anderen „latschen“ gedankenlos drauf rum, manche sogar absichtlich!
Jaja, garantiert haben Sie das erst Letztens beobachtet (gähn)
Antisemitismus und rechte Stimmungsmache gegen Stolpersteine gibt es alles nicht nur im Osten! Das gibt es sogar bei Ihnen, vor Ihrer Haustür.
Pforzheim: Judenfeindliche Beschimpfungen bei Stolperstein-Verlegung – DER SPIEGEL
Antisemitismus im Wahlkampf: »Schabbat schalom, jetzt gibt’s AfD« | Jüdische Allgemeine
Es ist schon sehr interessant, wenn man mit offenen Augen durch die Straßen geht. Nach meinen Beobachtungen versuchen einige Menschen (aus Anstand), nicht auf diese Steine zu treten, viele beachten diese gar nicht, die versuchen eher, den vielen Hundehaufen hier in Berlin z. B., auszuweichen. Ich habe bisher nur ganz, ganz selten Menschen gesehen, die versucht haben, die Informationen auf den Steinen zu lesen, sich also zu informieren. Das ist in einer belebten Straße auch fast unmöglich, wie selbst oft feststellen musste. Man kann, ohne sich tief zu bücken und anderen im Weg zu stehen, kaum entziffern, was dort steht. Das ist auch ein Grund dafür, dass ich Info-Tafeln an den Häusern besser finden würde. Die könnte man besser lesen, wenn man es möchte.
„Antisemitismus und rechte Stimmungsmache gegen Stolpersteine gibt es alles nicht nur im Osten!“
Missverständnis, ich bezog mich auf frühere Behauptungen (unter anderem Namen), sowas „erst Letztens gesehen“ zu haben.
Ein lesenswerter Artikel! Ist schon interessant, dass sich die Gegner*innen und Antisemit*innen nicht darauf freuen, auf den Steinen herumtreten zu können, sondern deren Existenz aus der Öffentlichkeit verbieten wollen. Die Stolpersteine TREFFEN genau da, wo Gedenktafeln am Friedhof niemanden erreichen.
„as ist auch ein Grund dafür, dass ich Info-Tafeln an den Häusern besser finden würde.“
Die Hauswände gehören nicht der Gemeinde und Ihre Argumente von Beschimpfungen wie im Artikel oder potenzielle Schmierereien würden hier ebenso zutreffen – denke nicht, dass Antisemit*innen sich hier plötzlich respektvoll verhalten.
https://www.pz-news.de/pforzheim_artikel,-Zwei-Vorfaelle-in-zwei-Wochen-Shoa-Denkmal-am-Pforzheimer-Gueterbahnhof-erneut-beschmiert-_arid,2287826.html
Die will man dann als Nächstes abschaffen, nehme ich an? -___-
Die, die es absichtlich tun, „polieren“ die Steine aber! Das heißt, ein Ekel-Nazi unterstützt damit die Sache sogar noch.
Sorry, das sehe ich anders. Aber man kann auch hier, wie in vielen Dingen, unterschiedlicher Meinung sein.
In unserer Sprache gibt es den Begriff „etwas mit Füßen treten“:
etwas jemanden mit Fuessen treten – Redensarten-Index
Wahrscheinlich habe ich da meine Erziehung aus der Kindheit zu sehr verinnerlicht.
In bestimmten (vielen) Kulturen gilt der Schuh als Zeichen der Unreinheit und in einigen als Zeichen der Verachtung:
Interkulturell: Schuhe sind unrein! – Persophonie: Kultur-Geschichte
Aus diesen Gründen kann ich mich nicht so recht mit den Stolpersteinen anfreunden. Die Absicht, an die Menschen zu erinnern, finde ich richtig und wichtig – würde aber Stelen (wie in München) oder Tafeln an den Häusern besser finden, da man diese nicht mit Füßen treten kann.
„In unserer Sprache gibt es den Begriff „etwas mit Füßen treten“:“
Auch das Wort „stolpern“ – könnte etwas mit der Initiative zu tun haben.
Aber um bei Ihren Ansatz zu bleiben, können wir auch über „Friedhofsstille“, „Friedhofsschändung“, „Judenfriedhof“ und „trauern“ reden, ob diese im Sinne der Initiative und der jüdischen Gemeinde sind :/
Geht mir ebenso. Ich fände Gedenktafeln an den Wohnhäusern auch besser, macht man ja bei berühmten Menschen auch: „Hier lebte … von – bis“ (zB.Goethe, Luther…) Das auf den Friedhof zu beschränken wirkt für mich eher wie „aus den Augen, aus dem Sinn“. Das die AfD das so möchte, ist klar. Aber die CDU auch?
