Bündnis fordert, Schulreinigung wieder in staatliche Hände zu nehmen

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BERLIN. Fortschritte beim Thema Schulreinigung sind laut dem Bündnis für Saubere Schulen besser zu erreichen, wenn sie nicht an private Firmen vergeben wird. In einer gemeinsamen Erklärung haben sich die Initiative Schule in Not und die Gewerkschaften GEW, Verdi und IG BAU am Donnerstag daher für die möglichst schnelle Rekommunalisierung der Schulreinigung eingesetzt. Sie fordern die zuständigen Bezirksämter auf, noch in diesem Schuljahr entsprechende Modellprojekte zu starten.

Viele Kommunen sparen bei der Reinigung der Schulen. Foto: Shutterstock

Das Ziel müsse sein, zu Beginn des kommenden Schuljahres einen Anteil von mindestens zehn Prozent der allgemeinbildenden Schulen zu erreichen, die die Schulreinigung in Eigenregie organisieren. Er solle dann bis Sommer 2022 auf 25 Prozent und danach jährlich weiter steigen, forderte das Bündnis. «Reinigungskräfte an Schulen sollten Vollzeitverträge erhalten und direkt bei der Schule angestellt werden», forderte Jens Korten von der IG BAU. Andere Städte haben dem Bündnis zufolge schon vor Jahren begonnen, die Reinigung der öffentlichen Gebäude in Eigenregie wieder zu erhöhen. «Berlin ist spät dran, kann aber von den Erfahrungen anderer profitieren.»

In vielen Schulen fehlen zusätzliche Reinigungskräfte

Durch die Corona-Pandemie und die erhöhten Hygiene-Anforderungen sei der Handlungsbedarf noch gewachsen. In vielen Berliner Schulen fehlten zusätzliche Reinigungskräfte. «Wir hören aus den Schulen immer wieder, dass Pädagoginnen und Pädagogen gedrängt werden, Reinigungsaufgaben zu übernehmen», kritisierte die Vorsitzende der GEW Berlin, Doreen Siebernik. Reinigungskräfte hätten außerdem nur acht Minuten Zeit für ein Klassenzimmer. Das reiche nicht. Weitere Finanzmittel seien dringend erforderlich.

Die Bürgerinitiative Schule hat nach eigenen Angaben rund 25.000 Unterschriften für saubere Schulen und die Rekommunalisierung der Schulreinigung gesammelt. Auf Landesebene wurde dem Bündnis zufolge inzwischen der Runde Tisch Schulreinigung eingerichtet, sechs Berliner Bezirke befürworten die Rekommunalisierung. dpa

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1 KOMMENTAR

  1. Gibt es eigentlich Menschen, die für eine öffentliche Schule arbeiten und direkt bei der Schule angestellt sind? Meines Wissens ist das Lehr- und Leitungspersonal beim Land, das Verwaltungspersonal beim Schulträger, also der Kommune angestellt.

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