Gipfel mit Kanzlerin: Schulen sollen offen bleiben – der Wirtschaft zuliebe

122

BERLIN. Am morgigen Mittwoch wollen die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Merkel über weitere Maßnahmen in der sich zuspitzenden Corona-Krise beraten – jetzt schon zeichnet sich ab: Für die Kitas und Schulen wird sich wenig ändern. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) erklärte bereits, die Bildungsberatungen werden auch nach den Beratungen mit dem Bund am Mittwoch offen bleiben. Sie seien kein Infektionstreiber. Auch in dem Entwurf einer Beschlussempfehlung für die SPD-geführten Länder plus Thüringen, der dem „Spiegel“ vorliegt, heißt es, Kitas und Schulen sollen unbedingt geöffnet bleiben. Die Begründung ist bemerkenswert.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) berät am morgigen Mittwoch mit den Ministerpräsidenten die Corona-Lage. Foto: Michailidis / Shutterstock

„Das Recht auf Bildung muss Priorität haben“, sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin und KMK-Präsidentin Stefanie Hubig (SPD) vergangene Woche im Deutschlandfunk. Der Wechsel von Fern- und Präsenzunterricht – wie ihn die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts für Risikogebiete nahelegen – sei schwierig, da nicht nur die Kinder und Jugendlichen, sondern auch die Eltern vor extremen Herausforderungen stünden.

Recht auf Bildung? Es geht um die Berufstätigkeit der Eltern

Welche Herausforderungen sie damit konkret meinte, das erläuterte Hubig nicht – wenn man den Beschlussentwurf der SPD-geführten Länder sowie dem Links-regierten Thüringen für den morgigen Gipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zugrunde legt, geht es dabei aber weniger um das angeblich prioritäre „Recht auf Bildung“. Wie der „Spiegel“ berichtet, heißt es in dem Papier, „zur Verhinderung weitreichender Folgen über die Pandemie hinaus“ sollte die Berufstätigkeit generell weiter ermöglicht werden. Dafür gelte es, Schulen und Kitas offenzuhalten. Es geht also um die Betreuung der Schüler.

Die vorgeschlagene „Schließungs-Reihe“ folge dabei der Logik, „möglichst zusätzliche, unnötige Kontakte sowie An- und Abfahrbegegnungen zu reduzieren, ohne einen vollkommenen Lockdown mit seinen schweren wirtschaftlichen und sozialen Folgen ausrufen zu müssen“, wie es in dem Entwurf heißt. Die Liste reicht von abzusagenden Veranstaltungen über Aussetzen des Vereinssports bis hin zur Schließung des Einzelhandels für nicht notwendige Güter des täglichen Bedarfs. Selbst dann soll der Betrieb in Kitas und Schulen weiterlaufen.

Söder: Schule und Kita müssen die Wirtschaft laufen lassen

Das scheint Konsens unter den Ministerpräsidenten zu sein: Das bayerische Kabinett hat heute getagt, um die Linie des Freistaats beim morgigen Gipfel festzuklopfen. Ergebnis laut „Antenne Bayern“: Wenn es zu leichteren Lockdowns kommt, sollen Schulen und Kitas als letztes geschlossen werden – wenn, dann nur bei einem extremen Infektionsgeschehen. Schulen sollen dann auch wieder als erstes geöffnet werden, wenn es doch zu Schließungen kommen muss. Von den Schulen erwarte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) „maximale Flexibilität, was Prüfungen und Lehrplan sowie den Digitalen Unterricht angeht“.

Söder betonte in der anschließenden Pressekonferenz: „Das Prinzip muss sein: Unsere Kinder müssen betreut werden. […] Schule und Kita hat ja den Zweck auch, um die Wirtschaft laufen zu lassen.“ News4teachers

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Bildungssenator nennt Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts für Schulen „seltsam“

 

Anzeige


122 KOMMENTARE

  1. – Wie der „Spiegel“ berichtet, heißt es in dem Papier, „zur Verhinderung weitreichender Folgen über die Pandemie hinaus“ –
    – „schweren wirtschaftlichen und sozialen Folgen“ –
    – „maximale Flexibilität, was Prüfungen und Lehrplan sowie den Digitalen Unterricht angeht“ –
    Respekt! Geil aber ehrlich.
    Endlich rückt mal jemand mit der Wahrheit raus.
    Übersetzt bedeuten diese Sätze doch: Die Bildung und die Sozialkontakte der Kinder sind uns eigentlich scheißegal. Sie müssen aber verwahrt werden, damit die Eltern arbeiten gehen können.
    Die Interessen der Lobbyisten aus der Wirtschaft sind nämlich so wichtig, dass ein paar Menschenleben von Lehrern, Schülern und Eltern dagegen zu einem Nichts verblassen.
    Tote durch Corona Infektionen aus der Schule, macht nix. VW hatte durch den Abgasskandal schon genug Verluste. Die Rendite muss gesichert werden.
    Menschen die Angst haben sich und ihre Familien krank zu machen. Egal, Mercedes muss auf seine Verkaufszahlen kommen.
    Das ist das Weltbild unserer Politiker.

    • „… Endlich rückt mal jemand mit der Wahrheit raus.
      Übersetzt bedeuten diese Sätze doch: Die Bildung und die Sozialkontakte der Kinder sind uns eigentlich scheißegal. Sie müssen aber verwahrt werden, damit die Eltern arbeiten gehen können. …“
      Nun vom Gelddrucken allein können wir auf Dauer eben auch nicht leben. Das ist dann eben der Preis, der für ein funktionierendes Staatssystem irgendwann bezahlt werden muss. Schließlich wollen wir ja nicht enden wie die DDR. Alternativ wären in der aktuellen Situation andere Familienmodelle, die weniger auf externe Betreuung setzen, deutlich im Vorteil. Die 60er-Jahre lassen grüßen.

    • Bitter nicht die Erzieher(innen) vergessen. Es kotzt mich mittlerweile richtig an, dass immer nur von „Lehrern“ gesprochen und geschrieben wird. Dabei sind Erzieher(innen) im Alltag noch viel näher an den Kindern dran. Ohne Mundschutz im Übrigen, weil das die Kleinen abschreckt…

      • Virus ist in der kitas und Schulen nicht aktiv ,nur ab 23 Uhr er wird aktive und tötet Menschen. Soviel wiederspruche kotzt mich an .
        Wirtschaft ist wichtiger als Menschenleben.

  2. Einen Lockdown ohne Schulschließungen kann man sich sparen. Das kostet nur unnötig Existenzen und senkt die Zahlen kaum. Lieber jetzt ein harter Lockdown als weiter dieses Rumgeeiere! Spätestens wenn bei uns die Ärzte wie in Spanien streiken, hat es sich ausgewirtschaftet.
    Es war zu lesen, dass Merkel Schulschließungen wollte. Sie ist ja auch Physikerin und kann rechnen. Die MPs wollen lieber noch im Lilalaune Land bleiben, in dem exponentielles Wachstum mit windelweichen Maßnahmen verschwindet.

    • Guten Tag
      Ich arbeite im senioren bereich bzw mache dort gerade meine zweite Ausbildung und bin alleinerziehende mutter.
      Fest steht für mich meine Kinder unseren Gesundheit steht für mich an erster Stelle. Dann kommt die Gesundheit der zu betreuenden Klienten.
      Ich fordere das unsere Kinder und die Klienten sich nicht entscheiden müssen ob sie eine Lungenentzündung (durch permanentes lüften und somit einhergehende Unterkühlung) oder covid 19 ( bei nicht lüften) entscheiden müssen.
      Ich fordere eine absolute Schließung für zwei bis drei Wochen. Wir können die Kinder zuhause sehr wohl selbst betreuen und ich denke mit Schulbüchern und computer wissen wir als Eltern auch umzugehen.

      • Insbesondere der letzte Satz ist offensichtlicher Quatsch. Egal in welcher Schule, die Lehrer klagen über die Rückstände, die die Kinder aus dem letzten Schuljahr mitgenommen haben. Wer glaubt, dass er seinem Kind die nötige schulische Bildung selbst dauerhaft mitgeben kann (und der Winter dauert ja noch länger als nur zwei Wochen, der hat m. E. ein Problem mit seiner Selbsteinschätzung. Ich wäre sehr dafür, die Schulpflicht auszusetzen, damit die Eltern eine eigene Entscheidung treffen können, aber wenn wir jetzt generell wieder alle Schulen schließen (und das wird nicht bei zwei Wochen bleiben) in dem Glauben, dass Bildung bei Kindern digital funktioniert, dann beschädigen wir eine ganze Generation in ihrer sozialen und bildungsseitigen Entwicklung. Lieber endlich radikal die Reiserei unterbinden. Der Spaß, den wir gerade haben, hat immerhin mut den Reiserückkehrern angefangen…

        • Die Schulpflicht darf nicht ausgesetzt werden. Die Präsenzpflicht sollte aber DRINGEND ausgesetzt werden. Traut den Eltern die Entscheidung zu! Mein Kind IST bereits zu Hause, im übrigen. Allerdings stellt uns bisher niemand Fern-Lehrmaterial zur Verfügung. Nun, dann unterrichte ich ihn eben selbst.

