Eisenmann: Dienstpflicht für Lehrer besteht weiter – sie sollen Moodle nutzen

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STUTTGART. Mit digitalen Lernangeboten soll die Zeit der flächendeckenden Schulschließungen bis zu den Osterferien überbrückt werden. Das baden-württembergische Kultusministerium stellt allen Schulen im Land das Lernmanagementsystem Moodle kostenlos zur Verfügung, wie Ministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Montag mitteilte. «Insbesondere digitale Medien können dazu beitragen, ortsunabhängig zu kommunizieren, zu lernen und zu arbeiten», sagte sie. 

Auf Schulbesuch: Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann. Foto: Kultusministerium Baden-Württemberg
Bietet den Schulen auf die Schnelle ein virtuelles Klassenzimmer an:: Baden-Württembergs Kultusministerin Eisenmann. Foto: Kultusministerium Baden-Württemberg

Moodle ermögliche interaktives E-Learning, erklärte die Ministerin – Lerngruppen könnten eingerichtet, Aufgaben und Materialien verteilt und Arbeiten bewertet werden. Darüber hinaus könnten Lehrkräfte und Schüler in Foren diskutieren und Informationen austauschen. Moodle werde im Land bereits seit vielen Jahren von einigen Schulen sowie in der Lehrkräftefortbildung eingesetzt. Die Schulen könnten auch über den Einsatz anderer digitaler Angebote eigenständig entscheiden.

Lehrer müssen für die Schüler erreichbar sein

Eisenmann stellte klar, dass die Schulschließungen keine Verlängerung der Osterferien bedeuteten. Die Schulen im Land hätten den Montag dazu genutzt, den Schülern Vorbereitungshinweise für Prüfungen, Hausaufgaben sowie Lernpakete und Hinweise zur Weiterarbeit für die kommenden Wochen zu geben. Für Lehrer bestehe weiterhin die Dienstpflicht, sagte eine Sprecherin des Kultusministeriums. Sie müssten erreichbar sein für die Schüler und könnten von den Schulleitungen jederzeit etwa zur Notbetreuung von Kindern an die Schule beordert werden. dpa

Moodle-light

Mit der Lernplattform Moodle können grundlegende Anforderungen des Unterrichts in der Zeit der Schulschließungen digital abgedeckt werden, so heißt es auf der Seite www.lehrerfortbildung-bw.de.

Dazu zähle…

  • … die Bereitstellung von Lernmaterialien: Schüler/innen können Informationen und Aufgaben entgegennehmen, bearbeiten und Lösungen abgeben,
  • … die Kommunikation: Schüler/innen und Lehrkräften können miteinander in Kontakt kommen, Fragen stellen und Rückmeldungen austauschen, und die
  • …. die Dokumentation: Lernprozesse können dokumentiert werden.

Um die Schulen während der Schließung landesweit digital zu unterstützen, wurde kurzfristig „Moodle-light“ entwickelt, das diese Basis-Funktionen auf einfachstem Niveau abdecke, aber keine Moodle-Vorkenntnisse erfordert.  Alle Schulen in Baden-Württemberg, die noch keine eigene Moodle-Plattform haben, erhalten ab Montag, den 16. März, eine eigene Moodle-Plattform bei BelWü, dem baden-württembergischen Forschungsnetz. Über eine Mail an die Schulleitungen wird ein Passwort und ein Link versendet, mit dem die Plattform gestartet werden kann. Die Schulen erstellen dann entsprechend ihren Anforderungen Kursräume.

Zentrale Idee von Moodle-light ist, dass jede Klasse während der Zeit der Schulschließung ein eigenes virtuelles Klassenzimmer erhält, über das die Schüler und Lehrer erreicht werden können und in dem Aufgaben abgeholt und abgegeben werden.

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1 KOMMENTAR

  1. Wenn das so einfach wäre. In BY gibt es Mebis statt Moodle. Leider die meiste Zeit überlastet, die Schüler kommen meist nicht rein. Inhalte hochzuladen kann aufgrund der Überlastung Stunden dauern.
    Jaja die Digitalisierung. Schöne Worte wenig Inhalt. (Milchkanne und 5G und so…)

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