Umweltbundesamt stellt Leitfaden vor, der Lehrern das Lüften des Klassenraums erklärt

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BERLIN. Das Umweltbundesamt will am Donnerstag seinen angekündigten Leitfaden zum richtigen Lüften in Schulen in Corona-Zeiten vorstellen. Die Handreichung werde auf vier Seiten den Stand der Empfehlungen zum Thema und zum möglichen Einsatz von Luftreinigungsgeräten zusammenfassen, sagte ein Sprecher am Montag.

So sieht das Konzept der Kultusminister gegen steigende Corona-Zahlen aus: Fenster auf! Foto: Shutterstock

Der Direktor im Umweltbundesamt, Heinz-Jörn Moriske, hatte bei einem Expertengespräch mit der Kultusministerkonferenz (KMK) im September die Erarbeitung einer entsprechenden Handreichung zum Lüften für alle Schulen im Bundesgebiet zugesichert. Die Länder haben auch in eigenen Hygieneplänen schon Vorgaben dafür formuliert. Der Philologenverband rät Lehrern und Schülern, sich für den Aufenthalt im Klassenraum warm anzuziehen. „Für die kalten Monate werden jetzt Pullover, Schals und Decken zur Grundausstattung“, heißt es (News4teachers berichtet über die Empfehlung und die damit verbundene Kritik an der KMK – hier geht es zu dem Beitrag).

Sachverständiger empfiehlt Einsatz von Luftfiltern in Klassenräumen, aber…

Die KMK hatte zu dem Thema Wissenschaftler aus Virologie, Hygiene und Strömungsmechanik angehört. Diese hatten sich dafür ausgesprochen, Klassenzimmer im 20-Minuten-Takt für 3 bis 5 Minuten stoßzulüften und während der Pausen zusätzlich die Türen für Durchzug zu öffnen. Der Einsatz mobiler Luftreinigungsgeräte in Schulräumen wurde von den Kultusminstern hingegen nicht für nötig befunden, sofern sich in den Räumen die Fenster richtig öffnen lassen – obwohl der einzige teilnehmende Sachverständige, der zur Wirkung von Luftreinigern in Klassenräumen geforscht hat, der Münchner Strömungswissenschaftler Prof. Dr. Christian J. Kähler, den Einsatz ausdrücklich empfahl. Kähler warnte davor, dass Lüften allein eine mögliche Virenbelastung der Raumluft von Klassenräumen nicht zuverlässig entfernt.

KMK setzt beim Corona-Schutz im Unterricht allein aufs Lüften

In der Pressemitteilung der KMK zur Anhörung wurde allerdings der falsche Eindruck erweckt, die anwesenden Wissenschaftler seien „überein gekommen“, die Geräte nicht zu empfehlen. Die Stellungnahme Kählers wurde dabei unterschlagen, wie Recherchen von News4teachers aufgedeckt haben (News4teachers berichtete ausführlich über den Fall – hier geht es zum Beitrag). Das „Lüftungskonzept“ des Umweltbundesamtes ist die einzige Corona-Schutzmaßnahme, mit der die KMK möglichen Ansteckungen im Unterricht begegnet. Abstandsregel und Maskenpflicht gelten nicht. News4teachers / mit Material der dpa

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Offene Fenster reichen: KMK hält trotz Kritik an ihrem „Lüftungskonzept“ fest – Wissenschaftler raten zu Luftfiltern

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64 KOMMENTARE

  1. Endlich endlich endlich ein Lüftungsleitfaden.
    Es gibt also doch einen Gott. Nachdem nun die Bundesländer erfolgreich HygieneKonzepte herausgegeben haben, die ebenfalls nicht dem Gesundheitschutz an Schulen dienen, da hat uns allen das noch gefehlt.
    Wir haben so unendlich großes Glück, daß unsere Politik uns so gut dirch diese Pandemie leitet…. und bis vor kurzem dachte ich noch, nur die USA und Schweden hätten Probleme…. Heute bin ich definitiv einen Schritt weiter.

    • Ja cool- ein Leitfaden zum Lüften. Haben wir Lehrkräfte echt gebraucht…bestimmt bebildert… Inclusive Dokumentationspflicht im Klassenbuch und Lüftungsbeauftragten….mein Leben wird immer ereignisreicher….Comedy pur…. so einen Leitfaden inclusive Bildern erstellen meine SuS in max 90 Minuten druckreif als einseitigen Steckbrief…. an ihren fiktiven Tablets/Laptops….

