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Digitalgipfel 2017 soll Vernetzung auch in der Bildung vorantreiben: „Schul-Cloud“ offiziell gestartet

BERLIN. Das Ziel ist ambitioniert: Es soll eine Cloud für alle Schulen in Deutschland geben, auf die Lehrer und Schüler jederzeit und überall zugreifen können. So stellt sich Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) die digitale Zukunft laut eigener Aussage vor. Zunächst wurde die „Schul-Cloud“ allerdings erst einmal an der ersten Pilotschule eingeführt. Damit haben Johanna Wanka und der Direktor des Hasso-Plattner-Instituts (HPI), Professor Christoph Meinel, während des Digitalgipfels in Ludwigshafen den Startschuss für die offizielle Testphase gegeben.

Digital-Gipfel 2017: Bundesministerin Johanna Wanka, HPI-Direktor Christoph Meinel und Cornelia Diehl, Schulleiterin des Leininger-Gymnasiums starten offiziell die Schul-Cloud. Foto: BMBF/Hans-Joachim Rickel

LUDWIGSHAFEN. In der digitalen Welt geht es um Vernetzung, auch im Bereich der Bildung. Mit der neuen „Schul-Cloud“ wurden nun 26 Pilotschulen in 13 Bundesländern miteinander verbunden. Die notwendige technische Infrastruktur dazu hat das HPI aufgebaut. „Die Schulklassen sind über WLAN mit der Cloud verbunden und können auf fachbezogene Lehrinhalte und Werkzeuge zugreifen“, so HPI-Direktor Christoph Meinel. Ob im Klassenzimmer, von zuhause oder unterwegs: Schüler und Lehrer können von jedem Ort und zu jeder Zeit die Cloud nutzen. Ein weiterer angedachter Vorteil: Für Schulen entfällt die Anschaffung und Wartung von leistungsstarken Rechnern, da sich alle Nutzer über einfach Eingabe- und Anzeigegeräte einloggen können. Voraussetzung ist ein Breitband-Internetzugang.

Was im Jahr 2016 als Idee auf dem IT-Gipfel entstand, wird also ein Jahr später zum Digital-Gipfel 2017 Realität. Johanna Wanka hofft, mit der der neuen Unterrichtssoftware den digitalen Wandel an Schulen insgesamt zu beschleunigen. „Das Projekt der Schul-Cloud hat Signalwirkung. Es zeigt, wie mit einer digitalen Infrastruktur modernes Lernen und Lehren unterstützt werden kann. Die Schul-Cloud kann somit viel mehr sein als eine technische Lösung“, so die Ministerin. Das Projekt wird vom Bundesforschungsministerium gefördert und zusammen vom Hasso-Plattner-Institut und dem Verein MINT-EC, einem Zusammenschluss von rund 250 naturwissenschaftlich-mathematisch profilierten Gymnasien in Deutschland, umgesetzt.

Was der IT-Gipfel Konkretes bringt: Die ersten „Smart Schools“ in Deutschland – und eine „Bildungscloud“ für Lehrkräfte

Datenschutzrechtliche Standards

Die erste Schule, an der die Schul-Cloud nun eingeführt wurde, ist das Leininger Gymnasium in Grünstadt. „Das Schöne an der Cloud, ist die Vielfalt an Programmen, die unsere Schüler ohne Installation auf ihren Computern nutzen können“, sagt Cornelia Diehl, Schulleiterin des Leininger Gymnasiums. Die Lehr- und Lernsoftware wird als Web-Dienst bereitgestellt die Installation von Programmen entfällt. Auch müssen Schulen keine eigenen Server und Speicherkapazitäten mehr bereitstellen oder sich um die Administration der Lernsoftware kümmern. Claudia Diehl sieht noch einen weiteren Vorteil: „Das ist eine gute Möglichkeit, jeden einzelnen Schüler individuell zu fördern.“ In der Schule angefangene Aufgaben können auch zu Hause beendet werden.

Es geht aber nicht nur darum, Schülern und Lehrern einen einfachen Zugang zu gemeinsamen Lerninhalten bereitzustellen, sondern vor allem einen sicheren. Die Schul-Cloud beachtet laut Angabe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hohe datenschutzrechtliche Standards. Das Projektteam stehe in kontinuierlichem Dialog mit Vertretern der Konferenz der Datenschutzbeauftragen des Bundes und der Länder, insbesondere mit dem dort angesiedelten Arbeitskreis „Bidlung“, heißt es auf der Homepage des Ministeriums. News4teachers

 

Der Digital-Gipfel
Der ehemalige IT-Gipfel wurde umbenannt in „Digital-Gipfel.“ Denn wenn vom digitalen Wandel die Rede ist, geht es nicht mehr nun um neue Telekommunikationstechnologien. Nahezu alle Wirtschafts- und Industriebranchen werden von der digitalen Transformation erfasst: von der Kultur-Kreativwirtschaft, über die Medizin bis hin zu Industrie. Diese Entwicklung will der Gipfel Rechnung tragen und greift zwei Tage lang Themen der „Digitalen Agenda“ der Bundesregierung auf.

In der Ludwigshafener Erklärung vereinbarten die Teilnehmer des Gipfels, die Digitalisierung im Gesundheitswesen weiter voranzutreiben, die Zukunft der digitalen Wirtschaft mit neuen Technologien gemeinsam zu gestalten, Infrastrukturen flächendeckend auszubauen und neue Mobilität zu ermöglichen und die intelligente Vernetzung von Städten und Regionen zu fördern.

Weitere Informationen zum Digital-Gipfel finden Sie hier: http://www.de.digital/DIGITAL/Navigation/DE/Service/Digital-Gipfel/Digital-Gipfel.html

 

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