          • Da haben sie völlig Recht.Aber so ganz dumm bleibt ein Kind auch nicht.Ausser sie können selbst nicht lesen schreiben rechnen usw.^^

    • Man spricht von lockdown aber Schulen und co. Bleiben geöffnet…haben die sich mal die Schulhöfe oder Klassen angesehen und bemerkt das man diese Sicherheits abstände teilweise garnicht halten kann? Weil die Schulen diese Möglichkeit nicht haben…würde man mal auf Bildung und co. Verzichten, würde ein lockdown sin machen und es würde in paar Wochen viel besser aussehen

    • „Es war zu lesen, dass Merkel Schulschließungen wollte. Sie ist ja auch Physikerin und kann rechnen. Die MPs wollen lieber noch im Lilalaune Land bleiben, in dem exponentielles Wachstum mit windelweichen Maßnahmen verschwindet.“ Leider können eben nicht alle so gut rechnen, wie Frau Merkel. Also: Auf ins Lila-Launeland!

    • Obwohl die Schulen während der zwei Wochen Herbstferien geschlossen waren, sind die Infektionszahlen für Covid-19 und die der SARS-Cov-2-Intensivpatienten, siehe https://www.intensivregister.de/#/intensivregister?tab=kartenansicht, weiter exponentiell angestiegen.
      Soviel zum Effekt von Schulschließungen auf die Ausbreitung von SARS, denn der ist gering, zumindest was Kitas- und Grundschulschließungen betrifft bzw. Kinder bis 13 Jahren.
      Und sie werden weiter ansteigen, weil die Hochzeits- und Familienfeiern mit bis zu 150 Personen noch bis vor einer Woche erlaubt waren und ausgelebt wurden.

  3. Wenn das so läuft, muss die Präsenzpflicht ausgestzt werden! An wen kann man noch schreiben? Jat jemand ne Adresse? Alle ans Kanzleramt o.ä.? Kultusministerium und Elternvetreter hab ich schon angeschrieben.

    • Nein, die Schulpflicht wird nihct ausgesetzt. Bei uns ist gerade durchgestellt worden, dass auch weiterhin der Lehrplan in Gänze erfüllt werden soll, Tests und Klassenarbeiten geschrieben werden sollen. Der Bildungsökonomie sei Dank!

  4. Nicht mit mir.

    Offener können ^die^ es uns nicht mehr sagen.
    Wir werden zum Opfer einer Wirtschaftsambitionierten Politik gemacht.
    Digitalisierung ist nicht gewollt.
    Dabei gibt es top Onlineschulen und Angebote für digitale Klassenzimmer.
    Gesundheitsschutz für LuS einfällt…und der Winter steht uns noch bevor.
    Schulen spielen eine wichtige Rolle im Infektionsgeschehen. Das zeigen vermehrt Auswertungen aus Israel.
    Es wird nicht differenziert zwischen den Altersgruppen, die altersbedingt betreut werden müssen und denen die auch zu hause bleiben könnten. Alleine die Einbeziehung solcher Erkenntnisse würde den Schulbetrieb entzerren.

    Die Präsenzpflicht muss temporär ausgesetzt werden.
    So einfach ist das.

  5. Um mit möglichst geringen Verlusten durch die Krise zu kommen, die ja erst begonnen hat, müssen Ideen entwickelt werden, wie man die Wirtschaft laufen lassen kann, ohne Menschenleben zu gefährden. Anstatt diese Ideen zu entwickeln, werden populistisch die Durchhalteparolen beschworen. Es regt mich einfach auf, dass hier die vermeintlichen Bedürfnisse der berufstätigen Eltern gegen das Wohl der Kinder ausgespielt werden. Lasst doch den Bundestag die rechtliche Konsistenz der deutschen Schulpflicht prüfen und diese endlich durch Bildungspflicht ersetzen. Corona wird uns noch lange begleiten, sodass es unklug wäre, so zu tun, als könnte man weiter machen, wie bisher. Krise bewältigen heißt auch dazulernen und Probleme lösen.

  6. Ich kann ja verstehen, dass Eltern arbeiten gehen müssen. Insoweit verstehr ich auch, dass Schulen offen bleiben müssen. Es geht aber um das „wie“ und das ist einfach nicht durchdacht organisiert. Warum wirklich JEDER Schüler in die Schule kommen muss, erschließrät sich mir nach wie vor nicht. Die Eltern eines 10.-Klässlers können auch arbeiten, wenn er/sie zuhause ist.

    • Ebenso gibt es viele, die durchaus die Möglichkeit haben, sich zu Hause um die Kinder zu kümmern. Zusammen mit den älteren Klassen würde das vermutlich problemlos soviel Platz schaffen, dass man wenigstens die Abstandsregeln einhalten kann.

  7. 1945 wurden die Kinder mit Waffen an die Front gezwungen, um ihre Mütter vor feindlichen Soldaten zu retten. Wie gut, dass so etwas heutzutage nicht mehr möglich ist!

    2020 werden die Kinder ohne Waffe an die Fr…
    Oh, sorry! … in die Schule gezwungen, um die Chefs ihrer Mütter vor Personalmangel zu schützen.

    Wieso nicht die Präsenzpflicht aussetzen? Wer will oder muß, schickt die Kinder hin. Wer nicht muß, darf sie zu Hause behalten.
    Dann hätten wir kleinere Klassen, weniger potenzielle tote Großeltern, mehr Selbstbestimmung und mehr zufriedene Eltern und Kinder…
    Und lernen können sie doch auch zu hause!

  8. Schulschließungen haben eine starke Wirkung auf den R-Wert. Wenn Schulen wieder geöffnet werden, steigt der R-Wert nach einigen Wochen.

    https://www.thelancet.com/journals/laninf/article/PIIS1473-3099(20)30785-4/fulltext

    Müssten somit Schulschließungen den R-Wert nach einigen Wochen nicht senken?

    Wie hoch müssen die Werte eigentlich noch steigen, bis es zumindest zu einer Halbierung der Klassen kommt?

    Offensichtlich müssen die LehrerInnen erst „verheizt“ werden, bis der Laden dann sowieso kollabiert. Hoffentlich ohne Spätfolgen für die Betroffenen.

    Das Ganze ist einfach nur unfassbar.

    Stay negative!

    • @knowthepowerthatispeace

      „Offensichtlich müssen die LehrerInnen erst „verheizt“ werden, bis der Laden dann sowieso kollabiert. Hoffentlich ohne Spätfolgen für die Betroffenen.“

      Nee, das Verheizen muss schon endgültig sein – nur tote Lehrer kosten keine Pension mehr.
      Das ist jetzt böse formuliert, aber den Gedanken müssen bestimmt schon andere gehabt haben … Schätzungsweise dort, wo die Gelder hin- und hergeschoben werden.

      Und alle, die noch heute leiden unter ihren bösen Lehrern von damals können sich dann auch endlich im tiefsten Seelenfrieden zurücklehnen.
      Oh ne, halt!
      Dann muss ja selber betreut und (aus)gebildet werden.
      Blöder Mist, blöder!
      😉

  9. Laschet sagt gerade in der PK: „…es geht nicht (!) darum, wo Ausbrüche zu erwarten sind, sondern darum, wo es zu besonders vielen Kontakten kommt.“ Damit rechtfertigt er die Schließung der Gastronomie.
    Jetzt bin ich verwirrt. Das Totschlagargument der KM ist, dass es an Schulen nicht zu nennenswerten Ausbrüchen kommt. Aber Kontakte gibt es doch in einer Schulgemeinschaft im Übermaß und diese werden im Schneeballsystem nach außen getragen. Empfinde ich das jetzt zurecht als komplett unlogisch, oder bin ich schon komplett plemplem? Helft mir bitte…
    ps: Keine journalistische Nachfrage zum Thema „Schule“ in der PK … Scheinbar nicht von Belang.

    • Wir haben diese Woche schon 3 Fälle, keine wurde vom GA der Schule mitgeteilt, es gibt keine Maßnahmen für die Schule. Begründung: Der Datenschutz hindere daran, die Schule zu informieren.
      Ja mei, dann ist das halt so. Die Daten der Menschen müssen geschützt werden (orsicht: GIlt in Hessen nicht für die Daten der Lehrkräfte bei Videokonferenzen !!!)
      Also sind wir auch kein Infektionstreiber. Basta.

        • Da wird aber auch nur darüber informiert, dass es in der Klasse bzw. der Jahrgangsstufe einen Läusealarm gibt und die Eltern ihren Nachwuchs untersuchen sollen und befallene SuS erst wieder nach ärztlicher Freigabe wieder am Unterricht teilnehmen dürfen.