Die Hauswände gehören aber nicht unbedingt der Gemeinde
Da wäre es doch interessant zu wissen, warum so mancher (jetzige) Eigentümer des Hauses, diese Tafeln an seinem Haus nicht möchte?
Also Gedenken ist nun nicht Aufgabe der Gesellschaft, sondern hängt vom guten Willen von Hauseigentümer*, Vermieter*innen und Mietgesellschaften ab – cool!
„Da wäre es doch interessant zu wissen, warum so mancher (jetzige) Eigentümer des Hauses“
Nicht wirklich. Wenn Antisemit*innen oder sonstige dagegen sind, wird den Opfern nicht gedacht – Ihre Ansichten diesbezüglich sind hier deutlich interessanter und aufschlussreicher
Dann macht man es wie in München und stellt Stelen zur Erinnerung auf.
Stelen statt Stolpersteine
Bin gespannt und drücke die Daumen, dass die Menschen hier genau so drüber „stolpern“ (und auch Hauseigentümer*innen hier Bereitschaft zeigen, wenn es gerade niemand Berühmtes war)
Der Gedanke ist aber, dass sie poliert werden, wenn man auf ihnen „herumtrampelt“, so dass man sie dann besser sehen kann und noch mehr Menschen über sie „stolpern“, d.h. sie bemerken. Es ist quasi doppelt schlau, diese „Steine“ als Gedenkstätten zu nutzen.
Ich finde die Idee grandios. Und Gedenktafeln lassen sich gar nicht überall dort anbringen, wo die Menschen lebten. In der Stadt, in der ich arbeite ist das jedenfalls so.
Sollten nicht die Betroffenen entscheiden, ob sie das okay finden?
Die Betroffenen, für die die Stolpersteine stehen, kann man nicht mehr befragen!
Nachkommen sind auch Betroffene.
Mit Füßen getreten? Jüdische Kritik an „Stolpersteinen“ | evangelisch.de
Es gibt eben auch zu diesen Stolpersteinen verschiedene Ansichten, auch von den Nachkommen.
Stolperstein-Streit in München geht weiter: Angehörige von NS-Opfern klagen
Stolpersteine in München verlegt: Gedenken an jüdische Opfer in Goethestraße – München – SZ.de
Die Rechtsextremen in Deutschland stimmen der einen Ansicht vehement zu, bei der anderen schimpfen sie und fordern Verbote…
Könnte die Entscheidungsträger*innen in der Politik mal nachdenklich machen…
Aber DANK der Stolpersteine werden ja andere Gedenkmodelle nun erlaubt, sogar politisch gefördert – weiter so 🙂
Besonders die, die nie geboren wurden.
Verstehe Ihren Beitrag nicht, muss ich aber wohl auch nicht.
Das finde ich bedenklich. Wenn die Nachkommen der Opfer auch noch „Opfer“ sind, sind die Nachkommen der Täter dann auch noch „Täter“? Was sonst soll „Betroffene“ bedeuten? Aber ersetzen Sie es meinetwegen durch „verantwortlich“. Bin ich verantwortlich für das, was meine Großeltern taten? Ich fände, das würde an Sippenhaft grenzen.
Dass es sie betrifft, auch wenn es keine Opfer sind:
Hinterbliebene, Vereine, Engagierte etc.
„Bin ich verantwortlich für das, was meine Großeltern taten?“
Nein, Sie können bereits schon Verantwortung zeigen, indem Sie Gedenken nicht mit Sippenhaft gleichsetzen, Betroffenen unterstellen, sie würden sich als „Opfer“ bezeichnen und mit den Konsequenzen leben, die sich aus den Taten der Großelterngeneration stellen
Bedenklich ist vielmehr der klägliche Versuch, sich von jeglicher Geschichte abkoppeln zu wollen. Wie soll das gehen? Selbstverständlich bin ich von der Art und Weise, wie meine Vorfahren gelebt und gestorben sind betroffen. Es sei denn, ich weise jegliche Verbundenheit von mir, aber das grenzt an Selbstbetrug.
STOLPERSTEINE empfiehlt, Kontakt mit den Angehörigen aufzunehmen, ja.
Nicht selten sind auch engagierte Vereine bei der Verlegung anwesend.
„Im Fall der am Kupferhammer in einem Lager Internierten hat dies auch Udo Freisenich vom Vorstand der Deutsch-Russischen Gesellschaft getan. Vor allem die Kinder betreffend sei dies sehr schwierig. „Oft kann man es nur über die Sterbeurkunde der Eltern herausfinden.“ “
https://www.pz-news.de/pforzheim_artikel,-Hinweise-auf-NS-Verfolgte-Weitere-Stolpersteine-in-Pforzheim-verlegt-_arid,2351604.html
Nationalstolz ist, wenn Tausende hier im Land auf die Straße gehen und gegen Menschenfeindlichkeit demonstrieren!