    • Wie erlauben uns an dieser Stelle die etwas zynische Anmerkung, dass die KMK das Faltblatt sicher nicht bestellt hätte, wenn dafür etwas zu zahlen gewesen wäre. Herzliche Grüße Die Redaktion

  2. Würde mich auch interessieren.
    Für hirnlosen Mist ist Geld da, aber für die Gesundheit reicht es nicht..???
    Sollte man mal drüber nachdenken. Wann werden die endlich mal wach und hören auf jeden Tag noch mehr schwachsinnige Texte von sich zu geben.
    Es ist schon nach zwölf und nicht fünf vor.
    Warum stehen Eltern so völlig hilflos dem ganzen Treiben hier gegenüber?
    Ich kann es nicht verstehen. Ohne Worte.
    Mehr fällt mir echt nicht mehr ein dazu.

  3. Liebes Bauklötzchen,

    Das ist doch ganz einfach!

    Zuerst berechnest du das Luftvolumen in deinem Klassenzimmer laut Grundriß. Davon ziehst du das Volumen aller Gegenstände und Personen, die sich darin befinden, ab.
    Dann berechnest du das Lungenvolumen der sich im Raum befindenden Menschen und multiplizierst es mit der Atemfrequenz.

    Sollte jemand reden, verdoppelst du den Wert für die Person und den Zeitraum, beim Schreien verdreifachst du den entsprechenden Wert.

    Da sich Aerosole nicht gleichmäßig verteilen, misst du noch schnell die Kopfhöhe der sich im Raum befindenden Menschen und multiplizierst sie mit 1,89.
    Diesen Wert setzt du in Beziehung zum Gesamtluftvolumen und berechnest die Ausreißer unter den Aerosolen.
    Nun weißt du, wann die Aerosolkonzentration die kritische Marke erreicht hat und du lüften musst.

    Um die Dauer des Lüftens zu bestimmen, berechnest du fix die zu öffnende Fensterfläche. Solltest du Fenster nur einen Spaltbreit öffnen können, vergiss nicht, die Fläche der beiden dabei entstehenden Dreiecke in deine Berechnung mit einzubeziehen.

    Dann bildest du die Differenz zwischen der Außen- und Innentemperatur, die du bitte als negative Beschleunigung in deine Rechnung aufnimmst, da sich der Luftaustausch verringert, wenn sich die Temperaturen angleichen. Das multiplizierst du noch mit dem Quotienten der Windgeschwindigkeit und der Windrichtung vor deinem Fenster und schwupps, schon hast du die Lüftungsdauer!
    Kein Hexenwerk, oder?

    Hmmm, nun habe ich die Position der Fenster in Bezug auf die Aerosolkonzentration und eventuelle Bewegungen im Raum nicht bedacht…

    Ach, weißt du, 20-5-20!

    Die Minister werden ja schon wissen wovon sie reden.

    • Nicht zu vergessen die warmen Aufwinde, die entstehen, wenn in Großstädten morgens um 8.20 Uhr alle Klassenraumfenster zum ersten Mal geöffnet werden. Über Nacht hat sich überflüssigerweise Wärme in den Räumen angesammelt, weil die Heizungssteuerungen schon seiet Jahren eingerostet und nicht mehr regulierbar sind.
      Wegen dieser morgendlichen warmen Aufwinde über Großstädten müssen Jets umgeleitet und Einflugschneisen neu berechnet werden. Ultraleichtflieger können die Aufwinde aber kostenlos nutzen und Pysiklehrer mit ihren Schülern Beispielberechnungen durchführen.
      Vielleicht beleiben in Großstädten auch Zugvögel da.
      Weil in den Klassenräumen aus Infektionsshutzgründen nicht mehr gegessen werden darf und den Kindern auf dem Schulhof allerhand aus den kalten Fingern fällt, finden die Vögelchen sicher ausreichend Nahrung. Die Biologielehrer finden ungeahnte Studienobjekte für ihre Oberstufenkurse.
      Nur die Finanzbosse beschweren sich: An den Glasfassaden der Türme der deutschen Banken in den Finanzzentren steigen warme Virenwolken auf, die Scheiben beschlagen von außen, es regnet Virenkristall.
      Fensterputzer weigern sich, die Reinigung vorzunehmen.
      Sie satteln um und werden Lehrer. Die brauchen wir im nächsten Frühjahr neu, wenn die alten nicht mehr werden haben aufgetaut werden können…

      • @Alla und kanndochnichtwahrsein: Vielen Dank für Ihre großartigen Kommentare! Sie haben nicht nur bei mir, sondern auch bei meiner Familie für großes Amüsement gesorgt.

