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Lehrerverband kontert Eisenmann: «Schreiben nach hören» nicht grundsätzlich verdammen

Will "Schreiben nach Gehör" aus den Grundschulen verbannen: Baden-Württembergs Kultusministerin Eisenmann. Foto: Kultusministerium Baden-Württemberg

STUTTGART. Der Lehrerverband VBE fordert einen differenzierten Umgang mit der Methode «Schreiben nach hören» in der Grundschule. Das Kultusministerium habe keine Handhabe, den weit verbreiteten Ansatz, Kinder schnell zum Schreiben zu bringen, abzuschaffen, sagte Landeschef Gerhard Brand am Montag in Stuttgart. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte geäußert, dass das «Schreiben nach hören» im Südwesten der Vergangenheit angehören solle. Damit reagierte sie auf ... Mehr lesen »

Sind Schüler heute wirklich schlechter im Schreiben? Bildungsforscher äußern Zweifel

Hätten Schüler früher das besser hinbekommen? Foto: factoids / flickr (CC BY-NC 2.0)

BERLIN. Die Rechtschreibreform sei „ein Flop“, meint der Germanist Uwe Grund. Er hat Schriftstücke von Schülern der Unterstufe (5. bis 7. Klasse) seit den 1970er-Jahren untersucht – und kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Reform äußerst negativ auf die orthografischen Leistungen ausgewirkt hat. Philologenverbands-Chef Meidinger widerspricht: Nicht die Rechtschreibreform sei die Ursache, sondern eine Bildungspolitik, die Orthografie seit 20 ... Mehr lesen »

Studie: Zahl der Orthografie-Fehler von Schülern hat sich verdoppelt – „Rechtschreibreform ist ein Flop“

Die Rechtschreibung hat in den Schulen offenbar an Stellenwert verloren. Foto: Claudia-Hautumm / pixelio.de

BERLIN. Der Mitteldeutsche Rundfunk berichtete vor einigen Tagen allen Ernstes, dass die Rechtschreibreform eine neue Blüte hervorgebracht habe: Zwecks Vereinfachung der Schreibweise würden die beiden Wörter „seid“ und „seit“ künftig nicht mehr unterschieden. „Ab Beginn des neuen Schuljahres im Herbst ersetzt ein einheitliches ‚seidt‘ die beiden Formen“, hieß es. Natürlich eine Falschmeldung: Die Redakteure waren auf einen Satire-Beitrag der Webseite ... Mehr lesen »

Meidinger: Immer mehr Fehler – Bildungspolitik vernachlässigt Rechtschreibung seit mehr als 20 Jahren

Fordert Geld auch für Personal, das Computer in den Schulen betreut: Heinz-Peter Meidinger, Vorsitzender des Deutschen Philologenverbands. Foto: Deutscher Philologenverband

BERLIN. Der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hat beklagt, dass die Rechtschreibleistungen von Schülern immer schwächer würden – auch an Gymnasien. Die Hauptursache sieht Meidinger aber darin, «dass wir es insbesondere bei den meisten Jungen mittlerweile mit einer Generation von Jugendlichen zu tun haben, die kaum mehr liest». Ohne intensives Lesen erwerbe man aber auch keine ausreichende Rechtschreibkompetenz, betonte ... Mehr lesen »

Verbindlicher Mindestwortschatz in Mecklenburg-Vorpommern kehrt zurück

Immer mehr Schüler haben offenbar Probleme mit dem Handschreiben. Foto: dotmatchbox / flickr (CC BY-SA 2.0)

SCHWERIN. Zu DDR-Zeiten gab es bereits einen Mindestwortschatz für Grundschulen. Bald soll es ihn in Mecklenburg-Vorpommern wieder geben. Bildungsminister Brodkorb versprich sich davon eine Verbesserung der Rechtschreibleistung. Das Bildungsministerium führt in Mecklenburg- Vorpommern einen Mindestwortschatz für Grundschulen ein. Er soll vom Schuljahr 2016/17 an verbindliche Grundlage für den Deutschunterricht sein, teilte das Ministerium am Donnerstag in Schwerin mit. Der Mindestwortschatz ... Mehr lesen »