Liebenswürdig macht es die Deutschen, dass sie nach Generationen noch ein so starkes Anliegen zeigen, diese Zeit aufzuarbeiten und nie wieder geschehen zu lassen.
In beiden Fällen fühle ich mich gut als Deutscher und nicht, wenn ich zum morgendlichen singen vor der Fahne genötigt werde und die dunklen Kapitel der Geschichte verdrängen und umgehen soll.
„…fühle ich mich gut als Deutscher…“ – Sorry, bei solchen Aussagen fühle ich mich nicht gut, als Deutscher! Das hat was von deutscher Überheblichkeit (für mich), nach dem Motto: „Seht her, wir sind jetzt die Guten! Alle anderen sollten sich an uns ein Beispiel nehmen!“ Das kommt nicht überall gut an, dieses deutsche oberlehrerhafte Belehren/ Moralisieren. (Aber das ist nur mein persönliches seltsames Empfinden).
Übrigens: Hätten Sie geschrieben: „In beiden Fällen fühle ich mich gut.“ ohne Ihren Zusatz: „als Deutscher.“ wäre der Satz, für mich, okay gewesen.
„Seht her, wir sind jetzt die Guten! Alle anderen sollten sich an uns ein Beispiel nehmen!“
Erinnert Sie zu sehr an die DDR?
Und da regt sich die CDU und die Springer-Presse über angeblichen Antisemitismus der Linken auf.
Ich feiere den linken Wahlsieg, aber bestimmte Ereignisse aus Neukölln, ich mag die Martha dort sehr, gehen zu weit! Jede Person muss sich sicher fühlen!
„über angeblichen Antisemitismus der Linken auf.“
Die Präsidentin des Internationalen-Auschwitz-Komitees und der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland sehen das nicht als „angeblich“ an. Kann man in der Jüdischen Allgemeinen nachlesen.
Die Jüdische Allgemeine bezeichnet jeden als Antisemiten, der nicht bei Drei auf dem Baum ist.
So wurde in der Vergangenheit auch Sigmar Gabriel von der Jüdischen Allgemeinen Antisemitismus vorgeworfen. Später wurde er hingegen vonm Internationalen-Auschwitz-Komitee geehrt.
Viele jüdische Organsiationen halten Kritik an Israel und Antisemitismus nicht auseinander.
Letzteres stimmt, aber es wird leider auch jede Kritik an fehlender Integration gerne als Rassismus bezeichnet, da müsste generell verbal abgerüstet werden! Bestimmte Ereignisse in Neukölln gehen aber nicht, bei aller Sympathie für diese Partei!
„jede Kritik an fehlender Integration gerne als Rassismus bezeichnet“
Ich stimme Ihnen zu, dass das ein umstrittenes Thema ist, da stellt sich die Frage zwischen garantierter freier Lebensgestaltung und dem Nutzen von Integration. Allerdings sehe ich hier sehr viel mehr Spielraum bezüglich der Antwort (rechtskonform – fertig) und dem Umstand, dass meist nur über Flüchtlinge, Migrant*innen und Deutsche PoC gesprochen wird – als die anderen als „Deutsche“ automatisch integriert…. 🙁
Hmm, aber die Mitglieder dieser jüdischen Gemeinden sind doch Betroffene, von Antisemitismus und Israelkritik? Warum massen Sie sich an, deren (verschiedenen) Meinungen in Frage zu stellen? Woher wissen Sie, dass Ihre Meinung dazu, die richtige ist?
„Warum massen Sie sich an, deren (verschiedenen) Meinungen in Frage zu stellen?“
Weil er dieDefinition von Antisemitismus der Jüdischen Allgemeine – nicht jüdischer Gemeinden – nicht teilt bzw. als wechselhaft wahrnimmt, wie er es am konkreten Beispiel von Herrn Gabriel beschreibt?
Die Meinung „Jüdische Allgemeine“ gefällt Ihnen nicht? Was sagen Sie zu folgendem Artikel der taz?
Wachsender Antisemitismus bei den Linken: Auf dem Weg ins politische Abseits | taz.de
oder zu folgendem:
Wo beginnt Antisemitismus? Debatte nach Linken-Wahlsieg in Berlin
Sie schreiben: „Viele jüdische Organsiationen halten Kritik an Israel und Antisemitismus nicht auseinander.“
Sind Sie sicher, dass die Linken das auseinanderhalten?
