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In Ruhrgebietsstädten gibt es mehr muslimische Schüler als katholische

DÜSSELDORF. Jeder achte der 2,1 Millionen Schüler in Nordrhein-Westfalen gehörte im vergangenen Schuljahr keiner Religionsgemeinschaft an. Damit nahm innerhalb von fünf Jahren der Anteil der konfessionslosen Schüler um 2,3 Prozentpunkte zu. Wie das Statistische Landesamt in Düsseldorf mitteilte, stellten landesweit an den allgemeinbildenden Schulen die Katholiken mit 40,9 Prozent die größte Gruppe. 28,6 Prozent der Schülerschaft waren evangelisch und 13,1 Prozent islamisch. 12,8 Prozent gehörten keiner Religion an.

In Teilen des Ruhrgebiets war der Islam die stärkste Religionsgruppe unter den Schülern. In Duisburg etwa hatten 17 344 Kinder diese Religionszugehörigkeit, gefolgt von katholischen (14 875) und evangelischen (13 041) Mitschülern. Auch in Gelsenkirchen waren Moslems die stärkste religiöse Gruppe unter den Schülern.

Der Konfessionsanteile waren regional unterschiedlich verteilt. In den Regierungsbezirken Köln, Düsseldorf und Münster stellten die katholischen Schüler mit Abstand die stärkste Gruppe. Im Regierungsbezirk Detmold lag wiederum die Zahl der evangelischen Kinder vorn, und im Regierungsbezirk Arnsberg war das Verhältnis zwischen den beiden großen christlichen Konfessionen in etwa ausgeglichen. Den höchsten Anteil der Konfessionslosen hatten mit 32,1 Prozent die freien Waldorfschulen. Am niedrigsten war ihr Anteil mit 9,3 Prozent an Realschulen. dpa
(7.1.2013)

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