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Alles Putschisten und Terroristen? Erdogan lässt Zehntausende von Lehrern entlassen

ISTANBUL. Präsident Recep Tayyip Erdogan drängt offenbar weiterhin mit Macht politische Gegner aus dem Schuldienst der Türkei. Ministerpräsident Binali Yildirim hat jetzt die Suspendierung Tausender Lehrer im Südosten wegen mutmaßlicher Unterstützung der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK angekündigt. «Man schätzt, dass in dieser Region 14.000 Lehrer beschäftigt sind, die irgendwie mit dem Terror verwoben sind», sagte Yildirim nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu mit Blick auf die PKK in der Kurdenmetropole Diyarbakir.

Alles Putschisten und Terroristen? Erdogan lässt Zehntausende von Lehrern entlassen. Foto: Ra'ed Qutena / flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Erdogan lässt Zehntausende von Lehrern entlassen. Foto: Ra’ed Qutena / flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Lehrer unter Verdacht würden suspendiert. «Ihnen wird im neuen Schuljahr keine Dienststelle zugeteilt», sagte Yildirim. Das Schuljahr beginnt in der Türkei am 19. September.

Yildirim drohte mutmaßlichen PKK-Unterstützern zudem weitere Maßnahmen an. Ihnen werde es genauso ergehen wie Unterstützern der Bewegung um den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen. Die Türkei macht Gülen für den Putschversuch vom 15. Juli verantwortlich. Seitdem gehen die Behörden gegen dessen Anhänger vor.

Erst am vergangenen Freitag waren fast 50.000 Staatsbedienstete unter anderem wegen Unterstützung einer Terrororganisation per Notstandsdekret entlassen worden. Zuvor waren fast 80.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes suspendiert worden, deren Entlassung geprüft werden sollte. dpa

Ein Kommentar

  1. Heißt das mit anderen Worten: politisch aktive Kurden dürfen keine Lehrer mehr sein?

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