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Gipfel mit Kanzlerin: Schulen sollen offen bleiben – der Wirtschaft zuliebe

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BERLIN. Am morgigen Mittwoch wollen die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Merkel über weitere Maßnahmen in der sich zuspitzenden Corona-Krise beraten – jetzt schon zeichnet sich ab: Für die Kitas und Schulen wird sich wenig ändern. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) erklärte bereits, die Bildungsberatungen werden auch nach den Beratungen mit dem Bund am Mittwoch offen bleiben. Sie seien kein Infektionstreiber. Auch in dem Entwurf einer Beschlussempfehlung für die SPD-geführten Länder plus Thüringen, der dem „Spiegel“ vorliegt, heißt es, Kitas und Schulen sollen unbedingt geöffnet bleiben. Die Begründung ist bemerkenswert.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) berät am morgigen Mittwoch mit den Ministerpräsidenten die Corona-Lage. Foto: Michailidis / Shutterstock

„Das Recht auf Bildung muss Priorität haben“, sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin und KMK-Präsidentin Stefanie Hubig (SPD) vergangene Woche im Deutschlandfunk. Der Wechsel von Fern- und Präsenzunterricht – wie ihn die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts für Risikogebiete nahelegen – sei schwierig, da nicht nur die Kinder und Jugendlichen, sondern auch die Eltern vor extremen Herausforderungen stünden.

Recht auf Bildung? Es geht um die Berufstätigkeit der Eltern

Welche Herausforderungen sie damit konkret meinte, das erläuterte Hubig nicht – wenn man den Beschlussentwurf der SPD-geführten Länder sowie dem Links-regierten Thüringen für den morgigen Gipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zugrunde legt, geht es dabei aber weniger um das angeblich prioritäre „Recht auf Bildung“. Wie der „Spiegel“ berichtet, heißt es in dem Papier, „zur Verhinderung weitreichender Folgen über die Pandemie hinaus“ sollte die Berufstätigkeit generell weiter ermöglicht werden. Dafür gelte es, Schulen und Kitas offenzuhalten. Es geht also um die Betreuung der Schüler.

Die vorgeschlagene „Schließungs-Reihe“ folge dabei der Logik, „möglichst zusätzliche, unnötige Kontakte sowie An- und Abfahrbegegnungen zu reduzieren, ohne einen vollkommenen Lockdown mit seinen schweren wirtschaftlichen und sozialen Folgen ausrufen zu müssen“, wie es in dem Entwurf heißt. Die Liste reicht von abzusagenden Veranstaltungen über Aussetzen des Vereinssports bis hin zur Schließung des Einzelhandels für nicht notwendige Güter des täglichen Bedarfs. Selbst dann soll der Betrieb in Kitas und Schulen weiterlaufen.

Söder: Schule und Kita müssen die Wirtschaft laufen lassen

Das scheint Konsens unter den Ministerpräsidenten zu sein: Das bayerische Kabinett hat heute getagt, um die Linie des Freistaats beim morgigen Gipfel festzuklopfen. Ergebnis laut „Antenne Bayern“: Wenn es zu leichteren Lockdowns kommt, sollen Schulen und Kitas als letztes geschlossen werden – wenn, dann nur bei einem extremen Infektionsgeschehen. Schulen sollen dann auch wieder als erstes geöffnet werden, wenn es doch zu Schließungen kommen muss. Von den Schulen erwarte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) „maximale Flexibilität, was Prüfungen und Lehrplan sowie den Digitalen Unterricht angeht“.