    • Bei 30 Schülern auf 50 qm und vier klapprigen Schränken aus den frühen 20. Jahrhundert…rechnerechne – Dann müsste ich ja die Wände rausreißen – drei permanent geöffnete Fenster reichen dann ja garnicht. Huiuiui! Jetzt bin ich aber ernsthaft beunruhigt. Hoffentlich gibt’s da im Leitfaden eine wurst-käs-Szenario-Berechnung! Die Idee mit dem Erklärvideo finde ich sensationell! Gleich mal was für meine rudimentäre digitale Kompetenz getan – vielleicht kann ich das als Fortbildung anrechnen lassen. Kollegen: Wie blicken ruhmreichen Zeiten entgegen!

  4. …und dazu am besten farbige Pfeile an das Fenster und auf die Tische kleben, damit die Luft auch weiss, welchen Weg sie nehmen soll. Blaue Pfeile für die frische kalte Luft und rote Pfeile für die verbrauchte warme Luft mit den Aerosolen.

    • Wenn man in der Badewanne sitzt und das heiße Wasser verteilen will, dann schaufelt man das Wasser doch mit den Händen um sich rum und in Windeseile ist es überall warm.

      Genauso müssen die Schüler es jetzt halt auch machen. Einfach die frische Luft reinwedeln und die verbrauchte Luft rausschaufeln. Und schon reicht es, nur eine halbe Minute zu lüften.

  5. Lüften in der Schule:
    Ich finde das ist an den Kindern Körperverletzung.
    Sitzen die Damen u.Herren imKTM auch mit dicken Pullovern und Decke im Büro?
    Lernen kann man so nicht.

  6. Da sind wir gespannt und schauen noch mal schnell in die bestehende Veröffentlichung von 2008:
    https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/3689.pdf

    Da steht (S. 25 unten):
    „(…) Bei einer üblichen Raumbelegung ist ein mehrfa-cher Luftwechsel pro Stunde für den Klassenraum erforderlich, um das von den Schülern beim Ausatmen produzierte Kohlendioxid aus der Raumluft in ausreichendem Maße abzuführen. Der notwendige Luftaustausch von etwa 25 bis 30 m3/h und Person ist nicht mit natürlicher Lüftung bei geschlosse-nen Fenstern (sog. Fensterfugenlüftung) zu erreichen, sondern nur dadurch, dass die Fenster regelmäßig kurzzeitig und weit geöffnet werden („Stoßlüf-tung“ für mindestens 5, besser bis 10 Minuten). Noch effektiver (falls mög-lich) ist die Querlüftung über gegenüberliegende Fenster. Gelüftet werden muss daher unbedingt in jeder Unterrichtspause und – bei Doppelstunden sowie hoher Raumbelegung – auch zwischendurch (falls erforderlich, sollen die Schüler aus Sicherheitsgründen während dieser Zeit nicht in den Klassen
    26sein). Zu empfehlen ist auch während des Unterrichts 1 bis 2mal kurz eine Stoßlüftung durchzuführen.“

    Zur Wiederholung noch ein blauer Kasten:
    „Wie soll gelüftet werden?
    Grundsätzlich durch Fensterlüftung. Dabei sind in den Unterrichtsräumen vor Unter-richtsbeginn und mindestens in jeder Pause (auch und gerade in den Fünfminuten-pausen, in denen die Schüler in der Regel in der Klasse bleiben!) alle Fenster über die gesamte Pausenzeit weit zu öffnen (Stoßlüftung, Querlüftung). Eine Kipplüftung ist weitgehend wirkungslos, da durch sie kaum Luft ausgetauscht wird.In den Wintermonaten entweicht beim Lüften zwangsläufig auch Wärme. Um den Energieverlust in Grenzen zu halten, sollten die Heizkörperventile während des Lüftens geschlossen werden. (…)“

    Da haben wir auch gleich ein Dokument zur Synopse.
    20-3-20 oder 20-5-20 lässt sich aus den bisherigen Angaben kaum ableiten.