Herr Hasenbrot schreibt etwas, was Ihnen nicht gefällt und seine Meinung beispielhaft belegt.
Anstatt darauf einzugehen, behaupten Sie fälschlich, er würde die Meinung jüdischer Gemeinden infrage stellen und verlinken über Antisemitismus.
Gehts vielleicht noch ne Schippe kleiner oder haben Sie bereits Anzeige wegen Volksverhetzung erstattet? 😉
Herr Hasenbrot schrieb:
„Die Jüdische Allgemeine bezeichnet jeden als Antisemiten, der nicht bei Drei auf dem Baum ist.“
Was in meinen Augen eine nicht belegte Unterstellung ist!
Jüdische Allgemeine – Zentralrat der Juden in Deutschland
Mit seiner Aussage diffamiert er auch den „Zentralrat der Juden“ in DE!
„Der jüdische Blick auf die Welt
Der Zentralrat gibt die einzige jüdische Wochenzeitung Deutschlands heraus – die „Jüdische Allgemeine““
Weiter schrieb er:
„So wurde in der Vergangenheit auch Sigmar Gabriel von der Jüdischen Allgemeinen Antisemitismus vorgeworfen. Später wurde er hingegen vonm Internationalen-Auschwitz-Komitee geehrt.“
Was MMn. wiederum belegt, dass selbst bei Betroffenen (verschiedenen Organisationen, Medien….) die Meinungen unterschiedlich sein können.
Deshalb wunderte ich mich, wie er so sicher sein kann, dass seine Meinung die richtige dazu ist. Ich habe übrigens bei Herrn Hasenbrot nichts gefunden, was „seine Meinung beispielhaft belegt.“. Er zeigt nur, dass „Jüdische Allgemeine“ und das „Internationale- Auschwitz-Komitee“, unterschiedliche Ansichten zu bestimmten Dingen haben (können).
Aber Sie haben etwas gefunden, was diese Meinung von Herrn Hasenbrot belegt? Dann hätte ich gern Belege dafür (vor allem für jene Behauptung, dass die „Jüd. Allgemeine“ jeden als Antisemiten bezeichnet, der nicht bei Drei auf dem Baum ist!
Ah ein Missverständnis, ich bezog mich auf etwas, was Sie irreführend und falsch schrieben, als sich Hasenbrot auf die Jüdische Allgemeine bezog: „Hmm, aber die Mitglieder dieser jüdischen Gemeinden sind doch Betroffene, von Antisemitismus und Israelkritik?“
Ist halt die Frage der Definition von Antisemitismus, da tut sich Deutschland manchmal keinen Gefallen, die Jerusalemer Erklärung zu übernehmen:
„Die IHRA-Definition sei „in wichtigen Punkten unklar“ und verwische „den Unterschied zwischen antisemitischer Rede und legitimer Kritik am Staat Israel“. Dies habe „zu Kontroversen geführt“ und „den Kampf gegen Antisemitismus geschwächt“. Die JDA versteht sich als Alternative, wenigstens Verbesserung der Arbeitsdefinition der IHRA. Sie definiert:
„Antisemitismus ist Diskriminierung, Vorurteil, Feindseligkeit oder Gewalt gegen Jüdinnen und Juden als Jüdinnen und Juden (oder jüdische Einrichtungen als jüdische).“
https://jerusalemdeclaration.org/
Bis dahin freuen sich Netanyahu und co, jeden Widerspruch und jede Kritik als Antisemitismus abzuwatschen.
@Walter Hasenbrot
Der Zentralrat der Juden ist Herausgeber der „Jüdischen Allgemeinen“.
Unterstellen Sie dem Zentralrat der Juden damit, dass auch er „jeden als Antisemiten (bezeichnet), der nicht bei Drei auf dem Baum ist“?.
Berliner Wahlen 2026
Ihre Worte, nichts Hasenbrots.
Sie sind ganz schön schnell dabei, Menschen Antisemitismus zu unterstellen. Alles gut bei Ihnen?
Meinen Sie dies: „Zudem geriet der Neuköllner Linke-Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak unter Druck, weil er in Chatkontakt mit einem Sohn der dem Clan-Milieu zugeordneten Großfamilie stand. Koçak bezeichnete das als Fehler und zog sich vorerst aus der Öffentlichkeit und dem Innenausschuss des Bundestags zurück.“
https://www.juedische-allgemeine.de/politik/die-linke-entscheidet-auf-parteitag-ueber-sondierungen/
Oder auf was beziehen Sie sich hinsichtlich Antisemitismus der Linken (als ganze Partei, wie Sie es schreiben?)?