Söder betonte in der anschließenden Pressekonferenz: „Das Prinzip muss sein: Unsere Kinder müssen betreut werden. […] Schule und Kita hat ja den Zweck auch, um die Wirtschaft laufen zu lassen.“ News4teachers

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Bildungssenator nennt Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts für Schulen „seltsam“

 

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gehtsnoch
5 Jahre zuvor

Kitas und Schulen weiter zu öffnen wäre ja noch akzeptabel wenn die gültigen Regelungen und Verfügungen dann auch einheitlich ohne Ausnahme gelten würden und Mindeststandards vorherrschten.
Abstandsregeln im Klassenraum oder Rollierende Systeme oder Klassengrößenteilung mit fadenscheinigen Begründungen auszuhebeln ist lächerlich.
Im Freien in der City Maske und 1,50 m Abstand zu allen Lebewesen und im geschlossenen Raum in weiterführenden Schulen nicht erforderlich. Da braucht man nicht mal einen IQ-Test mehr.
MP Laschet denkt darüber nach im Haushalt die privaten Treffen weiter zu beschränken und dies nicht für Kinder unter 12 anzuwenden.
Und diese Hektik nur um rechtzeitig das Weihnachstfest mit Familientreffen ohne harte Beschränkungen auf Personenzahl etc. zu ermöglichen. Und im Januar dann alles wieder von vorne.

Prüft das Virus immer vorher das Alter des Wirts und ob die Schullaufbahn bereits beendet ist?

Barbora Emilija K.
5 Jahre zuvor

Dass die Schulen schliessen, dass kapier auch ein Pferd (sagt man bei uns:)). Die Frage ist nur – wieviel Schüler, Lehrer und Schulpersonal sollte erstmal erkranken? Steht es auch auf dem Papierchen von den Politikern, die quasi ueber Leben und Gesundheit der Menschen entscheiden? Ich sage nur, rette sich wer kann…

Tina
5 Jahre zuvor

Sol doch Angela Merkel ein Monat zu Schule gehen one Abstand mit Maske im Kälte mit Angst sowie unsere Kinder ich bringe mein Kind zu Schule nix ist mit Abstand die lügen ich muß mit Angst leben mein Kind sagt Mami da ist Asch kalt im Schule das ist normal das der Kind krank nach Hause kommt jeden Tag Kälte mit offene Fenster Angela Merkel will die Mutter Fon ganz Deutschland sein die Politiker machen koferenz und vor Gesicht mit Fenster Schützen sich ser gut und Kinder im Schule das ist nicht mehr normal ich muß jeden Tag denken das mein Kind im Risiko geht und kann nix machen traurig ist das

Marie
5 Jahre zuvor
Antwortet  Tina

Liebe Tina,
Angela Merkel ist da leider der falsche Sündenbock. Dass die Zustände in den Schulen sind, wie sie sind, liegt rein in der Verantwortung der einzelnen Schulminister / Landesregierungen. Beschweren Sie sich dort.

Gustav
5 Jahre zuvor

Jetzt mal ohne Scherz. Ich lese hier ständig von Kündigungen usw. Wieso?
So ein Burnout kann sich schon einmal hinziehen. Monate, wenn nicht sogar auch mal eineinhalb Jahre.
Bis dahin sind die Arbeitsbedingungen wieder besser. Gerade die Beamten können das Spielchen ohne Gehaltseinbußen spielen.
Wie sagte doch mal ein Schüler: “Man muss nur einmal mehr Arschloch sein wie die Anderen.”

Ich_bin_neu_hier
5 Jahre zuvor
Antwortet  Gustav

@Gustav: Es tut mir Leid, es ist mir einfach nicht gegeben, mich länger als ein paar Minuten wie ein A…loch aufzuführen. Und selbst für ein paar Minuten klappt es auch unter Aufbietung aller dunklen Kräfte und bei allem bösen Willen nur sehr sporadisch…

