Fernunterricht: Bildungsforscher kritisiert, dass zu oft nur Arbeitsblätter verschickt werden

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DÜSSELDORF. „… dann frage ich mich, ob eigentlich die gesamte Bildungsforschung der letzten Jahrzehnte und sämtliche Lehrerbildungskurse nur Selbstzweck gewesen sind – denn offenbar geht Schule auch ganz ohne all das.“ Der bekannte Erziehungswissenschaftler Heiner Barz weist pointiert auf grundlegende Probleme beim Homeschooling hin.

Millionen von Kindern lernen in diesen Tagen weitgehend zu Hause. Foto: Shutterstock

„Elektronisch verschickte Lückentexte und Arbeitsblätter, mit denen Eltern, Schülerinnen und Schüler alleine gelassen werden – das ist kein Homeschooling, das ist noch nicht einmal Fernunterricht. Das ist eine bildungspolitische Bankrotterklärung und eine pädagogische Zumutung!“ Mit deutlichen Worten hat der Düsseldorfer Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Heiner Barz auf Probleme beim Homeschooling hingewiesen.

Schule ist eine wichtige Sozialisationsinstanz

Barz, der seit vielen Jahren zu Bildungsinnovation forscht, sieht aber nicht nur aus Sicht der Lehre mit zunehmender Sorge, wie schnell Eltern plötzlich zu Heimunterricht wechseln mussten, einer Beschulungsart, die noch bis vor einem halben Jahr an der Grenze zur Illegalität gestanden habe. Schule und die Gemeinschaft der Gleichaltrigen stellten außerdem wichtige Sozialisationsinstanzen dar, die kein noch so gut gemachtes Online-Tutorial je ersetzen könne.

Die heimische Überforderung treffe Eltern wie Kinder gleichermaßen: „Selbst, wenn die Mütter oder Väter nichts Anderes zu tun hätten, als ihre Kinder in den eigenen vier Wänden zu unterrichten“, so Barz, „wäre es eine Überforderung – denn dafür sind sie weder fachlich noch didaktisch ausgebildet. Und wenn dann in den höheren Klassen auch noch erwartet wird, dass die Schülerinnen und Schüler sich die Inhalte im Selbststudium erarbeiten, sie übend anwenden und dann das Problemlösen und den Lerntransfer selbstständig hinbekommen – um anschließend über entsprechende fachliche und überfachliche Kompetenzen zu verfügen … dann frage ich mich, ob eigentlich die gesamte Bildungsforschung der letzten Jahrzehnte und sämtliche Lehrerbildungskurse nur Selbstzweck gewesen sind – denn offenbar geht Schule auch ganz ohne all das.“

Wurden die Angebote der Schüler kaum genutzt?

Diverse Untersuchungen belegten, Barz zufolge, dass zudem die Angebote, die die Schulen machen, nur von einem sehr begrenzten Teil der Schüler überhaupt genutzt würden. Nur etwa sieben Prozent der Kinder nähmen nach einer Studie der Vodafone Stiftung im April täglich an digitalem Unterricht teil, so Barz. Wie auch? Die Schulen sind für interaktiven digitalen Unterricht weder ausgestattet noch ausgerüstet.

Zu der Studie – über die News4teachers ausführlich berichtet hat (hier geht es zu dem Bericht) – gehört allerdings auch der Befund, dass die meisten Lehrkräfte ihre Schülerinnen und Schüler per Mail, Homepage oder Lernplattform mit Unterrichtsmaterialien versorgt haben. Und: Mehr als die Hälfte der Eltern (57 Prozent) waren mit der Art und Weise, wie die Schule ihrer Kinder das schulische Arbeiten zu Hause organisiert, grundsätzlich zufrieden oder sogar sehr zufrieden.

Andererseits: 88 Prozent der befragten Eltern stimmen „voll und ganz“ oder zumindest „eher“ der Aussage zu: Meinem Kind fehlt der persönliche Austausch mit Klassenkameraden und Lehrkräften.

„Schule ist ein sozialer Organismus“

Und hier hakt Barz ein. „Jenseits der Bewertung eventueller gesundheitlicher Gefahren, denen Kinder oder ihre Angehörigen laut Virologen im normalen Schulbetrieb möglicherweise ausgesetzt sind, kommt eine Dimension in der aktuellen Diskussion zu kurz: Schule ist mehr als die Wissensvermittlung, von der man glaubt, dass sie durch digitale Endgeräte übernommen werden könnte“, sagt er und betont: „Aus Sicht der Bildungssoziologie ist sonnenklar, dass die Schule eben nicht nur ein Ort des Kenntniserwerbs ist, sondern ein sozialer Organismus, der in der Gesellschaft aber auch für die einzelnen Heranwachsenden ganz bestimmte Funktionen erfüllt, die weit darüber hinaus gehen.“ News4teachers

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Deutsche Schulen hinken hinterher: Die Hälfte der Lehrer bietet keine digitalen Präsenzzeiten an – Fernunterricht läuft oft ins Leere

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53 KOMMENTARE

  1. „Aus Sicht der Bildungssoziologie ist sonnenklar, dass die Schule eben nicht nur ein Ort des Kenntniserwerbs ist, sondern ein sozialer Organismus, der in der Gesellschaft aber auch für die einzelnen Heranwachsenden ganz bestimmte Funktionen erfüllt, die weit darüber hinaus gehen.“ Das ist keine neue Erkenntnis, aber sie stützt nochmals die seit Jahrzehnten von Lehrern und einigen Eltern erhobene Forderung, die Schulen nachhaltig besser auszustatten (personell UND materiell). Im Sinne eines „schlanken“ Staates (klingt gut, gell?) hat man viel zu lange viel zu viele Bereiche des „sozialen Organismus“ Schule zugrunde gespart. Damit muss jetzt endgültig Schluss sein! Meckernde Eltern, die zum Glück eine Minderheit bilden, sollten sich dieser Forderung anschließen und sich konstruktiv und aktiv beteiligen.