          Bei Covid ist das etwas anders. Entweder sind die Kinder Covid-positiv und muss isoliert werden, dann müssen alle Kontaktpersonen vom GA informiert werden im Zuge der Nachverfolgung. Die Schule kann das über die Sitzplatzdokumentation unterstützen – also in welcher Unterrichtsstunde hat das infizierte Kind neben wem und wo gesessen. Oder das Kind ist Kontaktperson ersten Grades und ist deshalb in Quarantäne bis die Aufhebung erfolgt. Ist das Kind Kontaktperson zweiten Grades erfolgen keine weiteren Maßnahmen.

  10. Schulen bleiben offen wie erwartet. Und Schüler werden nicht getestet und sitzen krank im Unterricht wie bei uns. Und wenn Schüler nicht getestet werden, dann gibt es auch keine Fälle die mehr steigen. Dann können die Ministerpräsidenten der Länder sagen, seht Schule ist ein sicherer Ort.
    Ganz ehrlich, müssen wir Eltern wirklich zuschauen und uns verarschen lassen (entschuldige die Wortwahl)?
    Ich selbst habe ein Risikoschüler(17 Jahre) und alte Leute im Haushalt leben und kann sie nicht schützen. Was läuft hier gerade völlig falsch?? Bin einfach nur Stock wütend und bitter enttäuscht, das man in unserem Land Menschenleben wohl keine Achtung mehr entgegen bringt.
    Wenn das morgen so ausgeht, was es wird, dann können wir nur noch alleine uns schützen. Die Frage ist nur wie. Und damit meine ich nicht Masken tragen und Hygiene. Was für eine verlogene Sch…!!!Sorry

    • Anna, schützt Euch! Es ist EUER L E B E N. Einfach ausklinken aus dem Haufen der Lemminge. Hilf Dir selbst, sonst hilft Dir keiner. Lehrer: lasst euch krankschreiben oder rettet eben mit „stets-zu-Diensten-Mentalität“ die ddddddeutsche Wirrrrrrtschaft! Dank ist Euch jedoch keiner gewiss. Und dass die Kinder Lernlücken haben: das lässt sich aufholen und nachholen. Gesundheit first, nicht Wirtschaft first!

  11. Yes – stay negative!

    Niemals kommen wir bis zu den um vielleicht 2 Tage verkürzten Weihnachtsferien 🙂

    Ich warte nur darauf, dass Merkel/Söder oder whoever als Schlussatz ihrer/seiner Rede bringt:
    „Gott schütze die (vereinigten Bundesländer) von Deutschland“
    Also ich glaube ja nicht an Gott – aber daran, dass uns jetzt nur noch eine „höhere Macht“ helfen kann.

  12. @Bauklötzchen

    „Laschet sagt gerade in der PK: „…es geht nicht (!) darum, wo Ausbrüche zu erwarten sind, sondern darum, wo es zu besonders vielen Kontakten kommt.““

    Naja, vielleicht klammert er sich daran, dass es einen Unterschied gibt zwischen Schulbetrieb mit … sagen wir mal 600 Schülern … und … (ich glaube es war in Berlin?) einer Fetisch-Party mit 600 Feiernden.

    Allerdings bleibt rätselhaft, worin genau der Unterschied besteht:
    – 600 = 600
    – Fetisch = Gegenstand, dem magische Kräfte zugeschrieben werden, subjektiv besondere Bedeutung beigemessen wird = Schulen = sichere Orte

    Ach so, passt!
    🙁

  13. Es geht also weiter nur um die Wirtschaft. Die Schulen und Kitas sollen offen bleiben, damit die Leute arbeiten können, nicht wegen des Rechts auf Bildung, dem man auch ganz problemlos anders nachkommen kann. Wenn das das erklärte Ziel ist, dann verstehe ich noch weniger, warum die Präsenzpflicht nicht ausgesetzt wird. Das würde die Sache doch für alle Beteiligten entspannen.

    Zudem fürchte ich, dass man mal wieder darauf verzichtet, „extremes Infektionsgeschehen“ zu definieren. Wenn man da nämlich eine klare Grenze hinschreibt, dann riskiert man, dass man das dann auch tun muss. Wenn man es schön nebulös hält, geht man kein Risiko ein.

    Siehe erster Plan in Bayern: Bei 50 sollten die Schulen zu, aber als sich dann abzeichnete, dass einige dann schon geschlossen starten, dann hat man das schnell rausgenommen.

    Heute würde ich angesichts der Tatsache, dass die Rückverfolgbarkeit jetzt schon nicht mehr überall geht, tatsächlich 50 als Grenze für „extremes Infektionsverhalten“ ansehen. Alles andere läuft dann auf „laufen lassen“ hinaus, was ja nun schon oft genug verworfen wurde.

    Wenn man die Schulen offen lässt, wird es überall extremes Infektionsgeschehen geben. Das haben andere schon getestet, wir müssen das nicht noch einmal tun und können uns die entsprechenden Toten sparen.

    Zudem dürfte klar sein, dass die Schulen spätestens dann zu sind, wenn die ITS voll sind. Dann wird nämlich auch der letzte der Eltern und LuL verstehen, dass das auch die eigenen Überlebenschancen drastisch senkt. Ein Mensch Mitte 40 mit schwerem Verlauf hat mit ITS eine recht gute Überlebenschance, ohne ITS wird er wohl sterben.

  14. „Empfinde ich das jetzt zurecht als komplett unlogisch, oder bin ich schon komplett plemplem? Helft mir bitte…“

    Nein, nicht Sie sind komplett plemplem!
    Ich habe die Vermutung, dass einige unserer Politiker/-innen ihre Unterwäsche auf dem Kopf tragen…
    Frau G. behauptete z.B, dass Kinder nicht zum Infektionsgeschehen beitrügen und untermauerte dies mit der „Kita-Studie“. Nun jedoch ruft sie dazu auf, an Halloween nicht Rummelpott zu laufen, da man ja (wenn man draußen sei), jemanden infizieren könnte…
    Ja, da gebe ich ihr Recht, aber ich frage mich, ob sie ihre Meinung morgens auswürfelt!

  15. Es lässt einen erschauern, wie planlos und verantwortungslos unsere Politiker agieren.

    Gestern meinte ein Mitarbeiter des Berliner Gesundheitsamtes im Fernsehen, sie seien so überlastet, dass man die Kontaktpersonen nicht mehr informiere. Das solle der Positivgeteste selbst tun.
    Na Prima. Wer wird das schon tun? Hat derjenige alle Kontaktdaten der Personen, die er getroffen hat?

    • @Biggi

      „Wer wird das schon tun? Hat derjenige alle Kontaktdaten der Personen, die er getroffen hat?“

      Darum geht es offensichtlich (… schon lange? … von Anfang an nicht? … von Anfang an nicht gut durchdacht?) nicht.

      Das Ziel ist jetzt ebenso offensichtlich nur noch „erfolgreich sein und erfolgreich delegieren“.
      „Erfolgreich delegieren“ ist das neue „Schuld zuschieben“.

      Spielregeln?
      Alles geht – hauptsache es (die Verantwortung) geht weit weg von mir selbst.

      Parole?
      Titanic.
      🙁

  16. Wem die Betreuung der Kinder, der Jugendlichen und der jungen Erwachsenen so wichtig ist, der soll gefälligst in Luftfilter für die Klassenzimmer investieren und nicht von den Lehrern verlangen, dass sie dafür ungeschützt die Gesundheit und ihr Leben aufs Spiel setzen.

    • Genau! Niemand würde Soldaten mit Lederschild und Kupferschwert gegen eine Panzerdivision antreten lassen und behaupten, es würde schon gut gehen…

      Ich weiß, daß verbeamtete Lehrer eine Dienstpflicht haben und (vermeintlich) nichts tun können.
      Aber, hatten das unsere Marinesoldaten im ersten Weltkrieg nicht auch? Und gelten sie nicht jetzt als Helden?

      Bitte tut etwas! Wir Eltern fühlen uns mindestens genau so machtlos. Uns wird mit Ordnungsamt, Jugendamt und Kindesentzug gedroht, nicht mit dem Verlust der Pension oder anderer Vorteile des Beamtenstatusses.

      Das soll kein persönlicher Angriff sein! Ich beneide Euch momentan wirklich nicht und finde, dass viele von Euch (wie Pflegepersonal, Ärzte und ähnliche Berufe) das Bundesverdienstkreuz erhalten sollten.
      Ich wollte damit nur sagen, dass wir Eltern mindestens genauso hilflos und verzweifelt sind.

      • Wenn ich Lehrerin wäre und es irgendwie hinkriegen würde, würde ich kündigen.

        Eine Kündigung der menschenverachtenden Präsenzpflicht wird mir nur leider nicht erlaubt, stattdessen aber in letzter Konsequenz gedroht, mir das Liebste im Leben wegzunehmen wenn wir uns nicht in Familienunion mit den Kindern durchseuchen lassen damit Laschets und Gebauers künftige Aufsichtsratsträume nicht zerplatzen.