Linkspartei – Die Linke und Palästina | nd-aktuell.de
Gibt es einen linksextremistischen Antisemitismus? – Extremismus – Konrad-Adenauer-Stiftung
Es sind wohl doch nicht nur einzelne Partei-Mitglieder, die Antisemitismus und berechtigte Kritik am Staat Israel nicht auseinander halten können. Die Linken sollten sich ganz klar von ihren linksextremen und/oder antisemitischen Mitgliedern und auch von den kriminellen Clans distanzieren.
„Es sind wohl doch nicht nur einzelne Partei-Mitglieder, die Antisemitismus und berechtigte Kritik am Staat Israel nicht auseinander halten können.“
Ich bezog mich auf die Berlinwahl und den Artikel den ich verlinkte.
„Die Linken sollten sich ganz klar von ihren linksextremen und/oder antisemitischen Mitgliedern […] distanzieren.“
Uneingeschränkte Zustimmung! Das Existenzrecht Israels steht meiner Meinung bei demokratischen Parteien nach nicht zur Diskussion.
„[…] und auch von den kriminellen Clans“
Ich kritisiere die hier gemeinten Antisemit*innen voll, aber die Entlastungsdiskussion vom Medien, Politik und Gesellschaft über „kriminelle Clans“ ist so ermüdend wie falsch.
https://www.deutschlandfunk.de/clankriminalitaet-diskriminierung-deutschland-organisierte-kriminalitaet-100.html
Wie Sie am Beispiel der Linken zeigten, gibt es auch anderswo Antisemitismus
Was genau meinen Sie mit „Entlastungsdiskussion vom Medien, Politik und Gesellschaft über „kriminelle Clans“?
Link lesen 😉
Irgendwie scheint es bei den Linken keine Einigkeit darüber zu geben, was Antisemitismus genau ist:
Besetzung an der TU Berlin: Wo links nicht mehr mit links spricht | DIE ZEIT
Studierende, die sich nicht einig sind und ihre Taten nicht vollumfänglich und bis zum Ende überdenken?
Unfassbar, ich rufe die Nationalgarde.
Aber ich wusste gar nicht, dass die Linke von einem Asta aus geleitet wird, Danke 😉
Blödsinn beiseite, es bedarf bei der Linken eine Grundsatzdiskussion und personelle Konsequenzen für Mitglieder, die diese Grundsätze nicht teilen – wie damals bezüglich der Putinhörigkeit.
Ich denke aber, die Linke würde sich ggf. anderen Ländern (einschließlich Israels) bei der Definition von Antisemitismus anschließen (https://jerusalemdeclaration.org/), nicht der IHRA
„… die Linke würde sich ggf. anderen Ländern (einschließlich Israels) bei der Definition von Antisemitismus anschließen (https://jerusalemdeclaration.org/), nicht der IHRA …“
Warum tat die Linke das nicht schon längst, Mister Konjunktiv?
Und was meinen Sie mit ggf. (gegebenenfalls)?
gegebenenfalls: Bedeutung, Definition
„gegebenenfalls (Sprache: Deutsch)
Wortart: AdverbBedeutung/Definitionwenn der Fall gegeben ist, unter gewissen Umständen“
Welcher Fall „müsste“ denn eintreten, unter welchen Umständen würde sich die Linke denn dieser Definition anschließen?
„Warum tat die Linke das nicht schon längst, Mister Konjunktiv?“
Es geht eher darum, dass ich nicht weiß, geschweige der Linken vorschreibe, wie die Antisemitismus definieren. Daher vermute ich nur.
Da SIE die wählen, wissen Sie das wohl besser als ich 😉
Achtung! Folgender Link ist eine Glosse (ein polemischer Kommentar).Das sollte man also nicht allzu Ernst nehmen, … oder doch?
Glosse: Ein Clan-Chef als Antisemitismusbeauftragter in Berlin! | Jüdische Allgemeine
Zustimmung bei der Glosse. Wie gesagt, Antisemitismus gehört meiner Meinung nach in keine demokratische Partei.
Wenn hier bereits die gesamte Partei über einen Kamm geschert wird, muss Ihre aufrichtige Betroffenheit bezüglich der Wahlerfolge von gesichert Rechtsextremen in Sachsen-Anhalt gewaltig sein…
Warum verlinken Sie da eigentlich nie etwas von der Jüdischen Allgemeine? Kein Stress, ich erinnere Sie nächstes Mal daran 😉
Und wieder einmal eine gelogene Behauptung von Ihnen, ich würde keine Artikel der „Jüdischen Allgemeinen“ zu Antisemitismus in der AfD und deren zunehmende beängstigenden Wahlerfolge überall in DE verlinken. Steht sogar hier in diesem Forum.