  2. Schade, dass universitäre ErziehungswissenschaftlerInnen ihre Kritik nicht auch mit konkreten Verbesserungsvorschlägen untermauern können, die sicherlich von uns Lehrkräften begeistert aufgenommen werden. Die Kritik ist bereits hinlänglich bekannt.

    • Ehrlich gesagt frage ich mich, was denn so kurzfristig anderes hätte erfolgen sollen als Arbeitsanweisungen in Folge von ABs. Digital ging bei uns nicht viel, viele Kinder haben keine brauchbaren Medien und sogar viele Eltern kennen sich damit nicht aus. Angebote gab es ansonsten in Form von Forscheraufträgen und Challenges. Doch was stellt sich denn der Bildungsforscher so vor. Es gab so viele tolle Ziele, doch vieles was Bildungsforscher theoretisch toll finden lässt sich praktisch oft nicht umsetzten. Dann gab es auch eine gewisse Erwartung der Eltern, die den Lehrplan erfüllt sehen wollen.

    • Genau. Ich habe mir auf der Uniseite einmal die Langversion des Beitrags von Prof. Barz angeschaut. Konstruktive Vorschläge werden weniger gemacht, sondern Ist- Zustände beschrieben. Das, was er an der Uni praktiziert, nämlich sogenannte elektronische Portfolios, kann man höchstens für ältere Schüler nutzen.
      Wichtig zu wissen ist, dass Prof. Barz „Homeschooling“ anders definiert – nämlich als individuelle Möglichkeit des Lernens für schulsensible Kinder, die in Normalzeiten, den Unterricht nicht besuchen wollen/können. Das hat also nichts mit dem derzeit praktizierten Homeschooling für Schülermassen zu tun.

  3. Ich glaube kaum das meckernde Eltern eine Minderheit sind, leider sieht die Realität wirklich katastrophal aus. Resultat dieser derzeitigen Situation ist und bleibt das Tun bzw Nichttun unserer Regierung. Man hat das Gefühl das das hergeben von Steuergeldern für undurchschaubare Subventionen und Kaufanreizungen für Pkw (je größer um so mehr). Hätte man diese Gelder in den Ausbau der digitalen Infrastruktur gesteckt wäre es sicher möglich gewesen interaktive digitale Unterrichtsstunden zu halten. Dazu müssten aber auch alle Lehrkräfte (auch die älteren) im Umgang mit den neuen Medien geschult werden.
    Warum wohl hinkt Deutschland in der Pisastudie so akut hinter her?

    • „Man hat das Gefühl das das hergeben von Steuergeldern für undurchschaubare Subventionen und Kaufanreizungen für Pkw (je größer um so mehr). “ Sie bringen es auf den Punkt. Der Bildungsbereich (inklusive Kitas!) muss endlich solide finanziert und ausgestattet werden. Sonst wird das Problem weiter verschleppt, bis irgendwann die nächste Krise kommt. Es ist insgesamt nicht mehr tragbar, wie sehr auch schon im normalen Schulalltag improvisiert werden muss. Das geht vor allem zu Lasten der Schüler und schadet letztlich auch der Volkswirtschaft des ganzen Landes.

    • Die affinität zu „neuen Medien“ hängt nicht vom Alter der Lehrkräfte ab. Hinter wem hinkt Deutschland in der Pisa-Studie hinterher?

    • „Dazu müssten aber auch alle Lehrkräfte (auch die älteren) im Umgang mit den neuen Medien geschult werden.“

      Das mag für einige Lehrer der Fall sein, ABER: Nach den Erfahrungen an meiner Schule war v a das Problem, dass die Schüler die Angebote im Homeschooling nicht bzw. nur zum Teil genutzt haben! Arbeitsaufträge wurden nicht abgerufen. Hausaufgaben nicht bearbeitet und zurückgeschickt, Beratungs-/Gesprächsangebote nicht wahrgenommen usw. Wenn ich Videokonferenzen anbiete und es nimmt in einer Klasse ca. 1/3 Teil, in der anderen nur ca. 1/5 mit dem Hinweis, 9:00 sei dann doch etwas früh, oder wenn ich explizit einfordere, mir Texte zur Korrektur in jeglicher Form (Word, pdf, Foto, Scan…) zu schicken und ich bekomme nur 5 von 25 zugeschickt, frage ich mich, was ich denn noch tun soll oder wie ich mich noch fortbilden soll, wenn nicht mal die einfachsten Dinge klappen!?

      Ich habe es für meine eigenen Kinder auch geschafft alle eingeforderten Aufträge einzureichen, und sei es am Freitagabend oder Samstagmorgen gewesen. Was ist so schwer daran?

      • Vielleicht sollte man sich deutschlandweit einmal Gedanken machen, woran das liegt.