        Gab es eigentlich nicht mal sowas wie einen Ethikrat? Was ist mit kirchlichen Verbänden? Haben wir verzweifelten Eltern (und Lehrkräfte) eigentlich (fast) überhaupt nirgendwo eine meinungsstarke Lobby?

        Ach ja… Herr Reichelt (nach erster Recherche kinderlos) hat übrigens grade eben noch in seiner Bild einen Kommentar veröffentlich, in dem er wortwörtlich schreibt „4. Kinder gehören in die Schule. Kinder gehören in die Schule. Kinder gehören in die Schule.“

        Klar, er braucht schließlich deren Eltern in seiner sch… Redaktion.

        Die Worte stocksauer und verzweifelt treffen es nichtmal ansatzweise.

        • Ist bei angestellten Lehrkräften wie bei allen anderen AN auch, 6 Wochen zum Ende des Quartals. Das Problem liegt an anderer Stelle, es gibt lediglich einen Arbeitgeber. Die Zahl der Stellen bei privaten Schulträgern ist eher zu vernachlässigen. Die Träger staatlich anerkanter Ersatzschulen verhalten sich bezüglich der Einstellung von lehrkräften nicht anders als das Land als Arbeitgeber. Und das bedeutet, einmal raus gleich dauerhaft raus.
          Es gibt nach der Kündigung kein zurück mehr in den Beruf. Bei anderen beschäftigten ist das anders, für sie bedeutet Kündigung kein zurück mehr zum ehemaligen AG.

  17. Die Schulen gehören zu oder in Kleingruppen. Ab Klasse 5 ,man kann doch ab Klasse 5 die kids mal alleine zuhause lassen. Es wird immer ein Nachbar geben der mal nach den Kids schauen kann .
    Ich traue das meinen Kids zu

    • Der Vorschlag wäre, dass jeder, der zu Hause die Kinder beaufsichtigt, 1-2 Freunde mit aufnimmt.
      So sind die Kinder gut betreut, können gemeinsam an ihren Aufgaben arbeiten und haben soziale Kontakte, sind aber nicht unterwegs und nicht in einer größeren Gruppe/ Klasse.

      Drosten schlägt es heute ähnlich vor, er nennt es „Sozial Bubble“, sodass 2-3 Familien sich zusammenschließen, um die Kinder zu betreuen. So dürfen sie sich dann während eines Lockdowns untereinander mit genau diesen 2-3 Familien treffen.
      Familien mit vulnerablen Angehörigen könnten unter sich bleiben.

  18. Es hätte nicht eines Logikseminars im Philosophiestudium bedurft, um zu der Erkenntnis zu gelangen, dass die Aussagen unserer KM in keiner Welt eine tautologische Wahrheit präsentieren.
    Darauf ist heute übrigens eine Schülerin der 8. Klasse auch gestoßen und hat dies relativ simpel formuliert: „Ich habe mich eh schon gewundert, warum wir auf dem Schulhof Munschutz tragen sollen, da ist doch frische Luft. Und jetzt soll Lüften helfen.“
    Auch schön der Kommentar eines Schülers meiner Klasse (7/BR): „Der Hausmeister kann ja vorm Eingang Kartons hinstellen mit unserem Namen drauf. Da husten wir morgens das Virus rein und nehmen den nachmittags wieder raus.“
    Kindermund tut – auf den Punkt gebracht – Wahrheit kund!

  19. Warum dieses Schubladendenken?!? Es gibt doch nicht nur geöffnete oder geschlossene Schulen! Es gäbe sicher auch noch sinnvolle Konzepte irgendwo dazwischen, es mangelt offensichtlich aber an der Bereitschaft neue Wege zu gehen. Jeder Chef bekommt die Mitarbeiter, die er verdient hat. Die Kultusminister verhindern gute Schule und guten Unterricht.

    • Nicht erst seit heute und nicht erst seit Corona.
      Das hat schon lange System => all die Säue, die die Schulpolitik seit JAhrzehnten durch die Dörfer treibt, waren nicht dazu da, Schulen besser zu machen.
      Das kostet dann auch weniger als gute Lehrer in guten Schulen mit gutem Unterricht…

      Vielleicht zahlen die Prämien an die Mitarbeiter, die noch den letzten überflüssigen Cent aus den Bildungskassen quetschen?

      Ich verstehe diese Welt nicht mehr.
      Bin mal Lehrer geworden, um mein bestes zu geben, den Kindern eine gute Zukunft zu geben.
      Jetzt werde ich zum Instrument einer Politik, die mich zwingt, am Untergang des Systems und der Zukunft der Kinder mitzuwirken.
      Frage mich, wann der Punkt gekommen ist, dass auch ein Lehrer den letzten Schritt auf dem Weg der „Zivilcourage“ gehen muss – und (ohne Rücksicht auf eigene, persönliche Härten und Verluste) seinem Gewissen folgen und gehen muss!?

    • Söder und Piazolo sollten dringend mit Mittelständlern und deren Azubis sprechen! Die Aussicht, die Azubis weiter in die Berufsschule zu schicken, führt dort zu ziemlich großer Wut. Nach jedem Berufsschulbesuch die bange Frage, ob Infektionen in den Betrieb getragen werden. Welche Wirtschaft ist also gemeint? Die KMUs, die das Rückgrat Deutschlands bilden, wurden nicht gefragt.

  20. „Gipfel mit Kanzlerin: Schulen sollen offen bleiben – der Wirtschaft zuliebe“
    Wieder so eine Überschrift, die die Wahrheit verkürzt und für immer neue Aufregung sorgt.
    Wann hört dieser sozialistische Empörungsjournalismus endlich mal auf?

    • „Sozialistischer Empörungsjournalismus“? Wenn wir uns recht erinnern, gab es im Sozialismus keinen „Empörungsjournalismus“ – weil ja immer alles ganz toll zu sein hatte, was von staatlicher Seite kam. Sorry, wir leben in einer Demokratie und da haben Medien eine Aufklärungfunktion. Der kommen wir nach – auch weiterhin, versprochen. Herzliche Grüße Die Redaktion

  21. Verstehe ich nicht: von der Luftfahrt über die Hotelbranche bis zur Gastronomie wird es Massen-Insolvenzen wegen Corona geben, aber das zählt nicht zur Wirtschaft? Da sind Schließungen ok wegen der Gesundheit.
    Da geht Gesundheitsschutz also vor Wirtschaft.
    Aber bei Schülern und Lehrern nicht, weil die sollen wegen der Wirtschaft größte Risiken eingehen?
    Das ist doch hinten und vorne nicht schlüssig. Diese Pseudo- ‚Konzepte’ nimmt doch kein vernünftiger Mensch mehr für voll.

  22. Ich finde es unglaublich, der Wirtschaft wegen die Schulen offen zu lassen. Sowohl Lehrern als auch Schülern und Eltern gegenüber. Eltern sollte es selbst überlassen werden, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken wollen oder nicht! In anderen Ländern ist das ja auch möglich!

  23. Wir reden hier und reden,Last Euro Kinder Zuhause was wollen die machen und die Lehrer sollen auch zu Hause bleiben streiken wenn sie mehr Geld wollen auch können sie ja nicht alle entlassen. Wenn es so weiter geht gibt es keine mehr die Mann entlassen kann. Hoffe das sich die Bevölkerung sich das alles merkt und bei der nächsten Wahl dann denkt was denn Politiker wichtiger ist Geld und nicht die Menschen besonders unsere kinder,dummes Gerede immer unsere Kinder die Zukunft. Hoffentlich geht das nicht nach hinten los.

  24. Solange die Kanzlerin befiehlt das Schule und Wirtschaft zu laufen haben, werden wir ohnehin nie die Wahrheit erfahren. Das fängt an bei verschwiegenen Corona Fällen an den Schulen.ich denke mal wir sind intelligent genug ,uns nicht erzählen zu lassen,dass die sprunghaft gestiegenen Infektionen nicht alle von privaten Partys verursacht wurden. Man hat keine Skrupel Menschenleben zu Gunsten der Wirtschaft zu opfern.

    • „Solange die Kanzlerin befiehlt das Schule und Wirtschaft zu laufen haben“ – wo haben Sie das denn her? Ich sehe eine Kanzlerin, die sich bei den Ministerpräsidenten den Mund fusselig redet, um mit einheitlichen Maßnahmen endlich die Zahlen wieder runter zu fahren. Dumm nur, dass die MP eher profilierungssüchtig unterwegs sind und nur auf die hören, die ihnen den Wahlkampf finanzieren und Wählerstimmen bringen.

  25. Wenn alles geschlossen wird außer Schulen und Kitas und so weiter läuft wie bisher, sitzen die eben nicht in zwei, sondern in vier Wochen wieder zusammen, weil die Infektionszahlen höchstens mäßig zurück gehen. Wer wird das hätte nur ahnen können…?