  7. Hallo,
    Lüften, hin oder her.
    Dann bekommen die Kids eine Erkältung und werden beim ersten Nieder nach Hause geschickt. Und die Familie wird in Quarantäne gesteckt.
    Ist das die Lösung?
    Don wohl nicht.
    Betrachtet doch einmal die Zahlen.
    82000000 Einwohner in Deutschland.
    Wenn 10000 Menschen infiziert wären, dann sind das 0,012%
    Also nicht mal 2 von 10000
    Und diese 2 sollen ausgerechnet Schüler sein.
    Lasst doch mal die Kirche im Dorf.

    • Genauso ist es. Da hoffen Sie mit diesem Lüftungskoncept alle oder am wenigstens 50 % von den Schülern werden krank und die Schule schließt. Wie kann jemand unseren Kindern so etwas antun. Wieso lassen sie dann die Kinder nicht zu Hause, wo es wärmer ist. Kann ein Kind mit Schal und Mütze sich konzentrieren und noch Klassenarbeiten schreiben? Bitte kommen Sie raus aus Ihren Büros und schauen die Realität, beginnen Sie endlich wie das Volk zu leben und ihm zu helfen, nicht zu stören. Und diese Menschen bekommen Geld für alle Schaden, die Sie ausgerichtet haben

  8. Ich darf alle Lehrer hier trösten… Das gleiche Konzept wird als Blaupause von den Berufsgenossenschaften an Arztpraxen verteilt. Die Praktikabilitat z. B. in einer Hausarztpraxis, der derzeit z. T. Massenanstürme erlebt, ist selbstverständlich nicht beschrieben. Darum geht es auch nicht:Das sind Pamphlete, die nur ein Ziel haben….jegliche Verantwortung nach unten durchreichen, so wenig umsetzbar da vieles auch bleibt.

    Nicht missverstehen, der Grossteil der Anticoronamassnahnen findet unsere uneingeschränkte Unterstützung, wo andere noch Widerstand proben.

    Die Arbeitsstättenverordnung fordert 20-26°C für normale Raumtemperatur, in jedem Fall aber Temperaturen, die der Gesundheit nicht schaden. Das dürfte mit dieser Leitlinie kaum abzusichern sein.
    Was dann annehmbar Erkältung triggert für Kinder und Lehrer,kann so ganz ohne psychische Last bei diesem Experiment an dem ein oder anderen auch nicht vorbeigehen, ggf schlimmer, als es ein Homeschooling angeblich provozierte . Den Bock hat sich mancher selbst geschossen. Da bliebe die Heimschulvariante ggf auch als Schichtmodell gegenüber der Vorstellung von frierenden Kindern und Lehrern in Schal und Mütze unter Decken nahezu zu fordern. Der Vorschlag bleibt bei niedrigeren Temperaturen gr
    schlichtweg nicht hinnehmbar.
    Der Dilettantismus im Pandemiemanagement wird immer grotesker.

    Und an die Redaktion… Selbstverständlich ist es keineswegs, daß die KMK für dieses Statement nichts zahlen muss. IN der Politik sitzt für vieles Unsinnige das Geld locker, wenns nicht das eigene ist. So löhnt eh der Steuerzahler… Für lau gibt’s das nicht. Auch nicht aus Dessau.

    • @Markfeld

      Danke für den Kommentar.
      Ein sachlich verfasster und – auch darum – erfrischender Gegenpol zum hier oft erscheinenden Stamm-Ärzte-Bestand.

      • PS
        Ich vergaß zu erwähnen, dass die Kosten für die Mitarbeiter (m/w/d) des UBA ohnehin Eh-da-Kosten sind. Die Mitarbeitenden wären eh (ohnehin) da und erhielten ein Entgelt, auch wenn sie kein Konzept verbrochen hätten.