        Ich hatte 4 solcher Fälle – mehr oder weniger „schwer“. Die Gründe, von den Eltern her gesehen, bei „meinen“ Fällen waren/sind folgende:
        – Schule bzw. die schulischen Aufgaben werden nicht ernst genug genommen (da fehlt die Einsicht in die Notwendigkeit)
        – man fühlt sich organisatorisch überfordert
        – man kennt sich zu wenig (obwohl schon sehr lange in Deutschland) in der deutschen Sprache aus
        – man kannte sich so gut wie nicht auf digitalen Endgeräten aus (doch das konnte ich mit den Kindern telefonisch klären)

        Vieles steht und fällt mit dem Bildungsinteresse und der damit verbundenen Einsicht der Notwendigkeit einer soliden schulischen Ausbildung und der Bereitschaft, sein Kind sichtbar zu unterstützen, falls es die Arbeitseinstellung nicht alleine schafft. Bei meinen Fällen lag und liegt es nicht daran, dass das Kind mit dem Stoff überfordert war, sondern daran, dass es nicht selbst seinen inneren Schweinehund überwinden kann/konnte und die Arbeiten machen.

        Ich mache auch gegenteilige Erfahrungen: In meiner Klasse taten Eltern von Flüchtlingskindern trotz gerade mal so ausreichender Deutschkenntnisse alles, was in ihrer Macht stand, um das Homeschooling zu unterstützen. Ich habe auch lernschwache Kinder, die werden von Elternseite gut unterstützt und machen ihre Aufgaben.

        Das beweist wiederum, dass das Bildungsinteresse das A und O ist. Wichtig ist, sein Kind in der Arbeitshaltung zu unterstützen, wenn es da Probleme gibt.

        Damit eröffnet sich wiederum die politische Frage:
        Was tut der Staat um das Bildungsinteresse und die Bildungsnotwendigkeit in die Köpfe aller zu bekommen?
        Mir geht es vor allem um die daraus resultierende Arbeitshaltung, die sich im Beitrag von Katinka zeigt.

    • Ich als älteste Lehrerin unserer Schule und Medienbeauftragte habe für alle Kinder und Kollegen Iserv-Zugänge eingerichtet. Probleme beim Online-Unterricht lagen nicht an meinem Alter oder der fehlenden Motivation meiner Kolleginnen, sondern an der mangelnden Ausstattung und Medienkompetenz der Eltern.

  4. Ich möchte einmal, nur einmal, einen Bildungsforscher in meinem Schulalltag in Corona Zeiten sehen.
    In der Praxis tauchen täglich Probleme auf, die niemand erwähnt. Natürlich sind dann alle Seiten genervt, bzw überfordert.

  5. Vielleicht habe ich es überlesen, aber war da jetzt ein einziger konstruktiver Verbesserungsvorschlag im Artikel zu finden? Kritik aus dem Elfenbeinturm der theorielastigen Wissenschaft – das hat noch gefehlt. Es geht auch nicht nur um Digitalisierung, sondern auch um rechtliche Leitplanken – Stichwort DSGVO. Wenn Lehrer in Thüringen vom Datenschutzbeauftragten kritisiert werden mit Androhung von Strafen, dann weiß man, warum digital „nicht mehr läuft“. Die DSGVO hat so manche Innovation im schulischen Bereich ( und nicht nur dort) torpediert und viele gut laufende Innovationen wieder zurückgeworfen. Erst strenger Datenschutz, jetzt in der Krise heißt es plötzlich, man soll Teams o.ä. nutzen, womit man sich als Lehrer eigentlich strafbar macht. Ich habe jedenfalls noch nicht gehört, dass die DSGVO momentan außer Kraft wäre. Und sich auf die Kulanz bzw. das Verständnis der Datenschutzbeauftragten zu verlassen, wohin das führt, merken gerade die Kollegen in Thüringen.

  6. Ich bin seit 15 Jahrem mit der Digitalisierung in Bildungswesen beschäftig. Das Problem ist nicht die Hardware und die Sotware, sondern die Mentalität, die Angst vor Neuem, die Angst vor Veränderungen und fehlender Bock auf Weiterbildung und Entwicklung.

    • Komisch, dann können Sie ja nicht sonderlich erfolgreich gewesen sein. Normalerweise sind die Externen auch für die schulungen der Kunden verantwortlich. Oder wollen Sie mir erzählen, dass sie in der freien Wirtschaft ein System einführen ohne die Nutzer zu schulen.

      Was nutzt die gesamte Hardware, wenn es keine Software und keinen Content gibt, die vom zuständigen Ministerium zugelassen sind bzw. die Lizenzen zugelassener Medien derart überteuert sind, dass sie den Etat der Schulen übersteigen. Schulbücher müssen die Schulträger zahlen, bei den Lizenzgebühren streiten sich die Länder und Kommunen derzeit noch um die Kostenübernahme. Die Schulbuchverlage und sonstigen Anbieter wollen natürlich auch weiterhin Geld sehen.

    • Es ist nicht nur die Angst vor neuem, sondern auch die Frage: Was ist der Mehrwert? Und hier gibt es erheblichen Nachholbedarf, denn viele digitale Angebote haben keinen Mehrwert zu konventionellem Unterricht. Außer in Zeiten von Corona – aber wer sah das schon voraus? Genauso mangelhaft waren Zeitungsredaktionen auf Corona vorbereitet (warum sonst wurden die Ausgaben abgespeckt?), genauso mangelhaft waren die Krankenhäuser auf Corona vorbereitet usw.

  7. Das trifft den Kern der Sache. Mein Sohn 8. Klasse Gymnasium hat seit Mitte Februar nur e Mails mit Aufgaben für die Hauptfächer, alle 2 Wochen und dann nach Ostern auch freiwillige Aufgaben alle 2 Wochen für die Nebenfächer bekommen. Eine Woche später kamen dann meist die Lösungen. Wenn sich nicht schnellsten etwas ändert, sehe ich für seine Schulbildung keine guten Aussichten
    Dieses Defizit an sozialer Bildung kann nur ganz schlecht wieder aufgeholt werden.