    (Oder wie heißt das, wenn man sich in der Zukunft auf ein hypothetisch stattgefundenes Ereignis in der Vergangenheit der Zukunft bezieht?)

  26. Lektüre für die KMK:

    https://www.focus.de/gesundheit/news/analyse-aus-grossbritannien-alle-diskutieren-ueber-2-lockdown-mega-studie-zeigt-welche-massnahme-am-meisten-bringt_id_12589079.html

    Schulschliessungen gehören mit zu den wirksamsten Maßnahmen. An der Spitze steht aber das Verbot öffentlicher Veranstaltungen.

    Man muss in Bezug auf Deutschland hier natürlich die Besonderheit der Schulpflicht bedenken. Die gibt es ja in den meisten Ländern nicht, so dass da vermutlich ein gewisser Teil der Kinder auch ohne offizielle Schulschliessung schon zu Hause bleibt. Von daher wäre es vorstellbar, dass der Effekt in Deutschland sogar größer als in Ländern ohne Schulpflicht ist.

  27. Man kann das so sehen, dass die Schule offen bleiben muss, damit die Wirtschaft nicht crashed. Aber aus ethischen Gründen gehören dann Luftfilter in jeden Klassenraum. Die Filter nur fürs eigenen Ministerium bestellen, die Kinder in die Infektionen zwingen – ja, mit unabsehbaren Folgen – das nennt man schäbig. einfach nur schäbig.
    Vielleicht bin ich ein schlechter Mensch, aber ich habe für diese Art von Politik und die sie tragenden und auch für die nicht einschreitenden Politiker, nur ein Gefühl: Verachtung.

    • „Aber aus ethischen Gründen gehören dann Luftfilter in jeden Klassenraum. Die Filter nur fürs eigenen Ministerium bestellen, die Kinder in die Infektionen zwingen – ja, mit unabsehbaren Folgen – das nennt man schäbig. einfach nur schäbig.“ Sie haben meine volle Zustimmung! Politiker hinter Plexiglas, in mit Luftfiltern ausgestatteten Räumen, die nach Gutsherrenart über die Gesundheit der Kinder entscheiden widern mich einfach an. Das meine ich genau so, wie ich es gesagt habe. Und ich bin ansonsten ein sehr höflicher Mensch.

  28. Gibt es den keine rechtliche Möglichkeit unter diesen Umständen die eigenen Kinder vom Schulzwang zu befreien? Gibt es keine Petition oder eine Sammelklage, dass der Schulzwang doch unter solchen Umständen ausgesetzt werden sollte?

    Wir haben keinen Risikopatienten im Haus, aber die Großeltern gehören zu dieser Personengruppe. Solang die Kinder in die Schule gehen, haben sie Angst davor bei einem Treffen sich möglicherweise zu infizieren. Das heißt in unserem Fall, dass meine Kinder ihre Großeltern noch eine ganze Weile nicht sehen werden, obwohl sie sich gegenseitig sehr stark vermissen.

  29. Nun… vielleicht muss man die Schulen schließen…. aber im Sinne der Familien eben als allerletze Waffe gegen den Virus. Aktuell genießen die Kinder jeden gemeinsamen. Schultag zusammen…. mit und ohne Maske. Zum Glück lesen sie fast überall, das ihr Schulbesuch von ganz oben geschützt wird.

    • Der Genuss hält sich in Grenzen- 2 Wochen Quarantäne, eine Woche „Genuss“, wieder 2 Wochen Quarantäne, Herbstferien. Soll das das Konzept dieses Schuljahres sein?

    • Jonas Kruse, für den Preis, dass in 4 Wochen die ITS überlaufen?
      Das kann man so sehen wie Sie und sich damit zugleich outen als jemand, der nur seinen eigenen kleinen Horizont sieht. Haben Sie schon einmal an die Ärzte und Pflegekräfte gedacht, die diese Welle abfangen sollen?

  30. „Kultusminister gegen Schulschließungen

    Die Schulen müssen offen bleiben – das betonen die Kultusministerinnen und Kultusminister der Länder. Stefanie Hubig, Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz und Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) appellierte am Dienstag an die Bevölkerung, zugunsten von Kindern und Jugendlichen Verzicht zu üben: „Jetzt ist die Zeit, Prioritäten zu setzen. Wir alle müssen uns im Privaten einschränken, müssen auf Feiern, Treffen mit Freunden und vielleicht auch Hobbies verzichten, damit unsere Kinder und Jugendlichen die Bildung erhalten können, die ihnen zusteht“, erklärte Hubig nach einem KMK-Austausch.

    Die Ministerinnen und Minister waren in den vergangenen Tagen von Lehrer- und Elternverbände für mangelnde Schutzmaßnahmen an den Schulen stark kritisiert worden. Nachlegen wollen die Länder bei den Maßnahmen offenbar dennoch nicht: Trotz rasant steigender Infektionszahlen bleibt es beim Regelbetrieb ohne Abstand, ihre Hoffnung setzt die KMK weiterhin vor allem aufs Lüften. Dieses sei „unerlässlich und leistet einen entscheidenden und wirksamen Beitrag zur Reduzierung des Infektionsrisikos in Unterrichtsräumen“, heißt es in einem Beschluss der KMK.

    Die Länder würden „ihre Infektionslage sehr genau analysieren und daraufhin über passgenaue Maßnahmen für ihre Schulen entscheiden“, heißt es weiter in einer Mitteilung der KMK. Eine Umfrage des Tagesspiegels unter fünf von der Pandemie besonders stark betroffenen Bundesländern hatte jüngst allerdings erst gezeigt, dass die Länder nur unzureichende Statistiken über das Infektionsgeschehen in Schulen führen und keine Zahlen dazu haben, inwieweit es zu Ansteckungen innerhalb von Klassen kommt. Die KMK bekräftige gleichwohl ihre Einschätzung, dass Schulen „im Vergleich zu anderen Lebensbereichen als sichere Orte anzusehen“ seien. Die Infektionszahlen in den Schulen würden sich derzeit bundesweit „im Promillebereich“ und damit auf einem vergleichsweise geringen Niveau bewegen. Absolute Zahlen von Fällen nannte die KMK nicht.„

    https://www.tagesspiegel.de/wissen/bouffier-zur-coronakrise-in-deutschland-die-lage-ist-weit-dramatischer-als-viele-glauben/25560996.html

  31. Wir als Lehrer, Erzieher und Eltern sollten dem etwas entgegensetzen. Das Ministerium hatte seit Ende der Sommerferien genügend Zeit um sich ein halbwegs vernünftiges Konzept auszudenken. Stattdessen sollen sich die Kinder wärmer anziehen. Ganz ehrlich das ist das Konzept? Da haben sich Menschen ernsthaft viele Stunden mit dem Thema beschäftigt um Lehrer Erzieher und Kinder zu schützen? Doch wir alle gehen weiterhin arbeiten und geben somit unser Einverständnis, obwohl wir uns alle einig sind, dass das aktuelle Verhältnis keine Lösung ist und geben uns damit zufrieden. Wir sollten unsere Arbeit alle gemeinsam niederlegen aus Liebe zu den Kindern zu unseren Kollegen und unserem persönlich Umfeld. Lasst uns aus Zivilcourage handeln. Es geht nicht darum, dass eine völlige Schulschließung die Antwort ist sondern dass wir uns mit diesen fahrlässigen Lösungen nicht zufrieden geben und wir ein gut durchdachtes Konzept wollen!

  32. Jetzt muss ich doch auch mal das Thema „Helikoptereltern“ auf den Tisch bringen. Natürlich kann man Kinder ab Klasse 5 alleine daheim arbeiten lassen! Natürlich kriegen sie Videokonferenzen nicht hin, aber die normalen Arbeitsaufträge kann man ihnen doch am Abend vorher ausdrucken. Ich habe im Lockdown meine zwei Kinder morgens geweckt, habe mit ihnen gefrühstückt und bin dann zur Arbeit gegangen (ich bin alleinerziehend). Um 11.30 konnte ich gehen bis 14 Uhr. Da habe ich gekocht, mir angeschaut, was sie gemacht haben, meinen Risikoverwandten die Einkäufe vorbeigebracht. Es bringt doch nichts, ständig nur zu jammern.
    Manchmal wird mir ganz schlecht, wenn ich an unsere verweichlichte Gesellschaft denke…
    Her mit dem Kurz-Lockdown!!!!!!!

    • Johanna, sehr guter Beitrag!
      Ich stimme Ihnen zu und kann das Gejammer der Wohlstandseltern nicht mehr hören. Es ist immer eine Frage des Wollens.

  33. Empfehlungen der Leopoldina.

    Wo gibt es viele Kontakte ohne AHA????? Stichwort Schule????
    Ist aber sicher auch wieder nicht für Schulen gültig.