Brodkorb steuert um: Mehr Deutsch in der Grundschule für bessere Rechtschreibung

Brodkorb

SCHWERIN. Die Rechtschreibung vieler Schüler lässt zu wünschen übrig. Jetzt steuert ein Bundesland gegen, nämlich Mecklenburg-Vorpommern – mit mehr Deutschunterricht in der Grundschule und einem verbindlichen Wortschatz. Von der Opposition kommt Kritik. Mecklenburg-Vorpommerns Grundschüler bekommen mehr Deutschunterricht, um ihre Rechtschreibung zu verbessern. Möglichst bereits vom Schuljahr 2017/18 an sollen, verteilt auf alle Grundschuljahre, bis zu vier Deutsch-Stunden mehr als jetzt ... Mehr lesen »

Streit um „Schreiben wie Hören“: Pure Ideologie ist im Spiel

NB

Ein Kommentar von NINA BRAUN. Über Methoden lässt sich streiten, natürlich. Wenn die Auseinandersetzung aber mehr sein soll als ein Krach um des Kaisers Bart, dann sollten schon Fakten die Grundlage sein – und nicht Glaubenssätze. Wie bei der Diskussion um die Methode Reichen, die berühmt-berüchtigte Art also, Schüler Wörter so schreiben zu lassen, wie sie sie hören. Kritiker sehen ... Mehr lesen »

„Schraibm nach gehöa“ – Experten warnen vor Problemen bis in die Universitäten

Die Rechtschreibung hat in den Schulen offenbar an Stellenwert verloren. Foto: Claudia-Hautumm / pixelio.de

MAINZ. Der Streit um „Schreiben wie Hören“ ist beinahe so alt, wie die Methode selbst. An vielen Grundschulen praktiziert, bringt sie Schülern relativ schnell Erfolgserlebnisse und kann zu mehr Kreativität beim Schreiben führen. „Doch das dicke Ende kommt dann später“, warnen Kritiker bei einer Tagung in Mainz. Ein umstrittenes Thema hat sich Bildungsforum Rheinland-Pfalz der Konrad-Adenauer-Stiftung für den Auftakt seiner ... Mehr lesen »

Rechtschreibung: Thüringens Regierungskoalition warnt davor, Lehrer zu verunglimpfen

Immer mehr Schüler haben offenbar Probleme mit dem Handschreiben. Foto: dotmatchbox / flickr (CC BY-SA 2.0)

ERFURT. Auf Antrag der AfD-Fraktion debattierten die Abgeordneten im thüringischen Landtag über die Rechtschreibefähigkeit der Schüler im Land. Bei der Rechtschreibfähigkeit der Thüringer Schüler gibt es nach Ansicht von Bildungsministerin Birgit Klaubert (Linke) keine großen Defizite. Eine Vielzahl verschiedener Kompetenztests Freitag im Landtag. Die Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen seien bei Thüringer Schülern sogar geringer als im Bundesdurchschnitt. In der ... Mehr lesen »

Auffällig schlechte Rechtschreibleistungen bei Drittklässlern im Nordosten – kein Grund zur Sorge?

Immer mehr Schüler haben offenbar Probleme mit dem Handschreiben. Foto: dotmatchbox / flickr (CC BY-SA 2.0)

SCHWERIN. Bei der Vergleichsarbeit «Vera» erreichte im vergangenen Schuljahr mehr als ein Drittel der Drittklässler im Land nicht einmal den Mindeststandard in der Rechtschreibung. Sieht das Ministerium in Vera 3 auch kein geeignetes Instrument zur Überprüfung der Lernzielerreichung, kündigte die Landesregierung dennoch weitere Prüfungen an. Viele Drittklässler in Mecklenburg-Vorpommern haben Probleme mit der deutschen Rechtschreibung. Das hat die Vergleichsarbeit «Vera ... Mehr lesen »