    • Das entspricht der Erlasslage. Nur Hauptfächer und Aufgaben unter Berücksichtigung der normalen wöchentlichen Unterrichtszeit. Des weiteren beachtung der gesetzlichen Feiertage und der sonstigen unterrichtsfreien Zeiten (beweglichen Ferientage).

  8. Wir wollten an unserer Schule alle Digitalunterricht anbieten. Damit überforderte Eltern beschwerten sich bei der Schulleitung.

  9. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man sich an das Homeschooling so langsam herantasten muss. In der Grundschule (4. Klasse) habe ich meinen Schülern zuerst Wochenpläne gegeben, die eine Selbstreflexionsmöglichkeit enthielten. Diese Art war ihnen vom Unterricht her bekannt. Da die Schüler ihre Materialien mitgenommen haben, habe ich dort vor allem auf Abwechslung und selbst erklärende Aufgaben geachtet. Mich ärgert, dass man Arbeitsblätter nur auf Ankreuzaufgaben reduziert. Arbeitsblätter können verschiedene Aufgaben unterschiedlicher Schwierigkeiten und Machart enthalten. Man kann wie bei Arbeitsheften Aufgaben in verschiedenen Formaten bearbeiten und sie bieten sogar Schneide- und Faltmöglichkeiten an. Auf meinen Arbeitsblättern standen sogar Aufgaben, die man digital lösen musste. Ein „Arbeitsblatt“ bietet vielfältige Möglichkeiten der Aufgabenstellungen und Schwierigkeiten und kan von der Lehrkraft genau auf die Klasse bzw. auf die Schüler zugeschnitten werden.

    Material und Lösungen habe ich auf eine Cloud zum Abgreifen eingestellt. Außerdem habe ich eine spezielle Mailadresse eingerichtet, wo Eltern und Schüler mich fast den ganzen (Arbeits)tag (interessant, wann manche Schüler die Aufgaben machten) ansprechen konnten Zudem habe ich bei strittigen Aufgaben ein Foto bzw. einen Scan eingefordert.

    Währenddessen habe ich versucht, weitere methodische Möglichkeiten zu finden, um etwas mehr Abwechslung ins Homeschooling reinzubringen, denn ich wollte die traditionellen Möglichkeiten, die wir aus dem FF beherrschen, erweitern. Die Erweiterung ging schlussendlich nur digital. Von Schulleitungsseite wurde nach sinnvollen Apps gesucht und die Schullizenzen gekauft. Es dauerte viele Wochen, bis uns der Schulträger ein Tool für Videokonferenzen eingerichtet hatte. Eingearbeitet habe ich mich selbstständig in Erklärvideos (das dauerte ewig) und in digitale Rückmeldungsmöglichkeiten (das war jetzt das Padlet). D.h. meine Schüler haben während des Homeschoolings von mir verordnete Videos geschaut, mussten in einer ÜbungsApp Aufgaben lösen, mussten normale Dinge bearbeiten, mussten ins Padlet bestimmte Lösungen und Gedanken eintragen und mussten mir ab und zu ihre Arbeiten digital zukommen lassen neben den anderen Arbeiten. Aktuell arbeite ich mich in ein Videokonferenztool ein.

    Ich denke, da habe ich die Eltern schon genug gestresst. Wenn jemand mehrere Kinder hat und es ist nur das Handy der Mutter verfügbar, dann wird es schon stressig. In Bayern hatten und haben wir an der Grundschule fast zu genaue Leitlinien, wie wir das Homeschooling betreiben sollen. So, wie das erwartet wird, wird das nach den Ferien statt der bisher 50- 60 Stundenwoche locker 10 Stunden mehr, zumal wir gleichzeitig zwei Gruppen bedienen – eine präsent, die anderen im Homeschooling. Genaue Vorschriften sind oft auch das Ergebnis von Elternprotesten, die oft keinen Konsens aller Elternmeinungen bilden und somit die einen falschen Eindruck hinterlassen. An unserer Schule haben wir Eltern übers Homeschooling rückgefragt und wir haben fast nur positive Rückmeldungen.

    Wenn ich die Kommentare und Artikel auf dieser Seite lese, dann bekommt man den gegenteiligen Eindruck. Das empfinde ich unfair der Mehrheit der Lehrer gegenüber, die sich ins Homeschooling von Null auf 100 in die digitalen Möglichkeiten reingehängt und sich – wie oft so üblich in unserem Beruf – selbstständig reingearbeitet haben.

    • Mir geht es ähnlich, auch wenn ich andere Wege gewählt habe.

      Die meisten Lehrkräfte haben sich selbst auf den Weg gemacht und Möglichkeiten gesucht, die Schulträger waren nun bereit, Kosten zu tragen, die sonst abgelehnt wurden.

      Das Fazit ist aber auch, dass man nur 50% der Eltern überhaupt erreicht, bezogen auf unsere Schule, in manchen Klassen erreicht man kaum jemanden digital.
      Selbst Informationen per E-Mail kommen bei vielen Eltern nicht an, wobei die Lehrkräfte auch bisher keine Dienst-E-Mails hatten, die müssen erst noch vom Träger eingerichtet werden und sind es auch jetzt noch nicht.

