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Mittagschlaf stärkt Gedächtnis und Leistung

BERKELEY/WESTERSTEDE. Eine halbe Stunde Schlaf über Mittag, das sogenannte Powernapping, stärkt das Kurzzeitgedächtnis und verbessert die Erinnerungsfunktion. Das belegten jetzt Forscher der Universität Berkeley in Kalifornien.

„Schlaf stärkt nicht nur das kognitive Leistungsvermögen, sondern kann sogar helfen, zusätzliche Gedächtnisreserven zu mobilisieren“, bestätigt Professorin Sylvia Kotterba, Chefärztin der Klinik für Neurologie der Ammerland Klinik Westerstede. Um Schlafstörungen zu vermeiden, empfehlen Schlafmediziner Arbeits- und Ruhephasen abzuwechseln.

Mittagsschlaf halten kann man fast überall. (Foto: teliko82/Flickr. CC BY-NC 2.0)

Mittagsschlaf halten kann man fast überall. (Foto: teliko82/Flickr. CC BY-NC 2.0)

Japaner und Spanier machen es vor: Die „Siesta“ oder der „Inemuri“ nach dem Mittagessen hat dort Tradition. Denn zwischen 13 und 15 Uhr haben Menschen mit einem natürlichen Leistungsabfall zu kämpfen. Dieses Mittagstief nicht zu unterdrücken, sondern für eine kurze Entspannungspause zu nutzen, dazu raten Schlafforscher. Schon zehn bis 30 Minuten Kurzschlaf („Powernapping“) reichten aus, um über lange Zeiträume konzentriert und stressfrei zu arbeiten. Zusatztipps: Vorher einen Espresso trinken, denn der wirkt erst nach 30 Minuten, und hinterher eine kurzen Spaziergang machen. (nin).

Für Menschen, die Schlafprobleme haben, bietet die Universität Tübingen ein Schlaftraining für Erwachsene und Kinder an. Kontakt: schlaf-projekt@psycho.uni-tuebingen.de

Nur mit zehn Liegen soll an der Käthe-Kollwitz-Schule in Leverkusen Stress abgebaut werden und Burn-Out verhindert werden. Wie Schulen ihren Lehrern Mittagsschlaf ermöglichen, lesen Sie hier.

Zur Diskussion über Mittagschlaf im 4teachers-Forum geht es hier.

 

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