Start Recht Verabredung zu gemeinsamen Morden via WhatsApp? Schüler sitzen in U-Haft 

Verabredung zu gemeinsamen Morden via WhatsApp? Schüler sitzen in U-Haft 

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POTSDAM. An einer Schule im brandenburgischen Perleberg sollen zwei Jugendliche eine Amoktat geplant haben. Das Bildungsministerium macht klar, dass dies kein Einzelfall ist.

Die Polizei ermittelt (Symbolfoto). Foto: Shutterstock

Wegen mutmaßlicher Amokpläne auf eine Oberschule in Perleberg sitzen seit Mittwoch zwei Jugendliche in Untersuchungshaft. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Neuruppin mit. Den zwei jugendlichen Beschuldigten wird die Verabredung zu einem Verbrechen vorgeworfen.

Laut Staatsanwaltschaft ging es dabei um die «Planung eines Anschlages an der Friedrich-Gedike-Oberschule». Demnach stehen die Jugendlichen im Verdacht, sich via WhatsApp über Pläne für einen Amoklauf an der Schule ausgetauscht zu haben. Dabei soll es auch um konkrete Mordabsichten gegangen sein, heißt es bei der Polizei gegenüber rbb|24. Nähere Einzelheiten wollten die Beamten aus ermittlungstaktischen Gründen und zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der jugendlichen Beschuldigten nicht bekanntgeben.

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«Keine unmittelbare Bedrohungslage»

Die Schulleiterin der Oberschule Perleberg habe das zuständige Staatliche Schulamt Neuruppin informiert, berichtete der Ministeriumssprecher. Sie hatte demnach Hinweise darauf, dass die zwei Schüler gegenüber anderen Schülern Gewalttaten angekündigt hatten, «und reagierte unmittelbar und sehr umsichtig». Die Polizei wurde hinzugezogen und der Schulträger informiert. Laut Ministerium habe «keine unmittelbare Bedrohungslage» bestanden. Weitere Angaben zu den Ermittlungen machte der Sprecher nicht.

Allerdings teilte das Bildungsministerium mit: «Landesweit wurden im ersten Schulhalbjahr 2025/26 insgesamt 13 Androhungen von Amoktaten an Schulen im Land Brandenburg gemeldet.» Für die Schuljahre zuvor lägen keine Daten vor, da Amok-Androhungen bis dahin nicht separat statistisch erfasst wurden.

Die Schulleiterin hat nach dem Vorfall die Eltern per Elternbrief informiert. Die Lehrkräfte sind laut Ministerium angehalten, zu den Geschehnissen altersgemäß mit den Schülern zu sprechen. «Darüber hinaus stehen die Schulsozialarbeit und die schulpsychologische Beratung für Schülerinnen und Schüler, Eltern und auch Lehrkräfte bereit.» News4teachers / mit Material der dpa

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