Ramona Minuth
5 Jahre zuvor

Frau Hubig maßt sich an, Gott zu spielen. Es ist nicht mehr zum Aushalten. Dem Recht auf Bildung mehr Priorität zu verleihen, als dem Recht auf körperliche Unversehrtheit. Ich fass es nicht! Wenn Ordnungshüter nun überall dafür sorgen, dass auch jeder in Bus und Bahn, Einkaufscentren, Kliniken, öffentlichen Einrichtungen usw. einen Mund-Nasen-Schutz trägt und, dass man ihn vor allem richtig trägt, damit auch andere geschützt werden, dann frage ich mich, wer Frau Hubig und Gefolge das Recht gibt, diese Verordnungen für einen Teil der Bevölkerung auszuhebeln? Schulen gehören auch zu öffentlichen Einrichtungen. Dort haben die Personen auch das Recht, geschützt zu werden. Diese Frage muss geklärt werden. Mein Kind muss sich ständig der Gefahr einer Infektion, wegen Aushebelung der Abstandsregeln, aussetzen und jeden Tag leben wir beide in der Angst, dass ich (mehrere Lungenerkrankungen u. a innere Erkrankungen) mich dann anstecken könnte. Das schreibt eine Frau Hubig vor. Ich weiß es nicht, aber sie hat bestimmt keine schulpflichtigen Kinder mehr. Das erklärt Vieles. Ich kann dieses Gelüge nicht mehr ertragen. Von wegen es geht nicht mit Entzerrung der Klassen oder digitalem Unterricht. Ging doch im Frühjahr auch. Dieses Geschwätz, dass Notbetreuung nicht ausreichend gewährleistet werden kann, entbehrt jeglicher Logik und ist total übertrieben. Sowohl beispielsweise in Sachsen oder auch Rheinland-Pfalz wurde dieses Angebot nicht einmal voll ausgenutzt. Und gäbe es nicht immer mehr Eltern, die die Erziehung ihrer Kinder lieber staatlichen Institutionen (noch dazu kostenlos) überlassen, dann wäre auch in Großstädten die Notbetreuung nicht überlastet. Es ist die Angst vor noch mehr Tumulten auf der Straße, denn zu dieser unsozialen Masse gehören viele, die ihre Kinder gern von anderen betreut sehen, obwohl sie von staatlichen Leistungen leben und zu Hause sind. Das ist ein ganz wesentlicher Fakt.
Zum Thema Wirtschaft sage ich nur, die Gier nach immer mehr kennt keine Grenzen, genauso, wie das Virus keine Grenzen kennt. Es ist schlimm, wenn Kleinunternehmen sich nicht mehr halten können, aber dass der Mittelstand so rumheult und sogar Großunternehmen, ist unverständlich. Wurde doch erst vor ein paar Wochen in den Tagesthemen erwähnt, dass eine Analyse des deutschen Sparkassenverbandes festgestellt hat, dass es den meisten Unternehmen trotz Lockdown nicht schlecht geht und diese keineswegs existenzgefährdet sind. Das werden wohl andere Geldinstitute auch festgestellt haben, nur hängen sie es nicht an die große Glocke.
Am meisten kann man das Geplärre von so manchen Hotels und Gaststätten nicht mehr hören. Bei den exorbitanten Preisen, die da verlangt werden, glauben auch nur Dumme, dass sie nichts zurück gelegt haben.
Und im Übrigen
für Masern wurde im März diesen Jahres eine Impfpflicht durchgesetzt und das, obwohl es in Deutschland in einem Zeitraum von 7 Jahren insgesamt 42 Todesfälle aufgrund von Masern bzw. SSPE im Zeitraum 2007 bis 2015 gab. . Das entspricht insgesamt etwa 3-7 Masern-assoziierten Todesfällen pro Jahr in Deutschland. Wenn man das mal mit dem Ernst der Lage Covid19 betreffend gegenüber stellt, dann kann und will man es nicht mehr verstehen, was hier abgeht. Maserninfizierte Kinder stecken auch andere an. Jetzt muss jedes Kind geimpft werden. Coronainfizierte Kinder stecken auch andere an. Jetzt muss jedes Kind in die Schule gehen. Diese Logik kann nur aus einem Irrenhaus kommen. Zumindest für Kinder, die mit schwer vorerkrankten Personen im selben Haushalt leben, aber auch Lehrer, die mit Risikoangehörigen zusammen leben (viele pflegen Angehörige zu Hause) sollte eine Lösung gefunden werden. Sie sind nicht weniger Wert, als alte und kranke Menschen in Alters – und Pflegeheimen.