  9. Ich finde es unmöglich, dass ich hier jeder so extrem lächerlich über dieses wichtige Thema macht! Mit Sicherheit dient dieses Handout auch dazu, der politischen Ausgewogenheit eine Stimme zu verschaffen. Man stelle sich nur vor, ein Lehrer würde Fenster stets rechts öffnen. Das darf doch als tendenziös verstanden werden , oder nicht? Die Schüler könnten sich ein schlechtes Beispiel daran nehmen. Ich gehe davon aus dass deshalb auch die Links – Öffnung der Fenster ein wichtiger Bestandteil des Handouts sein wird. Sollten Schüler die Fensteröffnung übernehmen muss natürlich ein planvolles Abwechseln zwischen beiden Geschlechtern erfolgen, nicht, dass die Jungs ein Übergewicht inpuncto Fensteröffnungs-Kompetenz erreichen! Lasst auch die Mädchen oft genug an den Fenstergriff! Schließlich wird vermutlich empfohlen, sollte die Motivation dazu nicht ausreichen, eine Schülerinnen- Quote in Bezug auf das Fensteröffnen einzuführen. Erziehung hat schließlich ausgewogen zu sein – auch bei kalter Zugluft!
    … schließlich wird das Papier von erwachsenen und reifen Personen herausgegeben. Da muss man doch annehmen dürfen, dass auch ein Denkprozess dahintersteckt. Man muss nur lange genug suchen…

    • Wichtig ist ja auch die Sitzordnung. Sitzen nur Kartoffeln am Fenster? Ist der Anteil von XX- und XY-Chromosomenträgern in der Nähe der fenster gleichmäßig verteilt? Wie werden Diverse berücksichtigt, so dass sie nicht benachteiligt werden? Muss bei der Verteilung der Sitzpläte berücksichtigt werden, dass unterschiedliche Ethnien an unterschiedliche klimatische Verhältnisse gewöhnt sind? Dürfen Decken des „Winterhilfswerkes“ noch ausgegeben werden? Sind Decken mit Motiven oder Slogans statthaft? Führt es nicht zu Stigmatisierung einzelner Schüler (m/w/d), wenn sie als einzige im Raum den Anorak von Kik tragen, während die anderen Outdoor-Klamotten namhafter Markenhersteller tragen? Ist es mit Blick auf Nachhaltigkeit sttthaft, dass einzelne Schülerinnen Omas Persianer als Innenfutter ihrer bauchfreien Topps umarbeiten? Muss es für die Jungen jetzt statt eines Cap-Verbotes einen cap-Zwang geben? Ist es sinnvoll mit Blick auf die Corporate Identity einer Frierenden-Gemeinschaft im stoßgelüfteten Klassenräumen einer Schule Thermo-Anzüge aus der Kollektion von „Dorf-Prada“ einzuführen? Darf die ausgewählte kälteresistente Schulkleidung die übliche Farbe haben, wie sie typisch ist für die Beschäftigten der für die Beschaffung zuständigen kommunalen Sachaufwandsträger? – Denn es gilt: „Orange trägt nur die Müllabfuhr!“
      Ich vermute es wird noch eine Reihe von Arbeitssitzungen der einzusetzenden Arbeitsgruppen geben, die dann per Folder den staunenden Schulgemeinschaften in mindestes einstündigen Kraft-Punkt-Darstellungen aka PPP vermittelt werden.
      Apropos Folder – der Begriff klingt doch gleich werthaltiger als „Flyer“, Flyer klingt doch schon immer gleich wie Wegwerfdruckerzeugnis=)

  10. Sind wir den total Gehirn amputiert. Kinder sitzen STÄNDIG im Durchzug. Meine war schon zweimal krank. Und die Chance auf gesund werden, ist gleich „0“. Was erwartet uns nach dieser Pandemie, chronische Bronchitis, Lungenentzündung usw.
    Sollten tatsächlich die Schulen wieder schließen, habe kein Problem damit.

    Warum gehen die Kinderärzte nicht auf Barrikaden. Deren Wartezimmer sind doch soooo voll. Und da muss auch „Stossgelüftet“ werden.

    Ich verstehe die Welt nicht mehr. Kann gar nicht so viel essen, wie ich jeden Tag kotzen könnte. freue mich schon auf den Tag, wenn die Klassen meiner Kinder auf Quarantäne müssen.

