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KMK-Vorsitzende Kurth plädiert fürs Festhalten am Handschreiben in der Schule

DRESDEN. Die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz (KMK), Sachsens Ressortchefin Brunhild Kurth (CDU), hat kurz vor dem nächsten Ministertreffen für den Erhalt des Handschreibens in der Schule geworben. «Man kann noch so flink auf der Tastatur sein: Die Schreibschrift ist eine Kulturtechnik und ein Persönlichkeitsmerkmal. Ihr Erlernen prägt nicht nur die motorischen Fähigkeiten», sagte die Politikerin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Hintergrund sind Überlegungen, künftig auf das Erlernen der Schreibschrift zu verzichten. Die Kultusministerkonferenz tagt am Donnerstag und Freitag in Leipzig.

Hält das Handschreiben für wichtig: Sachsens Kultusmnisterin Brunhild Kurth. Foto: PR

Hält das Handschreiben für wichtig: Sachsens Kultusmnisterin Brunhild Kurth. Foto: PR

Aus der Forschung wisse man, dass sich das Verbinden von Buchstaben positiv auf die Entwicklung des Gehirns auswirke, erläuterte Kurth: «Wer etwas mit der Hand aufschreibt, ist sehr viel intensiver mit dem Inhalt verbunden, als wenn er das mit einer Tastatur macht.»

Ihr zufolge ist Schreibschrift kein Selbstzweck, sondern bringt Kinder insgesamt nach vorn. Orthografie gehöre dazu. 2016 sollen erstmals in der 4. Klasse in einem Ländervergleich Kompetenzen in Deutsch getestet werden – im Lesen, Zuhören und Orthografie. «Orthografie ist wichtig, auch wenn es auf dem Computer Rechtschreibprogramme gibt», sagte Kurth. dpa

2 Kommentare

  1. mehrnachdenken

    Mir gefällt Frau Kurth immer mehr!!!

    Auf das PC-Rechtschreibprogramm ist aber kaum Verlass. Was da nicht alles als falsch gemeldet wird! Fast möchte ich meinen, die Programme sind von Absolventen des Kurses „Schreiben nach Gehör“ installiert worden.
    Fazit: Wer sich auf das Korrekturprogramm verlässt, ist ziemlich schnell „verlassen“.

  2. Ich gehe einmal davon aus, dass das Üben einer Handschrift nicht nur das Schreiben mit der Hand lehrt, sondern auch positive Folgen für die Feinmotorik hat. Benötigt man Feinmotorik nicht auch z. B. im Handwerk. Kommt ein Chirurg ohne Feinmotorik aus? Gibts hierzu Untersuchungen, ob meine Annahmen zutreffen?

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