Bayernpartei fordert, nur noch das bayerische Abitur anzuerkennen

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MÜNCHEN. Die für Provokationen und Sticheleien bekannte Bayernpartei legt in der Debatte um den Nationalen Bildungsrat noch einen drauf. «Nach Ansicht der Bayernpartei sollte die Vereinbarung der Kultusministerkonferenz, die eine automatische Anerkennung der in der Bundesrepublik erzielten Bildungsabschlüsse beinhaltet, von Bayern gekündigt werden», erklärte der Vorsitzende Florian Weber am Mittwoch in München.

Dies ist auch kein Foto von bayerischen Abiturienten. Foto: Harald Bischoff / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
“Diskriminierung bayerischer Abiturienten beenden!”. Foto: Harald Bischoff / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

«Personen mit nicht-bayerischem Abitur stünde der Weg an eine bayerische Universität nur nach Ablegen einer Aufnahmeprüfung offen.» Das würde aus Webers Sicht die «Diskriminierung» bayerischer Studenten beenden, die wegen höherer Anforderungen beim Abitur den gewünschten Studienplatz nicht bekämen.

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Union und SPD im Bund hatten den Aufbau des Nationalen Bildungsrates im Koalitionsvertrag vereinbart. Er sollte aus Experten und Vertretern von Bund und Ländern bestehen, die Empfehlungen zu Bildungsthemen aussprechen. Beispielsweise zur Vergleichbarkeit des Abiturs. Bayern und Baden-Württemberg hatten in den vergangenen Tagen aber erklärt, sich aus den Verhandlungen zurückzuziehen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte die Entscheidung unter anderem mit Angst vor einer Angleichung auf niedrigem Niveau begründet (News4teachers berichtete).

Die Bayernpartei begrüßte den Rückzug ausdrücklich. Das Ziehen der Notbremse dürfe aber nicht darüber hinweg täuschen, «dass die bayerische Staatsregierung immer wieder einmal bei den Sirenenklängen der Berliner Zentralisten schwach wird», hieß es. Die Bayernpartei ist eine Kleinstpartei, die landespolitisch keine Rolle spielt. dpa

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

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