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Übersicht im Tarifstreit: Wo es für Beamte mehr Geld gibt – und wo nicht

BERLIN. Rückwirkend zum Januar 2013 haben die 800 000 Angestellten der Bundesländer laut jüngstem Tarifabschluss 2,65 Prozent mehr Geld erhalten. Ab Januar 2014 kommt einer weiterer Zuschlag von 2,95 Prozent hinzu. Damit steigt dann das Gehalt um 5,6 Prozent.

Lediglich Bayern und Hamburg haben  bislang angekündigt, den Tarifabschluss 1:1 auf ihre Landesbeamten übertragen zu wollen - andernorts wird die Schere angesetzt. Foto: Jorma Bork / pixelio.de

Lediglich Bayern und Hamburg haben bislang angekündigt, den Tarifabschluss 1:1 auf ihre Landesbeamten übertragen zu wollen – andernorts wird die Schere angesetzt. Foto: Jorma Bork / pixelio.de

Doch die Forderung der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes, das Tarifergebnis «zeit- und inhaltsgleich» auch auf die rund zwei Millionen Beamten und Pensionäre der Länder zu übertragen, wird nur in Bayern und Hamburg erfüllt. In den meisten Bundesländern kommt es bei den Beamten zu erheblichen Verzögerungen und Abstrichen bei der Erhöhung, für Besserverdienende zum Teil auch zu Null-Runden. Eine Übersicht über den aktuellen Stand:

BADEN-WÜRTTEMBERG: Zeitliche Verzögerungen und Abstriche bei den Beamtenbezügen bis A11. Ab A12 (Hauptschullehrer) und höher für dieses Jahr eine Null-Runde. Ab Januar 2014 erstmals 2,45 Prozent mehr, ab Januar 2015 dann 2,75 Prozent plus.

BAYERN: Volle Überragung des Tarifergebnisses.

BERLIN: Erhöhung rückwirkend ab August 2012 um 2 Prozent. Ab August 2013 noch einmal 2 Prozent mehr.

BRANDENBURG: Ab dem 1. Juli 2013 eine lineare Besoldungserhöhung von 2,65 Prozent. Zum 1. Juli 2014 folgt eine weitere Erhöhung der Bezüge um 2,0 Prozent.

BREMEN: Zeitliche Verzögerung der vereinbarten Tariferhöhung um ein halbes Jahr für die Besoldungsgruppen bis A10. Für die Gruppen A11 und A12 zeitliche Verzögerung und Absenkung der Erhöhung auf jeweils 1 Prozent (ab Juli 2013 beziehungsweise Juli 2014). Ab A13 (Studienrat) und höher: Null-Runde.

HAMBURG: Volle Übertragung des Tarifergebnisses.

HESSEN: Erhöhung um 2,8 Prozent ab Juli 2013, weitere Erhöhung um 2,8 Prozent ab April 2014. Ein Abschlag von jeweils 0,2 Prozent für die Versorgungsrücklage ist noch im Gespräch.

MECKLENBURG-VORPOMMERN: Erhöhung um 2 Prozent ab Juli 2013, zuzüglich einer Sockelerhöhung um 25 Euro. Jeweils 2 Prozent plus ab Januar 2014 und Januar 2015.

NIEDERSACHSEN: Rückwirkende Erhöhung von 2,65 Prozent ab Januar 2013.

NORDRHEIN-WESTFALEN: Für die Besoldungsgruppen bis A10 volle Übertragung des Tarifergebnisses. Für die Gruppen A11 und A12 jeweils nur 1 Prozent ab Januar 2013 beziehungsweise Januar 2014. Für die Gruppen A13 und höher: Null-Runde.

RHEINLAND-PFALZ: Laut Beschluss des Landtages vom März werden die Beamtenbezüge bis 2016 pro Jahr jeweils nur um ein Prozent erhöht.

SAARLAND: Vor Juni keine Entscheidung, Sparkurs und Stellenabbau im öffentlichen Dienst sind aber angestrebt.

SACHSEN: Noch keine Festlegung.

SACHSEN-ANHALT: Zeitliche Verzögerung der Erhöhung von 2,65 beziehungsweise 2,95 Prozent um jeweils ein halbes Jahr.

SCHLESWIG-HOLSTEIN: Bezüge steigen in diesem und im nächsten Jahr um insgesamt 5,2 Prozent. Darüber hinaus gehen 0,4 Prozent in die Versorgungsrücklagen.

THÜRINGEN: 2,65 Prozent plus zum Oktober 2013, weitere 2,95 Prozent plus zum August 2014. dpa

(20.5.2013, aktualisiert am 27.6.2013)

Zum Bericht: „Pfiffe gegen Kraft: Lehrer-Protest in Düsseldorf gegen Nullrunden“

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