Neue Regierung plant einen Nationalen Bildungsrat aus Experten und Politikern

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Die Bundesländer wollen beim Thema Bildung verstärkt gemeinsam Flagge zeigen. Die Kultusministerkonferenz habe sich auf weitreichende Schritte verständigt, teilte die KMK anlässlich einer Ministersitzung in Berlin mit. Dabei gehe es unter anderem um Vergleichbarkeit und Qualität des Bildungswesens in Deutschland.

Holter setzt auf länderübergreifende Zusammenarbeit in Bildungsfragen. Foto: By Martin Kraft (Own work) CC BY-SA 3.0 Wikimedia Commons

Der KMK-Präsident und Thüringer Bildungsminister Helmut Holter (Linke) sagte: «Wir werden die künftige länderübergreifende Zusammenarbeit in Kernfragen der Bildungspolitik fortentwickeln, um die Vergleichbarkeit und Qualität des Bildungswesens in Deutschland weiter zu verbessern.» Bund und Länder würden die Weichen für einen Nationalen Bildungsrat stellen. So ein neues Experten- und Politikgremium ist im Koalitionsvertrag von Union und SPD vorgesehen. Die Länder wollen ein Konzept für den Bildungsrat als Verhandlungsgrundlage mit der Bundesregierung erarbeiten.

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Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe (SPD) und Bayerns Bildungsminister Ludwig Spaenle (CSU) erklärten, die KMK festige die Grundlagen für einen gut funktionierenden Bildungsföderalismus. Die KMK will einen Themenkatalog für weitergehende Vereinbarungen der Länder zu grundsätzlichen Fragen der Bildungspolitik ausarbeiten. Geprüft werden solle die Option für einen Staatsvertrag, um die länderübergreifende Zusammenarbeit weiterzuentwickeln.

Am Donnerstag hatte die neue Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) ihr Amt aufgenommen. Zu ihrem Amtsantritt sagte sie, jeder solle die Chance auf gute Bildung haben. Dazu zählten funktionierende Schulen, gute Lehrkonzepte, Ganztagsangebote und insbesondere eine gute digitale Ausstattung. «Hier werde ich einen neuen Schwerpunkt setzen.» dpa

GroKo-Sondierer einigen sich auf „nationalen Bildungsrat“ – gut so!

 

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2 KOMMENTARE

  1. Wenn auch Schulgesetze und Verordnungen mal bundesweit “angeglichen” würden, wäre das sehr begrüßenswert. Es kann doch nicht sein, dass man in dem einen Bundesland darf, was man in dem anderen nicht darf und dass sogar Gerichtsurteile im einen Bundesland im anderen nicht gelten.

    Und die ganze Kuschelpädagogik gehört man wieder hinausgestrichen.

    • So darf man derzeit in dem einen Bundesland Kinder nacharbeiten lassen, in dem anderen nicht; in dem einen dürfen Hausaufgaben bewertet werden, in dem anderen nicht; in dem einen sind fürs Endjahreszeugnis die Noten des ganzen Schuljahres geltend, in dem anderen nur die des 2. Halbjahres usw.-usf. (obwohl sogar Urteile gegen Letzteres sprachen, aber in einem anderen Bundesland).

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