    „Eine Halbierung der Kontakte ohne Vorsichtsmaßnahmen eines jeden Einzelnen reicht laut wissenschaftlichen Simulationen des möglichen Pandemieverlaufs gegenwärtig nicht aus, um die Zahl von Neuinfizierten pro Woche zu senken“, erklärten die Experten weiter. Der Anstieg der Infektionszahlen sei in vielen Orten Deutschlands nicht mehr kontrollierbar. „Je früher eine konsequente Reduktion von Kontakten ohne Vorsichtsmaßnahmen erfolgt, desto kürzer können diese andauern und desto weniger psychische, soziale und wirtschaftliche Kollateralschäden werden diese verursachen“, heißt es.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/coronavirus-news-am-dienstag-die-wichtigsten-entwicklungen-zu-sars-cov-2-und-covid-19-a-01a2f4d9-463a-46c6-8f3c-4db4b5a84d66

  34. Das Problem vieler Eltern: sie sind nicht bereit, zu verzichten.

    Gestern wurde bei uns im Haus von einer neuen Nachbarsfamilie Kindergeburtstag gefeiert. Obwohl wir eine der höchsten Inzidenzen haben, obwohl dies der Verordnung widerspricht. Das war eine Akademikerfamilie.

    Ich würde mal tippen, dass die Anzahl der Kindergeburtstage abnimmt, wenn die Schulen im Lockdown sind und den Eltern mal damit klar gemacht wird, wie ernst die Lage ist.

    Das Problem vieler Menschen im Lande ist auch: sie erkennen nicht, dass sich Wahrscheinlichkeiten aufaddieren. Ich denke, dass viele Leute denken „ach, die sehe ich eh im Unterricht, deshalb kann ich die ja auch nach Hause einladen“, vergessen dabei aber, dass die Wahrscheinlichkeit sich erhöht, sich bei jemandem anzustecken, je öfter man sich sieht.

    Mein Voraussage: wir bekommen morgen einen Lockdown light, dann wird nochmal 2-3 Wochen abgewartet, bis es die nächsten 1000 Toten gibt, die Zahlen flachen nicht wirklich ab und dann kommt der Schullockdown (hoffentlich) in 4-5 Wochen, am Anfang der Weihnachtszeit.

    • Daniel,
      so auch hier im weiteren Umfeld oft vermengt mit dem Argument, dass das größere Risiko die Schule und deswegen schon alles egal sei.

  35. Wenn (fast) alles wieder geschlossen ist – warum sollten dann eigentlich Schulen wegen der Betreuungsproblematik offen bleiben? Dann sitzen doch auch wieder genügend Eltern daheim? Dann würde doch wieder eine Notbetreuung reichen?

  36. Die Schulen werden nicht offen gehalten damit die Wirtschaft läuft. So einfach ist die Chose nicht.

    Es ist das übliche Henne-und-Ei-Spielchen.

    Szenario 1
    Infolge der hohen Infektionszahlen in den europäischen Nachbarländern kommt es dort zum Lockdown, die Betriebe schließen und es kommt zum Abreißen der Lieferketten, deutesche Unternehmen müssen infolge dessen die Produktion einstelen und die belegschaft in Kurzarbeit schicken. Die Eltern stehen für das Home-schooling zur Verfügung und der Stat muss nicht zahlen.

    Szenario2
    Die Schulen schließen. dei Eltern mit Kindern unter 12 Jahren müssen sich für die Kinderbetreuung von der Arbeit freistellen lassen, die Produktion kommt wegen der staatlich angeordneten Schulschließung zum Erliegen und die Unternehmen haben einen Grund, Entschädigungen vom Staat einzufordern.

    Warum wartet man wohl lieber ab, dass Szenario 1 eintritt? Weil keiner für die Kosten eines Lockdowns zahlen will.

  37. Unsere lieben Kultusminister und andere Politiker machen doch nur nach, was anderswo auch funktioniert, siehe Trump: die schöne neue Welt der alternativen Fakten.

  38. Herrje, wenn der Infektionsdruck hoch genug ist, dann sind auch die Schulen dicht. D.h. Intensivbetten gehen auf eine entsprechende Auslastung zu. Genau das wird bald passieren, wenn es so unkontrolliert läuft. Unsere Kultusminister bekommen die Rechnung serviert und werden dann wieder entsprechende Ausreden suchen, andere werden schuld am Chaos sein… zum kotzen, diese assi Einstellung

  39. Es geht einfach darum Steuergelder einzunehmen. Viele Branchen wird es in ein paar Monaten nicht mehr geben. Als Politiker sagten, wir können uns keinen Lockdown mehr leisten, da hätten sie Recht. Vor allem, nun soll Weihnachten gerettet werden, im Februar wiederholtes Runterfahren. Ich glaube nicht, dass Präsenzpflicht an Schulen ein Problem ist/ wird. Verwaltung, Renten, Bildung, Gesundheit, EU, Beamte werden von Steuerzahlern finanziert. Die gibt es jeden Tag weniger. Man sollte sich auch nicht über Schließungen Gedanken machen, sondern was eigentlich wieder öffnet. Wir werden alle für unsere Gesundheit zahlen müssen, ebenso wird Bildung an Privatschulen statt finden.

  40. Die Gesellschaft muss sich halt entscheiden.
    Wenn die werten Lehrer, die mit viel Abstand ein paar sitzenden Kindern etwas an die Tafel schreiben sollen, ihren „gefährlichen“ Job nicht mehr ausüben wollen können deshalb Millionen alten und Krankenpfleger, Ärzte usw. auch nicht mehr arbeiten. Die haben sicher bald auch keinen Bock mehr diesen Mist für die Gesellschaft aus zu baden.
    Wegen den letzten Monaten von meist vermögenden, alten Menschen soll unsere Gesellschaft kaputt gemacht werden?
    Da haben nicht mal die alten was davon, spätestens mitte nächsten Jahres kommt keiner mehr zum pflegen bzw. kann es keiner mehr bezahlen.
    Dann sterben sie wie die Fliegen, da is corona ne Lachnummer dagegen.

    • Jack,
      ihr menschenverachtender Kommentar ist eine bodenlose Unverschämtheit dem medizinischen Personal gegenüber, die schon bald am Limit sein werden. Es sterben nicht nur Ü80, aber selbst wenn, würde ich persönlich lieber einen Ü80er retten als einen Egozentriker.
      Was eine Erkrankung für einen 60er bedeutet, können Sie hier nachlesen. Das kann Ihnen auch als 30er oder 40er passieren.
      https://twitter.com/Anaesthet1/status/1314121375225872384?s=20

      • Jack hat Recht, wenn es nur noch eine Weile so weiter geht, wird Gesundheit zum teuren Luxusgut. Nur auf Grund einer starken Wirtschaft, gibt es ein stabiles Gesundheitssystem. Krankenversicherung wie bisher wird es nicht mehr geben. Es wird ganz viele Leute geben, die können sich den Arzt nicht mehr leisten.

  41. Man tut so als sei der Präsenzunterricht in vollen Klassen der einzig Wahre. Wenn ich vergleiche, wie wunderbar die Zeit des hybriden Unterrichts in halben Klassen war, auch für die Kinder waren begeistert davon, dann frag ich mich, warum der überhaupt nicht diskutiert wird.

    • Praktiker werden halt nicht gehört. Auch für meine Schüler war der Hybridunterricht ideal: Die Schüler konnten viel individueller gefördert werden, wodurch die Lernergebnisse viel besser ausfielen trotz reduzierter Stundentafel.

  42. Kitas und Schulen weiter zu öffnen wäre ja noch akzeptabel wenn die gültigen Regelungen und Verfügungen dann auch einheitlich ohne Ausnahme gelten würden und Mindeststandards vorherrschten.
    Abstandsregeln im Klassenraum oder Rollierende Systeme oder Klassengrößenteilung mit fadenscheinigen Begründungen auszuhebeln ist lächerlich.
    Im Freien in der City Maske und 1,50 m Abstand zu allen Lebewesen und im geschlossenen Raum in weiterführenden Schulen nicht erforderlich. Da braucht man nicht mal einen IQ-Test mehr.
    MP Laschet denkt darüber nach im Haushalt die privaten Treffen weiter zu beschränken und dies nicht für Kinder unter 12 anzuwenden.
    Und diese Hektik nur um rechtzeitig das Weihnachstfest mit Familientreffen ohne harte Beschränkungen auf Personenzahl etc. zu ermöglichen. Und im Januar dann alles wieder von vorne.

    Prüft das Virus immer vorher das Alter des Wirts und ob die Schullaufbahn bereits beendet ist?