  11. Hier geht es doch um die Bildung, daher werden eher keine Luftfilter angeschafft, denn man investiert nicht in die Bildung

  12. Wunderbar! Mir fehlen die Worte angesichts dieser humoresken Kreativität. Ich kann mich den Worten unseres besorgten Mitbürgers nur anschließen. Lachen ist eben doch die eleganteste Art, die Zähne zu zeigen…

  13. Als pensionierte Lehrerin und Oma von 2 schulpflichtigen Enkeln bin ich zutiefst erschüttert, was hier auf dem Rücken der Kinder und Schulen ausgetragen wird! Wäre es nicht so vollkommen lächerlich, müsste man heulen. Man kann nur hoffen, dass sich bald der klare Menschenverstand wieder durchsetzt. Händewaschen hat noch nie geschadet und gegen regelmäßiges Lüften ist sicher auch nichts einzuwenden, aber alles muss verhältnismäßig sein. In anderen Jahren haben wir Grippewellen und Magen-Darminfekte auch überlebt!
    Wie soll unter diesen Umständen noch Bildung stattfinden?

  14. Es ist gut, diese Kommentare zu lesen. Eltern wehrt Euch. Ich warte darauf zu sehen, wie die Abgeordneten im Bundestag und Frau Merkel in Decken eingewickelt bei geöffneten Fenstern über das Lüftungskonzept in Schulen diskutieren.

  15. Und ich frage mich auch schon lange, wo die Kinderärzte und Psychologen usw. in der Elternschaft sind! Oder haben sie keine Bedenken, dass ihre Kinder Schäden nehmen könnten? Apropos Homeschooling: Kinder wollen und brauchen normalerweise den Umgang mit Gleichaltrigen nicht nur in der Freizeit, sondern gerade auch beim Lernen. Und Eltern sollten nicht als Hilfslehrer/innen herhalten müssen! Meiner Meinung nach

  16. Einer unserer „Ärzte“ hat uns kürzlich darüber belehrt, dass frische Luft gesund ist und Erkältungen nichts mit “Kälte“ zu tun haben.
    Ich habe mal den Faktencheck gemacht und festgestellt, dass das Statement richtig aber verkürzt war.
    Es muss heißen: “Bewegung an der frischen Luft“.
    Also, liebe Kolleg*innen, raus mit den Tischen und Stühlen.
    Ab jetzt werden Texte getanzt! ( Eine kurze Fortbildung an der nächstgelegenen Waldorfschule ist hilfreich)
    Mathegleichungen eignen sich hervorragend zum Circletraining. Für ein + machen wir einen Luftsprung, das – ist eine Kniebeuge, das × wird als Rolle vorwärts und das : als Waage umgesetzt. Die Zahlen geben die Wiederholungen an und Buchstaben werden wieder getanzt.
    Das ganze auf Zeit, und WEG IST DER CORONASPECK!
    Fürs Homeschooling filmt die Lehrkraft das Ganze und stellt es auf Tik-Tok ein.

  17. https://www.news4teachers.de/2020/10/umweltbundesamt-stellt-leitfaden-vor-der-lehrern-das-lueften-erklaert/

    Liebe Leute.., der Artikel ist gewohnt gut….aber die Kommentare sind absolut unschlagbar….reinste Comedy… haben sich die KuK in den letzten Wochen immer noch darum bemüht, sachliche und qualifizierte Beiträge für das Geschehen zu formulieren, so ist der Grad der persönlichen Verzweiflung und damit einhergehend der Grad der Albernheit, um Realität zu ertragen mittlerweile kaum noch zu toppen.
    Ganz liebe Grüße

    • @alle

      Ja genau.

      Wir Lehrer sind doch gar nicht so faul??? 😉
      So langsam nimmt die Sache Fahrt auf …

      Und weil wir uns so lange gefragt haben wo die kritischen Medien/Journalisten sind (Herr Priboschek und sein Team ausgenommen, vielen Dank für Ihre Arbeit!), habe ich mir mal erlaubt, die Sache auch etwas anzukurbeln.

      Auch Lehrer kennen Elternteile in ihrem privaten Umfeld.
      TIPP:
      Diese Elternteile sind prima Multiplikatoren!!!