xy
5 Jahre zuvor

Heute wird sehr wahrscheinlich ein windiger Kompromiss ausgearbeitet werden, der nicht einmal Zeit kaufen wird. Restaurant, die im Sommer in Lüftungsanlagen und ein gutes Hygienekonzept investiert haben, müssen schließen, während die Massenparty an Schulen so fortgeführt wird. Das ist doch keinem mehr zu vermitteln und ich verstehe jeden, der das Ganze nicht mehr ernst nimmt. Da helfen keine Ansprachen mehr, wenn die Maßnahmen die Aussagen konterkarieren. Wenn es so ernst ist, dann macht alles zu!
Die Jugendlichen in unserer Nachbarschaft planen gerade eine Helloween Party mit allen Jugendlichen aus dem Umkreis.
Weil sie sich in der Schule täglich sehen, sehen sie darin auch kein Problem.
Ohne kompletten Lockdown wird jede Maßnahme verpuffen.

Jan aus H
5 Jahre zuvor
Antwortet  xy

Ich fürchte auch, dass da was windiges zusammengebastelt wird, das für eine Ungleichheit sorgt (das Beispiel mit dem Restaurant mit Lüftungsanlage ist gut) und damit Tür und Tor für erfolgreiche Klagen öffnet.

Karina Göttler
5 Jahre zuvor

Das ist doch gegen das GG. Recht auf Unversehrtheit. Gleichheit. Selbstbestimmung. Setzt zumindest während einer Pandemie die Präzenspflicht aus, damit Eltern ihre Kinder, wie auch von Gesetz und Natur vorgesehen schützen können und dürfen, bei jedem Sturm darf man entscheiden hier nicht. Das wäre das mindeste. Der Rest ist fahrlässige Körperverletzung die KM gehören bei jedem Corona Fall in Schulen verklagt. Und wenn die Politik schon alle opfert, liebe Lehrer lasst euch krank schreiben, zur Not psychisch, Angst, das versteht jeder vernünftige Arzt.

Denise Otto
5 Jahre zuvor

Wieso wird eigentlich immer nur über Lehrer gesprochen? Wie sieht es mit Erziehern aus….nicht verbeamtet….ohne Mundschutz
..ohne Mindestabstand…hat schonmal jemand versucht einem 1 jährigen Hust.und Nies.regeln beizubringen….

Grundschullehrer
5 Jahre zuvor

“Schulen sollen offen bleiben – der Wirtschaft zuliebe.” Das ist allen Lehrern längst bewusst. Wir sind studierte Leute und uns kann man nicht veräppeln. Ich fordere angesichts dieser Tatsache, dass wir uns vorbehalten, zu streiken. Es hat auch alles Grenzen. Lehrer und Kinder sollten nicht um der Wirtschaft willen ihre Gesundheit oder ihr Leben opfern.

Grundschullehrer
5 Jahre zuvor

“Die Jugendlichen in unserer Nachbarschaft planen gerade eine Helloween Party mit allen Jugendlichen aus dem Umkreis.
Weil sie sich in der Schule täglich sehen, sehen sie darin auch kein Problem.
Ohne kompletten Lockdown wird jede Maßnahme verpuffen.” Für Jugendliche sind die Maßnahmen nicht nachvollziehbar. Viele werden sich deshalb auch nicht dran halten. Ich werde niemanden verpfeifen.

Rennachim
5 Jahre zuvor
Antwortet  Grundschullehrer

Genau so ist es. Morgens ist für die Schüler alles normal, also werden sie es nachmittags auch so halten.
So war es im übrigen auch schon beim ersten Lockdown.
Die Kinder werden es nicht verstehen, dass sie sich nachmittags dann nicht treffen sollen. Also in meinen Augen sämtliche Maßnahmen für den A…
Nach dem ersten Lockdown hat man doch nachgewiesen, dass das effektivste Mittel die Schul- und Kitaschließungen waren. Warum sollte das jetzt anders sein?

Rennachim
5 Jahre zuvor

Möglicherweise kommt es dann auch noch so, dass der Lockdown nicht die erhoffte Wirkung zeigt. Die Spezialisten kommen in der Folge aber nicht darauf, dass es eventuell mit den Schulen zusammenhängt, da diese ja sicherer Ort sind, in denen sich keine Infektionen abspielen.

