SPD Baden-Württemberg fordert Tablet oder Laptop für jeden Schüler

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STUTTGART. Die baden-württembergische Landes-SPD fordert digitale Hilfsmittel für Schüler, die wegen geschlossener Schulen in der Corona-Krise daheim lernen müssen. Familien und Alleinerziehende seien darauf angewiesen, sagte Parteichef Andreas Stoch. So müssten Schüler, die kein Tablet oder Laptop haben, mit einem solchen Gerät ausgestattet werden. Sie drohten sonst, von der Schule abgehängt zu werden. Das Land müsse hierfür, zusätzlich zu Hilfen des Bundes, 65 Millionen Euro bereit stellen. Einen entsprechenden Forderungskatalog habe der Landesvorstand der Partei am Samstag beschlossen.

Ohne die entsprechende technische Ausstattung ist es schwierig am digitalen Unterricht teilzunehmen. Foto: Wesley Fryer / flickr (CC BY-SA 2.0)

«Alle Kinder haben ein Recht auf Bildung und Teilhabe, die wegen der Corona-Krise gerade gefährdet ist», sagte Stoch. Eine Voraussetzung für gleiche Bildungschancen sei eine gute technische Ausstattung, vor allem wenn daheim gelernt werden müsse. «Deswegen ist es wichtig, dass alle Schüler, deren Eltern sich kein Tablet oder Laptop leisten können, ein solches Gerät bekommen», sagte Stoch. Das Land sei bislang nicht aktiv geworden, dies müsse sich ändern. Zudem brauche es mehr Förderangebote sowie weitere Hilfen. (dpa)

Bund schnürt 500-Millionen-Paket für digitalen Unterricht in der Coronakrise – Schulen bekommen Geld für Online-Lerninhalte

 

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3 KOMMENTARE

  1. Achachach, der Herr Stoch mal wieder in seiner SoziBlase…..Fehlende Endgeräte sind bei meinen Schülern und bei den Schülern meiner Schule (RS) nicht das Problem. Wer will, kann ein IPad bekommen. Das ist mittlerweile an ganz vielen Schulen so. Das Problem des Abhängens der Kinder liegt an der fehlenden Erziehung und Fürsorge, sprich das Problem liegt bei den Eltern. Es gibt auch Kinder, deren Eltern beide arbeiten gehen müssen, aber da läuft komischerweise der Laden. Es gibt auch Kinder mit alleinerziehendem Elternteil, das arbeiten gehen muss und da läuft der Laden auch. Aber es gibt auch Kinder, die beide Elternteile haben, die auch vor Coronazeiten ständig zuhause sind und sich kümmern könnten. Da läuft der Laden nicht. Diese Kinder sind im Übrigen meist hervorragend mit mehreren Endgeräten verschiedener Kategorie ausgestattet. Leider kein Klischee!
    An meiner Schule verwehrt kein Lehrer einem Kind die Teilhabe und Bildung. Leider wehren sich sehr viele Eltern und Kinder derzeit gegen eine Beschulung. Eine Folge unserer degenerierenden Gesellschaft.

  2. Ich fordere Geräte für jede Lehrkraft! Es kann nicht sein, dass wir dutzende Dateien aufmachen auf privaten Rechnern, auf denen auch Online-Banking usw. läuft.

  3. Der Herr Stoch fordert…und scheint von der Praxis keine Ahnung zu haben. Wenn dann bitteschön Endgeräte für alle Schüler und für alle Lehrer. Die nötige technische Ausstattung für die Schule. Fachpersonal (Keine Lehrer) zur Betreuung der Hard- und Software. Ein einheitliches funktionierendes System und Endgeräte für die Schulen. Das wichtigste: Die Technik allein macht noch keinen guten Unterricht. Zunächst bräuchten wir ein pädagogisches Konzept wo Digitalisierung zu einem Mehrwert im Unterricht führt. Ein Tablet für Bedürftige macht den die dunkle Kerze auf dem Kuchen nicht automatisch heller.

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