Göring-Eckardt fordert mobile Luftfilteranlagen für alle Klassenräume

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BERLIN. Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt hat zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ein Programm zur Ausstattung aller Schulen mit Luftfilteranlagen gefordert. «Wir wissen ja, dass noch nicht mal in allen Schulen die Fenster aufgemacht werden können», sagte sie am Montag im ZDF-«Morgenmagazin».

Kritisiert die Schulpolitik der Länder: Grünen-Fraktionschefin Karin Göring-Eckardt. Foto: Harald Krichel / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Nach den Vorgaben des Teil-Lockdowns können Schulen und Kitas zwar geöffnet bleiben. Man wisse aber natürlich nicht, ob in jeder Schule tatsächlich Unterricht normal stattfinden kann, so Göring-Eckardt. «Die ersten haben schon geschlossen», sagte die Grünen-Politikerin. Deshalb müsse man schnell dafür sorgen, dass in allen Klassenräumen Luftfilter installiert werden.

Fünf Bundesländer fördern Anschaffung von mobilen Luftfiltern für Schulen – Baden-Württemberg nicht

Wissenschaftler vom Institut für Strömungsmechanik und Aerodynamik der Universität der Bundeswehr München hatten einen möglichen Einsatz von mobilen Luftfiltern in Schulen untersucht. Ergebnis: Handelsübliche mobile Geräte, die eine Luftwechselzahl von mindestens sechs pro Stunde schaffen, einen Filter der Klasse H14 nutzen und hinreichend leise sind, können in Klassenräumen die Konzentration infektiöser Aerosole wirkungsvoll reduzieren. Die Forscher empfehlen die Anschaffung solcher Geräte für Schulen. Sie veranschlagen dafür 3.000 Euro pro Stück. Eine weitere Studie der Universität Frankfurt/Main kam zu ähnlichen Ergebnissen.

Mittlerweile haben fünf Bundesländer Programme aufgelegt, mit denen Kommunen bei der Anschaffung von mobilen Luftfilteranlagen für Schulen unterstützt werden sollen – das vom grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann regierte Baden-Württemberg gehört nicht dazu. News4teachers / mit Material der dpa

Vier Bundesländer fördern mobile Luftfilter für Schulen – KMK-Präsidentin redet Bedarf aber klein (und den Aufwand groß)

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7 KOMMENTARE

  1. Klar… da, wo man nichts zu sagen hat, fordert man irgendwas und da, wo man was zu sagen hat, macht man es nicht. Umgekehrt wird da dann jemand genau das gleiche fordern, was er wiederum anderenorts, wo er was zu sagen hat, gerade nicht tut.

    Alle, die jetzt jammern und fordern, sind in irgendeinem Bundesland an der Regierung beteiligt. Warum tun sie da nichts?

      • Für was? 10-20 Milliarden für die Wirtschaft, damit man 4 Wochen Lockdown mit voll laufendem Schulbetrieb machen kann, aber man will die eine Milliarde sparen, die man für die Luftfilter in den Schulen bräuchte?

        Das ist doch widersinnig: Man gibt soviel Geld aus, um den Schulbetrieb „irgendwie“ weiterlaufen zu lassen, aber man investiert nichts, um ihn sicherer zu machen?

        Andersherum ist das sinnvoll: Schulen SIND ein Treiber, das haben andere Länder gezeigt. Wenn man also die eine Milliarde investiert, dann zahlt sich das spätestens dann mehrfach aus, wenn man deswegen den nächsten Lockdown ausfallen lassen kann oder ihn erst später durchführen muss.

        Aktuell wirft man die 10-20 Milliarden aus dem Fenster, denn selbst wenn das wirkt, werden die Zahlen danach wieder schnell ansteigen und dann hat immer noch keiner Luftfilter in den Schulen.

  2. „Der heisse Scheiß der Republik“ – Katrin Göring-Eckardt hat in AUCH SCHON entdeckt!
    JUBEL !!!!!!

    Ich bin schon gespannt, wann sie „Der heisse Scheiß der Republik, Teil 3“ präsentiert …

    Schnell mal auf den populär werdenden „Zug aufspringen“ – extrem fantasievoll, fast schon „heißer Scheiß itself“. 😉

    Naja, kann man versuchen, das Volk ist ja dermaßen knalle im Kopp …?

  3. Es ist immerhin endlich eine Stimme der Vernunft in einem Meer aus Fahrlässigkeit und menschenverachtendem Handeln! Genau DAS sollte der Bund jetzt tun: Geld bereitstellen, damit ALLE Klassenräume in Deutschland mit Luftfilteranlagen ausgestattet werden können!!! Für die Abwrackprämie hat man seinerzeit auch das Steuergeld genommen, um die Autoindustrie zu retten. Die Kinder will offensichtlich keiner retten. Wir Eltern sollen brav Steuern zahlen und auf Arbeit gehen, aber unsere Kinder werden wie Vieh in viel zu kleinen Räumen verahrt.

  4. Die Stimme mag vernünftig klingen. Aber wo war die Stimme in den Monaten zuvor? Das Schulen in Deutschland regelrechte Sanierungsfälle sind, ist nicht erst seit Corona so.
    Kinder haben keine Lobby. Ausser, wenn niedlich angezogen auf einer Bühne mit Würdenträgern und/oder Künstlern stehen. Egal wo man hinschaut, Kinder kommen immer zuletzt. Selbst das Offenhalten der Kita und Schulen dient nur dem Zweck, dass das Wirtschaftsleben der Konzerne weitergehen kann. Die Reden von gefährdeten Kindern ohne Schule ist Makulatur. Denn Schule und Kita dauert nicht 24 Stunden/7 Tage die Woche. Wer sich Sorgen um gefährdete Kinder und Jugendliche macht, kann sie nach Mecklenburg oder nach Niedersachsen ans Meer schicken. Gute Luft, Betreuer könnten mitreisen und die Beschulung wäre intensiv. Die Hotellerie wäre bestimmt nicht abgeneigt. (Alles Ironie) Es wird nur gelabert, aber nichts zum Guten verändert. Das Gerede war nichts weiter als sich in Szene zu setzen und sich in Erinnerung zu bringen.

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