Interpol hilft nach Amokdrohungen im Sauerland: Zwei Schüler festgenommen

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ATTENDORN. Mit großem Aufwand hat die Polizei die Urheber von fünf digitalen Drohnachrichten gegen einen Schulverbund im sauerländischen Attendorn gefunden: Ermittlungen im Darknet und im Ausland mit Hilfe von Interpol führten zu zwei Jugendlichen, die laut einem der beiden «keinen Bock auf Schule» hatten, wie die Polizei berichtete. Laut der Einrichtung hatten sie unter anderen einen Amoklauf angedroht. Sie wurden vorläufig festgenommen.

Die Polizei rückte an. Foto: Martin Quast / pixelio.de

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, gab es seit dem 11. Juni an drei Tagen Drohnachrichten bei Twitter und via E-Mail. In den anonymen Ausführungen hieß es unter anderem, Menschen würden auf dem Schulkomplex – eine private katholische Realschule und ein privates katholisches Gymnasium – sterben. Laut Schulleitung wurde in der ersten Drohung ein Amoklauf angekündigt.

Motiv: „Keinen Bock auf Schule“

«Eine der versandten Nachrichten konnte durch intensive IT-Ermittlungen der Polizei zurückverfolgt werden», teilten die Behörden am Mittwoch mit. Nach Razzien und Verhören hätten die beiden Jugendlichen gestanden. Ihr Alter teilten die Behörden nicht mit.

«Als Motiv gab einer der Beschuldigten an, keinen „Bock auf Schule“ zu haben. Sie wollten durch die Drohungen eine Schließung der Schule erzielen, um schulfrei zu haben. Über die Folgen habe man sich keine ernsthaften Gedanken gemacht», so die Polizei. Beide wurden wegen Störung des öffentlichen Friedens angezeigt. Zudem sollen sie eventuell für die Kosten der Einsätze in Regress genommen werden. «Außerdem drohen beiden Verdächtigen schulische Konsequenzen.» dpa

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1 KOMMENTAR

  1. Die sollten doch mindestens zu 10 Sozialstunden verurteilt werden, wenn dann in 3-4 Jahren das Urteil gesprochen wird!

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