      Also liebe Lehrer-KollegInnen und besorgte Elternteile und liebe sonstige Mit-Staunende:
      Ab ans Telefon, den Link zu dieser Seite und diesem Artikel weiterleiten.

      Heut mach ich mir kein Abendbrot – heut mach ich mir Gedanken!

      🙂

      • Wenn es Lehrer-KollegInnen gibt, gibt es dann auch LehrerInnen-Kollegen?

        Sorry, ich bin lieber gedankenlos beim Abendbrot:)

        Btw warum treffen sich die SchulministerInnen immer zum gemeinsamen Abendbrot?

        • @Die Elfe

          Fein.
          Na dann lassen Sie bitte den absoluten Unglauben weiter seine Kreise ziehen …
          Ich habe ähnliche Rückmeldungen, weil man jetzt sehen kann, dass es sich nicht um Einzelerfahrungen handelt. Das ist wenigstens im kleinen Rahmen recht effektiv, und jede Lawine fängt mal klein an. 😉

  18. Also insgesamt finde ich die Vorschläge richtig gut – wir haben in knapp 40 Kommentaren substantiell hochwertige Lerninhalte und -methoden nach den sowie praktikable Berechnungs- und Umsetzungsmöglichkeiten der ausgeklügelten Lüftungsvorgaben entwickelt, die in der Gesamtschau im Vergleich zum 9-monatigen Krisenmanagement unserer Kultusminister durchaus konkurrenzfähig sind. Wir haben interessante Vorschläge zur Einbindung moderner und für die Kids hipper Plattformen erarbeitet und das sogenannte „Wannendiffusionsprinzip“ kennengelernt. Wenn wir uns jetzt noch eine gewinnbringende Strategie zum Homeschooling oder Hybridunterricht zusammenclustern, werden bestimmte Weisungsträger obsolet.
    Huch. Man darf das gar nicht zuende denken…

    • Homeschooling – also um die Eltern zu entlasten kommen die Kinder ins Heim (home). Dort können sie auch beschult werden (schooling).
      Entscheidender Punkt ist, dass die Juristen die Aufgabenbereiche der Erzieher (m/w/d) und der Lehrkräfte gerichtsfest von einander abgrenzen:)

      Schön wäre ja auch, wenn Eltern mit Blick auf das Lernen auf Distanz den Unterschied zwischen „lernend“ und „beschult werdend“ in der alge wären zu erkennen. – Aber dazu müssten sie vermutlich erst noch einmal selbts eine Krammatikeinheit wieder holen; Stichwort: aktiv vs. passiv.

    • Vielleicht hat jemand geheime Kontakte ins Bundeskanzleramt oder in die KMK etc. und kann entsprechend der Spionagektivität im Kalten Krieg unsere Erkenntnisse hier in analoger Abschrift dorthin durchstechen?

      Vielleicht erkennen die Damen und Herren dann plötzlich ungeahnte geistige Höhenflüge im Lehrkörper – konnte ja niemand ahnen, wo doch Lehrer nur faule Säcke (und Säckinnen) sind – und wollen uns fürs dreifache Gehalt und ein warmes Büro abwerben.
      Oder sie halten uns für ihrer Aufmerksamkeit nicht mehr würdig, entziehen uns endgültig jegliche Aufmerksamkeit und merken nicht, wenn wir die Kinder und uns selbst in Zukunft selbst schützen, wie es der gesunde Menschenverstand gebietet.
      Vielleicht geben sie auch schlagartig – weil sie nicht mehr verstehen, was bei Lehrern im Kopf vorgeht (oder nicht vorgeht) – den Kampf gegen die Lehrer und in Folge dann auch die immer absurdere Weisungswut auf oder vergessen uns einfach und lassen uns machen.

      Würde Kindern und Lehrern und der Gesellschaft besser bekommen…

      Zumindest müssen sie nach der Lektüre lüften, denn sie geraten ob der spontanen geistigen Anstrengung unweigerlich ins Schwitzen und sondern beim Diskutieren ungeplant Aerosole ab, müssen womöglich sogar lachen… sehr ungesund in geschlossenen Räumen, wenn Mitmenschen (z.B. andere Kultusminister) anwesend sind…
      Dann können sie gleich einen Feldversuch starten: Mehr als eine atmende Person in einem Raum bei geöffnetem Fenster und gegen Null Grad (Nachtsitzungen sind ja beliebt).
      Wenn dabei Erkenntnisse abfallen, könnten sie kommuniziert werden.
      Aber nur heimlich, die Lehrer hören womöglich mit.