      Wenn es den Eltern nicht möglich ist, Aufgaben abzurufen, ggf. auszudrucken, das Kind dabei zu unterstützen, sich auf einer Lernplattform anzumelden, erledigte Aufgaben hochzuladen, weil Geräte, Internet, Knowhow fehlen, dann nutzen die innovativsten Ideen nichts. Tatsächlich kommt man dann mit üblichen Arbeitsformen, die den Kindern bekannt sind, weiter.

      Und wenn die Ansage des Ministeriums in mehreren Bundesländern lautet, man möge zunächst nur Übungen zur Verfügung stellen und keine neuen Inhalte vermitteln, dann überlegt man als Lehrkraft doppelt, ob es angeraten ist, etwas Neues zu vermitteln.
      Gleiches gilt für die Ansage, man möge sich auf die Kernkompetenzen oder Hauptfächer beschränken oder sich an einer bestimmten Minutenvorgabe als Richtwert orientieren.
      Da sind Angebote dann das, was übrig bleibt. Ansonsten beschweren sich die nächsten, dass man sich nicht an die Vorgaben gehalten habe.

      Dass man sich quasi über Nacht in irgendwelche neuen Vorgaben einarbeiten muss, kennen Lehrkräfte gar nicht anders. Oftmals gibt es weder das Angebot qualitativer Fortbildungen noch Zeit dafür, diese zu absolvieren.
      Fehlen in den Schulen die digitalen Möglichkeiten und steht die Umsetzung in den Sternen, sind zielgerichtete Fortbildungen kaum möglich und auch unnötig, da man die erworbenen Fähigkeiten im Alltag gar nicht anwenden kann. Vermutlich haben zahlreiche Lehrkräfte diese Erfahrung längst hinter sich und werden sich zu gegebener Zeit einarbeiten, also dann, wenn Geräte und Möglichkeiten tatsächlich zur Verfügung gestellt werden – so in 5 oder 10 Jahren oder so. Da ist dann die Technik wieder eine ganz andere.

      Jetzt war es nicht anders, auch, weil viele Länder seit Jahren geschlafen haben, es nur Ankündigungen gab, die Ausstattung von Schulen durch den Digitalpakt viel Bürokratie einfordert und die Ausstattung von Lehrkräften gar nicht bedacht wurde, die von Schülern auch nicht.

      Content, also Materialien für digitale Wege, erstellen die Lehrkräfte übrigens zumeist selbst. Auch das wird gern übersehen. Schon als vor 10 Jahren nach und nach Interaktive Whiteboards an die Schulen kamen, war verwunderlich, dass es dafür keine interaktiven Inhalte gab. Offenbar ist das Erstellen so aufwändig, dass Verlage davon lieber Abstand genommen haben, weil es sich nicht rentiert. Dass es für die Boards noch immer kein einheitliches, verbreitetes Dateiformat gibt, zeugt auch davon.

    • Bei uns lief es genauso ab, nur leider ohne Anleitung durch Schulamt und Co. Ich habe alle Kanäle genutzt um die Kinder zu erreichen. Das Padlet das ich Wöchentlich erneuert habe wurde Wenig genutzt.

  10. Ich wollte schon im Jahr 2000 mit den neuen digitalen Medien arbeiten. Die Fachleiter sind aber didaktisch immer hinter unseren Fähigkeiten gewesen, erst jetzt 20 Jahre später fängt man an sich darüber Gedanken zu machen, und selbst meine Referendare werden nach wie vor völlig old schoolmässig unterrichtet. TRaurig

  11. Vielleicht forschen die renommierten Professoren lieber einmal in den Haushalten. Da befinden sich oftmals für tausende Euro Spielkonsolen, neueste Flachbildschirme, teure Smartphones und….. Leider kein funktionsfähiger Drucker oder für die Schüler praktikable Software auf den Gamer PC’s. Darüber schreibt leider niemand.

  12. Hat dieser Herr Barz denn auch einen Lösungsvorschlag?
    Ist ihm klar, dass wir alle gerne hätten, dass Corona nicht existieren würde, damit wir einfach ganz normal weitermachen könnten?
    Weiß Herr Barz, dass zu keiner Zeit Lehrer, Schulleiter o.ä. die Entscheidung hatten, wie es mit den Schulen und dem Unterricht weitergeht?
    Weiß Herr Barz dass viele Lehrer nur deshalb lediglich Arbeitsblätter verschicken, weil es einfach unmöglich ist, sich um hunderte Schüler individuell zu kümmern? Das funktioniert nur, wenn man in einem Klassenverband um die 30 Schüler über einen Kamm scheren kann, aber ansonsten funktioniert das mit der Menge nicht.

    Ein Rechenbeispiel:
    Ich habe knapp 300 Schüler zu betreuen. Wenn ich für jeden lediglich 10 Minuten individuell pro Woche veranschlagen würde (was vom Umfang her leider nichts ist), dann würde man bereits auf eine 50 Stunden Woche kommen!
    Da ist dann noch kein Präsensunterricht, keine Vertretung für Risikokollegen und keine Notbetreuung mit bei.

    Mittlerweile muss ich mich wirklich fragen, ob die Leute, die immer alles meckern eigentlich so naiv sind, oder einfach nicht in der Lage sind mal nachzurechnen. Glauben die Leute wirklich immernoch, dass ich mich nur um ihr eigenes Kind kümmern muss und sonst um keine?