Macht was ihr wollt! Aber setzt endlich diese verdammte Präsenzpflicht aus. Ich möchte mich auch mit schulpflichtigen Grundschulkindern schützen dürfen!

Leseratte
5 Jahre zuvor

„+++ 18:04 Merkel: Ursprung von 75 Prozent der Infektionen unklar +++
Die erneuten bundesweiten Corona-Beschränkungen sollen nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel die Ausbreitung des Virus wieder stärker unter Kontrolle bringen. Die Entwicklung sei inzwischen an einem Punkt, bei dem man bei 75 Prozent der Infektionen nicht mehr wisse, woher sie kämen, sagte Merkel. Man könne also nicht mehr sagen, dass bestimmte Bereiche nicht zur Ausbreitung beitrügen.„

https://www.n-tv.de/panorama/18-15-Gottesdienste-bleiben-weiterhin-erlaubt–article21626512.html

Wäre mal interessant zu wissen, wie viele Prozent auf das Konto des quasi ungeschützten Schulbetriebs gehen. Aber diese Daten werden ja gar nicht konsequent erfasst.

Ich_bin_neu_hier
5 Jahre zuvor
Antwortet  Leseratte

@Leseratte: Ehrlich gesagt werden die nächsten Wochen dann durchaus spannend: Lockdown light, Einzelhandel bleibt auf, Schulen und Kitas bleiben auf – mal sehen, wie viele Infektionen es im familiären Umfeld gibt, wie viele im Einzelhandel, wie viele in Schulen und Kitas, wie viele sonstwo und wie viele man gar nicht zuordnen kann. Und wie weit der R-Wert gedrückt wird. Das dürfte schon etwas mehr für Klarheit sorgen, weil einige Einflussfaktoren ja durch den Lockdown light sozusagen ausgeblendet sind, sodass die verbleibenden Faktoren deutlicher hervortreten müssten, und weil sukzessive eine qualitativ hochwertigere Nachverfolgung wieder einsetzen und vermutlich einen zusätzlichen Erkenntnisgewinn bringen wird. Rückschlüsse auf das Infektionsgeschehen in Schulen und Kitas müssten dann in höherem Umfang möglich sein.

Jan aus H
5 Jahre zuvor
Antwortet  Leseratte

Mindestens 11% – so kam das in NRW raus. Dazu aber noch ein wesentlicher Teil der “Fälle im häuslichen Umfeld” und der nicht nachverfolgbaren Fälle.

In vier Wochen wissen wir mehr… denn wenn fast alles andere verboten ist, dann verbleiben die Schulen als einzige große Virentauschbörse.

Anatole
5 Jahre zuvor

Die Präsenzpflicht ist in anderen Ländern längst der Fall, Lehrer arbeiten dann mittels Videokonferenzen etc. vom Klassensaal aus und unterrichten die Schüler.

Ist es möglich, dass die Industrie Verantwortliche
des Bildungssektors bestechen ließ zugunsten einer maximal ausgelasteten Wirtschaftskraft ?

Osman
5 Jahre zuvor

“Wäre mal interessant zu wissen, wie viele Prozent auf das Konto des quasi ungeschützten Schulbetriebs gehen. Aber diese Daten werden ja gar nicht konsequent erfasst. ”

Ist doch klar. 75%.

