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Der Kita-Notstand: Mehr Geld muss her

Ein Kommentar von NINA BRAUN

Die Bildungsjournalistin Nina Braun. Foto: www.bildungsjournalisten.de

Die Bildungsjournalistin Nina Braun. Foto: www.bildungsjournalisten.de

Seit August vergangenen Jahres hat jedes Kind in Deutschland einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz. Der Druck, das Angebot bereitzustellen, war groß. Vielerorts womöglich zu groß – die Qualität bleibt auf der Strecke. Die Situation ist mancherorts dramatisch. Die Personaldecke in den Kindertagesstätten ist dünn, viel dünner noch, als es die aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung zum Ausdruck bringt. Denn dafür wurden lediglich Stellen gezählt – nicht tatsächlich anwesende Erzieherinnen.

Wie unlängst eine Studie zur deren Gesundheitsbelastung deutlich machte, ist der Krankenstand beim Personal in den Kitas so hoch wie in kaum einer anderen Berufsgruppe in Deutschland. Erzieherin (weitaus mehr als 90 Prozent sind tatsächlich Frauen) ist einer der härtesten Jobs in Deutschland. Ein Teufelskreis: Weil die Belastung so hoch ist, werden viele der Beschäftigten krank – mit der Folge, dass die (noch) gesunden Kolleginnen noch stärker belastet werden und in absehbarer Zeit ebenfalls unter dem Druck in die Knie gehen werden. Helfen kann hier nur eine Qualitätsoffensive, die im Kern von einer nennenswerten Vergrößerung des Personalbestands getragen sein muss. Und dafür muss der Staat, welche Ebene auch immer, ordentlich Geld in die Hand nehmen. Richtig ist zwar: Geld ist in der Pädagogik nicht alles. Ohne Geld aber ist mit Pädagogik nichts. Dann geht es nur noch ums Verwahren.

Zum Bericht: Studie: Zu viel Zeitdruck macht Erzieherinnen krank

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