  13. Sollen wir uns nun auch dafür entschuldigen, dass es an der Uni nicht den Kurs „Wie gestalte ich den Unterricht während einer Apokalypse“ gab? Das ist ja wohl lächerlich! Meine Kollegen und ich rackern uns ab wie verrückt und dann kommt so ein Schlaumeier der uns kritisiert, aber nicht eine einzige Alternative nennt. Wie toll sind denn andere Berufsgruppen auf so etwas vorbereitet? Ich wurde auch nicht auf Distanz frisiert, habe keine Arzttermine bekommen und ein Kollege musste mit Grünabfallen umziehen, weil Gartenabfälle nicht entsorgt werden konnten. Wo blieben da die Lösungen? Und uns darf jeder kritisieren? Ist das schon Diskriminierung? Kann ich gegen die Rufschädigung einer ganzen Berufsgruppe klagen?

  14. Als Lehrer muss man sich eben am schwächsten Glied der Kette orientieren. Wenn nur ein Schüler dabei ist, der keine Möglichkeit hat, digital zu arbeiten, dann müssen halt alle analog arbeiten. Alles andere wird ja auch immer kritisiert. Nämlich, dass manche Schüler dann abgehängt seien. Wie man es macht ist es nix.
    Bei Ärzten und Krankenschwestern wird schon applaudiert, wenn sie arbeiten. Bei Lehrern reicht nicht, dass sie arbeiten, es wird immer auch kritisiert, wie sie arbeiten. Ärzte würden sich das nicht gefallen lassen und den Kritikern wie immer mangelnden Sachverstand vorwerfen.

  15. Zitat:
    „Elektronisch verschickte Lückentexte und Arbeitsblätter, mit denen Eltern, Schülerinnen und Schüler alleine gelassen werden – das ist kein Homeschooling, das ist noch nicht einmal Fernunterricht. Das ist eine bildungspolitische Bankrotterklärung und eine pädagogische Zumutung!“

    Woher kennt denn der Elfenbeinturm den Inhalt der Arbeitsblätter und den Inhalt der Lückentexte. Für gewöhnlich steht bei jeder Aufgabe dabei, wie sie zu bearbeitet ist oder irre ich mich etwa.

    • Auch das ist ein treffender Kommentar. Anscheinend kennen der Professor und andere Kritiker des Arbeitsblattes nicht die vielfältigen Möglichkeiten, die in einem Arbeitsblatt stecken. Weiter oben habe ich versucht, das auszuführen, was wahrscheinlich ein Außenstehender nur schwer nachvollziehen kann.

  16. Zitat:
    „dann frage ich mich, ob eigentlich die gesamte Bildungsforschung der letzten Jahrzehnte und sämtliche Lehrerbildungskurse nur Selbstzweck gewesen sind“

    Antwort: JA

  17. In vielen Punkten hat der Herr Professor Recht. Allerdings kann soziales Miteinander auch in Vereinen und anderen Gruppen sehr gut geübt werden, ganz ohne Lehrer. Die Schülergenerationen, die mittags Schulschluss hätten, wussten durchaus, die Zeit gut zu nutzen. Der Papa in homeschooling hat auch insofern recht als ich von meiner Frau ähnliches höre, die versucht, auch Lehrer in einer staatlichen Weiterbildungseinrichtung weiterzubilden. Sie klagt ebenso über die Weiterbildungsblockade vieler, nicht aller Lehrer.
    Dabei erwarten sie von den Schülern, sehr viel Neues in wenigen Jahren zu lernen. Nun können Lehrer selbst erfahren, was lebenslanges Lernen bedeutet. Andere Arbeitnehmer kennen das teilweise schon sehr lange.
    Das digitale Lernen spätestens im Erwachsenenalter wäre auch so die Zukunft gewesen, selbst ohne Corona. Nun dürfen sich Lehrer eben schneller von der Tafelkreide etwas loslösen. Wer weiß, wann der nächste Virus kommt.

  18. P.S.: Zum Glück haben meine Kinder sehr engagierte Lehrer. Das Homeschooling funktioniert bei uns ausgezeichnet, weil wir sehr flexibel und von zuhause arbeiten können, ein Privileg, das nur wenige haben.
    Ich kann auch verstehen, dass unvorbereitete und ungeübte Lehrer jetzt erstmal ein extremes Arbeitspensum haben, weil sie und viele Eltern nicht alle Tools wie Dropbox und andere kennen. Diese erleichtern digitales Lernen am Ende und sparen sehr viel Zeit beim Korrigieren sowie der Erfassung der Leistungsstandübersicht ein.

  19. Also meine Kinder haben den von mir erklärten Stoff besser verstanden als von den Lehrern erklärt. Leider kam von keinem Lehrer überhaupt ein Feedback auf die Aufgaben. Keiner hat je die Unterlagen eingesehen. Und jetzt im Juni wird so langsam der Stoff durchgenommen, den wir bereits im März gepaukt haben. Also homeschooling umsonst, frustrierte Schüler.

    • Wie gesagt, ich habe von meinem Schülern bzw. Eltern kaum etwas zurück bekommen an Arbeiten. Ich fand das auch sehr frustrierend. Das ist die andere Seite!

    • Mein Sohn hat nur ein Feedbeck vom Mathelehrer bekommen: „Die Lösung scheint richtigt zu sein.“

      Elternbeirat hat ein Lobbrief geschrieben. Die Schule sei etwas besser als viele andere. Scheint zu stimmen.