    • Liebes Bauklötzchen,

      Wir sollten einfach die jetzigen KMs ablösen. Kosten- und sinnlose Konzepte entwickeln, das schaffen wir schon auch. Und schneller, wie man hier sieht!

      Und dann weisen wir die LuL an, in den FKs Tutorials zu drehen. ( Die faulen Säcke können ja auch mal was tun für ihr Geld!)
      Diese veröffentlichen wir auf unserem eigenen YouTube Kanal, die Klicks werden nicht ausbleiben, da die SuS ja MÜSSEN.
      Mit dem Geld, das wir damit verdienen kaufen wir Globulis für alle!!!
      Damit erfüllen wir unsere Fürsorgepflicht!
      Ach ja, den Datenschutz setzen wir in Schulen einfach mal aus, so wie die AHA und die 3G Regeln.

      • Liebe/r Alla,
        du hast ein, nee, DAS grundlegende/s Problem nicht erkannt: Wir beide sind vom Fach. Das disqualifiziert uns für ein politisches Amt im Bildungssektor. Aber ich würde mich glücklich schätzen, mit einem solch humorvollen, intelligenten Menschen zusammenarbeiten zu dürfen! Wir könnten ja ne Herrenboutique in Wuppertal eröffnen 😉

        • Wuppertal aka Dubble-ju-upper valley gibt es überhaupt nicht. Es gibt nur Elberfeld und Barmen. Alles andere ist ein Konstrukt der Nazi-Herrschaft:)

        • Wärme, angenehmes Licht, leise Hintergrundmusik, ein dezenter Hauch von Eau de Cologne in der Luft, alles strahlt vor Sauberkeit, nette Gespräche mit gepflegten Herren, die Idee mit der Herrenboutique gefällt mir immer besser!

          • Aber wie wollen Sie nach W’tal kommen? Die Schwebebahn fährt nicht und im Tal ist Dauerstau. Und wenn Sie Pech haben ist auch noch die Bahntrasse von Hagen nach D’dorf gesperrt.

            Und ob der Papst corona-bedingt kommen kann ist ebenfalls ungewiss.

            Und Eau de Cologne passt auch nicht wirklich; um richtig retro zu sein müssten Sie schon auf Sir Irish Moos umstellen.

          • Liebe/r dickebank,
            Dann wandere ich halt nach Barmen oder Elberfeld aus! Habe gehört, die Mieten seien erschwinglich….
            Aber vielen Dank für den „Dufttipp“. Ich hatte erst auch an Tabak Original oder Old Spice gedacht, wollte mein Alter aber nicht verraten !

          • Das mit dem Papst ist nicht so schlimm.
            Erstens kann ich ein Schild mit der Aufschrift: „hablamos español“ ins Schaufenster hängen,
            und zweitens möchte ich ja nur von den Dating-Seiten wie „Fischkopp.de, die Partnerbörse für den Norden“ weg!
            Dabei hilft mir der Papst wohl auch nicht!

          • @Alla – ja, biste wieder aufgefallen. Traust dich nur nicht zuzugeben, dass Du zur vulnerablen Gruppe zählst.
            Tipp, geh nach Elberfeld, die haben wenigstens einen Hbf.

  19. Hallo zusammen,

    ganz großes Kino.
    So viel legt man Wert auf die Forschung.
    So viel sind uns unsere Kinder, Alten, Lehrer usw. Wert.
    Die Hauptsache die Kasse stimmt.

    Viel Gerede, getuhe und Gehabe.

    Danke an das Bundesumweltamt, die Umwelthilfe.

    Rettet das Klima indem unsere Kinder frieren.

  20. Ich halte den Leitfaden auch für inhaltlich falsch, weil ein viel zu langes Lüften gefordert wird, z.B. bis zu 20 Minuten. In der Ausbildung zum Energieberater lernt man, dass kurz gelüftet werden soll, damit der Raum nicht auskühlt. Die Fenster in der Pause offen zu lassen, wenn niemand drinnen ist, ist Unsinn.

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