Dieter HEINRICH
5 Jahre zuvor

An alle hier, die auf gute, in der einzelnen Schule mit derElternschaft abgestimmte Schutzkonzepte setzen. Soeben wurde diese Anfrage an ein Landes-Gesundheitsamt gestartet:
Anfrage bei LGA …..
Sehr geehrte/r ,
[persönl. Einleitung] …,.die Frage nach dem Zusammenwirken von Kitas/Schulen mit dem zuständigen Gesundheitsamt (StGA).Hier geht es mir um die Vorbereitung auf einen tatsächlichen Infektionsfall.
Es sind 11 Teilfragen:
1. Kann das StGA den Ort der Beobachtungsquarantäne bestimmen, die für Kontakt-I-Personen oder die gesamte Gruppe bzw. Schulklasse angeordnet wird?
2. Wenn 1 = ja: kann die Kita/die Schule sich mit geeigneter Gruppenorganisation daran beteiligen?
3. Wenn 2 = ja: kann die Beteiligung sich auf die Öffnungszeit beschränken – ergänzt durch die Familien bis zum nächsten Morgen?
4. Wenn 3 = ja: ist die zeitliche Begrenzung auf 7 Tage = 1 Kita/Schulwoche ausreichend?
5. Wenn 4 = ja: ist das Nichtauftreten einer Neuinfektion ausreichend zur Beendigung?
6. Wenn 5 = nein: ist ein Test erforderlich?
7. Wenn bis dahin keine Bedenken: Ist die Dreiteiling der betroffenen Kitagruppe bzw. Schulklasse und deren getrennte Führung ohne Außenkontakte geboten? Kita: 2 im geteilten GrRaum, dritte = Erstkontakt-Kinder in anderem Raum, Schule: drei getrennte Räume.
8. Wenn 7 = ja: wäre in dieser Beobachtungswoche der MNS bei allen direkt beteiligten Erwachsenen in der Einrichtung geboten – ebenso bei den SuS ab Sek I ?
9. Könnte ein solches Vorgehen Teil des Schutzkonzeptes einer Kita oder Schule sein, das mit der Elternschaft verbindlich abgestimmt ist?
10. Wäre ein solches Schutzkonzept, das im Vorsorgebereich den geltenden Landesregelungen entspricht, als GANZES Gegenstand einer Anordnung des StGA?
11. Falls 1-10 zutreffend ist – würden Sie dieses Vorgehen den GÄ in xxx empfehlen – als Unterstützung ihrer Arbeit, und zur Vermeidung von Schließungszeiten zugunsten der Eltern?
Werte/r …..ich bitte vorsorglich um Nachsicht wegen dieser vielen Einzelpunkte – aber es sollte eben vollständig klar werden.
Eine zeitnahe Antwort wäre sehr hilfreich.

Dieter HEINRICH
5 Jahre zuvor

Wenn ein GAsich darauf einlässt, besteht eine eindeutige Rechtslage: Quarantäneanordnung gemäß IfSG = alle fachbezogenen Landesrichtlinien gelten nur für die anderen Gruppen/Klassen. Jede weitere Infektion in der Beobachtungsgruppe/-klasse verlängert die Frist, bei Infektionsfall in anderer Gruppe/Klasse startet eine Parallel-Beobachtung.
Aber Achtung – der SEHR große Vorteil des fortdauernden Präsenzunterrichtes und der gewohnten Zeitentlastung für die Eltern, sowie die Unterstützung des GA hat einen Preis: es braucht LA-Studis im Wochenpraktikum als Lernbegleiiter*innen in den Teilgruppen – LuL erteilen mobilen Gruppenunterricht.
Alles begrenzt auf jeweils 1 WOCHE.
Dieser Ansatz erfordert Vorbereitungsschritte auf Stadt./Kreiseben sowie mit dem PraktBüro der nächsten Uni.
Sobald die Antwort da ist, berichte ich.

Anne-Marie Dieterich
5 Jahre zuvor

Kitas und Grundschulen müssen aufgrund Infektionsrisiko schließen. Abstand ist in Kitas nicht möglich.

Nur damit Eltern arbeiten können, arbeiten Erzieher ungeschützt? In meiner Gruppe sind viele Elternicht berufstätig und können die Betreuung übernehmen.

Andere Möglichkeit wäre ein Notbetrieb der Kitas für Eltern, die wirklich nur die Zeit für die Arbeit Betreuung bekommen. Viele Eltern mit kleinen Kindern arbeiten Teilzeit. Und haben 5x Betreuung für 2 Arbeitstage? Kinder mit Schnupfen kommen, stecken andere Kinder an obwohl die Eltern daheim sind?

Hinzu kommt noch Quarantäne die trifft dann die ganze Gruppe, auch die die den Platz wirklich benötigen…

Weiterführende Schulen können auf jeden Fall schließen, da die Kinder nicht betreut werden müssen und selber Aufgaben zu Hause machen können.