  20. Ich habe mit 2 Kindern (2. und 4. Schuljahr) leider die Erfahrung von E-Mails mit AB und Lückentexten gemacht. Wenig bis keine Unterstützung aus der Schule. Rückläufe von Arbeitsergebnissen die ersten 6 Wochen ausdrücklich nicht erwünscht, später dann wöchentlich per Mail mit Feedback für die Kinder nach teilweise einer weiteren Woche. Frage nach Videokonferenz oder sonstiger medialer Kontaktaufnahme mündete in einem telefonischen „Kindersprechtag“ von 10 Minuten nach 8 Wochen. Was an die Eltern weitergegeben wurde, war Druck „Erwarten Sie nicht, dass darauf im nächsten Schuljahr Rücksicht genommen wird. Der planmäßige Stoff muss zuhause geschafft werden.“ Zum Glück kam dann der Präsenzunterricht zurück. Jetzt erfahren meine Kinder immerhin einmal wöchentlich von einem Pädagogen, wofür sie das alles machen. Mein Ältester geht seit September 2019 offiziell in die Pilot-Tabletklasse der Schule. Bis heute ist kein Tablet in der Klasse.
    Der Artikel mag im Elfenbeinturm entstanden sein, das kann ich nicht beurteilen. Aber ich wünschte, ich könnte ihn nicht 1:1 bestätigen.

  21. Ach Leute tut nicht so als ob das ein Problem von heute wäre. 80% der Lehrer kommen in die Klasse rattern irgendwie halbherzig den Lehrplan runter und sind froh wenn die Glocke läutet und der Feierabend ein Stück näher rückt. Arbeitsblatt rein, Buchpassage gelesen, „hat jemand noch Fragen?“ keiner antwortet obwohl es niemand verstanden hat, weil sich die Blöße, vor den anderen Schülern als dumm oder noch viel schlimmer als schlau bzw Streber dazustehen, anzutun kein Schüler sich gibt… Lehrer macht einen Haken hinter das Thema, next please. Auf Fragen warum denn die erklärten Dinge so sind wie sie sind kommen Antworten alà das brauchst du nicht wissen, übersteigt eh deinen Horizont, und außerdem wird in der Arbeit/Klausur nicht nach dem warum gefragt. Ende.

    Ich hatte in meiner, noch nicht allzulange zurück liegenden Schullaufbahn 2 ( in Worten: ZWEI) Lehrer die wirklich individuell auf die Schüler eingegangen sind, fragen ehrlich beantwortet haben, nach dem Unterricht länger geblieben sind oder sogar zusatzstunden außerhalb des Stundenplans angeboten haben damit ihre Brut es auch wirklich versteht. Die aussterbende Rasse wie leider bei so vielem in der heutigen Welt.

    Das soll keineswegs ein Vorwurf sein, ich hätte auch keine Lust mich mein Leben lang mit unwilligen Ich-f***-deine-Mutter-in-den-A**** gangster rappern möchtegern Erwachsenen rumzuschlagen denen eh alles egal ist, dann entwickelt man irgendwann so eine Einstellung, dass ist nur allzu menschlich. Also no offense we’re all just humans.

    Was ich in den 14 Jahren gelernt habe fürs Leben ist: Schule ist eine Institution in der man dahin erzogen wird ein System zu stützen. Kannst du machen was dir gesagt wird? Deine eigene Meinung in den Hintergrund stellen? Stumpf irgendwelche sinnlosen Listen abarbeiten so wie es penibel vorgegeben wurde ( Stichwort: ohne rechenweg zählt diese Aufgabe null Punkte auch wenn das Ergebnis stimmt, hahaha)? Ja? Dann herzlichen Glückwunsch du kannst nichts aber hier hast du dein Abitur. Individualität und Kreativität sowie eigene Meinung zu (scheinbaren) axiomen haben, kritisch denken und Methoden hinterfragen hingegen ist nicht gern gesehen, man passt halt nicht zur Masse, und wenn man dass nicht abstellen tut/kann/will ist man schnell in der Ecke faul/stur/passt hier nicht hin ( mir wurde trotz herausragender Leistungen, ich habe bis zum Abi nicht ein EINZIGES MAL zuhause irgendwas gelernt, ein Buch aufgeschlagen, Vokabeln gepaukt, denn seien wir mal ehrlich, jemand dessen Geist halbwegs normal funktioniert kann durch bloßes im Unterricht aufpassen alles was er braucht aufsaugen, gesagt ich wäre mit meiner art doch eher für die Hauptschule geeignet als fürs Gymnasium. Aber was erzähle ich hier ich rede gegen die Wand Eltern die ihre Kinder seit Klasse 5 nur mit 7 Stunden Nachhilfe die Woche und keinerlei Freizeit irgendwie durchquetschen, und sich am Ende wundern warum paulchen mit 25 sowas wie Empathie nicht kennt)

    Gott wenn es nicht zwingend notwendig wäre würde ich meine Tochter nicht in diese Geistunterdrückungsfabrik… Ähh Schule, schicken. Aber da kommt man nicht drum rum denn ohne „Papier“ ist man in diesem Land nicht existent auch wenn man den IQ von Einstein und Tesla ( Nicola, nicht der elektro Auto Typ) zusammen hat. Traurig aber wahr.

    Ich weiß die Leute mit Hirn sehen das, müssen das, genauso sehen, auch wenn sie es ihres gesellschaftlichen Status wegen niemals in der öffentlichkeit zugeben KÖNNEN.

    Der Rest ist einfach ein Sklave der Maschinerie.

    So danke für die Aufmerksamkeit, please let the shitstorm of Entrüstung begin, thanks, and have a nice day.