Jerunda
2 Tage zuvor
Antwortet Rainer Zufall
Antisemitismus im Wahlkampf: »Schabbat schalom, jetzt gibt’s AfD« | Jüdische Allgemeine
Falls Sie aber konkret die Reaktionen der „Jüdischen Allgemeinen“ auf die Wahl in ST meinen, helfe ich Ihnen gern weiter
:Jüdische Stimmen zum AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt | Jüdische Allgemeine
Da ich einige Juden im Freundes- und Bekanntenkreis habe, interessiere ich mich sehr für deren Meinungen und Befindlichkeiten und informiere mich auch anhand verschiedener quellen dazu, z. B. auch hier:
Wahl in Sachsen-Anhalt: Jüdische Verbände nach AfD-Sieg entsetzt
Würden Sie meine Kommentare und Links vollständig und sinnerfassend lesen, wüssten Sie, wie meine Einstellung und Meinung zu allen extremistischen Tendenzen in unserer Gesellschaft sind. Sie wüssten aber auch, dass ich Antisemitismus, Rassismus und Gewalt bei keiner Partei entschuldige. Wer mit den Fingern auf andere zeigt, sollte sein eigenes Haus sauber halten, sonst wirkt man unglaubwürdig. Und da hat die „Linke“ noch einiges zu tun, mMn. Vielleicht bekommen sie dann auch wieder meine Stimme, aber vorher nicht.
Cool. Können Sie den konkreten Link schicken? Rechts neben dem Kommentar ist eine kleine Klammer, da können Sie draufklicken und haben dann direkt den Link.
Auf Nachfrage in Abwehr zu reagieren ist allerdings nicht das Selbe, wie Sie hier an Einsatz an den Tag brachten, meinen Sie nicht?
Wie gesagt, beim nächsten Artikel erinnere ich Sie gerne daran, ebensoviel Einsatz zu zeigen, wenn es um gesichert Rechtsextreme geht 😉
Hier noch die Meinung des Zentralrats der Juden zur Wahl in Berlin und in Sachsen-Anhalt:
Berliner Wahlen 2026
Landtagswahl Sachsen-Anhalt: Kirchen und Zentralrat der Juden besorgt über AfD-Sieg | mdr.de
Reicht Ihnen das? Oder wollen sie noch mehr?
Meine Kritik galt weder der Jüdischen Allgemeinen noch dem Zentralrat der Juden in Deutschland, sondern Ihnen, die „plötzlich“ so viele Artikel dazu finden, während Sie sich bei Artikeln über Rechtsextremismus und Antisemitismus der AfD aus irgendeinem Grund nicht darum zu scheren schienen…
Bestimmt nur ein Zufall, nächstes Mal schaue ich genauer hin, versprochen.
Das eine entschuldigt ja das andere nicht. Es zeigt nur die Heuchelei auf – aber garantiert wollen Mitglieder der CDU mit den Kolleg*innen ins Gespräch gehen, wie es bei die parteiinternen Kritiker*innen der Linken vorhaben 😉
Die Union, auch ihr nahestehende Medienhöuser wittern eine Chance, die Mietproblematik als Thema zu verzwergen oder zu verdecken plus verleumden!
Also exakt das gleiche Ignorieren und Verzwergen wie bei der AfD – deren Wähler*innen scheinen sich nicht um Mietpreise und verfügbare Wohnungen zu scheren (oder träumten schon immer davon, in einer Massenunterkunft residieren zu dürfen 😉 )
Sie meinen nachweislichen Antisemitismus mit halbherzigen Distanzierungen und Rücktritten unter Beibehaltung des Mandats (und damit der Diäten).
Die Linke hat anscheinend nicht nur dieses angebliche (?) Antisemitismus-Problem, auch die Einstellung zur Polizei ist etwas fragwürdig:
Wegner: „Das ist eine völlige Entgleisung“
Berlin-Wahl 2026: DPolG warnt nach Linken-Sieg vor Schwächung der Berliner Polizei | DPolG Berlin – Deutsche Polizeigewerkschaft Berlin
Obwohl ich mich eher politisch-links verorte, waren diese beiden Punkte für mich Grund genug nicht die Linken zu wählen!
