CDU: Lehrer sollen in den Sommerferien einen „digitalen Führerschein“ machen

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BERLIN. Die oppositionelle CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus fordert in der Corona-Krise ein großangelegtes Programm zur schnellen Digitalisierung aller Schulen in der Hauptstadt. Nötig seien flächendeckend Breitbandanschlüsse, WLAN und eine einheitliche digitale Lernplattform, sagte Fraktionschef Burkard Dregger am Mittwoch. In den Sommerferien sollen die Lehrer dann einen „digitalen Führerschein“ machen.

Lehrer sollen in den Sommerferien lernen, mit digitaler Technik umzugehen – meint die CDU. Foto: Shutterstock

Erst einmal soll die Technik her: Für alle rund 360.000 Schüler und ihre Lehrer müssten einheitliche Endgeräte in die Fläche kommen, was über ein Leihsystem, aber auch private Geräte umgesetzt werden könne. Die CDU regt in ihrem Konzept zudem eine systematische und verpflichtende digitale Weiterbildung von Lehrern in diesen Sommerferien an: Eine Art digitaler Führerschein soll sie fit machen für die neue Zeit, soweit sie das noch nicht sind. Entsprechende Angebote für Eltern müsse es ebenfalls geben.

Die Klassenstufen 1 bis 3 benötigten darüber hinaus mehr Präsenzunterricht im Klassenraum, dies sei unabdingbar. Neben Schichten schlägt die CDU diese Kinder zusätzlichen Unterricht an jedem zweiten Samstag vor. News4teachers / mit Material der dpa

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Berliner CDU fordert Weiterbildung für Lehrer in den Sommerferien

 

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10 KOMMENTARE

    • … und der Dienstherr stellt dann den „Dienstwagen“, wie bei anderen Beschäftigungsverhältnissen auch.

  1. Organisieren das dann die selben Atzen, die uns auch den Lernraum gezaubert haben. Dort musste ich meine Klasse als Excelltabelle einreichen undxdas wurde per Hand verarbeitet.

    Ob sie wohl mittlerweile Win 10 haben????

  2. Diese Sommerferien? Also die im Sommer 2020?
    Wann beginnen sie in Berlin? (schnell mal nachgeschaut…) Ah, in 6 Wochen.

    Ich hatte im Hinterkopf, dass in Berlin die Umsetzung größerer Projekte etwas dauert…,
    … aber da muss ich mich wohl getäuscht haben.

    Toll, dass die Berliner Lehrkräfte und SchülerInnen zum Schuljahresbeginn 2020/21, sprich in 12 Wochen, landesweit diese phänomenalen, überall einheitlichen Möglichkeiten erhalten!

  3. Wir sollen einen Führerschein machen?

    Es wurde in Ba-Wü Threema Work ausgerollt, bei dem wir nicht mal in Gruppenchats einstellen können, wer wem und wann schreiben darf….. spitze – so werden wir Lehrer geschützt…

  4. Herrlich! Lehrer sollen einen PC-Führerschein machen, wie unsere Grundschüler! Das fordern nur Politiker, die 20 Jahre keine Schule von innen gesehen haben.

  5. Oooch, wenn ich im Moment des Bestehens der PC-Führerscheinprüfung (extern autodidaktisch vorbereitet, versteht sich) drei Klassensätze Ausleihgeräte überreicht bekomme, dann würde ich sofort HIER schreien für die Prüfung. Den Urlaubstag investiere ich sogar und schenke ihn dem Staat – über die vielen Stunden, die ich trotz offizieller Teilzeit quasi in Vollzeit arbeite, hinaus.

    Dann hätte ich bei voller Punktzahl gern noch die seit fünf Jahren versprochene Glasfaserleitung zu unserer Schule, für jeden Dienstleistenden ein Dienstgerät, das den Sicherheitsstandards entspricht, modernere Software für unsere SchulPCs (Wir haben noch Windows7 in der Schule, ju-ju-ju.), falls die das nicht aushalten eben auch zeitgemäße PCs, einen IT-Betreuer zur Entlastung der Informatiklehrer und ihres PC-betreuenden (Nichtinformatiker)teams … Na, ich will nicht unverschämt sein und bringe andere Notwendigkeiten nicht mehr an.

    Also mit diesem Agreement: „Her mit der Führerscheinprüfung!“

  6. Ohne einen externen IT Betreuer wird die Digitalisierung in den Schulen sowieso nie funktionieren können.

    Im Digitalisierungspakt steht deutlich drin, dass das Geld NICHT für den Support der
    Hard- und Software genutzt werden darf !!!!

    Aha. Wie soll das funktionieren?
    Die Gemeinden haben das Geld nicht einen IT Fachmann einzustellen für Rathaus, Kindergarten und Schule….. so müsste es nämlich laufen ….

    • Die Schultraeger erhalten nur dann Geld aus dem Pakt, wenn sie garantieren, dass der Support gewährleistet wird. Das ist bei Lebensmitzelhygiene auch so. Fraglich bleibt, wie jetzt schon klamme Schultraeger das alles stemmen sollen. Andererseits waren hier auch die Länder gefragt, durch einen Support fonds gleiche Bedingungen zu ermöglichen

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