    LG Berufseinsteiger mit 1,3 Abi, und einer Tochter die mit ihren zwei Jahren schon jetzt schlauer ist als die meisten 4 jährigen.

    Peace

    • „[…]
      LG Berufseinsteiger mit 1,3 Abi, und einer Tochter die mit ihren zwei Jahren schon jetzt schlauer ist als die meisten 4 jährigen.

      Peace“

      Da stimmt doch was nicht. „Das“ und „dass“ kann es nicht unterscheiden. Mir ist nicht klar, wo es sein Abitur her haben will?

      • Ich habe mich auch gefragt, wo er sein Abi gemacht hat. Außerdem hat er 14 Jahre gebraucht, obwohl er so ein Überflieger ist……

  22. Ohh Mann, wenn ich das Lese bekomme ich echt Wut im Bauch. Ständig ist jemand Schuld. Wir haben hier kein Angebot bekommen weder Digital noch irgendwas anderes. Unsere Lehrerin bekommt volles Gehalt fürs nichts zu tun. Wir bekommen einmal in der Woche eine WhatsApp von ihr, da steht welche Lola etc… dran ist. Sie ist nicht zu erreichen weder Email,SMS und auch nicht übers Telefon. Es sind 20 Kinder in der Klasse und niemand hat es geschafft, sie zu erreichen. Soviel zu den achso armen Lehrer. Ich muss auch mein Pensum schaffen, da wird auch nur gesagt wir Krankenschwestern jammern aber wir arbeiten wenigstens für unser Geld. Es mag sein das es gute Lehrer gibt, aber ich habe leider noch keine kennengelernt. REGT EUCH AB UND MACHT EURE ARBEIT!!!

    • Und von dieser eine Lehrerin schließen Sie auf alle Lehrer? Ich kenne auch so einige Eltern, habe aber schon früh im Leben gelernt, nicht alle über einen Kamm zu scheren und mir ein differenzertes Bild zu machen. Vielleicht bekommen aber manche Eltern, entsprechend ihrer eigenen Haltung und Einstellung, den oder die LehrerIn, die sie verdienen.

    • Ich sage es nochmal: Ich erreiche die Schüler und deren Eltern nicht und bekomme kaum Arbeitsaufträge zurück. Es wird ignoriert, dass ich sage, bis Ende der Woche zuschicken.
      Gesprächsangebote wurden nicht angenommen! An Videokonferenzen wurde kaum teilgenommen.

      Und ich werde es noch 10x schreiben, wenn hier wieder jemand behauptet, alle Lehrer seien so wie das einzige Beispiel, das sie selbst haben!!!

    • Wenn dem wirklich so ist, dann wenden Sie sich an die zuständige Schulleitung.
      Was ich in einem solchen Fall längst unternommen hätte.

    • Ich kann mich meinen Vorschreiben nur anschließen und bin auch verwundert. Wir haben in unserem Bundesland genaue Richtlinien bekommen, wie Homeschooling betrieben werden soll und wie die Kontakte zu Eltern gepflegt werden sollen.

      Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Lehrkraft nicht ihren Verpflichtungen nachkommt, ist es ein besserer Weg, das vernünftige! Gespräch mit der Schulleitung zu suchen, statt sich anonym im Internet zu beschweren und in der Folge auf alle Lehrer zu schimpfen.
      Letztendlich geht es doch darum, das Beste aus der Situation zu machen und das muss Hand in Hand gehen. So wie Sie auf die Betreuung durch die Lehrkräfte angewiesen sind, ist auch die Lehrkraft auf zuverlässige Rückmeldungen/Unterstützung durch die Eltern (bei jüngeren Kindern) angewiesen, damit es Lernfortschritte gibt. Und um Lernfortschritte geht es doch letztendlich.

  23. 🙂 Machen Sie sich keine Sorge. Digitalisierung kommt such wennn Sie es nich wollen. Diejenige, die sich nicht weiterbilden wollen, fliegen einfach raus.

    • Der meint doch gar nicht die lehrkräfte. Vermutlich sind die Mitglieder des Schulausschusses der jeweiliegen Geminden gemeint, die Schulträger sind und erst einmal die von den Schulen eingereichten Konzepte verstehen und genehmigen müssen. Dann müssen die kommunalen Kräfte – Stichwort: „digitaler Hausmeister“ – geschult werden.

      Und wenn dann noch Geld übrig ist, dürfen die Lehrkräfte im Rahmen von schulinternen Fortbildungen unter Zuhilfenahme von Moderatoren an Fortbildungen teilnehmen, natürlich unter der Prämisse, dass nicht mehr als ein Unterrichtstag ausfällt.

      Bei den letzen Fortbildungen zum Thema digitaler Unterricht ist allerdings in erster Linie der schuleigene Server zusammengebrochen, es haben sich zeitgleich etwa 60 Lehrkräfte , das entspricht der Hälfte des Kollegiums einer Schule mit 1300 SuS, versucht einzuloggen. Nachdem die Zahl der Lehrkräfte auf 4 je Tablet erhöht wurde – also ein Tablet je Vierergruppe – konnte die Fortbildung mit schleppenden Aufbau der Inhalte auf dem Tablet fortgesetzt werden.

      Noch Fragen?

  24. „[…]
    LG Berufseinsteiger mit 1,3 Abi, und einer Tochter die mit ihren zwei Jahren schon jetzt schlauer ist als die meisten 4 jährigen.

    Peace“

    Da stimmt doch was nicht. „Das“ und „dass“ kann es nicht unterscheiden. Mir ist nicht klar, wo es sein Abitur her haben will?

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