Berliner Politik(er*innen) ist (bzw. sind) Ihnen Grund genug, nicht das Wahlprogamm Ihrer Partei in Ihrem Bundesland zu lesen? Oweh…
Oder haben Sie Quellen, warum Sie die Linken bei Ihnen nicht mehr wählen werden? 😉
In unserem Nachbarort verteilte eine übereifrige Lehrerin auch ständig mit ihren Schülern diese Steine. Regelmäßig die tollsten Zeitungsberichte über diese Aktionen und Lorbeeren auf ihr Haupt
Die Kosten gingen auf die Gemeinde. Was wäre los, wenn die Gemeinde das. ucht übernommen hätte? An der Pflege der Steine hat die Dame kein Interesse. Bringt ja auch keine Zeitungsberichte über sie. Entfernen der Patina nach dem Winter, das Moos und Gras sollte entfernt werden. Wackelige Steine wieder verankert werden. Geht alles auf Kosten der Gemeinde. Eine Zeit lang wurden noch ihre Schüler dazu gezwungen. Jetzt hat es sich erledigt, die Steine fallen nicht mehr auf.
„Was wäre los, wenn die Gemeinde das. ucht übernommen hätte?“ Womöglich zu Recht. Bemerkenswert, wie hier das Engagement einer Kollegin herabgewürdigt wird.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
An unserer Schule werden jährlich diese Steine geputzt – und kommt auf die Homepage.
Genau das ist das Problem. Dort sieht es niemand. Solche Aktionen müssen von Herzen kommen! Nicht nur wenn es tolle weitreichende Bericht gibt. Zwischen Wichtigtuerei und Überzeugung gibt es Unterschiede….
Was denn nun? Soll zu sehen oder keine Wichtigtuerei sein? A
Und? Warum übernehmen nicht Sie die Verantwortung für das Säubern der Steine?
Oder ist Ihnen egal, was mit den Menschen geschah, an welche diese Steine erinnern?Weil es viel bequemer ist, sich nicht daran erinnern zu müssen, dass es diesen Vogelschiss in unserer Geschichte gibt? Aus den Augen, aus dem Sinn?
Sorry, ich finde es armselig, wie Sie sich an der Kollegin abarbeiten.
Das erreicht Herzen – fragen Sie die Schüler*innen Ihrer „übereifrigen“ Kollegin.
Die haben diese Erfahrungen gemacht, egal was Sie von der Schulhomepage denken – wer hätte es gedacht
Wenn es in die Zeitung kommt, dann kriegen es mehr Menschen mit. Und achten darauf, versuchen die „Steine“ zu finden, machen sich selbst schlau … Das ist doch gut, oder nicht?!
Sie allerdings scheinen ein Problem mit besagter Lehrerin zu haben. Mehr kann ich aus Ihren Posts nicht herauslesen.
Was empfanden Sie als „übereifrig“?
Dass die Kolleg*in aktiv Gedenkkultur vermittelte?
Wenn die Schüler*innen am Ende Naziverbrechen nicht aus Kostengründen vergessen, wäre das doch eine durchaus wünschenswerte Haltung.
„Eine Zeit lang wurden noch Schüler dazu gezwungen.“
Ich finde Ihre Sichtweise sehr … fragwürdig. Vielleicht denken Sie einfach noch einmal darüber nach!
Mein Patenkind hat während seiner Schulzeit einige „Steine“ gepflegt und hat das gern getan, denn er hat sich mit dem Schicksal der Menschen auseinandergesetzt und hatte das Gefühl, dabei zu helfen, dass sie nicht in Vergessenheit geraten. Er wird diese Menschen nie vergessen, WEIL er diese „Steine“ gepflegt hat.
Es tut mir leid, das schreiben zu müssen, aber mir wird wirklich übel, wenn ich so etwas lesen muss.
Die Entscheidung des Gemeinderats ist schändlich, keine Frage. Das ist eben auch ein ostdeutsches Thema, auch wenn viele es nicht hören wollen. Da findet man in der CDU in solchen „Käffern“ wie Heidenau eben auch viel Nähe zur AfD. Das ist besorgniserregend und evtl. bzw. hoffentlich ein Thema für die Gemeindeaufsicht.
Welche Handhabe hätte denn, Ihrer Meinung nach, die Gemeindeaufsicht (Kommunalaufsicht) in diesem Fall?
Kommunalaufsicht – Wikipedia
Ich empfehle noch einmal die Dokumentation zu „Babylon Berlin“ in der Mediathek anzusehen. Erschreckend, wie schnell sich alles ändern kann und wie lange zu viele nur zugeschaut haben und ihre eigenen Schäfchen versucht haben, ins Trockene zu bringen, anstatt gemeinsam zu handeln.
Babylon Berlin – Die Doku“ heute: ARD beleuchtet das Ende der Demokratie
Ein ostdeutsches Problem? Liegt München denn in Ostdeutschland? Die Stadt München wehrt sich seit 2005 gegen die Verlegung von Stolpersteinen.