  43. Dass die Schulen schliessen, dass kapier auch ein Pferd (sagt man bei uns:)). Die Frage ist nur – wieviel Schüler, Lehrer und Schulpersonal sollte erstmal erkranken? Steht es auch auf dem Papierchen von den Politikern, die quasi ueber Leben und Gesundheit der Menschen entscheiden? Ich sage nur, rette sich wer kann…

  44. Sol doch Angela Merkel ein Monat zu Schule gehen one Abstand mit Maske im Kälte mit Angst sowie unsere Kinder ich bringe mein Kind zu Schule nix ist mit Abstand die lügen ich muß mit Angst leben mein Kind sagt Mami da ist Asch kalt im Schule das ist normal das der Kind krank nach Hause kommt jeden Tag Kälte mit offene Fenster Angela Merkel will die Mutter Fon ganz Deutschland sein die Politiker machen koferenz und vor Gesicht mit Fenster Schützen sich ser gut und Kinder im Schule das ist nicht mehr normal ich muß jeden Tag denken das mein Kind im Risiko geht und kann nix machen traurig ist das

    • Liebe Tina,
      Angela Merkel ist da leider der falsche Sündenbock. Dass die Zustände in den Schulen sind, wie sie sind, liegt rein in der Verantwortung der einzelnen Schulminister / Landesregierungen. Beschweren Sie sich dort.

  45. Jetzt mal ohne Scherz. Ich lese hier ständig von Kündigungen usw. Wieso?
    So ein Burnout kann sich schon einmal hinziehen. Monate, wenn nicht sogar auch mal eineinhalb Jahre.
    Bis dahin sind die Arbeitsbedingungen wieder besser. Gerade die Beamten können das Spielchen ohne Gehaltseinbußen spielen.
    Wie sagte doch mal ein Schüler: „Man muss nur einmal mehr Arschloch sein wie die Anderen.“

    • @Gustav: Es tut mir Leid, es ist mir einfach nicht gegeben, mich länger als ein paar Minuten wie ein A…loch aufzuführen. Und selbst für ein paar Minuten klappt es auch unter Aufbietung aller dunklen Kräfte und bei allem bösen Willen nur sehr sporadisch…

  46. Frau Hubig maßt sich an, Gott zu spielen. Es ist nicht mehr zum Aushalten. Dem Recht auf Bildung mehr Priorität zu verleihen, als dem Recht auf körperliche Unversehrtheit. Ich fass es nicht! Wenn Ordnungshüter nun überall dafür sorgen, dass auch jeder in Bus und Bahn, Einkaufscentren, Kliniken, öffentlichen Einrichtungen usw. einen Mund-Nasen-Schutz trägt und, dass man ihn vor allem richtig trägt, damit auch andere geschützt werden, dann frage ich mich, wer Frau Hubig und Gefolge das Recht gibt, diese Verordnungen für einen Teil der Bevölkerung auszuhebeln? Schulen gehören auch zu öffentlichen Einrichtungen. Dort haben die Personen auch das Recht, geschützt zu werden. Diese Frage muss geklärt werden. Mein Kind muss sich ständig der Gefahr einer Infektion, wegen Aushebelung der Abstandsregeln, aussetzen und jeden Tag leben wir beide in der Angst, dass ich (mehrere Lungenerkrankungen u. a innere Erkrankungen) mich dann anstecken könnte. Das schreibt eine Frau Hubig vor. Ich weiß es nicht, aber sie hat bestimmt keine schulpflichtigen Kinder mehr. Das erklärt Vieles. Ich kann dieses Gelüge nicht mehr ertragen. Von wegen es geht nicht mit Entzerrung der Klassen oder digitalem Unterricht. Ging doch im Frühjahr auch. Dieses Geschwätz, dass Notbetreuung nicht ausreichend gewährleistet werden kann, entbehrt jeglicher Logik und ist total übertrieben. Sowohl beispielsweise in Sachsen oder auch Rheinland-Pfalz wurde dieses Angebot nicht einmal voll ausgenutzt. Und gäbe es nicht immer mehr Eltern, die die Erziehung ihrer Kinder lieber staatlichen Institutionen (noch dazu kostenlos) überlassen, dann wäre auch in Großstädten die Notbetreuung nicht überlastet. Es ist die Angst vor noch mehr Tumulten auf der Straße, denn zu dieser unsozialen Masse gehören viele, die ihre Kinder gern von anderen betreut sehen, obwohl sie von staatlichen Leistungen leben und zu Hause sind. Das ist ein ganz wesentlicher Fakt.
    Zum Thema Wirtschaft sage ich nur, die Gier nach immer mehr kennt keine Grenzen, genauso, wie das Virus keine Grenzen kennt. Es ist schlimm, wenn Kleinunternehmen sich nicht mehr halten können, aber dass der Mittelstand so rumheult und sogar Großunternehmen, ist unverständlich. Wurde doch erst vor ein paar Wochen in den Tagesthemen erwähnt, dass eine Analyse des deutschen Sparkassenverbandes festgestellt hat, dass es den meisten Unternehmen trotz Lockdown nicht schlecht geht und diese keineswegs existenzgefährdet sind. Das werden wohl andere Geldinstitute auch festgestellt haben, nur hängen sie es nicht an die große Glocke.
    Am meisten kann man das Geplärre von so manchen Hotels und Gaststätten nicht mehr hören. Bei den exorbitanten Preisen, die da verlangt werden, glauben auch nur Dumme, dass sie nichts zurück gelegt haben.
    Und im Übrigen
    für Masern wurde im März diesen Jahres eine Impfpflicht durchgesetzt und das, obwohl es in Deutschland in einem Zeitraum von 7 Jahren insgesamt 42 Todesfälle aufgrund von Masern bzw. SSPE im Zeitraum 2007 bis 2015 gab. . Das entspricht insgesamt etwa 3-7 Masern-assoziierten Todesfällen pro Jahr in Deutschland. Wenn man das mal mit dem Ernst der Lage Covid19 betreffend gegenüber stellt, dann kann und will man es nicht mehr verstehen, was hier abgeht. Maserninfizierte Kinder stecken auch andere an. Jetzt muss jedes Kind geimpft werden. Coronainfizierte Kinder stecken auch andere an. Jetzt muss jedes Kind in die Schule gehen. Diese Logik kann nur aus einem Irrenhaus kommen. Zumindest für Kinder, die mit schwer vorerkrankten Personen im selben Haushalt leben, aber auch Lehrer, die mit Risikoangehörigen zusammen leben (viele pflegen Angehörige zu Hause) sollte eine Lösung gefunden werden. Sie sind nicht weniger Wert, als alte und kranke Menschen in Alters – und Pflegeheimen.

  47. Heute wird sehr wahrscheinlich ein windiger Kompromiss ausgearbeitet werden, der nicht einmal Zeit kaufen wird. Restaurant, die im Sommer in Lüftungsanlagen und ein gutes Hygienekonzept investiert haben, müssen schließen, während die Massenparty an Schulen so fortgeführt wird. Das ist doch keinem mehr zu vermitteln und ich verstehe jeden, der das Ganze nicht mehr ernst nimmt. Da helfen keine Ansprachen mehr, wenn die Maßnahmen die Aussagen konterkarieren. Wenn es so ernst ist, dann macht alles zu!
    Die Jugendlichen in unserer Nachbarschaft planen gerade eine Helloween Party mit allen Jugendlichen aus dem Umkreis.
    Weil sie sich in der Schule täglich sehen, sehen sie darin auch kein Problem.
    Ohne kompletten Lockdown wird jede Maßnahme verpuffen.

    • Ich fürchte auch, dass da was windiges zusammengebastelt wird, das für eine Ungleichheit sorgt (das Beispiel mit dem Restaurant mit Lüftungsanlage ist gut) und damit Tür und Tor für erfolgreiche Klagen öffnet.

  48. Das ist doch gegen das GG. Recht auf Unversehrtheit. Gleichheit. Selbstbestimmung. Setzt zumindest während einer Pandemie die Präzenspflicht aus, damit Eltern ihre Kinder, wie auch von Gesetz und Natur vorgesehen schützen können und dürfen, bei jedem Sturm darf man entscheiden hier nicht. Das wäre das mindeste. Der Rest ist fahrlässige Körperverletzung die KM gehören bei jedem Corona Fall in Schulen verklagt. Und wenn die Politik schon alle opfert, liebe Lehrer lasst euch krank schreiben, zur Not psychisch, Angst, das versteht jeder vernünftige Arzt.

  49. Wieso wird eigentlich immer nur über Lehrer gesprochen? Wie sieht es mit Erziehern aus….nicht verbeamtet….ohne Mundschutz
    ..ohne Mindestabstand…hat schonmal jemand versucht einem 1 jährigen Hust.und Nies.regeln beizubringen….

  50. „Schulen sollen offen bleiben – der Wirtschaft zuliebe.“ Das ist allen Lehrern längst bewusst. Wir sind studierte Leute und uns kann man nicht veräppeln. Ich fordere angesichts dieser Tatsache, dass wir uns vorbehalten, zu streiken. Es hat auch alles Grenzen. Lehrer und Kinder sollten nicht um der Wirtschaft willen ihre Gesundheit oder ihr Leben opfern.

