„Es wird immer wieder Infektionen geben – auch in Schulen und Kitas“

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KIEL. Eine Erzieherin einer Kita in Kronshagen bei Kiel ist positiv auf Corona getestet worden. Seit dem 8. Juni seien neben der Erzieherin die neun Kinder der von ihr betreuten Gruppe sowie 30 Familienangehörige in Quarantäne, teilte eine Sprecherin des Kreises Rendsburg-Eckernförde mit. Es seien zwölf Testungen veranlasst worden, davon lagen bis Freitag sechs Ergebnisse vor – sämtliche negativ, wie die Kreissprecherin weiter mitteilte. Der Kita-Betrieb gehe bis auf die Gruppe der Corona-positiven Erzieherin weiter.

Wäre es unverhältnismäßig, Schulen und Kitas nicht weit zu öffnen? Illustration: Shutterstock

Weitere Corona-Fälle in Kitas in Schleswig-Holstein sind dem Gesundheitsministerium in Kiel nach eigenen Angaben aktuell nicht bekannt. Nach dem Infektionsschutzgesetz müssen Ausbruchsgeschehen in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden, das wiederum das Ministerium darüber informiert.

Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) hält auch nach dem Bekanntwerden des Falles in Kronshagen an der landesweiten Öffnungsstrategie für Kitas und Schulen fest. «Bis es einen Impfstoff und/oder ein Medikament zur Behandlung von Covid-19 gibt, leben wir mit dem Virus, das heißt es wird immer wieder Infektionen geben – auch in Schulen und Kitas», sagte Garg. Angesichts des derzeitig sehr niedrigen Infektionsgeschehens sei der von der Regierung eingeschlagene Weg nicht nur verantwortungsvoll, «sondern es wäre auch unverhältnismäßig Schulen und Kitas nicht zu öffnen».

Vom 22. Juni an soll in den Kitas im Norden der volle Regelbetrieb unter Auflagen und abhängig von der infektionsepidemiologischen Gesamtsituation ermöglicht werden. Ausnahmen sind bis zum 28. Juni möglich. Spätestens zum Beginn der Sommerferien am 29. Juni soll die Rückkehr in den Regelbetrieb flächendeckend erfolgt sein. Dann sind wieder Gruppen bis 20 Kita-Kinder vorgesehen. Derzeit herrscht noch ein eingeschränkter Regelbetrieb mit maximal 15er Gruppen. dpa

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2 KOMMENTARE

  1. «Bis es einen Impfstoff und/oder ein Medikament zur Behandlung von Covid-19 gibt, leben wir mit dem Virus, das heißt es wird immer wieder Infektionen geben – auch in Schulen und Kitas». Diese Aussage ist eine politische Bankrotterklärung. Als Politiker sollte man sagen: „Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um Infektionen in Schulen und Kitas zu vermeiden.“ Die Poltik hat Glück, dass Kinder noch nicht wählen dürfen.

    • Ich finde nicht, dass es eine Bankrotterklärung ist. Es ist ehrlicher als all die anderen Äusserungen (auch von Ärzteverbänden) die die Situation verharmlosend darstellen.

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