Weil es den Beruf in Deutschland nicht mehr gibt: Abschluss als SED-Propagandist wird nicht anerkannt

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DRESDEN. Die Aus- und Weiterbildung eines Propagandisten der früheren DDR-Staatspartei SED wird im wiedervereinigten Deutschland nicht als Fachschulabschluss anerkannt. Das ist das Fazit einer Prüfung durch den Petitionsausschuss des sächsischen Landtages. An das Gremium hatte sich ein Mann gewandt, der von 1982 bis 1985 einen Kurs an einer Bildungsstätte der SED-Bezirksleitung Leipzig absolvierte. Propagandisten hatten damals die Aufgabe, Mitglieder der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) ideologisch zu schulen.

Viele Lehrer in der DDR waren offenbar linientreu. Illustration: Wikimedia Commons
Zu was könnte ein SED-Propagandist heute gut sein? Illustration: Wikimedia Commons

2003 beantragte der Mann beim sächsischen Kultusministerium die Anerkennung und Bewertung dieses Befähigungsnachweises. Eine Prüfung zur Gleichwertigkeit von Bildungsabschlüssen im Sinne des Einigungsvertrages fiel aber negativ aus. Es gebe keine bundesdeutsche Entsprechung im Ausbildungsbereich der öffentlichen Schulen, hieß es. Der Petitionsausschuss des Sächsischen Landtags kam bei einer neuerlichen Prüfung des Falls jetzt zu keinem anderen Ergebnis. dpa

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