  51. „Die Jugendlichen in unserer Nachbarschaft planen gerade eine Helloween Party mit allen Jugendlichen aus dem Umkreis.
    Weil sie sich in der Schule täglich sehen, sehen sie darin auch kein Problem.
    Ohne kompletten Lockdown wird jede Maßnahme verpuffen.“ Für Jugendliche sind die Maßnahmen nicht nachvollziehbar. Viele werden sich deshalb auch nicht dran halten. Ich werde niemanden verpfeifen.

    • Genau so ist es. Morgens ist für die Schüler alles normal, also werden sie es nachmittags auch so halten.
      So war es im übrigen auch schon beim ersten Lockdown.
      Die Kinder werden es nicht verstehen, dass sie sich nachmittags dann nicht treffen sollen. Also in meinen Augen sämtliche Maßnahmen für den A…
      Nach dem ersten Lockdown hat man doch nachgewiesen, dass das effektivste Mittel die Schul- und Kitaschließungen waren. Warum sollte das jetzt anders sein?

  52. Möglicherweise kommt es dann auch noch so, dass der Lockdown nicht die erhoffte Wirkung zeigt. Die Spezialisten kommen in der Folge aber nicht darauf, dass es eventuell mit den Schulen zusammenhängt, da diese ja sicherer Ort sind, in denen sich keine Infektionen abspielen.

    Macht was ihr wollt! Aber setzt endlich diese verdammte Präsenzpflicht aus. Ich möchte mich auch mit schulpflichtigen Grundschulkindern schützen dürfen!

  53. „+++ 18:04 Merkel: Ursprung von 75 Prozent der Infektionen unklar +++
    Die erneuten bundesweiten Corona-Beschränkungen sollen nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel die Ausbreitung des Virus wieder stärker unter Kontrolle bringen. Die Entwicklung sei inzwischen an einem Punkt, bei dem man bei 75 Prozent der Infektionen nicht mehr wisse, woher sie kämen, sagte Merkel. Man könne also nicht mehr sagen, dass bestimmte Bereiche nicht zur Ausbreitung beitrügen.„

    https://www.n-tv.de/panorama/18-15-Gottesdienste-bleiben-weiterhin-erlaubt–article21626512.html

    Wäre mal interessant zu wissen, wie viele Prozent auf das Konto des quasi ungeschützten Schulbetriebs gehen. Aber diese Daten werden ja gar nicht konsequent erfasst.

    • @Leseratte: Ehrlich gesagt werden die nächsten Wochen dann durchaus spannend: Lockdown light, Einzelhandel bleibt auf, Schulen und Kitas bleiben auf – mal sehen, wie viele Infektionen es im familiären Umfeld gibt, wie viele im Einzelhandel, wie viele in Schulen und Kitas, wie viele sonstwo und wie viele man gar nicht zuordnen kann. Und wie weit der R-Wert gedrückt wird. Das dürfte schon etwas mehr für Klarheit sorgen, weil einige Einflussfaktoren ja durch den Lockdown light sozusagen ausgeblendet sind, sodass die verbleibenden Faktoren deutlicher hervortreten müssten, und weil sukzessive eine qualitativ hochwertigere Nachverfolgung wieder einsetzen und vermutlich einen zusätzlichen Erkenntnisgewinn bringen wird. Rückschlüsse auf das Infektionsgeschehen in Schulen und Kitas müssten dann in höherem Umfang möglich sein.

    • Mindestens 11% – so kam das in NRW raus. Dazu aber noch ein wesentlicher Teil der „Fälle im häuslichen Umfeld“ und der nicht nachverfolgbaren Fälle.

      In vier Wochen wissen wir mehr… denn wenn fast alles andere verboten ist, dann verbleiben die Schulen als einzige große Virentauschbörse.

  54. Die Präsenzpflicht ist in anderen Ländern längst der Fall, Lehrer arbeiten dann mittels Videokonferenzen etc. vom Klassensaal aus und unterrichten die Schüler.

    Ist es möglich, dass die Industrie Verantwortliche
    des Bildungssektors bestechen ließ zugunsten einer maximal ausgelasteten Wirtschaftskraft ?

  55. „Wäre mal interessant zu wissen, wie viele Prozent auf das Konto des quasi ungeschützten Schulbetriebs gehen. Aber diese Daten werden ja gar nicht konsequent erfasst. “

    Ist doch klar. 75%.

  56. An alle hier, die auf gute, in der einzelnen Schule mit derElternschaft abgestimmte Schutzkonzepte setzen. Soeben wurde diese Anfrage an ein Landes-Gesundheitsamt gestartet:
    Anfrage bei LGA …..
    Sehr geehrte/r ,
    [persönl. Einleitung] …,.die Frage nach dem Zusammenwirken von Kitas/Schulen mit dem zuständigen Gesundheitsamt (StGA).Hier geht es mir um die Vorbereitung auf einen tatsächlichen Infektionsfall.
    Es sind 11 Teilfragen:
    1. Kann das StGA den Ort der Beobachtungsquarantäne bestimmen, die für Kontakt-I-Personen oder die gesamte Gruppe bzw. Schulklasse angeordnet wird?
    2. Wenn 1 = ja: kann die Kita/die Schule sich mit geeigneter Gruppenorganisation daran beteiligen?
    3. Wenn 2 = ja: kann die Beteiligung sich auf die Öffnungszeit beschränken – ergänzt durch die Familien bis zum nächsten Morgen?
    4. Wenn 3 = ja: ist die zeitliche Begrenzung auf 7 Tage = 1 Kita/Schulwoche ausreichend?
    5. Wenn 4 = ja: ist das Nichtauftreten einer Neuinfektion ausreichend zur Beendigung?
    6. Wenn 5 = nein: ist ein Test erforderlich?
    7. Wenn bis dahin keine Bedenken: Ist die Dreiteiling der betroffenen Kitagruppe bzw. Schulklasse und deren getrennte Führung ohne Außenkontakte geboten? Kita: 2 im geteilten GrRaum, dritte = Erstkontakt-Kinder in anderem Raum, Schule: drei getrennte Räume.
    8. Wenn 7 = ja: wäre in dieser Beobachtungswoche der MNS bei allen direkt beteiligten Erwachsenen in der Einrichtung geboten – ebenso bei den SuS ab Sek I ?
    9. Könnte ein solches Vorgehen Teil des Schutzkonzeptes einer Kita oder Schule sein, das mit der Elternschaft verbindlich abgestimmt ist?
    10. Wäre ein solches Schutzkonzept, das im Vorsorgebereich den geltenden Landesregelungen entspricht, als GANZES Gegenstand einer Anordnung des StGA?
    11. Falls 1-10 zutreffend ist – würden Sie dieses Vorgehen den GÄ in xxx empfehlen – als Unterstützung ihrer Arbeit, und zur Vermeidung von Schließungszeiten zugunsten der Eltern?
    Werte/r …..ich bitte vorsorglich um Nachsicht wegen dieser vielen Einzelpunkte – aber es sollte eben vollständig klar werden.
    Eine zeitnahe Antwort wäre sehr hilfreich.

  57. Wenn ein GAsich darauf einlässt, besteht eine eindeutige Rechtslage: Quarantäneanordnung gemäß IfSG = alle fachbezogenen Landesrichtlinien gelten nur für die anderen Gruppen/Klassen. Jede weitere Infektion in der Beobachtungsgruppe/-klasse verlängert die Frist, bei Infektionsfall in anderer Gruppe/Klasse startet eine Parallel-Beobachtung.
    Aber Achtung – der SEHR große Vorteil des fortdauernden Präsenzunterrichtes und der gewohnten Zeitentlastung für die Eltern, sowie die Unterstützung des GA hat einen Preis: es braucht LA-Studis im Wochenpraktikum als Lernbegleiiter*innen in den Teilgruppen – LuL erteilen mobilen Gruppenunterricht.
    Alles begrenzt auf jeweils 1 WOCHE.
    Dieser Ansatz erfordert Vorbereitungsschritte auf Stadt./Kreiseben sowie mit dem PraktBüro der nächsten Uni.
    Sobald die Antwort da ist, berichte ich.

  58. Kitas und Grundschulen müssen aufgrund Infektionsrisiko schließen. Abstand ist in Kitas nicht möglich.

    Nur damit Eltern arbeiten können, arbeiten Erzieher ungeschützt? In meiner Gruppe sind viele Elternicht berufstätig und können die Betreuung übernehmen.

    Andere Möglichkeit wäre ein Notbetrieb der Kitas für Eltern, die wirklich nur die Zeit für die Arbeit Betreuung bekommen. Viele Eltern mit kleinen Kindern arbeiten Teilzeit. Und haben 5x Betreuung für 2 Arbeitstage? Kinder mit Schnupfen kommen, stecken andere Kinder an obwohl die Eltern daheim sind?

    Hinzu kommt noch Quarantäne die trifft dann die ganze Gruppe, auch die die den Platz wirklich benötigen…

    Weiterführende Schulen können auf jeden Fall schließen, da die Kinder nicht betreut werden müssen und selber Aufgaben zu Hause machen können.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here