… und bringt stattdessen deutlich teurere Gedanktafeln an Häusern an (wovon in Heidenau ja nun keine Rede ist). Herzliche Grüße Die Redaktion
Geographisch liegt München recht weit im Osten. Vergleichen Sie einmal den Ostwert der geographischen Koordinaten von Magdeburg (52° 8′ N, 11° 37′ O) und München (48° 8′ 13″ N, 11° 34′ 31″ O).
Wahrlich enttäuschend, aber nicht völlig überraschend, wenn man die Erinnerungskultur in den jeweiligen Wahlprogrammen bedenkt… 🙁
https://www.deutschlandfunk.de/bundestagswahl-2025-wahlprogramme-kultur-100.html
Ich freue mich, dass unser CDU-Bürgermeister und der Stadtrat diese Erinnerungskultur mehrheitlich zu schätzen wissen.
Ich weiß genau, was Sie meinen.
https://www.tagesspiegel.de/berlin/rechtsextreme-anschlage-in-berlin-neukolln-grune-und-linke-fordern-konsequenzen-nach-untersuchungsausschuss-15699899.html
https://www.tagesspiegel.de/berlin/mutmasslicher-bezug-zu-reichspogromnacht-antisemitische-schmiererei-an-synagoge-in-berlin-mitte-13270906.html
https://taz.de/Rechtsextreme-auf-Marzahn-Pride/!6091726/
https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2025/12/berlin-rechtsextremismus-gruppen-deutsche-jugend-voran-patrioten-heimat.html
Und jetzt sitzen die in Bundestag und Landtagen – gruselig!
https://www.tagesschau.de/investigativ/br-recherche/afd-bundestag-rechtsextreme-mitarbeiter-100.html
Erinnerungskultur – Der Stolperstein-Effekt – Klar Focus
„…wurden allein in diesem Jahr bereits Stolpersteine entwendet oder beschädigt. Eine offizielle Statistik darüber ist kaum zu erhalten.
Denn Beschädigen oder Stehlen von Stolpersteinen ist in der Kriminalitätsstatistik für politisch motivierte Straftaten nicht „als bundesweit gültiger Katalogwert vereinbart“, wie eine Sprecherin des Bundeskriminalamts erklärt.“
„Wer mit seinem Handeln Erinnerungskultur zu verhindern versuchte, erreicht offenbar eher das Gegenteil, einen Streisand-Effekt – jenes Phänomen, bei dem ausgerechnet erst der Versuch, eine Information zu tilgen, die öffentliche Aufmerksamkeit darauf lenkt. Nun ist es der „Stolperstein-Effekt“: Auf den Diebstahl von Zeitz folgten mehr Spenden als für den Ersatz benötigt. In Berlin und Leipzig fertigten Menschen Repliken aus dem 3D-Drucker; und Schulen nahmen die Vorfälle in ihrer Stadt zum Anlass, sich im Unterricht des Themas anzunehmen. Lebendige Erinnerungskultur.“
Die Stadt Zeitz liegt übrigens in Sachsen-Anhalt, Leipzig in Sachsen.
Lesenswerter Artikel, Danke.
Gerade in Hinblick auf den Artikel oben.
„Sie haben diese Art der Erinnerung als extrem wichtig empfunden. Und dass es eigentlich noch viel mehr davon geben müsste.“
Eben kein Wegstellen auf einen Friedhof, sondern mitten in die Gesellschaft.
„Dennoch: Wenn auf Stolpersteinen Parolen standen, stammten sie fast alle aus dem rechtsextremen Milieu. Es gibt nur einen Fall, bei dem ‚BDS‘ auf dem Stein stand“, sagt Lelle.“
Künftig will die Lokalregierung die Entfernung vorwegnehmen 🙁
„Wer mit seinem Handeln Erinnerungskultur zu verhindern versuchte, erreicht offenbar eher das Gegenteil, einen Streisand-Effekt“
„Auf den Diebstahl von Zeitz folgten mehr Spenden als für den Ersatz benötigt. In Berlin und Leipzig fertigten Menschen Repliken aus dem 3D-Drucker; und Schulen nahmen die Vorfälle in ihrer Stadt zum Anlass, sich im Unterricht des Themas anzunehmen. Lebendige Erinnerungskultur.“
Konnte Sie der von Ihnen selbst gelesene und verlinkte Artikel von der Sinnhaftigkeit von Stolpersteinen überzeugen?
Wenn Sie meine Kommentare und Links dazu vollständig lesen, dann kennen Sie meine Meinung zu „Erinnerungskultur“ und warum ich persönlich ein Problem mit Stolpersteinen habe ( das ist nur meinem persönlichen Pietätsempfinden geschuldet und bedeutet nicht, dass ich generell gegen diese Art der Erinnerungskultur bin).
Warum verlinken Sie dann Artikel, die sich FÜR Stolpersteine aussprechen? ^^