Schon 85 Masernfälle in Niedersachsen – Berufsschule betroffen

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HANNOVER. Seit Jahresbeginn sind 85 Frauen, Männer und Kinder in Niedersachsen an Masern erkrankt. 47 Fälle davon stehen im Zusammenhang mit dem Ausbruch der Infektionskrankheit im Landkreis Hildesheim, wie das Landesgesundheitsamt in Hannover mitteilte.

2018 hatte es landesweit insgesamt nur 18 Masernfälle gegeben. Zuletzt wurden bei einer 18-jährigen Schülerin der Berufsbildenden Schulen in Papenburg Masern festgestellt – daraufhin mussten ungeimpfte Schüler dem Unterricht fernbleiben. Ein weiteres Mädchen hatte sich allerdings schon angesteckt, wie der Landkreis Emsland berichtete.

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Masernausbrüche wie jetzt im Landkreis Hildesheim wecken angesichts politischer Diskussionen mehr mediale Aufmerksamkeit als früher. Foto: Danvasilis / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Der letzte Fall des Masernausbruchs im Landkreis Hildesheim wurde nach Behördenangaben Ende April gemeldet. In der Region starb sogar eine Frau nach ihrer Masernerkrankung infolge einer Lungenentzündung. In vielen anderen Landkreisen gab es lediglich Einzelfälle, davon die meisten im Landkreis Peine (9), der Region Hannover (6) sowie den Landkreisen Göttingen und Harburg (jeweils 5). Von den in diesem Jahr Erkrankten waren 13 Kinder unter 10 Jahren, 20

Spahn: 2.500 Euro Strafe bei Verstoß gegen Impfpflicht (gilt auch für Lehrer und Erzieher)

Das Bundeskabinett hat vor kurzem ein Gesetz für eine Masern-Impfpflicht auf den Weg gebracht. Von März 2020 an müssen Eltern vor der Aufnahme ihrer Kinder in eine Kita oder Schule nachweisen, dass diese geimpft sind. Die Impfpflicht gilt auch für Tagesmütter, Kita-Personal, Lehrer und Beschäftigte im Medizinbereich. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 2500 Euro.

Daten von Schulanfängern: Größere Impflücken in Deutschland als angenommen

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